Zoopresseschau

Zoo Heidelberg 03.06.2015
Heidelberg hat einen Blickfang mehr: Bärengehege mit über 20 Meter breiter Fensterfront offiziell eröffnet
Zur offiziellen Eröffnung am Mittwoch hatte der Zoo Freunde und zahlreiche Unterstützer des Tiergartens eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein freuten sich über 150 Gäste, die neue Anlage näher in Augenschein zu nehmen. Die Erweiterung, mit deren Planung bereits 2012 begonnen wurde, erhielt im Anschluss an die Begrüßung durch Zoo-Direktor Dr. Klaus Wünnemann und den Worten des Landschaftsarchitekten Dipl.-Ing. Rainer Gehrig und Stadträtin Dr. Monika Gonser, vertretend für die Stadt Heidelberg, ein letztes i-Tüpfelchen: Gemeinsam montierten der Zoo-Direktor und der Landschaftsarchitekt zusammen mit Frank-Dieter Heck, kaufmännischer Geschäftsführer des Zoos und Martin Heeg, Handwerker im Zoo das letzte Informationsschild am Gehege. Dieses symbolische Teamwork beim letzten Schild stand dabei stellvertretend für die zuverlässige Zusammenarbeit aller Beteiligten in den letzten Jahren, für die sich Wünnemann bei allen bedankte. Selbst die Füchse und Bären, die bisher nur zögerlich über die Brücke in die neue Anlage strebten, schienen von der Neugier ergriffen. So erkundeten die Korsakfüchse gleich als erstes die neue Anlage in einem rasanten Lauf, nachdem die Brücke ausgeschwenkt wurde. Uschi, die junge Bärin im Dreiergespann der in Heidelberg ansässigen Syrischen Braunbären, folgte kurz darauf und erforschte die verschiedenen Bereiche der neuen Anlage, auf der die Pfleger einige Leckereien versteckt hatten. Später durfte auch ein Bad im neuen Becken nicht fehlen – wer konnte ihr das bei den Temperaturen verdenken.

Zoo Duisburg 03.06.2015
Das Explorado Kindermuseum zu Gast im Zoo
Alles begann mit einem gemeinsam ausgerufenen Wettbewerb, als der Zoo Duisburg und das Explorado Kindermuseum im letzten Jahr alle Kinder zwischen vier und zehn Jahren dazu einluden, aus dem weihnachtlichen Verpackungsmüll Tierfiguren zu basteln, also kreatives Recycling zu betreiben. Die Resonanz auf diesen Wettbewerb war enorm, so dass Explorado-Leiter Carsten Tannhäuser und Zoodirektor Achim Winkler bis zum darauffolgenden März gleich viele Gewinner mit den ausgefallensten „Mülltieren“ prämieren konnten und zur Preisübergabe in das Kindermuseum einluden. An diesem Tag war auch der Zoo mit Origami- und Kinderschminkstand zu Gast. Sogar ein paar Krabbeltiere wie Vogelspinnen und Stabschrecken konnten inmitten der Mitmachausstellung präsentiert werden. Am kommenden Sonntag, den 07.06.15, erfolgt nun auch der Gegenbesuch. Das Explorado Kindermuseum wird einige seiner beliebtesten Kinder-Aktionsstände im Zoo Duisburg präsentieren. Wer also wissen möchte, was es mit dem magischen Sand, der kreativen Kugelbahn oder den Holzstäben für kleine Baumeister auf sich hat, der darf dies am Sonntag von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr am Streichelzoo herausfinden. Auch die Denkpause für schlaue Köpfe ist garantiert.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 03.06.2015
Seltener Nachwuchs jetzt ein halbes Jahr alt: Nashornkalb Savita genießt ersten Sommer
Nomen est omen: Das kleine Panzernashorn-Kalb Savita, was „Sonne“ bedeutet, genießt seinen ersten Sommer ungemein. Es ist gerade ein halbes Jahr alt geworden und testet bei dem guten Wetter seine schnell wachsenden Kräfte im Freigehege der Stuttgarter Wilhelma. Ende Oktober war der seltene Nachwuchs nashorngerecht mit satten 50 Kilo Geburtsgewicht auf die Welt gekommen. Inzwischen bringt es der Wonneproppen auf gut das Fünffache. „Wir schätzen sie auf 250 bis 300 Kilo“, sagt der Revierleiter Volker Scholl. „Pro Tag nimmt sie rund ein Kilo zu. Sie säuft sicher noch zehn Liter der nahrhaften Muttermilch pro Tag, aber frisst schon ordentlich feste Nahrung mit.“ Die Pfleger schneiden Savita das Futter noch etwas kleiner, sonst nimmt sie sich bei ihrem kräftigen Appetit schon mal zu große Stücke ins Maul. Äpfel und Karotten mag sie besonders und als Leckereien gibt es hin und wieder mal was Süßes: Orangen oder Bananen. Savita ist gesund und munter, dass es eine Freude ist“, berichtet Scholl. „Inzwischen ist sie nicht mehr ganz so vorlaut. Anfangs kam sie sofort angerannt, um sich kraulen zu lassen. Jetzt wird sie etwas vorsichtiger im Umgang mit uns Pflegern. Das ist eine gute, normale Entwicklung.“ Was aber nicht bedeutet, dass der Naseweis nicht mehr ungestüm die Gegend erkundet. Vielmehr muss es Mutter Sani auch erdulden, wenn ihre Tochter versucht, ihr mal auf den Buckel zu steigen – bei den Dickhäutern ein Spektakel für die Besucher. Das typische Nasenhorn stößt jetzt auch bei Savita erkennbar empor. Wenn Mama genug davon hat, nimmt Sani ein Bad im Wasserbecken, dort hat sie ihre Ruhe. Da merkt man, dass Savita noch ein Kind ist. „Sie ist eigentlich eine echte Wasserratte“, erklärt Scholl. „Wenn wir den Schlauch anstellen, plantscht sie ausgiebig im Wasser. Aber bei dem großen Becken hat sie noch Respekt vor der Treppe ins Wasser.“ Anfangs hat die Kleine am Beckenrand gequiekt, damit die Mutter wieder herauskam. Mittlerweile lässt sich Sani nicht mehr herauslocken. Savita muss also lernen, sich etwas Neues zu trauen. Erwachsenwerden ist nicht immer leicht. Aber dafür hat sie auch noch Zeit. Erst mit 12 bis 13 Jahren ist ein Panzernashorn ausgewachsen. Eine Kuh erreicht dann ein Gewicht um die 1500 Kilo. Savita ist der erste Nashorn-Nachwuchs in der Wilhelma seit sechs Jahren. In der Natur sind die Panzernashörner, die heute vor allem noch in Indien vorkommen, akut vom Aussterben bedroht

Zoo Augsburg 03.06.2015
Nashorn Daniel musste leider aus Altersgründen eingeschläfert werden
Mit ungefähr 44 Jahren musste heute Morgen unser Nashornbulle Daniel eingeschläfert werden. Für Breitmaulnashörner ein stattliches Alter, ihre Lebenserwartung liegt bei rund 40 Jahren. Bereits seit mehreren Monaten merkte man ihm an, dass er körperlich abbaute. Da er auch mit der Futteraufnahme Probleme hatte, bekam er nur noch zerkleinertes Heu angeboten. In den letzten Tagen hat sich sein Gesundheitszustand deutlich verschlechtert, er fraß und trank kaum noch etwas. Um ihm unnötiges Leiden zu ersparen, wurde entschieden, ihn heute Morgen einzuschläfern. Derzeit ist er mit einem LKW der Augsburger Berufsfeuerwehr aufdem Weg in die Tierpathologie nach München. Vielen Dank an die Kollegen der Berufsfeuerwehr, die schnell und unkompliziert halfen. Daniel kam zusammen mit der gleich alten Dame Baby im Jahr 2008 aus dem Zoo Salzburg nach Augsburg. Es bestand zunächst die Hoffnung, dass er sich mit den beiden jungen Nashornkühen fortpflanzt. Dies hat sich leider nicht bewahrheitet. Dafür ist nun der Bulle „Bantu“ zuständig, der die Erwartungen erfüllt hat: beide Kühe sind schwanger. Bei einer Tragzeit von 17 bis 18 Monaten wird es aber noch etwas dauern bis sich der Zoo Augsburg über den Nachwuchs freuen kann.

Wisentgehege Springe 03.06.2015
Baby-Boom im Wisentgehege – Elche, Wisente, Wildschweine und Co. präsentieren ihren Nachwuchs
Große Freude herrscht derzeit im Wisentgehege Springe: Schon fünf Wisentkälber folgen ihren Müttern auf Schritt und Tritt. In den nächsten Tagen und Wochen ist mit weiterem Nachwuchs zu rechnen. Damit sind die Springer Wisente erneut auf gutem Kurs einen tollen Beitrag zur Erhaltung ihrer Art zu leisten. Nur 5200 Wisente gibt es noch – oder besser: wieder. Als die Springer Zucht 1928 begründet wurde, lebten gerade mal 54 Wisente in Europa. Es gab keine frei lebenden Bestände mehr und das größte Tier Europas stand kurz vor dem Aussterben. Seitdem sind in Springe über 340 Wisente geboren worden. Rekord in Deutschland und Champions League in Europa! Springer Wisente haben überall auf unserem Kontinent zur Begründung frei lebender Bestände beigetragen. Allein in den vergangenen beiden Jahren sind neun der urigen Wildrinder von Springe in verschiedene Wiederansiedlungsprojekte nach Polen, Bulgarien und Rumänien abgegeben worden. Für große Begeisterung bei den Besuchern sorgen auch Michel und Ida. Die beiden Elchkälber wurden Anfang Mai von ihrer Mutter Silvia zur Welt gebracht. Die kleine Elchfamilie ist häufig gut zu beobachten. Günstig wirkt sich dafür aus, dass Mutter Silvia vor fünf Jahren mit der Flasche aufgezogen wurde. Engen Kontakt hält sie nach wie vor zu ihrer „Ersatzmutter“ Thomas Hennig. Ihre Zwillinge gucken sich die Gelassenheit im Umgang mit Menschen von Silvia ab. Auch in eigener Sache war der Klapperstorch sehr erfolgreich. Zwei Junge werden von beiden Eltern sehr fürsorglich und routiniert im Nest versorgt. Wenn die beiden Küken im Spätsommer fit sind, werden sie ausgewildert. Das ist gute alte Tradition im Wisentgehege, um den Bestand frei lebender Störche zu stützen. Kinderstube ist auch bei den Rothirschen, den vom Aussterben bedrohten Mesopotamischen Damhirschen und den Wildschweinen zu beobachten. Beim Besuch der jungen Wilden sollte man auf keinen Fall die täglichen Flugvorführungen und Wolfspräsentationen verpassen. Spannende Erlebnisse sind garantiert.

Zoo Basel 03.06.2015
Ein durchschaubarer Bewohner des World Wide Ocean
Im Vivarium des Zoo Basel sind momentan wunderschöne Ohrenquallen zu sehen. Die hübschen Tiere mit der gallertartigen Konsistenz und dem schönen wissenschaftlichen Namen „Aurelia“ kommen in den meisten Meeresgebieten vor und sind ein typisches Beispiel dafür, wie sämtliche Meere über Strömungen miteinander verbunden sind. Um den Menschen in einem Binnenland wie der Schweiz ihre Verbindung zum Meer bewusst zu machen und ihnen das Meer ans Herz zu legen, feiert der Zoo Basel am 8. Juni mit einem Spezialprogramm den World Oceans Day, den internationalen Tag des Meeres. Die Ohrenqualle kommt in allen Weltmeeren, von der Arktis bis in die Subantarktis, vor. Das extreme Verbreitungsgebiet verdankt sie ihrer grossen Anpassungsfähigkeit und einem speziellen Fortpflanzungssystem: Erwachsene Ohrenquallen geben Eier ins offene Meer ab. Es entwickelt sich daraus eine winzige Larve, die sich nach Wochen als Planktontier auf dem Meeresgrund festsetzt und dort einen Polypen bildet. Dieser hat keine Geschlechtsorgane und vermehrt sich durch seitliche Knospung. Bei veränderlichen Umweltbedingungen bildet er Abschnürungen, die zu reifen Medusen, den eigentlichen Quallen, heranwachsen. Diese lebt nun als „panozeanischer“ Bürger im World Wide Ocean, ihre Verbreitung gelingt ihr mit Hilfe der Meeresströmungen. Die Lebens- und Fortpflanzungsweise der Quallen zeigt, wie stark die Weltmeere miteinander im Austausch stehen. World Oceans Day – in Basel wachsen Korallenriffe – Im Zeichen des weltumspannenden Ozeans steht auch der World Oceans Day, den der Zoo Basel mit vielen anderen Zoos und Aquarien auf der ganzen Welt am 8. Juni feiert. Auf Führungen durchs Vivarium erklären Experten anhand von Korallenriffen, wie diese den menschlichen Einflüssen ausgesetzt sind. Die Besuchenden erfahren, wie sie selbst als Bewohner eines Binnenlands wie der Schweiz die Lebensweise der Korallen beeinflussen und wie sich die Unterwassergärten der Meere schützen lassen. Vivariums-Mitarbeiter zeigen die zooeigene Korallenzucht und beantworten Fragen der Besuchenden. Meeresschutzorganisationen sind mit Vertretern vor Ort und geben Einblick in ihre Arbeit.

Zoo Hannover 03.06.2015
Gleich hebt sie ab: Nachwuchs bei den Pferdeantilopen
Schüchternheit kennt sie nicht. Was vielleicht an ihrem Namen liegt: Loreley. Eigentlich gelten Pferdeantilopen generell als zurückhaltend. Doch davon ist bei der am 4. April im Erlebnis-Zoo geborenen Loreley nichts zu sehen. Sie tobt wild durch das Gehege, hält die gesamte Herde auf Trab und zieht alle Blicke auf sich. Dabei fallen besonders ihre hohen Sprünge und das rege Ohrenwackeln auf: Immer wieder nimmt das kleine Energiebündel schwungvoll Anlauf, schmeißt die Hinterbeine hoch in die Luft und rudert mit den riesigen, überproportional großen Ohren – als wolle sie gleich abheben. Wenn Loreley keine „Flugversuche“ unternimmt, spielt sie mit ihrem großen Bruder Leopold (1): Die beiden laufen um die Wette oder proben schon einmal, wie sie als ausgewachsene Pferdeantilope die richtige Haltung bei Rangeleien einnehmen. Mit den Vorderbeinen gehen sie dabei in die Knie, strecken das Hinterteil galant in die Höhe und präsentieren mit gesenktem Kopf gekonnt dem Gegner ihre Hörner – oder zumindest das, was bei Loreley einmal Hörner werden wollen. Vor einigen Wochen durfte der agile Nachwuchs allerdings noch keine Aufmerksamkeit erregen. Neugeborene Antilopen gehören zu den sogenannten Abliegern. Sie sind zu klein, um den Mutter-Tieren zu folgen und können noch nicht vor Feinden flüchten. Also werden sie, dank ihrer Fellfarbe gut getarnt, von ihren Müttern versteckt. Antilopen-Mütter achten besonders darauf, den geheimen Aufenthaltsort ihrer Jungtiere nicht zu verraten und besuchen sie in dieser Zeit nur, um den Nachwuchs zu säugen. Nach dem ganzen Versteckspiel ist Loreley heilfroh, sich endlich der Welt zeigen zu können – mit Luftsprüngen und Ohrenwackeln. Besucher des Erlebnis-Zoo können die „Flugversuche“ des Pferdeantilopenmädchens morgens für einige Stunden beobachten.

Tierpark Zittau 03.06.2015
Waschbär- Baby- Taufe am 10.06., 16 Uhr!
Immer öfter zeigt sich unser Waschbär- Baby jetzt den Besuchern, wenn auch Mama Waschbär jeden Schritt des niedlichen Nachwuchses aufmerksam überwacht. 10 Wochen alt ist das Kerlchen, was als „Sonntagskind“ das Licht der Welt erblickte, nun mittlerweile schon – und hat noch immer keinen Namen. Doch das soll sich ändern! Am Mittwoch, dem 10. Juni, gibt es um 16 Uhr eine „Waschbärentaufe“. Welchen Namen der Kleine wohl bekommen mag? Im Anschluss an den feierlichen Akt wird die Reviertierpflegerin alle Besucherfragen zu den possierlichen kleinen Raubtieren beantworten. Auch die „Kräuterküche“ hat an diesem Tag geöffnet und lädt mit leckeren regionalen Spezialitäten zum Verweilen ein.

Zoo Duisburg 02.06.2015
Nachwuchs bei den Rentieren
Im Zoo Duisburg ist vor einer Woche ein Rentier-Bullenkalb geboren worden. „Rentier“ hat nichts mit „rennen“ zu tun, sondern leitet sich ab vom skandinavischen Wort hren = Hirsch. Rentiere werden als einzige domestizierte Hirschart in Lappland und Sibirien fast wie Haustiere gehalten, sind im Zoo aber recht anspruchsvolle Pfleglinge. Unter hohen schattigen Kastanien am Kaiserberg bevorzugen sie weichen Untergrund, der den mächtigen Klauenschalen ihrer Füße nicht hinderlich ist. Für ihre Fütterung muss übrigens regelmäßig das sog. Isländische Moos, eine Flechten-Art aus Schweden, importiert werden! Eine weitere Besonderheit ist den Rentieren insofern eigen, als bei dieser Art auch die Weibchen ein Geweih tragen. Die Formgebung der Geweihe ist sehr unregelmäßig und bei jedem Tier anders. Männchen werfen ihr Geweih im Herbst ab, Weibchen erst im Frühjahr. Das Abwerfen erfolgt gewöhnlich nicht zugleich beidseitig, sodass das Rentier vorübergehend nur eine Geweihstange trägt. Beim jungen Rentier, das derzeit fleißig an der mütterlichen Milchbar hängt, wird die Geweihbildung schon in ein paar Monaten beginnen.

Allwetterzoo Münster 02.06.2015
Sieben auf einen Streich – sensationeller Zuchterfolg bei den Geparden im Allwetterzoo Münster
Am 28. April brachte Gepard „Namoja“ sieben Jungtiere zur Welt. Die Kleinen sind wohl auf und werden von der Mutter versorgt, zwei werden mit der Flasche zugefüttert …
Ein Wurf mit sieben Geparden ist extrem selten – in der Regel kommen drei bis fünf Jungtiere auf die Welt. „Geparde sind stark von der Ausrottung bedroht und die Zucht in Zoos ist sehr schwierig“, erklärt Allwetterzoo-Kurator Dr. Dirk Wewers. „Wir sind bekannt für unsere Zuchterfolge. Beim letzten Wurf hatte Namoja fünf Jungtiere, was auch schon toll war, aber sieben auf einen Streich ist Wahnsinn…“ Die Freude über die sieben Zwerge war somit am 28. April sehr groß. Bei der ersten Untersuchung einige Tage nach der Geburt durch Zootierarzt Carsten Ludwig stellte sich heraus, dass es sich um ein männliches und sechs weibliche Jungtiere handelt. „Wir sind sehr zufrieden“, betont Ludwig. „Die Kleinen wiegen alle zwischen einem und zwei Kilogramm und Namoja ist eine tolle Mutter. Sie kümmert sich extrem gut um ihre Jungtiere. Sieben Tiere sind viele, daher verwunderte es mich nicht, dass zwei der kleinen Katzen nicht so viel Milch bekommen wie die anderen. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die beiden zwischendurch mit der Flasche zu füttern. Und das klappt auch sehr gut…“ Beim Gesundheitscheck und der Zusatzfütterung am 2. Juni wurden die Kleinen den Medien vorgestellt. Mutter Namoja wurde für diese Zeit von den Jungtieren getrennt, anschließend aber wieder dazu gelassen. Täglich einmal bekommen die Flaschenkinder ihre Milch von Revierleiterin Carin Fels. „Ab und an fressen die beiden auch schon Fleisch. Dies füttern wir anstelle der Milch, denn in Fleisch steckt noch mehr Energie und Milch können sie ja auch bei der Mutter bekommen“, so Fels. Es handelt sich um Namojas zweiten Wurf. Beim ersten bekam sie fünf Jungtiere – alles Jungs, die mittlerweile an andere Zoos im Rahmen des EEP abgegeben wurden! Der Vater ist in beiden Fällen Kater Jabari. Der Allwetterzoo ist bekannt für seine gute Gepard-Zucht. Um die 40 Jungtiere wurden seit den 1970er Jahren im Allwetterzoo geboren.

Zoo Landau in der Pfalz 02.06.2015
Insektenhotels bauen, Artenvielfalt mit allen Sinnen erleben – Viel Spaß und tolle Aktionen am Familientag der Artenvielfalt im Zoo Landau in der Pfalz am 13. Juni 2015
Zoo und Zooschule Landau laden am Samstag, den 13. Juni 2015, ab 11 Uhr herzlich zum Familientag der Artenvielfalt ein, um Neues und Spannendes rund um die Bedeutung der biologischen Vielfalt zu erfahren! Was passiert, wenn das große Netz des Lebens löchrig wird? Und was kann jeder einzelne im Alltag tun, um dies zu verhindern und zum Erhalt von Arten und deren Lebensräumen beizutragen? Eine Familienrallye unter dem Motto „Artenvielfalt mit allen Sinnen erleben“ und verschiedene Informations- und Bastelstationen laden Jung und Alt zum Mitmachen ein. Ein Fokus des Tages liegt außerdem auf dem Bau eines Insektenhotels, einer schönen Möglichkeit, wie der eigene Garten oder der der Schule oder des Kindergartens ein Stück natürlicher gemacht werden kann. Denn in unseren „aufgeräumten“ Kulturlandschaften werden auch Lebensräume für Insekten, die sowohl für die Bestäubung von Pflanzen als auch als Teil der Nahrungskette besonders wichtig sind, immer seltener. Auf zwei geführten Rundgängen geht es außerdem zu den vielen bedrohten Tierarten, die der Zoo Landau hält und züchtet, um sie vor der Ausrottung durch den Menschen zu bewahren. Dazu gibt es zahlreiche Tierfütterungen bei unseren Raubtieren, den Pinguinen und Affen und das kommentierte Robbentraining. Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die Biologische Vielfalt erklärt, um die Weltbevölkerung dazu aufzurufen, sich für den Erhalt derselben einzusetzen. Biologische Vielfalt umfasst die Vielfalt aller Lebewesen, ihrer genetischen Vielfalt und der zahllosen unterschiedlichen Lebensräume unserer Erde und ist die Grundlage unseres Lebens – unserer Ernährung und Gesundheit. Mit dem aktuellen Dekadeprojekt trifft die UN wichtige Hauptanliegen von Zoo und Zooschule Landau, denn die Bewahrung der Artenvielfalt und die Vermittlung von Wissen über deren Bedeutung sowie das Eröffnen von Handlungsspielräumen sind zentrale Ziele moderner Zoos.

Tierpark Bochum 02.06.2015
Eine Flosse wäscht die andere! Tierpark Bochum freut sich über tatkräftige Unterstützung
Im Tierreich gibt es viele Beispiele für eine Wechselbeziehung zwischen zwei Tierarten, von der beide profitieren: So entfernt der Putzerlippfisch Parasiten vom Körper des Hais, während Putzergarnelen Speisereste aus den Zähnen ihrer „Kunden“ fischen. Eine Flosse wäscht die andere – Dieses Motto gilt auch für den Tierpark Bochum und seine Kooperationspartner! Die große Erlebnisanlage „Nordseewelten“ und die zahlreichen Süß- und Salzwasserbecken im Aquarienhaus des Bochumer Tierparks zählen für viele Besucher und vor allem Tauchbegeisterte zu den Herzstücken des Zoos. Um nicht nur den Besuchern einen glasklaren Blick in die Tiefen der Becken zu gewähren, sondern auch die hohe Qualität des Wassers zu erhalten, müssen die Mitarbeiter des Tierparks regelmäßig zu den Tieren hinabtauchen. Bei den aufwändigen Reinigungsarbeiten, die oft mehrere Stunden in Anspruch nehmen und eine einwandfreie Ausrüstung erfordern, erhält der Tierpark tatkräftige Unterstützung! Seit März 2013 tauchen die Mitglieder des Deutschen Unterwasserclubs Wattenscheid (DUC) regelmäßig in die Nordseewelten des Tierparks hinab, um das Becken der Seehunde und Humboldt-Pinguine zu reinigen. „Für uns sind die Tauchgänge im Tierpark jedes Mal ein Highlight und es ist schön zu wissen, dass wir den Tieren damit etwas Gutes tun können“, schwärmt der 1. Vorsitzende des DUC, Thomas Jechow. Neben den Mitgliedern des DUC zählt auch das Dortmunder Fachgeschäft Tauchsport Schneider seit bald mehr als fünf Jahren zu den treuen Kooperationspartnern des Tierparks. „Wir versorgen den Tierpark beispielsweise mit kostenlos wiederaufgefüllten Pressluftflaschen“, erklärt Geschäftsführerin Birgit Schneider und ergänzt: „Außerdem bieten wir den Mitarbeitern technische Schulungen für einfache Revisionen der Tauchausrüstung an und übernehmen notwendige Reparaturen.“ Das Tierpark-Team um Zoodirektor Ralf Slabik ist sehr glücklich und dankbar, dass es im Laufe der Zeit ein so starkes und gut funktionierendes Netzwerk aufbauen konnte und hofft auf viele weitere Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit!

Opel Zoo Kronberg 02.06.2015
Jungtiere beim Mesopotamischen Damhirsch und Waldrapp: Nachwuchs bei bedrohten Tierarten im Opel-Zoo in Kronberg im Taunus
Jungtiere sind stets eine Freude für Zoobesucher und auch für die Mitarbeiter Zoologischer Gärten. Ganz besonders erfreulich ist es aber, wenn sich Nachwuchs bei Tierarten einstellt, deren Bestand in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht ist. Keine anderen Einrichtungen als die Zoologischen Gärten können wenigstens einen Teil der bedrohten Arten pflegen und züchten. Um die genetische Vielfalt einer Art zu erhalten, arbeiten die Zoos europa- und weltweit zusammen und entwickeln Zuchtprogramme für die einzelnen Arten. Im Opel-Zoo in Kronberg werden über 1600 Tiere in 225 Arten gehalten, darunter 14 Tierarten, deren Bestand für die so genannte Europäischen Erhaltungszuchtpogramme (EEP) existieren, in dem die Nachzuchten in den europäischen Zoos koordiniert werden. Für den Mesopotamischen Damhirsch wird das Zuchtbuch im Kronberger Freigehege geführt. Galt er Mitte des 20 Jahrhunderts als ausgestorben, konnten in Expeditionen durch Unterstützung des Zoogründers Dr. h.c. Georg von Opel drei Tiere aus dem heutigen Iran in den Opel-Zoo gelangen, die weltweit die Grundlage der Zucht dieser außerordentlich seltenen Tierart darstellen. In der Kronberger Herde kommen alljährlich Jungtiere zur Welt, die dann in andere Haltungen abgegeben werden. Auch dieses Jahr wurden bereits die ersten Kälber geboren; weitere kommen sicher noch in den nächsten Wochen. Auch der Waldrapp – ein seltsam anmutender Vogel mit metallisch schimmernden Federn und nacktem, rotem Gesicht und Kopf -, der bis in die frühe Neuzeit in Nordafrika, dem Nahen Osten und in Europa verbreitet war, ist vom Aussterben bedroht. Einige wenige Brutkolonien findet man heute nur noch in Nordafrika und in der Türkei. Wie bereits im letzten Jahr war das Brutgeschäft der Waldrappe im Opel-Zoo erfolgreich und im Mai sind zahlreiche Jungvögel geschlüpft. Waldrappe sind gesellige Vögel und so sind sie in der Freiflugvoliere nicht zu übersehen, wenn sie den Nachwuchs mit Futter versorgen.

Thüringer Zoopark Erfurt 02.06.2015
Begehbares Gehege im Zoopark Erfurt: Berberberg überarbeitet und renoviert
Der Berberberg des Thüringer Zooparks Erfurt ist eines der beliebtesten Gehege bei den Besuchern. In der einen Hektar großen Freianlage tummeln sich derzeit 28 Berberaffen. Mehrere Jungtiere werden dieses Jahr noch erwartet. Die für Besucher begehbare Anlage ist naturnah gestaltet. Alle Klettergerüste und Einrichtungen sind aus Holz, welches den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist. Alle paar Jahre müssen deshalb die hölzernen Bauteile ausgetauscht werden. Mehrere Tage lang haben Tierpfleger und Bauabteilung nun die hohen Klettertürme für die Affen überarbeitet oder neu gestaltet. Es wurden auch neue Fundamente für die Besucherabgrenzung gesetzt. Damit man das natürliche Verhalten der Berberaffen beobachten kann, ist Füttern durch Besucher strikt untersagt. Dieses Fütterungsverbot durch Besucher ist außerdem nötig, da die Tiere sehr empfindlich sind und ihre Gesundheit nicht gefährdet werden darf. Um die Berberaffen trotzdem beim Fressen sehen zu können, wird viermal am Tag öffentlich gefüttert. Dann verteilen die Tierpfleger oder Mitarbeiter aus dem Freiwillig Ökologischen Jahr für alle Berberaffen das Futter über der ganzen Anlage. Wer Lust hat, kann gerne einmal in den Futtereimer sehen und staunen, wie viel gesundes Gemüse auf dem Speiseplan steht. Und auch gekochte Eier und Fleisch sind ab und zu in der Ration enthalten.

Zoo Heidelberg 02.06.2015
Sommergäste im Zoo Heidelberg registriert: Weißstorchnachwuchs wird jährlich beringt
„Oh, schau mal da oben!“ ist häufig einer der ersten Sätze, den man von Besuchern hört, sobald sie durch das große Tor im Zoo gelaufen sind. Dabei gilt der Blick nicht etwa exotischen Tieren, die sich unerlaubterweise auf dem Dach des historischen Zoo-Gebäudes befinden, sondern es sind die jährlich wiederkehrenden Sommergäste, die den Blick der Besucher auf sich ziehen. Auf dem Dach des Zoo-Gebäudes brütet bereits seit mehreren Jahren jedes Frühjahr ein Storchenpaar. Wer dem Geklapper der Tiere folgt, kann auch an anderen Stellen im Zoo zahlreiche Nester der Weißstörche entdecken. Zu den bevorzugten Brutplätzen zählen neben Hausdächern die hohen Bäume, die einen großen Teil der weitläufigen Parkanlage des Zoos ausmachen. Ab März/April beginnen die Brutpaare, die jedes Jahr ihrem Stammsitz weiter ausbauen und so das Bauwerk immer wieder aufstocken, die Nester für die Jungvögel vorzubereiten. Die Brutzeit kann bis Anfang August dauern. Die Jungvögel, die nach gut 30 Tagen schlüpfen, verbleiben noch zirka zwei Monate im elterlichen Nest, das durch die regelmäßige Erweiterung mehrere Meter hoch werden kann. Bereits Ende der 90er Jahre wurden gemeinsam mit engagierten Naturschützern des NABU mehrere Brutplätze eingerichtet und aufgestellt, sodass in der Zwischenzeit ein stattlicher Bestand entstanden ist. Um die Wege der Störche nachzuverfolgen und zu ermitteln, woher sie kommen, werden die Jungtiere immer wieder gezählt und beringt. Das Beringen ist nicht immer so einfach, weiß Helmut Stein, Storchenbeauftragter der Region, der allen Jungtieren behutsam eine individuelle Ringnummer ansteckt. Manche Nester erreicht man nur mit Hilfe eines Hubsteigers und oben am Nest angekommen, wird der menschliche Eindringling von wilden Scheinangriffen der Eltern umflogen, während sich die Jungvögel tief in das Nest drücken. Die Prozedur des Beringens geht dann sehr schnell und ohne größere Auswirkung auf die Störche. Heute wurden im Zoo Heidelberg die ersten sechs Jungstörche 2015 beringt. Die Auswertungen der Flugrouten der Störche ergeben, dass auf den Nestern des Zoos mehrheitlich sogenannte Freiflieger brüten, die direkt aus Afrika kommen. Es gibt aber auch Störche aus dem Mannheimer Luisenpark und einige sozusagen „ortständige“, die nicht mehr ziehen. Die Mehrheit der Störche zieht jedoch über zwei Wege: Die „Westzieher“ fliegen bei Gibraltar über das Mittelmeer, um in Westafrika vom Senegal bis zum Tschadsee den Winter zu verbringen. Die „Ostzieher“ fliegen über den Bosporus, das Jordantal und die Sinaihalbinsel nach Afrika. Von dort aus geht der Zug weiter in Richtung Ostafrika. „Für uns ist es immer wieder schön zu sehen, dass die über 80 cm großen Vögel den Zoo Heidelberg als Sommerdomizil ausgewählt haben“ erklärt auch Simon Bruslund, Vogelkurator im Zoo, der sich auch um die Sommergäste sorgt „Wir haben dieses Jahr 16 Nester im Zoo gezählt und freuen uns, dass regelmäßig neue dazu kommen. Auch wenn mal ein Nest oberhalb des Besucherweges zu kleineren „Unannehmlichkeiten“ führen kann, vermeiden wir es, die Nester frühzeitig zu entfernen.“

Zoo Salzburg 02.06.2015
Sanfte Giganten – Nashorn-Baby lernte seine „Tanten“ kennen
Amadou hat nun seine „Nashorn-Tanten“ Yeti und Kifaru kennen gelernt. Der kleine Wirbelwind staunte nicht schlecht, als die beiden Nashorn-Damen vor ihm standen. „Es ist faszinierend, wie vorsichtig und sanft diese Tiere sind! Beim ersten ´Date´ mit den Nashorn-Damen ging Amadou ohne zu zögern auf die beiden zu. Es hatte den Anschein, dass Yeti und Kifaru nicht wussten, was sie in dem Augenblick tun sollten. Sie blieben stehen und legten ihre Ohren zur Seite, um kleiner zu erscheinen“ erzählt Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. Beim ersten Zusammentreffen ließ die fürsorgliche Nashorn-Mutter Tamu ihren Spross keine Sekunde aus den Augen. Sobald er nur einen Ton von sich gab, stürmte sie herbei, und schnaubte ihre Artgenossinnen an. Amadou schien Gefallen daran zu haben, sprang immer wieder umher, schnaubte kurz und schon war Mutter Tamu wieder an seiner Seite. Mittlerweile ist Alltag in die Nashorn-Gruppe eingekehrt. Die nächste Herausforderung für den kleinen Nashorn-Bullen wird der erste Ausflug auf die großzügige Weide sein, wo er dann auf die Grevy Zebras, Rappenantilopen und Litschi-Wasserböcke treffen wird.

Zoo Osnabrück 02.06.2015
Kinderstube bei den Mangaben im Zoo Osnabrück: Nachwuchs bei bedrohter Affenart
Im Osnabrücker Zoo tummeln sich auch in der Afrikalandschaft „Takamanda“ Jungtiere: Zwei kleine Weißscheitelmangaben erkunden zurzeit die Anlage. Wer im Zoo Osnabrück in der Afrikalandschaft „Takamanda“ auf Safari geht, kann zurzeit zusätzlich das Familienleben im Tierreich beobachten: Zwei junge Weißscheitelmangaben machen ihre ersten Kletterversuche. Der kleine Frederico kam am 27.2.2015 zur Welt, seine Halbschwester Giotta genau einen Monat später. Die beiden Jungtiere teilen sich die Anlage mit Vater Chacon, ihren Müttern Kumasi und Lara sowie den Geschwistern und Halbgeschwistern Barmani, Chica und Djenga – und den beiden Warzenschweinen Siggi und Marlene. Lange klammerten sich die jüngsten Familienmitglieder nur an Mamas Bauch fest und waren kaum zu erkennen. Mittlerweile aber dürfen die Kleinen schon unter strenger Aufsicht ihrer Mütter ihre ersten Kletterversuche machen und spielen miteinander und mit ihren Geschwistern. Entfernen sie sich dabei zu weit von ihren Müttern, ziehen diese den forschen Nachwuchs am langen Schwanz zurück. Besucher können die Fortschritte von Frederico und Giotta gut über die zwei Etagen im Haus und auch von außen beobachten. „Uns freut es immer besonders, wenn die Aufzucht von bedrohten Tierarten wie bei den Mangaben so gut gelingt“, so Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter. Weißscheitelmangaben sind stark gefährdet und gehören zu den 25 am meisten bedrohten Primatenarten. In der Wildbahn gibt es nur noch wenige hundert der Tiere – einerseits wird ihr Lebensraum, der Regenwald, zerstört und andererseits werden sie wegen ihres Fleisches gejagt. „Weißscheitelmangaben sind in deutschen Zoos kaum vertreten“, erklärt Klumpe weiter. Neben dem Osnabrücker Zoo hält in Deutschland lediglich noch der Zoo Landau diese Mangabenart. Wer mehr über die tierischen Bewohner Afrikas erfahren will, kann sich an den Wochenenden und Feiertagen den Zoopädagogen anschließen, die unter anderem bei kommentierten Fütterungen die Tierwelt erklären

Thüringer Zoopark Erfurt 01.06.2015
Meldebüros zum Zooparklauf geöffnet
Der 17. Zooparklauf naht mit großen Schritten. Ab sofort haben die Meldebüros geöffnet. Im Runners Point (Am Anger 1), dem Lauf- und Sportladen Lehmann in der Lachsgasse 3, im F1 sowie online unter www.zooparklauf.de kann man sich melden. Wer sich damit den Startplatz für die Läufe durch das Zooparkgelände am 12. September sichern will, sollte gleich loslaufen. Der Zooparklauf erfreut sich von Jahr zu Jahr zunehmender Läuferzahlen. An die 600 Läufer eifern bei Bambini-, Schülerlauf bzw. Läufen für Jedermann um die Wette. Den Siegern winken attraktive Preise. Der Zooparklauf ist zudem ein Qualifizierungslauf für den Erfurt Cup. Und nicht zuletzt ist Laufen ein Gewinn für die Gesundheit. Deshalb machen auch schon die Kleinsten mit und ganze Kitagruppen gehen an den Start.

Hamburgs Tierpark Hagenbeck, 29.05.2015
Traurige Gewissheit – Auch zweites Tigerkätzchen lebt nicht mehr
Alles sah gut aus für das zweite, verbliebene Jungtier. Doch nun hat es Tierärztin Dr. Adriane Prahl bestätigt: „Zu unserem großen Bedauern hat es auch der zweite Tigerwelpe nicht geschafft.“Da niemand die Wurfbox der Tiger betritt und das Muttertier mit dem Nachwuchs ausschließlich über einen Monitor beobachtet werden kann, ist es schwierig, eine Ursache für den plötzlichen Tod zu finden. Wie auch beim ersten Jungtier gibt es keine Anhaltspunkte für eine mögliche Todesursache. „Das Jungtier wirkte kräftig und munter, auch getrunken hat es ausreichend“, weiß Dr. Prahl. Zu unserer Erleichterung geht es Tigerin Maruschka gut. Für sie war es der erste Wurf und die Tigerin hat sich vorbildlich um die Jungtiere gekümmert. Leider ist die Sterblichkeitsrate bei Tigerbabys im ersten Lebensmonat sehr hoch. Bereits vor der Geburt warnten Hagenbecks Tierärzte vor zu viel Euphorie. Bei jungen Tigern sei ein sogenannter Probewurf nicht unüblich. Tigerdame Maruschka und ihr Partner Lailek werden in den nächsten Wochen wieder gemeinsam auf der Außenanlage zu sehen sein.

Zoo Augsburg, 29.05.2015
Trauer um Löwe Arthos
Gestern Nachmittag musste Löwenkater Arthos im Alter von 15 Jahren eingeschläfert werden. Nachdem er schon seit einiger Zeit Probleme mit dem Laufen hatte und deutlich humpelte, wurde er in Narkose gelegt und seine Vorderpfote geröntgt. Dabei hat sich gezeigt, dass der Knochen durch einen Karzinom stark angegriffen war, was letztendlich zu einem Beinbruch führte. Um ihm weitere Schmerzen zu ersparen, sahen wir uns gezwungen, die schwierige Entscheidung zu treffen und ihn zu erlösen. Die Trauer über Arthos‘ Tod ist groß. Er war ein richtiger Prachtkerl und gehörte zu den Publikumslieblingen im Zoo. Arthos kam im April 2006 aus dem Tierpark Hellabrunn nach Augsburg. Leider gab es nie Nachwuchs mit seinen beiden Damen Erica und Tanya, die 2009 aus Holland anreisten. Derzeit ist Löwin Tanya alleine, was aber hoffentlich nicht lange so bleiben wird. Mit dem Zoo Berlin wurde bereits Kontakt aufgenommen, um einen altersmäßig passenden Gefährten zeitnah nach Augsburg zu holen.

Zooverein Wuppertal, 29.05.2015
Wanderausstellung „60 Jahre Zoo-Verein Wuppertal e.V.“ in der Sparkasse
Ab kommenden Montag, 1. Juni, wird die Wanderausstellung „60 Jahre Zoo-Verein Wuppertal e.V.“ im Kundenforum der Stadtsparkasse Wuppertal am Islandufer zu sehen sein. Die Ausstellung präsentiert die große Bandbreite der Unterstützung, mit der der Zoo-Verein seit 60 Jahren den Zoologischen Garten in Wuppertal fördert und den Zoo durch die Finanzierung neuer Anlagen, im Marketing, beim Natur- und Artenschutz sowie auch durch den persönlichen Einsatz seiner Mitglieder unterstützt. Ein kleines Team ehrenamtlicher Mitglieder des Zoo-Vereins hat die Ausstellung konzipiert und entworfen, bei Layout und Gestaltung wurden sie dabei von der Wuppertaler Agentur oundmdesign unterstützt. Die Wanderausstellung soll eine breite Öffentlichkeit auf das Jubiläum des Zoo-Vereins aufmerksam machen. Bis zum 26. Juni wird die Ausstellung im Kundenforum der Stadtsparkasse am Islandufer zu sehen sein. Ab dem 29. Juni ist sie dann im Menschenaffenhaus im Grünen Zoo Wuppertal zu sehen. Wir laden herzlich zur Besichtigung der Ausstellung in der Stadtsparkasse ein.

Thüringer Zoopark Erfurt, 29.05.2015
Sechs auf einen Streich: Erstmals Gepardennachwuchs im Zoopark Erfurt
Sensationell: Sechs auf einen Streich! Die Freude über die erste Gepardengeburt in der Geschichte des Thüringer Zooparks Erfurt ist riesengroß. Gepardin Freela brachte am 6. Mai sechs gesunde Katzenkinder zur Welt. Fünf Weibchen und ein Katerchen kuscheln sich eng aneinander in der Wurfhöhle ins Stroh. Die Erstgebärende Freela kümmert sich hervorragend um ihren großen Wurf. Die Kleinen beginnen jetzt mit Ausflügen aus ihrer Wurfbox, sodass man sie mit etwas Glück auch sehen kann. Wann und wie lange die Ausflüge dauern, entscheiden die Tiere selbst. Durchschnittlich werden bei Geparden 3-4 Jungtiere pro Wurf geboren. Der Sechserwurf ist damit für eine junge Mutter eine Herausforderung, die Freela hervorragend meistert. Die Tragzeit kann bis zu 95 Tage betragen, im Zoopark waren es 94 Tage. Neugeborene Geparde öffnen schon früh die Augen. Im Gegensatz zu anderen Katzenarten schauen einen die Gepardenkinder schon ab dem 6. Lebenstag an. Junge Geparde tragen eine Mähne, die vom Kopf und Hals bis über den Rücken reicht. Durch ihr Fleckenmuster sind sie hervorragend getarnt. Der Vater der kleinen Racker, Kater Ghalib, bekommt von dem Trubel nichts mit. Geparde sind Einzelgänger. Kater und Kätzin begegnen sich nur zur Paarung. Anfang 2015 durfte Ghalib planmäßig zur Rolligkeit von Freela in seiner Transportkiste zu ihr ins Gehege reisen, um für Nachwuchs zu sorgen. Erfolgreich. Übrigens: Ghalib war 2013 durch seine enormen Sprungkünste (aus dem Stand auf über 3 m Höhe) bekannt geworden. Bei seinem Ausflug außerhalb des Geheges war er auf dem Weg nach oben zur Gepardin. Sie erwies sich zwei Tage später als rollig – er hatte damit damals eindeutig den richtigen Riecher gehabt!

Allwetterzoo Münster, 29.05.2015
40-facher „royaler“ Nachwuchs im Allwetterzoo Münster
Am 2. Mai kamen 40 Dreihorn-Chamäleon-Jungtiere im Allwetterzoo auf die Welt. Die Eltern heißen „Kate“ und „William“. Am 28. Mai wurden die Kleinen den Medien vorgestellt. Weltweit jubelten Fans der britischen Krone als am 2. Mai der royale Nachwuchs „Charlotte Elisabeth Diana“ kurz nach Ihrer Geburt von den stolzen Eltern Kate und William der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Und auch das Team im Allwetterzoo jubelte an diesem Tag, besonders die Pfleger des Aquariums. Denn als sie quasi zeitgleich mit der royalen Baby-Präsentation einen Blick in das Terrarium von Dreihorn-Chamäleon Kate warfen, trauten sie ihren Augen kaum: Kate saß auf einem Ast und um sie herum wimmelte es von ca. 3cm kleinen dunkel gefärbten und mit weiß-dreieckigen Flecken besprenkelten Chamäleons – Vater William saß ahnungslos im Nachbar-Terrarium… Noch leben die kleinen Dreihorn-Chamäleons in einem Terrarium, das für Zoo-Besucher nicht zugänglich ist. Am 28. Mai stellten wir die Kleinen den Medien im Rahmen eines Besuchs hinter die Zookulissen persönlich vor. Das Interesse war groß. „Die Kleinen sehen schon fast so aus wie die erwachsenen Tiere“, erklärt Pflegerin Kristina Theobald. „Sie sind halt nur noch ganz klein und dunkel gefärbt mit weißen dreieckigen Flecken statt grün wie die erwachsenen Tiere. Je nach Stimmungslage verändern sie ihre Farbe.“ So können sie sich im wahrsten Sinne schwarz ärgern fügt Theobald schmunzelt hinzu, denn wenn sie verärgert sind, werden sie dunkler. Dass sie gut im Futter sind, hat die gestrige Messung gezeigt, die Kleinen sind seit der Geburt vor knapp einem Monat ca. 1,5 cm gewachsen…

Zoo Duisburg, 28.05.2015
Gorilla MOMO wird erstmals Mutter
Das war gestern ein Paukenschlag, als kurz nach 14 Uhr der zuständige Revierleiter die Zooleitung informierte, dass vor ein paar Minuten ein offenkundig gesundes Gorillababy geboren wurde. Der Paukenschlag bezog sich vor allem auf die Mutter, denn MOMO gebar erstmals ein Baby und das im stolzen Alter von bald 33 Jahren (sie hat am kommenden Mittwoch, 3. Juni, Geburtstag). Vermenschlichungen sind zwar nicht opportun, aber ein bisschen meint man ja schon zu erkennen, wie stolz MOMO über ihren Sohn ist. Dabei hatte sie in den letzten Kindergarten-Jahren innerhalb der Gruppe ihre Tantenrolle perfekt eingenommen und ihre Artgenossinnen SAFIRI und VIZURI oft genug entlastet, indem sie deren Jungtiere auf dem Rücken trug, mit ihnen spielte oder einfach für sie da war. Auch am Tag 1 nach der Geburt sieht alles bestens aus. Die erstgebärende MOMO kümmert sich rührend um ihr Baby, hält ihre neugierigen Gruppenmitglieder nur dezent auf Abstand und der stattliche 200kg-Silberrücken und Vater MAPEMA hat ohnehin die Ruhe weg: er hat seinen Harem machogerecht voll im Griff und wirkt ob der neuerlichen Geburt in seiner Familie eher tiefenentspannt. Zoologische Gärten können durch die Erhaltungszucht entscheidend dazu beitragen, dass charismatische Arten wie der Gorilla vom Aussterben bewahrt werden. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) – die Koordinatoren jubelten gestern im Übrigen, da MOMO nun wertvolle Gene weitervererbt – wurde die Gruppe der Gorillas im Zoo Duisburg vor Jahren größtenteils umgestellt, mit beachtlichem Erfolg. In der großen, naturnah gestalteten und den arteigenen Bedürfnissen entsprechenden Freianlage kam es 2008 zu den ersten Gorillageburten am Kaiserberg. In den Jahren 2011 und 2012 folgten weitere, so dass im Zoo Duisburg derzeit eine harmonierende, auf jetzt insgesamt neun Tiere angewachsene Familie lebt. Jungtiere, die wie in der Natur voll in das Familienleben integriert und mit entsprechender Sozialkompetenz ausgestattet sind, werden in den kommenden Jahren den Zoo verlassen und in Partnerzoos eigene Familien gründen.

Zoo Magdeburg, 28.05.2015
Schneeleoparden-Zwillinge am 31. Mai öffentlich vorgestellt
„Wir sind überwältigt von der großen Resonanz des „Öffentlichen Wiegens“ der Schneeleoparden-Zwillinge in der vergangenen Woche“, freut sich Zoodirektor Dr. Kai Perret. Der Zoo möchte den Tierfreunden daher am 31. Mai um 11 Uhr erneut die Chance geben, beim „Öffentlichen Wiegen“ des jüngsten Schneeleoparden-Nachwuchses dabei zu sein. Ob bereits die 2-Kilogramm-Marke im Gewicht geknackt wird, zeigt die Waage am kommenden Sonntag! Das Öffentliche Wiegen findet auf der Wiese im Vogelgesangpark hinter der Tigeranlage statt. Das Verbreitungsgebiet des Schneeleoparden erstreckt sich vom Hindukusch im Westen bis nach Osttibet – wobei die Populationsdichte überall nur sehr gering ist (0,5 bis 10 Tiere auf 100 qkm), teilweise sind die Verbindungen zwischen den Lebensräumen unterbrochen. Zuverlässige Schätzungen über den Bestand in Freiheit sind deshalb nur sehr schwer durchzuführen, aktuell geht man von einer Zahl im Bereich von ca. 6000 Tieren aus, Tendenz fallend. Gründe hierfür sind neben dem Lebensraumverlust vor allem Wilderei; so spielt der Schneeleopard auch in der chinesischen Medizin eine Rolle, zudem ist er bei vielen Hirten unbeliebt, da er gelegentlich Schafe u.ä. reißt. Seit 2008 unterstützt der Zoo Magdeburg ein Schneeleopardenschutzprojekt des Snow Leopard Trust in Spiti / Indien.

Zoo Augsburg, 28.05.2015
Der älteste Elefant Deutschlands wird 60!
Am 1. Juni feiert der Zoo Augsburg den 60ten Geburtstag der Elefantendame „Targa . Das muss natürlich gefeiert werden. Am 1. Juni lädt der Zoo Augsburg daher zu Targa`s Geburtstagsfeier ein. Zwischen 11 und 17 Uhr gibt es ein buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein. Unter anderem wird eine Orchideenart auf den Namen „Targa“ getauft, das Infomobil ist voll beladen mit Interessanten Dingen rund um Elefanten, es werden Elefantenkekse von der Landbäckerei Ihle für das neue Elefantenhaus verkauft, es gibt eine Malstation und nachmittags ist PasParTouT mit der wundervollen Geschichte des alternden Zirkusdompteur und seinem Freund, dem kleinen widerspenstigen Elefanten im Zoo unterwegs. Und natürlich darf auch eine Geburtstagstorte für das Geburtstagskind nicht fehlen! Um 15 Uhr darf sich Targa über eine leckere Elefantentorte freuen.

Wilhelma Stuttgart, 28.05.2015
Dritte Gorilla-Geburt seit Weihnachten – Eine außergewöhnliche Familiengeschichte
Die Gorillas in der Wilhelma haben ein besonders fruchtbares Jahr. Nach Tuana an Weihnachten und Kolo an Dreikönige ist gestern auch Mutasi Mutter geworden. Sie hat, während sich die Aufmerksamkeit in den vergangenen fünf Monaten auf die beiden Babys Tonda und Kajari richtete, in Ruhe ihr Jungtier ausgetragen und gestern gesund und kräftig auf die Welt gebracht. Das Baby trinkt bereits bei der Mutter. Wer zufällig in der Wilhelma war, konnte beobachten, wie fürsorglich sich Mutasi um das Kleine kümmert. Sie hält es dicht an der Brust, doch manchmal lässt sich schon erahnen, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Junge ist. Den Namen für den 35. Gorilla, der in der Wilhelma geboren wurde, suchen die Tierpfleger aus. Fest steht, dass er afrikanischen Ursprung und – wie bei der Mutter – den Anfangsbuchstaben M haben soll. Damit ist das Dutzend voll: „Mit Kibo, der als unangefochtener Chef der Sippe Vater aller Neugeburten ist, haben wir jetzt zwölf Gorillas in der Familiengruppe“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Die drei Babys geben dabei nicht nur ein herrliches Bild ab. Sie verschaffen der Gruppe auch hervorragende Zukunftsaussichten. Die drei Kinder in fast gleichem Alter werden in den nächsten Jahren wunderbar zusammen spielen, lernen und aufwachsen. Ich freue mich schon darauf, wenn wir sie im Sommer alle im Grünen auf unserer großen Außenanlage beobachten können.“ Die Geburt schreibt ein weiteres Kapitel einer ganz außergewöhnlichen Familiengeschichte in der Wilhelma. Denn die frisch gebackene Mutter Mutasi ist die Tochter von Mimi. Mimi lebt schon am längsten von allen Tieren im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart und ist mit 52 Jahren einer der ältesten Gorillas in Europa. „Die 1994 in der Wilhelma geborene Mutasi konnte nur hier bleiben, weil nach dem Tod ihres Vaters Banjo mit Kibo ein neuer Silberrücken herkam, so dass keine Gefahr von Inzucht bestand“, erläutert Kuratorin Dr. Marianne Holtkötter. „Auf diese Weise haben Mutasis Kinder das unter Gorillas seltene Privileg, auch ihre Oma in der Gruppe zu haben.“ Von Mutasis Nachwuchs ist Shira (2004) in den Frankfurter Zoo gewechselt. Ihre Töchter Mawenzi (2009) und Milele (2012) leben bis heute in der Wilhelma. Ihre Familienbande sind sehr eng. „Hatte Tochter Mawenzi schon die Aufzucht ihrer Schwester Milele miterlebt, ist jetzt – typisch bei Gorillas – vor allem Milele selbst an dem neuen Geschwisterchen interessiert“, erklärt Holtkötter. „Diese hautnahe Erfahrung in der Gruppe erhöht ganz erheblich die Chancen, dass auch die beiden Gorillamädchen einmal gute Mütter werden.“

Tierpark Sababurg, 28.05.2015
Rentiernachwuchs im Tierpark Sababurg
Anfang Mai sind die beiden männlichen Rentierkälbchen GAALTIJE und JAGGSE geboren. Die Kleinen machen einen putzmunteren Eindruck und folgen ihren Mamas schon auf Schritt und Tritt. In ihrer nördlichen Heimat nehmen die Rentiere Flechten, Moose, Zweige von Laubhölzern, Blätter von Sträuchern und Kräuter zu sich und im geringeren Ausmaß auch Gräser auf. Im Winter besteht die Nahrung hauptsächlich aus Flechten. Die Rentiere waren die ersten Tiere, die 1580 aus dem fernen Norden als Geschenk von Landgraf Wilhelm dem IV. von Hessen-Kassel in dem weitläufigen Gehege unterhalb der Sababurg eingesetzt wurden. Dieser Historie folgend, hält der Tierpark Sababurg heute wieder Rentiere im historischen Mauerpark. Das Team vom Tierpark Sababurg und Renrajd Vualka vom Lapplandlager Björkträsk freuen sich sehr über die kleinen Rentier-Jungs. Erleben Sie mit der Tierpark-Familienjahreskarte (12 Monate gültig) für nur 49,00 € oder einer Erwachsenen-Jahreskarte für nur 22,00 € über 900 Tiere aus 80 verschiedenen Arten in der historischen Mauerparkanlage und entspannen Sie bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen oder einem Eis (von April bis Oktober täglich von 12 Uhr bis 17 Uhr an der neuen Kaffeestuga, neben der Elchlodge) auf der herrlichen Terrasse.

Wildpark Lüneburger Heide, 28.05.2015
Zuchterfolg im Wildpark Lüneburger Heide: Schneeleoparden-Dame „Aziza“ bringt zwei gesunde, kräftige Mädchen zur Welt
Was Tierpfleger Jens Pradel da gerade aus der Brutkiste fischt, ist eine kleine Sensation: Schneeleoparden-Babys im Wildpark Lüneburger Heide! Die zwei fauchenden, schwarz-weiß gezeichneten Wollknäuel – beides Mädchen – haben vor ein Paar Tagen erst ihre Augen geöffnet und schon geht es zum Fototermin. Die beiden sind am 5. Mai nach einer Tragzeit von rund 100 Tagen zur Welt gekommen und versenken nun ihre spitzen Krallen in Kleidung und Haut des Tierpflegers. Doch das ist Jens Pradel egal – die Freude über den Nachwuchs ist einfach riesig, auch bei Wildpark-Chef Alexander Tietz: „Das ganze Wildpark-Team ist glücklich und stolz darauf, dass wir zwei prächtige gesunde Katzen präsentieren können. Schneeleoparden sind sehr seltene Tiere und gehören zu den stark gefährdeten Rassen, umso erfreulicher ist es, dass uns jetzt wieder die Nachzucht gelungen ist.“ Für die jungen Eltern – Vater „Anan“ und Mutter „Aziza“ – ist es der erste Nachwuchs. Die beiden Großkatzen waren Ende 2013 im Alter von rund 18 Monaten aus den Zoos Karlsruhe und Wuppertal in den Wildpark gekommen. Während „Anan“ sich erst langsam an seine Vaterrolle zu gewöhnen scheint und sich nur vorsichtig, fast ängstlich an die abgetrennte Kinderstube heran traut, ist „Aziza“ eine liebevolle und fürsorgliche Mutter für ihre kleinen Mädchen. Die beiden werden bis zum Alter von etwa 12 Wochen gesäugt, bevor die Umstellung auf feste Nahrung komplett erfolgt ist. „Die Kleinen wachsen sehr schnell und haben einen hohen Ernergiebedarf – das ist auch für Aziza sehr kräftezehrend. Deshalb bekommt sie jetzt immer eine Extraration frische Nahrung, damit sie bei Kräften bleibt“, erklärt Jens Pradel, der mehrmals am Tag bei den Schneeleoparden nach dem Rechten sieht und auch abends, vor Einbruch der Dunkelheit immer nochmal einen Blick auf den Monitor der Überwachungskamera wirft, die jede Bewegung in der Kinderstube festhält. Das stört „Aziza“ nicht. Sie ist weder scheu, noch ängstlich gegenüber dem Tierpfleger. Ganz im Gegenteil: Pradel genießt bei der eleganten Großkatzen-Dame großes Vertrauen, kann sie durch die Gitterstäbe hindurch mit kleinen Fleischhäppchen aus der Hand verwöhnen. Auch während des Fototermins beobachtet „Aziza“ zwar ganz genau, was die Menschen mit ihren Babys machen, bleibt dabei aber immer ruhig und entspannt. Ein Grund für dieses Vertrauen liegt in der Kindheit der Schneeleoparden-Dame. Ihre Mutter verstarb, als „Aziza“ sechs Wochen alt war. „Die Pfleger in Wuppertal hatten sich damals dazu entschieden, Aziza nicht mit der Hand aufzuziehen, sondern sie in ihrem Käfig zu lassen und durchs Gitter zu füttern. So konnte sie überleben, gewöhnte sich aber nicht zu sehr an den Menschen“, erzählt Pradel. „Aziza“ schaffte es und der vertrauensvolle Umgang mit den Pflegern ist geblieben. Die Haltung der seltenen Großkatzenart in Nindorf ist eine Erfolgsgeschichte. Ende der 90er Jahre sind die ersten Schneeleoparden im Wildpark Lüneburger Heide eingezogen, vier Mal gab es bisher Nachwuchs. Eine Nachzucht – „Leon“ , ein Sohn von „Ghurl“ – hat es sogar bis nach Australien geschafft, in den Zoo nach Sydney. „Eine besondere Herausforderung war vor acht Jahren die Pflege eines Wildfangs“, erinnert sich Alexander Tietz. „Das Tier war durch die Falle eines Wilderers in Kirgistan schwer verletzt worden. Mit hohem Verwaltungsaufwand und mit Einschaltung von Bundesministerien hatten wir es damals geschafft, das Tier zu uns in den Wildpark zu holen und wieder aufzupäppeln, was uns glücklicherweise auch gelungen ist.“ Heute lebt das Weibchen im Züricher Zoo und ist selbst inzwischen Mutter. Wildfänge sind für die Ergänzung des Tierbestands in den Tierparks besonders wertvoll, da sie den Genpool auffrischen. Seit dem letzten eigenen Wurf im Wildpark ist es schon eine Weile her – umso schöner ist es, dass die Babys stark und kräftig sind. „Wenn sich die Beiden so toll weiter entwickeln, können wir sie Anfang Juni auf die Anlage entlassen und unseren Besuchern präsentieren“, freut sich Jens Pradel. Bis dahin wird der engagierte Tierpfleger sein wachsames Auge auf die Kätzchen haben und ihre Entwicklung aufmerksam begleiten.

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