Portrait: Rotsteißlöwenäffchen

Unterordnung: Trockennasenprimaten (Haplorrhini)
Teilordnung: Affen (Anthropoidea)
ohne Rang: Neuweltaffen (Platyrrhini)
Familie: Krallenaffen (Callitrichidae)
Gattung: Löwenäffchen (Leontopithecus)
Art: Rotsteißlöwenäffchen (Leontopithecus chrysopygus)
Rotsteißlöwenäffchen (Zoo Magdeburg)

Rotsteißlöwenäffchen (Zoo Magdeburg)

Das Fell der Rotsteißlöwenäffchen ist fast durchgehend schwarz gefärbt, lediglich die Oberschenkel der Hinterbeine, die Gesäßregion und die Schwarzwurzel sind rötlichbraun. Wie bei allen Löwenäffchen sind ihr Gesicht und ihre Pfoten unbehaart und die langen Finger enden mit Ausnahme der ersten Zehe der Hinterpfoten in Krallen. Diese Tiere erreichen eine durchschnittliche Kopf-Rumpf-Länge von rund 30 Zentimeter und ein Gewicht von rund 600 Gramm. Der Schwanz ist länger als der Körper und bis zu 40 Zentimeter lang.

Rotsteißlöwenäffchen leben nur in den westlichen und mittleren Regionen des brasilianischen Bundesstaates São Paulo. Lebensraum dieser Primaten sind vorwiegend tropische Wälder bis zu einer Höhe von 700 Metern.

Diese Tiere sind Baumbewohner, wo sie sich vorwiegend auf mit Lianen und anderen Schlingpflanzen bewuchterten Bäumen aufhalten. Sie sind tagaktiv und schlafen in der Nacht meist in Baumhöhlen.
Sie leben in Familiengruppen von zwei bis acht Tieren, die sich meist aus einem erwachsenen Paar und ihrem Nachwuchs zusammensetzen. Manchmal gibt es mehrere erwachsene Weibchen, dann pflanzt sich aber nur das dominante Weibchen fort. Die Gruppen sind durch ein ausgeprägtes Sozialverhalten geprägt, die Fellpflege und das Teilen der Nahrung spielen eine wichtige Rolle. Mit einer Reihe von Lauten verständigen sich die Gruppenmitglieder untereinander.

Rotsteißlöwenäffchen ernähren sich vorwiegend von Insekten und Früchten. Manchmal fressen sie auch kleine Wirbeltiere wie Vögel oder Echsen sowie Vogeleier

Zwischen September und März bringt das Weibchen nach einer rund 130-tägigen Tragzeit den Nachwuchs zur Welt. Zwillingsgeburten überwiegen, obwohl auch Fälle von Drillingen und sogar Vierlingen bekannt sind. In den ersten zwei Lebenswochen bleiben die Neugeborenen vorwiegend bei der Mutter, danach kümmert sich auch der Vater und manchmal auch die anderen Gruppenmitglieder um sie. Nach zwei bis drei Monaten sind sie entwöhnt, die Geschlechtsreife tritt mit rund 18 bis 24 Monaten ein, woraufhin die meisten Tiere ihre Geburtsgruppe verlassen.

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