Zooreise 7 – Tag 4: Drei Zoos, drei Länder

Marktplatz von Sint-Niklaas

Marktplatz von Sint-Niklaas

Der ursprüngliche Plan für diesen Tag sah Besuche der Zoos in Kerkrade und Mechelen vor, sowie einen Besuch im Antwerpener Aquatopia.
Aber die Pläne wurden ja am Tag davor bereits geändert. Bevor es nach Sint-Niklaas ging sollte neben Kerkrade und Mechelen auch der Euregiozoo in Aachen besucht werden. Wer die Zoos kennt (vor allem den Gaiazoo in Kerkrade und den Dierenpark Plankendael in Mechelen) wird erkennen, wie naiv dieses Vorhaben ist. Aber ich habe immer Probleme Besuche in mir unbekannten Zoos zu planen. Die Hektarangaben sind nicht immer hilfreich, denn wenn es viele Tierhäuser oder kleine Gehege gibt dauert es länger als bei wenig Tierhäusern und großen Gehegen.
Ich habe aber das Recht meine Pläne zu ändern und ich lasse mich im Urlaub nicht stressen. Was ich nicht besuchen kann, wird auf ein anderes Mal verschoben.

Der Aufenthalt im Aachener Euregiozoo nahm nicht ganz zwei Stunden in Anspruch. Ein kleiner Zoo, den man aber durchaus öfter besuchen kann.
Danach ging es in den Gaiazoo nach Kerkrade, der ein bisschen an die Zoos in Leipzig, Hannover und Gelsenkirchen erinnert. Ein schöner Zoo, der zwar erst sein 10jähriges Jubiläum feiert, aber sehr viel zu bieten hat. Bereits am Eingang habe ich mich in die Lakenvelder (Rinder) verliebt. Schwarze Tiere mit einem breiten weißn „Gürtel“. Es gibt sie auch in braun, aber die schwarzen sehen sehr ungewöhnlich aus. Und dank meiner genialen Fotokünste ist es mir nicht gelungen gute Bilder der Tiere zu machen. Und außer in Kerkrade gibt es sie sonst nur noch im Haustierpark von Laar-Eschebrügge.
Immerhin wird so die Richtung angezeigt, die im nächsten Jahr besucht werden soll. Es gibt ja auch noch einige schöne Zoos in den Niederlanden (Burgers Zoo z. B.).
Der Gaiazoo hat uns länger in Anspruch genommen als gedacht, aber es hat sich gelohnt.
Danach stand der Besuch des Dierenpark Plankendael auf dem Programm, aber laut Navi wären wir erst um 16 Uhr am Ziel angekommen. Meinen Informationen zufolge sollte der Zoo um 18 Uhr schließen und bei einem Zoo mit einer Größe von 40 ha wollte ich mir die Hetzerei nicht antun. Schaffbar wäre es (es gibt Zoos, die sind annähernd so groß und gut in zwei Stunden zu durchwandern), aber ich wollte mir das auf unbekanntem Terrain nicht antun.
Als Alternative fiel mir der Zoo in Olmen ein.
Hätte ich gewusst wie schwierig es ist, derzeit dort hinzukommen. Die belgische Grenze überquerten wir ohne Probleme, aber sobald wir die Autobahn verlassen hatten, gingen die Probleme los. In Ham wurde gebaut und alle Straßen, die wir laut Navi benutzen sollten, waren gesperrt. Die einzige, die befahrbar war entpuppte sich irgendwann als Feldweg und man bekam das Gefühl, an einem Ort zu sein, den noch nie ein deutsches Auto befahren hatte. Vermutlich war dort überhaupt noch nie ein anderes Gefährt als ein Landwirtschaftsfahrzeug.
Kurz vor der Aufgabe fanden wir dann doch einen Weg aus Ham und nach Olmen.
Der Zoo hinterließ zwiespältige Gefühl. Die Bärenanlage ist groß und waldig, Elefanten und andere afrikanische Tiere haben eine große Freianlage, ein Teil des begehbaren Tropenhauses ist überraschend gut, aber es gibt einiges, das grenzwertig ist. Neben zahlreichen Jungtieren bei den Raubtieren (Leoparden, Löwen, Tiger, Nebelparder), die teilweise auch Handaufzuchten sind (jedenfalls wurden die kleinen Tiger und Nebelparder zusammen in der Nursery gehalten) gab es eine Menge an weißen Tieren, darunter Tiger, Löwen und einiges mehr. Auch sogenannte Goldene Tiger haben eine Anlage, gesehen haben wir sie aber nicht.
Im Reptilienhaus waren wir nicht, dessen Existenz haben wir zu spät bemerkt, nämlich auf dem Weg nach draußen und da hatte das Haus schon geschlossen, bzw. dunkel war.

Die Fahrt nach Sint-Niklaas verlief dann erstaunlich einfach.
Sint-Niklaas liegt in der Nähe von Antwerpen und ist bekannt für den größten Marktplatz Belgiens und das Friedensfest, das wohl als Ballonfest größere Bekanntheit hat. Ich habe noch nie davon gehört, aber ich habe mich mit Belgien auch noch nicht so auseinandergesetzt. Ich kenne ein paar Städte dem Namen nach und inzwischen auch ein paar Zoos. Und was die belgische Küche anbelangt, so kenne ich nur die Pommes und das hat sich während meines Aufenthalts nicht geändert.
Während wir in Sint-Niklass waren (unser Hotel befand sich in der Nähe des großen Marktplatzes) haben wir italienisch gegessen.
Im La Luna Rossa haben wir gerade noch einen Platz bekommen, das Lokal ist zwar zweistöckig, aber sehr klein. Das Essen war lecker, aber wir haben auch nur Pizza gegessen, ohne Vorspeisen) und unsere Kenntnisse in Bezug auf belgische Biere erweitert. Meines Wissens war es auch das erste Mal, dass wir belgisches Bier getrunken haben: Duvel. Mir war es zu bitter. Später tranken wir noch ein Kriek mit Kirschgeschmack, und obwohl ich kein Freund von Kirschsaft bin, war das zum einen sehr lecker und das beste der belgischen Biere, das ich probiert habe.

Euregiozoo Aachen
GaiaZoo Kerkrade
Olmense Zoo

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Google personenbezogene Daten erhoben. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung (http://www.beutelwolf.martin-skerhut.de/impressum/). Mit dem Abschicken eines Kommentars wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.