Zoopresseschau

Aufgrund technischer Probleme gab es letzte Woche nur eine abgespeckte Version der Zoopresseschau (ohne die PMS der Zoos). Deshalb gab es auch im Blog keine Presseschau und aus diesem Grund wird diese etwas ausführlicher (und demnach länger).

Allwetterzoo Münster, 17.03.2017
Erstmalig in Deutschland!
Chinesische Lichter im Allwetterzoo Münster sind eröffnet! Vom 17. März bis 30. April 2017, täglich nach Zooschluss von 19 bis 22 Uhr erstrahlt diese einzigartige Lichtinstallation in tierischer Atmosphäre exklusiv im Allwetterzoo Münster. „Willkommen zu den Chinesischen Lichter“, verkündet Dr. Thomas Wilms. Zeitgleich schneidet er gemeinsam mit den Chinesischen Künstlern und dem Technischen Leiter des Zoos, Dirk Heese, das rote Seidenband durch, das sich repräsentativ unter dem Chinesischen Lichterbogen am Zoohaupteingang befindet. 280 Tierische und phantastische Lichtgestalten in 40 Lichtensembles zusammengestellt, Akrobaten und Handwerkskunst – ein asiatisch-buntes Programm Erstmalig in Deutschland findet im Allwetterzoo Münster vom 17. März bis zum 30. April die einzigartige Lichtinstallation „Chinesische Lichter“ statt. Beleuchtete Panda-, Pinguin-, Giraffen-, Elefanten- und Flamingo-, aber auch gigantisch große Blumen und phantastische Figuren im asiatischen Stil erstrahlen in dieser Zeit am Wegesrand und leuchten den abendlichen Besuchern den Weg. Zusätzlich zu den Lichtern treten chinesische Akrobaten und Artisten zweimal am Abend auf der großen China-Bühne am Landois-Platz auf. Jeweils um 20:00 Uhr und um 21:00 Uhr bieten sie dort eine bunte Mischung aus chinesischer Akrobatik, Artistik und Jonglage. Und auch Chinesische Handwerkskunst können die Besucher bewundern: Namens-, Hinterglas- und Zucker-Malerei sowie Eierschalen-Gravur. Kombi-Spar-Ticket: Allwetterzoo Tag und Nacht. Für alle, die sich den Allwetterzoo und die Figuren am Tag und am Abend beleuchtet anschauen möchten, bietet sich das günstige Kombi-Ticket an: Erwachsene zahlen nur 29 Euro und Kinder nur 18 Euro. Mit dem Ticket können Besucher durchgehend von 9 bis 22 Uhr im Allwetterzoo in dieser Zeit bleiben. Das Parken auf dem Zooparkplatz ist frei! Tickets Chinesische Lichter Die Karten für die Chinesischen Lichter kosten 16 Euro für Erwachsene und 12 Euro für Kinder. Das Parken auf dem Zooparkplatz ist frei! Tickets gibt es an der Zookasse oder im Online-Shop auf der Allwetterzoo-Homepage. Chinesischer Drache. Das Highlight der Chinesischen Lichter ist ein 40m langer und 6m hoher Chinesischer Drache, der auf der Wiese zwischen Geier-Voliere und Kamelen erstrahlt. Gut zu wissen. Die Gastronomie und der ZooShop haben geöffnet, die Tierhäuser sind geschlossen. Es handelt sich um eine Sonderveranstaltung mit Sondereintritt, Jahres- und Vereinskarten haben keine Gültigkeit. Die Tickets kosten 16 Euro für Erwachsene und 12 Euro für Kinder (3-14 Jahre), das Parken ist frei! Die Kombitickets kosten 29 Euro und 18 Euro. Täglich nach Zooschluss von 19 – 22 Uhr.

Kölner Zoo, 17.03.2017
Geburt einer Sitatunga-Antilope im Kölner Zoo
Ende Februar hat sich die Antilopen-Herde im Kölner Zoo vergrößert. Kalb „Jala“ ist zur Welt gekommen. „Jala“ ist Swahili und bedeutet „die Besondere“. Das Weibchen ist das zweite Kalb der dreijährigen „Suri“, die im Dezember 2014 aus der Zoom-Erlebniswelt Gelsenkirchen nach Köln gekommen ist. Vater ist der im vergangenen Oktober gestorbene Bock „Buddy“, der im Zoo Prag geboren wurde. „Jala“ ist bereits die 44. Nachzucht der Sitatungas im Kölner Zoo, wo mit der Haltung dieser Art 1983 begonnen wurde. Das letzte Sitatunga-Kalb, das Männchen „Togo“, wurde 2016 in Köln geboren. Sitatungas, auch als Wasserkudu, Sumpfbock oder Sumpfantilope bekannt, sind Paarhufer. Sie zählen zur Familie der Hornträger (Bovidae). Der Lebensraum dieser Antilopenart erstreckt sich entlang der Flüsse und Seen des westlichen, zentralen Afrikas. Die südlichsten Vertreter kommen im Okavango-Delta des nördlichen Botswana vor. Die Weibchen dieser Art sind leuchtend rotbraun bis kastanienbraun und tragen an der Seite und an den Flanken weiße Querstreifen und Sprenkel. Ausgewachsene Männchen sind zottelig grau- bis schokoladenbraun und tragen ein Gehörn, das eine Länge von annähernd einem Meter erreichen kann. Mit 50 bis 100 Kilogramm Körpergewicht und einer Schulterhöhe von 80 bis 100 Zentimetern haben sie als Erwachsene eine recht imposante Erscheinung. Zumeist leben die Tiere in Haremsgruppen mit mehreren Weibchen und einem Bock. Sitatungas werden mit weniger als einem Jahr geschlechtsreif. Weibchen können alle neun Monate ein Jungtier gebären. Die Tragzeit beträgt im Mittel 250 Tage. Beide Geschlechter haben besonders lange und weit spreizbare Hufe. Diese sind perfekt auf ihren sumpfigen Lebensraum abgestimmt, um ein Einsinken zu verhindern. Die Sitatungas verbringen ihr Leben in den Papyrus-Dickichten rund um Sümpfe, Seen und Flüsse. Sie sind gute Schwimmer und können sogar tauchen. Nahrung sind Schilf und alle Arten von Wasserpflanzen. Zu den Fressfeinden gehören Großkatzen, Krokodile und Riesenschlangen. Momentan werden Sitatungas, die in vier Unterarten eingeteilt werden, zwar von der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) als „nicht bedroht“ geführt, aber die Populationen in freier Wildbahn nehmen durch Bejagung und Lebensraumzerstörung stetig ab. Die Populationen in Togo und Niger sind wahrscheinlich bereits ausgerottet. Die in den Zoologischen Gärten Europas gehaltenen Tiere gehören alle der westlichen Unterart an, die bereits in einigen Teilen ihres Verbreitungsgebiets ausgerottet wurde. Das Europäische Zuchtbuch (ESB) für diese Unterart wird vom Kölner Zoo geführt. Derzeit sind etwa 600 der ausgesprochen grazilen Tiere in über 60 Zoos in Europa verzeichnet. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie man durch enge Kooperation zwischen den Zoos einen gesunden Bestand aufrechterhalten kann.

Zoo Halle, 17.03.2017
GUT GEBRÜLLT! DIE SPRACHE DER TIERE
Bergzoo Halle beteiligt sich erstmals an „Halle liest mit“ Erstmalig beteiligt sich auch der Bergzoo an „Halle liest mit“ und das mit der wohl ausgefallensten Location, die man sich für eine Buchlesung vorstellen kann – dem Großkatzenhaus! Unter dem treffenden Titel „Gut gebrüllt!“ stellt Dr. Mario Ludwig, am 26.03.2017 um 17:00 Uhr, sein neuestes Werk vor, aus dem er nicht nur liest, sondern mittels Tonaufnahmen, Video und Bildern die Vielfalt der Tierstimmen und Kommunikationsmethoden leicht nachvollziehbar seinen Zuhörern nahebringt. Tiere verfügen über eine komplexe Kommunikation, mit der sie uns Menschen weit überlegen sind. Sie kommunizieren nicht nur über zahlreiche optische, akustische, mechanische und chemische Signale, sondern auch über eine Vielzahl differenzierter Verhaltensweisen. Methoden, die auf den ersten Blick skurril erscheinen, aber in Wirklichkeit enorm raffiniert und erfolgreich sind. Zur sofortigen Veröffentlichung Wussten Sie, dass sich Delfine gegenseitig mit Namen anreden können? Dass Bäume Ameisen um Hilfe rufen oder die Vogelweibchen von guten Sängern größere Eier legen? Chamäleons und Tintenfische wiederum kommunizieren über einen Farbwechsel. Und einige Fische sind längst nicht so stumm, wie uns der Volksmund weismachen will. Ganz im Gegenteil: Sie kommunizieren so laut, dass sie Menschen um den Schlaf bringen können. Über den Autor Dr. Mario Ludwig lebt als Biologe und Naturbuchautor in Karlsruhe und hat bislang mehr als 20 Bücher veröffentlicht, die schon in fünf Sprachen übersetzt wurden. Mit seinem Buch „Genial gebaut“ landete er auf der Spiegel-Bestsellerliste. Der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Mario Ludwig durch seine zahlreichen Auftritte in Talkshows und anderen Fernsehsendungen. Er schreibt eine wöchentliche Kolumne für die Berliner Morgenpost und macht die Radiosendung „Das Tiergespräch“ bei DRADIO WISSEN.

Weltvogelpark Walsrode, 17.03.2017
Saisoneröffnung 18.03. mit neuer spektakulärer Flugshow
Ein Abenteuer, das beflügelt! Das erwartet die Besucher im wahrsten Sinne des Wortes ab dem 18. März 2017 in der Südheide. Der Weltvogelpark startet mit einer völlig neu konzipierten Flugshow in die neue Saison. Im Mittelpunkt der neuen Show stehen dabei natürlich nach wie vor die Stars der Lüfte, die großen und kleinen Vögel der Flugshow. Ob mächtige Greifvögel, majestätische Ibisse oder lustige Papageien – hier trifft jeder Besucher garantiert auf seinen gefiederten Liebling. Allerdings bekommt das eingespielte Vogel-Team hier reichlich Unterstützung von neuen Kollegen: Das Weißkopfseeadlerweibchen Lady zeigt 2017 erstmals seine beachtliche Spannweite, der Riesentukan Pepe seinen schillernd bunten Schnabel. Edelpapageien, ein Malaienkauz, Kagus, Bussarde und der Sekretär Boots wurden in den letzten Wochen ebenfalls erstmals für die Flugshow trainiert.

Tier- und Freizeitpark Jaderberg, 17.03.2017
Saisonstart im Jaderpark
Am 25. März heißt es im Jaderpark wieder: Rein ins Vergnügen! Die diesjährige Freiluftsaison wird geprägt durch die nun komplett fertige Themenanlage „Grizzly-Adventure“ und zeigt den Wandel des Freizeitangebotes im Jaderpark. In den letzten 2 Jahren entstand hier mit der riesigen Kletteranlage Grizzly Mountain und dem gigantischen Wasserspielplatz Grizzly Bay, dem Erlebnis zum Nasswerden, ein großer thematischer Komplex in natürlicher Gestaltung und detailgetreuem Design. Abenteuer pur heißt es jetzt im Umfeld einer gigantischen Minen- und Hafenanlage aus der Goldgräberzeit am Klondike. Zusätzlich dürfen sich alle Besucher, die durch ein Handicap in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, in dieser Saison freuen. Ein kleiner, alter Spielplatz am Löwengehege wurde komplett umgebaut und präsentiert sich ab Ostern in Gestalt eines Löwenpalastes mit barrierefreien Sport- und Spielgeräten. Darüber hinaus bietet der Park eine Kombination aus Tier- und Freizeitpark. Rund 600 Tiere beherbergt der Tierpark. Mittelpunkt dieses Bereichs ist eine große Afrikaanlage, wo Giraffen, Zebras, Antilopen und Strauße gemeinsam leben. Führungen und Schaufütterungen durch die Tierpfleger bieten intensive Begegnungen mit den Bewohnern. Natürlich fehlt auch der unmittelbare Kontakt zum Tier im Streichelzoo nicht. Jede Menge Vergnügen für große und kleine Gäste ist im Freizeitpark mit seinen zahlreichen Fahrattraktionen, Sport- und Spielgeräte garantiert. So ist die Holzwurm-Achterbahn sicher ein Favorit. Auch für kleinere Kinder gibt es eine Vielzahl an Kinderkarussells, Kletter- und Spielanlagen. Dazu ist für die Jüngsten eine Spielscheune mit Hüpfburg und Kletterlabyrinth in die Einrichtung integriert. Diese abwechslungsreiche Erlebniswelt bekommt man im Park zu moderaten Preisen, denn alle Attraktionen sind im Eintritt enthalten.

Zoo Salzburg, 17.03.2017
„Oma-Opa-Enkel-Entdeckungstour“
Freitag, 24. März, von 10.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 15.30 Uhr. Kinder stellen oft Fragen über Dinge oder Zusammenhänge in der Tierwelt, die Erwachsene ins Schwitzen bringen: Haben Schildkröten Ohren? Warum haben Zebras Streifen? Gehen Tierkinder auch in die Schule? Putzen Tiere sich ihre Zähne? Bei dieser erlebnisreichen Familienführung durch das Reich der Tiere in Hellbrunn geht es auf die gemeinsame Suche nach Antworten auf diese und weitere Fragen. Viele werden erstaunt sein, dass so manche Tiere einen Kindergarten besuchen und andere „verheiratet“ sind. Diese Familienführung sorgt nicht nur für viel Spaß, sondern es kommt sicher auch zu so manchen Aha-Erlebnissen bei allen Teilnehmern. Um Anmeldung wird gebeten unter T: +43 662 820176 11 oder E-Mail: erlebnis@salzburg-zoo.at. Kosten: 3 € pro Person zzgl. Eintrittsgebühr. Die Führungen finden bei jedem Wetter statt.

Zoo Neunkirchen, 17.03.2017
Happy Birthday Kirsty!
Asiatische Elefantenkuh feiert mit einem Aktionstag am 26. März ihren 50. Geburtstag im Neunkircher Zoo. Im Neunkircher Zoo lebt seit 12 Jahren eine schwergewichtige und ganz besondere tierische Dame: Ein langer Rüssel, 2,65 Meter Rückenhöhe, knapp über vier Tonnen Gewicht und noch 49 Jahre alt. Die Rede ist von der Asiatischen Elefantenkuh Kirsty, die am Sonntag, 26. März 2017, 50 Jahre alt wird. An diesem Tag gibt es zwischen 11.00 – 17.00 Uhr rund um den Elefantentempel tierisch viele Informationen und Aktionen rund um Elefanten für Kinder und die ganze Familie: Volles Geburtstagsprogramm. An einem Infostand der Neunkircher Zoopädagogik kann man einiges über Kirsty, aber auch die zweite Elefantendame, Rani, zu erfahren: „Wie viel fressen und trinken die beiden an einem Tag?“, „Wie groß ist Fußabdruck oder ein Backenzahn bei Elefanten?“ und vieles mehr. Zusätzlich gibt es gegen eine Spende das Angebot selbst besonderes Elefantenschmuckpapier herzustellen. Asiatische Elefanten gibt es bereits seit 1966 im Zoo in der Kreisstadt Neunkirchen und man kann einiges über die Haltungsgeschichte dieser Tierart bei einer kleinen historischen Ausstellung mit zahlreichen Fotos erfahren. Die Elefantenpfleger bieten zusätzlich um 11.00, 14.00 und 16.00 Uhr Tierpflegersprechstunden und Fütterungen auf Rüssellänge bei Kirsty und Rani an. Der Arbeiter-Samariter- Bund OV Neunkirchen e.V. zusammen mit der Arbeiter-Samariter-Jugend „Fantasiewerkstatt bieten weitere Elefantenbasteleien und Kinderschminken im Aktionszeitraum an. Auch ist für das leibliche Wohl der Gäste ist mit Crepes, Kaffee und einer besonderen Elefantengeburtstagstorte gesorgt. Auch für Kirsty wird es um 14.30 Uhr eine Elefantengeburtstagstorte XXL als Überraschung geben. Zum kleinen Preis gibt es als Neuheit im Neunkircher Zoo die Möglichkeit sich selbst, unter anderem zusammen mit dem Geburtstagskind, auf 360 Grad – Selfies zu verewigen. Der runde Elefantengeburtstag von Kirsty wird auch freundlicherweise von den langjährigen Tierpaten, Dr. Theiss Naturwaren GmbH aus Homburg, unterstützt. Geburtstagskinder haben am 26. März 2017 freien Eintritt. Als Besonderheit haben alle kleinen und großen Besucher, die am 26. März auch Geburtstag haben, gegen Vorlage eines Ausweisdokumentes an diesem Tag kostenfreien Eintritt in den Neunkircher Zoo. Das weit gereiste und intelligente Geburtstagskind. Kirsty wurde 1967 noch in einem Elefantencamp in Südostasien geboren und lebte dann von 1972 bis 1987 im Zoo Glasgow. 1987 zog sie in den Zoo Chester und verließ diesen 1994 nach Irland. Bis 2005 lebte sie dort im Zoo Dublin und traf am 15. September 2005 im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Asiatische Elefanten im Neunkircher Zoo ein. Hier gibt es im Neunkircher Elefantentempel speziell ein Refugium für ältere Elefantenkühe, die auch aufgrund ihres Alters nicht mehr züchten können. Kirsty hatte in jüngeren Jahren auch noch nie Nachwuchs zur Welt gebracht. Das Geburtstagskind ist sehr gelehrig und intelligent, aber gegenüber Artgenossen auch sehr dominant. Sie testet viele Dinge auf ihre Stabilität und gibt als Besonderheit häufig Qietschgeräusche von sich. Beim freiwilligen medizinischen Training wie der Fußpflege, zusammen mit ihren vertrauten langjährigen Tierpflegern, ist sie sehr eifrig und zuverlässig. Neue Herausforderungen nimmt sie gerne an.

Zoo Leipzig, 17.03.2017
„Leipzig liest“ im Zoo Leipzig Lesungen vor außergewöhnlichen Kulissen
Vom 23. bis 25. März 2017 heißt es im Zoo Leipzig wieder: Leipzig liest. Vor außergewöhnlichen Zoo-Kulissen präsentieren die Autoren Jan Mohnhaupt, Bernhard Kegel, Mario Ludwig, Biggi Rist und Liliane Skalecki ihre neuesten Publikationen. Als Rahmenprogramm für die jeweiligen Lesungen finden Kurztouren durch den Zoo statt, die im Eintrittspreis von 9 Euro pro Veranstaltung bereits enthalten sind. Mit einem historischen Exkurs in die Zeit des Kalten Krieges wird das Lesevergnügen am Donnerstag um 20.00 Uhr in der Hacienda eröffnet: Jan Mohnhaupt greift in seinem Buch „Der Zoo der Anderen“ das tierische Wettrüsten zweier Berliner Zoos auf, das sinnbildlich für das geteilte Deutschland steht. Ab 18.30 Uhr findet zur Einstimmung eine Abendtour zu ausgewählten Zooschauplätzen statt. Das aktuell meistgeschmuggelte Säugetier der Welt ist die tierische Hauptfigur im Umweltkrimi „Ausgerottet“ der beiden Autorinnen Liliane Skalecki und Biggi Rist. Der Leser wird in diesem Buch mit einem brisanten Thema konfrontiert: Der illegale Tierhandel von hochbedrohten Tierarten bleibt ein lukratives, aber gefährliches Geschäft. Die Recherchen für ihr Werk führten die Autorinnen in den Zoo Leipzig, der als einziger Halter in Europa die stark bedrohten Schuppentiere hält und sich für den Arterhalt einsetzt. Zur Unterstützung des Artenschutzes spendet der Gmeiner-Verlag von jedem verkauften Buch 1 Euro an den Zoo Leipzig. Gelesen wird am 24. März ab 18.30 Uhr im Palmensaal. Im Anschluss findet eine Abendtour zu den Schuppentieren statt. Nur 50 Meter entfernt liest der Autor Bernhard Kegel im Aquarium ab 19.30 Uhr aus seinem neuesten Werk „Abgrund“. Vor zauberhafter Kulisse des Galápagos-Archipels erhält der Leser Einblicke in die Faszination und Abgründe der biologischen Wissenschaft. Zuvor geht es mit Zoolotsen auf Erkundungstour durch das Aquarium und das Terrarium. Beginn der Kurztour ist 18.30 Uhr. Am Samstag (25.03.) wird Gondwanaland Schauplatz der Lesung von Mario Ludwig, der „Gut gebrüllt! Die Sprache der Tiere“ den interessierten Lesern vorstellen wird. Die komplexe Kommunikation der Tiere steht im Mittelpunkt. Ob akustische, optische oder chemische Signale, Tiere haben eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich zu verständigen. Die einstündige Lesung beginnt um 20.00 Uhr. Im Vorfeld der Veranstaltung können sich Besucher ab 18.30 Uhr bei einem Hallenrundgang darauf einstimmen lassen.

Zoo Landau, 17.03.2017
DGHT-Stammtisch im Zoo Landau in der Pfalz am 29. März, 19.30 Uhr
„Mit der Natur auf Du und Du – Futterpflanzen für Landschildkröten aus der Heimat“
Die Tage werden länger, die Sonnenstunden nehmen zu, das erste Grün sprießt, und nicht nur wir Mensch freuen uns darüber sondern es bedeutet auch den Start in eine neues Schildkrötenjahr. Mediterrane Landschildkröten „erwachen“ aus ihrer Winterstarre, gutes, frisches Futter ist jetzt besonders wichtig. Aber natürlich freuen sich auch tropische Arten über die Auffrischung des Speiseplans mit frühlingshaftem Grün. Passend zum Start in den Frühling wird das Thema des ersten Schildkrötenstammtisches im Zoo Landau in der Pfalz am 29. März „„Mit der Natur auf Du und Du – Futterpflanzen für Landschildkröten aus der Heimat“ heißen. Für einen Vortrag konnte Frau Marion Minch gewonnen werden. Sie ist Spezialistin für Wildkräuter und Autorin des „Handbuchs der Futterpflanzen für Schildkröten und andere Reptilien“. In der Schildkrötenszene ist sie bundesweit bekannt, und sie wird den Teilnehmern des Stammtischs viel Wissenswertes und Spannendes über das jahreszeitlich richtige Schildkrötenfutter und seine Beschaffung vermitteln. Natürlich besteht im Anschluss an den Vortrag noch die Möglichkeit, Fragen an die Expertin zu stellen und sich untereinander auszutauschen. Der Schildkrötenstammtisch im Zoo Landau ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. (DGHT; www.dght.de), die sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit erfreut. Es handelt sich um eine kostenlose Veranstaltung, eine Anmeldung ist nicht nötig. Los geht es am 29. März um 19.30 Uhr in der Zooschule des Zoo Landau, Hindenburgstraße 12, 76829 Landau. Bitte betreten Sie den Zoo an diesem Abend durch den Nebeneingang (Verwaltungseingang) am Zebrastreifen.

Wildpark-MV, 17.03.2017
Schwein gehabt! – Nachwuchs bei den Wildschweinen im Güstrower Wildpark-MV
Der erste Nachwuchs bei den Wildschweinen im Güstrower Wildpark-MV ist da! Die vier Frischlinge mit ihrem charakteristischen gestreiften Fell sind bestens zu beobachten, da sich die Bache ein lauschiges Plätzchen in der direkten Nähe des Besucherweges gesucht hat. Eng kuscheln sich die Jungtiere an ihre fürsorgliche Mutter und entfernen sich derzeit nur ein paar Zentimeter weit. Kommen die Artgenossen den Frischlingen zu nah, verteidigt die Bache ihren Nachwuchs vehement. Gut zu sehen ist die Rotte zudem bei der täglichen Futterrunde um 13 Uhr (Treffpunkt am Storchengehege), bei der allerhand Spannendes über die einheimischen Tiere berichtet wird. Außerhalb der Futterzeit sind die Wildschweine nicht immer auf den ersten Blick zu entdecken. Das Gehege ist sehr lang gestreckt. Ein abenteuerlicher Holzsteg macht das Überqueren des Areals möglich. Mit etwas Glück flitzen bald noch weitere Frischlinge über das Gelände. Wir sind gespannt!

Zoo Heidelberg, 16.03.2017
Die Vögel sind wieder draußen im Zoo Heidelberg
Der Frühling hält Einzug im Tiergarten. Nach mehr als 15 Wochen sogenannter „Aufstallung“ zum Schutz der wertvollen Vögel im Zoo Heidelberg gibt es ein Aufatmen. Die Vögel können zurück in die Volieren. „Besonders für unsere Tiere, aber natürlich auch für unsere Besucher freuen wir uns außerordentlich, dass die Schutzmaßnahmen beendet werden können und unsere Vögel ab dieser Woche wieder in ihren Volieren und Freianlagen zu sehen sind“, so Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Seit dem 18. November wurden viele Vögel, wie beispielsweise die Strauße, Pelikane, Flamingos, Enten und die Vögel aus dem Küstenpanorama hinter den Kulissen untergebracht, um eine mögliche Infektion mit Vogelgrippeviren zu vermeiden. Jetzt ziehen die meisten Vögel wieder in ihre Außengehege. „Die Belastung für unsere Vögel war sehr groß“, berichtet Simon Bruslund, Vogelkurator im Zoo Heidelberg „Welche Folgen diese Ausnahmesituation für die einzelnen Vögel hat, wird sich noch zeigen. Wir müssen jedoch damit rechnen, dass der Brutzyklus einiger Vögel gestört wurde oder eine diesjährige Brut ganz ausbleiben wird“. „Es ist ein schönes Glücksgefühl, die Vögel wieder in ihren gewohnten Umgebungen zu sehen“ freut sich Herr Bruslund mit Blick auf die Rosa Pelikane im Wasser bei der Afrikaanlage. Besonders im Küstenpanorama, der großen begehbaren Voliere direkt in der Nähe des Zooeingangs, ist die Frühlingsstimmung dennoch zu spüren. Dort können die Besucher wieder die verschiedenen Seevögel beobachten. Eiderenten, Säbelschnäbler und Kampfläufer wiegen sich in den Wellen und die Inkaseeschwalben ziehen wieder ihre Kreise, während im Hintergrund der lachende Gute-Laune-Ruf der Graumöwen zu hören ist. Bei den Inkaseeschwalben herrscht reges Treiben an den Nistkästen. Hier heißt es nun schnell sein, denn jedes Paar möchte den besten Platz für die Aufzucht von Jungvögeln erobern. Bald wird auch am Flamingosee die farbenfrohe Gruppe der Kubaflamingos wieder Einzug halten. Ob auch hier in diesem Jahr mit Nachwuchs gerechnet werden kann, bleibt allerdings abzuwarten. Bei den langlebigen Vögeln können die Brutaktivitäten durchaus ein oder gar mehrere Jahre aussetzen, wenn die Bedingungen nicht optimal sind. Trotz der widrigen Umstände ließen es sich viele Zoofans nicht nehmen, den Zoo zu besuchen und ihren Aufenthalt trotz abgelassener Seen und leeren Volieren zu genießen. Ein kleines Trostpflaster war sicherlich auch die Verlängerung des Nebensaisontarifes, der einen günstigen Besuch bei schönem Frühlingswetter ermöglichte. Die Einbußen für den Zoo jedoch sind mit Mindereinnahmen im fünfstelligen Bereich. Hinzu kamen erhebliche Kosten für die ungeplante Ein-Stallung der Vögel. Der Zoo Heidelberg ruft alle Zoofreunde auf, den Zoo mit ihrem Besuch zu unterstützen. Seit März können übrigens die Besucher im Zoo wieder eine Stunde länger, also bis 18:00 Uhr, verweilen. Besonders zum Frühlingsstart ist es ein besonderes Erlebnis, das Erwachen der Natur zu genießen: Tausende Krokusse recken ihre Köpfe aus den Wiesenflächen und die ersten Bäume und Sträucher liefern sich einen Wettkampf, wer wohl mit den schönsten Blüten die Blicke auf sich zieht. Im Streichelgehege toben die ersten Jungtiere der Zwergziegen und Rhönschafe und erfreuen besonders die jüngsten Zoobesucher.

Zoo Heidelberg, 16.03.2017
Traurige Nachrichten aus dem Zoo Heidelberg – Benni, der große Syrische Braunbär, ist tot
Am Mittwoch, 08.03.2017, musste Benni, der männliche Braunbär im Zoo Heidelberg, eingeschläfert werden. Bereits seit einigen Tagen beobachteten die Tierpfleger und die Zootierärztin, dass der Syrische Braunbär trotz der eingeleiteten Behandlung Schmerzen hatte. Der 30jährige Bär hatte Probleme mit der unteren Wirbelsäule. Benni war ein echter Heidelberger. Er kam im Dezember 1986 im Heidelberger Zoo zur Welt und lebte dort gemeinsam mit seiner Mutter Gudrun (36) und seiner jüngeren Schwester Uschi (geb. 1994). In Gesellschaft der quirligen Korsakfüchse bewohnen die Syrischen Braunbären die große Bärenanlage direkt beim Zooeingang. Benni war zwar der Größte der drei Bären aber nicht der Mutigste unter ihnen. Nach Erweiterung der Bärenanlage 2015 traute er sich, im Gegensatz zu seinen weiblichen Mitbewohnerinnen, zunächst nicht über die Brücke zum neugestalteten Gelände. Erst nach mehreren Tagen, in denen er seine mutige Schwester aufmerksam auf dem neuen Terrain beobachtet hatte, wagte auch er den Schritt über die Brücke. „Benny war für alle Zoobesucher allein aufgrund seiner Größe eine besondere Tierpersönlichkeit, die Millionen von Zoobesuchern am Eingang begrüßt hat.“ blickt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann zurück. „Er wird uns mit seiner ruhigen bedächtigen Art fehlen.“ In den letzten Wochen machte Bennis körperliche Verfassung dem Zooteam große Sorge. Der stattliche Braunbär hatte stark abgebaut. Es war verstärkt zu erkennen, dass er Probleme in der Bewegung mit den Hinterbeinen hatte. Seine Beschwerden konnten zunächst durch entsprechend zugefütterte Schmerzmittel gelindert werden und sein Zustand stabilisierte sich für ein paar Tage. Als die Symptome nun erneut verstärkt auftraten, er immer wieder mit dem Hinterteil abknickte und seine Hinterbeine nicht aktiv einsetzte, entschloss sich der Zoo zu einer weiteren Untersuchung unter Narkose. Im Rahmen der Röntgenaufnahmen war leider zu erkennen, dass sich seine Wirbelsäule bereits stark verändert hatte und eine weitere Behandlung mit Medikamenten kaum Linderung der Schmerzen erhoffen lies. Infolgedessen entschieden Zooleitung, Tierärztin und Tierpfleger das Leiden des Bären zu beenden und schläferten ihn am vergangenen Mittwoch ein. Syrische Braunbären gelten als Unterart des Europäischen Braunbären. Mit einer Körperlänge von 150 bis 260 cm und bis zu 500 kg gehören sie zu den kleineren Vertretern ihrer Art. Aufgrund ihres hellbraunen Fells werden diese Braunbären bei flüchtigem Hinsehen irrtümlicherweise auch mal mit Eisbären verwechselt. In vielen Verbreitungsgebieten sind Syrische Braunbären von der Ausrottung bedroht oder bereits ausgerottet worden.

Wilhelma Stuttgart, 16.03.2017
Asiatische Löwen ziehen im März ein – Die Rückkehr der Könige in die Wilhelma
In die Wilhelma, die einstige Residenz von König Wilhelm I. von Württemberg, kehren Könige zurück. Mit zwei Asiatischen Löwen halten die „Könige der Tiere“ wieder Einzug in den Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart. Damit geht ein langgehegter Wunsch vieler Besucher in Erfüllung, die diese majestätischen Vertreter der großen Raubkatzen vermisst haben, seit 2008 die letzte Löwin hier gestorben war. Fast neun Jahre später steht die Rückkehr der Tierart jetzt unmittelbar bevor. Noch im Laufe des März ist damit zu rechnen. Wann die Löwen für die Besucher zu sehen sein werden, hängt dann davon ab, wie schnell sich die Tiere eingewöhnen. Fest steht jetzt, welche zwei Löwen an den Neckar kommen und woher. Dem Zoo und Botanischen Garten von Mulhouse ist 2014 ein großer Wurf gelungen: Vierlinge. Die beiden männlichen Jungtiere davon, Kajal und Shapur, werden bald zu den Stars in der Wilhelma gehören. Ihre Schwestern Kharia und Isha bleiben im Elsass. Von dort haben es die Stuttgarter Neuzugänge für einen internationalen Tiertransport denkbar kurz. Sie müssen von der grenznahen Stadt nur einmal von Baden nach Württemberg durch das Bundesland reisen, das die drei Löwen im goldenen Schild seines Wappens trägt.
Die zweieinhalb Jahre alten Brüder beziehen das bisherige Tiger-Gehege mit dem Außengelände, das die Tigerin Dumai zuletzt für sich allein hatte. Durch eine Rochade bei den Raubkatzen ist Dumai bereits in das bisherige Gehege des Persischen Leopards Aman gezogen, der nun nebenan sein Quartier hat. Ihre Nachbarn sind zudem vorerst noch die beiden Schneeleoparden Kailash und Ladakh, für die derzeit ein großes neues Außengehege gegenüber der Bärenanlage gebaut wird. „Wir haben uns für Asiatische Löwen entschieden, weil sie wesentlich seltener als Afrikanische Löwen sind“, erklärt die Kuratorin Ulrike Rademacher. „Zwar ist die afrikanische Unterart seit der Mitte des 20. Jahrhundert dramatisch zurückgegangen von rund 400.000 Tieren auf heute vielleicht nur noch 30.000. Aber von den Asiatischen Löwen gibt es nicht mehr als zirka 500 Tiere in der Natur, die zudem alle in nur noch einer Region leben, im Gir-Wald in Nordwestindien. Daher werden die Chancen ihres Überlebens weit kritischer gesehen.“ Auch in Zoos sind Asiatische Löwen entsprechend weniger verbreitet. In Deutschland gibt es sie bisher nur in Frankfurt, Köln und Nürnberg.

Zoo Duisburg, 16.03.2017
Einzug des Jemenchamäleons ins Äquatorium
Chamäleons sind ganz besondere Tiere, da sie sich über ihre Haut ausdrücken. Sie passen sich nicht, wie häufig fälschlicherweise angenommen, ihrer Umgebung an, sondern ändern ihre Farbe um Stimmungswechsel anzuzeigen. So erkennt ein Männchen, dass ein Weibchen paarungsbereit ist, wenn es einen türkisfarbenen Rücken hat. Die Augen der Chamäleons können sich unabhängig voneinander in unterschiedliche Richtungen bewegen um Nahrung zu suchen. Wenn sie geeignete Beute erspäht haben, dann schleudern sie ihre Zunge, an der die Insekten hängen bleiben, heraus. Erst vor zwei Wochen wurde die neue durch den Förderverein gespendete Terrarienwand im Äquatorium eröffnet. Morgen, am 17.03.2017 um 11 Uhr, wird das erste Jemenchamäleon seine neue Heimat beziehen.

Zoo Dortmund, 16.03.2017
Kleiner Trampel neu im Zoo Dortmund: Trampeltier „Merle“ am Sonntag geboren
Eine besondere Überraschung gab es am vergangenen Sonntag (12. März) im Dortmunder Zoo: Vor den Augen der Besucherinnen und Besucher wurde ein kleines Trampeltier geboren. Das Zweihöckrige Kamel (Camelus ferus bactrianus) ist ein Weibchen und erhielt den Namen „Merle“. Seine Mutter Dilara, 2003 selbst in Dortmund geboren, ist schon eine sehr erfahrene Mutter. Vater Caspar ist acht Jahre alt und kommt ursprünglich aus Delbrück-Schöning. Neben Vater, Mutter und Jungtier besteht die Herde im Zoo Dortmund aus zwei weiteren Stuten. Noch ist Merle ein kleiner Trampel, doch auch sie wird mal eine ganz Große: Trampeltiere erreichen eine Körperlänge von bis zu drei Metern, eine Schulterlänge von bis zu 2,50 Metern und eine Schwanzlänge von gut 50 cm. Sie wiegen rund 600 Kilogramm – Hengste deutlich mehr als Stuten. Ihre Höcker dienen den Kamelen als Fettspeicher. Bei der chemischen Verwertung des Fettes wird Wasser frei, so dass die Höcker indirekt auch als Wasserspeicher fungieren. Das lange, wollige Fell ist meist dunkelbraun, rotbraun oder weiß. Im Frühjahr kommt es zum Fellwechsel. Kamele erreichen eine Geschwindigkeit von etwa 15 km/h und bewegen sich im Passgang: Die Beine einer Körperseite werden immer gleichzeitig bewegt. Dadurch wirkt der Kamelgang schaukelnd. Zu den Kamelartigen zählen neben den Trampeltieren auch Dromedare oder Einhöckrige Kamele, außerdem Lamas, Vikunjas, Guanakos und Alpakas – die letzten drei werden aktuell im Zoo Dortmund gehalten. Die Trampeltiere im Zoo Dortmund sind Zweihöckrige Hauskamele. Wilde Trampeltiere leben in kleinen Herden von bis zu 20 Tieren. Sie werden von einem Leithengst angeführt. Trampeltiere können sowohl Hitze von über 50 Grad als auch Kälte von nahezu -30 Grad Celsius vertragen. Die Wildform ist heute fast ausgerottet. Trampeltiere als Haustiere gibt es in Nordafrika, dem Nahen Osten oder Innerasien jedoch noch mehrere Millionen. Die Tragezeit dauert etwa 13 Monate. Das Weibchen bringt dabei nur ein Jungtier zur Welt. Geboren wird im Stehen. Bereits nach einem Tag kann das
Jungtier der Mutter folgen. Es wird etwa ein ganzes Jahr durch die Mutter gesäugt. Ausgewachsen sind Trampeltiere dann nach rund fünf Jahren. Beim Aufwachsen können die Besucherinnen und Besucher des Dortmunder Zoos dem Jungtier gerne zuschauen: Ab sofort darf das kleine Stutfohlen bei günstigem Wetter an die frische Luft! Das Tier ist allerdings nicht den ganzen Tag über zu sehen, da es sich im Stall ab und an hinlegt. Die beste Zeit ist morgens.

Zoo-Verein Wuppertal e.V., 16.03.2017
Mehr als Sahnehäubchen für den Zoo: Mitgliederversammlung des Zoo-Vereins beschließt Pulau Buton und wählt neues Beiratsmitglied
Sehr geehrte Damen und Herren, dank der 500.000-Euro-Spende von Dr. Jörg Mittelsten Scheid anlässlich seines 80.sten Geburtstages kann der Zoo-Verein nun mit den Planungen für die Asien-Anlage Pulau Buton im Grünen Zoo Wuppertal beginnen. So wurde es von der Mitgliederversammlung des Zoo-Vereins, die am 9. März mit 324 Teilnehmern in der Sparkasse stattgefunden hat, einstimmig beschlossen. Damit hat der Zoo-Verein bereits sein nächstes Projekt auf den Weg gebracht, nachdem mit der Umsetzung des Großprojekts Aralandia bereits begonnen wurde und auch die Planungen für die Erweiterung der Takinanlage, die noch in diesem Jahr erfolgen soll, weitestgehend abgeschlossen sind. In seinem Jahresrückblick freute sich der Vorsitzende Bruno Hensel über das anhaltende Wachstum des Vereins, der aktuell 1.850 Mitglieder zählt. Ausdrücklich dankte er den vielen Mitgliedern, die sich ehrenamtlich für Zoo und Zoo-Verein engagieren. Besorgt zeigte er sich, dass sich die Stadt Wuppertal zu sehr auf das Engagement des Vereins verlassen könnte: „Früher hat der Zoo-Verein die Sahnehäubchen im Zoo finanziert, heute ist es mehr und mehr die ganze Torte.“ Immerhin liegt der Bau der Elefantenanlage als letzte große städtische Investition im Zoo nun schon 22 Jahre zurück. Oberbürgermeister Andreas Mucke, der wie der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Gunther Wölfges, ein Grußwort hielt, nahm erstmals als Gast an der Mitgliederversammlung des Zoo-Vereins teil. Schatzmeister Friedrich-Wilhelm-Schäfer, der für 20 Jahre im Amt geehrt wurde, konnte über einen erfreulichen Vermögenszuwachs von fast 2 Mio. € berichten. Nach dem Tod von Altbürgermeister Werner Draudt wählte die Mitgliederversammlung als Nachfolger Axel Jütz, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Wuppertal, zum neuen Beiratsmitglied. Freuen konnten sich auch die Gewinner der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ des vergangenen Jahres. Als Hauptgewinn wurde die Teilnahme für zwei Personen an der Wochenendfahrt des Zoo-Vereins zum belgischen Tierpark Pairi Daiza im August verlost.

Kölner Zoo, 16.03.2017
250.000 Euro für Sanierung des Südamerikahauses im Kölner Zoo
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung unterstützt auf Anregung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V. die künftige Sanierung des Historischen Südamerikahauses im Kölner Zoo mit einem Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro. Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, übergab heute stellvertretend die schriftliche Förderzusage an die Zoovorstände Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg. „Mit diesem Betrag kommen wir einen Schritt voran auf dem Weg der Instandsetzung dieses für Köln einzigartigen Gebäudes“, betonten die Zoovorstände.Das Geld fließt in die grundlegende Sanierung des denkmalgeschützten Südamerikahauses. Es wurde 1899 im Stil einer russisch-orthodoxen Kirche erbaut und ist mit seiner Architektur einmalig im gesamten Rheinland. Bei der Fassadengestaltung steht der Denkmalschutz im Vordergrund. Das Hauptaugenmerk für die Innennutzung liegt auf den Themen Besucherattraktivität und Energieeffizienz. Theo Pagel: „Nach Sanierung und Umbau wollen wir unseren Gästen eine attraktive Regenwaldlandschaft präsentieren, in der sich Affen, Vögel und andere Tiere Mittel- und Südamerikas frei bewegen können.“ Christopher Landsberg: „Wir danken der NRW-Stiftung und dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. Ohne Partner wie diese wäre die Verwirklichung unserer ehrgeizigen Pläne nur sehr schwer möglich.“ Im Zuge des Jubiläumsjahres „Danke Berlin – 200 Jahre Preußen am Rhein“ hatten der Rheinische Verein und der Kölner Zoo 2015 eine Kooperation vereinbart, um gemeinsam für das bedeutende Kulturerbe der Zoo-Bauten aktiv zu werden. Das Südamerikahaus zählt neben den Schweizer Blockhäusern, dem Alten Elefantenhaus im maurischen Stil und der klassizistischen Direktorenvilla zu den ältesten Bauten des Kölner Zoos. Wer das Projekt unterstützen will und sich für die Sanierung des Historischen Südamerikahauses stark machen will, kann dies mit einer Spende an den Kölner Zoo tun unter: Spendenkonto: Sparkasse KölnBonn, Konto-Nr.: 1372200, BLZ: 370 501 98, IBAN DE91 3705 0198 0001 3722 00, BIC COLSDE33, Verwendungszweck: „Sanierung Südamerikahaus“.

Tierpark Hellabrunn, 16.03.2017

Kreislauf des Lebens in Hellabrunn
Das Jahr 2016 endete mit einem wahren Geburtenboom und auch in den ersten Monaten des neuen Jahres gab es bereits einige erfreuliche Zuchterfolge. Gleichzeitig sind aus Altersgründen aber auch einige für Hellabrunn besondere Tiere verstorben. Nicht nur das kleine Eisbären-Baby, auch zwei Orang-Utan-Jungs, zwei Königspinguinküken, ein Silbergibbon und viele weitere Jungtiere sind inzwischen kräftig gewachsen und werden von Tag zu Tag lebendiger. Auch 2017 sind bereits mehrere Kängurus, Antilopen und ein kleines Lisztäffchen in Hellabrunn geboren. Andererseits verstarben in den letzten Monaten mit dem Schneeleoparden Felix, Schabrackentapir-Dame Cora, Seelöwin Goldie und vor kurzem auch noch dem Puma-Weibchen Sonora vier besondere Tierpersönlichkeiten des Tierparks. „All diese Tiere sind sehr alt geworden, trotzdem ist diese Entscheidung für die behandelnden Tierärzte immer sehr schwer“, betont Zoodirektor Rasem Baban. „Aber dies zeigt auch den Kreislauf des Lebens. Wir freuen uns über die tollen Zuchterfolge und müssen dafür auch den Tod anderer Tiere akzeptieren. Auch bei bester tierpflegerischer und medizinischer Versorgung ist ein Weiterleben ab einem bestimmten Punkt nicht mehr im Sinne des Tierwohls“, so Baban weiter. Dagegen hat Orang-Utan-Dame Matra, seit Oktober Mutter und Adoptivmutter zweier Jungtiere, mittlerweile mehr als beide Hände voll zu tun. Die beiden aufgeweckten Affen-Jungs sind inzwischen ganz schön groß geworden. Zwar verstecken sie sich meist noch sicher in Matras Armen, doch immer öfter zupfen sie frech an Mamas Fell oder gehen auf erste Erkundungsausflüge. „Matra ist wirklich eine liebevolle und geduldige Mutter. Mit Hilfe ihrer älteren Tochter Jolie, die sich immer wieder interessiert zu Matra und den Babys gesellt, hält sie die beiden Jungs gut in Schach“, erzählt die zuständige Kuratorin Beatrix Köhler. Auch bei den Königspinguinen gab es im letzten Jahr gleich doppelten Nachwuchs. Inzwischen sind die beiden Küken ihren Eltern schon fast über den Kopf gewachsen. Mit ihrem braunen, flauschigen Daunenkleid sehen sie dabei auch deutlich runder als ihre erwachsenen Verwandten aus. Bis die beiden Küken ihr Federkleid wechseln, wird noch etwas Zeit vergehen. Erst nach etwa neun Monaten bekommen die Jungtiere das elegante, schwarz-weiße Aussehen ihrer Eltern. Auf der Silbergibbon-Anlage wohnen derzeit drei Jungtiere zusammen mit ihren Eltern. Hellabrunn ist der einzige Zoo Deutschlands, in welchem die stark gefährdeten Äffchen leben. Das jüngste Silbergibbon-Baby schmust noch gerne mit Mama, traut sich jedoch schon immer öfter auch alleine auf Klettertour durch die Anlage. Auch die jungen Banteng-Geschwister Quadro und Quentin entwickeln sich prächtig. Wenn die beiden Brüder nicht gerade auf Entdeckungstour auf der Außenanlage sind, liegen sie gemütlich bei den anderen Rindern der Gruppe und beobachten das Geschehen um sie herum. Weitere Jungtiere gibt es derzeit unter anderem bei den Zebras, Wasserschweinen und natürlich das kleine Eisbären-Baby, welches seit Ende Februar zusammen mit Mama Giovanna die Tundra-Anlage erkundet.

Tierpark + Fossilium Bochum, 16.03.2017
Bochumer Energieeffizienz-Netzwerk trifft sich im Tierpark + Fossilium Bochum
Unter der Trägerschaft der Stadtwerke Bochum kamen am Dienstag, 14.03.2017, rund 20 Vertreter der elf Partnerunternehmen zum dritten Treffen des Bochumer Energieeffizienz-Netzwerks im Tierpark + Fossilium Bochum zusammen. „Als zoologische Einrichtung steht bei uns der Schutz der Tiere an erster Stelle. Doch ein erfolgreicher Tier- und Artenschutz ist nur möglich, wenn wir auch unsere Natur und Umwelt erhalten. Für uns ist daher ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen, also eine möglichst sparsame Nutzung von Energie, Wasser und Materialien im Arbeitsalltag selbstverständlich. Im Zuge der stetigen Selbstkontrolle und Verbesserung freuen wir uns, Teil eines starken Netzwerkes zu sein, dessen Mitglieder die gleichen Ziele verfolgen“, erklärt Zoodirektor Ralf Slabik. Der Fokus des Treffens lag auf den Themen Lüftung und Klimatisierung, zu denen Annegret Vogelsang-Foley, Geschäftsführerin der Firma Climatic Kälte- und Klimatechnik GmbH, und Slavko Lupsina als Experten und Referenten geladen waren. Im Anschluss blieb den Teilnehmern viel Zeit für einen fachlichen Austausch. Während des nachfolgenden Rundgangs durch den Tierpark führte Michael Gietzen, Leiter der technischen Abteilung, die Gäste unter anderem in den Technikraum der Nordseewelten sowie durch das Aquarien- und Terrarienhaus und präsentierte die Lüftungsanlage des Zoos. Beim nächsten Treffen wollen sich die Partner schwerpunktmäßig mit Photovoltaik- und Heizsystemen beschäftigen. Seit Ende des vergangenen Jahres vereinen die Stadtwerke Bochum als Träger und Moderator den VfL Bochum, die Tiemeyer Gruppe, das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ) Bochum, die Senioreneinrichtungen Bochum gGmbH (SBO), die VBW Bauen und Wohnen GmbH, die AWO Unterbezirk Ruhr-Mitte, die USB Bochum GmbH, die USB Service GmbH, die Eickhoff Maschinenfabrik u. Eisengießerei GmbH, das Matthias-Claudius Sozialwerk Bochum e.V. und den Tierpark + Fossilium Bochum in dem 100. Netzwerk der Initiative Energieeffizienz bzw. dem ersten Bochumer Energieeffizienz-Netzwerk. Gemeinsam wollen die elf Unternehmen der Region ihren Energieverbrauch reduzieren, sich mit ihren individuellen Erfahrungen unterstützen und sollen somit langfristig zum Erreichen der energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung beitragen.

Zoo Neunkirchen, 16.03.2017
Rotary-Club Neunkirchen für noch mehr tierisch asiatisches Flair im Neunkircher Zoo
Erlöse eines Benefizkonzerts in der Gebläsehalle sollen dem Neunkircher Zoo zu Gute kommen. Der Rotary-Club Neunkirchen möchte seiner Berufung nachkommen, jenen zur Seite zur stehen, die Hilfe brauchen; im lokalen Umfeld, in der eigenen Gemeinde wie bei größeren humanitären Hilfsprojekten. Nun feiert der Neunkircher Club in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag und möchte ein besonderes Hilfe-Projekt in der Heimatstadt angehen: Den Neunkircher Zoo in der Umsetzung seines Vorhabens zum Neubau der so genannten Pater-Davids-Voliere im geplanten asiatischen Drachengarten als neues Erlebnisprojekt zu unterstützen. Im Neunkircher Zoo laufen derzeit die Planungen: Auf einer Freifläche in der Nähe des Haupteingans soll der so asiatischen Drachengarten entstehen. Dieser besondere Erfahrungsgarten setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, unter anderem neben einem Glashaus mit Aussenteichen für vom Aussterben bedrohte China-Alligatoren, soll auch die neue Pater-Davids-Voliere für unterschiedliche Tierarten wie Pater-Davids-Felsenhörnchen, aber auch Vögel wie die Chinesische Nachtigall und den ebenso vom Aussterben bedrohten Blaukappenhäherling erbaut werden. „Diese neue Voliere wird ein wesentlicher Bestandteil des Drachengartens sein. Mit dem namensgebenden und lange in China als Forscher tätigen Pater David wird auch besonders ein kultur-historischer Bezug hergestellt.“, erläutert Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch. Durch den Rotary-Club Neunkirchen ist deshalb geplant, ein Benefizkonzert der Bergkapelle Saar gemeinsam mit dem Saarknappenchor in der Gebläsehalle der ehemaligen Neunkircher Hütte, am Sonntag, den 26. März 2017, um 18.00 Uhr durchzuführen. Dr. Axel Schäfer als Präsident und der ehemalige Neunkircher Oberbürgermeister, Friedrich Decker, als Pressesprecher des Rotary-Club Neunkirchen, aber auch Bürgermeister Jörg Aumann als Vertreter der Kreisstadt Neunkirchen und in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Neunkircher Zoologischer Garten GmbH, sowie Zoodirektor und Geschäftsführer Dr. Norbert Fritsch und der stellvertretende Geschäftsführer Pascal Koch erläuterten die gemeinsamen Planungen und Vorhaben. „Der Club wird gerne den Erlös des Benefizkonzerts in das neue und spannende Projekt des Zoos in der Kreisstadt Neunkirchen einbringen.“, fassen Schäfer und Decker zusammen. Die Bergkapelle Saar ist dabei mit ihrer fast zweihundertjährigen Historie eines der traditionsreichsten Orchester der Region. Das Orchester gilt als lebendiger Beleg der langen und intensiven Industriegeschichte, die das Saarland über Jahrhunderte hinweg geprägt hat. Die Aktivitäten der Bergkapelle reichen heute von Konzerten und der Mitgestaltung bergmännischer Aktivitäten bis hin zu Rundfunk-, Fernseh- und Tonträgerproduktionen. Das Orchester konnte sich beim Deutschen Orchesterwettbewerb als eines der führenden deutschen Amateurblasorchester etablieren. Der Saarknappenchor zählt zu den renommiertesten und überregional bekanntesten saarländischen Chören. So symbolisiert das fast 40-köpfige Ensemble, wie sich Tradition mit modernem Denken verbinden lässt. Dabei hat sich das Erscheinungsbild des Chores in den letzten Jahren deutlich gewandelt: vom reinen Bergmannschor ist das Ensemble zu einem modernen Konzertchor geworden, der das ganze Spektrum weltlicher und geistlicher Männerchorliteratur singt, ohne seine Ursprünge zu vergessen oder gar zu verleugnen.

Wilhelma Stuttgart, 16.03.2017
Jungtiere mit fünf Wochen erstmals zu sehen
Erdmännchen-Kinder lernen spielend die Savanne kennen. Ein keckes Trio von Erdmännchen-Kindern ist in der Wilhelma aufgetaucht. Vor wenigen Tagen haben die Jungtiere das erste Mal die unterirdischen Gänge ihrer Höhle verlassen. Jetzt tummeln sie sich unter den schützenden Blicken der Eltern auf der Außenanlage im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart. Bis ein neugeborenes Erdmännchen wirklich „das Licht der Welt erblickt“, dauert es nach der Geburt nämlich mehrere Wochen. In seiner Höhle hat das Zuchtpaar am 4. Februar drei Babys bekommen. Nackt und blind sind die Neugeborenen dieser Schleichkatzen aus dem Süden Afrikas zunächst. Eines der Erdmännchen bleibt immer bei ihnen, um sie zu wärmen. Die Aufzucht ist eine Angelegenheit der ganzen Familie. Nachwuchs bekommt nur das dominante Weibchen mit dem ranghöchsten Männchen. Aber alle Verwandten helfen beim Wärmen und Bewachen sowie bei der Futtersuche, und Tanten springen als Ammen auch beim Säugen ein. Die Bewohner der Kalahari lieben die Wärme. Deshalb ist in der Wilhelma ihr Innenstall unter der Erde der 120 Quadratmeter großen Anlage immer auf komfortable 20 Grad temperiert. Von den behaglichen Schlafboxen führen lange Röhren an die Oberfläche, die den Tieren ein Schutzgefühl vor Fressfeinden gibt. Die Ausgänge sind versteckt zwischen Steinen und Geäst auf der ansonsten sandigen Anlage. Nach einigen Wochen wagen sich die Jungtiere in den Röhren immer weiter vor, dem Licht entgegen, um vorsichtig zu erkunden, was draußen in der großen Welt auf sie wartet. Dass der erste Ausflug der Kleinen über Tage zuletzt unmittelbar bevorstand, konnten Pfleger und Stammgäste der Wilhelma in den vergangenen Tagen daran erkennen, dass mehr erwachsene Tiere als sonst Wache standen. In einer Savanne gibt es wenig Deckung. Die Erdmännchen nutzen Holzstämme und Steine als Hochstand. Von dieser höheren Warte recken sie sich noch auf den Hinterbeinen hoch, um in ihrer typisch aufrechten Haltung einen möglichst guten Überblick zu gewinnen. Acht Tiere leben auf der Anlage: Außer den beiden Eltern sind Jungtiere aus 2015, 2016 und jetzt auch 2017 zu sehen. Unter den Argusaugen der Älteren lernen die Kleinsten nun, was ein großes Erdmännchen können muss: Kräfte messen mit Geschwistern, Männchen machen als Ausguck, Buddeln mit den Pfoten als Grabschaufeln. All dies üben sie intensiv. Da gilt es, sich vom anstrengenden Lernen und Üben hin und wieder auszuruhen. Dann drängen sich die drei um die Mutter, um einen Schluck zu trinken, sich zu wärmen und aneinander geschmiegt ein kleines Nickerchen einzulegen.

Zoo Landau, 16.03.2017
„Auf Wiedersehen IVY ! – Welcome IVY !“
Rare Affennachzucht aus dem Zoo Landau in der Pfalz reist zurück nach Ghana ins Heimatland der Tierart. „Auf Wiedersehen IVY !“ hieß es bei den Mitarbeitern des Zoo Landau in der Pfalz am Montag, den 13. März. Die älteste weibliche Weißscheitelmangaben-Nachzucht der Zuchtgruppe im Zoo Landau, inzwischen vier Jahre alt und damit geschlechtsreif, verließ die Landauer Familiengruppe in Richtung Ghana. Auf Empfehlung der Zuchtbuch-Koordinatorin für diese in der Wildbahn äußerst bedrohte Affenart zog IVY nun in eine Rettungs- und Zuchtstation in der Nähe von Ghanas Hauptstadt Accra um. Dass die älteste Tochter des Landauer Zuchtmannes CHARLES nun wohlbehalten in das Heimatland der Tierart nach Westafrika gereist ist, ist ein besonders wichtiger potentieller Beitrag für den Artenschutz, indem die Erhaltungszuchtbemühungen vor Ort dadurch maßgeblich unterstützt werden. Schon im Jahr 2010 hatte der Zoo Landau keine Mühen gescheut, das genetisch äußerst wertvolle Mangaben-Männchen aus der Rettungs- und Zuchtstation für bedrohte Primaten in Accra nach Deutschland zu importieren. Bei einem Affen aus einem Nicht-EU-Land war dies mit erheblichem organisatorischen Aufwand verbunden. Doch die Mühe hatte sich schon bald gelohnt: der für das Zuchtprogramm besonders wichtige Affen-Mann ist inzwischen fünffacher Vater im Zoo Landau, in dem er mit drei Weibchen vergesellschaftet ist. CHARLES hatte in Ghana zunächst ein Schicksal erlitten, wies es tausende seiner Verwandten bzw. anderen Wildtiere erleiden. Er selber war aus dem illegalen Wildtierhandel konfisziert und glücklicherweise in iner Auffangstation gerettet worden. Nun schloss sich gewissermaßen ein Kreis, wie dies im Rahmen des legalen internationalen Austauschs von gefährdeten Tieren in koordinierten Zuchtprogrammen idealerweise erfolgt. Am Dienstagnachmittag, erneut nach mehrmonatiger intensiver Vorbereitung, hieß es in Accra „Welcome IVY !“. Und sehr groß war die Erleichterung sowohl in Landau also auch bei den Kolleginnen und Kollegen vor Ort in Ghana, dass das Tier die lange Flugreise sehr gut überstanden hatte. Schon nach kurzer Zeit lief IVY aus der Transportkiste, um ihre neue Umgebung im tropischem Klima Afrikas zu erkunden. IVY wird nun nach einer Eingewöhnungszeit mit einem Weißscheitelmangaben-Männchen und einem weiteren Weibchen vergesellschaftet werden. Natürlich hoffen alle Beteiligten auch hier auf baldigen gesunden Nachwuchs. „Denn es ist eine der wichtigen Aufgaben von Zoos, für den langfristigen Erhalt auch dieser Affenart zu sorgen,“ sagt Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel erleichtert. Weißscheitelmangaben kommen nur noch in stark fragmentierten Waldgebieten im Grenzgebiet von Ghana und der Elfenbeinküste vor. Die fortwährende Zerstörung des Regenwaldes und illegale Wilderei brachten die Art nahe an den Rand der Ausrottung. Inzwischen sind Weißscheitelmangaben auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) in der höchsten Gefährdungskategorie „Critically endangered“ (Von Ausrottung bedroht) gelistet. Für den Erhalt des Regenwaldes in Westafrika, für Aufklärung der Bevölkerung zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes und gegen Wilderei setzt sich die West African Primate Conservation Action (WAPCA) ein. Eine Artenschutzinitiative, die vom Zoo Heidelberg koordiniert wird. Der Zoo Landau ist Gründungsmitglied von WAPCA und unterstützt deren Arbeit jährlich mit finanziellen Mitteln und zudem durch Öffentlichkeitsarbeit. Bei Accra ist derzeit ein so genanntes „semi free enclosure“ geplant, in dem Affen wie die Weißscheitelmangaben geschützt, aber weitestgehend unter Freilandbedingungen leben sollen. Vielleicht werden zukünftig Nachkommen von IVY hier untergebracht werden können, um einer sich anschließenden möglichen Wiederauswilderung einen Schritt näher zu kommen. IVY wird sicherlich eine gute Mutter werden, denn sie hat in Landau schon viele Erfahrungen bei der Aufzucht ihrer vier jüngeren Geschwister sammeln dürfen. Bei Primaten ist dies Erfahrung für die eigene erfolgreiche Nachzucht besonders wichtig.

Tierpark Neumünster 15.03.2017
Der Osterhit im Tierpark Neumünster: Großes Ostereiersuchen am Ostersonntag
Was macht der Osterhase am Sonntag, 16.04.2017 im Tierpark Neumünster? Er begrüßt insbesondere die kleinen Besucher und erzählt ihnen, was für Überraschungen an diesem Tag auf sie warten. Ab 10 Uhr müssen große farbige Rieseneier von den Kindern gesucht und entdeckt werden. Und dort macht es richtig Spaß, einige Osteraufgaben zu lösen. Der Sieger erhält eine kleine süße Belohnung. Von 10 Uhr bis 16 Uhr kann von den ganz eifrigen Ostereiersuchern beim kleinen Grillplatz das „Goldene Ei“ gefunden werden. Auch hier werden erfolgreiche Finder belohnt. Bei der Bühne am Teich werden von 11 Uhr bis 16 Uhr verschiedene Osteraktionen mit dem Kreisel Team aus Neumünster angeboten. Unter anderem gibt es eine Hüpfburg, eine große Malwand und witzige Spiel rund um das Thema Ostern. Doch das ist noch nicht alles an Erlebnissen an diesem Tag. Im Affenhaus führt die Puppenbühne Kreft Vorstellungen um 12 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr auf. Während die Kinder sich nach dem Tierparkbesuch auf dem Spielplatz austoben, können die Erwachsenen sich beim Kaffeetrinken im Bistrorant ausruhen. Diejenigen, die Ostersonntag verpasst haben, können auch noch am Ostermontag Einiges erleben. Die Puppenbühne ist wieder mit drei Vorstellungen dabei. Das Kreisel-Team aus Neumünster wird am Teich Ihre Mitmachaktionen für Kinder anbieten.

Zoo Frankfurt 15.03.2017
Willkommen kleines Gorilla-Mädchen
Am 1. März brachte das 28-jährige Gorilla-Weibchen DIAN Zwillinge zur Welt. Eines der Jungtiere starb zwei Tage nach der Geburt, das zweite wirkte schwach. Der Zoo entschloss sich, Mutter und Kind zu trennen, um das Jungtier zu untersuchen und aufzupäppeln. Das Kleine erholte sich gut und konnte der Mutter wenige Tage später zurückgegeben werden. Beiden geht es gut, heute konnten sie zurück zur Gruppe. „Nach dem Tod des einen Zwillings haben wir alle um das Leben des so wertvollen kleinen Flachlandgorillas gebangt“, sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Dank des engagierten Einsatzes unserer Tierpflegerinnen und Tierpfleger sowie unserer Tierärztinnen ist es gelungen, das kleine Gorilla-Mädchen wieder zu stabilisieren. Das Jungtier wurde am Freitag, den 3. März, von seiner Mutter getrennt und vier Tage lang in unmittelbarer räumlicher Nähe zu Mutter DIAN versorgt und gefüttert. Durch ein Gitter konnte DIAN ihr Baby sehen und sogar berühren. Vier Tage später konnte das Jungtier seiner Mutter wieder zurückgegeben werden. „Eine Aufzucht durch die eigene Mutter ist bei Menschenaffen immer die beste aller Optionen, denn nur so können die Jungtiere das arttypische Verhalten erlernen“, erklärt Niekisch. DIAN hat ihr Baby sofort wieder akzeptiert und kümmert sich seitdem sehr gut um ihren Nachwuchs. „Die Kleine wird von DIAN gesäugt, zeigt einen guten Klammerreflex und hat eine sichtlich gut funktionierende Verdauung – sie macht also alles, was ein so kleiner Gorilla machen soll“, freut sich Niekisch. Mutter und Kind wurden bis heute hinter den Kulissen gehalten, um ihnen die nötige Ruhe zu gönnen und notfalls schnell eingreifen zu können. Nun werden sie wieder in die Gorilla-Gruppe rund um Silberrücken VIATU, dem Vater des Jungtiers, integriert. „Wir hoffen, dass DIANs Tochter groß wird und eines Tages ihren eigenen Beitrag zum Erhalt dieser hochbedrohten Tierart leisten kann, zumal der Frankfurter Zoo das Internationale Zuchtbuch (ISB) für die Westlichen Flachlandgorillas führt. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die so engagiert gehandelt und alles dafür getan haben, dass DIAN und ihr Baby jetzt wieder gesund und munter zur Gorilla-Gruppe zurückkehren konnten“, so der Zoodirektor. Nachwuchs auch bei den Bonobos: Und es gibt noch mehr Anlass zur Freude im Menschenaffen-Haus Borgori-Wald: Am Samstag, 11. März, ist Bonobo-Weibchen MIXI zum zweiten Mal Mutter geworden. Mutter und Kind geht es gut. MIXI kümmert sich hervorragend um ihr Kleines, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist.

Zoo Basel 15.03.2017
Eröffnung Elefantenanlage ‹Tembea›
Nach etwas mehr als drei Jahren Bauzeit öffnet der Zoo Basel die neue Elefantenanlage Tembea erstmals für das Publikum. Die neuen und vergrösserten Aussenanlagen und das neue Haus werden von Elefanten, aber auch von Krallenfröschen, Wanderratten und Ernteameisen bewohnt. Am Wochenende vom 18. und 19. März findet ein Eröffnungsfest für das Publikum statt. Am Donnerstag, 16. März ist die neue Elefantenanlage Tembea erstmals für das Publikum offen. Besucherinnen und Besucher können die Elefanten in der grosszügigen Freilaufhalle und auf den drei Aussenanlagen mit der naturnah gestalteten Savannenlandschaft beobachten. «Unsere Elefanten sind Botschafter ihrer Verwandten in der Natur», betonte Zoodirektor Olivier Pagan am Presseapéro zur Eröffnung der Anlage. «Wir möchten unserem Publikum Elefanten zeigen, um für den Schutz dieser bedrohten Lebewesen zu werben.» Zur Eröffnung startet der Zoo Basel die Unterstützung des Naturschutzprojektes «Anti-Poaching» der Big Life Foundation (BLF) in Kenya mit jährlich 50’000 Franken. Elefanten in Bewegung.: Die Elefantenkühe «Rosy» (22), «Maya» (23), «Heri» (41) und «Malayka» (46) haben ihr neues Zuhause bereits getestet. «Auf der neuen Anlage stehen den vier Elefanten nun 121 Futterstellen in unterschiedlichsten Ausführungen zur Verfügung», sagt Projektleiterin Heidi Rodel. «So halten wir sie – entsprechend dem Namen der Anlage, welcher ‹Bewegung› bedeutet – auf Trab.» Die neue Anlage ist in mehrere Kompartimente unterteilbar, und die Verbindungen zwischen den Anlagen können variiert werden. So entstehen täglich wechselnde «Wanderrouten». Die Aussenanlagen sind durch schattenspendende Grüninseln, ausserdem durch Pfosten und Seile gegliedert, und die Elefanten können wahlweise Kontakt aufnehmen oder sich zurückziehen. Suhlen, Bäder, Duschen, verschiedenste Gehegestrukturen und Bodenbeläge gestalten den Elefantenalltag abwechslungsreich. Es wird auch ein Elefantenbulle in der Anlage einziehen, der genaue Zeitpunkt ist noch nicht bekannt. Privatsphäre für Elefanten: Die fast dreimal grössere neue Anlage ersetzt die alte Elefantenanlage aus den 1950er-Jahren. Mit Tembea wurde die Haltung der Elefanten auf den sogenannten geschützten Kontakt umgestellt. Dazu gehört ein tägliches Training, bei welchem zwischen Mensch und Tier stets eine Barriere besteht. Das Training entspricht der modernen Zootierhaltung, es erleichtert tierärztliche Untersuchungen und erlaubt dem Tierpflegepersonal bei Elefanten die Fusspflege, eine Rüsselspülung oder die Kontrolle der Zähne. Im täglichen Training simuliert das Tierpflegepersonal solche Manipulationen, damit sie diese im Ernstfall in entspannter Atmosphäre, gemeinsam mit dem Tier, bewältigen können. Kurator Adrian Baumeyer: «In den vergangenen Monaten haben wir die Haltung komplett umgestellt, und der Umgang mit den Elefanten ist bereits merklich einfacher und entspannter geworden. Das Training ist ausserdem eine willkommene Bereicherung im Zooalltag.» Letzteres gilt auch für das Publikum, denn neu können Besucherinnen und Besucher dem Training im Haus zusehen. Neue Bewohner auf der Elefantenanlage: Auf der neuen Anlage dreht sich alles um das Thema Bewegung. Bewohnt wird sie neben Elefanten auch von Wanderratten, Ernteameisen, mehreren Fischarten und Krallenfröschen. Ausgewählt wurden diese Tierarten wegen ihren speziellen Eigenschaften, welche zum Thema der Anlage passen. Hier dürfen die Störche als Vielflieger und Zugvögel nicht fehlen. Die vor dem Haus errichtete Beobachtungsplattform wird spektakuläre Einblicke in die auf der Aussenanlage eingerichteten Horst-Plätze bieten. Auch an andere einheimische Tiere wurde gedacht: Im und am Haus wurden Dutzende von Sommer- und Winterquartieren für Fledermäuse und rund 50 Nistmöglichkeiten für einheimische Vögel geschaffen. Spender ermöglichten das Projekt: Die Gesamtkosten des Projektes betragen rund 27 Millionen Franken. Die Finanzierung erfolgte ausschliesslich durch Spenden. Ausserdem konnten die Zoobesucher mit einer «Weltrekord-Patenschaft» den Bau der Anlage unterstützen. Per Ende Dezember 2016 wies der Ticker über 23’460 Paten für die Elefantenanlage Tembea auf. Die grösste Einzelspende war eine anonyme Spende von CHF 5’000’000. Die vielen grossen und kleinen Spenden kamen nicht zuletzt dank dem Patronatskomitee, welches von Verwaltungsrat François Labhardt präsidiert wurde, zusammen. Fest zur Eröffnung: Am Samstag und Sonntag, 18. und 19. März findet von 10 bis 17 Uhr ein Fest zur Eröffnung der Elefantenanlage Tembea statt. Auf dem Restaurant-Vorplatz erwartet Sie ein Spezialprogramm. Besucherinnen und Besucher können erfahren, wie und weshalb täglich ein Elefanten-Training stattfindet, und über die Bedrohung der Tiere und deren Schutz informiert der Infoposten «Stosszähne – das Weisse Gold». Kinder können ihre Geschicklichkeit beim «Rüsseln» beweisen, und ein Glücksrad wartet mit Preisen auf.

Zoo Zürich 15.03.2017
Amurtiger im Zoo Zürich – AMURTIGER AUF STIPPVISITE: Das Amurtigerweibchen Elena erhält temporären Besuch eines Katers aus Münster.
Amurtiger leben in grossen Territorien, die mehrere hundert Quadratkilometer umfassen können. Sie sind Einzelgänger und stets auf Wanderschaft, suchen wildreiche Gebiete auf und halten Ausschau nach potentiellen Partnern. Im Zoo Zürich hat das Amurtigerweibchen Elena letztes Jahr ihren Partner Coto verloren. Sie hat seither, vorwiegend in den Abendstunden, mit ihren Rufen weiträumig auf sich aufmerksam gemacht, aber nie eine Antwort erhalten. Bis vor kurzem. Auf seiner «Wanderschaft» ist der 2¾-jährige Kater Fedor aus dem Münsterland ins Schweizer Mittelland auf den Zürichberg gekommen. Nach gegenseitigem akustischen Kennenlernen hatten die beiden Tiere auch schon Sichtkontakt, und sie scheinen sich freundlich gesinnt. Der Amur- oder Sibirische Tiger ist der grösste Vertreter der Tiger. Männchen erreichen mit 180 bis gegen 300 Kilogramm ein stattliches Gewicht. In den 1940-er Jahren sank der Bestand der Amurtiger auf rund 40 Tiere. Nur dank strenger Schutzmassnahmen hat sich der Bestand wieder erholt und wird gegenwärtig auf etwa 500 Tiere geschätzt. Fester Bestandteil des Tierbestands: Schon bei der Eröffnung des Zoo Zürich 1929 zählte ein Paar Sibirischer Tiger zum Tierbestand. Abgesehen von einem Unterbruch von 1945 bis 1961 sind die Grosskatzen bis heute fester Bestandteil des Tierprogramms. 2001 wurde die heutige Tigeranlage in der zoogeografischen Zone «Eurasien» eröffnet. Bewohnt wurde sie zuletzt vom Paar Coto und Elena. Coto wurde in Zürich geboren, seine Mutter Kora war noch ein Wildfang. Elena hat ihren Ursprung in München. Das Paar hatte 2011 drei Junge, die erfolgreich aufwuchsen. Im vergangenen August musste Coto aus gesundheitlichen Gründen euthanasiert werden. Die Suche nach einem neuen Partner für Elena erwies sich als schwierig, das Zuchtprogramm konnte vorerst keinen Ersatz anbieten. Internationale Begegnung: In dieser Situation kam die «Wanderschaft» des Amurtiger-Katers Fedor gerade gelegen. Fedor wurde im Juni 2014 im niederländischen Zoo von Amersfoort geboren. Im Juli 2016 wechselte er in den Allwetterzoo Münster als neuer Partner der Tigerdame Nely. Der Allwetterzoo Münster hat nun die Möglichkeit, die Tigeranlage zu erneuern und mehr als vierfach zu vergrössern. Für die Bauzeit sind die Tiger in neue Gebiete «ausgewandert», Nely in den Zoo Krefeld, Fedor nach Zürich. Fedor ist ein kräftig gewachsener junger Kater. Bei seiner Abreise in Münster brachte er 168 Kilogramm auf die Waage. In seinen Adern fliesst auch ein bisschen Zürcher Blut: Sein Ururgrossvater mütterlicherseits ist der 1993 in Zürich geborene und nach Toronto ausgewanderte Tonghua, seine Urururgrossmutter die bereits oben erwähnte Kora. Fedor war nach seiner Ankunft in Zürich Mitte Januar zunächst in der Quarantäne untergebracht. Schon von dort aus wird er mit Elena kommuniziert haben. Nun ist er daran, sein temporäres Zuhause kennen zu lernen. Gitterkontakt mit seiner neuen «Lebensabschnitt-Partnerin» hatte er bereits, die Begrüssung war interessiert und freundlich. Es ist beabsichtigt, ihn mit Elena zusammen zu bringen. Elena ihrerseits hat auch einen Bezug zu Münster: Ihre Urgrosseltern mütterlicherseits lebten im Allwetterzoo Münster. All diese Verwandtschaftsbeziehungen zeigen, wie international ausgerichtet und vernetzt ein solches Zuchtprogramm ist. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm EEP umfasst rund 300 Tiere in gegen 120 Institutionen und wird vom Zoo London aus koordiniert. Ein bisschen Hoffnung: Elena hat Jahrgang 2004 und ist so doch etwas älter als Fedor. Wenn ein neues Paar zusammengeführt wird – und wenn es auch nur temporär ist – taucht auch gleich die Frage auf, ob es Nachwuchs geben kann, darf oder soll. Es darf. Aber da gibt es eine gewichtige Einschränkung: Vom Zuchtprogramm hatte der Zoo Zürich die letzten Jahre die Aufforderung, mit den Tigern nicht zu züchten. Elena erhielt deshalb mehrmals ein Hormonimplantat, um eine Trächtigkeit zu verhindern. Diese Implantate können, auch wenn sie wieder entfernt wurden, einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Wir wissen also nicht, ob Elena überhaupt nochmals Junge haben kann. Wir würden uns jedenfalls über eine Vaterschaft von Fedor freuen (auch wenn er nur kurz in Zürich weilt – Tigerinnen sind sowieso alleinerziehend). Tiger sind imposante Grosskatzen, sie stehen zuoberst in der Nahrungskette. Das Verbreitungsgebiet des Amurtigers liegt im Fernen Osten Russlands und im dortigen Grenzgebiet zu China und Nordkorea. Ausgedehnte Gebirgs-, Nadel- und Laubwälder sowie buschbestandene Graslandschaften mit weiten Wasserläufen und -flächen bilden den natürlichen Lebensraum des Amurtigers. Die Nahrungsgrundlage bieten insbesondere verschiedene Hirscharten und Wildschweine. Tiger gelten in ihrem Bestand als stark bedroht. Die wichtigsten Bedrohungsfaktoren sind Lebensraumzerstörung (grossflächige Abholzungen, vom Menschen verursachte Waldbrände), Überbejagung der Beutetier-Populationen und Wilderei. Drei Tiger-Unterarten wurden bereits ausgerottet. Es braucht unser aller Anstrengungen, damit nicht weitere das gleiche Schicksal erfahren. Patenschaft für Fedor: Durch die Übernahme einer Patenschaft kommt man seinem Lieblingstier näher, erhält zusätzliche Informationen, begleitet es in seinem Leben und freut sich an seinem Verhalten. Eine Patenschaft bringt viel Freude. So auch bei der neuen Patin von Fedor, die mit grosser Vorfreude im letzten Herbst beschloss, eine Patenschaft für den Tiger zu übernehmen. Die Ankunft ihres Patentieres hat sie leider nicht mehr erlebt. An ihrer Stelle ist es deshalb ihre Familie, die heute den Neuankömmling Fedor begrüsst und die Freude der Patin weiterträgt.

Zoo Vivarium Darmstadt 15.03.2017
Seniorenführungen im Zoo Vivarium zum Thema „Giftige Tiere“ und „Alte Tiere – Anführer, Schwerstarbeiter, Überlebenskünstler“
Der Zoo Vivarium bietet auch in diesem Jahr wieder Seniorenführungen an. Am Dienstag (21.) startet die Veranstaltungsreihe mit dem Thema „Giftige Tiere“. Zoopädagoge Frank Velte informiert darin über Arten, die giftige Substanzen zum Schutz oder zur Jagd einsetzen.Am Dienstag (28.) geht es um „Alte Tiere“; Frank Velte wird darüber berichten, wie wertvoll alte Tiere für ihre Sozialgruppen sind, welche Überlebensstrategien sie entwickelt haben und was es bedeutet, als Nutztier, wie zum Beispiel die im Vivarium gehaltenen Zwergesel, ein Langzeitarbeiter zu sein.Die Führungen beginnen jeweils um 10 Uhr an der Zooschule im Schnampelweg 5. Treffpunkt ist am Zooeingang. Zum Eintrittspreis wird zusätzlich 1,50 Euro erhoben. Um telefonische Anmeldung unter 06151/13-3391 wird gebeten.

Tierpark Görlitz 14.03.2017
Flagge hissen für Tibet und Menschenrechte: Erinnerung an der Volksaufstand in Tibet
Auch 2017 wurde am 10. März wieder vor dem Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec die Tibetflagge gehisst, um an den Volksaufstand vom 10. März 1959 zu erinnern. Um 11:00 Uhr zogen Stadtrat Thorsten Ahrens und der Direktor des Görlitzer Tierparks Dr. Sven Hammer die Schneelöwenfahne nach oben, begleitet von Kamel und Yak. Seit über 20 Jahren gibt es die Kampagne „Flagge hissen für Tibet“ von der Tibet Initiative e.V.; hunderte Städte und Gemeinden beteiligen sich auch dieses Jahr. Die Teilnehmer bekunden ihre Solidarität mit den Menschen in Tibet, setzen sich für die Wahrung der Menschenrechte und für den Erhalt ihrer Kultur und Religion ein. 2017 ist Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, Schirmherr der Aktion. Im Tierpark Görlitz ist in den vergangenen Jahren mit dem Tibetdorf eine kleine tibetische Siedlung entstanden, die den Besuchern des Zoos ein möglichst authentisches Bild tibetischer Natur und Lebensweise vermitteln möchte. Vielen Görlitzern ist durch dieses tibetische Dorf die Natur und Kultur sowie für die bäuerliche Lebensweise in Tibet nicht mehr fremd. Mit dem Hissen der Flagge wird ein Zeichen für Demokratie und Menschenrechte und gegen das Vergessen der Menschenrechtsverletzungen, der Zerstörung der tibetischen Kultur und der Unterdrückung der tibetischen Bevölkerung gesetzt. Zudem ist das Flagge Hissen am 10. März auch mit dem Wunsch verbunden, dass die beeindruckende Natur und Kultur Tibets erhalten bleibt.

Zoo Landau in der Pfalz 13.03.2017
Erneuter Sieg von David gegen Goliath“ Landauer Artenschutzorganisation Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V. an großem Erfolg für den Naturschutz beteiligt
Groß war die Freude und Erleichterung bei den Artenschützern von Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V. als am Donnerstagnachmittag (9. März 2017) die Nachricht aus Chile eintraf, dass die Regionalregierung der nord-chilenischen Region Coquimbo den Bau eines großen Industriehafens in unmittelbarer Nähe zum Nationalen Schutzgebiet des Humboldt-Pinguins abgelehnt hat. „Bereits 2010 konnte Sphenisco unter anderem mit der Initiierung eines weltweiten Protests mit dazu beitragen, den Bau von Kohlekraftwerken in der Region zu verhindern,“ berichtet die Vorsitzende des Vereins, die Landauerin Gabriele Knauf. Und seitdem setze sich der Verein gemeinsam mit Umweltschützern vor Ort dafür ein, die betreffende Meeresregion, in der neben 80% der wildlebenden Humboldt-Pinguinpopulation noch zahlreiche weitere bedrohte Meerestierarten leben, in eine Meeresschutzzone umzuwandeln. So soll die Region vor schädlichen Eingriffen in die Natur, bei denen bislang rein wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen, wirksam geschützt werden können. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch die Unterstützung der Anwohner. Auch ihr Anliegen ist es, die Meeresregion zu erhalten und ausschließlich nachhaltig zu nutzen. Nachdem bereits ein weiteres Hafenprojekt in der Region genehmigt wurde, gegen das allerdings ein von Umweltschützern initiiertes Verfahren am Umweltgericht läuft, hatten auch die Proteste gegen das „Projekt Dominga“ in den letzten Wochen große Wellen geschlagen. Vor allem nachdem im nahenden chilenischen Präsidentschaftswahlkampf ans Licht gekommen war, dass die Familie des ehemaligen Präsident Pinera, der sich erneut zur Wahl stellen möchte, an der Bergbaufirma, die den Hafenbau betreibt, beteiligt war. Diese Enthüllung ließ die damalige präsidiale Entscheidung gegen den Bau der Kohlekraftwerke in völlig neuem Licht erscheinen und sorgte für riesige Medienpräsenz im laufenden Genehmigungsverfahren für den Hafen in Totoralillo Norte. Dies spielte Sphenisco und den vielen weiteren Gegnern des Projekts in die Hände, da der politische Druck auf die entscheidenden Gremien enorm gewachsen war. Es erscheint dennoch wie ein Sieg von David gegen Goliath, dass in einem Verfahren, in dem es für die Belange des Naturschutzes lange eher schlecht ausgesehen hatte, die Wahrung der Naturschätze über wirtschaftliche Interessen siegen konnte. Sphenisco hatte im letzten Jahr mit einer großen Informations- und Protestkampagne über 220.000 Unterschriften gegen das geplante Projekt gesammelt, die von einer Mitarbeiterin vor Ort an die Regierung übergeben wurden. Diese politisch sehr gut vernetzte Kollegin, Frau Nancy Duman, betreibt für Sphenisco Lobby- und Aufklärungsarbeit in der Region und wirbt unermüdlich für die Einrichtung der Meeresschutzzone. Mit der aktuellen Entscheidung gegen das zweite Hafenprojekt stehen die Chancen für die Aufhebung der Genehmigung des ersten Hafens besser, doch ausruhen werden sich die Artenschützer nicht. Im April wird eine weltweite Kampagne mit dem Titel „Die Heimat von Pinguin und Co. dauerhaft schützen“ anlaufen, mit der der Protest noch verstärkt und der Druck auf die politischen Gremien aufrechterhalten werden soll. Rund um den Weltpinguintag am 25. April ruft Sphenisco seine Mitgliedszoos und weitere Institutionen und Unterstützer zu Aktionen auf. „Auch der Zoo Landau in der Pfalz, der eng mit Sphenisco verknüpft ist, wird sich am 23. April mit einem Aktionstag an der Pinguinanlage beteiligen,“ sagte die Zoologin des Zoos, Dr. Christina Schubert. Außerdem plant die Umweltgruppe der Universität Koblenz-Landau verschiedene Aktionen.

Zoo Köln 13.03.2017
Zoo hat neue Partnerin für „Hennes“ gefunden: Nachfolge von „Anneliese“ bereits geregelt
Der Kölner Zoo hat eine neue Partnerin für Geißbock Hennes VIII. gefunden. Die knapp zwei Monate alte Ziege steht aktuell noch bei ihrer Mutter in einer außerhalb von Köln liegenden Ziegenzucht. Das Tier ist in etwa zwei Monaten alt genug, um in das Kleine Geißbockheim im Kölner Zoo zu ziehen. Dann wird die Ziege auch der Öffentlichkeit vorgestellt. „Hennes wird bis dahin immer wieder mit den anderen sieben Artgenossen im Zoo zusammengelassen. In seinem Sozialleben ist er dadurch bestens ausgelastet“, erklärt Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel.

Zoo Osnabrück, 12.03.2017
Zoo Osnabrück trauert um Hybridbärin „Tips“ – Nach Ausbruch keine Alternative zur Tötung
Hybridbärin „Tips“ war am gestrigen Samstagnachmittag aus der Anlage im Osnabrücker Zoo entwichen. Nachdem die Bärin zum Angriff auf einen Zoomitarbeiter überging, musste sie erschossen werden. Die Zoomitarbeiter trauern um den langjährigen Zoobewohner. „Alle Zoo-Mitarbeiter sind tief betroffen von dem gestrigen Vorfall“, berichtet Zoodirektor Prof. Dr. Michael Böer. Am Samstagnachmittag war Hybridbären-Weibchen Tips aus der Anlage in der nordischen Tierwelt „Kajanaland“ entwichen. „Dank dem zügigen und zielstrebigen Handeln der Zoomitarbeiter konnten die Besucher schnell und ruhig in Sicherheit gebracht werden“, so der Zoodirektor weiter. Die Hybridbärin suchte sich einen Weg über das Löwenrondell, wo sie eine Zoomitarbeiterin zu Fall brachte, die sich durch den Sturz leichte Abschürfungen zuzog, jedoch keine ärztliche Behandlung benötigt. Der Weg der Bärin endete im Teich der Klammeraffenanlage. Der Weg, den die Bärin zurücklegte, war rund 100 Meter lang. Dort versuchten die Mitarbeiter aus dem tiergartenbiologischen Team, das rund 300 Kilogramm schwere Raubtier zu beruhigen. „Wir hatten ein Narkosegewehr und zwei scharfe Waffen vor Ort. Wir hofften, die Bärin beruhigen zu können. Doch Tips machte eindeutige Angriffsgebärden in Richtung eines Zoomitarbeiters – sie drohte nicht, sondern bereitete sich auf einen Angriff vor. Da blieb uns nichts anderes übrig, als die Bärin zu erschießen“, erklärt Böer. Zudem ergänzte der Zoodirektor, dass die Wirkung einer Narkose erst nach 10 bis 20 Minuten eintritt – ein Zeitraum, in dem die Bärin hätte viel Schaden anrichten können. Nicht nur waren die Mitarbeiter in Gefahr, sondern auch die Besucher, da sich das Tier in der Nähe des Zooeingangs aufhielt, vor dem sich viele Menschen befanden. „Da Tips unglücklicherweise an einem Wochenende und nachmittags aus dem Gehege entwich und der Zoo zu diesem Zeitpunkt ziemlich voll war, waren wir zu diesem schweren Schritt gezwungen, um unsere Besucher zu schützen.“ Für Zoomitarbeiter sei dies die schlimmste Entscheidung, die es zu treffen gibt. „Doch an dieser Stelle müssen wir uns leider vor Augen führen, dass es sich um ein besonders gefährliches Tier in einer besonders gefährlichen Situation handelt. Da blieb uns leider keine Wahl. Trotzdem ist es sehr traurig, wenn man das Tier viele Jahre kennt, hat aufwachsen sehen und sich täglich mit ihm beschäftigt hat“. Zeitfaktor entscheidend. Nach Sichtung des Bären dauerte der Vorfall rund zehn Minuten. Besucher hatten das Tier gemeldet, anschließend wurde umgehend die Polizei verständigt und der Eingangsbereich des Zoos evakuiert. Nach Lautsprecherdurchsagen brachten die Zoomitarbeiter die Besucher in den Tierhäusern in Sicherheit. „Wir haben bestimmte Pläne und Abläufe, die bei einem Tierausbruch greifen. Der Zeitfaktor ist das wichtigste bei einem solchen Vorfall“, so Böer. Die Sicherung und Evakuierung liefen weitestgehend ruhig und besonnen ab, fast alle Besucher blieben ruhig und hielten sich an die Anweisungen des Personals. Untersuchung der Anlage. Wie es zu dem Ausbruch des Bären aus der Anlage kommen konnte, wird derzeit in Zusammenarbeit mit der Polizei im Zoo untersucht. „Wir wollen keine Vermutungen anstellen, sondern die Anlage zuerst ganz genau untersuchen und feststellen, wie Tips aus der Anlage entkommen ist. Daher bitten wir um etwas Geduld“, so Zoodirektor Michael Böer. „Wir danken der Polizei Osnabrück für die tolle und reibungslose Zusammenarbeit und dass sie unter anderem die Bärenanlage sicherte“, sagte Böer. Während der Untersuchung wird Hybridbär-Männchen Taps im Innenbereich bleiben und nicht im Außenbereich der Anlage zu sehen sein. Der Körper des getöteten Bären Tips wird in der Pathologie der Tiermedizinischen Hochschule Hannover untersucht. „Wir sind sehr traurig über das Geschehene, denn Tips war nicht nur ein Besucherliebling, sondern auch bei unseren Mitarbeitern ein beliebter Zoobewohner. Gleichzeitig sind wir aber auch sehr froh, dass kein Mensch zu Schaden kam“, erklärt der Zoodirektor. Tips und Taps: Besucherlieblinge. Die Hybridbär-Geschwister Tips und Taps kamen 2004 im Zoo Osnabrück auf die Welt. Bis dahin wurden im Osnabrücker Zoo, wie es auch in anderen Zoos praktiziert wurde, mehrere Bärenarten zusammen auf einer Anlage gehalten. Wider Erwarten verpaarten sich in Osnabrück der Eisbär Elvis und die Braunbärin Susi erfolgreich. Diese brachte dann die beiden sogenannten Hybridbären auf die Welt. Tips und Taps waren Botschafter für den Klimaschutz, denn in der Wildbahn tauchen mittlerweile auch Hybridbären auf – als Ursache für das Zusammentreffen von Eis- und Braunbären vermuten Forscher den Klimawandel. Die Dauerausstellung „Klimatopia“, die an die Anlage der beiden Bären grenzt, informiert über den Klimawandel und seine Folgen und soll Besucher animieren, selbst im Klimaschutz aktiv zu werden.

Zoo Leipzig, 10.03.2017
Richtkrone über Hochgebirgslandschaft Himalaya
Ereignisreiche Saisonaussichten im Zoo Leipzig. Über der Hochgebirgslandschaft Himalaya hängt seit heute die Richtkrone: Der Rohbau der künftigen Heimat der Schneeleoparden und Roten Pandas ist nahezu fertiggestellt, der Kunstfelsenbauer hat seine Arbeit aufgenommen und die Innen- und Landschaftsarbeiten werden folgen. Im Sommer soll die Anlage eröffnet und damit ein weiteres Projekt des Masterplanes Zoo der Zukunft verwirklicht werden. „Der Frost Anfang des Jahres hat die Arbeiten vorübergehend gestoppt, nun geht es wieder zügig voran, so dass die Tiere ab dem Sommer ihre neue Heimat erkunden können“, erklärte Zoodirektor Prof. Jörg Junhold beim heutigen Pressetermin zum Saisonausblick. In zwei Wochen startet die 139. Sommersaison im Zoo Leipzig: Mit der Einführung des freiwilligen Artenschutz-Euros, der bei den Besuchern eine hohe Akzeptanz genießt, der Geburt der beiden weiblichen Amurtiger-Zwillinge, die sich bislang sehr gut entwickeln und dem Baustart in der Themenwelt Südamerika verspricht es auch neben der Eröffnung der Hochgebirgslandschaft Himalaya ein ereignisreiches Jahr zu werden. Auch im Elefantentempel Ganesha Mandir wird eifrig gebaut: Am Badebecken wird die Sichtbarkeit der badenden Riesen erhöht. Zum 15. Geburtstag von Elefantenbulle Voi Nam soll das Becken die Dickhäuter wieder zum täglichen Baden einladen. Pünktlich zur Hauptsaison wird der Dammweg, eine der zentralen Achsen zwischen alter Pinguinanlage und Bärenburg-Spielplatz wieder als Besucherweg freigegeben. „Damit reagieren wir auf das Baugeschehen für den künftigen Themenbereich Südamerika, verkürzen Besucherwege und verbessern die Sichtbarkeit unserer Przewalskipferde“, erklärt Prof. Junhold. Auch der Tierbestand erfährt in der Saison 2017 einige Veränderungen: In der Tropenerlebniswelt Gondwanaland werden anstelle der Löffelhunde in diesem Jahr Kronenmakis heimisch. Das Weibchen lebt sich seit einer Woche ein und zeigt sich bereits den Besuchern. Im 360-Grad-Ringbecken im Aquarium ist der Bestand der Schwarzspitzenriffhaie auf sechs Tiere erhöht worden und im Winterquartier der Zwergflamingos sind bereits acht Küken geschlüpft, weitere Eier werden noch bebrütet. „Wir freuen uns darauf, unseren Besuchern mit dem tierischen Nachwuchs, zoologischen Highlights und der Neueröffnung eine spannende Zoosaison2017 bieten zu können“, freut sich Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

Tierpark Hellabrunn, 10.03.2017
Alles Gute zum Vierzigsten, Olga!
Braunbär-Dame Olga erwacht aus dem Winterschlaf und der Münchner Tierpark gratuliert ihr zum 40. Geburtstag. Dafür bereiteten die Hellabrunner Tierpfleger eine Geburtstagstorte vor, die dem Geburtstagskind am Freitag, den 10. März 2017 überreicht wurde. Fit und ausgeschlafen wirkt Olga, als sie nach dem Winterschlaf ihre Höhle erstmals wieder verlässt. Sie freut sich über das frühlingshafte Wetter und begutachtet neugierig ihr Geburtstagsgeschenk: Eine leckere Eistorte aus verschiedenen Obst- und Gemüsesorten wie Karotten, Paprika, Gurken und Äpfeln. „Eine Art Diät-Eistorte bekommt sie nach der Winterruhe, da sich ihr Körper erst noch auf die Nahrung einstellen muss“, so Tierpflegerin und Bereichsleiterin Anja Waldinger. Europäische Braunbären sind Einzelgänger und tagaktiv. Sie halten Winterschlaf und schränken dabei ihren Energiebedarf stark ein. In Deutschland gibt es keine wildlebenden Braunbären mehr. Wie der Fall von Braunbär Bruno im Jahr 2006 zeigte, besteht aber jederzeit die Möglichkeit, dass Bären aus anderen europäischen Ländern nach Deutschland einwandern. Olga ist eine bereits sehr betagte, aber entspannte Bären-Dame, welche sich auch mal mit Vergnügen in Blumen wälzt. Außerdem ist sie sehr gefräßig und hat sich früher gerne eine Forelle aus ihrem Wassergraben gefischt. Sie kam im Winter 1976/77 in Russland zur Welt und verließ im Frühjahr 1977 das erste Mal mit ihrer Mutter die Wurfhöhle. Seit Herbst des gleichen Jahres lebt sie nun schon in Hellabrunn. Mit über 40 Jahren ist sie ein Phänomen und Rekordhalterin unter den Braunbären. Olga wird ihren hoffentlich noch langen Lebensabend auf ihrer angestammten Anlage in Hellabrunn verbringen. Danach wird auf ihrem ehemaligen Gelände eine komplett neue Löwen-Anlage entstehen. Nähere Infos dazu findet man im Hellabrunner Info-Pavillon gegenüber dem Elefantenhaus.

Kölner Zoo, 10.03.2017

Hennes VIII. feiert 10. Geburtstag
Geißbock Hennes VIII. feierte heute im Kölner Zoo seinen 10. Geburtstag. FC-Vizepräsident Toni Schumacher überraschte den berühmtesten Geißbock der Welt mit einem Geschenk der besonderen Art – einer aus leckeren Kohlrabiblättern und knackfrischen Möhren geformten Zehn passend zum runden Jubiläum. Hennes verbringt den Ehrentag auf seiner gewohnten Anlage im Clemenshof des Kölner Zoos. Dort lebt er seit 2014. An seiner Seite sind die anderen Ziegen, die hier gehalten werden. Dennoch mischt sich auch ein Wermutstropfen in die Feierlichkeiten: Hennes-Gefährtin „Anneliese“, die seit 2014 gemeinsam mit dem Bock im Zoo lebte, ist kürzlich nach einer Fehlgeburt verstorben. „Hennes wird in absehbarer Zeit eine neue Partnerin erhalten. Bei der Nachfolgesuche besteht kein Zeitdruck, da er ja hier im Zoo immer wieder mit den Ziegen aus den Nachbargehegen zusammenkommt und dadurch seine sozialen Kontakte pflegen kann“, so Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. „Wir machen das mit Ruhe und Sorgfalt und suchen ihm wie schon bei ,Anneliese‘ ein besonders hübsches Tier aus“, erklärt Zoo-Vorstand Christopher Landsberg.

Zoo Neunkirchen, 10.03.2017
Gemeinsam gegen den Müll
Teilnahme an EVS „saarland picobello“ als Gemeinschaftsaktion von Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Freiwilligem Ökologischen Jahr (FÖJ), Kreisstadt Neunkirchen und Neunkircher Zoo. Das Saarland räumt wieder auf… Auch der Neunkircher Zoo zusammen mit dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und der Kreisstadt Neunkirchen beteiligten sich am Freitag, dem 10. März 2017, an der saarlandweiten Aktion des Entsorgungsverbandes Saar (EVS), um das Zooumfeld von Müll zu befreien. Neben über 20 Absolventinnen und Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) im Saarland, haben unter anderem auch der Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, und Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch selbst angepackt. Auch der Bürgermeister Jörg Aumann als Vertreter der Kreisstadt Neunkirchen und in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Neunkircher Zoologischer Garten GmbH war mit von der Partie. Ebenso hatte das Maskottchen der Aktion, der „saarland picobello“ – Frosch, seine Wertschätzung gegenüber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern überbracht. „Hut ab vor der gemeinsamen Aktion der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am aktuellen Freiwilligen Ökologischen Jahr!“, betont Minister Jost. „Wenn Müll illegal entsorgt wird, ist das immer wieder ein großes Ärgernis. Nicht nur für spielende Kinder, Spaziergänger oder Wanderer, sondern auch für die Tier- und Pflanzenwelt kann der achtlos weggeworfene Müll gefährlich werden.“ Dem Neunkircher Zoo, der sich schnell als Partner für eine konzertierte Aktion gefunden hat, dankt Jost für die zahlreichen Picobello-Einsätze bereits in der Vergangenheit. „Jedes Jahr steigt die Zahl der an der Picobello-Aktion teilnehmenden Organisationen, Verbände und Vereine. Das ist ein starkes Signal gegen die Umweltverschmutzung und ein prägendes Erlebnis gerade für Kinder und Jugendliche.“ Der Neunkircher Zoo hatte sich bereits in den Vorjahren, unter anderem auch zusammen mit dem SPD Ortsverein und zahlreichen weiteren ehrenamtlichen Helfern, an der Aktion beteiligt. In diesem Jahr werden sogar an zwei Tagen die an den Zoo angrenzenden Waldgebiete von Müll befreit. In Vergangenheit wurde nicht nur Kleinmüll in größeren Mengen, sondern auch Autoreifen und Kühlschränke von den Beteiligten geborgen.

Zoo | Aquarium | Tierpark Berlin, 10.03.2017
Lichtblicke im Tierpark
Eisbärdame nimmt erstes Bad. Nach dem Verlust des Eisbärjungtiers am Montag darf Tonja erstmals wieder auf die Außenanlage. Sie genießt die ersten Sonnenstrahlen und badet ausgiebig. Natürlich bekam Tonja mit, wie schlecht es ihrem Nachwuchs ging, als die Tierärzte ihn am Montagmorgen aus der Box nahmen. Die ersten Stunden suchte sie nach Fritz und war sichtlich nervös. Mittlerweile ist sie deutlich ruhiger. Auf die Tierpfleger reagiert die Eisbärin nach wie vor freundlich. Allerdings wird es sicherlich noch ein paar Tage dauern, bis sie sich wieder in ihren ursprünglichen Tagesablauf eingefunden hat. Über das Trauerverhalten von Eisbären im natürlichen Lebensraum ist nahezu nichts bekannt. Da Eisbären auf der Suche nach Beute große Strecken zurücklegen, kehren sie nicht zu toten Artgenossen zurück oder tragen sie umher, wie es z.B. von Elefanten oder Menschenaffen berichtet wird. In der Wurfhöhle werden tote Jungtiere von den Müttern in der Regel aufgefressen, wenn sie größer sind, ist dies eher nicht der Fall. Eisbärenmütter verteidigen ihren Nachwuchs gegen potentielle Feinde, wie Eisbärenmännchen und Wölfe, mit aller Kraft bis hin zum Tod. Hingegen müssen Jungtiere, die nicht die Kraft haben, der Mutter bei der Suche nach Beute zu folgen, irgendwann zurückgelassen werden, um das eigene Überleben und das der Wurfgeschwister nicht zu gefährden. „Die Abwechslung auf der Außenanlage tut Tonja sichtlich gut. Nach fünf Monaten in der Wurfhöhle badet sie viel, spielt mit ihrem Lieblingsspielzeug oder liegt in der Sonne. So wird sie hoffentlich bald über den Verlust ihres Nachwuchses hinwegkommen“, sagt Eisbärenkurator Dr. Florian Sicks. „Gemeinsam mit Pathologen und Experten versuchen wir schnellstmöglich die Ursache für den plötzlichen Tod des kleinen Eisbären herauszufinden. Leider benötigen solche Untersuchungen etwas Zeit“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem und ergänzt: „So schnell wie möglich wollen wir Eisbären-Papa Wolodja wieder in den Tierpark holen. Zum einen wäre es eine willkommene Ablenkung für Tonja und zum anderen besteht die Chance, dass Tonja – genau wie im natürlichen Lebensraum – bald wieder Nachwuchs bekommt.“ Ab sofort können auch wieder Tierpark-Gäste Tonja besuchen und gleichzeitig die neu gestaltete Anlage bewundern.

Zoo Landau, 10.03.2017
Stiftergemeinschaft der Sparkasse: 353 Euro für den Landauer Zoo
Große Freude bei Dr. Jens-Ove Heckel, Zoodirektor des Landauer Zoos und seinem Team: Auch in diesem Jahr darf er für den Zoo wieder eine Spende der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Südliche Weinstraße entgegennehmen. Der Betrag in Höhe von 353,52 Euro stammt aus der Zustiftung von Gerda Arbogast. Die inzwischen verstorbene Landauer Bürgerin hatte noch zu Lebzeiten bestimmt, dass Teile des jährlichen Zinserträges ihres Stiftungsvermögens dem Landauer Zoo zufließen sollen. Die Sparkasse Südliche Weinstraße gestaltet als heimischer Finanzdienstleister die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit ktiv mit und stellt seit Jahren den kompetenten Rahmen sich gemeinsam mit anderen für den guten Zweck einzusetzen. Sie bietet die Dienstleistung „Stiftungsmanagement“ bei Stiftungserrichtung, Stiftungsverwaltung und Betreuung sowie Vermögensmanagement an. Der Service reicht von der Wahl eines geeigneten Stiftungszwecks und der Erstellung eines Stiftungskonzepts bis hin zur Auswahl geeigneter Stiftungsprojekte.

Zoo Schwerin, 10.03.2017
Große Inventur im Zoo Schwerin
Eins, zwei, drei … und neun. So viele Bennettkängurus hüpfen im Zoologischen Garten Schwerin umher. Zum Jahreswechsel findet traditionell die Inventur statt. Im Zoo werden da nicht nur die Warenbestände, sondern auch die Tiere gezählt. Überraschungen tauchen bei der Inventur nur selten auf, da die Tierpfleger täglich Zu- und Abgänge der Tiere in ihren Revieren melden. Dennoch kann es beispielsweise passieren, dass sich die eine oder andere Schildkröte im Herbst, selbständig in der Außenanlage vergräbt und so den Winter überdauert. Da der überwiegende Teil der Tiere unter kontrollierten Bedingungen im Kühlschrank überwintert kann es so trotz genauer Buchführung im Frühjahr zu kleinen Überraschungen kommen. Die Anzahl der Kängurus sind noch leicht zu bestimmen, schwieriger wird es bei den quirligen Vogelgruppen. Da man sich bei der einen oder anderen Tierart schnell verzählen könnte, wird immer zu zweit und mehrmals gezählt. Manchmal ist ein exaktes Zählen auch nicht möglich. So beispielsweise bei den Roten Neons (Fisch), die nur geschätzt werden können. Etwa 580 sind es wohl, die im Aquarium im Humboldthaus ihre Bahnen ziehen. Nach unermüdlichem Zählen, schätzen und wieder zählen, stand die Gesamtanzahl schlussendlich fest. Zum Jahresabschluss 2016 bewohnten 1.521 Tierindividuen und 164 verschiedene Tierarten den Zoo Schwerin. Doch damit nicht genug. Menschen zu zählen, gehört ebenfalls zu den Aufgaben eines Zoos. Im Jahr 2016 haben 127.682 Besucher Tickets für den Schweriner Zoo gekauft, ca. 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen die Wiederholungseintritte von Jahreskartenbesitzern, die Schüler der Zooschule, Begleitpersonen für Gäste mit Behinderungen und Gruppen die freien Eintritt erhalten, sowie Kinder unter 3 Jahren. Zusammen mit 312 Kindern, ihren Freunden und Eltern haben wir großartige Geburtstage gefeiert und so für unvergessliche Tage gesorgt. In 405 Führungen zu verschiedensten Themen wurden unseren Gästen die Bewohner des Zoos näher gebracht.

Tierpark Ueckermünde, 10.03.2017
Jahreskartenaktion zum Aktionspreis bis Ende März verlängert!
Noch bis Ende März sind die Jahreskarten zum Aktionspreis zu bekommen! Für 25 € für Erwachsene, 15 € für Kinder und 20 € für Senioren, Schwerbehinderten, Schüler und Studenten können Sie an allen Tierparkveranstaltungen teilnehmen und 363 Tage im Jahr stundenlang die Tiere hautnah erleben! Die Jahreskarten zum Aktionspreis sind bis zum 31.03.2017 an der Tierparkkasse zu erwerben oder auf www.tierpark-ueckermuende.de zu bestellen. Auch im März Rabatt für den Eintrittspreis und Öffnungszeiten! Bis Ende März bekommen alle Tierparkbesucher für den regulären Eintrittspreis 1 EUR Rabatt. Rabatt ist mit anderen Rabattaktionen nicht verbindbar. Familienkarten sind aus der Rabattaktion ausgeschlossen.

Tiergarten Schönbrunn, 10.03.2017
ERKRANKTE PELIKAN-GRUPPE IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN EINGESCHLÄFERT
Nachdem am Dienstag bei einem Krauskopfpelikan im Tiergarten Schönbrunn das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen wurde, wurden noch am selben Tag die restlichen 20 Pelikane von den Zootierärzten gemeinsam mit den Amtstierärzten der MA 60 (Veterinärdienste und Tierschutz der Stadt Wien) untersucht. Gestern Abend lag der Befund der AGES vor: Die gesamte Pelikan-Gruppe war mit dem H5N8-Virus infiziert. „In Abstimmung mit den Behörden und als Schutz für den restlichen Vogelbestand des Tiergartens mussten heute Früh alle Pelikane eingeschläfert werden“, erklärt Zootierarzt Thomas Voracek. „Die Stadt Wien unterstützt den Tiergarten bei nun notwendigen Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten, um eine weitere Ausbreitung des Virus hintanzuhalten“, so Ruth Jily, Leiterin der MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz. Für Menschen stellt das Virus keine Gefahr dar. Die behördlich angeordneten Sicherheitsmaßnahmen bleiben weiterhin aufrecht. Das Vogelhaus, das Regenwaldhaus und das Wüstenhaus bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Der Tiergarten Schönbrunn bedauert den Verlust seiner Tiere. Die Kolonie in Schönbrunn zählte weltweit zu den größten Pelikan-Kolonien in Zoos. Krauskopfpelikane sind mit einer Flügelspannweite von rund drei Metern die größte Pelikanart. Ihr Vorkommen reicht von Osteuropa bis China.

Opel-Zoo Kronberg, 10.03.2017
Nachwuchs bei den Vietnam-Sikahirschen im Opel-Zoo
Tierart im Freiland ausgestorben. Der Jungtier-Reigen im Opel-Zoo geht weiter: Nach Giraffe, Zwergziegen, Eseln, Rhönschafen und Elenantilopen hat sich Anfang März auch Nachwuchs bei den Vietnam-Sikahirschen eingestellt. Neben den Mesopotamischen Damhirschen, von denen erst jüngst zwei männliche Tiere aus dem Freigehege für ein Wiederansiedlungsprojekt nach Israel abgegeben wurden, ist dies eine weitere Hirschart, die im Freiland wegen nicht nachhaltiger Jagd und fortschreitender Nutzung des natürlichen Lebensraumes durch den Menschen nicht mehr anzutreffen ist. Und so ist die Nachzucht in Zoologischen Gärten besonders wichtig, um das Aussterben dieser Tierart zu verhindern. Der Vietnam-Sikahirsch ist eine von 13 Unterarten des Sikahirsches. In zoologischen Einrichtungen leben derzeit etwa 350 Tiere. Sikahirsche sind mittelgroße Hirsche. Als Bewohner des Waldes tarnt sie ihr geflecktes Fell, das sie anders als andere Arten nicht nur als Jugendkleid haben, sondern ihr Leben lang tagen. Die hellen Flecken auf dem Fell löst die Körperkonturen im Spiel von Licht und Schatten auf – eine perfekte Tarnung. Auch die Jungtiere sind nicht so leicht zu entdecken und es bedarf schon einiger geduldiger Beobachtung, um die beiden Jungtiere zu entdecken, die so lange still im Laub liegen, bis ihre Mutter zu Säugen kommt. „Wir erwarten in den kommenden Wochen noch weiteren Nachwuchs bei den Sika-Hirschen“, so Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels. Der Nachwuchs der Vietnam-Sikahirsche wird in einem sogenannten Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) organisiert, da vom Zoo Ostrava/Tschechien geleitet wird. Das bedeutet, dass die Jungtiere dann zu gegebener Zeit Kronberg verlassen werden, um dann selbst in einem anderen europäischen Zoo mit passenden Partnern Nachkommen zu haben.

Zoo Heidelberg, 09.03.2017
Keine Langeweile bei Elefanten, Affen, Robben & Co.
Sparkasse Heidelberg spendet neue Beschäftigungsmaterialien. Gleich mehrere Reviere im Zoo Heidelberg freuen sich über neue Beschäftigungsmöglichkeiten für ihre Tiere. Dank einer Spende der Sparkasse Heidelberg sorgen beispielsweise im Menschenaffenhaus zwei neue Futterbälle für Abwechslung. Die Mähnenrobben dürfen sich bald an einem neuen Spielball im Robbenbecken austoben und im Elefantenhaus gibt es nun einen zusätzlichen Heukorb. Regelmäßig unterstützt die Sparkasse Heidelberg den Zoo und seine Projekte mit finanziellen Mitteln. Dieses Mal wurde das Geld für neue Materialien zur Tierbeschäftigung verwendet. Für die Schimpansen und Gorillas im Affen- und Großviehrevier gibt es insgesamt zwei neue Futterbälle. Diese werden von den Tierpflegern mit Haferflocken oder Sonnenblumenkernen befüllt und sind mit kleinen Löchern versehen. Indem die Tiere den im Gehege aufgehängten Ball schütteln, gelangen sie an die Leckereien, die erst dann aus dem Ball herausfallen. Damit die Beschäftigung abwechslungsreich bleibt, füllen die Tierpfleger die Bälle nur von Zeit zu Zeit. So müssen die klugen Affen erst testen, ob überhaupt Futter in den Bällen versteckt ist. Im Robbenbecken entdecken Zoobesucher bald ein neues Spielgerät für die Mähnenrobben: Dort wird ein großer, schwimmender Ball fest im Becken verankert. An diesem können sich die verspielten Tiere „austoben“ oder sich gegenseitig den Ball zuspielen. Seit Februar hängt im Elefantenhaus ein zweiter Futterkorb für frisches Heu. Um an die leckeren Halme ranzukommen, müssen die vier Jungbullen ihren Rüssel geschickt einsetzen und das Heu durch die engen Öffnungen im Korb ziehen. Zunächst beäugten die Dickhäuter den zusätzlichen Korb noch etwas skeptisch, mittlerweile wird er jedoch gerne aufgesucht. In der Hoffnung, in einem Futterkorb könnte etwas besonders Leckeres zu finden sein, „pendeln“ die vier Dickhäuter nun zwischen den beiden Körben hin und her. Das sorgt für mehr Bewegung und Abwechslung beim Fressen. Der Zoo Heidelberg versucht notwendige Ausgaben für den laufenden Betrieb mit Hilfe von Eintrittsgeldern, sonstige Erlösen und durch einen laufenden Zuschuss der Stadt Heidelberg zu decken. Großzügige Spenden wie diese durch die Sparkasse Heidelberg oder durch viele weitere Einzelpersonen und Unternehmen haben für den Zoo Heidelberg eine hohe Bedeutung. Sie helfen dabei, zusätzliche Projekte zu finanzieren, damit der Zoo weiterhin für die Tiere artgerecht und abwechslungsreich gestaltet werden kann. Die Spendengelder kommen dabei vorrangig direkt der täglichen Arbeit mit den Tieren zugute. Hintergrund zum Thema Tierbeschäftigung: In modernen Zoos sind Programme zur Tierbeschäftigung, auch Enrichment genannt, ein wesentlicher Bestandteil der Tierhaltung. Abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass bei den Tieren keine Langeweile aufkommt und steigern das physische und psychische Wohlbefinden der Zoobewohner. Die Tierpfleger lassen sich für geeignete Tierbeschäftigungsmöglichkeiten einiges einfallen. Sie verstecken beispielsweise Futter in verschiedenen Kartons, Boxen, Röhren oder Bällen oder verteilen es großzügig in den Gehegen. Tiertraining, wie es im Zoo Heidelberg bei den Mähnenrobben und Elefanten durchgeführt wird, gilt ebenfalls als Enrichment und hilft zudem tiermedizinische Behandlungen stressfrei für das Tier durchzuführen. Bei der kommentierten Robbenfütterung können Zoobesucher das Tiertraining täglich, außer freitags, um 11 Uhr und um 16 Uhr mitverfolgen.

Kölner Zoo, 09.03.2017
„Anneliese“ gestorben
„Anneliese“, die im Kölner Zoo zusammen mit Geißbock Hennes VIII. lebende Afrikanische Zwergziege, ist Ende Januar im Zoo verstorben. Grund war eine vorangegangene Fehlgeburt mit anschließender massiver Verschlechterung des Allgemeinzustands. Der Zoo hat das Tier daraufhin eingeschläfert und anschließend – wie vom Gesetzgeber in diesen Fällen vorgesehen – bei einer unabhängigen veterinärmedizinischen Untersuchungsanstalt obduzieren lassen. Dieser bei einer heimischen Zwergziege mehrere Wochen dauernde Prozess ist nun abgeschlossen. „Anneliese“ lebte seit 2014 auf dem Clemenshof des Kölner Zoos. Die gebürtige Westfälin kam aus dem Zoo Dortmund an den Rhein. Die Afrikanische Zwergziege brachte insgesamt zwei Würfe mit Zicklein zur Welt. „Anneliese“ war ausgesprochen ausgeglichen und vertrug sich sehr gut mit Hennes VIII.. Charakteristisch waren die weißen Zeichnungen auf ihrem braunen Fell. Als Leibspeise bevorzugte sie Möhren, Heu und spezielles Kraftfutter.

Tierpark Hellabrunn, 09.03.2017
Nemo geht auf Reisen!
Der Schabrackentapir Nemo verlässt in den nächsten Tagen den Münchner Tierpark. Er wird neuer Mitbewohner eines Tapir-Weibchens im Zoo der Stadt La Teste-de-Buch. Nemo verlässt noch im März sein altes Zuhause und macht sich auf in eine neue Heimat, den Zoo du Bassin d’Arcachon in Frankreich. Dort soll das 22-jährige und damit schon etwas ältere Männchen der Schabrackentapir-Dame „Nurr“ Gesellschaft leisten. In Hellabrunn lebte Nemo die meiste Zeit seines Lebens mit dem Weibchen Cora zusammen. Nachdem diese im Dezember 2016 verstarb, ist es für Nemo schön, wieder zusammen mit einem Weibchen auf einer neuen, komfortablen Anlage zu leben. Die Empfehlung für diesen Transfer kam vom Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Schabrackentapire. Der Schabrackentapir, welcher in Südostasien beheimatet ist, verdankt seinen Namen seiner exotischen schwarz-weißen Fellmusterung. Diese erinnert an eine Satteldecke, welche auch Schabracke genannt wird. Die Zeichnung dient durch ihr Licht- und Schattenspiel als Tarnung. Schabrackentapire sind strikte Vegetarier und schwimmen sehr gerne. Dabei können sie ihren Rüssel wie einen Schnorchel benutzen. Außerdem gehören sie zu den Unpaarhufern, welche vorne drei und hinten jeweils vier Zehen besitzen. Aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraums und durch Wilderei wird die Tierart auf der Roten Liste bedrohter Arten der IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. Weniger als 2.500 ausgewachsene Tiere leben heute noch in ihrem natürlichen Lebensraum. Die Hellabrunner Tapir-Anlage entspricht nicht mehr dem aktuellen Kenntnisstand der Tapir-Haltung. Deshalb hat sich der Tierpark dazu entschlossen, bis zur Fertigstellung einer geeigneten Anlage im Rahmen der Masterplan-Umsetzung keine Tapire mehr zu halten. In Zukunft plant der Tierpark die Haltung auf Flachlandtapire umzustellen. Diese werden dann in einer großen Gemeinschaftsanlage zusammen mit weiteren südamerikanischen Tierarten leben.

Erlebniszoo Hannover, 09.03.2017
Milana erobert Kanada
Neue Eisbärin lernt Yukon Bay im Erlebnis-Zoo Hannover kennen. Wellenbad mit Salzwasser zum Schwimmen, tiefer Pool zum Tauchen, Felsen zum Klettern, Sandstrand zum Ruhen, Mulchbad zum Wälzen und putzige Nachbarn im Frack zum Beobachten: Das neue Eisbärweibchen Milana im Erlebnis-Zoo Hannover lernt jetzt ihr Reich in der Kanadalandschaft Yukon Bay kennen. Anfang Februar kam das siebenjährige Weibchen aus der Außenstation Volokolamsk des Moskauer Zoos auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) nach Hannover, um hier – wenn alles gut geht – mit einem Männchen langfristig zum Erhalt ihrer bedrohten Art beizutragen. Die ersten Wochen verbrachte Milana hinter den Kulissen, um sich in aller Ruhe einzugewöhnen und die neuen Tierpfleger kennenzulernen. Die haben inzwischen richtige Bärenbande mit der kleinen Eisbärdame geknüpft und beschreiben sie als lieb, entspannt, neugierig und verspielt. Milana liebt es, mit Treckerreifen zu spielen und kleine Bäumchen zu zerlegen. Ihre Lieblingsleckereien: Obst (gerne Melone) und Fleisch. Ungern Fisch – und wenn, dann eher den mageren Wittling. Bei ihrem ersten Ausflug in ihr neues Außengehege zeigten sich weitere Charaktereigenschaften des Eisbärenweibchens: ungemein unternehmenslustig und unerschrocken. Jede Ecke wurde beschnüffelt, der Mulchboden durchpflügt und mit einem beherzten Sprung wagte sie sich in die Fluten (wobei sie das Tauchen erst ein wenig üben musste). Mittlerweile beherrscht sie den Tiefgang perfekt und taucht gerne an den großen Panoramascheiben der Unterwasserwelt vorbei. Beim Tauchen zeigt sich im plattgedrückten Fell auch das Erkennungsmerkmal des Weibchens: Wie Zauberschüler Harry Potter trägt sie ein blitzförmiges Mahl auf der Stirn. Ein Andenken aus ihrer alten Heimat, das wahrscheinlich von einem Rendezvous mit einem vorigen Verehrer stammt (den sie abblitzen lassen hat). Ob Milana später eines der beiden Männchen im Erlebnis-Zoo – Nanuq (9) und Sprinter (9) – näher kennenlernen wird, steht noch nicht fest und wird im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) entschieden. Stark bedroht. Seit 2006 steht der Eisbär auf der Roten Liste der Naturschutzorganisation IUCN. Der Bestand ist als „gefährdet“ eingestuft. In der Arktis leben nur noch etwa 20.000-25.000 Eisbären. Nach Einschätzung der IUCN wird die Bestandsentwicklung des Eisbären als rückläufig eingestuft. Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Eisbären, um die Tierart langfristig zu erhalten. Milana ist das erste Weibchen in der Kanadalandschaft Yukon Bay, die im Mai 2010 eröffnet wurde.

Zoo Hoyerswerda, 09.03.2017
Der neuer Star im Amazonasbecken eingezogen
Im neuen Amazonasbecken im Tropenhaus des Zoo Hoyerswerdas ist der neue Star des Aquariums eingezogen – ein Schwarzer Teufelsrochen. Der erst ein paar Wochen alte Rochen hat eine lange Reise hinter sich. Die Nachzucht aus dem Zoo Kopenhagen erreichte gestern Mittag seine neue Heimat im Lausitzer Seenland. Für das Männchen fanden die Tierpfleger auch gleich einen passenden Namen – Leo, der sich vom lateinischen Namen Potamotrygon leopoldi ableitet. Mit seinen flachen, ovalen und leicht vom Körper abstehenden Augen schaut er ziemlich grimmig drein. Zwar sind Schwarze Teufelsrochen giftig, aber nicht aggressiv. Im Gegenteil, wenn sie durch das Wasser mit ihren Flossen regelrecht fliegen, wirken sie ganz sanftmütig. Mit dem Rochen kommen auch neue Herausforderungen auf die Tierpfleger zu: „ Der Teufelsrochen ist ein hochgiftiges Tier. Unsere Tierpfleger bekamen für den Umgang mit dem Neuling eine extra Schulung, denn der Stachel auf dem Schwanz ist mit einem giftigen Gewebe überzogen. Für den Umgang mit dem Rochen werden spezielle Handschuhe getragen, durch die der Stachel nicht dringen kann“, erklärte der Zoologische Leiter Eugène Bruins. In den nächsten Wochen bekommt der junge Mann noch eine gleichaltrige Partnerin, deren Name jetzt schon bei den Tierpflegern feststeht – Lea. Auch Karsten Bormann, Vorstandsvorsitzender des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. ließ sich die Chance nicht entgehen, beim Einsetzten des neuen Stars dabei zu sein. Dank des Zoovereins ist die Umgestaltung des Aquariums überhaupt erst möglich geworden. Der erst dreizehn Zentimeter breite Roche, der mit den Haien verwandt ist, kann einen Scheibendurchmesser von vierzig bis fünfzig Zentimeter erreichen. Beheimatet ist der Schwarze Teufelsrochen ausschließlich im Xingu Flussbecken in Brasilien. Sie ernähren sich von kleineren Lebewesen des Flusses wie Garnelen, Krebstiere, Muscheln und auch Schnecken. Als Tarnung für die Futtersuche graben sich die Rochen in den Boden ein und nur die Schwanzspitze mit zwei kleinen Punkten schaut heraus. Er besitzt keine Schuppen, sondern viele kleine Hautzähnchen, damit fühlt sich die Haut wie Sandpapier an. Süßwasserrochen sind lebendgebärend (ovovivipar). Einige Monate nach der Paarung werden zwei bis sogar zwölf Jungfische geboren. Der Schwarze Teufelsrochen kann bis zu 20 Jahre alt werden.

Wilhelma Stuttgart, 09.03.2017

Die Rückkehr der Könige in die Wilhelma
In die Wilhelma, die einstige Residenz von König Wilhelm I. von Württemberg, kehren Könige zurück. Mit zwei Asiatischen Löwen halten die „Könige der Tiere“ wieder Einzug in den Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart. Damit geht ein langgehegter Wunsch vieler Besucher in Erfüllung, die diese majestätischen Vertreter der großen Raubkatzen vermisst haben, seit 2008 die letzte Löwin hier gestorben war. Fast neun Jahre später steht die Rückkehr der Tierart jetzt unmittelbar bevor. Noch im Laufe des März ist damit zu rechnen. Wann die Löwen für die Besucher zu sehen sein werden, hängt dann davon ab, wie schnell sich die Tiere eingewöhnen. Fest steht jetzt, welche zwei Löwen an den Neckar kommen und woher. Dem Zoo und Botanischen Garten von Mulhouse ist 2014 ein großer Wurf gelungen: Vierlinge. Die beiden männlichen Jungtiere davon, Kajal und Shapur, werden bald zu den Stars in der Wilhelma gehören. Ihre Schwestern Kharia und Isha bleiben im Elsass. Von dort haben es die Stuttgarter Neuzugänge für einen internationalen Tiertransport denkbar kurz. Sie müssen von der grenznahen Stadt nur einmal von Baden nach Württemberg durch das Bundesland reisen, das die drei Löwen im goldenen Schild seines Wappens trägt. Die zweieinhalb Jahre alten Brüder beziehen das bisherige Tiger-Gehege mit dem Außengelände, das die Tigerin Dumai zuletzt für sich allein hatte. Durch eine Rochade bei den Raubkatzen ist Dumai bereits in das bisherige Gehege des Persischen Leopards Aman gezogen, der nun nebenan sein Quartier hat. Ihre Nachbarn sind zudem vorerst noch die beiden Schneeleoparden Kailash und Ladakh, für die derzeit ein großes neues Außengehege gegenüber der Bärenanlage gebaut wird. „Wir haben uns für Asiatische Löwen entschieden, weil sie wesentlich seltener als Afrikanische Löwen sind“, erklärt die Kuratorin Ulrike Rademacher. „Zwar ist die afrikanische Unterart seit der Mitte des 20. Jahrhundert dramatisch zurückgegangen von rund 400.000 Tieren auf heute vielleicht nur noch 30.000. Aber von den Asiatischen Löwen gibt es nicht mehr als zirka 500 Tiere in der Natur, die zudem alle in nur noch einer Region leben, im Gir-Wald in Nordwestindien. Daher werden die Chancen ihres Überlebens weit kritischer gesehen.“ Auch in Zoos sind Asiatische Löwen entsprechend weniger verbreitet. In Deutschland gibt es sie bisher nur in Frankfurt, Köln und Nürnberg.

Zoo Basel, 09.03.2017
Jungtier bei den seltenen Kordofan-Giraffen
In der Giraffengruppe des Zoo Basel ist am 28. Februar ein Jungtier zur Welt gekommen. Onong, ein Männchen, und Mutter Sophie sind wohlauf. Die im Zolli gehaltenen Kordofan-Giraffen gelten in der Wildbahn als gefährdet. Onong (der Hübsche) ist am Dienstag, 28. Februar 2017, über Mittag im Stall des Antilopenhauses des Zoo Basel zur Welt gekommen. Es ist das zweite Kalb von Mutter Sophie (6), Vater ist Xamburu (8). Gemäss Kuratorin Friederike von Houwald verlief die Geburt gut. Mutter Sophie gebar im Stehen und im Beisein der Tierpfleger. Onong, der nach der Geburt 64 Kilogramm wog, konnte relativ rasch auf seinen wackeligen Beinen stehen. Gemäss von Houwald ist er gesund und schon sehr aktiv. Seit heute Donnerstag, 9. März, ist er nun im Antilopenhaus für das Publikum zu sehen. Besucherinnen und Besucher sind angehalten, im Haus leise zu sein, um Sophie und Onong nicht zu stören. Falls die Mutter unruhig wird, wird das Haus für das Publikum geschlossen. Das Antilopenhaus gehört zu den ältesten Gebäuden im Zoo Basel, eröffnet wurde es 1910. Nur noch rund 2000 Kordofan-Giraffen. Mit Onong umfasst die Giraffengruppe im Antilopenhaus des Zoo Basel nun insgesamt fünf Tiere. Ein Männchen, zwei Weibchen und zwei Jungtiere. Makalo, das Kalb von Kianga (8), wurde am 29. Juli 2015 geboren. Alle Giraffen der Basler Giraffengruppe sind Kordofan-Giraffen. Im Unterschied zu allen anderen Unterarten haben Kordofan-Giraffen nur kleine und eher unregelmässige Flecken auf der Innenseite der Beine. Im Zoo Basel werden Kordofan-Giraffen seit 2011 gehalten. In der Wildbahn sind sie nicht so weit verbreitet und gelten als gefährdet. In Tschad, Nigeria und Kamerun gibt es heute nur noch rund 2000 dieser Tiere. In den europäischen Zoos existiert deshalb ein vom Zoo Gelsenkirchen (Deutschland) koordiniertes Zuchtprogramm. In wissenschaftlich geführten Zoos werden heute weltweit 87 dieser Tiere gehalten. Mit seiner Giraffengruppe möchte der Zoo Basel ebenfalls einen Beitrag zum Schutz dieser seltenen Unterart leisten – und freut sich entsprechend über das Jungtier

Zoo Magdeburg 08.03.2017
Über 48.000 Stimmen beim Namensvoting für weiße Löwen: Weiße Löwen suchen Tierpaten
Genau 48.077 Stimmen gaben die Tierfreunde beim Namensvoting für das weiße Löwenquartett ab. Für die kleine Löwin standen die drei Namen Kamali, Sarabi und Nala zur Auswahl und für die drei Kater standen sechs Namen zur Auswahl (Malik, Karabo, Matayo, Paka, Langa, Chaka). Beim Namensvoting konnte jeder User vier Stimmen abgeben – für jeden Löwen jeweils einen Namen – aber nicht jeder hat dies genutzt (manche User wählten zwei Katernamen und ein Katzennamen). Die weißen Löwen bekommen die Namen MALIK (9.000 Stimmen), CHAKA (7.200 Stimmen), MATAYO (6.000 Stimmen) und 66 Prozent wählten bei den Katzennamen als Favoriten NALA aus. Jetzt sucht der Zoo dringend Tierpaten für das quirlige, niedliche Löwenquartett. Die Tierpatenschaft für die kleinen Löwen kann gegen einer Spende von 1000 Euro übernommen werden. Interessenten können sich unter info@zoo-magdeburg.de oder Tel. 0391 280902102 melden. Die Tierpaten sind dann natürlich auch bei der Öffentliche Namenstaufe der weißen Löwen mit dabei, die in Kürze stattfinden wird.

Zoo Münster 08.03.2017
Nach-Nikolaus Gorilla-Baby aus dem Allwetterzoo Münster heißt Makeba!
Einen Tag nach Nikolaus präsentierte Gorilla-Dame Changa-Maidi den Pflegern im Allwetterzoo Münster ihr frisch geborenes Baby. Knapp drei Monate nach dem freudigen Ereignis der Gorilla-Geburt wurde die Kleine am Mittwoch, 8. März auf den Namen Makeba getauft. Zuvor hatte die Firma Marktkauf mit ihren zwei Filialien in Münster Gievenbeck und Loddenheide die Patenschaft für das Gorilla-Baby übernommen. Traditionell darf der Pate sich einen Namen für das Jungtier überlegen. Marktkauf hatte aus diesem Grunde seine Kunden gebeten, im Rahmen eines Wettbewerbes, einen afrikanischen Namen für das Baby zu suchen, der mit dem Namen „M“ wie Marktkauf anfängt. Von den über 400 Namensvorschlägen, die bei den beiden Geschäftsstellenleitern Sabrina Rempel und Uwe Marx sowie Zoodirektor Dr. Thomas Wilms eingegangen waren, wurde sich für den schönen Namen „Makeba“ entschieden. Die Münsteranerin Helga Pensler schlug diesen Namen vor. Der Name „Makeba“ wurde von Miriam Makeba abgeleitet, die am 04. März 1932 in Afrika geboren wurde und auch bekannt war als Mama Afrika. Die leidenschaftliche Sängerin und Vertreterin der Weltmusik setzte sich ihr Leben lang für Menschenrechte ein. Die Weitergabe es Namens an das Allwetterzoo-Gorilla-Mädchen ist eine schöne Erinnerung, an die 2008 verstorbene Sängerin, die sich auch stets für den Schutz und respektvollen Umgang mit der Natur eingesetzt hat. Zur feierlichen Taufe brachte Marktkauf als Taufgeschenk einen bunten Gemüsekorb für die Gorillas und einen Scheck für den Allwetterzoo mit. Tierpatenschaften im Allwetterzoo können Privatpersonen und Firmen übernehmen. Schon ab 25 Euro kann man zum Beispiel Pate für ein Gasttier wie ein Eichhörnchen, schon ab 50 Euro wird man Fisch- oder Vogelpate und für 4.000 Euro darf man sich Elefanten-Pate für ein Jahr nennen. Mit einer Tierpatenschaft im Allwetterzoo Münster unterstützt man den Zoo auf eine besondere Weise. Sie gelten immer für ein Jahr, der Zoo freut sich aber über jede Verlängerung. Infos auf www.allwetterzoo.de

Wisentgehege Springe 08.03.2017
Wisentgehege: Wo das wilde Herz der Natur schlägt – Ganz viel Spaß zu Ostern mit der ganzen Familie – Kinderstube füllt sich
Im Wisentgehege Springe wird wild Ostern gefeiert – wilde Tiere und viele Aktionen inklusive. Der Oster-Spiele-Spaß für die ganze Familie mit allem Drum und Dran ist am Ostersonntag, 16. April, und am Ostermontag, 17. April, jeweils von 11 bis 17 Uhr, zu erleben. An beiden Tagen ist der Osterhase mit dem Bollerwagen im Wildpark unterwegs. Der nette Geselle verteilt Ostereier an die Besucherkinder. Tatkräftige Unterstützung erhält er von einem Küken, das ebenfalls mit dem Bollerwagen unterwegs ist. Richtig lustig geht es beim Oster-Spiele-Spaß an der Köhlerhütte zu: Ob beim Eierangeln, Eierlaufen, auf dem Hüpfparcours oder an der Schokowurfmaschine – Kinder können dort ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen und werden mit einer süßen Überraschung belohnt. Alle, die kreativ werden wollen, können Eier marmorieren und ihrer Kreativität beim Basteln freien Lauf lassen. Die gefiederten Flugkünstler des Falkenhofs werden sich für die Besucher an den Ostertagen dreimal, jeweils um 11, 14 und 16 Uhr, in die Lüfte erheben. Das Falknerteam um Rouven Polep nimmt die Zuschauer mit auf eine spannende Entdeckungsreise über die Falknerei und die Lebensgewohnheiten der Greifvögel und Eulen. Am neuen Wolfsgehege berichten Matthias und Birgit Vogelsang von ihren Wolfsrudeln aus handaufgezogenen Polar- und Timberwölfen. Sie beantworten gerne die Fragen der Zuschauer. Die Präsentation beginnt jeweils um 11.45 und 14.45 Uhr. Besucher des Wisentgeheges in Springe tauchen in die prachtvolle Natur ein. Verteilt auf 90 Hektar mit Wiesen und altem Baumbestand leben dort an die 100 zum Teil stark gefährdete Tierarten. Ob Wisent, Przewalskipferd, Wolf, Fischotter, Wildkatze oder Luchs – sie alle finden im Wisentgehege einen geschützten Lebensraum. Bereits ab Ende März füllt sich im Wisentgehege Springe die Kinderstube. Die ersten Jungtiere der Saison sind die niedlich gestreiften Frischlinge. Nachwuchs beim Muffelwild wird ebenfalls erwartet. Bei den Elchen und Wisenten kommen die Jungen im Mai zur Welt.

Zoo Osnabrück 08.03.2017
Willkommen, Douanita und Sita! Zwei Elefantenkühe im Zoo Osnabrück eingezogen
Endlich ist am Schölerberg eine Elefanten-Mutterlinie eingezogen: Am gestrigen Dienstagabend erreichten die Asiatischen Elefanten Douanita (29 J.) und ihre Tochter Sita (4 J.) den Osnabrücker Zoo und betraten kurz vor Mitternacht ihr neues Zuhause. Sie waren aus dem Zoo Prag angereist. „Der Zoo Osnabrück beteiligt sich damit zukünftig aktiv am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Asiatische Elefanten mit eigener Nachzucht. Damit kommen wir einer von Umweltveränderungen unabhängigen überlebensfähigen Population des Asiatischen Elefanten in Obhut des Menschen einen entscheidenden Schritt näher“, so Zoodirektor Prof. Dr. Michael Böer. Bei Nacht und Regen erreichte der große Transporter am Dienstagabend um halb zehn den Osnabrücker Zoo. Ein sechsköpfiges Team begleitete die beiden Elefantenkühe auf der rund zehnstündigen Fahrt: Vom Zoo Osnabrück waren Zootierarzt Thomas Scheibe, Biologe Andreas Wulftange, Elefantenrevierleiter Detlef Niebler und Elefantentierpfegerin Heike Läkamp dabei. Zusätzlich fuhren zwei Elefantenpfleger aus dem Zoo Prag mit. „Im LKW war eine Kamera installiert, sodass eine durchgehende Kontrolle gewährleistet war. Außerdem hielten wir in regelmäßigen Abständen an, um die Tiere direkt in Augenschein zu nehmen“, berichtete Andreas Wulftange. Beide Kühe, die zusammen über viereinhalb Tonnen wiegen, wurden gemeinsam in einem Container transportiert, waren aber durch ein Gitter voneinander getrennt. „Das ist sinnvoll, denn sonst könnten sie sich versehentlich gegenseitig verletzen, zum Beispiel wenn gebremst wird“, erklärte der Biologe. Bekannte Stimmen und Futter: Nach der Ankunft am Schölerberg gegen halb zehn musste der Container mithilfe eines Krans auf der Außenanlage direkt vor den Eingang der Halle der Elefanten platziert werden. Dabei war Fingerspitzengefühl gefragt, damit die Kiste genau richtig und fest stand. Um viertel nach elf war es schließlich soweit – die Mitarbeiter öffneten die Kiste und die vierjährige Sita durfte als erstes ihr neues Zuhause erkunden: „Die Tierpfleger aus Prag standen in einer abgetrennten Box im Innenbereich, riefen Sita und warfen ihr Leckerlis in die Halle – die bekannten Stimmen geben ein Gefühl von Sicherheit. In der Halle hatten wir außerdem vorab Futter drapiert“, erläuterte Detlef Niebler. Sita streckte zuerst vorsichtig den Rüssel aus der Box, dann das erste Bein, schließlich das zweite und lief dann forsch in die Halle. „Unsere beiden Jungbullen Shanti und Shahrukh standen in ihren Boxen und warteten ganz ungeduldig darauf, sie zu begrüßen. Sie streckten ihr schon den Rüssel entgegen und recht schnell ging Sita zu ihnen, um sie zu berüsseln“, berichtete Böer weiter. Im nächsten Schritt durfte dann Mutter Douanita aus der hinteren Box im Container in die Halle laufen. Auch sie betrat schnell das neue Zuhause, knabberte an den bereitgelegten Ästen und begrüßte die neuen Mitbewohner. „Das war wirklich toll zu beobachten, wie die Elefanten sich gegenseitig berüsselten und mit ihrem Rüssel ins Ohr oder auch ins Maul des anderen fassten. Das ist eine sehr freundliches und vertrauensvolles Verhalten“, freute sich Böer. Kennenlernen und Austausch vorab: Damit sich die beiden neuen Bewohner am Schölerberg schnell wohl fühlen, waren Detlef Niebler und Andreas Wulftange bereits zwei Tage vor dem Transport in Prag vor Ort. „Wir wollten die beiden Elefantenkühe schon mal kennen lernen und Kommandos und Körpersprache der Tierpfleger beobachten, damit wir daran direkt anknüpfen können“, so Niebler. Um für Mensch und Tier den Alltag sowie medizinische Untersuchungen möglichst einfach zu gestalten, lernen Elefanten bestimmte Kommandos wie „lift“. Dabei heben sie den Fuß, damit die Tierpfleger Fußpflege machen können. Das Erlernen der Kommandos erfolgt spielerisch auf freiwilliger Basis. „Die Tierpfleger des Zoo Prag haben uns eine Liste mit den Kommandos gegeben, die Douanita und Sita können.“ Am Montagnachmittag traf zusätzlich Zootierarzt Thomas Scheibe mit Elefantentierpflegerin Heike Läkamp in Prag ein. Er untersuchte die Tiere gemeinsam mit dem Prager Zootierarzt abschließend vor der Fahrt – ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der tragenden Douanita. Sie wird voraussichtlich im Herbst ihr fünftes Jungtier zur Welt bringen. Eingewöhnung steht an: Die nächsten Tagen bleiben für die neuen Bewohner spannend: Haben die ruhige Douanita und ihre verspielte Tochter Sita ihr neues Haus erkundet, werden sie die Außenanlage kennenlernen und direkt auf die beiden Jungbullen (8 J.) treffen. Auch mit dem Zuchtbullen Luka (43 J.) werden sie zunächst mithilfe eines Kontaktgitters und dann direkt zusammengeführt. Dieser ist nachts in einem separaten Bullenstall untergebracht und hat die Kühe zwar sicherlich gehört, aber noch nicht kennengelernt. „Wie schnell die Kühe direkt auf die Bullen treffen, können wir noch nicht sagen – das liegt ganz an den Elefanten. Schließlich braucht jedes Tier eine andere Zeit zur Eingewöhnung“, so Zoodirektor Böer. Besucher können die beiden Elefantenkühe aber bereits in der Elefantenhalle in Osnabrück begrüßen. Hintergrund Elefantenhaltung im Zoo Osnabrück: Der Zoo Osnabrück wartete bereits seit längerer Zeit auf eine Mutterlinie von Asiatischen Elefanten. In der letzten Zeit wohnten die Jungbullen Shanti und Shahrukh gemeinsam mit dem ausgewachsenen Bullen Luka am Schölerberg. Vor kurzem bekam der Zoo vom Zuchtbuchkoordinator für Asiatische Elefanten den Bescheid, dass die zwei Elefantenkühe aus Prag ein neues Zuhause suchen und nach Osnabrück ziehen sollen. Der Transfer der beiden Elefantenkühe sei notwendig gewesen, so Zoodirektor Böer. „Douanita verstand sich in Prag nicht mehr mit den anderen Kühen. Sie hat Leitkuhqualitäten und duldete Familienbildungen der anderen beiden Elefantenkühe, die inzwischen eigene Kinder haben, nicht. Es kam in den vergangenen Monaten in Prag daher immer wieder zu Spannungen unter den nicht verwandten Müttern, weshalb man Douanita und die anderen Mütter nun nicht mehr zusammen halten kann. Der Transport war zu der Zeit der Trächtigkeit unbedenklich.“ Zoos sind mittlerweile dazu übergegangen Mutterlinien, also miteinander verwandte Elefantenkühe, zu halten oder an andere Zoos zusammen weiterzugeben. Dies entspricht der Herdenbildung in der Wildbahn und gewährleistet, dass die Töchter Fortpflanzung und Jungtieraufzucht von ihren Müttern oder Tanten lernen.

Tiergarten Schönbrunn Wien 08.03.2017
VOGELGRIPPE-FALL IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Im Tiergarten Schönbrunn ist ein Fall von Vogelgrippe aufgetreten. Bei einem der Krauskopfpelikane, die bereits seit Dezember als Vorsichtsmaßnahme in einem Zelt untergebracht waren, ist das H5N8-Virus nachgewiesen worden. „Der Vogel ist am Montag akut erkrankt und musste eingeschläfert werden. Nun liegt der Nachweis vor, dass er mit dem Vogelgrippe-Stamm H5N8 infiziert war“, erklärt Zoo-Tierarzt Thomas Voracek. Die weiteren Maßnahmen werden von den Experten des Zoos laufend mit der MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz der Stadt Wien – und den Experten im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen abgestimmt. Um den restlichen Vogelbestand zu schützen, sind ab sofort das Vogelhaus, das Regenwaldhaus und das Wüstenhaus geschlossen. Für Menschen stellt das Virus keine Gefahr dar. Von den restlichen Pelikanen wurden gestern gemeinsam mit Amtstierärzten der MA 60 Proben aus Rachen und Kloake entnommen. Die Untersuchungsergebnisse werden morgen erwartet.

Serengeti-Park Hodenhagen 08.03.2017
Dritte Nashorngeburt in Folge: Der Serengeti-Park Hodenhagen hat ein junges Dickhäuter-Trio!
Nach knapp 1,5 Jahren Tragzeit war es am Donnerstag (03.03.2017) endlich soweit: Breitmaulnashornkuh Uzuri hat im Serengeti-Park Hodenhagen ein Jungtier geboren und damit das junge Dickhäuter-Trio des Parks komplettiert! Uzuri (*27.06.2005) ist eine erfahrene Mutter. Sie hat bereits 2011 und 2013 jeweils ein Kalb geboren und erfolgreich aufgezogen. Ihr jüngster Nachwuchs ist ein gesundes und sehr munteres Männchen. Es war bei seiner Geburt etwa 45 Zentimeter hoch und 40 Kilogramm schwer. „Wir waren alle erleichtert und wirklich glücklich, als wir am Donnerstagmorgen unser drittes, gesundes Nashornkalb im Stall sahen! Der kleine Bulle stand bereits neben seiner Mutter und wurde von ihr gesäugt. Als wir den Stall betraten ist er uns neugierig und nur wenig scheu begegnet.“, schwärmt Tierpflegerin Sabrina Wietzke. Im Serengeti-Park waren bereits am 07.09.2016 der kleine Bulle Akono und am 26.12.2016 die Nashornkuh Moana geboren. Alle drei Breitmaulnashorn-Jungtiere sind Nachkommen des 23-jährigen Zuchtbullen Martin. Der noch namenlose, kleine Bulle ist die 48. Geburt eines Breitmaulnashorns in Hodenhagen seit der Gründung des Serengeti-Parks im Jahr 1974. Bedingt durch seine weitläufigen Flächen und die naturnahe und artgerechte Haltung kann der Serengeti-Park weltweit die zweitbesten Zuchterfolge bei Breitmaulnashörnern vorweisen. Lediglich der San Diego Zoo in Kalifornien verzeichnet höhere Geburtenraten. „Wir sind stolz auf die Erfolge unserer Breitmaulnashorn-Zucht. Da die südlichen Breitmaulnashörner auf der Roten Liste der IUCN als ‚potentiell gefährdet‘ eingestuft sind, freuen wir uns natürlich besonders über nun zahlreiche Geburten gesunder und kräftiger Jungtiere bei uns.“, erklärt Mitinhaber und Geschäftsführer des Parks, Dr. Fabrizio Sepe. Der als zoologischer Garten anerkannte Serengeti-Park nimmt mit seinen südlichen Breitmaulnashörnern (Ceratotherium simum simum) am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP teil. Das EEP koordiniert die Zucht in Zoos zur Erhaltung bedrohter Tierarten, um die genetische Diversität zu erhalten. Aktuell gibt es mehr als 20.000 Tiere in freier Wildbahn. Fast 99% der Population leben in nur vier afrikanischen Ländern: Südafrika, Namibia, Zimbabwe und Kenia. Das Breitmaulnashorn ist das zweitgrößte Landsäugetier nach dem Elefanten. Es weist eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu vier Metern und eine Schulterhöhe von bis zu zwei Metern auf. Einzelne Tiere erreichen ein Gewicht von 3500 Kilogramm. Die Tragzeit bei Nashörnern beträgt 18 Monate. Die normale Trabgeschwindigkeit liegt bei etwa 15 bis 30 km/h, beim Angriff oder auf der Flucht können sie im Galopp auch 40 km/h erreichen. Nashornjungtiere bleiben nach ihrer Geburt bis zu drei Jahre bei ihren Müttern. Uzuri und ihre Tochter Makena (2013) hatten eine besonders enge Bindung und standen tatsächlich noch bis wenige Tage vor der Geburt des kleinen Bullen nachts in einer Gemeinschaftsbox. Pflegerin Sabrina Wietzke hatte Makena erst kürzlich, als die ersten Anzeichen einer bald anstehenden Geburt deutlich wurden, zu ihrer Tante Doris umgesetzt. „Makena war natürlich zuerst nicht sehr erfreut und hat nach ihrer Mutter gerufen. Inzwischen hat sie sich aber gut an Tante Doris gewöhnt, so dass Uzuri nun all ihre Energie für den Kleinen hat.“, so Wietzke. Das Jungtier wird zunächst ein paar Monate mit seiner Mutter im Schutz der Zuchtbox bleiben. Erst wenn es größer und kräftig genug ist, wird es zusammen mit den zehn weiteren Tieren seiner Herde im Wildareal „Südliches Afrika“ zu sehen sein. Seine Halbgeschwister Akono und Moana werden für Besucher des Serengeti-Parks schon draußen zu sehen sein, sobald die Temperaturen steigen. Der Serengeti-Park startet am 01. April 2017 in seine neue Saison.

Tierpark + Fossilium Bochum 07.03.2017
Schutz der Biodiversität durch gemeinsamen Kampf gegen invasive Arten: Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Renate Sommer zu Gast im Tierpark + Fossilium Bochum
Der Tierpark + Fossilium Bochum durfte am 6. März einen besonderen Gast begrüßen: Dr. Renate Sommer, Mitglied des Europäischen Parlaments, kam auf Einladung des Zoodirektors Ralf Slabik in den Ruhrgebietszoo, um die Situation und den Standpunkt des Tierparks und die praktischen Auswirkungen der EU-Verordnung 1143/2014 für den Bochumer Tierpark zu erörtern.
Die Verordnung, die am 1. Januar 2015 in Kraft trat, soll den zukünftigen Umgang mit gebietsfremden, aus anderen Ländern und Kontinenten eingewanderten und eingeführten Pflanzen- und Tierarten regeln. Zentrales Element der Verordnung ist eine am 3. August 2016 veröffentlichte Liste mit 37 sogenannten „invasiven Tier- und Pflanzenarten“, die gemäß der Verordnung nicht mehr in die EU eingeführt, dort gehalten, gezüchtet, transportiert, gekauft, verkauft, getauscht oder freigesetzt werden dürfen. Das wohl bekannteste Beispiel für eine invasive Art ist der Waschbär, der im Jahr 1835 erstmals aus Nordamerika nach Europa eingeführt wurde und mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet ist. Auf der EU-Liste befinden sich jedoch auch Tierarten, wie der Südamerikanische Nasenbär Nasua nasua, der im Tierpark + Fossilium Bochum ein wahrer Publikumsliebling ist. ung und Ausbreitung gebietsfremder Tierarten, da sie gesetzlich ohnehin dazu verpflichtet sind, ihre Tiere am Entweichen in die Umwelt zu hindern“, erläutert Ralf Slabik, „In ihrer Stellung als bedeutende Umweltbildungseinrichtungen unterstützen Zoos vielmehr die Europäische Union in ihrem Bestreben, die Bevölkerung anschaulich über „Invasivarten“ und deren mögliche Einfuhrpfade zu informieren. Wir müssen“, so Ralf Slabik weiter, „alle Tierarten, die unter die EU-Verordnung fallen, weiterhin halten und züchten dürfen, so wie es im Sinne eines artgemäßen Bestandsmanagements sinnvoll und notwendig ist. Die Nasenbären sind weit davon entfernt sich in Deutschland zu etablieren und eine flächendeckende Ausbreitung durch einen Ausbruch aus Zoos ist ausgeschlossen.“ Im Gespräch mit Dr. Renate Sommer zeigte sich die Geschäftsführung des Tierpark + Fossilium Bochum hoch erfreut darüber, dass sich die Europa-Abgeordnete als Mitglied im zuständigen Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit maßgeblich an einer zooaffinen Entwicklung der EU-Verordnung beteiligt. In diesem Zusammenhang soll die Möglichkeit der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen für Zoos aufgenommen werden und die Mitgliedstaaten sollen bei der Umsetzung der Verordnung einen gewissen Handlungsspielraum haben. Dr. Renate Sommer erklärt: „Der europäische Gesetzgeber hat den EU-Mitgliedstaaten bei der ‚Aliens-Verordnung‘ die Möglichkeit eingeräumt, Ausnahmegenehmigungen für Zoos zu erteilen. Wir wollen, dass Zoos auch in Zukunft Tiere halten dürfen, die auf der Liste stehen. Dazu gehört auch die Erhaltungszucht, unabhängig vom Schutzstatus dieser Arten. Das heißt, auch wenn die betreffende Art – wie der Südamerikanische Nasenbär – in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet nicht gefährdet ist, muss eine Bestandssicherung der Tiergruppe im Rahmen der biologischen Vielfalt im Zoo gewährleistet sein. Es ist jetzt Aufgabe des Bundestages, in dieser Richtung tätig zu werden.“ Herr Slabik zeigte sich sehr zufrieden über den Verlauf des Gesprächs und dankte Frau Dr. Sommer für ihre unterstützende Haltung, ihre Aktivitäten für Zoos und ihre Bereitschaft auch weiterhin als Ansprechpartnerin zum Thema „invasive Arten“ auf europäischer Ebene zur Verfügung zu stehen.

Zoo Wuppertal 07.03.2017
am ersten Märzwochenende trafen sich im Grünen Zoo Wuppertal auf Einladung des Vorsitzenden des Zoo-Verein Wuppertal e.V., Bruno Hensel, Vor-standsvertreter von 10 Fördervereinen aus NRW und Rheinland-Pfalz zum 1. Regionaltreffen West der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer e.V. (GDZ). Auch Dieter Rollepatz aus Neuwied, Ehren-präsident der GDZ, nahm an dem Treffen teil.
Hensel, der auch Präsident des Dachverbandes ist, konnte über die erfreuliche Entwicklung der GDZ berichten. Dem Verband gehören inzwischen mehr als 60 Zoo-Fördervereine in Deutschland mit ca. 75.000 Zoo-Freunden an. Dr. Arne Lawrenz, Direktor des Grünen Zoos Wuppertal, machte bei seiner Führung die 20 Teilnehmer besonders auf umgesetzte und geplante Projekte des Zoo-Vereins aufmerksam und dankte für die wichtige Unterstützung dieser großen Bürgerbewegung. Bei der anschließenden Diskussion in der Zoo-Schule wur-den vor allem Fragen erörtert, die für das Bundesland NRW von Bedeutung sind. Nordrhein-Westfalen verfügt mit seinen 12 wissenschaftlich geführten Zoologischen Gärten über die größte Zoodichte weltweit. Die Vorstandsvertreter tauschten sich insbesondere über Fragen der Finanzierungsmöglich-keiten der Zoos und der Vereine, Erfahrungen im Umgang mit Erbschaften und Nachlässen sowie den Komplex des Artenschutzes aus. Die Initiative der NRW-Partnerzoos wurde ge-lobt, aber für ausbaufähig erachtet. Insgesamt wurde eine stärkere politische Arbeit der För-dervereine als notwendig angesehen. Für die anstehende Wahl zum neuen Landtag in NRW im Mai sollen daher sogenannte „Wahlprüfsteine“ mit 10 Fragen zur Bedeutung der Zoologi-schen Gärten an die zur Zeit im Landtag vertretenen Parteien formuliert werden. Die Antwor-ten werden rechtzeitig vor der Wahl den Vereinsmitgliedern und Zoobesuchern zur Kenntnis gegeben. Für 2018 haben sich spontan die Zoofreunde Krefeld bereit erklärt zum nächsten Regionaltreffen einzuladen.

Zoo Duisburg 07.03.2017
„LICHT“ im Koalahaus: Jüngster Koalaspross wird der Presse vorgestellt
Rechtzeitig zum Frühlingsanfang in zwei Wochen, zeigt sich der jüngste Spross im Koalahaus immer öfter dem Publikum. Vor fast einem Jahr wanderte das noch blinde und nackte Koalajoey, klein wie ein Gummibärchen, durch das dichte Fell der Mutter in den Beutel und wuchs dort heran. Nach und nach kam erst ein Ärmchen zum Vorschein, dann ein Köpfchen und inzwischen begibt es sich auf Erkundungstour durch das ganze Koalagehege. Lange vor der Geburt des kleinen Koalas hat sich schon seine Patin INDRA SICKMANN in die Koalas des Zoo Duisburg verliebt. Zum 20-jährigen Jubiläum der Duisburger Koalahaltung brachte sie vor drei Jahren die Broschüre „Koalas im Zoo Duisburg“ heraus, dessen Erlös dem Zoo zugutekommt. Als neue Patin trägt Frau Sickmann nicht nur dazu bei, dass immer frischer Eukalyptus vorhanden ist, sondern durfte sie das kleine Männchen auch benennen. Passend zum Aborigine Namen der Mutter IONA (Feuer) und des ein Jahr älteren Bruders MAKA (kleines Feuer) fiel die Entscheidung auf RAMBOORA was in der Sprache der Ureinwohner „Licht“ bedeutet. Seit 1994 konnten im Zoo Duisburg schon 36 Jungtiere groß gezogen und teilweise an andere zoologische Einrichtungen vermittelt werden. Und wer weiß, vielleicht haben die Beutel der anderen Weibchen auch noch Überraschungen parat?

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 07.03.2017
Abschiede bei den Menschenaffen: Zwei Bonobos verzogen, ein Bonobo verstorben – Neuzugang erwartet
Das Leben ist ein Kommen und Gehen – auch bei den Bonobos in der Wilhelma. Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart hat sich Ende vergangener Woche von drei seiner Menschenaffen verabschieden müssen. Nayembi ist mit ihrer Tochter Nila in den Frankfurter Zoo umgezogen. Damals vier Jahre alt, war sie 2010 mit ihren Eltern Liboso und Mobikisi aus dem Zoo Apenheul in den Niederlanden in die Wilhelma gekommen. Daher stand fest, dass sie nicht auf Dauer in Stuttgart bleiben konnte. Denn bei den Bonobos verlassen Töchter mit der Geschlechtsreife die Gruppe ihrer Mutter. Nayembis Tochter Nila, deren Vater Kasai ist, kam im August 2015 als erster Bonobo in der Außenanlage der neuen Menschenaffen-Anlage auf die Welt. Die Kleine ist inzwischen aus dem Gröbsten heraus und hat mit ihrer Mutter den Transport nach Frankfurt begleitet von einer vertrauten Tierpflegerin gut überstanden. Die Zahl der in Zoos weltweit gehaltenen Bonobos ist mit rund 200 überschaubar. Um ihre Gene möglichst gut zu mischen, ist jeweils nach einigen Jahren ein Austausch der Tiere angebracht. So erhält die Wilhelma nach der Abgabe von Nayembi und Nila im Laufe dieses Jahres ein Weibchen aus dem Zoo in Columbus im US-Bundestaat Ohio. Diese Umzüge werden auf Empfehlung der Zuchtkoordinatoren geplant. Schmerzlich und unerwartet war dagegen der Verlust von Hermien am Donnerstag, 2. März 2017. Das auf 38 Jahre geschätzte Weibchen machte vergangene Woche einen geschwächten Eindruck und sprach auf die intensive Behandlung durch die Tierärzte nicht an. Wie die Obduktion ergab, ist sie einer Lebererkrankung erlegen. Bei der betagten Dame mit dem auffällig kahlen Kopf ließ sich das Geburtsjahr 1978 nur schätzen, weil Hermien 1980 aus Privatbesitz in den Zoo von Antwerpen gekommen war. Dort war sie einige Zeit die Matriarchin der Gruppe, bevor auch sie 2010 nach Stuttgart wechselte. „Bei uns hat sie sich überraschend schnell mit Kombote, der Chefin unserer Bonobos, arrangiert“, berichtet Marianne Holtkötter, Kuratorin für die Menschenaffen in der Wilhelma, „Hermien war zurückhaltend und hatte ein wirklich freundliches Wesen. Pfleger und Stammbesucher begrüßte sie mit ihrem typischen ,Grinsgesicht‘.“ Zum Glück ist Hermiens jüngster Nachwuchs, Bobali, der im Juli 2013 zur Welt kam, mit dreieinhalb Jahren nicht mehr auf seine Mutter angewiesen. In den Tagen seit ihrem Tod sucht er die Nähe zur Matriarchin Kombote und dem Männchen Mobikisi, bei denen er sich geborgen fühlt.

Zoo Landau in der Pfalz 07.03.2017
Eine Wochenende ganz im Lichte des Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V.
Der Vorstand rief … und wieder einmal folgten zahlreiche Mitglieder des rührigen Landauer Zoo-Fördervereins der Einladung zur diesjährigen Vereins-Jahreshauptversammlung am Freitagabend, den 03.03.2017. Vor 65 Landauer Zoo-Förderern konnten dann der Vereinsvorsitzende, Sanitätsrat Dr. Helmuth Back, sowie als Geschäftsführer Gerhard Blumer und als Schatzmeister Klaus Blumer über die Entwicklungen um und im Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. berichten. Der Stand an Mitgliedschaften ist auf gleichbleibend sehr hohem Niveau und die Finanzen des Vereins sind in Hinblick auf viele anstehende Projekte solide, aber kein Anlass dafür, die Hände in den Schoss legen zu können. Doch nicht nur die „einfachen“ Mitglieder nahmen Anteil an den Ausführungen, sondern auch Landaus Beigeordneter und Zoodezernent Rudi Klemm und Landaus Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel sprachen Grußworte und berichteten aus ihren Perspektiven über Förderverein und Zoo. Beide lobten die sehr gute, unkomplizierte und zielorientierte Zusammenarbeit zwischen Verein, Zoo und Stadtverwaltung. „Zahlreiche Veranstaltungen im Zoo bzw. des Vereins wurden im zurückliegenden Jahr insbesondere durch Mitglieder des aktiven Arbeitskreises unterstützt,“ sagte Back. Als Beispiele führte er u.a. eine Aktion zum Nistkastenbau für Familien oder die Betreuung von Button-Prägestand, Glücksrad, Waffel- und Flammkuchenbacken an. Höhepunkte stellten die Einweihungsfeiern für neugebaute Schau- und Zuchtvolieren für bedrohte Vogelarten und des neuen Streichelzoos dar. An beiden Projekten war der Freundeskreis nicht nur mit nennenswerten Finanzzuschüssen beteiligt, sondern im Falle des Streichelzoos reichte das Engagement bis hin zu praktischen handwerklichen Hilfen oder der Vermittlung eines historischen Traktors, der nun einen der Anziehungspunkte darstellt. Vorsitzender Back dankte allen aktiven und passiven Förderern, die ihren wichtigen Beitrag zur Erhaltung und zum Ausbau des Zoos in Landau als unverzichtbare Kultur- und Bildungseinrichtung leisteten. In die gleiche Bresche schlug auch Beigeordneter Klemm als er hervorhob, dass sich gerade der Zoo als eine der sog. „freiwilligen Leistungen“ der Stadt bereits durch einen sehr hohen Deckungsbeitrag seiner laufenden Kosten auszeichnet. Auch dieses sei mit ein Ergebnis der langjährigen und nennenswerten finanziellen Entlastung durch Unterstützung aus dem Freundeskreis. So konnten nach einer rundum von positiven Resümees geprägten Jahreshauptversammlung in den folgenden zwei Tagen diverse Mitlieder erneut aktiv für den Verein wirken. In einer speziellen Ausstellungshalle auf der laufenden 17. Landauer Wirtschaftswoche präsentierte sich natürlich auch der Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. mit einem attraktiven Informationsstand. Auch dieses Engagement blieb nicht vergebens und so konnte sich der Verein über mehrere Beitritte neuer Mitglieder freuen!

Tierpark Hellabrunn München 07.03.2017
Willkommen, Justin! Neuer Roter Panda im Tierpark Hellabrunn
Die Rote Panda-Dame Miu hat einen neuen Lebensgefährten auf ihrer Anlage. Neugierig schauen die beiden Roten Pandas von ihren Ästen herunter und beobachten ihre Umgebung. Das neue Rote Panda-Männchen Justin hat sich schon gut auf seiner neuen Anlage eingelebt und versteht sich auch mit seiner Mitbewohnerin Miu prächtig. Die beiden teilen sich sogar schon einen Baum als Schlaf- und Futterplatz. Während Miu sich in ihren buschigen Schwanz einkuschelt, klettert Justin den Baum herunter, um genüsslich ein paar frische Bambusblätter zu fressen. Justin ist am 22. Juni 2016 im holländischen Safari-Park Beekse Bergen geboren und daher noch ein sehr junges Männchen, weswegen man sich frühestens in zwei Jahren Hoffnung auf Jungtiere machen kann. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ist gemeinsamer Nachwuchs der beiden gewünscht. Rote Pandas, welche auch die Spitznamen „Goldhund“ oder „Feuerfuchs“ tragen, sind dämmerungsaktiv und verbringen die meiste Zeit des Tages schlafend in Baumkronen. Sie sind im asiatischen Raum beheimatet. Durch Verlust ihres Lebensraums und Wilderei werden sie auf der Roten Liste bedrohter Arten der IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. Nur noch etwa 10.000 Rote Pandas gibt es in den Bergwäldern des Himalayas. Der Tierpark Hellabrunn unterstützt gemeinsam mit der Sana Kliniken Solln Sendling GmbH die Organisation „Red Panda Network“ in Nepal, welche sich für den Schutz und die Erhaltung der Roten Pandas in ihrem natürlichen Lebensraum und die Umweltbildung der Bevölkerung einsetzt. Justin und Miu können täglich von 9 bis 17 Uhr im Tierpark Hellabrunn besucht werden. Die Anlage der Roten Pandas befindet sich zwischen dem Tao-Garten und der Dschungelwelt.

Zoo Vivarium Darmstadt 07.03.2017
Vivarium: Stadt hebt Absperrzone zum Schutz gegen Vogelgrippe auf
Seit dem 2. Dezember 2016 galt zum Schutz gegen die Vogelgrippe eine Absperrzone um die empfänglichen Vogelarten im oberen Teil des Zoo Vivarium. In Abstimmung mit dem Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz der Wissenschaftsstadt Darmstadt kann die Absperrzone ab Dienstag, 7. März, aufgehoben werden. Die Besucherinnen und Besucher können ab sofort Flamingos, Emus, Nandus, Rotschulterenten und Eulen wieder in ihren Gehegen und Außenanlagen beobachten. Es gelten wieder die regulären Eintrittspreise.

Tierpark Berlin 07.03.2017
Fritz ist tot
Am Montagabend erlag der kleine Eisbär Fritz seiner Leberentzündung. In der Tierklinik des Tierparks überwachten Tierarzt Dr. Andreas Pauly und Tierpflegerin Jeane Falkenberg den erkrankten Eisbären. Gegen 19:30 Uhr wurde sein Atem unregelmäßig. Fritz bekam daraufhin eine Atemstimmulans. Auch eine Herzdruckmassage und Sauerstoff halfen nicht, sodass der kleine Eisbär gegen 20 Uhr verstarb. Heute gegen 9 Uhr wird Fritz im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung obduziert. „Wir sind fassungslos, sehr traurig und deprimiert. Es ist unglaublich, wie schnell uns dieser kleine Eisbär ans Herz gewachsen ist. Dennoch gilt es jetzt, die Ergebnisse der Obduktion abzuwarten, um Klarheit über die plötzliche Todesursache zu erhalten“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Im Tierpark Berlin hat Tonja am Donnerstag, den 3. November 2016 zum ersten Mal Eisbärnachwuchs zur Welt gebracht. Nach 22 Jahren gab es erstmals wieder ein Eisbären-Jungtier im Tierpark Berlin. Eltern des Eisbären Fritz sind die siebenjährige Tonja und der fünfjährige Wolodja, der derzeit im Zoo Berlin zu sehen ist. Gestern gegen 8 Uhr fanden die Eisbären-Pfleger den vier Monate alten Eisbärennachwuchs apathisch im Stall bei Mutter Tonja. Sofort berieten die Tierärzte, Kuratoren und Pfleger, die Eisbär-Mutter vom Jungtier zu trennen, um Fritz näher zu untersuchen. Im benachbarten Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wurde Fritz gestern über Stunden aufwendig untersucht. Ultraschall, CT und Röntgenuntersuchungen ergaben vorerst keinen eindeutigen Befund. Die bakteriellen Stuhluntersuchungsergebnisse stehen noch aus. Die Blutwerte zeigen besorgniserregende Leberwerte. Dagegen wurde Fritz mit einem speziellen Antibiotikum und Schmerzmitteln behandelt.

Tierpark Berlin 07.03.2017
Rätsel um plötzlichen Tod soll aufgeklärt werden: Eisbär Fritz starb an Multiorganversagen
Die heutige Obduktion von Eisbärnachwuchs Fritz am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung hat bisher zu keinen weiteren Ergebnissen geführt. Nach derzeitigem Stand hatte das Tier einen Leberschaden. Die Enzymwerte der Leber waren extrem hoch. Diese Symptome haben letztendlich zum akuten Organversagen geführt. Was die Ursache dieser Erkrankung ist, sollen die weiteren Untersuchungen zeigen. Es folgen mikrobiologische, virologische sowie toxikologische Auswertungen. Mit den Ergebnissen ist in den nächsten Wochen zu rechnen. „Unser vorderstes Ziel ist es, schnellstmöglich die Ursache für den plötzlichen Tod von Fritz herauszufinden. Denn erst anschließend werden wir entscheiden, wie es mit der Eisbärenzucht in Berlin weitergeht“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Bärenkurator Dr. Florian Sicks ergänzt: „Die Eisbärmutter Tonja hat gestern intensiv nach ihrem Fritz gesucht und war sehr nervös. Heute war sie schon deutlich gelassener.“ „Wir haben es mit einem sehr seltenen Krankheitsverlauf zu tun. In meiner Tätigkeit als Tierarzt im Tierpark Berlin habe ich sieben gesunde Eisbärenjungtiere aufwachsen sehen. Fritz ist der erste, der gestorben ist“, fügt Tierarzt Dr. Günter Strauß traurig hinzu.

Tiergarten Schönbrunn Wien 07.03.2017
SELTENER ZUCHTERFOLG BEI TAUBWARANEN
Taubwarane leben so versteckt in den Regenwäldern im Norden Borneos, dass es kaum Informationen über sie gibt. Dem Tiergarten Schönbrunn ist es nun als zweitem Zoo der Welt geglückt, diese spannenden Echsen zu züchten. „Ende 2016 hat unser Weibchen drei Eier gelegt. Das war schon ein großer Erfolg. Nach drei Monaten Inkubationszeit sind Anfang Februar zwei Jungtiere geschlüpft“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. „Besonders bei Arten, über die wenig bekannt ist, ist es extrem wichtig, Informationen über Zucht und Haltung zu sammeln, da viele dieser Arten durch Zerstörung ihrer Lebensräume bedroht sind.“ Was über die Taubwarane bekannt ist, lässt sich in wenigen Sätzen zusammenfassen. Schratter: „Eher untypisch für Reptilien liegen sie tagsüber im Flachwasserbereich von Bächen oder vergraben sich im Erdreich. Nachts gehen sie auf Nahrungssuche. Den Hauptteil ihrer Nahrung dürften Fische, Süßwassergarnelen und Kaulquappen ausmachen. Ihre strahlend blauen Augen sind sehr klein und können mit einem transparenten Lid verschlossen werden. So können sie auch unter Wasser sehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Reptilien haben Taubwarane keine Ohröffnung. Dieses Merkmal ist namensgebend, auch wenn dies nicht korrekt ist. Hören können sie nämlich trotzdem. In letzter Zeit finden Forscher auf der Insel Borneo vermehrt Taubwarane. Allerdings nicht im Regenwald, sondern in den Bewässerungsgräben von Ölpalmplantagen und Reisfeldern, denen der Regenwald weichen musste. Ausgewachsen sind Taubwarane rund 45 Zentimeter groß. Von ihrer Gesamtlänge macht allerdings der Schwanz fast die Hälfte aus. Die beiden Jungtiere sind erst zehn Zentimeter groß, halten sich viel im Wasser auf und fressen wie ihre Eltern ausschließlich Regenwürmer. Die Taubwarane sind hinter den Kulissen des Regenwaldhauses untergebracht und leider für die Besucher nicht zu sehen.

Tierpark Berlin 06.03.2017
Große Sorge um Fritz: Eisbären-Nachwuchs schwer erkrankt
Wenn der Zoodirektor alle Termine absagt, muss etwas Wichtiges passiert sein. Heute Morgen um 8 Uhr fanden die Eisbären-Pfleger den vier Monate alten Eisbärennachwuchs apathisch im Stall bei Mutter Tonja. Sofort berieten die Tierärzte, Kuratoren und Pfleger, die Eisbär-Mutter vom Jungtier zu trennen, um Fritz näher zu untersuchen. Im benachbarten Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wurde Fritz heute über Stunden aufwendig untersucht. Ultraschall, CT und Röntgenuntersuchungen ergaben vorerst keinen eindeutigen Befund. Die bakteriellen Stuhluntersuchungsergebnisse stehen noch aus. Die Blutwerte zeigen besorgniserregende Leberwerte. Dagegen wurde Fritz mit einem speziellen Antibiotikum und Schmerzmitteln behandelt. „Fritz hat eine massive Leberentzündung, das deutet auf eine ernsthafte Krankheit hin. Wir hoffen sehr, dass der kleine Eisbär wieder gesund wird. Wir sind alle sehr besorgt“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Bereits am Sonntagmorgen war Fritz deutlich ruhiger als sonst. Vorsorglich verabreichte Tierarzt Dr. Andreas Pauly ein Antibiotikum und Antiparasitikum. Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem besuchte Fritz daraufhin gestern Nachmittag im Stall. Gegen Abend hatte sich sein Zustand stabilisiert. Er trank sogar wieder bei Mama Tonja. Im Tierpark Berlin hat Tonja am Donnerstag, den 3. November 2016 zum ersten Mal Eisbärnachwuchs zur Welt gebracht. Nach 22 Jahren gibt es erstmals wieder ein Eisbären-Jungtier im Tierpark Berlin. Eltern des Eisbären Fritz sind die siebenjährige Tonja und der fünfjährige Wolodja, der derzeit im Zoo Berlin zu sehen ist.

Zoo Köln 06.03.2017
Orang-Utan-Weibchen „Tilda“ im Kölner Zoo gestorben
„Tilda“, ein Orang-Utan aus dem Kölner Zoo, ist am Wochenende verstorben. Zoo-Tierpfleger hatten zuletzt festgestellt, dass das rund 50 Jahre alte Weibchen immer seltener aufstand und Schmerzen zu haben schien. Bei einer Untersuchung, zu der sich Zootierärztin Dr. Sandra Langer eigens zwei spezialisierte Kolleginnen aus anderen Zoos dazu geholt hatte, stellte man eine massive Nierenerkrankung fest. Da die Erfolgsaussichten einer Operation mit Entfernung der abgestorbenen Niere aufgrund des ungewöhnlich hohen Alters von „Tilda“ sehr schlecht waren, entschlossen sich die Verantwortlichen des Zoos für das Einschläfern des Tieres. „Tilda“ wurde anschließend obduziert. Dies geschah im Rahmen der Kooperation des Kölner Zoos mit dem Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Köln. Der Befund des Kölner Zoos wurde dabei durch die Rechtsmediziner bestätigt. „Tilda“ kam vor ungefähr 50 Jahren in Kalimantan im indonesischen Teil von Borneo zur Welt. Nach Stationen in einem Zirkus und in verschiedenen Tierparks bot ihr der Kölner Zoo ab März 2008 einen verhaltensgerechten Alterssitz – anfangs in einer Art „Alters-WG“ mit der 2010 gestorbenen Artgenossin „Lotti“. Zurzeit leben sechs Orang-Utans im Urwaldhaus für Menschenaffen des Kölner Zoos. Der Zoo hält diese in freier Wildbahn hochbedrohte Menschenaffenart seit mehr als 100 Jahren. In diese Zeit fielen 22 erfolgreiche Nachzuchten. Die erste war „Lotti“ im Jahr 1971. Jüngster Neuzugang ist „Ciri“. Sie kam im Februar 2014 zur Welt.

Zoo Frankfurt am Main 06.03.2017
Nachwuchs bei den Gorillas
Am 1. März brachte das 28-jährige Gorilla-Weibchen DIAN Zwillinge zur Welt. Die Jungtiere waren auffällig klein und DIAN zog sich deutlich zurück. Das Menschenaffen-Haus Borgori-Wald wurde für zwei Tage geschossen, um jede Störung von den Gorillas abzuhalten. Am Freitagnachmittag dann die traurige Gewissheit: Eines der Jungtiere lebte nicht mehr. Der zweite Zwilling wurde zunächst von der Mutter getrennt und tierärztlich versorgt. Aktuell geht es ihm gut. „Nachdem im Laufe des Freitag klar wurde, dass eines der Jungtiere leblos war und das zweite schwach wirkte, haben wir uns dazu entschieden, DIAN in Narkose zu legen um ihr das lebende Jungtier abzunehmen und zu untersuchen“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch die Situation. Die richtige Entscheidung, denn das außergewöhnlich kleine Jungtier war bereits unterkühlt und dehydriert. „Das Kleine wurde von Mutter DIAN gut versorgt und wir konnten auch beobachten, dass es versucht hat zu trinken, aber es war wohl zu schwach. Wir haben uns dann dazu entschieden, das Jungtier von der Mutter zu trennen und unter der ständigen Überwachung durch unsere Pfleger und die Tierärztinnen aufzupäppeln“, so der Zoodirektor. Die Maßnahme zeigt Wirkung: Aktuell geht es dem kleinen Gorilla-Mädchen gut. Es trinkt, ist munter und seine Körpertemperatur ist stabil. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger versorgen und füttern das Jungtier – stets in unmittelbarer räumlicher Nähe zu Mutter DIAN, die ihr Junges durch ein Gitter sogar berühren kann. „Wir werden den Tag heute noch abwarten und dann entscheiden, ob das Jungtier morgen wieder mit DIAN zusammen gebracht werden kann“, sagt Niekisch. „Nichts ist besser für einen kleinen Menschenaffen, als die Aufzucht durch die eigene Mutter“, so Niekisch. Um Mutter und Kind die nötige Ruhe zu gönnen und notfalls schnell eingreifen zu können, werden beide bis auf Weiteres hinter den Kulissen gehalten und sind deshalb für die Zoobesucherinnen und Zoobesucher nicht zu sehen. Warum der zweite Zwilling diesmal nicht überlebte, wird die pathologische Untersuchung im Deutschen Primatenzentrum (DPZ) in Göttingen zeigen. Zwillingsgeburten bei Gorillas sind sehr selten und immer heikel – das gilt auch für Gorillas im Freiland. Dass DIAN bereits zum zweiten Mal hintereinander Zwillinge zur Welt gebracht hat, ist außergewöhnlich. Bei der Zwillingsgeburt im September 2015 verstarb eines der Jungtiere nach zwei Tagen, im Januar 2016 verlor der Zoo dann auch das zweite Jungtier.

Tierpark Hellabrunn München 06.03.2017
Knappes Rennen! Namenssuche für das Münchner Eisbärenbaby geht in die zweite Halbzeit
Es ist ein knappes Rennen: Seit elf Tagen können die ProSieben-Zuschauer und alle Eisbären-Fans über den Namen für das Münchner Eisbären-Baby aus dem Tierpark Hellabrunn abstimmen. Zur Halbzeit liefern sich zwei der insgesamt sieben Vorschläge ein heißes Rennen um den ersten Platz: „Queenie“ und „Quintana“ liegen im Online-Voting dicht auf. Über 50.000 Votes wurden bereits gezählt, im Tierpark Hellabrunn haben über 2.000 Besucher ihre Stimme per Wahlkarte abgegeben. Welchen Namen wird das Eisbären-Baby am Ende tragen? Die kleine Eisbärin ist Botschafterin für die ProSieben-Nachhaltigkeitsmarke „Green Seven: Save The Ice“. Moderator und Taufpate Stefan Gödde wird am Donnerstag, den 23. März 2017, den Namen verkünden und der Kleinen natürlich auch ein Taufgeschenk mitbringen. Im Online-Voting unter www.ProSieben.de/GreenSeven oder über Wahlzettel, die im Tierpark Hellabrunn ausliegen, können alle Bären-Fans ihre Stimme noch bis 17. März 2017, um 18:00 Uhr abgeben.

Zoo Dortmund 06.03.2017
Zoo Dortmund: Doppeltes Nachwuchsglück bei den Affenzwergen
Der Zoo Dortmund freut sich über affigen Nachwuchs im Doppelpack: Im Februar gab es zwei Junge bei den Kaiserschnurrbarttamarinen. Die sympathischen Affenzwerge aus Südamerika leben im Amazonashaus des Zoos. Die beiden sind bereits Nachzucht Nummer 32 und 33, und sie wachsen und gedeihen prächtig. Ihren ungewöhnlichen Namen haben sie dem Schweizer Zoologen Emilio Goeldi (1859-1917) zu verdanken. Ihn erinnerte das Aussehen an die markante Barttracht von Kaiser Wilhelm II. Die Jung-Äffchen sind allerdings noch ohne Schnurrbart – der wird erst in einigen Wochen zu sprießen beginnen, sowohl bei den Männchen als auch bei den Weibchen. Ein junger Kaiserschnurrbarttamarin wiegt nur etwa 35 Gramm. Die Stammmutter säugt alle zwei bis drei Stunden je eine halbe Stunde und überlässt die Jungen ansonsten den weiteren Familienmitgliedern. Sechs bis sieben Wochen lang werden sie von diesen abwechselnd auf dem Rücken getragen. Nach einer Entwöhnungszeit von etwa zwei bis drei Monaten sind die Tiere dann selbständig und mit etwa zwei Jahren geschlechtsreif. Bis die Tiere die Familiengruppe verlassen, um sich selbst fortzupflanzen, übt der ältere Nachwuchs aber schon bei den Jüngeren die Aufzucht. Kaiserschnurrbarttamarine zählen zu den Krallenaffen und stammen aus Südamerika. Sie bewohnen die tropischen Waldregionen des Amazonasbeckens in Südostperu, Nordwestbolivien und Nordwestbrasilien. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie in den Bäumen. Krallenaffen sind Allesfresser, pflanzliche Nahrung wie Früchte, Knospen, Blüten, Nektar und Baumsäfte bildet jedoch den Großteil der Ernährung. Ansonsten schmecken ihnen auch Insekten, deren Larven, Spinnentiere, Eidechsen, Lurche oder Schnecken sowie Vogeleier.

Zoo Zürich 06.03.2017
DAS ELEFANTENBABY HEISST RUWANI
Der jüngste Elefant im Zoo Zürich heisst Ruwani. Der Name ist in einer Online-Abstimmung ermittelt worden. Die Entscheidung fiel deutlich aus. Das vor neun Tagen im Kaeng Krachan Elefantenpark geborenen Elefantenweibchen hat einen Namen erhalten: Ruwani. Der Name kommt aus Sri Lanka, der Heimat von Ruwanis Grossmutter Ceyla-Himali, und bedeutet «wie ein Edelstein, sehr wertvoll». Der Zoo Zürich hat den Namen in einer Online-Abstimmung ermittelt. Zur Auswahl standen turnusgemäss drei «R»-Namen: – Reshani (schicke, vornehme, noble Dame) – Rishu (witzige Dame) – Ruwani (wie ein Edelstein, sehr wertvoll) Rund 13’000 Personen hatten von Dienstag bis Sonntag ihre Stimme auf der Website des Zoos abgegeben. Die Entscheidung für Ruwani zeichnete sich schon nach dem ersten Tag ab und fiel mit 8’263 Stimmen sehr deutlich aus. Rishu erhielt 3’147 Stimmen, Reshani 1’894 Stimmen. Erste Geburt in zweiter Zoo-Generation – Ruwani ist am Samstag, 25. Februar 2017, um 7.34 Uhr im Kaeng Krachan Elefantenpark auf die Welt gekommen. Sie entwickelt sich prächtig und wird von Mutter Farha und Grossmutter Ceyla-Himali gut umsorgt. Ruwani ist das erste Jungtier der bald 12-jährigen Farha. Vater ist der 13-jährige Elefantenbulle Thai. Für den Zoo Zürich ist es die zweite Geburt im Kaeng Krachan Elefantenpark und die erste Geburt in zweiter Zoo-Generation. Insgesamt leben nun acht Asiatische Elefanten im 2014 neu eröffneten Kaeng Krachan Elefantenpark.

Zoo Wuppertal 06.03.2017
Europäische Wölfe im Grünen Zoo
Der Grüne Zoo Wuppertal präsentiert eine neue Tierart: in der 2014 vom Zoo-Verein Wuppertal e.V und weiteren Sponsoren erneuerten Wolfsanlage wohnen seit Donnerstag vergangener Woche zwei junge Europäische Wölfe. Die beiden am 16.04.2016 geborenen Männchen stammen aus dem Tierpark Dählhölzli in Bern und teilen sich ihre Anlage mit der letzten verbliebenen Arktischen Wölfin. Bis sie auch die benachbarte Bärenanlage kennenlernen, wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Zunächst sollen sich die Neulinge eingewöhnen, und außerdem befindet sich eine der Bärinnen noch in der Winterruhe. Mit der Umstellung auf ein Rüdenrudel Europäischer Wölfe setzt der Grüne Zoo sein Konzept weiter konsequent um. Zu den beiden Tieren sollen sich später noch weitere Tiere gesellen. Die neue Tierart passt außerdem gut zu der Kooperation des Grünen Zoos und den NRW-Partnerzoos mit dem Nabu NRW zum Thema „Rückkehr der Wölfe nach NRW“. Die NRW-Zoos unterstützen den NABU dabei, die Bevölkerung zu informieren und wollen so helfen, Vorbehalte und Ängste vor der Rückkehr dieses heimischen Raubtiers, die aus Arten- und Naturschutzsicht sehr positiv zu beurteilen ist, zu nehmen. Eine dafür entwickelte Wander-ausstellung, die ab April in verschiedenen Partnerzoos gezeigt wird, ist im Juni im Grünen Zoo Wuppertal zu sehen.

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