Haus der Natur

Das Haus der Natur ist ein Naturkunde Museum in Salzburg, Österreich.
Es liegt in der Linken Altstadt, das Haus steht unter Denkmalschutz und gehört zum UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum der Stadt Salzburg.
Das Haus der Natur wurde 1924 vom Zoologen Prof. Eduard Paul Tratz (1888–1977) in privater Initiative als „Museum für darstellende und angewandte Naturkunde“ gegründet. Tratz leitete das Haus von seiner Gründung 1924 bis 1945 und von 1949 bis 1976. Danach war Prof. Eberhard Stüber für 33 Jahre Direktor des Hauses. Am 1. Juli 2009 übernahm Dr. Norbert Winding die Leitung. Betrieben wird das Museum bis heute vom Verein Haus der Natur – Museum für Natur und Technik.

Das Haus der Natur befand sich nach dem Ersten Weltkrieg in den Hofstallungen, wo heute das Große Festspielhaus untergebracht ist. 1959 übersiedelte es in das – 1957 nach Glasenbach verlegte – Ursulinenkloster, das von Fischer von Erlach 1713–26 erbaut worden war. Im Innenhof wurde die Saurierhalle errichtet, das alte Segmentbogenportal zur Gstättengasse ist Seiteneingang (Mitarbeitereingang).
Nach der Generalsanierung und der Neueinrichtung eines Science Centers im ehemaligen Museum Carolino Augusteum (städtisches Getreidemagazin, dort ab 1834, heute Salzburg Museum in der Neuen Residenz). Das Haus des Museum C.A., das den Museumsplatz zum Franz-Josefs-Kai hin überspannt, wurde mit einem Erschliessungsbau mit dem Ursulinentrakt verbunden. Es wurde eine interne Verbindung und ein neues vollständig verglastes Stiegenhaus mit integriertem Aufzug geschaffen. Am Vorplatz befindet sich als Entree und „Blickfang der Neugestaltung ein in geradezu barocken Formen gehaltenes Foyer aus einer frei geformten Betonskulptur mit begehbarer Dachterrasse.“ Der Neubau stammt vom Salzburger Architekten Fritz Lorenz. Am 27. Juni 2009 wurde das Museum wiedereröffnet.

Es bietet dem Besucher in mehr als 80 Schauräumen Ausstellungen über die verschiedensten Bereiche der belebten und unbelebten Natur. Weltberühmt ist das Museum vor allem für seine vielen Dioramen. Zu den Besuchermagneten gehören die Saurierhalle mit einer beweglichen Allosaurus-Nachbildung, ein Aquarium mit über vierzig Schaubecken, der Reptilienzoo mit Mississippi-Alligatoren und Giftschlangen, die Weltraumhalle, die Volkssternwarte sowie die Eiszeitschau. Neben den Tiere im Aquarium und Reptilienzoo gibt es noch einige Terrarien mit Vogelspinne und anderen landlebenden Wirbellosen.
Auch den Tieren aus Mythen und Fabeln wird eine Ausstellung gewidmet und so findet man im Haus des Meeres auch Drachen, Einhörner, Wolperdinger und Vertreter der Rhinogradentia.

Das Haus der Natur ist auch Sitz mehrerer naturwissenschaftlicher Arbeitsgemeinschaften: Entomologie, Herpetologie, Ornithologie, Mineralogie und Paläontologie, Botanik, Astronomie. Angeschlossen an das Haus der Natur ist die Hochalpine Forschungsstation im Wilfried-Haslauer-Haus (in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern) am Großglockner, die Salzburger Volkssternwarte am Voggenberg bei Bergheim (Umgebung Salzburg Stadt).
In der Biodiversitätsdatenbank am Haus der Natur sind rund 1.100.000 Datensätze zur Verbreitung der Blütenpflanzen, Wirbeltiere, Schmetterlinge, Käfer sowie anderer Tier- und Pflanzengruppen im Bundesland Salzburg (Österreich) und angrenzenden Regionen erfasst.

Die Sonderausstellung Wale – Riesen der Meere ist noch bis 28. März zu sehen (wir haben sie allerdings nicht gesehen, ich habe keine Ahnung, wo sie sich im Museum befindet …vielleicht als Sonderausstellung im Science Center, aber das haben wir nicht aufgesucht)

Mehr über das Museum findet man hier. Über den Tierbestand in Aquarium und Reptilienzoo informiert die Zootierliste.

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