Neues aus Augsburg

Mal wieder kommt der Newsletter des Zoos zwischen zwei Zoopresseschauen, so dass er für sich alleine dastehen darf.
Für mich ist das auch mal wieder ein Hinweis, dem Zoo (trotz des heißen Wetters) einen Besuch abzustatten…auch wenn die Dschungelnacht näher rückt.
Es gibt zahlreiche interessante Jungtiere (hoffentlich zu sehen). Aber natürlich sind Jungtiere nicht das, was mich ausschließlich in den Zoo treibt. Trotzdem beginnt auch der Newsletter des Augsburger Zoos mit Jungtieren.

Nachwuchs gibt es bei den Hammerköpfen mit zwei und den Kuhreihern mit einem Jungvogel. Leider hat es bei den Rosalöfflern auch im zweiten Anlauf nicht geklappt, denn auch diesmal scheinen die Eier wieder unbefruchtet zu sein.
Dafür tut sich bei den roten Sichlern einiges. Nachdem im letzten Jahr Verstärkung aus dem Zoo Duisburg kam, ist in diesem Jahr nun bereits ein Jungvogel geschlüpft und drei weitere Paare sitzen auf ihren Eiern.
Ebenfalls sehr erfolgreich Eier gelegt haben auch die Watvögel in der begehbaren Vogelvoliere. Da Stelzenläufer, Rotschenkel und Co. selbst nicht immer erfolgreich in der Aufzucht ihrer Jungen sind, wurde ein Teil der Eier zur Sicherheit in den Brutapparat eingelegt. Bisher geschlüpft sind zwei Triele, ein Stelzenläufer und ein Säbelschnäbler. Traurigerweise wurden in den letzten Wochen auch Eier aus Nestern nahe des Weges durch Besucher entwendet (immer wieder erstaunlich, was Besucher so anstellen).
Auch bei den Inkaseeschwalben gibt es Nachwuchs, den ersten seit 12 Jahren.
Nach sechs erfolglosen Jahren, hat es bei den Magellan-Pinguinen wieder mit Nachwuchs geklappt. Drei Jungtiere, davon zwei Geschwister entwickeln sich prächtigst und sind mittlerweile bereits über einen Monat alt. In ungefähr 40 Tagen werden sie erstmals ihre Bruthöhle verlassen und dann auch für die Besucher zu sehen sein.
Drei weitere Steinböcke sind geboren worden, insgesamt sind es jetzt vier.
Bei den Mindanao-Bindenwaranen sind noch drei weitere Jungtiere geschlüpft und auch bei den Erdmännchen gab es nach ungefähr einem Jahr Pause wieder Nachwuchs. Fünf Jungtiere wuseln regelmäßig durchs Gehege und erkunden bereits die Umgebung.
Weitere Jungtiere sind auch bei den Zwerggürtelschweifen und bei den Moorenten zu verzeichnen.

Im Tausch gegen die diesjährige Nachzucht bei den Rosapelikanen kam ein Jungfernkranich aus dem Zoo Bojnice in der Slowakei.
Für die Freilandterrarien hat der Zoo von einem Züchter drei Ringelnattern und aus dem Alpenzoo Innsbruck/Österreich drei Kreuzottern übernommen. Letztere befinden sich noch bis zum negativen Testergebnis der Kotproben hinter den Kulissen.
Ein paar Braut- und Mandarinenten sowie eine Straußwachtel gingen an den Vogelpark Viernheim.

Abgegeben wurde auch die komplette Gruppe an Zwergflamingos und in Kürze werden auch die Chileflamingos den Zoo verlassen. Grund für diese Abgaben ist der geplante Bau eines neuen Hauses am Flamingoweiher. Während der Bautätigkeiten werden die verbliebenen Rosaflamingos auf der Zwergflamingoanlage zwischengeparkt, bis das neue Haus im Herbst beziehbar ist. Dann werden aus den Emfpängerzoos der Zwerg- und Chileflamingos die gleiche Anzahl an Rosaflamingos erhalten. Schlussendlich wird dann eine große Gruppe von über 40 Rosaflamingos auf dem Flamingoweiher zu sehen sein. Den letzten Nachwuchs bei den Flamingos gab es übrigens vor 17 Jahren. Das neue Haus wird an der gleichen Stelle wie das Alte entstehen, mit dem Unterschied, dass der Besucher über eine Brücke an das Haus heran kommt und die Flamingos über eine Glasscheibe auch in den kalten Monaten beobachten kann.
Ich finde es schade, dass die Zwergflamingos gehen mussten. Ich hätte mich von den anderen Arten getrennt, aber es ist Entscheidung des Zoos und meine eigenen Vorlieben kann man getrost ignorieren. Immerhin werden die Rosaflamingos dann etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen. Bisher waren sie ja immer etwas weit von den Besuchern entfernt und wurden kaum wahrgenommen. Ich habe sie bei meinem ersten Besuch (vor Jahren) auch nicht gesehen.
Eric und Anne, die jungen Rotbüffelnachzuchten, leben nun in Fasano, Italien.

Im Berichtszeitraum verstorben sind ein Mantelpavian, ein Rotschenkel und ein Schmalschnabelstar. Die einzige Nachzucht bei den Weißstörchen ist ungefähr drei Wochen nach dem Schlupf spurlos verschwunden. Unter Verdacht steht der Marder, der auch eine Bergente und eine Peposakaente auf dem Gewissen hat. Bei den Fischen sind eine Mühlkoppe und eine Äsche verstorben.

Das Giraffenhaus nimmt immer mehr an Form an. Letzte Woche wurden bereits die Dachfenster montiert und es wurde mit der Montage der Fassade begonnen.
Der Architekt der zu bauenden Elefantenanlage steht fest: Frank Kirsten vom Büro MKK. Architekten (Mikolajczyk Kessler Kirsten – Arbeitsgemeinschaft Freier Architekten) aus Schwerin wurde mit der Planung des neuen Elefantenhauses beauftragt. In Kürze wird mit der Feinplanung begonnen.

Bei den Pavianen wurden wieder alle weiblichen Tiere mit einem neuen Hormonimplantat ausgestattet, um einen explosionsartigen Anstieg der Gruppe zu verhindern. Diese Art der Geburtenkontrolle hat sich bereits in den vergangenen Jahren als sehr erfolgreich bewährt.
Das Wasser im Graben des Paviangeheges wurde wie bereits im Vorjahr wieder mit effektiven Mikroorganismen beimpft um damit das Algenwachstum zu reduzieren.

Am 28.Juli findet wieder die alljährliche Dschungelnacht statt. Ein illuminierter Zoo, zahlreiche Künstler und köstliche Leckereien warten auf Sie. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.
Ich entscheide nach Wetterlage und bisher war es auch nie ein Problem noch am Abend Karten für die Dschungelnacht zu bekommen. Die Schlange an der Kasse hielt sich auch in Grenzen.

Dschungelnacht 2016

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