Die Unterarten des Leoparden

Chinesischer Leopard (Tierpark Hellabrunn)

Chinesischer Leopard (Tierpark Hellabrunn)

Ursprünglich wurden vor allem anhand der Fellfärbung 27 Unterarten des Leoparden beschrieben. Genetische Studien zeigen jedoch, dass sich alle asiatischen Leoparden auf acht Unterarten zurückführen lassen. Die afrikanischen Leoparden lassen sich in einer einzigen lebenden Unterart (Panthera pardus pardus) zusammenfassen, allerdings besteht hier noch etwas mehr Unsicherheit.
Derzeit werden die folgenden neun Unterarten von der IUCN anerkannt, die nach dem Jahr der Erstbeschreibung aufgeführt sind:
Afrikanischer Leopard (P. p. pardus) — lebt in Afrika, hauptsächlich südlich der Sahara, schließt die als Berberleopard bekannten Populationen im Norden Afrikas mit ein;
Indischer Leopard (P. p. fusca) — lebt auf dem Indischen Subkontinent: in Indien, Südost-Pakistan, Nepal und Bhutan;
Java-Leopard (P. p. melas) — lebt in Java und ist stark gefährdet;
Arabischer Leopard (P. p. nimr) — lebt auf der Arabischen Halbinsel und ist vom Aussterben bedroht;
Amurleopard (P. p. orientalis) — lebt im östlichen Sibirien und ist vom Aussterben bedroht;
Chinesischer Leopard (P. p. japonensis) — lebt im nördlichen China und ist stark gefährdet;
Persischer Leopard (P. p. ciscaucasica), später als (P. p. saxicolor) beschrieben — lebt in Teilen Vorderasiens und Zentralasiens: im Kaukasus, Turkmenistan, im Norden Irans und evtl. noch im Südosten der Türkei und ist stark gefährdet;
Indochinesischer Leopard (P. p. delacouri) — lebt in Myanmar, Thailand, Malaysia, Laos, Kambodscha, Vietnam und im Süden Chinas;
Sri-Lanka-Leopard (P. p. kotiya) — lebt in Sri Lanka und ist stark gefährdet.

Eine morphologische Analyse der Schädel von Leoparden legt nahe, dass drei weitere Unterarten gültig sind:
Anatolischer Leopard (P. p. tulliana) — Westteil der Türkei, wahrscheinlich bereits ausgerottet;
Balutschistan-Leopard (P. p. sindica P) — lebt in Pakistan und möglicherweise auch in Teilen von Afghanistan und Süd-Iran;
Sansibar-Leopard (P. p. adersi) – lebte bis 1991 auf der ostafrikanischen Insel Sansibar und ist dort höchstwahrscheinlich ausgerottet worden.

Afrikanischer Leopard (Pairi Daiza)

Afrikanischer Leopard (Pairi Daiza)

Weiterhin besteht Unsicherheit, ob die Afrikanischen Leoparden tatsächlich nur einer Unterart zuzuschreiben sind. Neben der Unterart P. p. pardus, die im engeren Sinne nur die Populationen im Sudan und im Nordosten der D. R. Kongo umfasst, werden in Afrika folgende traditionelle Unterarten unterschieden:
Südafrikanischer Leopard (P. p. melanotica) – Südliches Afrika
Berberleopard (P. p. panthera) – Nordafrika
Westafrikanischer Leopard (P. p. leopardus) – Regenwälder Zentral- und Westafrikas
Ostafrikanischer Leopard (P. p. suahelicus), Ostafrika zwischen Kenia und Mosambik
Somalia-Leopard (P. p. nanopardus) – Trockengebiete Somalias
Ruwenzori-Leopard (P. p. ruwenzori) – Ruwenzori- und Virungaberge
Kamerun-Leopard (P. p. reichenowi) – Savannengebiete Kameruns
Äthiopischer Leopard (P. p. adusta) – Hochland von Äthiopien

Panthera pardus spelaea, ist eine ausgestorbene Unterart, die im Jungpleistozän Europas vorkam und vor etwa 24.000 Jahren lebte.

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