Herbstimpressionen aus dem Tierpark Hellabrunn

Münchener Tierpark Hellabrunn, 05.11.2015
Goldener Herbst im Tierpark Hellabrunn
Ein Spaziergang durch das Hellabrunner Naturparadies macht gerade bei der bunten Laubfärbung besonders Spaß. Die Sibirischen Tiger Ahimsa und Jegor, das Panzernashorn-Baby Puri und der Yak-Nachwuchs Pedro lieben es, im raschelnden Herbstlaub zu toben. Doch nun stehen auch die Vorbereitungen für die Winterzeit an. Viele Tiere genießen die letzten warmen Sonnenstrahlen und suchen sich dafür exponierte Sonnenplätze in ihren Anlagen. Zum Beispiel die Klammeraffen aber auch die Orang-Utans sind dabei sehr gut zu beobachten. Auch die sehr selten in Zoos anzutreffenden Flinkwallabys, eine Känguruart aus Nord- und Ostaustralien, genießen ihren sonnigen Liegeplatz zwischen den goldbraun leuchtenden Blättern. Andere Tiere, wie die Elefanten und die eleganten Mhorrgazellen scheinen die angenehmen Temperaturen zu nutzen, um den Besucher besondere Showeinlagen zu bieten. So kann man beobachten, wie die Elefanten sich in ihr Badebecken stürzen oder die Gazellen über ihre Anlage stolzieren. Außerdem gab es Nachzügler bei den Tiergeburten: Drei kleine Wasserschweine sind vor einigen Tagen zur Welt gekommen. Die größten Nagetiere der Welt stammen aus den tropischen und subtropischen Regionen Südamerikas. Die herbstlichen Temperaturen sind für die Jungtiere damit zu kühl. Deshalb sind sie jetzt gemeinsam mit ihrer Mutter im zur Südamerika-Anlage gehörenden Warmhaus untergebracht. Sie können hier, nur durch eine Glasscheibe von den Besuchern getrennt, beim Rumtollen beobachtet werden. Auch bei den asiatischen Nilgauantilopen sind im September gleich drei Jungtiere auf die Welt gekommen, die nun bei ihrem Spielen und Toben für einen farbigen Konfettiregen aus buntem Laub sorgen. Für Waldbisons, Elche und Wölfe dagegen kann es gar nicht schnell genug Winter werden. Diese Tiere legen sich gerade einen Wintermantel aus dickem Fell an. Bei den Elchen ist aktuell auch noch Brunftzeit. Deshalb ist der Elchbulle ist mit einem stattlichen Geweih auf der Anlage zu beobachten. Den Jahreszeitenwechsel kann man neben den bunten Bäumen auch deutlich an der Fellfärbung bei den Polarfüchsen erkennen. Das dunkle Fell wechselt nun zum schneeweißen Winterkleid. In Hellabrunn leben auch Tiere, die Winterruhe oder Winterschlaf halten: Braunbärin Olga, die Murmeltiere und die Präriehunde auf der Amerika-Anlage suchen sich langsam ein kuscheliges Winterquartier, um dort die kalte Jahreszeit zu verbringen. „Für Besucher ist der Herbst eine sehr spannende Zeit, um heimische und exotische Tiere im Tierpark zu beobachten. Die bunte Laubfärbung trägt dann noch ihren Teil dazu bei, Hellabrunn von einer ganz anderen Seite zu erleben“, erklärt Hellabrunns Direktor Rasem Baban. „Wenn dann noch so fantastisches Wetter ist wie aktuell, steht einem goldenen Herbstspaziergang im Tierpark nichts mehr im Weg.“

Wenn sich die Blätter verfärben bietet sich im Zoo ein schöner Anblick und auch die allgemeine Stimmung ist anders, als im Frühling oder Sommer. Vor kurzem habe ich über den Herbst im Wildpark gebloggt, aber ich nutzte das Wetter am Sonntag für einen Besuch im Tierpark Hellabrunn. Wie zahlreiche andere Münchner (und andere) auch.

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