Montagsfrage: Wenn du weder Buchverfilmung noch Buch kennst, was würdest du zuerst anschauen/lesen?


Mal was ganz anderes…
Nachdem es mit den Blogparaden in letzter Zeit etwas mau aussieht und meine ursprünglichen Quellen versiegt sind, bin auf etwas gestoßen, das mehr oder weniger in die Richtung geht: Die Montagsfrage bei Buchfresserchen. Jeden Montag wird eine Frage gestellt, die man beantworten kann. Dass es sich dabei um Bücher handelt ist am Namen des Blogs ersichtlich.
Nachdem der Beutelwolf-Blog sich auch hin und wieder mit Büchern befasst (siehe hier), spricht nichts dagegen sich zu beteiligen.
Ich werde mich auch um eine regelmässige Beteiligung bemühen, sofern es das Thema zulässt.
Das Thema der heutigen Montagsfrage: Wenn du weder Buchverfilmung noch Buch kennst, was würdest du zuerst anschauen/lesen?
Die Frage lässt sich sehr leicht beantworten: Wenn ein Film ins Kino kommt, oder im TV läuft, schaue ich mir erst den Film an. Wenn mir der Film gefallen hat, lese ich das Buch (vielleicht). Ausnahmen bestätigen die regel und früher war es eher so, dass ich wenn ich die Gelegenheit hatte, das Buch vorher gelesen habe.
Früher war ich der Ansicht, dass man Bücher nicht evrfilmen kann und in vielen Filmen Details aus den Büchern weggelassen werden. Dass das so sein muss (und manchmal auch dem Film gut bekommt, habe ich erst mit der Zeit gelernt).
Natürlich bekommt man beim Lesen ein anderes Bild als beim Anschauen, aber wenn man sich bewusst ist, dass es zwei unterschiedliche Medien sind, die auf ihre Weise den Leser/Zuseher unterhalten wollen, spielt es keine Rolle ob man erst das Buch liest oder erst den Film.

Ein paar Beispiele (um den Beitrag etwas aufzuplustern … mit Tieren hat das Ganze aber nichts zu tun, aber das nur am Rande erwähnt)
Ich habe vor dem ersten Teil der HERR DER RINGE-Trilogie die Bücher gelesen (die Filme gefallen mir um Längen besser und ich gestehe, dass ich erst beim zweiten versuch die drei Bücher fertig lesen konnte)
Bei Harry Potter kannte ich die ersten vier Bücher bereits bevor die Filme kamen. Nachdem mir DER FEUERKELCH (Buch vier) nicht gefallen hat, habe ich nicht mehr weitergelesen. Die Filme habe ich mir aber noch angesehen. Nachdem ich DER ORDEN DES PHÖNIX (Film fünf) gesehen habe und es dort einen Charakter gab, der mir gefallen hat (Luna Lovegood) habe ich das Buch gelesen. Das Buch hat mir nicht gefallen, allerdings auch die nachfolgenden Filme nicht mehr, so dass ich es bei den Filmen belassen habe.

Und es gibt Bücher, deren Verfilmungen ich mir nie anschauen werde, weil sie einfach zu gut sind. Vom Winde verweht zum Beispiel.

Pauschal lässt sich die Frage also gar nicht beantworten.
Natürlich darf man auch gar nicht vergessen, dass es viele Filme gibt, die eine Romanvorlage haben. Das erfährt man aber nicht immer auf Anhieb.

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4 Antworten auf Montagsfrage: Wenn du weder Buchverfilmung noch Buch kennst, was würdest du zuerst anschauen/lesen?

  1. Gabi sagt:

    Ich bin ein Fan der Variante zuerst das Buch, dann der Film.

    Wenn ich erst nach dem Film entdecke, dass er auf einem Buch basiert, lese ich es dann oft gar nicht mehr. Denn die Bilder aus dem Film vermischen sich dann mit der Vorstellung, die ich beim Lesen habe (Personen und Örtlichkeiten werden doch oft anders beschrieben als sie im Film sind) und das stört mich. Umgekehrt sitzt der Lese-Eindruck so fest, weil das Kopfkino offensichtlich den stärkeren Eindruck hinterlässt, dass mich hinterher Abweichungen beim Film nicht so stören.

    Eine Ausnahme davon ist allerdings auch bei mir Herr der Ringe. Ich habe nach dem ersten Buch aufgegeben, weil mir alles zu langatmig und ausschweifend war und mich Tolkiens Welt irgendwie nicht packen konnte. Danach habe ich die Filme gesehen und war restlos begeistert – auch von Teil 2 und 3, deren Bücher ich nicht kenne. Okay, besonders viel Lust, die Bücher doch noch zu lesen, hat auch die Verfilmung mir nicht gemacht. Aber auch wenn mir viele Details entgangen sind, weil ich die Bücher nicht gelesen habe, bin ich mit den Filmen so glücklich, dass ich es dabei belasse.

    LG Gabi

  2. Martin sagt:

    Ich finde es gar nicht so schlimm wenn sich Personen oder Örtlichkeiten in meinem Kopf vermischen. Das passiert aber nur dann, wenn ich mit dem Erscheinungsbild auch zufrieden bin.
    Bei „Interview mit einem Vampir“ hat sich meine eigene Vorstellung durchgesetzt. Selbst nach wiederholtem Lesen habe ich nie Brad Pitt oder Tom Cruise vor Augen gehabt.

    „Herr der Ringe“ ist wirklich sehr langatmig. Ich habe mir sehr schwer getan durchzuhalten, habe es aber geschafft…In den Filmen hat man sehr viel weggelassen, und das ist auch gut so.

  3. Huhu Martin,

    erstmal muss ich sagen, dass ich Deinen Blog total spannend finde und gleich mal hängenbleiben werde 🙂 Ich selbst halte Blutegel und werde dazu in Kürze noch einen eigenen Blog auf die Beine stellen für, den entsprechenden Link gibt es dann in meinem Lesestall 😉

    So nun aber zu Deiner Montagsfrage:
    Ich selbst bevorzuge eigentlich immer das Buch, aber das ist dem Umstand geschuldet, dass ich einfach kein Filmfan bin. Wenn ich TV Schaue, dann Serien (ich weiss die sind teilweise deutlich anspruchsloser ;-)) Ich würde nun aber nicht auf die Idee kommen und zu jeden Film erstmal googlen ob es auch ein Buch dazu gibt und das dann lesen. Aber bei Blockbustern die auch entsprechend gehyped werden würde ich immer das Buch bevorzugen.

    Interessant finde ich Deine Sichtweise dass das Weglassen nicht immer Negativ sein muss. So habe ich das noch nicht betrachtet, aber ich stimme Dir zu, ich höre auch gekürzte Hörbücher (wenn da nicht gerade die Hälfte fehlt) und fühle mich meistens sehr gut unterhalten – okay ich kenne das vollständige Pendant dazu nicht aber ich habe nicht (oft) das Gefühl dass etwas wichtiges fehlt.

    Liebe Grüße Lari

  4. Martin sagt:

    Hallo Lari,

    Blutegel! Klingt spannend (und sollte das sarkastisch klingen, dann ist das nicht beabsichtigt. Blutegel als Haustiere sind ja wirklich ungewöhnlich. Aber warum auch nicht).
    Ich bin gespant darauf, mehr zu lesen.
    Freut mich natürlich auch, dass dir mein Blog gefällt.

    In letzter Zeit schaue ich auch eher Serien als Filme, aber es gibt ja auch zu Serien Romanvorlagen (allerdings kann man das wohl kaum mit Romanadaptionen von Kinofilmen vergleichen)…Und Serien müssen nicht unbedingt anspruchslos sein (es gibt auch anspruchslose Romanverfilmungen oder anspruchslose Bücher).

    Gekürzte Hörbücher sind ja ein ganz anderes Thema. Da wird ja die Handlung an sich beibehalten und nur Textteile entfernt. Bei Filmen fällt u. U. viel mehr zum Opfer und geändert wird ja auch öfter.

    Und es gibt mehr Romanvorlagen zu Filmen als man denkt… Aber oft kennt man die Autoren nicht oder die Bücher waren nicht sehr erfolgreich.

    Liebe Grüße
    Martin

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