Einheimische Amphibien

Seefrosch (Wilhelma Stuttgart)

Seefrosch ? (Wilhelma Stuttgart)

In der vergangenen Woche gab es einige Beiträge, die sich mit den bisher eher stiefmütterlich behandelten Amphibien auseinandersetzeten:
Videos
Systematik: Ruderfrösche
Systematik: Langfingerfrösche
Der Grund für diesen Beitrag ist allerdings in einer Facebook-Gruppe (Biodiversität und Artenschutz) zu suchen. Dort wurde auf ein Schutzprojekt einer kaum bekannten deutschen Krötenart hingewiesen. Im Laufe der Diskussion tauchten auch weitere einheimische Amphibien auf, die mich dazu inspirierten, diesen Beitrag zu schreiben.
Denn wer kennt sich schon aus in der heimischen Tierwelt, vor allem, wenn sie so klein und unscheinbar ist, wie die Welt der Amphibien.

Bekannte heimische Amphibien sind Molch, (Feuer)Salamander, (Erd)Kröte, Laubfrosch und (Wasser)Frosch. Dabei gibt es viel mehr.
Die Ordnung der Schwanzlurche wird in Deutschland durch eine Familie, den Echten Salamandern, vertreten, die Froschlurche durch sechs. Die Schleichenlurche sind in Europa nicht vertreten.

Schwanzlurche
Echte Salamander
Alpensalamander
Bergmolch
Fadenmolch
Feuersalamander
Nördlicher Kammmolch
Teichmolch

Froschlurche
Alytidae
Geburtshelferkröte
Bombinatoridae
Gelbbauchunke
Rotbauchunke
Echte Frösche
Grasfrosch
Kleiner Wasserfrosch
Moorfrosch
Seefrosch
Springfrosch
Teichfrosch
Europäische Schaufelfußkröten
Knoblauchkröte
Kröten
Erdkröte
Kreuzkröte
Wechselkröte
Laubfrösche
Laubfrosch

Einheimische Amphibien glänzen in diesem Blog nicht durch vollkommene Abwesenheit, auch wenn man nicht besonders häufig auf sie trifft. Hin und wieder findet man Hinweise auf sie, meist in Form von Videos (Schwanzlurche, Amphibien) oder eines Gastbeitrags. Bilder von Amphibien gelingen mir eher selten, weshalb diese auch rar gesät sind. Der Seefrosch (bei dem ich mir auch nicht 100 % sicher bin, ob es einer ist) stellt eine der wenigen Ausnahmen dar.

Aber zurück zur Facebookgruppe „Artenschutz und Biodiversität„. Das erwähnte Schutzprojekt befasst sich mit Knoblauchkröten im Bingenheimer Ried.

Das Naturschutzgebiet Bingenheimer Ried (Kennung 1440019) liegt westlich von Bingenheim (Wetterau) in der Horloff-Aue. Es gehört zum Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Wetterau im europäischen Schutzgebiet-Netzwerk Natura 2000 und ist dort Bestandteil des FFH-Gebiets Grünlandgebiete in der Wetterau. Das 1985 (StAnz 1985(3): 204) als Naturschutzgebiet (ursprünglich zum Schutz und Erhalt von Brutgebieten von Entenvögeln) ausgewiesene Bingenheimer Ried ist das Herzstück des Auenverbundes Wetterau und ein wichtiges Naturschutzgebiet in Hessen.
Die Feuchtwiesen beherbergen neben der Knoblauchkröte, den Kammmolch sowie ca. 40 Libellenarten. Das Naturschutzgebiet wird durch Beweidung mit Rindern und Exmoorponys gepflegt und bietet zahlreichen Vögeln Brut- und Rastplätze.
Mehr über das Knoblauchkrötenprojekt findet man hier.

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