Portrait: Rotwangen-Schmuckschildkröte

Rotwangen-Schmuckschildkröte (Raritätenzoo Ebbs)

Rotwangen-Schmuckschildkröte (Raritätenzoo Ebbs)

Die Rotwangen-Schmuckschildkröte ist eine Unterart der Nordamerikanischen Buchstaben-Schmuckschildkröte. Die Rotwangen-Schmuckschildkröte gehörte zu den häufigsten Schildkröten, die im Tierhandel erhältlich waren. Inzwischen wurde der Handel dieser Art stark eingeschränkt, da der Import zu Handelszwecken untersagt wurde.

Markantes Erkennungsmerkmal ist der rötliche Streifen auf jeder Kopfseite, der sich dorsolateral von den Augen bis fast zum Kopfende erstreckt. Ansonsten sind im Kopfbereich cremefarbene bis silbrige Markierungen zu erkennen. Der Carapax ist bei Jungtieren zumeist grünlich bis olivgrün gefärbt, die Haut weist eine gelblichgrüne Färbung auf. Mit zunehmendem Alter verblasst die Färbung zusehens. Der Panzer, insbesondere die Seitenschilde, weisen mehr oder weniger intensive Streifen auf. Der Plastron ist zumeist gelblich, es können auch dunkle Markierungen zu sehen sein. Der Carapax weist eine deutlich ovale Form auf und zeigt auf der flachen Oberfläche einen schwach ausgebildeten Kiel. Männchen haben im Gegensatz zu den Weibchen stark verlängerte Vorderkrallen und einen deutlich längeren Schwanz.

Das Verbreitungsgebiet der Rotwangenschildkröte ist in den mittleren und östlichen USA vom südlichsten Zipfel des Michigansee über das Mississippital bis zum Golf von Mexiko und ins nordöstliche Mexiko. Auch in Deutschland gibt es durch ausgesetzte Tiere inzwischen Populationen. In Österreich sind sie durch Aussetzen im Wiener Dehnepark heimisch geworden.

Ungestörte Teiche oder auch langsam fließende Flussabschnitte mit schlammigem Grund und dichter Ufervegetation sind der bevorzugte Lebensraum der Rotwangen-Schmuckschildkröte. Wie andere Sumpfschildkröten auch hält sie sich im Frühling und Sommer viel außerhalb des Wassers auf und sonnt sich stundenlang.

Beim Sonnenbaden sind die Tiere recht gesellig, oft in großen Trupps auf engem Raum. Die Geselligkeit dieser Tiere bezieht sich nur aufs Sonnenbaden, da jedes dieser Tiere den schönsten Platz erheischen möchte. Die Rotwangenschildkröte findet sich in freier Wildbahn nur zur Paarung zusammen, ansonsten hat jedes Tier sein eigenes Territorium.

Rotwangen-Schmuckschildkröte (Zoo Salzburg)

Rotwangen-Schmuckschildkröte (Zoo Salzburg)

Wenn die Temperatur im Frühjahr hoch genug ist, sind die Schildkröten zur Paarung bereit. Das Männchen vibriert mit seinen langen Vorderkrallen vor der Okularregion des Gesichts des Weibchens, was zum Balzverhalten gehört. Die Krallen helfen ihm, sich am Rückenpanzer der Partnerin festzuklammern. Im Frühsommer sucht das Weibchen dann mit Sorgfalt einen Platz für das Gelege aus. Mit den Hinterbeinen gräbt es eine Grube für die bis zu 22 Eier. Die jungen Schildkröten wachsen sehr schnell und können in ihrem zweiten Sommer schon sechs bis sieben Zentimeter lang sein.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Google personenbezogene Daten erhoben. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung (http://www.beutelwolf.martin-skerhut.de/impressum/). Mit dem Abschicken eines Kommentars wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.