Portrait: Strahlenschildkröte

Ordnung: Schildkröten (Testudinata)
Unterordnung: Halsberger-Schildkröten (Cryptodira)
Familie: Landschildkröten (Testudinidae)
Unterfamilie: Testudininae
Gattung: Astrochelys
Art: Strahlenschildkröte (Astrochelys radiata)
Strahlenschildkröte (Aquarium Berlin)

Strahlenschildkröte (Aquarium Berlin)

Mit einer Panzerlänge von bis zu 42 Zentimeter und einem Gewicht von 20 Kilogramm bei Männchen beziehungsweise 15 Kilogramm bei Weibchen ist die Strahlenschildkröte verhältnismäßig groß. Im Gegensatz zu ihrer Schwesterart, der Madagassischen Schnabelbrustschildkröte, weist sie keinen Knochenfortsatz am Vorderende des Bauchpanzers auf. Merkmal dieser Art sind die namensgebenden, auf jedem Panzersegment strahlenförmig nach außen verlaufenden gelblichen Linien auf dunklem Hintergrund. Bei sehr alten Individuen fehlt mitunter diese charakteristische Zeichnung. Männchen unterscheiden sich von den Weibchen durch einen konkav geformten Bauchpanzer und einen längeren und dickeren Schwanz.

Das Ursprungsgebiet dieser Art ist im Süden und Südwesten Madagaskars zu finden, in Gebieten mit ausgeprägter Trockenzeit und einer durch Dornwald dominierten Vegetation. Ebenso besiedeln sie Areale mit niedriger aber dichter Vegetation und solche, in denen nach Überweidung Opuntien vorherrschen. Dementsprechend bestehen 80 bis 90 Prozent ihrer Nahrung aus Gräsern; Früchte und Sukkulenten ergänzen das Nahrungsspektrum. Es wird angenommen, dass natürliche Populationen zwischen dem Fluss Onilahy (südlich von Tulear) und dem Ort Antaritarika (östlich von Cap Saint Marie), in einem bis zu 100 Kilometer breiten Streifen entlang der Küste vorkommen. Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich auf dem Mahafaly- und dem Karimbolaplateau.
Neben dem natürlichen Verbreitungsgebiet wird diese Art in den meisten Regionen Madagaskars sowie auf den Inseln Mauritius und Réunion zur Nahrungsgewinnung gehalten. Zudem werden sie mit Hühnern und Enten zusammen gehalten, da sie diesen Schutz vor Krankheiten bieten sollen. Entlaufene Tiere können vorkommen, etablierte Populationen außerhalb der ursprünglichen Verbreitungsgebietes gelten als unwahrscheinlich.

Die Gelege von Strahlenschildkröten umfassen 2 bis 12 Eier, deren Größe zwischen 36-42*32-39 Millimeter variieren kann. Der Schlupf der Jungtiere ist abhängig von der Umgebungstemperatur und der Luftfeuchtigkeit. Bei 25 bis 27 Grad und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent schlüpfen die Jungtiere nach fünf bis neun Monaten. Bei einer Umgebungstemperatur von 28 bis 29 Grad verkürzt sich der Zeitraum bis zum Schlupf auf 106 bis 130 Tage.

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