Zoopresseschau

Zoo Osnabrück, 17.06.2017
Großer Andrang beim 5. Zoo-Lauf mit über 500 Teilnehmern
Sportler, Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte und Stiftung „Eine Zukunft für Kinder“ unterstützen Kinderprojekte. Bei angenehmem Laufwetter schnürten gestern 542 große und kleine Läufer ihre Sportschuhe, um beim 5. Zoo-Lauf für Kinderprojekte an den Start zu treten. Der Verein „sportler 4 a childrens world“ und der Zoo Osnabrück hatten den Lauf um und durch den Zoo vorbei an Tiger, Löwe & Co. organisiert. Zusätzlich unterstützen die Stiftungen Stahlwerk Georgsmarienhütte, die in den vergangenen Jahren bereits insgesamt 15.000 Euro dazu steuerte, sowie „Eine Zukunft für Kinder“ den Charity-Lauf. Den Auftakt machten wie in den vergangenen Jahren um 18 Uhr die jüngsten Läufer beim 800 Meter Bambini-Lauf durch die Afrika-Tierwelt „Takamanda“. Mit dabei unter den insgesamt 49 Kindern waren auch wieder Schüler der Rosenplatzschule als Dankeschön an den Zoo. Denn sie nehmen an dem Programm „Deutsch lernen im Zoo“ teil, das mit Unterstützung der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte kostenlose Zooführungen zur Sprachförderung ermöglicht. Um 18:45 Uhr folgte am Löwenrondell der Start für die 150 Läufer für den 3 Kilometer Fun-Lauf sowie für die 6 Kilometer Nordic Walking-Strecke. Um 19 Uhr gingen dann die 343 Läufer des rund 10 Kilometer Laufs vor dem Zooeingang an den Start. Die Strecke führte sie erst durch den Wald am Schölerberg und dann durch den Zoo. Familienjahreskarte für schnellste Läufer. „Der Zoo-Lauf ist für viele ein fester Termin geworden. Wir freuen uns wirklich sehr, dass so viele kommen, um unsere Kinderprojekte zu fördern. Wer mich kennt, weiß, dass mir der Schutz und die Förderung von Kindern eine Herzensangelegenheit sind. Deswegen berührt es mich sehr, hier so viele Menschen zu sehen, die uns dabei unterstützen“, bedankte sich John McGurk, 1. Vorsitzender des Vereins „Sportler 4 a childrens world“ (s4acw) bei den Teilnehmern und bat vor dem Start des rund 10 Kilometer Laufs um eine Schweigeminute für notleidende Kinder in der Welt. Schnellste Läuferin und schnellster Läufer beim rund 10 Kilometer Lauf waren Kerstin Biekötter (Zeit 43,18 Min.) und Markus Titgemeyer (Zeit 34,08 Min.). Bei der Siegerehrung gegen 20:30 Uhr erhielten beide Sportler als Gewinn eine Familienjahreskarte für den Zoo Osnabrück. Doch auch die anderen Läufer gingen nicht leer aus: Alle Teilnehmer bekamen einen 50 Prozent Rabattgutschein für den nächsten Zoobesuch (einlösbar bis zum 17. Juli 2017).Unterstützung von Stiftung Stahlwerk. Georgsmarienhütte sowie Stiftung „Eine Zukunft für Kinder“. Osnabrücks Bürgermeister Burkhard Jasper gab das Startsignal zu allen Läufen, in Vertretung für Schirmherr und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert: „Für die Region Osnabrück ist der Zoo-Lauf eine echte Bereicherung: Es ist für die Sportler toll in dieser besonderen Atmosphäre zu laufen und gleichzeitig sammeln die Organisatoren Geld für Projekte, die auch in unserer Region Kindern zu einem guten Start ins Leben verhelfen. Die vielen Teilnehmer zeigen, dass sie diese besondere Sache sehr unterstützen.“ Eine weitere Besonderheit des Zoo-Laufs: Die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte wird den Reinerlös zusätzlich aufstocken. Die Gesamtsumme fließt dann zu gleichen Teilen in Kinderprojekte des Vereins s4acw sowie an das Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“. Dieses Angebot hat die Stiftung mit ins Leben gerufen: Grundschulkinder lernen dank eines Zoobesuchs neue Wörter und die Zootiere motivieren sie über das Erlebte zu berichten oder zu schreiben. Heike Siebert, Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte: „Wir unterstützen Projekte, die Kindern helfen, im Leben Fuß zu fassen und die nötigen Kompetenzen für ihre weitere Entwicklung zu erhalten. Der Zoo-Lauf hilft gleich doppelt: Die zwei Veranstalter können ihre sinnvollen Kinderprojekte realisieren und Kinder hier vor Ort kommen dank des Laufs in Bewegung – das hat uns überzeugt die Veranstaltung erneut zu fördern.“ Als Überraschung überreichten noch Mandy McGurk sowie Heike Beitz von der Stiftung „Eine Zukunft für Kinder“ einen symbolischen Spendenscheck über 1.500 Euro zugunsten der Kinderprojekte der Organisatoren des Laufs..Auch 2018 wieder ein Zoo-Lauf. Lisa Josef, Prokuristin des Zoos, bedankte sich bei beiden Stiftungen für ihre Unterstützung: „Wir freuen uns sehr, dass die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte den Zoo-Lauf ein weiteres Mal unterstützt – und ein herzliches Dankeschön auch an die Stiftung ‚Eine Zukunft für Kinder‘. Auch dass so viele Teilnehmer wieder hier vor Ort sind, ist wirklich toll. Der Zoo ist damit nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern hilft auch mit Aktionen wie dem Zoo-Lauf Geld für einen guten Zweck zu sammeln – das ist wirklich schön.“ Auch viele Firmen unterstützten den Zoo-Lauf, z.B. mit Getränken, Obst oder Druckmaterialien. Die Veranstalter bedanken sich bei TSO-DATA, bei der Eiskrem-Tiefkühlkost-Großhandlung Alfred Mader, der AOK, Bahama Sports, Vivaris/Sinalco, HK Medien, der Knappschaft, Manss GmbH, laufen-os.de, Sodexo, Alfsee und Uli’s Läufershop. Im nächsten Jahr soll es wieder einen Zoo-Lauf von s4acw und dem Zoo Osnabrück geben. Der Termin wird im Herbst 2017 bekannt gegeben.

Erlebnis-Zoo Hannover 16.06.2017
Laufen für den Artenschutz – 1.200 Teilnehmer beim 2. ZOO-RUN durch den Erlebnis-Zoo Hannover
Sie liefen, hüpften, joggten, spazierten. Geschwindigkeit spielte auch beim 3. ZOO-RUN durch den Erlebnis-Zoo Hannover überhaupt keine Rolle – Hauptsache: dabei sein und den Artenschutz unterstützen. Und nebenbei mal eben Afrika, Indien, Australien und Kanada durchqueren. 1.200 Läufer – teilweise verkleidet – taten am 15. Juni mit jedem mehr oder weniger flotten Schritt Gutes: 2.500 € vom Erlebnis-Zoo und 1.719 € durch zusätzliche Spenden der Läufer kamen mit der Aktion zusammen, die der Erlebnis-Zoo an den Verein „Rettet den Drill“ spendete. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, eine der am stärksten bedrohten Affenarten Afrikas zu retten. Drills leben in Kamerun, Nigeria und auf der Insel Bioko in einem Gebiet von weniger als 30.000 Quadratkilometern. Aufgrund des kleinen Gebiets, der zunehmenden Zerstörung ihres Lebensraumes und der schonungslosen Jagd auf die Affen sind die Drills stark bedroht. Ihr Bestand wird heute nur noch auf etwa 3.000 Tiere geschätzt. ‚Rettet den Drill e.V.‘ ist eine gemeinnützige Organisation, die sich in Nigeria und Kamerun für den bedrohten Drill einsetzt. Neben der weltweiten Aufklärung über die bedrohliche Lage der Drills, unterstützt der Verein die Schutz-Projekte der PANDRILLUS-Organisation in Calabar und dem Afi-Mountain-Reservat in Nigeria sowie dem Limbe Wildlife Center in Kamerun. In den dortigen Rehabilitations- und Zuchtzentren wachsen beschlagnahmte und verwaiste junge Drills mit Artgenossen auf. Später werden sie in die geschützten Regenwälder der Afi-Mountains entlassen. Für die ehemaligen Wilderer schafft die Organisation neue Perspektiven: sie finden bei Pandrillus Arbeit als Wildhüter oder Fremdenführer. Den Scheck über 2.500 € nahm die Vorsitzende des Vereins Rettet den Drill e.V. , Kathrin Paulsen, von Zoo-Service-Leiterin Jeannine Fröhlich-Waschkau entgegen. „Der Drill ist ein ganz wunderbares Tier. Leider ist er nicht so bekannt“, erklärte Jeannine Fröhlich-Waschkau das Engagement des Zoos. „Der Erlebnis-Zoo will helfen, diese Affen zu erhalten. Mit der neuen Themenwelt Afi Mountain, die wir geraden bauen, werden wir den Drill und seine Bedrohung bekannt machen – aber auch aufzeigen, wie man helfen kann und was der Zoo zum Erhalt der Affen tut. Vielen Dank an alle Läufer, die mit dem ZOO-RUN heute den Artenschutz unterstützen!“ Die anspruchsvolle Strecke der Läufer mit Steigungen, Biegungen und unterschiedlichsten Bodenbelägen führte einmal um die Welt vom niedersächsischen Meyers Hof durch das australische Outback, über den indischen Dschungelpalast vorbei am Marktplatz in Yukon Bay, durch die Unterwasserwelt, weiter entlang am Sambesi, wo die Flamingos als einzige tierische Zuschauer den eilenden Zweibeinern mit gelassener Distanz zusahen. Alle anderen Tiere waren bereits vor Laufbeginn hinter den Kulissen schlafen gegangen und so gehörten die Themenwelten ganz den Sportlern. Bärenstarke Unterstützung. Der Erlebnis-Zoo bedankt sich bei seinen Partnern Gehrke econ, LOTTO Niedersachsen, dem Einbecker Brauhaus, der Sparkasse Hannover, der Johanniter Unfallhilfe, den Zoofreunden Hannover e.V., den Vereinen Stricken mit Herz und Rettet den Drill sowie der Agentur eichels:Event für die bärenstarke Unterstützung des ZOO-RUNS.

Kölner Zoo 16.06.2017
Zwei Moschusochsen im Kölner Zoo geboren
Am 30. April 2017 vergrößerte sich die Herde unserer Moschusochsen um das Weibchen „Lotte“. Sie ist das siebte Kalb von „Lily“, die 2006 aus dem Krefelder Zoo nach Köln gekommen ist und bereits 13 Jahre alt ist. Wenige Tage später, am 4. Mai, kam der kleine Bulle „Samson“ zur Welt. Mutter „Lya“ wurde 2013 in Köln geboren. Der Vater der beiden Jungtiere ist der sechsjährige „Rocco“. Er kommt aus dem Skanes Djurpark in Südschweden. Bereits in den vergangenen Jahren konnten wir mit ihm erfolgreich züchten. Nun hat „Rocco“ unsere Erwartungen erneut erfüllt. Moschusochsen sind Paarhufer und gehören zur Unterfamilie der Ziegenartigen – auch wenn man sie dem Aussehen und dem Namen nach gerne für kleine Rinder hält. Der namensgebende Moschusgeruch lässt sich lediglich in der Brunstzeit im Hochsommer wahrnehmen, wenn die Bullen mit dem Urin eine nach Moschus riechende Substanz ausscheiden. Das ist die Zeit, zu der sie im natürlichen Lebensraum, den niederschlagsarmen Tundren der Arktis, ihre beeindruckenden Kämpfe um die in Herden lebenden kleineren Weibchen austragen. Dabei galoppieren die Männchen frontal aufeinander zu und prallen mit der Stirnpartie heftig zusammen. Die Widersacher stechen einander außerdem in die Seiten, womit sie sich gelegentlich sogar tödlich verletzen. Verlierer verlassen in der Regel die Herde und leben einzelgängerisch oder schließen sich mit anderen männlichen Tieren zusammen. Um den arktischen Winter zu überstehen, müssen Moschusochsen während des kurzen Sommers eine ausreichende Fettschicht anlegen. Ihre Nahrung besteht dann aus nährstoffreichen Kräutern, den Blättern der Zwergweiden und jungen Gräsern. Im Winter suchen sie Gebiete mit geringer Schneedecke auf, unter der sie das verbliebene Gras hervorkratzen können. Ist der Boden vereist, weil zu Beginn des Winters der Niederschlag als Regen gefallen ist, ist dieses Winterfutter nicht mehr verfügbar und die Überlebenschancen der Tiere sind deutlich reduziert. Das dichte lange Fell mit der sehr feinen Unterwolle reduziert Wärmeverluste unter kalten und trockenen Bedingungen sehr wirkungsvoll. Allerdings schützt es nicht gegen Nässe. Die Herde der Moschusochsen in Köln besteht derzeit aus 5 Tieren: zwei Weibchen, einem Männchen und den zwei Jungtieren. Neben dem Kölner Zoo halten in Deutschland nur der Tierpark Berlin und der Krefelder Zoo Moschusochsen. In Köln leben seit 1991 Moschusochsen. Inzwischen sind bei uns 23 Kälber zur Welt gekommen. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Grönland-Moschusochsen umfasst momentan nur 50 Tiere in 18 Haltungen.

Zoo Duisburg 16.06.2017
Plötzlicher Tod von Löwin Minra
Seit letztem Montag waren Löwin MINRA und Löwenmann TSAVO Tag und Nacht zusammen. Die Tage nach der Zusammenführung verliefen durchweg positiv und sehr ruhig. Die Tierpfleger waren sehr erfreut, die Löwen morgens immer gemeinsam in einer Schlafbox vorzufinden. Nun wurde heute Morgen die Löwin tot in der Box vorgefunden. TSAVO lag ganz ruhig neben ihr. MINRA wurde geborgen und zeigte keine äußerlichen Verletzungen. Das Tier wurde sofort in die Pathologie gebracht und wird dort nun untersucht. Auch wenn man aufgrund des hohen Alters von fast 19 Jahren für eine Großkatze eigentlich nicht überrascht sein darf und man schon länger auf ein plötzliches Versterben vorbereitet war, so sind doch die Mitarbeiter des Zoo Duisburg sehr betroffen. So viele schöne Momente haben sich in den letzten Tagen gezeigt und man war so erleichtert, dass die Zusammenführung der beiden Löwen so positiv verlaufen ist. MINRA hat ein stattliches Löwenalter erreicht und alle ihre Geschwister und ihren langjährigen Partner PIEFKE überlebt. Nun ist leider TSAVO erstmal wieder alleine.

Otterzentrum Hankensbüttel 16.06.2017
„Heideland“ – Ausstellungseröffnung im OTTER-ZENTRUM
Warme Farben, frischer Wind, weiter Horizont und faszinierende Tierarten: Die norddeutsche Heide begeistert zu jeder Jahreszeit. Theo Grüntjens, ehemaliger Leiter der Forstverwaltung des Rheinmetall-Konzerns, Wolfsberater im Landkreis Uelzen und passionierter Naturfotograf, eröffnet am 24. Juni um 11 Uhr mit einem Vortrag seine Fotoausstellung im OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel. Ob Rothirsch, Wolf, Birkhahn, Seeadler oder Schwarzstorch – Theo Grüntjens konnte all diese spannenden Tierarten bereits in freier Wildbahn erleben und fotografieren, und zwar direkt vor den Türen des OTTER-ZENTRUMs, in der Lüneburger Heide. Das Heideland – die Ursprünglichkeit der Landschaft, die Wandelbarkeit im Wechsel der Jahreszeiten und die Vielfalt von Flora und Fauna – fasziniert viele Menschen. Doch vor allem ist die Heide eine besonders gefährdete, schützenswerte Lebenswelt mit einzigartigen Pflanzen und Tieren. Theo Grüntjens nimmt seine Zuhörer mit auf Entdeckungsreise in diese Naturwelt, die so viele einmalige Tier- und Pflanzenarten hervorgebracht hat. Seine schönsten Aufnahmen präsentiert Grüntjens im Anschluss an seinen Vortrag im Rahmen einer Ausstellung, die bis zum 2. August im OTTER-ZENTRUM besucht werden kann. Die in über 30 Jahren erlebter Zeit im Heideland entstandenen Aufnahmen hat der Diplom-Forstingenieur zudem in einem brillanten Bildband zusammengefasst, welcher im OTTER-Shop erworben und bei der Eröffnungsveranstaltung natürlich auch vom Autor signiert werden kann. Um Anmeldung zum Eröffnungsvortrag wird bis zum 16. Juni telefonisch unter 05832-98080 oder per E-Mail an afs@otterzentrum.de gebeten.

Vivarium Darmstadt 16.06.2017
„Tiere aus Sagen, Fabeln und Märchen“: Abendführung im Zoo Vivarium am 24. Juni
Im Rahmen der „Darmstädter Exkursionen“ gibt es am Samstag (24.) um 20 Uhr eine Abendführung mit dem Zoopädagogen Frank Velte im Zoo Vivarium zum Thema „Tiere aus Sagen, Fabeln und Märchen“. Treffpunkt ist am Zooeingang. Der Eintrittspreis beträgt 4,50 Euro pro Person. Um telefonische Anmeldung unter 06151/13-3391 wird gebeten.

Zoo Landau 16.06.2017
Traumnacht im Zoo Landau in der Pfalz
Exklusiv-Veranstaltung für behinderte und kranke Kinder sowie deren Angehörige und Betreuer. Auch in diesem Jahr beteiligen sich Zoo und Zooschule Landau wieder an der „Traumnacht im Zoo“. An diesem Abend ist der Zoo nach Kassenschluss exklusiv ganz besonderen, kleinen Gästen vorbehalten. Schwer kranke und behinderte Kinder haben häufig nicht die Möglichkeit, den Zoo zu den normalen Öffnungszeiten zu besuchen. Sie bekommen am Freitag, den 30. Juni 2017, die Gelegenheit, den Zoo auf ganz besondere Weise kennen zu lernen und ein tolles Programm zu erleben! 1996 ergriff der Rotterdamer Zoo Blijdorp die Initiative, einmal jährlich einen besonderen Abend für Kinder des Sophia Kinderkrankenhaus zu veranstalten. 175 krebskranke Kinder samt ihren Angehörigen nahmen daran teil. Bis 2001 schlossen sich alle Zoos der Niederlande dieser Aktion an, und so ist die „Traumnacht im Zoo“ entstanden, die inzwischen in über 280 Zoos weltweit stattfindet. Zoo und Zooschule Landau beteiligen sich in diesem Jahr bereits zum elften Mal an der Traumnacht. Die Tierpfleger des Zoos und die Pädagoginnen und Pädagogen der Zooschule werden an diesem Abend wieder ein außergewöhnliches Programm zusammenstellen, um den Kindern und ihren Familien unvergessliche Erinnerungen zu bereiten. Auf ihrem Rundgang durch den Zoo haben unsere Gäste an verschiedenen Stationen die Möglichkeit, einige Tiere hautnah zu erleben und zu füttern. Rund um die Zooschule findet ein buntes Programm mit Kinderschminken, Spielen und spannenden Infostationen statt. Außerdem stehen Schaufütterungen bei unseren Raubtieren auf dem Programm. Den gemütlichen Abschluss des Abends bildet das gemeinsame Lagerfeuer auf der großen Zoowiese. Freundlicherweise wird das Zoo-Team an diesem Abend wieder unterstützt von Mitgliedern des Freundeskreises des Landauer Tiergartens e.V. und der „Schnelleinsatzgruppe Versorgung“ (SEGV) der Feuerwehr der Stadt Landau, die das Würstchengrillen übernimmt. Los geht es um 18 Uhr, das Ende der Veranstaltung ist gegen 21.30 Uhr vorgesehen. Die Traumnacht im Zoo ist eine kostenlose Veranstaltung! Um die Veranstaltung angemessen planen zu können, bitten wir um eine telefonische Anmeldung in der Zooverwaltung unter der Telefonnummer: 06341 – 137010 oder – 137002.

Zoo Landau & Verband deutscher Zoodirektoren 15.06.2017
Führende Zoodirektoren treffen sich zur Jahrestagung im Zoo Landau in der Pfalz
Heute bis zum morgigen Freitag treffen über 100 Zoodirektoren sowie Vertreter aus den Bereichen Artenschutz, Bildung und Wissenschaft aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz in Landau in der Pfalz zur Jahrestagung des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ) zusammen. Die 69 VdZ Mitgliederzoos werden dabei erstmals eine Verbandsstrategie „VdZ Strategie 2020“ für die kommenden vier Jahre verabschieden, die die wesentlichen Verbandsaufgaben der deutschsprachigen Zoogemeinschaft im Arten- und Tierschutz, der Bildung und Forschung festlegt. Im vergangenen Jahr besuchten fast 40 Millionen Menschen die VdZ Zoos, die mit einzigartigen Tiererlebnissen die Besucher begeistern. Dieser Trend mit hohen Besucherzahlen ist ungebrochen. „Nachdem wir den VdZ mit der Verlegung der Geschäftsstelle in das politische Zentrum Berlin neu aufgestellt haben, geht es in der VdZ Strategie 2020 nun darum, die Leistungen und Erfolge der Zoologischen Gärten stärker in den politischen Diskurs einzubringen“, erläutert VdZ-Präsident Dr. Olivier Pagan, zugleich Direktor des Zoo Basel. Und der Geschäftsführer des VdZ, Volker Homes ergänzt: „Im Jahr der Bundestagswahl fordern wir die Politik auf, einen der wichtigsten außerschulischen Lernorte im grünen Bereich auch finanziell stärker zu unterstützen. Denn mehr als eine Million Kinder und Jugendlich besuchen die Zooschulen in unseren Mitgliederzoos“. Auch Landaus Zoodirektor, Dr. Jens-Ove Heckel, sieht in fachlich fundierter und attraktiv vermittelter Umweltbildung und im Artenschutz zentrale Aufgaben moderner Zoos. „Ich freue mich sagen zu können, dass Umweltbildung und Artenschutz in der täglichen Arbeit unseres Zoos tief verankert sind“, sagt Heckel. Im Mittelpunkt der Jahrestagung steht zudem die Diskussion von Zukunftsszenarien. Impulse dazu liefert der Keynote-Vortrag von Dr. Manfred Zeiner, Geschäftsführer der dwif-Consulting GmbH, einem renommierten Freizeit- und Tourismusforschungsinstitut. Dr. Zeiner beleuchtet Trends im Freizeitverhalten und die daraus entstehenden Chancen für Zoologische Gärten.

Erlebnis-Zoo Hannover 15.06.2017
Abschied von Kajan und Zora
Orang-Utans reisen in Kürze nach Texas – Urwaldhaus am Wochenende geöffnet. Es ist ein Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge. In Kürze reisen die Orang-Utans Kajan und Zora nach Texas, USA, wo ein sonniges neues Zuhause im Zoo Fort Worth mit einer 500 m² großen Anlage mit Bachlauf, Klettergerüst, Naturbäumen und Naturboden auf die beiden wartet. Damit sich auch die Zoobesucher von den beiden Orang-Utans verabschieden können, wird extra das Urwaldhaus am Wochenende, 17./18. Juni, geöffnet. Da das Urwaldhaus mitten in der Baustelle für die neue Themenwelt Afi Mountain liegt, ist es normalerweise nicht zugänglich. Für den Abschiedsbesuch ruhen die Arbeiten und ein sicherer Weg wird freigeräumt. „Der Abschied fällt uns sehr, sehr schwer,“ so Klaus Brunsing, Zoologischer Leiter, „aber wir freuen uns, dass die beiden so ein schönes neues Zuhause bekommen.“ Im Rahmen des Masterplans 2025+ wird das Urwaldhaus in die neue afrikanische Themenwelt Afi Mountain eingegliedert, in der Schimpansen, Gorillas und Drills leben. Im Zuge des Umbaus verabschiedet sich der Zoo von der Haltung der Orang-Utans, da ihre Gehege aus den 80er Jahren nicht mehr den neuesten Anforderungen entsprechen. Der Platz für Zora und Kajan in Texas wurde in Abstimmung mit dem europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) über die amerikanische Erhaltungszucht-Koordination für Orang-Utans gefunden. Im 1909 gegründeten Zoo in Fort Worth leben 556 Tierarten, er ist der einzige Zoo in den Vereinigten Staaten, der alle vier Menschenaffen-Arten hält. Klaus Brunsing hat sich das neue Zuhause persönlich angesehen und das Pflegerteam kennengelernt: „Aufgrund des Klimas in Texas können die Tiere acht bis zehn Monate auf der Außenanlage leben, und die Tierpfleger sind sehr erfahren im Umgang mit Menschenaffen.“ Kajan (27) stammt aus dem Zoo Stuttgart, Zora (27) wurde in München geboren. Seit 1994 leben die beiden im Zoo Hannover. Für den dritten Orang-Utan in Hannover, Jambi (21), laufen sehr gute Gespräche mit internationalen Zoos. Afi Mountain. Mitten im Zoo entsteht ein dichter Urwald, in dem die bedrohten Drills und quirligen Meerkatzen leben, daneben lädt eine begehbare Afrikavoliere zu einer Begegnung mit afrikanischen Vogelarten ein. Die Fertigstellung ist für August 2017 geplant, dann vereint die neue Zoo-Mitte den Gorillaberg und Kibongo, das Reich der Schimpansen, zu einer in sich geschlossenen afrikanischen Themenwelt: Afi Mountain.

Serengeti-Park Hodenhagen 15.06.2017
Wetterunabhängiger Freizeitspaß für Kinder: Der Serengeti-Park Hodenhagen eröffnet sein erstes Indoor-Angebot!
Pünktlich zum Beginn der Sommerferien eröffnet der Serengeti-Park in Hodenhagen eine neue Attraktion für Kinder: Die „Indoor-Safari“. Auf über 1000 Quadratmetern können mehr als 400 Abenteuerlustige auf „Indoor-Safari“ gehen und das auch wenn es draußen regnet oder stürmt: Hier steht stundenlangem Forscherdrang nichts mehr im Weg! Neben vielen Kletter- und Turngelegenheiten in verschiedenen Höhen und Schwierigkeitsstufen gibt es Röhrenrutschen, eine Dreifachrutsche, sechs Trampoline und ein Fußballfeld – hier ist für jedes Kind das Passende dabei. Besonders Mutige können den sechs Meter hohen Vulkan erklimmen und schwungvoll in die Tiefe rutschen oder auf den beiden jeweils 18 Meter langen Rollenrutschen eine rasante Fahrt aufnehmen. Die „Indoor-Safari“ ist die erste völlig wetterunabhängige Indoor-Attraktion des Parks. Der Serengeti-Park Hodenhagen zeigt sich in 2017 verstärkt kinderfreundlich. Der Park wurde bereits mehrfach in Folge im Rahmen der Zertifizierung „KinderFerienLand Niedersachsen“ durch die TourismusMarketing Niedersachsen GmbH als besonders kinder- und familienfreundlicher Betrieb ausgezeichnet. Er ist ein ideales Ausflugsziel für Familien mit Kindern in jedem Alter. „Nachdem wir in der vergangenen Saison in der Abenteuer-Safari mit der Quad-Safari ein Action-Highlight für die ganz Mutigen geschaffen haben, gilt hier für die Saison 2017 unser Augenmerk den kleinen Abenteurern.“, so Inhaber Dr. Fabrizio Sepe. Neben der Einführung einer während der ganzen Saison frei verfügbaren Kinderfreikarte, die pro Pkw einem Kind kostenfreien Eintritt gewährt, ist die „Indoor-Safari“ eine Neuheit, die sich speziell an Kinder zwischen 3 und 12 Jahren richtet. „Bisher mussten unsere Gäste bei starkem Regen mit Einschränkungen im Betrieb einiger Fahrgeschäfte rechnen. Mit der ‚Indoor-Safari‘ gehen wir den ersten Schritt in Richtung Wetterunabhängigkeit. Wir sind nicht mehr nur ein Schönwetter-Ausflugsziel für Familien.“, führt Dr. Sepe aus. Der Besuch der „Indoor-Safari“ ist im Eintrittspreis enthalten. Für Kinder, die mit ihren Familien im Park übernachten, ist der Hallenspielplatz auch nach der offiziellen Parkschließung am Abend länger geöffnet.

Zoo Landau 15.06.2017
Gewinner sind alle! – 14 Schulen beteiligten sich an den diesjährigen Zoojugendspielen
Wie kann man schon beim Einkauf den Naturschutz unterstützen? Wie kann der Garten gestaltet werden, damit sich viele heimische Wildtiere dort wohl fühlen? Wo befinden sich die Hotspots der Artenvielfalt auf der Erde? Mit diesen und vielen anderen Fragen befassten sich jetzt rund 400 Viertklässlerinnen und Viertklässler aus 19 Klassen und 14 Schulen aus der Südpfalz im Landauer Zoo. Der Wettbewerb im Großformat wurde von Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron auf der großen Zoowiese eröffnet. „Biologische Vielfalt ist unsere Lebensgrundlage, und es ist unsere Aufgabe, diesen Schatz auch für die nach­folgenden Generationen zu erhalten. Ich finde es wichtig, dass sich bereits Grundschulkinder damit befassen. Wo kann man das besser als im Landauer Zoo? Hier sind die Schülerinnen und Schüler ganz nahe an den Tieren. Er ist des­halb die denkbar beste und attraktivste Arena für den Wettbewerb. Zugleich steht die Zooschule für eine ebenso unterhaltsame wie einprägsame Wissens­vermittlung“, betonte Ingenthron. Er dankte dem Team um Leiterin Gudrun Hollstein für ein stets ideenreiches und engagiertes Wirken. Die Zooschule stelle als außerschulischer Lernort eine phantastische Bereicherung für das Angebot des Zoos dar. In diesem Jahr fanden die Zoojugendspiele zum dritten Mal statt. Der Wettbe­werb befasst sich thematisch mit der Bedeutung, der Bedrohung und dem Schutz der Artenvielfalt sowie mit ausgewählten Tierarten. 10 Stationen, die im Landauer Zoo aufgebaut waren, mussten die Kinder an den Wettbewerbstagen durchlaufen und Aufgaben zu unterschiedlichen Teilthemen lösen. Da kamen die Klassen ins Schwitzen. So war es nicht einfach, ein Nahrungsnetz aus Bildern und Karten zu legen oder spontan ein Plädoyer zu formulieren: Darum brauchen wir alle Tier- und Pflanzenarten! „Unser Ziel ist es, mit den Zoojugendspielen einen Jahrgang zu motivieren, sich mit einem weltweiten Schlüsselproblem, der Bedrohung und dem Schutz der Artenvielfalt zu befassen. Zugleich wollen wir auf die besondere Rolle des Zoos im weltweiten Artenschutz aufmerksam machen“, betont Christian Donie, stell­vertretender Leiter der Zooschule, im Rahmen der Eröffnung. Gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen der Zooschule und zusätzlich 40 Lehramts­studierenden der Universität Koblenz-Landau wurde der aufwändige Wettbe­werb organisiert und durchgeführt. Die Sparda-Bank Südwest eG ist der Hauptsponsor der Veranstaltung. „Alle Klassen sind Gewinner! Ihr alle habt Wichtiges über den weltweiten Arten­schutz gelernt! Das habt ihr heute eindrucksvoll gezeigt!“ Mit diesen Worten überreichte Zooschulleiterin Gudrun Hollstein, die die Idee für diesen Wettbe­werb entwickelt hat, gemeinsam mit Zoodirektor Jens-Ove Heckel die Pokale und Urkunden an die Hauptgewinner: 1. Wettbewerbstag: Klasse 4c der Grund­schule Edenkoben (1. Platz), Klasse 4 der Montessori-Schule in Landau (2. Platz), Klasse 4b der Grundschule Edenkoben (3. Platz); 2. Wettbewerbstag: Klasse 4 der Grundschule Rohrbach (1. Platz), Klasse 4a der Grundschule Süd Landau (2. Platz) und Klasse 4 der Grundschule Nußdorf/ Landau (3. Platz). Die Zooschule Landau wurde im letzten Jahr für die Entwicklung und Durchfüh­rung der Zoojugendspiele im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausge­zeichnet. Einige Zoos in Deutschland haben die Idee „Zoojugendspiele“ bereits übernommen.

Haustierpark Lelkendorf 14.06.2017
Fohlenjahr im Haustierpark
Bereits 7 Fohlen sind 2017 im Haustierpark Lelkendorf zur Welt gekommen. Neben einem Exmoor-Fohlen und einem Shetty-Tarpanfohlen haben alle 5 Zuchtstuten der polnischen Tarpane (Rückkreuzungen) je 1 Jungtier geboren, so dass nun ein ziemlich wilder Fohlenhaufen auf der 3 ha großen Gehegeweide und vor den vorbeiziehenden, begeisterten Tierpark-Besuchern herum tobt. So viele Fohlen wie dieses Jahr hatte der Haustier-Schutzpark noch nie in seiner 25-jährigen Geschichte zu verzeichnen gehabt. Die damit enorm gewachsene Tarpanherde konnte zum Glück in der selben Zeit dieses Jahres 2 Junghengste von 2015 und 2 weitere von 2016 abgeben, die sonst die von unserem alten Leithengst „PETER“ geführte Herde heftig durcheinander gewirbelt hätten. Da aber alle alten, im Haustierpark gehaltenen Nutztierrassen in sogenannten Familienherden leben, also Vater, Mütter und Jungtiere zusammen, pendeln sich nun alle Einzeltiere in einer solchen Familien-Hierarchie ein. Dies und das ausgeglichene Verhalten aller ist natürlich dem Familien-Oberhaupt, dem Herden-Leithengst zu verdanken, der immer etwas abseits in majestätischer Pose auf dem höchsten Hügel der Weideanlage steht und das Ziehverhalten und Grasen seiner Herdenmitglieder überwacht und dirigiert. Ein herrlicher Anblick! Als Tarpan wird seit frühestens dem 18. Jahrhundert die ausgerottete westliche Form des Eurasischen Wildpferds bezeichnet. Es war westlich des russischen Ural-Gebirges verbreitet und verschwand im Laufe des 19. Jahrhunderts. Der Tarpan dürfte der ausschließliche Vorfahr der heute bekannten Hauspferde gewesen sein und muss deutlich vom bräunlich-sandfarbenen östlichen Steppenwildpferd, dem Przewalski-Pferd , abgegrenzt werden, welches nie domestiziert wurde. Die ersten Hauspferde wurden vor ca. 6000 Jahren in den weiten eurasischen Steppen domestiziert. Ansonsten gibt es überall viele Jungtiere im Haustierpark zu sehen, die besonders in den begehbaren Gehegen natürlich auch gestreichelt und gefüttert werden können. Der Haustierpark freut sich auf Ihren Besuch und wünscht eine sonnige Früh-Sommerzeit.

Tierpark Weeze 14.06.2017
Schafschurfest im Tierpark Weeze
Am 25. Juni von 10 bis 18 Uhr ist es wieder soweit. Es geht den Schafen im Weezer Tierpark an die Wolle. Begleitet von einem bunten Rahmenprogramm mit verschiedenen Ausstellern findet mehrmals am Tag eine kommentierte Schafschur statt. Unter anderem präsentiert der Schafzuchtverband Kleve-Wesel ein gutes Dutzend Schafrassen, die sonst nicht im Tierpark zu sehen sind und informiert über die vielfältige Arbeit des Verbands und die Bedeutung des Schafes in der heutigen Zeit. Das Schaf ist ein Nutztier, daher wird auch demonstriert, wie die gewonnene Wolle weiterverarbeitet wird. Wer Interesse an der Schafwolle hat, darf diese auch gerne kostenlos mitnehmen. Erstmals mit seiner außergewöhnlichen Ausstellung vertreten ist Andreas Lingnau, der allen Interessierten die Anatomie der Haus- und Nutztiere näher bringt. Lassen Sie sich überraschen. Der Franziskus Kindergarten bietet Kinderschminken an. So können sich die Kleinen optisch selbst in Schafe oder natürlich auch zu anderen Tieren verwandeln. Auch die Greifvogelstation Niederrhein, der Förderverein des Tierparks ist mit von der Partie. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, die Gastronomie des Tierparks gibt es frisch gegrillte Würstchen, Kaffee, Kuchen, Eis sowie kalten Getränke. Auch der Spendentrichter steht wieder bereit und wartet darauf, das möglichst viele Besucher den Euro für einen guten Zweck rollen lassen. 75% des Erlöses kommen dem Tierpark zugute, 25% spendet der Tierpark für das Zootier des Jahres, den Kakadu, einer gemeinschaftlichen Aktion der Deutschen Tierpark Gesellschaft (DTG) und der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP). Der Tierpark freut sich auf viele interessierte Besucher und einen gelungenen Tag für alle Beteiligten.

Zoo Frankfurt am Main 14.06.2017
Kulturdezernentin Hartwig: Zooeingang Rhönstraße wieder offen
Gute Nachrichten für die Besucher des Frankfurter Zoos: Inhaber von Dauer- und Vorverkaufskarten können den Eingang in der Rhönstraße vom 15. Juni bis zum 17. September wieder nutzen. Im Zuge der Eröffnung des neuen Zooeingangs am Alfred-Brehm-Platz im Jahr 2013 wurde der östliche Nebeneingang in der Rhönstraße geschlossen. Um insbesondere den Anwohnern im Osten Frankfurts den Zugang wieder zu ermöglichen, hat Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig gemeinsam mit dem Zoo eine Übergangslösung gefunden. „Das Tor vom Zoo ins Ostend ist wieder offen. Darüber freue ich mich sehr. Viele Gespräche mit Anwohnern und Interessenvertretern aus dem östlichen Frankfurt haben mir deutlich gemacht, wie sehr der Eingang vermisst wurde, und wie beschwerlich der Zugang zum Zoo für Manche durch die längere Wegstrecke zum Haupteingang war. Ab jetzt ist der Zugang in den Sommermonaten wieder für viele Besucherinnen und Besucher möglich“, sagt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig. Der Nebeneingang in der Rhönstraße war Jahre lang eine Alternative zum Zooeingang am Alfred-Brehm-Platz – vor allem für Anwohner der östlich vom Zoo gelegenen Wohngebiete, Bewohner der umliegenden Senioreneinrichtungen, darunter zahlreiche Rollstuhlfahrer, Kindertagesstätten und Besucher, die die Parkplätze rund um die Zoomauer nutzten. Schon bald nach ihrem Amtsantritt und auf Anregung der Kulturdezernentin wurde nach Lösungen gesucht, das Tor in Richtung Frankfurter Osten wieder aufzustoßen. Mit Erfolg: Vom 15. Juni bis 17. September kann der Eingang täglich in der Zeit von 9 bis 15 Uhr genutzt werden. Nutzen können diesen Eingang alle, die im Besitz von Jahres- oder Vorverkaufskarten für den Frankfurter Zoo sind. Die Einlasskontrolle wird von einem Servicemitarbeiter eines externen Dienstleisters durchgeführt. Ein Kartenkauf ist weiterhin ausschließlich am Eingang am Alfred-Brehm-Platz möglich. „Trotz aller Sachzwänge, die seinerzeit zur Schließung des Eingangs geführt haben, hatten wir natürlich stets auch sehr viel Verständnis für den Wunsch, den östlichen Zooeingang wieder zu ermöglichen“, so Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch, „schließlich ist uns klar, dass er für viele eine äußerst praktische Einrichtung war. Es ist natürlich viel schöner, durch den Zoo zu laufen, statt erstmal außen an der Mauer um den Zoo herum.“ Die Resonanz aus dem Stadtteil wie auch aus dem weiteren Umfeld des Zoos ist groß: „Wir freuen uns ‚tierisch‘, dass Kulturdezernentin Ina Hartwig den Wunsch so vieler kleiner und älterer Zoofreunde aufgegriffen hat und wir schon in diesem Sommer den Zoo wieder regelmäßig besuchen können. Wir setzen uns aber auch weiterhin dafür ein, dass in naher Zukunft der Eingang in der Rhönstraße wieder ein vollwertiger Eingang sein wird, der von allen genutzt werden kann“, sagt Jeannette Kaupp vom Verein Lebenswertes Ostend. Der Eingang öffnet zunächst probehalber, im Herbst wird Bilanz gezogen: „Wir werden beobachten, wie stark das Angebot genutzt wird, und welche Anregungen wir dazu von den Besucherinnen und Besuchern bekommen. Mit den Ergebnissen, insbesondere den hoffentlich erfreulichen Besucherzahlen werden wir im Herbst beurteilen, ob und wie ein dauerhaft für alle nutzbarer Eingang in der Rhönstraße eingerichtet werden kann“, so Hartwig. Alle Infos rund um den Eingang finden sich im beigefügten Faktenblatt sowie am Eingang und auf der Internetseite des Frankfurter Zoos.

Zoo Osnabrück 14.06.2017
700 Grundschüler beim Aktionstag „Tiere der Bibel“ im Zoo Osnabrück
Bischof Bode segnet Nashörner, Zebras und Pinselohrschweine und setzt zusammen mit dem Bonifatiuswerk ein Zeichen für die Bewahrung von Gottes Schöpfung. 700 Bremer Grundschüler aus dem Bistum Osnabrück sind heute zum Aktionstag „Tiere der Bibel“ in den Zoo Osnabrück gekommen. Vor dem Hintergrund, dass weltweit immer mehr Tierarten vom Aussterben bedroht sind, haben die Kinder mehr über Artenschutz, die Bewahrung der Schöpfung und die Tiere der Bibel erfahren. Zusammen mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode, dem Zoogeschäftsführer Andreas Busemann, dem Liedermacher Reinhard Horn und dem Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, gab es eine große Auftaktveranstaltung und einen Gottesdienst auf dem Zoogelände (auf einer Bühne beim Affentempel.). Anschließend erkundeten die jungen Besucher mit einer Rallye den Zoo mit seinen rund 300 Tierarten. Ein besonderes Ereignis war die Segnung der Nashörner, Zebras und Pinselohrschweine durch Bischof Bode. Gemeinsam mit den Kindern setzten die Verantwortlichen des Aktionstages ein deutliches Zeichen für die Bewahrung von Gottes Schöpfung. „Menschen, Tiere und Pflanzen wurden von Gott erschaffen. Wir Menschen – egal welcher Religion oder Nation wir angehören – müssen dazu beitragen und uns ehrlich darum bemühen, dass diese Schöpfung in ihrer wunderbaren Vielfalt erhalten bleibt“, sagte Bischof Bode zu den Kindern. Der Geschäftsführer des Zoos, Andreas Busemann, fügte hinzu: „Der Heilige Augustinus sagte einmal: ‚Man liebt nur, was man kennt‘. Kindern den Artenschutz näherzubringen ist sehr wichtig und das geht am besten, wenn sie die Tiere direkt vor sich sehen. Artenschutz und Bildung sind zentrale Aufgaben von Zoos und wir nehmen sie sehr ernst.“ Die Idee zum Aktionstag kommt aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. Ziel des katholischen Hilfswerkes ist es, die Kinder auf eine interessante Weise an die Inhalte der Bibel heranzuführen und sie für die Wunder und den Erhalt von Gottes Schöpfung zu sensibilisieren. „Tiere sind besonders gut geeignet, um Kinder an die Schöpfung ebenso an die Bibel heranzuführen. Denn Kinder finden sehr schnell Gefallen an Tieren und bringen ihnen ganz unmittelbar Gefühle und ethische Verantwortung entgegen“, sagte Monsignore Austen. Es sei schön, so viele Erstkommunionkinder im Zoo zu sehen, die sich auf diese Weise für die Heilige Schrift interessieren und etwas vom Auftrag der Christen mitbekommen, um die bedrohte Welt zu schützen. Organisiert wurde die Aktion vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in Kooperation mit dem Bistum Osnabrück und dem Zoo Osnabrück.

Zoo Köln 14.06.2017
Neugeborenes Elefantenjungtier wird kräftiger – Mutter weiter ablehnend
Der Zustand des in der Nacht auf Montag im Kölner Zoo geborenen Elefantenjungtiers hat sich verbessert. Der Bulle trinkt regelmäßig und wird kräftiger. Mutter „Kreeblamduan“ ist allerdings weiterhin überwiegend abweisend. Die schwach ausgeprägte Mutter-Kind-Bindung hat sich noch nicht entscheidend verstärkt. „Wir werden Jungtier und Mutter zunächst bis zum Wochenende weiter gemeinsam separieren, damit sich die erhoffte Bindung aufbaut. Das Jungtier soll dabei die Möglichkeit erhalten, regelmäßig Muttermilch aufnehmen zu können“, so Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. Das Team der Kölner Elefantenpark-Tierpfleger wird bis dahin weiterhin eine Sonder-Nachtwache einrichten. Nach dem Wochenende werden die Verantwortlichen des Zoos entscheiden, welche Maßnahmen in Folge zu treffen sind. Dies ist abhängig von der weiteren Entwicklung und heute noch nicht absehbar. Der Zoo informiert, sobald der weitere Fortgang klar ist. Der Innenbereich des Kölner Elefantenparks bleibt zunächst geschlossen. Besucher können alle anderen Tiere der Elefantenherde wie gewohnt auf der Außenanlage, die in den Sommermonaten der bevorzugte Aufenthaltsort der Elefanten ist, sehen.

Zoo Basel 14.06.2017
Spektakuläre Beringungsaktion bei den Jungstörchen
Die ersten Jungstörche im Zoo Basel haben vergangene Woche Ringe bekommen. 27 Paare des populären Vogels sind derzeit im Zolli zu sehen. Storchenexperte Bruno Gardelli geht davon aus, dass sich insgesamt rund 30 Jungtiere in den Nestern befinden. Spektakuläre Szenen gab es am vergangenen Mittwoch, 7. Juni 2017, im Zoo Basel zu beobachten: Mit Hilfe eines Feuerwehr-Fahrzeugs und einer riesigen Drehleiter der Berufsfeuerwehr Basel hievte sich Bruno Gardelli in die Höhe, um nahe genug an die Horste der Weissstörche zu gelangen und die sich darin befindenden Jungstörche mit Ringen zu versehen. Gardelli ist Tierpfleger im Zoo Basel sowie Vorstandsmitglied und Regionsleiter Nordwestschweiz der Gesellschaft „Storch Schweiz“. Die Beringungsaktion führt er jedes Jahr durch, damit man die genaue Anzahl der Jungen kennt und weiss, ob sie dereinst wieder in den Zoo Basel zurückkehren. Das Beringen fügt den Jungen keine Schmerzen zu. Der Ring wird sanft am Bein des Storches angebracht. Zehn Jungstörche haben am 7. Juni bereits Ringe erhalten. Die restlichen Jungen werden zu einem späteren Zeitpunkt an die Reihe kommen. Storchenexperte Gardelli geht davon aus, dass sich rund 30 Junge in den Nestern befinden. „Wegen des teils kalten Wetters und der dadurch fehlenden Nahrung sind das etwas weniger als auch schon“, sagt er. Im vergangenen Jahr waren es 43 Jungstörche, 2015 37. Drei Junge, die aus den Nestern gefallen sind, werden hinter den Kulissen des Vogelhauses von den Tierpflegern gepflegt. Insgesamt sind 27 Storchen-Paare im Zoo Basel, rund 25 davon haben gebrütet. Hoher Bestand ist nicht selbstverständlich – Die Störche sind im vergangenen Februar aus ihren „Winterferien“ im Süden in den Zoo Basel zurückgekehrt und haben seither ihre Nester gebaut und gebrütet. Im Zoo Basel werden seit seiner Gründung im Jahr 1874 Störche gepflegt. Der jetzige hohe Storchen-Bestand im Zolli ist allerdings nicht selbstverständlich, denn einst war der Weissstorch in der Schweiz ausgestorben. 1982 schlüpfte im Zoo Basel das erste Junge nach der erfolgreichen Wiederansiedlung der Weissstörche von 1950 auf einer Föhre im Kinderzoo, ein Jahr, nachdem nach vielen Jahren wieder Störche im Zoo Basel eingeflogen waren. Heute haben die Störche des Zoo Basel sogar eine eigene Facebook-Seite (www.facebook.com/zoobasel.amelios). Hier berichtet der Zoo Basel laufend über das Leben und die weiten Reisen dieser faszinierenden Vögel. Ab Ende Juli werden die soeben beringten Jungstörche den Zoo Basel dann verlassen und selbst auf ihre ersten Reisen gehen.

Tierpark Hellabrunn München 13.06.2017
Tierisch was los in Hellabrunn!
Die Bäume und Wiesen der Isarauen sind in ein saftiges Grün gehüllt, der Himmel ist strahlend blau und auf den Anlagen im Tierpark Hellabrunn tummeln sie zahlreiche Jungtiere, unter anderem die süßen Kälber der Yaks, Takine und Elche. Und auch hoch oben in den Kletteranlagen hangelt sich der Nachwuchs der Braunkopf-Klammeraffen, Orang-Utans und Silbergibbons genüsslich von Ast zu Ast. Nach einem eher kühlen Frühling ist nun, am Ende der bayerischen Pfingstferien, alles auf Sommer ausgerichtet. Nicht nur die Besucher erfreuen sich an den warmen Temperaturen, auch die tierischen Bewohner genießen die Juni-Sonne. Egal ob beim Sonnenbad auf den Kletterinseln, wie bei den Braunkopf-Klammeraffen oder den Silbergibbons oder an den vielen schattigen Plätzchen unter den dicht bewachsenen Bäumen: Überall entdeckt man derzeit kleine Bewohner des Tierparks. Yak-Kälbchen Riggs hat mit seinem flauschigen, hellen Fell doch eine gewisse Ähnlichkeit zu einem Kuscheltier, ebenso wie Takin-Nachwuchs Ramona. Und auch bei den Elchen ist nach der Zwillings-Geburt Ende Mai noch weiterer Nachwuchs hinzugekommen: Elch-Dame Beate brachte am 8. Juni das Kalb Rea zur Welt. Zudem lohnt es sich, bei den Flamingos vorbeizuschauen: Den Küken dort kann man fast beim Wachsen zuschauen! Das größte der rund 10 Küken misst schon knapp 50 Zentimeter. Weitere Jungtiere gibt es zudem bei den Elenantilopen, Wasserschweinen und Mhorrgazellen. Bei einem Rundgang durch den Tierpark Hellabrunn darf natürlich ein Besuch bei der kleinen Eisbärin Quintana nicht fehlen – sie genießt das Herumtollen in den beiden Anlagen der Polarwelt sichtlich und fordert Mama Giovanna täglich zum gemeinsamen Spielen auf. Und auch die drei Orang-Utan-Babys, vor allem aber die beiden älteren Quentin und Quinn, machen sichtliche Fortschritte und genießen bei sonnigem Wetter ihre Ausflüge auf die Außenanlage. So vielfältig wie die Hellabrunner Tierwelt ist auch der Nachwuchs. Doch eine Besonderheit eint auch in diesem Jahr alle Jung-Hellabrunner: Der Name jedes Tieres, das 2017 in Hellabrunn geboren wird, beginnt mit „R“. So kann sein Alter nach Jahren schnell hochgerechnet werden, ohne dass die Tierdatenbank, die es natürlich auch gibt, befragt werden muss.

Tierpark Nordhorn 13.06.2017
Neues Arten- und Naturschutz Netzwerkcamp im Tierpark Nordhorn
Spielerisch die heimische Natur kennenlernen und zum Naturschützer werden Mehr als 50 geladene Gäste waren am Montagabend in der Zooschule des Nordhorner Tierparks zusammen gekommen, um feierlich das neue Arten- und Naturschutz Netzwerkcamp zu eröffnen. Was zunächst nur ein Arbeitstitel war, hatte sich inzwischen in den Köpfen festgesetzt und im Grunde trifft der Titel auch den sogenannten Nagel auf den Kopf. Denn nichts anderes verbirgt sich dahinter! Neben der Zooschule ist eine Art Erlebniscamp entstanden, in dem kleine und große Zoobesucher vor allen Dingen etwas über den heimischen Arten- und Naturschutz erfahren können. Und das nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern in erster Linie spielerisch. So kann man durch „Fernrohre“ betrachten, wie man diversen Vogel- und Fledermausarten beim Bau eines Hauses auf elegante Art und Weise Unterschlupf bieten kann. An anderer Stelle muss man sich an eine Reckstange hängen, um über Kopf etwas über das geheime Leben der Fledermäuse zu erfahren. Barfuß geht es danach weiter über einen Pfad, der die verschiedenen Grafschafter Böden erleben lässt. Ein Netzwerkcamp ist der neue Bereich deshalb, weil sich die vielen verschiedenen Partner aus dem Arten- und Naturschutz, mit denen der Zoo schon seit vielen Jahren zusammen arbeitet, in diesem Camp mit ihren Ideen eingebracht haben und sich dort präsentieren. So befinden sich im Camp Stationen von dem Imkerverein Nordhorn, der Jägerschaft Grafschaft Bentheim, der Fledermaus AG Emsland / Grafschaft Bentheim, der Naturschutzstiftung und den beiden Grafschafter Regionalgruppen des NABU und des BUND. An ihren „Lernstationen“ erfahren die Besucher etwas über die Schwerpunktarbeit der Vereine und Verbände. Vielleicht wird dadurch sogar bei dem ein oder anderen das Interesse geweckt selber aktiv zu werden! Die Kontakte zu den Gruppen sind ebenfalls im Camp zu finden oder können beim Tierpark erfragt werden. Aber auch die beiden internationalen Artenschutzprojekte die der Zoo unterstützt haben in dem neuen Camp ihre Plattform gefunden. Neben der im vergangenen Jahr im Tierpark Nordhorn ins Leben gerufenen Initiative „Zootier des Jahres“ stellt sich der Verein Rettet den Drill e.V. vor. Bei beiden Projekten geht es nicht um allseits bekannte Tierarten, sondern vielmehr um stark bedrohte Arten die weniger bekannt sind und daher nicht so eine große Lobby haben. Bevor sich die Gäste im Camp umsehen und die verschiedenen Stationen ausprobieren konnten, versammelten sie sich im Schulungsraum der benachbarten Zooschule. In seiner Eröffnungsrede hob Zoodirektor Dr. Nils Kramer hier die Bedeutung des Nordhorner Tierparks als regionales Arten- und Naturschutzzentrum hervor. „Unser Engagement im heimischen Natur- und Artenschutz geht sicherlich über das normale Maß eines Tierparks oder Zoos hinaus“, so Dr. Kramer. „Wir bekommen viel Zuspruch aus der Region und wollen dies mit unserem Einsatz in diversen Grafschafter Naturschutzgebieten und der Eröffnung des Camps zurückgeben“ so Kramer weiter. Der 1. Kreisrat und Vorsitzende der Gesellschafterversammlung Uwe Fietzek schloss sich den Worten des Tierparkleiters an und stellte die Leistung der Tierparkmitarbeiter an den Anfang und das Ende seiner Rede. „Das Tempo mit dem der Tierpark Neues zu bieten hat und Teilbereiche eröffnet ist enorm! Das liegt sicherlich zu großen Teilen an dem tollen Team an Mitarbeitern“ so Uwe Fietzek mit einem wohlwollenden Blick in die an diesem Abend gut gefüllte Sitzreihe der Mitarbeiter. Er dankte daneben auch ausdrücklich den aktiven Vereinen und Verbänden, die seiner Meinung nach wertvolle, ehrenamtliche Arbeit für den gesamten Landkreis Grafschaft Bentheim leisten. Sein Stellvertreter und Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling schloss sich dem an und blickte vor allen Dingen zurück. „Ich sehe viele in dieser Runde, die dem Tierpark schon seit mehr als 25 Jahren verbunden sind und ihn bei vielen Projekten unterstützt haben“, so Berling. Des Weiteren hob er als Besonderheit des Parks die Bedeutung der Zoopädagogik hervor. „Die vielen interessanten Lernspiele und Schilder machen den Kindern das Lernen einfach und ich kenne keinen vergleichbaren Zoo, in dem das so gut umgesetzt wird wie in Nordhorn!“ so Berling. Die Lernspiele und Schilder im Arten- und Naturschutz Netzwerkcamp sind dabei ebenfalls komplett regionale Produktionen. Die Ideen kommen von den Vereinen und Verbänden und den Tierparkmitarbeitern. Viele der Fotos stammen vom Tierparkfotografen Franz Frieling, aber auch von anderen wie dem über 90 Jahre alten Hobby-Tierfotografen Gerhard Türke aus Schüttorf und dem Nordhorner Wilfried Jürges. Die Zeichnungen erstellte Wolfgang Hennecke aus Hoogstede. Die grafische Gestaltung übernahm die Nordhorner Werbeagentur Bartsch & Frauenheim, den Druck der zahlreichen Schilder die Firma van den Hooven aus Nordhorn. Damit ist das Arten- und Naturschutzcamp selber ein Produkt „Aus der Region – für die Region!“

Tiergarten Worms 13.06.2017
Sommer-Ferienprogramm der Freizeitbetriebe Worms: Nur noch wenige Plätze frei – Warum kringelt sich der Schweineschwanz?
Der Ringelschwanz ist keineswegs ein charakteristisches Merkmal von Schweinen. Eines der beliebtesten deutschen Schweinerassen wie das Bunte Bentheimer Schwein hat zwar einen Ringelschwanz, aber es gibt auch Rassen mit geradem Schwanz. Auch der Vorfahre des Hausschweins, das Wildschwein, das schon vor ca. 8.000 Jahren domestiziert wurde, hatte einen geraden Schwanz. Warum eigentlich? Und wie wurde das Wildschein eigentlich zum Hausschwein? Dieser und vieler weiterer Fragen geht das kommende Sommerferienprogramm auf den Grund. Dabei dreht sich alles um die Vielfalt, Klassifikation, Lebensräume, Nahrung und Domestikation unserer einheimischen Tiere. In zahlreichen Erkundungstouren durch die Reviere finden die Kinder heraus, welche Tierarten bei uns zu Hause sind und begeben sich dabei auch auf Tuchfühlung mit zahlreichen tierischen Bewohnern. In dem wochenweise buchbaren Programm werden die Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren zu wahren Tierexperten. Dipl. Biologin Sandy Gass, Leiterin der Tiergartenschule, hat die Projektwoche entwickelt und setzt sie gemeinsam mit ihrem Betreuer-Team um. „Wir werden den Kindern einiges über unsere einheimischen Tiere erzählen und uns auch mit der Domestizierung, der Haustierwerdung, befassen.“, erläutert Gass die Grundidee des Ferienprogramms. Aber auch der Blick auf und die Begegnung mit den wilden Artgenossen darf dabei nicht fehlen und ist fester Bestandteil des Programms.Das Ferienprogramm ist in zwei möglichen Varianten buchbar: Ganztagesprogramm: 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr Ganztagesprogramm Plus 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr 03. bis 07. Juli (ausgebucht) 10. bis 14 Juli (ausgebucht) 31. Juli bis 04. August (ausgebucht) 07. bis 11. August noch wenige Plätze verfügbar Weitere Informationen zum Sommer-Ferienprogramm der Freizeitbetriebe Worms und eine Preisübersicht finden Sie unter www.tiergarten-worms.de oder können direkt über die Tiergartenkasse erfragt werden. Auch in den Herbstferien erwartet die Kinder wieder ein spannendes Ferienprogramm.

Zoo Berlin 13.06.2017
Berliner Pandas fliegen First-Class – Zoo Berlin und Lufthansa Cargo beantworten Fragen zum Transport
Wie bereitet man einen Panda-Flug vor? Woraus besteht das Panda-Catering an Bord? Wann landen die Pandas in Berlin? Die brennendsten Fragen rund um das Thema Panda-Transport beantworteten heute Jörg Bodenröder, Leiter Tiertransporte und Tierschutzbeauftragter Lufthansa Cargo und der Leitende Zoo-Tierarzt Dr. Andreas Ochs. Die wichtigste Frage: Wann landen die Pandas in Berlin? Antwort: Am 24. Juni gegen voraussichtlich 14 Uhr landet die Maschine aus Chengdu am Flughafen Berlin Schönefeld. Die beiden Pandas werden begleitet von zwei Tierpflegern aus Chengdu und dem Leitenden Zoo-Tierarzt Dr. Andreas Ochs. Der berichtet auch schon von den kleinen Details des Transports: „Versorgt werden Meng Meng und Jiao Qing unterwegs mit ausreichend Bambussnacks. Eine Tränke ist selbstverständlich auch in der Transportbox vorhanden. Wir können die Tiere während des gesamten Fluges jederzeit besuchen und sicherstellen, dass es ihnen gut geht.“ Auch für das kleine Geschäft unterwegs ist gesorgt: Die Transportbox ist mit Saugmatten ausgelegt, sodass Herr und Frau Panda im Fall der Fälle trocken und ohne Geruchsbelästigung ihre Reise fortsetzen können. Wenn Pferde, Hunde oder Nashörner um die Welt transportiert werden müssen, sorgt Lufthansa Cargo für eine sichere Verladung und bestmögliche Pflege während des Transports. Der Frachtkranich deckt mit Flugzeugen und Frachtern über 300 Ziele weltweit ab. Herzstück der Tiertransporte ist die weltweit modernste Tierstation: die Frankfurt Animal Lounge. „Mit 42 Großtierställen, 39 Hundeboxen, speziellen Klimakammern oder Schwarzlichtpositionen zur Untersuchung von Zierfischen, haben wir für jedes Tier die passende Lösung“, erklärt Jörg Bodenröder, der bereits seit 2001 bei der Lufthansa Cargo arbeitet. „Die häufigsten Tiere, die wir transportieren sind Fische. Zootiere sind – oft allein aufgrund der Größe – besondere Herausforderungen.“ Die Frankfurter Animal Lounge werden die Berliner Pandas jedoch nicht kennenlernen, denn der Linienflug von Peking nach Frankfurt wurde für die beiden VIP-Fluggäste extra über Chengdu und Berlin umgeleitet. Die kalkulierte Flugzeit von Chengdu über Novosibirsk nach Berlin beträgt ca. 12 Stunden und 20 Minuten. Den Countdown zur Ankunft der Pandas können Sie im Panda-Blog auf der Zoo-Website verfolgen: www.zoo-berlin.de/panda-blog

Zoo Köln 13.06.2017
Elefanten-Jungtier hat erste Nacht gut überstanden
Der gestern im Kölner Zoo geborene Elefanten-Bulle hat die Nacht gut überstanden. Das noch namenlose Jungtier trinkt mittlerweile gut. Er tut dies allerdings nur im Beisein der Tierpfleger, die immer wieder für die nötige Nähe zwischen Mutter „Kreeblamduan“ und Jungtier sorgen. „Kreeblamduan“ kümmert sich weiterhin nicht um das Jungtier. Die Mutter-Kind-Bindung ist nicht ausgeprägt. „Wir tun alles in unseren Möglichkeiten stehende und haben extra eine Nachtwache mit Tierpflegern eingerichtet“, erklärt Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. „Diese Maßnahme war erfolgreich. Die Mutter lässt das Jungtier im Beisein der Tierpfleger regelmäßig trinken, sodass wir den Bullen gut über die ersten 24 Stunden gebracht haben.“ Das Team des Elefantenparks im Kölner Zoo wird nun weiter beobachten, wie sich die Situation entwickelt. Nimmt Mutter „Kreeblamduan“ das Jungtier nicht an, besteht wie in der Natur die Möglichkeit, das eine der anderen Kühe der Herde als „Tante“ die Fürsorge übernimmt. Passiert auch dies nicht, kommt eine Handaufzucht durch die Tierpfleger des Kölner Zoos in Frage. Um störende äußere Einflüsse zu vermeiden, bleibt das Kölner Elefantenhaus derzeit geschlossen. Alle anderen Elefanten der Herde, darunter auch die drei zuvor geborenen Jungtiere „Jung Bul Kne“, „Moma“ und „Kitai“, sind wie gewohnt auf der Außenanlage des Elefantenparks zu sehen.

Opel-Zoo Kronberg 12.06.2017
Aktionstage am 20. und 21. Juni im Opel-Zoo: Biologische Vielfalt erleben – Mitmachstationen und Infostände
Der Begriff Biodiversität steht für die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Von den 10 bis 15 Millionen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten auf unserem Planeten kennen wir bisher nur einen Teil. Diese faszinierende Vielfalt ist für den Menschen nicht weniger als die Lebensgrundlage und unverzichtbar für die Erhaltung unserer Ökosysteme. Aber genau diese Vielfalt ist stark bedroht.Im Opel-Zoo werden zahlreiche bedrohte Arten gezüchtet und teilweise wieder im Freiland ausgewildert. Mit den Aktionstagen „Biologische Vielfalt im Opel-Zoo erleben“ können Schüler und andere Zoobesucher Biodiversität an zahlreichen Stationen hautnah erleben. Was lebt im Laub? Wie orientieren sich Fledermäuse? Was wären wir ohne Bienen? Sie können anhand von Exponaten eigenständig forschen, diesen und weiteren Fragen spielerisch und experimentell nachgehen und mit den echten Forschern ins Gespräch kommen. Die Aktionstage sind darauf ausgerichtet, das Verständnis für Artenvielfalt zu erwecken und die Notwendigkeit des aktiven Schutzes der Artenvielfalt zu verdeutlichen. Betreut werden die Mitmach- und Infostände, die am Dienstag, dem 20. Juni und Mittwoch, dem 21. Juni von 9 bis 15 Uhr auf dem gesamten Zoogelände aufgebaut sind, von den Zoopädagogen sowie den Mitarbeitern und Studenten der Didaktik der Biowissenschaften und der Opel-Zoo-Stiftungsprofessur Zootierbiologie an der Goethe-Universität Frankfurt

Zoo Duisburg 12.06.2017
Vom Schmusekätzchen zum stattlichen Löwenmann – Publikumsliebling TSAVO trifft auf Chefin MINRA
Heute Morgen wurden Löwenkater TSAVO und Löwin MINRA erstmals gemeinsam auf die Außenanlage gelassen. Nach einem kurzen Gerangel, welches im Teich endete, konnte TSAVO der sechzehn Jahre älteren Löwin zeigen, dass er sich in den letzten Monaten vom schüchternen Jungkater zum stattlichen Löwenmann entwickelt hat. Vor gut einem halben Jahr sah das noch anders aus. Im Oktober war TSAVO aus Kerkrade an den Kaiserberg gekommen, um das verstorbene Oberhaupt der Duisburger Löwenfamilie PIEFKE zu ersetzen. Trotz Schmuseeinheiten am Trenngitter zeigte die alte Löwendame MINRA von Anfang an, wer ihrer Meinung nach der Chef im Löwenhaus ist. Doch mit der Zeit beruhigten sich die Gemüter. In den letzten Wochen zeichnete es sich ab, dass die Zeit für eine Zusammenführung reif ist. Sehr oft lag das ungleiche Löwenpaar miteinander am Trenngitter und schmuste ohne Aggressionen. Immer öfter riefen sie sich gegenseitig, wenn sie im Wechsel auf die Außenanlage gelassen wurden. Der Anfang ist gemacht und verlief vielversprechend. Gemeinsam liegen die beiden im hohen Gras der Löwenanlage, erholen sich vom ereignisreichen Morgen und gewöhnen sich daran, in Zukunft nicht mehr alleine den Alltag zu genießen. Zoomitarbeiter werden die zwei in den nächsten Tagen weiter beobachten. Wir drücken die Daumen!

Zoo Köln 12.06.2017
Viertes Elefantenjungtier geboren – Elefantenhaus derzeit geschlossen
In der Nacht zu heute wurde im Kölner Zoo ein weiteres Elefantenjungtier geboren. Der Verlauf ist allerdings nicht wie gewohnt. Der kleine Bulle ist schwächlich, die Mutter-Kind-Bindung nicht ausgeprägt. Um die notwendige Ruhe für Jungtier und Mutter gewährleisten zu können, bleibt das Elefantenhaus momentan geschlossen. Mutter des noch namenlosen Jungbullen ist „Kreeblamduan“, die Leitkuh der Kölner Herde. Der Kölner Zoo wird über den weiteren Verlauf zu gegebener Zeit informieren. Erst am vergangenen Donnerstag war im Kölner Zoo der Elefantenbulle „Kitai“ zur Welt gekommen. Mutter ist „Tong Koon“. Der etwa 80 Kilogramm schwere „Kitai“ spielt bereits munter mit den übrigen Jungtieren der Rüsselbande im Kölner Zoo. Dazu zählen neben „Kitai“ die beiden Bullenjungtiere „Jung Bul Kne“ (geboren Januar 2017, Mutter „Maha Kumari“) und „Moma“ (geboren März 2017, Mutter „Marlar“). Hinzu kommt der einjährige „La Min Kyaw“, der im März 2016 von „Shu Thu Zar“ geboren wurde.

Neugeborener Elefant hat erstmals getrunken
Der heute Nacht im Kölner Zoo geborene Elefantenbulle hat erstmals bei seiner Mutter Milch aufgenommen. „Dies ist eine positive Nachricht. Dennoch gilt es, zunächst die kommenden 24 Stunden abzuwarten. Weitere Prognosen können derzeit leider noch nicht seriös abgegeben werden“, erklärt Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. Mutter „Kreeblamduan“ ist die Leitkuh der Kölner Elefantenherde. Vater ist Zuchtbulle „Sang Raja“. Der Zoo wird die Medien informieren, sobald verlässlichere Aussagen getroffen werden können. Der Kölner Zoo tut alles, um den neugeborenen, etwa 75 Kilogramm schweren Bullen optimal zu versorgen. Ziel ist es, die bis dato schwach ausgeprägte Mutter-Kind-Beziehung zu stärken. Mutter „Kreeblamduan“ und ihr Jungtier sind deshalb bis auf weiteres von der Gruppe separiert, um unnötige äußere Einflüsse zu vermeiden. Der Innenbereich der Elefantenanlage wird darüber hinaus auch weiterhin für die Besucher geschlossen bleiben, um den Tieren die notwendige Ruhe zukommen zu lassen. Alle anderen Tiere sind wie gewohnt auf der Außenanlage des Kölner Zoos zu sehen.

Zoo Hoyerswerda 11.06.2017
Ab jetzt den Kängurus ganz nah
An diesem Sonntag wurde die neue begehbare Känguruanlage offiziell eröffnet. Anwesend waren Oberbürgermeister Stefan Skora, Steffen Grigas, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH (VBH), Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH und Eugène Bruins, Zoologischer Leiter Zoo Hoyerswerda. Finanziert wurde der Bau der Anlage durch die VBH. Für Steffen Grigas ist die Förderung der Region eine Herzensangelegenheit: „Wir als regionaler Versorger haben es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Region zu fördern und aktiv für unsere Bürger und Besucher mitzugestalten.“ Arthur Kusber schätzt die Partnerschaft mit dem regionalen Unternehmen: „Wir wissen, dass es für Firmen nicht selbstverständlich ist, so großzügige finanzielle Unterstützung zu leisten. Umso mehr freut es uns, unseren Besuchern Hilfe der VBH ein besonderes Tiererlebnis ermöglichen zu können.“ Ganz relaxt und seelenruhig beäugten die Kängurus ihre Gäste auf der Anlage. Weder Kängurubock Ludwig noch die beiden Damen Maja und Mila mit ihren zwei Jungtieren ließen sich von den großen Zweibeinern aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil, sie schauten eher neugierig hinterher oder hüpften sogar an den Besucher vorbei. Die neue begehbare Känguruanlage ist mit 1.000m² viermal so groß wie die alte Anlage. Für die drei erwachsenen Bennettkängurus mit den zwei Jungtieren bedeutet dies ausreichend Platz zum Springen und Toben. Genügend Rückzugsmöglichkeiten geben den Tieren die nötige Ruhe. Künftig wird die Anlage insgesamt sechs erwachsene Kängurus beherbergen. In den nächsten Wochen ziehen noch zwei weitere Känguruweibchen auf die Anlage. Bennettkängurus, auch Rotnackenwallaby genannt, stammen aus dem südöstlichen Australien und Tasmanien. Ihren Namen verdanken sie dem rötlich gefärbten Fell im Nacken- und Schulterbereich. Das Sozialverhalten der Bennettkängurus ist nicht sehr ausgeprägt. Sie leben entweder allein oder in kleinen Gruppen. Gräser und Kräuter gehören zur Hauptnahrungsquelle dieser kleinen Känguruart. Sollten die Lebensumstände für Nachwuchs gerade ungünstig sein, können Kängurus die Geburt verzögern und auf bessere Zeiten verschieben. Sie sind ebenfalls in der Lage zwei Jungtiere verschiedenen Alters großzuziehen und zu säugen. Jedes Jungtier hat dann eine eigene Zitze aus denen Milch mit verschiedener Zusammensetzung gegeben werden kann.

Wilhelma Stuttgart 09.06.2017
Dreamnight für Kinder mit schweren Beeinträchtigungen – Einmal die Sorgen vergessen: Traumhafter Abend für 800 Familien
Ein sorgenloser Abend für Familien mit schwerem Los: Das Konzept der Dreamnight ist einmal mehr in der Wilhelma aufgegangen. Auf Einladung konnten Kinder mit einer Behinderung oder schweren chronischen Erkrankung, am Freitag, 9. Juni 2017, mit ihren Familien den Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart einen Abend lang exklusiv erkunden. „Es ist schön zu sehen, wie die Benefiz-Veranstaltung wirkt“, sagt die Koordinatorin Stefanie Reska. „Die Familien kommen mit ihren besonderen Belastungen oft angespannt her, gehen aber am Schluss in gelöster Stimmung heim.“ Um die passende Atmosphäre zu schaffen, ist es eine wesentliche Voraussetzung, die Zahl der Teilnehmer zu begrenzen. So kommen bei der Dreamnight auch persönliche Gespräche auf und individuelle Bedürfnisse der Kinder stehen im Mittelpunkt. Denn manchmal brauchen sie mehr Zeit und Ruhe als andere, um die seltenen Tiere und Pflanzen der Wilhelma intensiv erleben zu können. 800 Familien konnten bei der 9. Auflage zum Zuge kommen. Die Gästeliste stellt die Wilhelma jedes Jahr in Absprache mit dem Stuttgarter Olga-Kinderhospital, Kinderhospizen und rund 50 Förderkreisen zusammen, die sich um Kinder mit bestimmten Krankheitsbildern kümmern wie Herz- und Nierenleiden, Krebs oder Down-Syndrom. Mit den Geschwistern und Eltern der eingeladenen Kinder sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern sind auch so bereits fast 3000 Menschen auf dem Gelände unterwegs. Der kostenlose Abend ist ein Geschenk der Mitarbeiter und Förderer der Wilhelma, von Sponsoren und vielen Künstlern. Für die jungen Ehrengäste haben sie sich zwei Dutzend Attraktionen einfallen lassen. Wie die menschlichen Akteure legten zum Beispiel die Seelöwen bei zwei zusätzlichen Auftritten eine freiwillige Sonderschicht ein. Ausgewählten Tieren durften die kleinen Besucher ungewöhnlich nahe kommen und Koikarpfen, Küken, Schlangen und Echsen streicheln. Selbst Hand anlegen und in die Welt der Großen eintauchen, konnten die Kinder bei etlichen Mitmachaktionen: Blumentopfen mit den Gärtnern, Futterboxen für die Menschenaffen basteln mit den Tierpflegern und beim Blasrohrschießen mit den Tierärzten. Dazu gab es Information und Einblicke hinter die Kulissen der jeweiligen Bereiche. Auch externe Wunschberufe von Kindern stellten sich vor: die Polizei und Feuerwehr gab es zum Anfassen. Die Unterhaltung ergänzten Dreamnight-Unterstützer unter anderem durch eine Feuershow mit Trommeln, viel Musik und verkleidete Stelzenläufer. Die Zoo-Gastronomie unterstützte die Aktion und der Zoo-Shop schenkte an dem Abend jedem Kind ein Eis. „Dass so viele Menschen sich ehrenamtlich zusammenfinden und den kranken Kindern diesen kleinen Traum ermöglichen, macht die Dreamnight jedes Jahr zu einem Fest“, sagte Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Es ist ein Kraftakt, der aber jedem, der mitmacht, auch Kraft gibt.“ Entstanden ist die Idee zur Dreamnight 1996 im Zoo Rotterdam. Inzwischen beteiligen sich weltweit knapp 300 Zoos: So werden rund 100.000 betroffene Familien in einen Zoo oder Tierpark eingeladen.

Wisentgehege Springe 09.06.2017
Wildnis unterm Sternenzelt erleben – im Wisentgehege – Beim Mittsommernachtsfest ist im Wildpark campen erlaubt
Beim Mittsommernachtsfest darf am Sonnabend, 24. Juni, wild im Wisentgehege gecampt werden. Das Programm ohne Ende zur Sommersonnenwende beginnt um 16 Uhr mit der Flugvorführung auf dem Falkenhof. Später dann erleuchten lodernde Fackeln während des großen Umzugs die Nacht, Lagerfeuer knistern und Nachtfalter flattern durch den Mondschein. Dazu heulen die Wölfe ganz nah. Wildnis pur ist in dieser Nacht angesagt. Bevor aber die Besucher in ihre Schlafsäcke krabbeln, gibt es eine Wolfspräsentation sowie eine spektakuläre Flugvorführung in der Dämmerung. Dazu gibt es eine Fledermauswanderung mit dem NABU. Das Programm endet gegen 23 Uhr mit einer Waschbärpräsentation. Für Essen und Trinken sorgt der Förderverein Freunde des Wisentgeheges. Dort gibt es auch den Teig für das Stockbrotbraten am Lagerfeuer. Die Teilnehmerzahl an dem Mittsommerfest ist unbegrenzt, weswegen Anmeldungen auch nicht nötig sind. Zudem gelten die regulären Eintrittspreise. Die Kasse des Wisentgeheges ist am Samstag bis 20.30 Uhr geöffnet. Zum Übernachten im Wisentgehege sind ausschließlich Zelte zugelassen, keine Wohnwagen und Wohnmobile. Duschen sind nicht vorhanden. Am Morgen danach bietet das Café Wild ein Frühstücksbuffet an. Dort sind allerdings Anmeldungen bis zum Freitag, 23. Juni, nötig. Anmeldungen für das Frühstück nehmen die Mitarbeiter der Kasse des Wisentgeheges unter Telefon (0 50 41) 58 28 entgegen. Besucher erhalten dort auch weitere Informationen. Dazu ist das Programm im Internet unter www.wisentgehege-springe.de abrufbar.

Opel-Zoo Kronberg 09.06.2017
Nachwuchs bei Eisfüchsen und Salzkatzen
Nicht immer, aber immer öfter im Opel-Zoo zu sehen. Nach elf Jungtieren in 2016 sind bei den Eisfüchsen im Opel-Zoo in diesem Jahr acht zur Welt gekommen: zumindest eine kleine Erleichterung für unsere Füchsin, die in den ersten vier Wochen ihre Welpen in einer Wurfhöhle versorgte. Die im Mai geborenen Jungfüchse trauen sich nun immer öfter ins Außengehege und sind damit für die Besucher zu sehen. Sie werden immer quirliger: Haben sie bisher hauptsächlich geschlafen oder getrunken, raufen sie jetzt ausdauernd miteinander, haben offensichtlich große Freude daran, sich durch das Gehege zu jagen, und nehmen zunehmend auch feste Nahrung zu sich. Ebenfalls immer öfter zu sehen ist der Salzkatzenwelpe, der nach nunmehr 7 Wochen seine Wurfhöhle zu verlassen beginnt. Von den 1960er bis in die späten 1980er Jahre fand ein sehr intensiver Handel mit den Pelzen dieser auch Kleinfleckkatze genannten Tiere statt. Wenn man bedenkt, dass man für einen einzigen Mantel rund 25 Felle benötigt, kann man sich vorstellen, wie intensiv ihr nachgestellt wurde. Seit 1992 wird die Salzkatze vom Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt, wodurch jeglicher kommerzielle Handel von aus der Natur stammenden Tieren untersagt ist. Durch diese Schutzmaßnahme haben sich die Bestände in Südamerika deutlich erholen können, trotzdem ist sie regional noch selten. Für Salzkatzen existiert im Rahmen des Europäischen Zoo- und Aquarienverbandes (EAZA) ein Erhaltungszuchtprogramm, welches vom Zoo Jihlava (Tschechische Republik) koordiniert wird. Auch der Opel-Zoo beteiligt sich mit seinen Tieren an diesem Programm.

Wilhelma Stuttgart 09.06.2017
Sonderschau Australien in der Wilhelma gestartet – Abwechslungsreicher Spaziergang über den fünften Kontinent
Die Pfingstferien sind Ausflugszeit. Wer nicht gleich nach Australien fliegt, kann den fünften Kontinent auch in der Wilhelma etwas näher kennen lernen. Im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart macht eine Sonderschau die Besonderheiten der Natur Australiens bis September erlebbar. „Down Under“ hat weit mehr zu bieten als flirrende Hitze in roter Wüste, deren Fotos die Reisekataloge zieren. Die Zierpflanzengärtner der Wilhelma haben in der historischen Gewächshauszeile einen abwechslungsreichen Spazierweg gestaltet, über den man quasi vom tropischen Queensland bis zur Südküste Australiens flanieren kann. Dabei durchlaufen die Besucher die kontrastreichen Klimazonen vom tropischen und temperierten Regenwald mit großen Farnen über den trockenen Eukalyptuswald bis zur Australischen Heide und den Sanddünen. Mal fällt die Vegetation üppig aus, mal karg. Beides hat seinen Reiz. Nachgebildete Lebensräume aus Pflanzen, Tieren und Kultur geben der Schau einen eigenen Charme. Über 100 Pflanzenarten sind zu sehen, die Bandbreite reicht von der Macadamia-Nuss bis zu den Mangroven. Etliche Gewächse tragen kuriose Namen, wie die Kängurupfötchen, der Känguruwein oder der Känguruapfel. Echte Kängurus selbst gibt es in der Wilhelma natürlich auch zu sehen, doch die hüpfen nicht durch die Ausstellung. Die australische Tierwelt vertreten stattdessen Hingucker wie Korallenfingerfrösche und Riesengespenstschrecken: Man muss wirklich genau hingucken, um sie in den Terrarien zu entdecken. Auf den ersten Blick sehen die großen Schrecken selbst wie vertrocknete Blätter aus: eine geniale Tarnung. Bei näherer Betrachtung sieht man ihre feinen Gliedmaßen und die Stacheln, mit denen sie sich gegen Fressfeinde schützen. Wer ein waches Auge hat, entdeckt noch andere nette Details am Wegesrand, etwa einen nachgebauten Termitenhügel und eine abgestreifte Schlangenhaut. Doch keine Sorge: Weder Termiten noch Schlangen sind in der Schau frei unterwegs. Die Elemente bereichern die authentische Optik dieses Australien-Ausschnitts. Zu dem Ambiente tragen Wandmalereien bei, die an die traditionelle Kunst der Ureinwohner anknüpfen. Umrisse menschlicher Hände und abstrahierte Darstellungen von Schlangen und Kängurus erinnern an die große Kultur der Aborigines.

Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec Görlitz 09.06.2017

Hände weg von jungen Wildtieren!
Der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec bittet Tierfreunde vermeintlich verlassene Jungtiere nicht einzusammeln. Alle Jahre wieder steht im Frühling das Telefon der Wildtierauffangstation im Görlitzer Tierpark nicht still. Fast im Halbstundentakt kommen Anfragen besorgter Tierfreunde zu vermeintlich hilfsbedürftigen Rehkitzen, Waschbären, Füchsen, Vögeln und Co. Über Anrufe freuen sich die Mitarbeiter, kann auf diese Weise doch aufgeklärt werden. Die Freude über kerngesunde Jungtiere, die aus Unwissenheit mitgenommen und in die Wildtierauffangstation gebracht werden, hält sich hingegen in Grenzen. Die besten Betreuer für junge Wildtiere sind immer die eigenen Eltern. Aber wie erkennt Tierfreund, ob ein Jungtier tatsächlich in Not ist? Das ist in den allermeisten Fällen nämlich nicht der Fall. Elterntiere halten sich nicht rund um die Uhr bei ihren Jungen auf. Meist befinden sie sich jedoch in der näheren Umgebung. Nähert sich ein Mensch, trauen sie sich nicht zu ihrem Nachwuchs. Deshalb gilt für den Menschen in solchen Situationen: schnellstmöglich weg vom Fundort! Fühlen sich die Eltern ungestört, kehren sie nach kurzer Zeit zurück. Wer sichergehen möchte, dass es dem Jungtier tatsächlich gut geht, kann nach 24 Stunden nachschauen, ob es sich noch immer an der selben Stelle befindet. Fuchs- und Waschbärwelpen unternehmen übrigens schon relativ früh Ausflüge. Auch wenn sie sehr unbeholfen wirken, sie sind nicht verlassen, die Mutter sammelt sie wieder ein! Im Wald, auf der Wiese oder dem Feld liegt bewegungslos ein Rehkitz? Dann gilt auch hier: schnellstmöglich den Ort verlassen! Die Ricke wird zu ihrem Kitz zurückkommen, sobald der Mensch weg ist. Rehkitze sind sogenannte Ablieger, die bei Gefahr nicht weglaufen, sondern sich ducken und bewegungslos verharren, bis die Gefahr vorüber ist. Fieptöne sind kein Anzeichen für eine aktuelle Qual des Tieres, sondern der Hilferuf an das Muttertier, da sich das Kitz durch die Anwesenheit von Menschen bedroht fühlt. Im Wald, Park oder im Garten sitzen sie und fliegen nicht weg: junge Vögel, die schon ihr Nest verlassen, bevor sie richtig fliegen können. Das ist normal! Die Elternvögel füttern die auf dem Boden herumhüpfenden und bettelnden Jungen weiter. Ein Eingreifen des Menschen ist zwar aus ethischer Sicht verständlich, oft aber nicht zum Besten des Tieres! Für diejenigen, die sich zu diesem Thema weiter informieren möchte hat das sächsische Staatsministerium ein umfassendes Faltblatt entwickelt (https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11129)

Zoopark Erfurt 09.06.2017
Neu im Zoopark: Fenneks
Fast völlig unbemerkt sind zwei Neuankömmlinge in die Löwensavanne des Zooparks eingezogen. Große Ohren, große dunkle Augen: das Markenzeichen der Fenneks, auch Wüstenfuchs genannt. Das junge Fennek-Paar ist seit Ende März im Zoopark. Beide durchliefen jedoch eine mehrwöchige Quarantäne, um auf Krankheiten und Parasiten untersucht zu werden. Sie stammen aus einer Beschlagnahmung des Veterinäramts.
Da die beiden Tiere weder Besucherverkehr noch Löwen oder Löffelhunde kannten, durften sie ihr neues Gehege neben den Löffelhunden ohne Medienrummel beziehen. Inzwischen haben sie sich gut eingelebt, sich an Nachbarn, Umgebung und Menschen gewöhnt und liegen nun ganz entspannt unter der Wärmelampe. Fenneks gehören zu den Füchsen. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv. Ihre großen Augen und riesigen Ohren helfen ihnen, nachts ihre Beute zu orten. Sie fressen kleine Säugetiere, aber auch kleine Vögel, Insekten, Skorpione, Spinnen und auch Eier werden gerne gefressen. Da sie in den sandigen Wüsten Nordafrikas vorkommen, wo tierische Nahrung nicht immer zu erbeuten ist, werden auch Früchte und Speicherknollen von Pflanzen nicht verschmäht. Die Ohren sind nicht nur zum Hören da. Die kleinen Füchse können die Durchblutung der Ohren steuern. Damit werden die großen Lauscher auch zur Abgabe von Körperwärme benutzt. So erreichen die Fenneks, dass sie bei den hohen Wüstentemperaturen nicht überhitzen. Im Zoopark sorgen Wärmelampen für die nötigen Wohlfühl-Temperaturen. Höhlen dienen den Fenneks als Rückzugsmöglichkeit und Versteck – und hoffentlich auch einmal als Wurfhöhle. Das Weibchen ist nun ca. ein Jahr alt, das Männchen ist zwei Jahre alt. Beide sollen im Rahmen des Europäischen Zuchtbuchs für Fenneknachwuchs sorgen. Die Fenneks können täglich ab 9 Uhr im Zoopark besucht werden. Wer die niedlichen Wüstenfüchse unterstützen möchte: für beide werden noch Tierparten gesucht. Infos zur Patenschaft sind unter 0361-59059133 zu erhalten.

Zoo Dortmung 09.06.2017
Pinguin-Nachwuchs im Zoo Dortmund
Im Zoo Dortmund schlüpfen derzeit die Pinguine – aktuell sind es fünf Jungvögel, die die Tierpflegerinnen und -pfleger hinter den Kulissenbeobachten. Weiterer Nachwuchs ist zu erwarten, denn einige Bruthöhlen sind noch voll. Sobald sie gelernt haben zu fressen und gesund sind, dürfen sie zu den „Großen“. Bislang sind die Baby-Pinguine daher leider kaum zu sehen. Die Brutzeit kann sich bis in den September ziehen. Die Humboldtpinguine gehören mit ihrem aufrechten Gang und ihrer Schwarzweißfärbung zu den Lieblingen vieler Zoo-Besucherinnen und-Besucher. Humboldtpinguine leben in einer Einehe. Das Weibchen legt bis zu zwei Eier in ihre Bruthöhle, die die Handwerker des Dortmunder Zoos gebaut haben. Die Eier müssen 35 bis 40 Tage lang gewärmt werden. Pinguin-Jungvögel werden von beiden Elternteilen mit Nahrung versorgt und sind mit knapp vier Jahren selbst geschlechtsreif. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Humboldtpinguins sind die Küstengebiete und küstennahen Inseln an der Pazifikküste von Chile und Peru. Sie bevorzugen kalte und fischreiche Gewässer und fressen auch Tintenfische, die sie in Tiefen von bis zu 20 Metern jagen. Dabei kann der Humboldtpinguin mehrere Minuten auf Tauchgang gehen. Mit ihren Flügeln, die zum Vortrieb unter Wasser eingesetzt werden, erreichen die Tiere Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h. Benannt wurde der Humboldtpinguin nach dem deutschen Forscher Alexander von Humboldt, der das Tier vermutlich als einer der ersten Europäer beobachtet hat. Humboldtpinguine werden bis zu 70 Zentimeter groß und 3,5 bis 5 kg schwer. Die geselligen Tiere leben in zum Teil großen Kolonien. Gut als Humboldtpinguine zu erkennen sind sie an einem schwarzen Band unterhalb des weißen Kehlbandes – andere Pinguinarten sind anders gefärbt. In freier Wildbahn leben nur noch wenige tausend Tiere, die Art ist akut vom Aussterben bedroht. In den Zoologischen Gärten Deutschlands gibt es einen größeren Bestand.

Zoo Heidelberg 09.06.2017
Junge Störche im Zoo Heidelberg werden beringt
Erkennungsringe liefern wertvolle Daten zum Verhalten der Störche. Die wilden Weißstörche im Zoo Heidelberg stecken mitten in der Brutsaison: Manche Storchenpaare brüten noch, während andere schon den Nachwuchs umsorgen. Anfang Juni wurden die ersten 10 wilden Jungstörche im Zoo beringt. Durch die Beringung können in Zukunft wertvolle Daten erhoben werden, die helfen, die gefährdeten Vögel zu schützen, ihre Flugrouten nachzuvollziehen oder ihre Lebensweise zu erklären. Noch sitzen die jungen Weißstörche in den Nestern und werden von den Eltern gut umsorgt. Bevor die Jungvögel bald flügge werden, sollen sie „beringt“ – mit einem Erkennungsring versehen – werden. Anfang Juni war es soweit: Die ersten 10 wilden Jungstörche im Zoo konnten beringt werden, weitere Jungvögel folgen in den nächsten Wochen. Um die Erkennungsringe an den Storchenbeinen anzubringen, muss der Storchenbeauftragte der Region, Helmut Stein, ganz nah an die Jungvögel in ihren Nestern heran. Das ist jedoch nicht immer einfach: Viele Nester sitzen so hoch, dass sie nur mit einem Hubsteiger erreichbar sind. Ist Herr Stein oben an einem Nest angekommen, wird er von den Elternvögeln mit wilden Scheinangriffen umflogen, während sich die Jungtiere tief in das Nest drücken. Das eigentliche Beringen geht schnell und ohne größere Auswirkungen auf die Störche vonstatten, denn der Ring wird einfach an das Bein „geclipst“. Der Experte nutzt die Gelegenheit, um die Jungen in den Nestern zu zählen. Im Heidelberger Zoo gab es vergangenes Jahr 18 Nester mit insgesamt 41 Jungvögeln. 2017 sind 20 Storchennester im Zoo besetzt und werden bebrütet. Wie viele Jungtiere dieses Jahr im Zoo heranwachsen werden, zeigt sich jedoch erst nach der Brutsaison. Die Beringung erfolgt aus einem wichtigen Grund: Sie ist notwendig, um wertvolle Informationen über die Vögel zu sammeln. Immer wieder werden Weißstörche an unterschiedlichen Orten gesichtet. Durch den Erkennungsring können Experten eindeutig identifizieren, um welches Tier es sich dabei handelt. So ist es möglich, Informationen über ihre Lebensweise oder bevorzugten Flugrouten zu erhalten. Die Mehrheit der Störche im Heidelberger Zoo kommt zur Brutsaison direkt aus den Winterquartieren in Afrika, Frankreich oder Spanien. Sie sind sogenannte Westzieher. Vereinzelt gibt es auch ortständige Störche, die nicht mehr nach Süden ziehen und aus dem Luisenpark Mannheim nach Heidelberg kommen. Manche Storchenpaare, die im Vorjahr erfolgreich Jungtiere aufgezogen haben, finden sich – trotz zum Teil getrennter Winteraufenthaltsorte – in Heidelberg sogar wieder und beginnen erneut gemeinsam zu brüten. Ebenso spielt die Beringung für den Schutz der gefährdeten Vogelart eine große Rolle. Durch die Daten ist den Experten bekannt, welche geeigneten Brutplätze die Störche bevorzugt anfliegen. Diese Areale können dann durch spezielle Schutzmaßnahmen vor naturzerstörenden Eingriffen bewahrt werden. Nach Heidelberg, besonders in den Zoo, kommen jedes Frühjahr ungewöhnlich viele Weißstörche. Simon Bruslund, Vogelkurator im Zoo, erklärt wieso: „Hier finden die Störche ideale Voraussetzungen, um ihre Jungen großzuziehen. Die großen, hohen Bäume und das geschützte Umfeld des Zoos sind gut geeignet zum Brüten. Außerdem gibt es auf den umliegenden Feldern genug Nahrung. Die Störche im Zoo werden nämlich nicht gefüttert. Sie müssen, wie es ihr natürliches Verhalten verlangt, eigenständig auf Nahrungssuche gehen. Rund um das Gelände finden sie ausreichend Insekten, Frösche oder Mäuse für sich und ihren Nachwuchs.“

Zoo Zürich 08.06.2017
23 JUNGSTÖRCHE BERINGT
Der Zoo Zürich hat heute die diesjährigen Jungstörche beringt. Wichtiges Hilfsmittel: eine Autodrehleiter von Schutz & Rettung Zürich. 23 Jungstörche hat der Zoo Zürich heute Donnerstag, 8. Juni 2017, mit einem Ring ums Bein markiert. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr. 2016 waren aufgrund schwieriger Wetterbedingungen über 20 Jungstörche verendet; nur 8 Tiere hatten damals beringt werden können. Heuer ist die Situation besser. Insgesamt brüten derzeit 20 Paare freifliegender Weissstörche auf den über 20 Horsten im und um den Zoo Zürich, wobei aber nicht alle Nachwuchs haben. Zu den 23 beringten Jungstörchen kommen 4 weitere hinzu, die in ihren Horsten nicht erreicht werden konnten. Hilfestellung bei der Beringung hat der Zoo Zürich erneut von Schutz & Rettung Zürich erhalten. Ohne deren Autodrehleiter wären die Jungtiere in ihren zum Teil schwindelerregend hohen Nestern nicht zu erreichen. Bei den Weissstörchen im Zoo Zürich handelt es sich um eine freilebende Kolonie. Im Spätsommer verlassen die Tiere ihre Horste und ziehen in den Süden. Untersuchungen mit GPS-Sendern haben dabei gezeigt, dass heute die meisten Störche nicht mehr bis nach Afrika fliegen sondern in Spanien überwintern, oft auf offenen Mülldeponien, wo sie sich von Nahrungsresten, Ratten und Mäusen ernähren ( www.projekt-storchenzug.com). Dass es in der Schweiz überhaupt wieder freiliebende Störche gibt, ist Wiederansiedlungen zu verdanken. Illegale Jagd, Industrialisierung, Umweltverschmutzung und Lebensraumverlust sowie später storchenunfreundlich gebaute Stromleitungen und der Strassenverkehr hatten die Storchenbestände ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stark zurückgehen und den Storch Mitte des letzten Jahrhunderts schliesslich ganz verschwinden lassen.

Kölner Zoo 08.06.2017
Elefant Nr. 3 geboren: Bulle „Kitai“ macht das Dreigestirn komplett
Heute Nacht kam im Kölner Zoo ein Asiatischer Elefant zu Welt. Das Bullenjungtier heißt „Kitai“, was so viel wie „Hoffungsvoller Herrscher“ bedeutet. Mutter ist „Tong Koon“. Sie hat im Kölner Zoo bereits die Bullen „Ming Jung“ (2007) und „Rajendra“ (2012) geboren. Besucher des Zoos können damit in diesem Jahr gleich dreifach ihr „graues Wunder“ erleben. Denn „Kitai“ ist bereits das dritte Elefantenjungtier, das 2017 in Köln zur Welt gekommen ist. Zur kleinen Kölner Rüsselbande zählen neben „Kitai“ die beiden Bullenjungtiere „Jung Bul Kne“ (geboren Januar 2017, Mutter „Maha Kumari“) und „Moma“ (geboren März 2017, Mutter „Marlar“). Hinzu kommt der einjährige „La Min Kyaw“, der im März 2016 von „Shu Thu Zar“ geboren wurde. Der Zoo erwartet für dieses Jahr sogar noch weiteren Nachwuchs. Auch „Kreeblamduan“, Leitkuh der Kölner Herde, ist trächtig und für diesen Sommer ausgezählt. „Vier Geburten in einem Jahr sind eine absolute Rarität“, erklärt Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. „Unsere Elefantenherde ist damit auf nun 16 Tiere angewachsen. Es war beeindruckend zu beobachten, wie ruhig die Herde war, als wir das Junge heute gegen 7.00 Uhr auf der Anlage entdeckten. Bei den ersten Geburten gab es viel Aufregung, auch bei uns. Heute gehören Elefantengeburten quasi zur Routine“, so Pagel. „Kitai“ ist der zehnte Elefant, der im Kölner Zoo geboren wurde. In dem 2004 komplett neu gebauten Elefantenpark leben die Tiere in ihrem natürlichen Herden- und Sozialverband. Auch diese Geburt fand in der Herde und ohne menschliche Einflussnahme statt.

Zoo Landau 08.06.2017
„Ja zur Meeresschutzzone!“
Großer Pinguin-Aktionstag mit Sphenisco-Schutz des Humboldt-Pinguins e.V. im Zoo Landau in der Pfalz am 25. Juni 2017. Seit der Gründung der Artenschutzorganisation „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.“ im Juni 2008 im Zoo Landau in der Pfalz steht das letzte Juniwochenende im Zoo traditionell ganz im Zeichen der Pinguine. Am Samstag, den 24. Juni 2017, findet in der Zooschule die Jahreshauptversammlung von Sphenisco statt. Die geladenen Mitglieder werden vom Vorstand und aktiven Mitgliedern über den aktuellen Stand der Artenschutzarbeit des Vereins informiert. Zu einem informellen Teil ab 13.30 Uhr sind auch interessierte Nicht-Mitglieder in die Zooschule eingeladen! Am Sonntag, den 25. Juni 2017, laden Zoo und Sphenisco herzlich zum großen Pinguin-Aktionstag in den Zoo ein. Ab 11 Uhr wird es, unterstützt von den Zoopädagoginnen und –pädagogen der Zooschule, Helfern des Arbeitskreises des Freundeskreises des Landauer Tiergartens e.V. und vielen aktiven Sphenisco-Mitgliedern, an der Pinguinanlage ein tolles Programm mit Informationen und Mitmachaktionen für kleine und große Gäste geben. Der Vereinsvorstand wird vor Ort sein, um über seine Arbeit zu berichten, und die Zoobesucher sollen animiert werden, selbst zum Artenschützer zu werden, um den Zoo und den Verein bei seiner Arbeit zum Schutz des bedrohten Humboldt-Pinguins zu unterstützen. In diesem Jahr steht eine von Sphenisco initiierte, weltweite Aktion im Vordergrund, mit der die chilenische Regierung aufgefordert wird, sich für die Einrichtung einer Meeresschutzzone im Hauptverbreitungsgebiet des Humboldt-Pinguins in Nordchile einzusetzen. Mit der Unterschrift einer Online-Petition und einer Foto-Aktion unter dem Motto „Ja zur Meeresschutzzone!“ können Besucher helfen, die Forderung nach einem besseren Schutz des stark bedrohten Humboldt-Pinguins zu unterstreichen. Der Zoo möchte an diesem Tag alle Pinguinfreunden aber auch die Botschaft mit auf den Weg geben, dass schon alleine kleine Änderungen im Alltag und im Einkaufsverhalten einen Beitrag leisten können, den Humboldt-Pinguin und viele andere Meerestiere zu schützen. So wird es zum Beispiel wieder die Aktion „Bunt bemalte Einkaufstasche statt Plastiktüte“ geben. An einem Mitmachstand erfahren Sie Spannendes über die besonderen Anpassungen des Humboldt-Pinguins an seinen Lebensraum, das beliebte Kinderschminken darf nicht fehlen, und es gibt verschiedene Bastelmöglichkeiten rund um den Pinguin und andere Arten, die seinen Lebensraum teilen. Was der Zoo Landau zum Schutz der Pinguine tut, wird bei der kommentierten Fütterung erklärt, und auch für das leibliche Wohl der Gäste ist an der Pinguinanlage gesorgt! wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!

Tierpark Schönbrunn 08.06.2017
ORANG-UTAN NONJA TESTET FIDGET SPINNER
Fidget Spinner lösen derzeit einen wahren Hype aus. Ursprünglich für Kinder mit Konzentrationsschwierigkeiten entwickelt, sind die Handkreisel zum Trendspielzeug geworden. Spielzeug und abwechslungsreiche Beschäftigung sind auch bei den Orang-Utans im Tiergarten Schönbrunn stets ein Thema. Wie die klugen Menschenaffen auf die Fidget Spinner reagieren, wurde nun getestet. „Wir waren gespannt, ob unsere Orang-Utans etwas damit anfangen können“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Diese Affen lernen durch Nachahmung sehr schnell. Im Rahmen einer kleinen Trainingseinheit haben ihnen die Tierpfleger das drehende Spielzeug vorgezeigt. „Nonja war am meisten interessiert, innerhalb von wenigen Minuten hat sie den Sinn verstanden. Richtig gut fand sie es aber, als wir ihr den Fidget Spinner auf einen Stock aufgefädelt haben und sie ihn gut drehen konnte“, berichtet Tierpfleger Sascha Grasinger. Das Drehen wurde mit Futter belohnt, so wurde der Fidget Spinner gleich interessanter. Für die Orang-Utans gibt es laufend neue Beschäftigungen – oft verbunden mit Futter, das versteckt wird. Von Bausteinen über Bälle bis hin zu Büchern, die sie zerlegen, ist alles für eine gewisse Zeit spannend. Dann verfliegt das Interesse rasch. So auch beim Fidget Spinner, der ihnen nur einmalig gegeben wurde. Immer wieder sorgen die Beschäftigungsideen für die Orang-Utans für Aufsehen. Im Rahmen des Beschäftigungsprogrammes griff Nonja in den 90er Jahren zu Pinsel und Farbe und fertigte rund 250 Gemälde an. Erneut im Rampenlicht stand Nonja im Dezember 2009 als erster Affe auf Facebook. Im Zuge einer Marketingkooperation bekam sie eine mit einem robusten Plastikgehäuse versehene Digitalkamera, die für jedes geschossene Foto eine Rosine als Belohnung freigab. Nonjas Schnappschüsse wurden auf Facebook veröffentlicht. Innerhalb kürzester Zeit wurde sie zum Star und hatte über 75.000 Fans aus aller Welt.

Zooschule Heidelberg 07.06.2017
Zoo-Camp: Schlafen zwischen Löwen und Kamelen – die Zooschule Heidelberg macht‘s möglich!
An drei Terminen bietet die Zooschule Heidelberg in diesem Jahr ein Übernachtungs-Camp (Zoo-Camp) für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren an. Von samstags um 17:00 Uhr bis sonntags um 11:00 Uhr begeben sich die 20 mutigen Teilnehmer unter anderem auf eine spannende Exkursion mit Fledermausdetektor und Nachtsichtgerät und übernachten anschließend auch im Zoo. Das erste Zoo-Camp findet statt vom 24. auf den 25. Juni. Samstags um 17:00 Uhr betreten die 20 Teilnehmer des Zoo-Camps mit Schlaf- und Rucksack bepackt den Heidelberger Zoo. Die bereits gespannten Kinder erwartet ein abenteuerliches Programm rund um die nachtaktiven Tiere des Zoos, bei denen sie das ein oder andere Mal ihren Mut und Einfallsreichtum unter Beweis stellen müssen. Keine anderen Menschen mehr im Zoo unterwegs In der Dämmerung lernen die Kinder an verschiedenen Stationen ihre eigenen Sinne kennen, bevor es in einem Rundgang um die Sinne der Tiere geht. Bewaffnet mit Nachtsichtgerät und Fledermaus-Detektor gibt es auf dieser Exkursion Spannendes zu entdecken. Auf leisen Sohlen unterwegs im Zoo finden die Kinder heraus, welche Tiere nachts schlafen und welche zu dieser Zeit erst richtig aktiv werden. Auch der nächtliche Besuch im Raubtierhaus hinterlässt bleibende Eindrücke. Gegen Mitternacht beginnt die spannende Nachtsafari, bei der die Kinder das eine oder andere Rätsel knacken müssen. Müde und erschöpft legen sich schließlich alle in ihren selbst gebauten Strohbetten in der Scheune des Zoos schlafen. Begleitet von den nächtlichen Geräuschen im Zoo – wie dem Schnattern der Flamingos und den unheimlichen Rufen der Keas – fühlen sie sich ganz schnell wie in einem Camp mitten in der Wildnis! Geweckt vom Gebrüll der Löwen erwartet die Teilnehmer am nächsten Morgen noch ein ausgiebiges Frühstück und eine kleine Überraschung, bevor sie um 11:00 Uhr glücklich und wohlauf von ihren Eltern abgeholt werden. Denn wer kann schon von sich behaupten, eine Nacht im Zoo verbracht zu haben?

Zoo Heidelberg 07.06.2017
Familienzuwachs bei den Präriehunden: Gleich neun Jungtiere flitzen über die Anlage
Zahlreichen Nachwuchs gibt es im Zoo Heidelberg bei den Schwarzschwanz-Präriehunden. Mittlerweile sind neun mutige Jungtiere auf der Anlage zu sehen. Die possierlichen jungen Nager flitzen umher, spielen miteinander und mischen die ganze Kolonie gehörig auf.
Den Zoobesuchern wird es beim Beobachten der jungen Präriehunde nicht langweilig, denn auf der Anlage ist immer was los. Neugierig wuseln die kleinen Nager über Äste und Blätter, wedeln aufgeregt mit ihren schwarzen Schwänzchen, graben, knabbern am Futter oder ärgern hin und wieder die Erwachsenen. Das gemeinsame Spielen kommt natürlich nicht zu kurz – fast ständig sind sie dabei zu sehen. Auch wenn ein „Hund“ in ihrem Namen steckt – mit diesem Tier haben die lebhaften Präriehunde nichts zu tun. Sie zählen zu den Nagetieren und sind daher mit den Murmeltieren und Streifenhörnchen verwandt. Ihren Namen haben sie durch ihren Warnruf erhalten: Entdeckt ein Präriehund einen Feind, stößt er einen bellenden Laut aus, um die anderen zu warnen. Präriehunde leben in den weiten Gras- und Steppenlandschaften Nordamerikas in Kolonien. Ihr Lebensraum erstreckt sich dabei von Kanada über die USA bis hin nach Mexiko. Sie bewohnen ein weit verzweigtes Tunnelsystem mit vielen Schlafhöhlen, die mit weichen Gräsern oder Laub ausgepolstert werden. Bei Gefahr ziehen sich die Präriehunde in den Bau zurück und sind so vor Fressfeinden, wie Raubvögeln oder Kojoten sicher. Gut geschützt kommen die kleinen Präriehunde im Bau zur Welt und wachsen dort heran. Kurz nach der Geburt sind sie nur etwa 15 Gramm „schwer“, nackt und blind und werden von der Mutter intensiv umsorgt. Nach fünf bis sechs Wochen sind sie so weit entwickelt, dass sie sich das erste Mal nach draußen wagen. Das Fortpflanzungsverhalten der Präriehunde ist extrem interessant: Die größte Gefahr für nestjunge Präriehunde sind ihre älteren Schwestern, Großmütter und Cousinen – sie töten oft etliche der Jungtiere. Sobald die Jungen aber dem Nest entwachsen sind und sich auf der Erdoberfläche sehen lassen, werden aus den Serienmörderinnen liebevolle Ammen, die sich um den Nachwuchs kümmern, wie Prof. John Hoogland von der University of Maryland herausfand. Die sozialen Nager teilen sich dann die Aufzucht der Jungen und helfen sich gegenseitig auch bei der Fellpflege. Sogar ein Begrüßungsritual gibt es: Wer zur Familie gehört, wird bei der Rückkehr in den Bau mit dem sogenannten „Erkennungskuss“ begrüßt. Zoobesucher, die beim nächsten Besuch ein bisschen Zeit vor dem Gehege der Präriehunde einplanen, können diesen Erkennungskuss mit ein bisschen Glück selbst beobachten.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 07.06.2017
Nachwuchs im Amazonienhaus – Zwillinge bei den Goldkopflöwenäffchen
Die Freude ist groß in der Wilhelma: Bei den stark bedrohten Goldkopflöwenäffchen gibt es erstmals seit zehn Jahren wieder Nachwuchs. Am 14. Mai 2017 kamen bei den südamerikanischen Krallenaffen, welche sich im Amazonienhaus ein Gehege mit den Weißkopfsakis teilen, Zwillinge zur Welt. Typisch für Löwenäffchen: Vater Nuno, der selbst 2006 in der Wilhelma geboren wurde, kümmert sich seitdem fleißig um die Jungtiere und trägt sie auf seinem Rücken huckepack. Nur zum Säugen kommt Mutter Kamya, die im Dezember 2016 aus Großbritannien anreiste, zum Einsatz. Goldkopflöwenäffchen leben in kleinen Familienverbänden. In der Regel bestehen diese aus einem Pärchen mit seinen Jungtieren. Auch die älteren Geschwister, sofern vorhanden, kümmern sich um den jüngsten Nachwuchs. Die größte Krallenaffenart – Körperlänge ungefähr 30 Zentimeter – kommt nur in einem kleinen Gebiet im südostbrasilianischen Regenwald vor. Durch Lebensraumzerstörung sind die Bestände der Goldkopflöwenäffchen stark bedroht. Ungefähr 6.000 Tiere leben noch in Brasilien. Umso wichtiger ist die Erhaltungszucht in Zoologischen Gärten. Koordiniert wird diese vom Zoo Antwerpen, auf dessen Empfehlung auch die 2015 in Bristol geborene Kamya nach Stuttgart kam. Ihr Start in Stuttgart war nicht ganz einfach: Sie kannte aus ihrem Heimatzoo keine Weißkopfsakis und musste sich an die Mitbewohner erst gewöhnen. Viel Fingerspitzengefühl bei der Eingewöhnung durch die Tierpfleger war hier vonnöten. Der noch namenlose Nachwuchs zeigt aber, dass sich alle Bemühungen gelohnt haben. Nicht nur mit der Zucht unterstützt die Wilhelma den Erhalt der schönen Affenart: So bekam der Lion Tamarins of Brazil Fund im Jahr 2016 insgesamt 2.500 Euro. Die Schutzorganisation setzt sich direkt vor Ort für den Erhalt der letzten Lebensräume von Löwenäffchen ein. Auch Auswilderungsprogramme werden erfolgreich durchgeführt. In Zoologischen Gärten geborene Tiere werden hier nach und nach an ein Leben in ihren ursprünglichen Lebensräumen gewöhnt. Ihren Namen verdanken die Löwenäffchen übrigens ihrer „Frisur“, die an die Mähne eines Löwen erinnert. Beim Goldkopflöwenäffchen ist diese – wie auch die Vorderbeine orange gefärbt – der restliche Körper schwarz. Sie sind Allesfresser und ernähren sich von Obst, aber auch Insekten und kleineren Tiere.

Zoo Leipzig 07.06.2017
Himalaya in Leipzig wird am 1. August eröffnet – Leopardennachwuchs entwickelt sich gut
Vor einem Jahr haben der Zoo Leipzig und der WWF Deutschland das Team Leopard Leipzig ins Leben gerufen, um sich gemeinsam nachhaltig für die bedrohten Raubkatzen zu engagieren. Mehr als 300 Unterstützer gehören mittlerweile dazu. Tendenz steigend. Nun gibt es sowohl bei den Amur- als auch bei den Schneeleoparden gute Neuigkeiten: Mitten in Leipzig entsteht im Rahmen des Masterplanes Zoo der Zukunft seit Dezember 2015 die Himalaya-Hochgebirgslandschaft. Die neue Heimat für Schneeleoparden, Rote Pandas und Gänsegeier soll am 1. August 2017 eröffnet werden. Die übernetzte Anlage wird am Ort der alten Raubtierterrassen neben der Tropenerlebniswelt Gondwanaland errichtet. Dort wo Raubkatzen einst auf Stein präsentiert wurden, entsteht eine naturnahe Anlage mit Geröll sowie Sandboden und Vegetation vor einer Himalaya-Felslandschaft. „Mit dieser komplexen Gehegegestaltung bieten wir den künftigen Bewohnern einen artgemäßen Lebensraum und holen für die Besucher ein Stück Himalaya nach Leipzig, um ihnen einen faszinierenden Einblick in die Lebenswelt zu geben“, blickt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold voraus. Amurleoparden-Zwillinge suchen einen Namen Fortschritte gibt es auch beim Erhalt der stark vom Aussterben bedrohten Amurleoparden: Die am 22. April geborenen Zwillinge entwickeln sich bislang sehr gut. Heute haben sie den ersten Tierarztcheck absolviert. Mutter Mia kümmert sich sehr gut und die beiden männlichen Jungtiere nehmen stetig zu. 3160 Gramm und 3620 Gramm wiegen sie inzwischen, haben ihr Geburtsgewicht damit verdoppelt. Um künftig gegen gefährliche Katzenkrankheiten bestehen zu können, haben sie heute ihre ersten Impfungen bekommen. Bis zur Wirksamkeit des Impfschutzes und um die weitere Entwicklung abzuwarten, bleibt der Nachwuchs mit Mutter Mia noch in der rückwärtigen Mutterstube während Vater Xembalo im Leoparden-Tal zu sehen ist. Wenn die Jungtiere in einigen Wochen ebenfalls die naturnah gestaltete Anlage entdecken werden, sollen sie auch Namen erhalten. Deshalb sammelt der Zoo Leipzig gemeinsam mit dem WWF ab sofort Vorschläge für die beiden kleinen Jungen unter www.zoo-leipzig.de. Einreichungen sind bis zum 23. Juni 2017 möglich.

Zoo Osnabrück 07.06.2017
Tierpflegerin zieht Klammeraffen im Zoo Osnabrück groß: Braunkopf-Klammeraffe als ständiger Begleiter
Tag und Nacht kümmert sich Tierpflegerin Heike Läkamp im Zoo Osnabrück um ihren neuen Schützling: Braunkopf-Klammeraffen-Nachwuchs „Smiley Hope“. Nachdem sich die kranke Mutter des kleinen Affen nicht um ihr Jungtier kümmern konnte, sprang die Tierpflegerin ein. Fast 24 Stunden am Tag verbringen die Tierpflegerin und der Affe, der Anfang Mai auf die Welt kam, jetzt gemeinsam. Beim Einkaufen, auf der Arbeit und auch nachts: Wenn Heike Läkamp nicht in der Nähe ist, meckert das Jungtier lautstark. Die sogenannte Handaufzucht bedeutet jede Menge Arbeit, denn alle 2,5 bis 3 Stunden schreit Smiley-Hope, wie die Tierpflegerin ihren Schützling „taufte“, nach Futter. In einem Tuch trägt Heike Läkamp den Affennachwuchs vor ihrem Oberkörper und nimmt das Jungtier überall hin mit. Nachts schläft Smiley-Hope in einem Körbchen neben dem Bett der Ersatzmutter und wird alle paar Stunden gefüttert. Tatkräftige Unterstützung erhält Läkamp dabei von ihrem Mann Dieter Sandbrink. Auch bei der Arbeit im Zoo Osnabrück ist der Affe immer dabei. „Noch ist das kein Problem. Ich kann alles normal machen und die Kleine hält sich von allein in ihrem Tuch fest. Klammeraffen haben von Geburt an einen guten Greif-Reflex. Wenn sie größer und schwerer wird, müssen die Kollegen bei den harten Arbeiten vielleicht mal mit anfassen“, schmunzelt die Pflegerin. Smiley-Hope entdeckt die Welt – Anfangs schlief das Tier fast nur und bewegte sich kaum, aber Smiley-Hope wird nun immer munterer, berichtet Läkamp weiter: „In den letzten Wochen ist sie sehr lebhaft geworden und will alles mitbekommen. Das kann dann zu lustigen Begegnungen führen: Bei einem Termin in der Bank schaute mit mal eine kleine dunkle Affenhand aus meiner Weste, da waren die Angestellten schon verwundert. Aber wenn sie den Affen dann sehen, sind immer alle begeistert und sehr neugierig.“ Auch die Mitarbeiter in der Apotheke, in der Läkamp die Windeln für das Affenkind kauft, seien immer sehr erfreut, wenn der kleine, behaarte Kunde vorbeischaue. Um „Unfälle“ zu vermeiden, trägt der Affe Frühchen-Windeln: „Das funktioniert bei Affen wunderbar. Nur muss ich jedes Mal ein kleines Loch hineinschneiden, denn auf so einen Klammeraffenschwanz sind die Windeln dann doch nicht ausgelegt“, erklärt Heike Läkamp. Von anfangs rund 500 Gramm hat sich das Gewicht des kleinen Braunkopf-Klammeraffen in den ersten Wochen schon auf über 900 Gramm gesteigert. Gefüttert wird Smiley-Hope mit Säuglingsnahrung. Zurzeit trinkt sie hauptsächlich Säuglingsmilch, aber ein bis zweimal am Tag bekommt das Jungtier auch etwas Babynahrung aus dem Glas, mit der Zeit wird irgendwann auf richtiges Obst und Gemüse umgestellt. Handaufzucht nur im Notfall – Der Zoo Osnabrück versucht eigentlich Handaufzuchten zu vermeiden und kommt auch nur sehr selten in die Situation, da die Tiere in der Regel ihren Nachwuchs annehmen. Doch da die Mutter von Smiley-Hope zum Zeitpunkt der Geburt sehr krank war, konnte sie keine Milch geben und sich nicht um ihr Jungtier kümmern. „Handaufzuchten sind nicht so einfach und niedlich, wie sie auf den ersten Blick anmuten – wir tauschen uns dabei auch viel mit anderen Zoo aus. Zum Beispiel fehlt den Jungtieren die sogenannte Biestmilch der Mutter mit wichtigen Nährstoffen, um ihr Immunsystem aufzubauen. Ersatzpräparate reichen leider nicht an die Muttermilch ran. Daher müssen wir bei Krankheiten in der Nähe des Jungtiers besondere vorsichtig sein“, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Assistent im Zoo Osnabrück. Auch die Interaktion mit anderen Artgenossen fehlt bei der Handaufzucht. Deshalb versucht Tierpflegerin Läkamp dem Jungtier schon früh wichtige Verhaltensweisen, die typisch für Braunkopf-Klammeraffen sind, beizubringen. So übt sie bereits mit Smiley-Hope ein für Klammeraffen typisches Begrüßungsritual, bei dem die Tiere vor allem die unter Lippe hochziehen und den Hals nach oben recken. „Idealerweise nimmt die Mutter das Jungtier an und die Tiere können so direkt von ihr das arttypische Verhalten erlernen – und so gut wie immer ist es ja auch so“, erklärt Klumpe weiter. Doch auch in der Natur gäbe es Fälle, in denen Mütter ihre Jungtiere nicht annehmen. Der Braunkopfklammeraffe gilt als vom Aussterben bedroht – auch ein Grund, weswegen der Zoo hofft, das Jungtier erfolgreich großziehen und in eine Gruppe integrieren zu können: „In der Natur ist der Braunkopf-Klammeraffe sehr stark gefährdet. Da die Regenwälder in einem rasanten Tempo abgeholzt werden, verschwindet der natürliche Lebensraum der Tiere. Außerdem werden die Primaten auf Grund ihres Fleisches stark bejagt“, erklärt der Biologe. „Deswegen wäre es für die Nachzucht der bedrohten Tierart ein großer Erfolg, wenn wir das Jungtier später in eine Gruppe integrieren können. Ansonsten versuchen wir sie mit einer anderen Handaufzucht aus einem anderen Zoo zusammenzubringen.“ Doch bis es so weit ist, dauert es noch ein wenig: In rund einem Jahr werden sich die Wege von Heike Läkamp und Smiley-Hope vermutlich trennen. Von da an ist das Affenweibchen groß genug und soll mit seinen Artgenossen zusammen leben. Wissenswertes zu Klammeraffen – Braunkopfklammeraffen haben dunkles Fell, lange, dünne Arme und Beine und einen langen Schwanz. Sie sind die „Artisten“ unter den Affen. Mit ihren langen Armen und Beinen können sie sich sehr gut von Ast zu Ast hangelnd fortbewegen. Außerdem haben sie einen Greifschwanz, an dessen Spitze sich Schwielen befinden. Damit können die Affen ihren Schwanz wie eine zusätzliche Hand zum Greifen benutzen. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt etwa 40 bis 54 und die Schwanzlänge 60 bis 80 Zentimeter. Braunkopfklammeraffen leben in südamerikanischen Regenwäldern. Sie sind vom Aussterben bedroht

Zoo Salzburg 07.06.2017
Zoo Salzburg: Junge Uhus auf Entdeckungstour!
Seit einigen Jahren lebt ein Uhu-Paar in der Felswand oberhalb des Zoogeländes. Diese nachtaktive Eulen-Art gewährt nur sehr selten Einblicke in ihr Familienleben. Zoogeschäftsführerin Sabine Grebner freut sich: „Vergangenen Sonntag hat sich erstmals der gefiederte Nachwuchs am Fuß der Hellbrunner Felswand gezeigt: Zwei Jungvögel hat das Uhu-Paar heuer erfolgreich aufgezogen. Wir schätzen, dass das Duo etwa acht Wochen alt ist und nun lernt zu fliegen. Wie alle Jungvögel sind auch junge Uhus wahrlich noch keine Meister im Fliegen. Derzeit flattern sie unbeholfen umher und landen auch schon mal auf dem Zoogelände. Auch werden sie von ihren Eltern noch mit Nahrung versorgt“. Jung-Uhus erreichen ihre volle Flugtüchtigkeit mit etwa zehn Wochen und lernen dann von ihren Eltern den nächtlichen Beutefang. Erst mit 20 Wochen sind sie selbstständig. Sabine Grebner weiter: „Während des Nachtzoos, der heuer Anfang August beginnt und bis zum zweiten Septemberwochenende dauert, können unsere Besucher sicher den einen oder anderen Uhu bei seinen Flügen am nächtlichen Himmel über dem Zoogelände beobachten. Denn der Uhu-Nachwuchs bleibt meist bis zum Herbst im Revier der Eltern.“ Uhus sind gefährdet – Uhus faszinieren seit jeher uns Menschen: Ihr kräftiger Körperbau, ihr runder Kopf mit den auffallend langen Federohren und die großen, orangegelben Augen beeindrucken. Außerdem gelten sie als weise und klug. Österreichweit ist diese Eulen-Art in ihren Beständen potentiell gefährdet. Lange Zeit wurden Uhus verfolgt. Brutvögel wurden als „Schädlinge“ angesehen und abgeschossen. Der Verlust an Lebensraum und der Rückgang seiner Beutetiere gefährdeten den Fortbestand ebenfalls. Dank diverser Schutzmaßnahmen – wie der seiner Brutplätze – stabilisieren sich die Bestände in Österreich langsam. In Salzburg leben etwa 35 bis 40 Brutpaare. Uhus gelten zwar in Salzburg laut Jagdgesetz als jagdbares Wild, sind jedoch ganzjährig geschont.

Zoo Köln 06.06.2017
„Claudias Joker“: Ara mit Handicap blüht im Zoo auf: Lions Club Köln-Claudia Ara übernimmt Patenschaft – Flugschau täglich um 14.30 Uhr zu sehen
Die Flugschau zählt zu den beliebtesten Besucherattraktionen im Kölner Zoo. Laustarke Farbjuwelen der Zoo-Luftflotte sind die Aras. Ara „Joker“ ist einer der Stars des Flugschau-Geschwaders. Der redselige Papagei kam mit kleinen Handicaps in den Zoo. Er wurde mit krummem Schnabel geboren. Zudem zogen ihn seine vorherigen, privaten Besitzer falsch auf. „Jokers“ Ernährung war in seinen Jugendjahren zu kalziumarm. Das führte unter anderem zu Fehlfunktionen beim Knochen- und Muskelaufbau der Flügel. Die Behörden beschlagnahmten „Joker“ aufgrund der nicht artgerechten Haltung und gaben ihn an den Kölner Zoo, wo sich der Ara prächtig entwickelt hat. Anderen dabei zu helfen, wenn sie in Not sind, ist auch das Ziel der weltweiten Lions-Bewegung. Vor exakt 100 Jahren schlossen sich die ersten Clubs zusammen. Aus Anlass dieses Jubiläums übernimmt der Lions Club Köln-Claudia Ara die passenderweise Patenschaft für Ara „Joker“ und unterstützt den Zoo ab sofort bei Futtergeld und Pflege des Papageien. Der vor 53 Jahren gegründete Club hat aktuell 41 Mitglieder und seit seinem Bestehen bereits rund 1,5 Millionen Euro für soziale Projekte gespendet. „Überall auf der Welt machen sich ,Lions‘ für die Förderung Hilfsbedürftiger stark. Auch ,Joker’ braucht Unterstützung, die er hier im Zoo bekommt“, erklärt Dr. Hajo Jennissen, Activity-Beauftragter des Lions Clubs Köln-Claudia Ara. „Wir geben die mit der Patenschaft verbundene Spende daher sehr gern, um ,Joker‘ weiterhin ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.“ Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel ergänzt: „Wenn beschlagnahmte Tiere hier bei uns so aufblühen, wie es bei ,Joker‘ der Fall ist, macht uns das natürlich Riesenfreude. Wir danken den Lions, dass sie uns dabei so tatkräftig zur Seite stehen.“ „Joker“ ist Teil der bei den Zoobesuchern sehr beliebten Flugschau-Flotte. Die rasanten Luftikusse sind bei passenden Witterungsbedingungen täglich ab 14.30 Uhr im Einsatz. Zum Ensemble zählen neben Ara „Joker“ auch Schwarzmilan „Milo“ und Weißkopfseeadler „Paco“. Beide Greife beeindrucken durch Flügelspannweite und Wendigkeit. Da heißt es schon mal „Kopf einziehen“, wenn sie ihre Runden über den Besuchern drehen. Aras stammen aus Mittel- und Südamerika. Sie sind bekannt für ihre lautstarken Rufe. In den farbenfrohen tropischen Regenwäldern ihrer Heimatregion sind die Vögel dank ihres bunten Gefieders bestens getarnt. Typische Merkmale sind der große Kopf und der ungewöhnlich breite Schnabel. Aras sind wegen ihres auffällig schönen Gefieders begehrt bei illegalen Tierschmugglerbanden. Auch die Zerstörung ihres tropischen Lebensraums setzt den Vögeln stark zu. Sie sind deswegen vom Aussterben bedroht.

Zoo Dortmund 06.06.2017
Zum Piepen: Silberfasanküken im Zoo Dortmund
Im Zoo Dortmund schlüpfen derzeit die Küken – wegen des kalten Wetters um Ostern ein wenig später als in den vergangenen Jahren. Den Anfang machten die Silberfasane (Lophura nycthemera). Ihre Voliere befindet sich im Norden des Zoogeländes in der Nähe des Regenwaldhauses. Dort können die beiden Kleinen ab sofort beobachtet werden. Sie bleiben bis zur nächsten Brutsaison bei der Mutter. Silberfasane ernähren sich von Knollen, Früchten wie Beeren, Sämereien aller Art sowie Würmern, Insekten und deren Larven. Ihre Nahrung suchen sie nur am Boden. Sie erreichen eine Körperlänge von rund 40 bis 60 Zentimetern, zusätzlich eine Schwanzlänge von bis zu 70 Zentimeter bei einer Masse von eineinhalb Kilogramm. Weibchen bleiben dabei etwas kleiner und leichter als Männchen. Das Obergefieder des Männchens ist überwiegend weiß gefärbt, die Brust- und Bauchseite schwarz bis bläulich schwarz. Die Brutzeit der Silberfasane erstreckt sich in ihren natürlichen Lebensräumen über die Monate April bis Juli. Ein Hahn führt in seinem Harem meist zwischen zwei und fünf Hennen, die er alle begattet. Insbesondere während der Paarungszeit sind die männlichen Fasane ausgesprochen territorial und verteidigen sowohl Revier als auch Weibchen mit Vehemenz. Das Weibchen legt zwischen sechs und acht rosa- bis cremefarbene Eier in eine einfache Erdmulde im Schutze von Büschen oder Sträuchern. Ein Ei wiegt etwa 80 Gramm. Das Gelege wird von der Henne rund 26 Tage bebrütet. Der Schlupf der Dortmunder Nachzuchtfasane wurde am 23. Mai vermeldet. Die kleinen Hühnervögel sind derzeit noch im Dunenkleid, werden aber recht schnell wachsen. Das Verbreitungsgebiet der Silberfasane erstreckt sich über weite Teile Südostasiens. Insbesondere im südlichen China, in Laos, Vietnam, Kambodscha und in Thailand sind diese Vögel weit verbreitet. Silberfasane leben dabei in lichten Laub- oder Mischwäldern der Mittelgebirge bis in Höhen von über 2000 Metern über dem Meeresspiegel.

Tiergarten Schönbrunn Wien 06.06.2017
BLIND-DATE BEI DEN LEOPARDEN
Vor einem Jahr ist Amurleoparden-Weibchen Ida in den Tiergarten Schönbrunn eingezogen, nun ist auch ein Partner angekommen: Piotr aus dem Zoo Moskau. Nach einer Eingewöhnungsphase sind die beiden mittlerweile gemeinsam im Gehege. Funken muss es erst. „Piotr ist mit fast zwei Jahren noch ein junges Männchen. Ida war als erstes im Revier und hat sprichwörtlich die Hosen an. Sie akzeptieren sich gegenseitig, Interesse füreinander zeigen sie erst, wenn sie im fortpflanzungsfähigen Alter sind“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Natürlich hofft der Tiergarten künftig auf Nachwuchs. Denn: Der Amurleopard ist vom Aussterben bedroht. Im Jahr 2007 wurden in den Wäldern der Amur-Region Russlands nur noch 25 Tiere gezählt. Hauptproblem ist der Verlust des Lebensraumes. Die Erhaltungszucht in Zoos ist bei bedrohten Tierarten wie dem Amurleopard enorm wichtig. Koordiniert wird diese über ein Zuchtprogramm. Einfach erklärt könnte man sagen: Was Partneragenturen beim Menschen sind, ist das Europäische Erhaltungszuchtprogramm bei Zootieren. Hier wird ausgesucht, welche Tiere gut zueinander passen. Ausschlaggebend sind Kriterien wie Alter und Verwandtschaftsgrad. Allerdings steht hier nicht die große Liebe im Vordergrund, sondern der Erhalt von bedrohten Tierarten. Durch den Austausch von Tieren zwischen den Zoos wird eine genetisch gesunde Population in Menschenobhut erhalten, sodass Tiere, wenn erforderlich, Wiederansiedlungsprojekten zur Verfügung gestellt werden können.

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