Naturkundemuseen

Museum Mensch und Natur

Museum Mensch und Natur

Naturkundemuseen dienen ebenso wie andere Museen der Kultur- und Wissenschaftsförderung. Zu ihren Hauptaufgaben zählen: Sammeln und Bewahren, Öffentlichkeitsarbeit und Forschung. Das größte Naturkundemuseum Deutschlands ist das Museum für Naturkunde in Berlin.
Damit unterscheiden sie sich deutlich von den Wissenschaftszentren (Science Center), die ausschließlich Öffentlichkeitsarbeit leisten – ohne eigene Sammlungen und Forschung. Zu den klassischen Sammelgebieten gehören die Geologie und Mineralogie, die Paläontologie (Erdgeschichte), die Botanik, die Zoologie, aber auch oft die Ethnologie (Völkerkunde). Die immensen Sammlungsbestände erklären sich bereits aus der Tatsache, dass heute mehr als zwei Millionen unterschiedliche Arten von Lebewesen bekannt sind. Naturkundemuseen gehören zu den meistbesuchten Institutionen der Kultur weltweit.

Die historischen Wurzeln gehen zurück auf die Sammlungen von Fürsten (Naturalienkabinette), auf akademische Sammlungen der Universitäten und Lehranstalten und Sammlungen der naturwissenschaftlichen Vereine. Mit dem Erstarken des Bürgertums, den ersten großen Forschungsreisen, der Industrialisierung und der nun die Gesellschaft stark beeinflussenden Wissenschaft kommt es im 19. Jahrhundert zur Gründung zahlreicher naturwissenschaftlicher Museen. Bis in die 1920er-Jahre hinein erlebten diese Museumssparte einen immensen Zuwachs, wohingegen seit Mitte des 20. Jahrhunderts in Europa eine Reduktion und Mittelkürzung in fast allen Häusern stattfindet. Insbesondere in Nordamerika werden Naturkundemuseen noch heute stark gefördert.
Die Art und Weise der Ausstellungen hat sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts deutlich geändert. Ursprünglich sollten von allen Naturobjekten repräsentative Vertreter in der Sammlung vorhanden sein und auch gezeigt werden. Daher waren wissenschaftliche Sammlungen und Schausammlungen noch vereint. Da insbesondere durch den zunehmenden Handel und die zahlreichen Forschungsreisen der Umfang des Sammlungsgutes so sehr zunahm, dass er unmöglich permanent in den Ausstellungen zu sehen sein konnte, begann man mit der Trennung von Sammlung und Ausstellung. Darüber hinaus gewannen in dieser Zeit noch heute aktuelle Themen an Bedeutung, die die ursprünglich rein systematisch aufgebauten Ausstellungen erst ergänzten, später sogar ablösten. Zu den wichtigsten Themen zählten nun die Biogeographie und die Ökologie. Damit wurde das Naturkundemuseum auch ein Erlebnisort, der meist exotische Orte und deren Lebenswelt präsentierte. Insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde zunehmend Wert auf eine gute Besucherführung, auf didaktisch aufbereitete Präsentationen und multimedialen Einsatz gelegt. Auch etablieren sich zunehmend Sonderformen des Naturkundemuseums, wie die gleichzeitige Präsentation von lebenden Tieren in den Ausstellungen. Es gibt aber auch rückwärtsgerichtete Tendenzen, wie beispielsweise die neue Ausstellung im Muséum national d’histoire naturelle in Paris, die deutlich Aspekte des Naturalienkabinetts aufgreift.

In den letzten Jahren (verstärkt 2015) habe ich hin und wieder, neben Zoos auch Naturkundemuseen besucht, da diese oft einen Einblick in die vergangene Tierwelt (von der Entstehung des Lebens bis zu den ausgestorbenen Tieren der Neuzeit).
Hier eine Auswahl der besuchten Museen:
Senckenberg-Museum, Frankfurt
Museum Mensch und Natur, München
Paläontologisches Museum München

Die Naturkundemuseen in Berlin und Wien habe ich bisher noch nicht besucht, aber ich hoffe, dass das in den nächsten Jahren nachgeholt wird. Auch andere Naturkundemuseen werden besucht und sofern ein lebender Tierbestand vorhanden ist, wird der Beutelwolf-Blog auch darauf eingehen, wie beispielsweise beim Jura-Museum in Eichstätt.

Ach ja, wer Interesse an einem Museum hat, das Tiermuseum Lengries sucht (zumindest wenn man nach der Homepage geht) einen Nachfolger….

Update (11.04.2018): Bereits seit einiger Zeit gibt es einen Überblick aller von mir besuchter Naturkundemuseen. Nämlich hier.

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