Portrait: Goldaguti

Goldaguti (Tierpark Limbach-Oberfrohna)

Goldaguti (Tierpark Limbach-Oberfrohna)

Goldagutis erreichen eine Körperlänge von 50 bis 65 cm sowie ein Gewicht von drei bis fünf Kilogramm. Die Weibchen werden etwas größer als die Männchen. Das Fell ist überwiegend goldbraun bis olivbraun gefärbt, der Vorderkörper geht dabei mehr ins graubraune. Die Untereite ist überwiegend orangebraun. Die Ohren weisen eine rundliche Form auf und sind recht klein. Der Schwanz ist ausgesprochen kurz. Die Vorderfüße weisen vier Zehen auf, die Hinterfüße lediglich drei Zehen. Zudem sind die Hinterbeine deutlich länger als die Vorderbeine.

Die Tiere leben sind in der Regel in Paaren oder kleinen Familiengruppen anzutreffen. Sie beanspruchen eine Reviergröße von fünf bis acht Hektar und markieren dieses mit Urin. Offene Flächen werden aufgrund von zahlreichen Fressfeinden gemieden. Die Tiere sind überwiegend tagaktiv, nur in stark besiedelten Gebieten kommen sie erst in der Dämmerung aus ihrem Versteck. Neben der Kommunikation über ihren Tastsinn verständigen sich die Tiere durch Grunzen und pfeiffartigen Lauten.

Das Verbreitungsgebiet der Goldagutis erstreckt sich über den Norden und Nordosten Südamerikas. Sie sind von Venezuela bis ins brasilianische Tiefland weit verbreitet. Je nach Verbreitungsgebiet unterscheiden sich die besetzten Habitate. Sie kommen sowohl im tropischen und subtropischen Regenwald und in Sümpfen als auch in savannenähnlichen Steppen sowie auf Agrarflächen und in der Nähe menschlicher Siedlungen vor.

Goldagutis ernähren sich hauptsächlich von Sämereien und Früchten. Hier und da werden aber auch Insekten verzehrt. In Zeiten reicher Nahrung legen die Tiere Nahrungsspeicher im Boden an, von denen sie in Mangelzeiten leben. Als Abfallprodukt dieser Eigenschaft gelten die Goldagutis als Verbreiter von Baumsamen. Beim Fressen sitzen sie auf ihren Hinterbeinen und nehmen Nahrung zwischen die Vorderpfoten.

Goldaguti (Tierpark Gotha)

Goldaguti (Tierpark Gotha)

Die Geschlechtsreife erreichen Goldagutis mit etwa acht bis zwölf Monaten. Die Paarungszeit erstreckt sich in den natürlichen Verbreitungsgebieten über das ganze Jahr. Nach einer Tragezeit von 105 bis 120 Tagen bringt das Weibchen zwischen einem und drei Jungtiere an geschützter Stelle zur Welt. Ein durchschnittlicher Wurf besteht aus zwei Jungtieren. Die Jungtiere sind bei der Geburt weit entwickelt und gelten als Nestflüchter. Bereits nach rund einer Stunde können sie den Eltern folgen. Die durchschnittliche Säugezeit beträgt 100 bis 120 Tage.

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