Portrait: Schwarzschnabeltukan

Schwarzschnabeltukan (John Gould)

Schwarzschnabeltukan (John Gould)

Schwarzschnabeltukane erreichen eine Körperlänge von 46 bis 50 Zentimetern. Die Männchen der Nominatform haben eine Flügellänge von 16,6 bis 18,6 Zentimetern. Der Schwanz misst 17,5 bis 20,4 Zentimeter. Die Schnabellänge beträgt 9,2 bis 11,2 Zentimeter. Ein auffälliger Sexualdimorphismus besteht nicht, Weibchen haben mit 7,2 bis 9,3 Zentimetern aber etwas kürzere Schnäbel.
Die Männchen der Nominatform haben einen glänzend schwarzen Oberkopf und Nacken. Der Rücken und die Flügel sind bräunlich olivfarben, der Übergang von der Nacken- zur Rückenfärbung verläuft in einer klaren Linie. Der Bürzel ist gelb, die Oberschwanzdecken graublau. Der Schwanz ist auf der Oberseite graublau und auf der Unterseite schwarz bis schwarzbraun, die mittleren Federn weisen braune Spitzen auf. Das Kinn, die Kehle, die Ohrdecken und die Nackenseiten sind weiß. Am Ende der Kehle ist diese weiß-blassblau überwaschen und geht in ein blasses Blau auf dem Bauch über. Einige Individuen sind auf den Flanken blass gelblich. Die Schenkel sind dunkelbraun, die Unterschwanzdecken leuchtend rot. Die unbefiederte Augenumgebung ist hinter dem Auge gelb und geht zum Schnabel hin in ein Blau über. Die Iris ist dunkelbraun, die Füße graublau. Jungvögel haben ein matteres Gefieder und einen kürzeren Schwanz.
Die Unterart Andigena nigrirostris spilorhynchus unterscheidet sich von der Nominatform durch einen roten dreieckigen Fleck auf dem Oberschnabel. Bei der Unterart A. n. occidentalis ist die Rotfärbung des Schnabels ausgedehnter. Ober- und Unterschnabel sind an der Basis rot gefärbt und am Oberschnabel verlängert sich die Rotfärbung bis zur Spitze.

Zu den charakteristischen Lauten des Schwarzschnabeltukans gehört ein Schnabelklappern als Instrumentallaut. Zu den Rufen gehört außerdem ein nasales, zweisilbiges cro-ák cro-ák cro-ák, das in der Tonhöhe nicht variiert. Dieses wird bis zu 45 mal pro Minute gerufen.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Nordwesten Venezuelas über Kolumbien bis nach Ecuador. Der Lebensraum sind epiphytenbewachsene Bergregenwälder und Waldrandgebiete. Häufig halten sich die Vögel in der Nähe von Gewässern auf. Sie kommen gewöhnlich in Höhenlagenlagen zwischen 1600 und 3200 Metern vor, oberhalb von 2500 Metern besetzt in der Regel der Blautukan ihre ökologische Nische. Sie werden gewöhnlich paarweise oder in kleinen Trupps beobachtet und halten sich überwiegend in Baumwipfeln auf. Über die Fortpflanzungsbiologie dieser Art ist nahezu nichts bekannt. In Kolumbien wurden im März Schwarzschnabeltukane in Brutkondition beobachtet und im Juli Jungvögel gesehen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Google personenbezogene Daten erhoben. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung (http://www.beutelwolf.martin-skerhut.de/impressum/). Mit dem Abschicken eines Kommentars wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.