Portrait: Drill

Ordnung: Primaten (Primates)
Familie: Meerkatzenverwandte (Cercopithecidae)
Unterfamilie: Backentaschenaffen (Cercopithecinae)
Tribus: Pavianartige (Papionini)
Gattung: Mandrillartige (Mandrillus)
Art: Drill (Mandrillus leucophaeus)
Drill (Tierpark Hellabrunn)

Drill (Tierpark Hellabrunn)

Der Drill ähnelt dem Mandrill, hat aber nicht dessen leuchtende Gesichtsfärbung. Sein haarloses Gesicht ist schwarz, hat eine langgezogene Schnauze und Knochenfurchen, die entlang der Nase verlaufen. Außerdem ist es von einem weißen Haarkranz umgeben. Der übrige Körper ist dunkelbraun bis schwarz behaart, mit Ausnahme der nackten Gesäßregion, die rot oder blau gefärbt ist. Drills werden etwas weniger groß als Mandrills (rund 70 Zentimeter Körperlänge und maximal 20 Kilogramm Körpergewicht), wobei die Männchen fast doppelt so schwer werden wie die Weibchen. Der Schwanz ist nur ein 5 bis 7 Zentimeter langer Stummel.

Drills leben in der Region des Cross Rivers in Nigeria und rund um die Bakossi-Berge bis zum Fluss Sanaga in Kamerun sowie auf der zu Äquatorialguinea gehörenden Insel Bioko, wo sie eine eigene Unterart, Mandrillus leucophaeus poensis, bilden. Ihr Lebensraum sind ausschließlich Wälder.

Drills sind tagaktive Regenwaldbewohner, die kaum außerhalb des Schutzes der dichten Vegetation anzutreffen sind. Sie leben in erster Linie am Boden, wo sie sich auf allen vieren fortbewegen; lediglich Weibchen mit Jungtieren suchen manchmal Schutz in den unteren Ästen der Bäume. Drills leben in Gruppen von rund 25 Tieren, die aus einem Männchen, mehreren Weibchen sowie deren Jungtieren bestehen. Mehrere Gruppen schließen sich öfters zu Verbänden zusammen, die 200 und mehr Tiere umfassen können. Zur Kommunikation verwenden sie Körperhaltungen (zum Beispiel das Präsentieren des leuchtenden Hinterteils) sowie eine Reihe von Schreien, die der Kontaktaufnahme zu anderen Gruppenmitgliedern, dem Warnen vor Fressfeinden oder dem Sammeln der Gruppe durch das Männchen dienen können.

Drills sind Allesfresser, die ihre Nahrung fast ausschließlich am Boden suchen. Dazu gehören Früchte, Nüsse, Pilze, Insekten sowie gelegentlich kleine Wirbeltiere.

Drill (Zoo Wuppertal)

Drill (Zoo Wuppertal)

Drillweibchen erreichen die Geschlechtsreife mit ca. 3,5 Jahren, Männchen mit vier bis sechs Jahren. Drills leben polygam, das heisst ein Männchen paart sich mit allen Weibchen in seiner Gruppe. Die Paarungszeit ist an keine feste Jahreszeit gebunden, jedoch treten die meisten Geburten zwischen Dezember und April auf. Die Fruchtbarkeit beim Weibchen kündigt sich durch die Verfärbung der Afterregion an.
Nach einer Tragezeit von 175 bis 182 Tagen bringt das Weibchen ein Jungtier zur Welt, das ein Gewicht von 450 bis 600 Gramm aufweist. Die erste Zeit wird das Jungtier am Körper getragen, später klettert es auf den Rücken oder bewegt sich selbständig. Die Säugezeit beträgt etwa fünfzehn Monate. Die Jungtiere haben ein hell gefärbtes Gesicht, welches sich ab dem achten Monat dunkel färbt. Die Betreuung des Nachwuchses obliegt meist den Müttern. Im Verlauf der Kindheit beteiligen sich aber auch Geschwister und andere nahe Verwandte an der Pflege des Nachwuchses.

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