Abenteuer Aquarium

Inzwischen ist die Lieferung von GARNELEN-TOM bei mir eingetroffen.
Jetzt bin ich neben dem 20l-Cube und der Raubschneckenvase auch Besitzer einer Brackwasservase.
Aber alles der Reihe nach.
Ich wollte ja umdekorieren und deswegen habe ich mir einige Pflanzen besorgt (die Einkaufsliste findet sich hier). Geliefert wurde an meinen Arbeitsplatz, was zu einiger Verwirrung sorgte, da man es dort nicht gewohnt ist Tiertransporte für den Privatgebrauch zu erhalten. Aber ich habe festgestellt, dass es leichter ist als in die Wohnung liefern zu lassen, denn aufgrund meiner Abwesenheit dort erhalte ich die Pakete meist ein oder zwei Tage später. Normalerweise spielt das ja keine Rolle, bei Tiertransporten, selbst wenn es „nur“ Schnecken sind, habe ich sie lieber zeitnah als mich noch in die Postschlange anzustellen…

Natürlich wurde die Umdekorierung auch mit einem Wasserwechsel verbunden (obwohl der eigentliche Wasserwechseltag Donnerstag ist).

Im Krabbenbecken wurde die Wasserpest zurecht gestutzt und ein Teil des Beckens mit Lindernia rotundifolia bepflanzt. Das ebenfalls bestellte Sumatrafarn wird nachgeliefert.

Im Raubschneckenbecken ist die Cryptocoryne wendti neu hinzugekommen.

Vollkommen neu sind die Thiara winteri und die Brackwasservase.

DIE THIARA WINTERI-Vase
ist eine 13,5l-Wabi-Kusa-Kugel, ähnlich wie die Raubschneckenvase. Auch die Einrichtung ist ähnlich: Moosball, SHIRAKURA-Mineralienstein, Drachenstein und Futterschale. Bepflanzt wurde das ganze mit Staurogyne repens und Echinodorus Green Flame. Den Shirakura-Mineralstein hat es etwas zerrissen, aber ich lasse ihn in der Vase. Sieht ja irgendwie ganz schick aus. Und natürlich fehlt das Seemandelbaumblatt nicht.
Leider sind die Thiara winteri verstorben, so dass die Vase jetzt nur von Blasenschnecken bewohnt wird.

DIE BRACKWASSER-Vase
Diesmal kam das Salz. Den Sand aus der letzten Lieferung habe ich gewaschen, dann habe ich mit Drachenstein, Cryptocoryne nevellii und Riccia fluitans dekoriert.
Dann kam das Problem mit dem Brackwasser…aber die Weiten des Internets sind wie so oft sehr hilfreich gewesen.

Wikipedia sagt zum Thema Brackwasser:
Unter Brackwasser versteht man See- oder Meerwasser mit einem Salzgehalt von 0,1 % bis 1 %.
Im angelsächsischen Raum wird ein Salzgehalt (Salinität) zwischen 0,05 % und 1,8 %, teilweise auch 3 %, angesetzt. Wasser mit geringerem Salzgehalt heißt Süßwasser, Wasser mit höherem Salzgehalt Salzwasser. Brackwasser unterscheidet sich von Süßwasser vor allem dadurch, dass es (trotz seiner vergleichsweise geringen Salinität) zu viel Salz enthält, um für Menschen trinkbar zu sein.
Entsprechend liegt die Dichte im Brackwasseraquarium mit 1,002 bis 1,020 über der eines Süßwasseraquariums, jedoch unter der eines Meereswasseraquariums.

Zur Dichtemessung hatte ich mir extra ein Glas Aräometer/Hydrometer besorgt…leider ist es für meine Zwecke zu groß. Ich habe dann improvisiert (und vermutlich könnte ich mir die Dichte meines Wassers ausrechnen, wenn ich wüsste, wie man das tut (gelernt hab ich das mal…lang, lang ist’s her, benutzt aber nie). In der Beschreibung des Nano Marinus Reef Salt ist zu lesen, dass 40 g (= 1 leicht gehäufter Dosierlöffel) Salz je Liter Meerwasser mit einer Dichte von 1,023 bei 25 °C ergeben. Ich hab die 40 g genommen, in vier Litern Wasser aufgelöst und jetzt werde ich ja sehen was dabei herauskommt.
Mal schauen wie die Geweihschnecken das Becken annehmen und wie die neuen Bewohner das Wasser vertragen …
Die Geweihschnecken habe ich mir im Übrigen größer vorgestellt, was aber bei einer Endgröße von 1,5 cm eher utopisch ist.
Zwei Stück habe ich besorgt und während sich die eine erst in ihr Häuschen verkrochen ist und erst nach einige Stunden wieder daraus hervorgekrochen ist, hat die andere sehr schnell ihre neue Heimat durchsucht.

Ich bin gespannt, wie sich meine Vasen entwickeln und ob sich meine Unzufriedenheit legt.

Die Nadelsimse existiert noch, auch wenn ich sie noch nicht in eine der vorhandenen Vasen gepflanzt habe. Ihre ursprüngliche Heimat hatte für meinen Geschmack zuviele Scheibenwürmer. Durch Wässern hoffe ich die Pflanzen sauber zu bekommen.

Übrigens waren die meisten der gekauften Pflanzen in vitro.
Bei der in-vitro Vermehrung werden einzelne Pflanzenzellen oder Pflanzenteile auf einem (mehr oder weniger) sterilen Nährmedium herangezogen. Die Vorteile dieser Art der Vermehrung sind, neben der hohe Vermehrungsrate, das vermeiden von Infektionen der Pflanzen durch Bakterien, Keime oder Pilze. Außerdem lassen sich die Pflanzen (nachdem man das Nährmedium abgewaschen hat und sie geteilt hat) bedenkenlos ins Aquarium einpflanzen, da sie frei von Pestiziden und Schädlingen wie Planarien und Libellenlarven sind. Allerdings sind sie auch schneckenfrei (aber das soll ja hin und wieder auch gewünscht sein).
In-Vitro-Pflanzen sind kleiner als „normal“ gezüchtete Aquarienpflanzen und meist auch teurer, aber … in so ein kleines Töpfchen passt sehr viel hinein und so ist die Menge an Pflanzen, die man am Ende erhält größer.

Leider spiegeln die neuen Vasen sehr, sobald ich bessere Lichtverhältnisse geschaffen habe kommen auch Bilder.

Raubschnecken-, Krabben- und Blasenschneckenbecken wurden auch mit Mirunekuton aufgewertet. Sobald die Steine ins Wasser kamen fielen sie auseinander, was aber irgendwie sehr hübsch aussieht.
Die 7 Kugeln von JBL habe ich nicht verwendet. Ich habe sie mir kleiner vorgestellt, aber sie sind riesig …vielleicht findet sich ja später Verwendung.
DIe 7 Kugeln dienen der Langzeitversorgung für die Wurzeldüngung im eingerichteten Aquarium und sind wohl eine gute Alternative zum Bodendünger, den man bei der Einrichtung verwendet. Sie enthalten Eisen und Mineralien in pflanzenverfügbarer Form zur Aufnahme durch die Wurzeln und weder Phosphat noch Nitrat.
Je nach Größe der Pflanze soll man einmal jährlich eine bis mehrere Kugeln in den Wurzelbereich drücken…aber meine Pflanzen bzw. deren Wurzeln sind kaum größer als die Kugeln. Vielleicht reicht der Tagesdünger von Dennerle aus…abgesehen davon hinterlassen die Schnecken auch verwertbare Abfallprodukte.

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