Abenteuer Aquarium – Vasenalarm

Meine Bestellungen sind da. Leider habe ich so bestellt, bzw. wurde so geliefert, dass die Tiere/Pflanzen vor den Aquarien gekommen waren. Aber eine Katastrophe war das nicht, man weiß sich ja zu helfen. Nur bei den Limnopilos war das kein Problem, sie durften gleich zu ihren Kameraden. Direkt nach dem Einsetzen verschwanden die Tiere (wohin auch immer), nur der Erstbesatz war noch zu sehen.
Die Raubschnecken kamen ins Raubschnecken/Limnopilosbecken und die Tiara winteri zu den Krabben. Die Pflanzen warteten auf die Becken, ich denke, das dürfte ihnen nicht so viel ausgemacht haben.
Interessanterweise habe ich ja zweimal am Wochenende bei Garnelen-Tom bestellt, und obwohl beide Lieferungen zur selben Zeit bearbeitet wurden, musst ich auf die zweite Lieferung noch warten. Diese wurde bei unserer Nachbarin abgegeben, aber eine Benachrichtigung habe ich nicht bekommen…aber das Paket kam dann doch zu mir, am Donnerstag Abend, aber dazu später mehr.

Übrigens habe ich vergessen mir eine (oder mehrere Pflanzen) für meine Brackwasservase zu besorgen, aber vielleicht ist das gar nicht so schlecht gewesen, ich hatte keine genaue Vorstellung der Größe und bevor mir noch einmal so ein kleines „Missgeschick“ wie mit der Echinodorus Ozelot passiert (siehe hier und hier), war es vielleicht gut so. Entsprechende Pflanzen finden sich bestimmt auch in der Nähe und dann geht die Besorgung schneller als über das Internet. Allerdings kann ich mir damit auch etwas Zeit lassen, weiter unten mehr.
Ich weiß aber auch noch nicht, ob ein technikloses Brackwasserbecken funktioniert, bzw. welche Pflanzen ich hineinsetzen kann, Javafarn ist zu groß. Vielleicht findet sich noch was. Ich recherchiere weiter.
Nachdem ich aber zum Experiment Brackwasser noch nicht viel sagen kann, werde ich hier auch keine weiteren Worte verlieren, sondern mich eher mit den beiden Wabi-Kusa-Vasen befassen, die ich als neue Heimat für meine Schnecken auserkoren habe. Aus Platzgründen musste ich mich erst einmal mit der Einrichtung einer Vase begnügen.
Anders als bei meinem Cube habe ich auf eine Einlaufzeit verzichtet. Bei Schnecken spielt das keine große Rolle. Süßwassertang und Algenbälle kamen ohne Wasser, nur die Nadelsimsen aus dem Raubschneckenbecken habe ich ein paar Tage gewässert…aber ich denke, dass ich mir durch unsauberes Arbeiten oder Unachtsamkeit (was vergleichbar ist) sowieso wieder Scheibenwürmer einfange…dann muss ich damit leben.
Der Kies wurde gewaschen, ebenso wie die Vase, dann wurde der Kies in die Vase gegeben, und das ganze dekoriert…Moosball, Süßwasserfarn, SHIRAKURA-Mineralienstein, Drachenstein und Futterschale. Und nachdem mir das zu wenig erschien (in 13,5 l-Wabi Kusa-Vasen passt mehr hinein als ich dachte, habe ich noch eine Hexennuss hinzugegeben. Natürlich fehlt auch ein Seemandelbaumblatt nicht. Aufgefüllt mit drei Litern und eine trübe Brühe entstand…nachdem sich das ganze geklärt hatte, habe ich ein paar der Krüppelposthornschnecken hineingesetzt. Ich war der Meinung, dass ich doch einige davon hätte, aber ich habe nur drei gefunden. Anschließend kamen die Raubschnecken in ihr neues Becken.


Ursprünglich sollten ja Blasenschnecken und Thiara winteri mit dem Süßwassertang zusammenkommen, aber ich habe die Thiaras nicht gefunden…die haben sich irgendwo in den Bodengrund des 20l-Cubes verzogen und rumwühlen wollte ich nicht.
Den Raubschnecken scheint ihr neues Becken nicht zu gefallen, ich habe sie an der Scheibe der Vase herumkriechen sehen. Damit sie mir nachts nicht abhauen, habe ich die Abdeckung des Cubes genommen. Ich hoffe aber, dass die Schnecken sich bald an die neue Umgebung gewöhnen, sonst muss ich Ursachenbekämpfung/suche betreiben. Bisher habe ich die Raubschnecken nie an den Scheiben beobachtet.
Das ehemalige Raubschnecken/Krabbenbecken wird jetzt nur noch (neben diversen Pflanzen) von den Limnopilos-Larven, Blasenschnecken und Turmdeckelschnecken bewohnt …und natürlich von Scheibenwürmer.
Die Vasen werden vorerst nicht beleuchtet und müssen sich mit den gegebenen Umständen zufriedengeben. Sobald ich aber negative Veränderungen an meinen Pflanzen bemerke werde ich entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Nachdem ich das neue Raubschneckenbecken eingerichtet hatte und den angefallenen Müll entsorgt hatte, kam das Paket mit dem Brackwasservasenzubehör… Ich habe erst heute damit gerechnet, und nachdem keine Benachrichtigung im Briefkasten war, wusste ich auch nicht, dass ich das Paket bei unserer Nachbarin abholen hätte können, aber um zehn Uhr abends wurde es uns hochgebracht. Vermutlich war die Nachbarin vorher nicht da gewesen…Das Experiment Brackwasser muss trotzdem noch auf sich warten… denn bei der Lieferung kam es zu einer (irgendwie witzigen) Verwechslung von Sand und Salz…was gar nicht so schlimm ist, dann kann ich mir auch gleich Pflanzen und Schnecken mit bestellen…und diverses andere Zubehör ist auch nicht verkehrt. Und den Sand kann ich auch verwenden.

Was ich auch nicht bedacht habe sind Unterlagen für die Vasen. Jetzt habe ich Pappe als Untersetzer, aber das ist nur eine semioptimale Zwischenlösung…

Wer sich übrigens noch tiefer in die Vasenaquaristik begeben will ist hier gut bedient.

Und was ganz anderes:
Bei meinen Limnopilos-Larven hat sich nicht viel getan.

22.07.2015
Der Nachwuchs ist noch da.

23.07.2015
Die Raubschnecken haben das Becken verlassen.

24.07.2015
Die Limnopilus-Larven und ihre Mitbewohner werden (zum ersten Mal) mit Liquizell gefüttert.

In das 20l-Krabben/Schneckenbecken habe ich (nach Gebrauchsanweisung) JBL NanoCrusta gegeben. Nachdem ich mir die Gebrauchsanweisung durchgelesen habe, bin ich mir aber gar nicht mehr so sicher, ob ich das überhaupt brauche.
Für meine Limnopilos mag es für die Häutung förderlich sein, aber wenn ich ehrlich bin habe ich bisher nur tote Krabben gefunden, keine sogenannten Exuvien (der leere Panzer). Ich habe keine Ahnung wie oft sich meine Krabben häuten. Ich werde mir wohl eine Lupe zulegen müssen, um Veränderungen an den Tieren überhaupt zu bemerken.
Über die Wasserqualität kann ich mich nicht beklagen, das geht auch ohne NanoCrusta. Aber wer weiß…vielleicht zeigt sich ja in den nächsten Wochen irgendeine hervorzuhebende Veränderung.

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