3. Zooreise – Tag 1: Plzen

Königl. Kreisstadt Pilsen nach Georg Döbler gemahlt von Joann Venuto, 1816

Königl. Kreisstadt Pilsen nach Georg Döbler gemahlt von Joann Venuto, 1816

Urlaubsplanungen treffe ich immer weit im Voraus und die ersten Pläne für eventuelle Reisen im Jahre 2017 sind bereits im Gange, aber nichts ist in Stein gemeißelt und alles ist ständigen Veränderungen unterworfen. Ursprünglich war im Mai eine Jubiläumsreise vorgesehen, eine Wiederholung des ersten Abenteuer Zoos. Allerdings ließ sich das aus zeitlichen Gründen nicht verwirklichen. Die großen Reisen im Juni und September finden im Westen statt und Reisen in den Osten Europas (inklusive der Teile Deutschlands, die früher Teil der DDR waren) waren eher unwahrscheinlich …
Aber das hat sich geändert, auch wenn die Reisen in den „Osten“ nur kurze Wochenendtrips sind.
Die erste war am vergangenen Wochenende (eine weitere ist für den August angedacht), Ziel der Reise: Plzen.

Auf dem Weg dorthin waren Besuche in Straubing, Lohberg und dem AkvaTera in Plzen geplant.
Wie ein Damoklesschwert hing der Wetterbericht mit seinen Regenvoraussichten über uns, aber sieht man von ein paar Tropfen in Straubing ab, blieb alles trocken. Und es war warm.
Die Zoos in Straubing und Lohberg kannten wir ja bereits, auch wenn wir Lohberg schon lange keinen Besuch mehr abgestattet hatten.
In Straubing waren wir relativ früh, trotzdem war der Parkplatz ziemlich voll (vermutlich weil es sich um einen Brückentag und um den letzten Tag der Pfingstferien handelte), dennoch konnten wir in der Nähe des Eingangs parken. Als wir unsere Reise fortsetzen war der Parkplatz noch voller.
Die zwei jungen Tiger, die es derzeit in Straubing gibt, haben wir nicht zu Gesicht bekommen, das Tiger/Löwenhaus war geschlossen und die Tigerkätzchen werden erst in ein paar Wochen auf die Außenanlage gelassen. Sichtbare Jungtiere gab es bei den Zwergziegen und den Zebras.
Auf dem Weg nach Lohberg ging es durch die bayrische Pampa (bzw. den Bayrischen Wald) und auch in Lohberg war der Parkplatz voll, voller als ich ihn jemals gesehen habe. Ich hatte den Eindruck, dass die gezeigte Artenzahl reduziert war und auch weniger Tiere zu sehen waren. Aber ein Besuch lohnt sich immer noch (es gibt genug zu sehen, auch Tiere, die man normalerweise nicht beachtet, auch wenn man sie direkt vor dem Fenster sieht).
Von Lohberg ging es weiter durch den Wald über die tschechische Grenze (weil wir uns die Kosten für die Vignette gespart haben und so die Autobahn meiden mussten). Die Fahrt durch Tschechien ist aber immer wieder ein Genuss, den man von der Autobahn aus nicht erhält. Die Straßen an sich sind ein Erlebnis und ein ständiges auf und ab, vorbei und durch kleine und größere Ortschaften mit kleinen Schlössern und Burgen.
Erwähnenswert auf der Fahrt nach Plzen ist Klatovy, eine Kleinstadt mit über 22000 Einwohnern, deren Rathaus schon von weitem sichtbar und sehr beeindruckend ist.
Wir sind nur vorbei gefahren und wussten eigentlich nicht, was wir sahen, aber Wikipedia ist hilfreich (in vielen Belangen, nicht nur was Tierportraits anbelangt).
In Plzen angekommen hatten wir leichte Probleme, das AkvaTerra zu finden, aber auch nur, weil wir vom Parkplatz aus in die falsche Richtung gegangen sind.
Das AkvaTera war kleiner als erwartet, aber es war kaum besucht, so dass die Enge kein Problem darstellte. Dort fanden wir die größte Vogelspinnensammlung, die mir jemals untergekommen ist. Aber auch andere interessante Bewohner gab es zu sehen, u. a. eine freilaufende Wasseragame.
Lange hielten wir uns allerdings im AkvaTerra nicht auf und da wir uns in der Innenstadt von Plzen aufhielten sahen wir uns diesen Teil der Stadt genauer an.

Plzen hat einiges zu bieten, nicht nur Bier und den Zoologische und Botanische Garten der Stadt Pilsen.
Das dominanteste Bauwerk der Stadt ist die St. Bartholomäus-Kathedrale, deren Turm man besteigen kann und von dem man einen schönen Blick über die Stadt hat. Der Turm gehört mit 103 Metern zu den höchsten Kirchtürmen Europas und ist der höchste in Tschechien.
Weitere bedeutende und auffällige Gebäude sind die Große Synagoge und das Josef-Kajetán-Tyl-Theater.
Die Große Synagoge ist Europas zweitgrößte Synagoge (nach der Großen Synagoge in Budapest) und die drittgrößte der Welt. Sie wurde von Architekt Emanuel Klotz in maurisch-romanischem Stil entworfen.

Nach der Besteigung der Kathedrale und einem kurzen Spaziergang durch die denkmalgeschützte Altstadt ging es ins Hotel, einem von fünf IBIS-Hotels in Tschechien (das dritte, welches wir besuchten), das sich in einem Gewerbegebiet befand.
Die Belegschaft des Hotels war zahlreich und jung (so viele Angestellte hatten wir noch nie auf einem Fleck gesehen), das Hotel war groß, mit eigenem Restaurant und unser Zimmer wies, neben einem großen Badezimmer auch eine kleine Couch und einen Sessel auf. Ein Foto habe ich davon nicht gemacht, aber ich gehe davon aus, dass dies nicht unser letzter Aufenthalt in Plzen und diesem Hotel war.
Nachdem wir im Restaurant gegessen hatten machten wir einen Spaziergang durch das Gewerbegebiet (bis zu einem McDonalds, wo wir uns einen Milchshake, bzw. einen Royal McSundae gönnten). Nun ja, die Hotelgegend war nicht die Schönste …

Tiergarten Straubing
BayerwaldTierpark Lohberg
AkvaTera

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