Zoopresseschau

Tierpark + Fossilium Bochum 19.07.2017
SPD-Ratsfraktion Bochum übernimmt Patenschaft für Flamingo und Schnee-Eule Tierpark + Fossilium Bochum freut sich über Unterstützung
Die SPD-Ratsfraktion Bochum übernimmt für ein Jahr Patenschaften für einen Rosaflamingo und eine Schnee-Eule im Tierpark + Fossilium Bochum. Zoodirektor Ralf Slabik überreichte am 19. Juli 2017 die Patenschafts-Urkunden an den Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion Dr. Peter Reinirkens sowie an Ratsmitglied Deborah Steffens unter den neugierigen Blicken der Patentiere. Bereits in den vergangenen Jahren übernahm die Ratsfraktion regelmäßig Patenschaften für Erdmännchen, Lisztaffen und Co. Im letzten Jahr wurde Alpaka-Jungtier „Heidi“ als Patentier ausgewählt. Zoodirektor Ralf Slabik: „Wir freuen uns sehr, dass die Bochumer SPD-Ratsfraktion auf diesem Weg ihre Verbundenheit zu unserem Tierpark Ausdruck verleiht und uns so bei der Erfüllung unserer Aufgaben als zoologische Einrichtung unterstützt.“ Während des Besuchs tauschten sich die beiden Politiker und Zoodirektor Ralf Slabik über die erfolgten Neuerungen und geplanten Entwicklungen des Tierpark + Fossilium Bochum sowie über aktuelle zoorelevante Themen aus. Mit der Übernahme einer Tierpatenschaft engagieren sich Paten für den Bochumer Tierpark und unterstützen ihn nachhaltig bei der Umsetzung seiner Kernaufgaben und tragen letztendlich zum Arten- und Naturschutz bei. Aktuell haben bereits über 300 Tierfreunde eine Patenschaft für einen pelzigen, gefiederten oder geschuppten Tierparkbewohner übernommen.

Zoo Magdeburg 19.07.2017
Einzug der Sperbergeier in die Geiervoliere
Im neuen AFRICAMBO-Areal gibt es erneut einen Umzug. Die alte Elefanten-Außenanlage und Bereiche des alten Dickhäuterhauses wurden zu einer Geiervoliere „transformiert“. Fünf Sperbergeier sind heute in diese neue Anlage, die ebenfalls zu AFRICAMBO gehört, eingezogen. Zuvor wurden sie in der Gauklervoliere – in ihrem vorübergehenden Domizil – eingefangen. Der Umzug selbst war eine Kurzstrecke mit nur weinigen Metern Distanz zum neuen Wohnort. Dort erwarteten sie schon vier Kappengeier – ihre neuen Mitbewohner. Die tierische Wohngemeinschaft wird in den nächsten Wochen schrittweise ergänzt mit Fuchsmangusten und Südafrikanischen Stachelscheinen, die bereits zum Tierbestand des Zoos gehören. Nach der abgeschlossenen Eingewöhnung dieser Tierarten wird die Geiervoliere für Besucher auch begehbar werden. Über die Köpfe der Besucher hinweg kreisen dann die Geier – „Gänsehaut-Momente“ mit „Wow-Effekten“ inklusive.

Zoo Dresden 19.07.2017
Neue Ibis-Art im Zoo Dresden
Seit dem 18. Juli 2017 sind drei neue Ibisse in der großen Flugvoliere des Zoo Dresden für die Besucher zu sehen. Bei den Vögeln handelt es sich um Kahlkopfibisse, die durch ihren roten Schnabel, den kahlen Scheitel und das schwarze Gefieder, das je nach Sonneneinstrahlung grün, blau oder bräunlich schimmert, sehr markant wirken. Bisher hatte der Zoo Dresden Heilige Ibisse im Bestand. Diese wurden abgegeben und gegen die neue Ibis-Art ersetzt. „Der Kahlkopfrapp ist eine sehr attraktive Vogelart und – im Gegensatz zu dem Heiligen Ibis – bedroht. Daher haben wir uns für die Haltung dieser Art entschieden“, erklärt Kurator des Zoo Dresden, Matthias Hendel. Bisher werden die Kahlkopfrappen nur von einer Handvoll europäischer Zoos gehalten. Der Zoo Dresden hat sie erstmalig im Bestand. Die Zucht dieser 80cm großen und bis zu 1,3 kg schweren Vögel ist angedacht. „Allerdings wird dies noch ein paar Jahre dauern, da es sich bei den drei Vögeln um Jungtiere handelt“, so Hendel. Die beiden Männchen sind im Juni 2016 geschlüpft und stammen aus dem Vogelpark Walsrode. Das Weibchen kommt aus dem Zoo Köln und kam dort im April 2016 zur Welt. Noch haben die Vögel einige Federn auf ihrem Kopf. Bis zu ihrer Geschlechtsreife, welche sie mit ungefähr drei Jahren erreichen, werden sie diese Federn nach und nach verlieren. Der Kahlkopfrapp zählt zur Familie der Sichler und Ibisse. Er lebt nur in den Bergregionen des südlichen Südafrikas, in Lesotho, Südafrika und Swasiland, vor allem in den Drakensbergen. Kahlkopfrappen bevorzugen hoch gelegenes Grasland zwischen 1200 und 1850m mit kurzen Gräsern. Schätzungen aus 2015 gehen von maximal 8.000 Einzeltieren im natürlichen Verbreitungsgebiet mit stark fallender Tendenz aus. Hauptursache für den starken Rückgang ist der Lebensraumverlust durch Bergbau, Landwirtschaft und kommerzielle Aufforstung.

Zoo Zürich 19.07.2017
Ein junges Paar dieser kleinsten europäischen Geierart ist neu im Zoo Zürich eingetroffen.
Geier, oder Aasgeier, Pleitegeier – der Name dieser Vögel dient nicht gerade als Ausdruck für einen Sympathieträger. Und doch erfüllen Geier eine wichtige Funktion als Gesundheitspolizisten, indem sie Kadaver aufspüren und zu deren schneller Beseitigung beitragen. Der Einzug eines neuen jungen Schmutzgeier-Paares soll Anlass sein, einen «objektiven» Blick auf die Vögel zu werfen. Wechsel vom braunen zum weissen Federkleid – Vier Geierarten kommen in Europa vor, die kleinste unter ihnen ist der Schmutzgeier. Schmutzgeier haben eine Flügelspannweite von 155 bis 170 Zentimeter und ein Gewicht von 1600 bis 2200 Gramm. Charakteristisch für diesen Geier sind der keilförmige Schwanz und der lange schmale Schnabel. Während sich die Geschlechter äusserlich nicht unterscheiden, gibt es Färbungsunterschiede im Gefieder von Jung- und Altvögeln. Adulte Vögel haben ein weitgehend weisses Federkleid. Im Flugbild sind die schwarzen Hand- und Armschwingen gut erkennbar (vergleichbar mit dem Flugbild des Weissstorches). Jungvögel haben – wie auch bei anderen Geiern – ein dunkelbraunes Gefieder mit hellen Federspitzen. Dieses hellt allmählich auf, und mit etwa fünf Jahren sind die Jungvögel ausgefärbt. Das Gesichtsfeld des Schmutzgeiers ist unbefiedert und intensiv gelb gefärbt. Den Abschluss dieses Gesichtsfeldes bildet eine Federkrause. Auch die Wachshaut, die den Schnabel an der Basis zur Hälfte bedeckt, ist gelb. Die mit Horn bedeckte Schnabelspitze hingegen ist bei der in Europa vorkommenden Unterart schwarz. Früher mal auch Brutvogel in der Umgebung von Genf – Das Verbreitungsgebiet des Schmutzgeiers erstreckt sich von Südeuropa nach Zentralasien und ins nordwestliche Indien und umfasst auch Teile von Nordafrika bis zum Äquator sowie Arabien. In Nepal und Indien (ohne nordwestliches Indien) lebt eine zweite Unterart, die etwas kleiner ist als jene in Europa und einen durchgehend gelben Schnabel besitzt. Die im nördlichen Bereich des Verbreitungsgebietes lebenden Schmutzgeier sind Zugvögel, ihre Überwinterungsgebiete liegen vor allem am Südrand der Sahara. Aus der Schweiz finden sich Angaben von zwei bis drei Brutpaaren in der Gegend von Genf bis ins Jahr 1895. Sonst sind nur vereinzelte Beobachtungen von Vögeln in der Zugzeit registriert. Brutvogel im Mittelmeerraum – In Europa liegen die Brutgebiete auf der Iberischen Halbinsel, in Südfrankreich und Süditalien sowie auf dem Balkan. Für Europa wird die Anzahl Brutpaare auf 3000 bis 4700 geschätzt. Das Brutgeschäft startet im März/April. In einem bevorzugt in einer Felsnische angelegten Horst werden ein bis drei dicht mit rotbraunen Flecken überzogene Eier abgelegt, die von beiden Eltern bebrütet werden. An die Brutdauer von 42 Tagen schliesst eine zweieinhalb bis drei Monate dauernde Nestlingszeit an. Mit vier bis fünf Jahren werden die Vögel geschlechtsreif. Als Höchstalter in Menschenobhut findet sich die Angabe von 37 Jahren. Spezielle kulinarische Vorlieben – Die Bezeichnung «Schmutz» im Namen lässt sich nicht gerade vom äusseren Erscheinungsbild der Vögel ableiten, auch wenn das Federkleid nicht rein weiss ist. Die Bezeichnung nimmt eher Bezug auf den Speisezettel der Vögel. Der Schmutzgeier gilt als «Sammler des kleinen Abfalls», von Abfällen und Unrat aller Art: Auf dem Speiseplan stehen Aas, auch von Kleintieren wie Kleinsäuger, Reptilien und Amphibien, Kot, faules Obst und anderes verrottendes organisches Material. Gute Nahrungsgründe bilden Abfalldeponien. Grosse Tierkadaver kann er nicht selber eröffnen, da ist er auf die Vorarbeit grosser Geier oder anderer Tiere angewiesen. Er macht aber auch Jagd auf kleine Wirbeltiere und Insekten, oder betätigt sich als Nesträuber. Zum Öffnen der Eier wirft er sie gegen Steine. In einer kleinen ostafrikanischen Population haben die Vögel gelernt, Strausseneier zu öffnen, indem sie sie mit Steinen bewerfen. Die Nahrungssuche erfolgt von Warten aus oder mittels ausgedehnten Suchflügen. Im «Handbuch der Vögel Mitteleuropas» wird dem Schmutzgeier bescheinigt, dass er trotz seines Namens ein «ordentlicher» Vogel ist: «Trotz des widerlichen Unrates im Nest und der oft so schmutzigen Nahrung hält er sein Gefieder immer sauber». Hier bleibt noch anzufügen, dass die Geier gerne ein Bad nehmen. Bedrohungsstatus «stark gefährdet» 1993 kam der erste Schmutzgeier in den Zoo Zürich, dem im Folgejahr zwei weitere folgten. Der Erstankömmling, ein Weibchen mit Jahrgang 1985, lebt immer noch hier, die beiden anderen verstarben im Alter von über dreissig Jahren. Bis anhin kam es zu keiner erfolgreichen Brut. Nun steht quasi ein Generationenwechsel an. Im Mai dieses Jahres kamen zwei letztjährige Jungvögel nach Zürich, ein Weibchen aus dem Zoo Jerez und ein Männchen aus dem Prager Zoo. In Prag wird auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm EEP für diese Vogelart geführt. 44 Institutionen pflegen insgesamt 148 Schmutzgeier. Weitere 52 Vögel werden in zwei Zuchtzentren betreut. Die Zuchterfolge haben in den letzten fünf Jahren deutlich zugenommen. Es wurden auch Jungtiere aus dem Zuchtprogramm in Bulgarien ausgewildert. Die Bestände der Schmutzgeier haben im ganzen Verbreitungsgebiet abgenommen, die Art wird aktuell als stark gefährdet eingestuft. Gefährdungsfaktoren sind unter anderem illegale Vergiftungsaktionen, die eigentlich auf Raubtiere abzielen, und neue Bestimmungen bezüglich der Beseitigung von Tierkadavern. VOGELZUCHT: FÜR UNGEBETENE GÄSTE UNERREICHBARE KINDERSTUBE – Die vor Mardern und Krähen geschützte Aufzucht von Enten und Gänsen im Zoo Zürich. Ein Zoo beherbergt als Kostgänger nicht nur den definierten Tierbestand. Das räumlich konzentrierte Futterangebot und auch ein Teil des Tierbestandes schaffen bei gewissen Wildtieren «Begehrlichkeiten». Füchsen wird mit einem Aussenzaun der Zutritt zum Zoo verwehrt. Steinmarder und Krähen können jedoch den Zoo «besuchen». Diese beiden Arten sind denn auch verantwortlich für Verluste insbesondere beim Wassergeflügel. Dies fällt speziell während der Brutzeit ins Gewicht. Krähen – sie beobachten die Enten und Gänse genau und finden so auch gut versteckte Nester – zerstören viele Eier. Und die Marder töten immer wieder brütende Vögel. Um dennoch Enten und Gänse nachziehen zu können, werden auf einer Insel geschützte Brutplätze angeboten und die abgelegten Eier regelmässig eingesammelt. Ausgebrütet werden diese Eier in Inkubatoren oder von Ammen wie Moschusenten. Die Jungvögel werden dann in einer Aufzuchtstation hinter den Kulissen aufgezogen, wo sie geschützt sind vor Mardern und Krähen. Hier werden auch temporär Gänsefamilien untergebracht, bis die Jungen eine gewisse Grösse erreicht haben und mit geringerer Gefährdung wieder auf die Vogelwiese entlassen werden können. Aktuell beherbergt die Aufzuchtstation Jungvögel verschiedener Arten.

Allwetterzoo Münster 19.07.2017
Ahoi ZOOLAARIS – ein Sommertraum!
Für die Sommerferien haben sich Allwetterzoo Münster, Stadtwerke Münster und die Segelschule Overschmidt wieder ein besonderes Schmankerl für Daheimgebliebene ausgedacht: Die ZOOLAARIS sticht wieder in See! „Dieses attraktive Angebot mit unserer PlusCard bietet alles für einen perfekten Ausflug am Aasee: eine entspannte Rundfahrt mit dem Solarschiff SOLAARIS der Segelschule Overschmidt und einen erlebnisreichen Besuch im Allwetterzoo Münster“, so Dr. Henning Müller-Tengelmann, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. Zoodirektor Dr. Thomas Wilms ergänzt: „Für alle, die etwas erleben wollen, ist die Kombination des Besuchs von Allwetterzoo und SOLAARIS einmalig. Einen Bootsanleger am Zoo gibt es deutschlandweit nämlich nur hier bei uns in Münster. Bereits im letzten Jahr haben viele unser Sommerferien-Angebot genutzt, so dass wir uns bestätigt fühlen, dass die Münsteraner ihre Freizeiteinrichtungen schätzen und lieben.“ ZOOLAARIS Innerhalb der NRW-Sommerferien (17.07.-29.08.2017) zahlen Erwachsene Gäste nur 19,50 Euro statt 27,90 Euro und Kinder (3-14 Jahre) nur 12,50 Euro statt 17,90 Euro für ein Kombi-Ticket SOLAARIS-Rundfahrt und Zoo-Eintritt. Die Eintrittskarten für dieses Angebot sind an der Zoo-Kasse, auf der SOLAARIS oder im Stadtwerke CityShop (Salzstraße 21) zu erwerben und erfordern das Vorzeigen einer gültigen Stadtwerke-PlusCard.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 19.07.2017
Schwere Lungenerkrankung – Orang-Utan Moritz mit 24 Jahren gestorben
Er gehörte zu den Charakterköpfen der Wilhelma in Stuttgart. Orang-Utan Moritz mit seinem durch die kräftigen Backenwülste kreisrunden Gesicht ist am Montag, 17. Juli 2017, gestorben. Zuletzt hatte er innerhalb kurzer Zeit sichtbar abgebaut. Er wirkte apathisch, zeigte am Sonntagabend Atembeschwerden und begann zu husten. „Die Untersuchung mit einem Computer-Tomographen in einer Tierklinik hat eine schwere Lungenerkrankung ergeben, die nicht zu behandeln war“, erklärte Zootierärztin Dr. Annika Weigold. Um ein längeres Leiden zu vermeiden, ließen die Veterinäre den Affen schweren Herzens nicht mehr aus der Narkose aufwachen. Die Obduktion am Dienstag bestätigte eine massive Lungenfellentzündung und ergab Hinweise auf eine Herzschwäche. Labortests sollen den genauen Ursachen auf den Grund gehen und abklären, ob weitere Organe betroffen waren. Moritz wurde 24 Jahre und fast sieben Monate alt. Geboren wurde er am 20. Dezember 1992 im Münchener Tierpark Hellabrunn. Seine Mutter starb bei seiner Geburt. Ein Jahr später kam Moritz in den Zoologisch-Botanischen Garten nach Stuttgart, zunächst zu anderen Orangkindern ins Jungtieraufzuchthaus. 1995 zog er ins Menschenaffenhaus nebenan um. Nach dem Tod des dominanten Orang-Utan-Mannes Buschi 2011 durchlief Moritz einen Entwicklungsschub, blieb jedoch ein ruhiger Typ, der den Weibchen viel Freiraum ließ. Obwohl er mit mehreren Weibchen zusammenlebte, hat er nie Nachwuchs gezeugt. „Das ist sehr bedauerlich, weil die Orang-Utans stark vom Aussterben bedroht sind“, sagte Dr. Marianne Holtkötter, die in der Wilhelma als zoologische Kuratorin für die Menschenaffen zuständig ist. „Das hat uns im vergangenen Jahr bewogen, unsere beiden jüngeren Weibchen Sinta und Conny mithilfe des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms an Zoos mit anderen Männchen zu vermitteln – in der Hoffnung, dass sie mit ihnen harmonieren und vielleicht doch zur Erhaltung der Art beitragen können.“ Sinta ist 23, Conny 28 Jahre alt. In der Wilhelma leben jetzt noch die beiden älteren Orang-Utans Moni (39) und Carolin (43). Sie sind Töchter vom legendären Buschi, der mit 51 Jahren zu einem der ältesten Sumatra-Orang-Utans in Europa wurde. Die beiden verbliebenen Orang-Damen, die über das zuchtfähige Alter hinaus sind, sollen ihren Lebensabend in der Wilhelma verbringen dürfen. Dafür ziehen sie noch in diesem Jahr in das neue Menschenaffenhaus um, damit ihr bisheriges Domizil, das in die Jahre gekommene alte Menschenaffenhaus, grundlegend saniert werden kann.

Zoo Frankfurt am Main 18.07.2017
Abschied von KASHI – der Löwe des Frankfurter Zoos musste eingeschläfert werden
Mit fast achtzehn Jahren musste der Asiatische Löwe KASHI heute Morgen eingeschläfert werden. Er hatte seit Monaten massive Probleme mit den Zähnen und degenerative Veränderungen im Kiefer. Mehrfach musste er operiert werden. Als man veterinärmedizinisch nichts mehr für den alten Löwen tun konnte, fiel die Entscheidung, ihm weitere Schmerzen zu ersparen. „Man sah dem Löwen in den letzten Tagen an, dass es ihm nicht gut ging. Die letzte Zahn-OP im Juni hat er zwar gut überstanden, aber fressen wollte er danach nicht mehr. Angesichts seines Alters und der Schmerzen, die ihm auch durch Medikamente nicht mehr genommen werden konnten, haben wir die schwere Entscheidung getroffen, KASHI einzuschläfern, da eine Verbesserung seines Zustandes nicht mehr erreicht werden konnte. Zudem hat er mit 18 Jahren ein Alter erreicht, das für einen Löwenmann als sehr hoch zu bezeichnen ist“, erklärt Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch. Der Abschied von KASHI fällt im Zoo niemandem leicht. Schließlich lebte der 1999 im Cotswold Wildlife Park and Gardens in England geborene Löwe sei 2001 in Frankfurt. Mit Löwin KIRI hatte er 2003 zwei Jungtiere. Über seine Tochter JOY wurde er zum sechsfachen Urgroßvater. Seit 2014 teilte er sich die Anlage mit ZARINA. Die fünfjährige Löwin kam 2014 ebenfalls aus England nach Frankfurt. Die beiden verstanden sich ausgesprochen gut. Nachwuchs stellte sich allerdings nicht ein. Asiatische Löwen (Panthera leo persica) gelten laut der Roten Liste der Weltnaturschutz Union IUCN als vom Aussterben bedroht. „Wir wollen“, so Niekisch, “nicht zuletzt deshalb weiterhin Asiatische Löwen zeigen und uns auch an ihrer Zucht beteiligen. In Abstimmung mit dem Zuchtbuchkoordinator werden wir versuchen, möglichst schnell wieder einen Partner für ZARINA zu finden.“

Zoo Basel 18.07.2017
Nachwuchs bei den seltenen Kordofan-Giraffen
Zwei Meter gross und 80 Kilogramm schwer ist der jüngste Spross der Giraffenfamilie im Zoo Basel. Der am 14. Juli geborene kräftige Bulle wurde auf den Namen Osei („edel“) getauft. Das Kind von Kianga (8) ist nicht nur aussergewöhnlich gross und schwer, sondern auch aktiver als es bei neugeborenen Giraffen üblich ist. Mit ungefähr drei Stunden dauerte die Geburt von Osei so lange, dass sich der Zootierarzt bereits Sorgen machte. Schlussendlich verlief alles problemlos, nur der in den langen Beinen eingeklemmte Hals sorgte kurz für Aufregung. Schnell war auch der Grund für die Verzögerung klar: Osei ist fast 20 Kilogramm schwerer und 20 Zentimeter grösser als andere Giraffenjunge. Zwanzig Minuten nach der Geburt versuchte er bereits aufzustehen und nach etwa zwei Stunden saugte er zum ersten Mal bei seiner Mutter. Osei ist ein „sehr kräftiger Junge“. Er trinkt regelmässig, nimmt schnell zu und springt viel herum. Da er so agil ist, wurde er bereits auf die Aussenanlagen gelassen. Dort oder im Antilopenhaus ist er nun auch für das Publikum zu sehen. Besucherinnen und Besucher sind angehalten, im Haus still zu sein, um Kianga und Osei nicht zu stören. Falls die Mutter unruhig wird, wird das Haus für das Publikum geschlossen. Vater von Osei ist Xamburu (8). Er ist auch der Vater von Onong, dem Sohn von Sophie (6), der am 28. Februar zur Welt gekommen ist. Onong zeigt sich sehr interessiert an seinem neuen Spielgefährten, er folgt ihm nach und stupst ihn immer auffordernd an. Onong hat Oseis Mutter Kianga auch schon als neue „Milchquelle“ entdeckt und versucht bei ihr zu trinken. Kianga passt das aber gar nicht und schubst ihn unmissverständlich weg. Kianga hat letztmals 2017 ein Junges geboren. Ihr zweijähriger Sohn Makalo ist am 27. Juni in den Zoo „Badoca Safari Park“ (Portugal) gereist. Die im Zolli gehaltenen Kordofan-Giraffen gelten in der Wildbahn als gefährdet. Im Zoo Basel werden sie seit 2011 gehalten. In Tschad, Nigeria und Kamerun gibt es heute nur noch rund 2000 dieser Tiere. In den europäischen Zoos existiert deshalb ein vom Zoo Gelsenkirchen (Deutschland) koordiniertes Zuchtprogramm.

Allwetterzoo Münster 17.07.2017
Känguru-Treff im Allwetterzoo Känguru-Waise hautnah erleben
Seit knapp zwei Monaten kümmert sich ein Tierpfleger des Allwetterzoos liebevoll und geduldig und ein kleines Känguru-Mädchen, dessen Mutter eingeschläfert werden musste. Neben der alltäglichen Tierpflege im Revier steht Milchflasche geben auf der Tagesordnung, Tragerucksack vorwärmen für eine Beutelatmosphäre und das kleine Beuteltier nach und nach an seine Känguru-Gruppe gewöhnen. Wie viel Milch bekommt das Kleine, woher kommt die Milch und wie kann man die anderen Kängurus an den neuen Zuwachs langsam gewöhnen? Um all diese Fragen kümmern sich unterschiedliche Personen im Zoo: die Tierpfleger, die zoologische Leitung und natürlich auch die Zootierärzte. Nur durch die tägliche Zusammenarbeit und Abstimmung der einzelnen Bereiche im Zoo ist es möglich, dass ein Zoo auch funktioniert. Ein Kängurubaby aus direkter Nähe zu sehen ist ein ganz besonderes Erlebnis. Wir bieten unseren Besuchern die Möglichkeit an, ein wenig hinter die Kulissen des Allwetterzoo zu schauen. Daher laden wir alle Interessierten zweimal in der Woche zu einem Känguru-Treff in der begehbaren Känguru-Anlage ein. Dabei kann nicht nur die Entwicklung des kleinen Kängurus miterlebt werden, sondern insbesondere auch Fragen und Informationen mit unserem Tierpfleger, Zoologischer Leitung und Zootierärztin ausgetauscht werden. Der erste Känguru-Treff findet am Mittwoch, den 19.07.2017 um 11 Uhr auf der begehbaren Känguru-Anlage statt. Dabei wird das kleine Känguru das erste Mal seine Verwandten sehen und der Pfleger die „Säuglings-Ausstattung“ vorstellen, die er täglich für die Betreuung benötigt.

Zoo Berlin 17.07.2017

Monochrom ist en vogue – Tiernachwuchs im Zoo Berlin folgt dem schwarz-weiß Trend
Die Farbe des Sommers steht schon lange fest: Schwarz-weiß ist das absolute must-have dieser Saison! Das haben scheinbar auch die übrigen 19.000 Tiere im Zoo Berlin mitbekommen und sich dem aktuellen Trend angepasst. Ob Pelikan, Zebra oder Robbennachwuchs – neben einem riesigen Niedlichkeitsfaktor haben die Zoobabys in diesem Sommer noch eine weitere Gemeinsamkeit: Fast alle sind schwarz-weiß! Der monochrome Juni begann mit dem Schlupf zweier – später einmal weißen – Krauskopfpelikane am 9. des Monats, gefolgt von einem flaumig silbrigen Rosa-Flamingo-Küken, das am 12. Juni zum ersten Mal von der Flamingo-Insel zum Festland herüberpaddelte. Am selben Tag pellten sich auch ein Säbelschnäbler-Küken aus dem Ei. Das Gefieder der Heranwachsenden wird mit ihrem schicken schwarz-weiß Look schon bald ein echter Hingucker sein – ebenso wie der Nachwuchs der dunklen Abdimstörche. Doch nicht nur die Vogelwelt fällt mit ihrem Modebewusstsein auf. Bei den Säugetieren machten die Kalifornischen Seelöwen Enzo und Sandra den Anfang mit der Geburt ihres Sohnes Gorbi am 23. Juni. Trotz seines in Hinblick auf die Farbgebung irreführenden Namens reiht sich auch der Nachwuchs der Roten Riesenkängurus in die Liste der grauen Neuankömmlinge ein. Am 24. Juni schaute ein kleines Känguru zum ersten Mal schüchtern aus dem Beutel seiner Mutter. Sehr beeindruckend haben die beiden Böhm-Steppenzebras Jozef und Bella den schwarz-weiß Trend interpretiert: Das filigrane Streifenmuster ihrer – am 27.6. geborenen – Tochter Majira gleicht fast schon einem Kunstwerk. Nur einen Tag später erblicken zwei Seehund-Babies mit großen Augen das Licht der Welt – ob sich Molly und Shiva mit dem Geburtstermin abgesprochen haben? Eines steht fest: Vater Leopold ist mächtig stolz auf seine beiden Söhne Herbert und Gregor. Ergänzt wird die zweifarbige Kollektion durch die leichten Brauntöne des Nachwuchses bei den Blessböcken (5. Juni), den Prinz-Alfred-Hirschen (geboren am 28. Juni), den Nyalas (geboren am 30. Juni), und den Weißbartpekaris (8. Juli). In Kürze bietet die Zooschule passend zum Thema eine Führung an, die sich auf schwarz-weiße Tiere spezialisiert. Wie bei jedem Trend gibt es einige Vertreter, die sich mutig gegen den Strom bewegen und sich bewusst von der Masse abheben möchten: Die Flügel der exotischen Blauflügel-Jägerliest-Küken erstrahlen seit Kurzem in wunderschönem türkisblau – ist hier vielleicht ein neuer Trend im Anmarsch?

Tiergarten Schönbrunn Wien 17.07.2017
MINI-SEESPINNEN SORGEN FÜR GROSSE FREUDE IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Im Sommerurlaub am Meer trifft man Große Seespinnen nur mit viel Glück in felsigen Gebieten an. Mit Sicherheit sieht man sie im Mittelmeer-Becken im Tiergarten Schönbrunn. Nun ist dem Tiergarten als erstem Zoo die Nachzucht dieser faszinierenden Meeresbewohner geglückt. Große Seespinnen sind die größte Krabbenart im Mittelmeer. Ausgewachsen erreichen sie einen Durchmesser von bis zu einem halben Meter. Davon sind die sechs Mini-Seespinnen noch weit entfernt. „Anfang Mai hat das Weibchen die Larven abgesetzt. Fünf Mal haben sich die kleinen Tierchen gehäutet bis sie nun fertige Seespinnen sind – allerdings im Miniformat. Gerade einmal fünf Millimeter groß sind die Baby-Seespinnen derzeit“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Vom Absetzen der Larven bis zu den kleinen Seespinnen war es ein weiter Weg. Das Aufwachsen der Tiere erforderte großen Einsatz der Tierpfleger und war spannend mitzuerleben. Schratter: „Interessant ist zum Beispiel, dass die Larven bis zur zweiten Häutung einen Wehrstachel besitzen, damit sie im Meer nicht von hungrigen Fischen gefressen werden. Erst nach der vierten Häutung gehen sie seespinnen-typisch am Boden, davor treiben sie frei im Wasser umher.“ Gefüttert wurden die Larven mit Copepoden, winzigen Krebstierchen, die im Tiergarten gezüchtet werden. Mittlerweile frisst der Nachwuchs wie auch die fünf erwachsenen Tiere Aas und kleine Pflanzenteile. Seespinnen sehen sehr schlecht. Am Ende ihrer Beine besitzen sie Sinneszellen, mit deren Hilfe sie Nahrung aufspüren.

Zoo Landau 21.07.2017
Sibirische Tiger erleben, Ziegen striegeln, Tiere tonen: Tolle Workshops in der letzten Woche der Sommerferien
Hallo Kids! Langeweile in der letzten Ferienwoche? Dann kommt doch zu uns in den Landauer Zoo! Interessiert ihr euch für die größten Katzen der Welt? Habt ihr Lust, Tiere aus Ton zu modellieren? Möchtet ihr die „gefährlichen“ Tiere im Landauer Zoo hautnah erleben? Wollt ihr Spannendes entdecken und dabei viel Spaß haben? Dann seid ihr bei uns richtig. Die Zooschule bietet euch Kindern im Alter von 7-12 Jahren wieder fünf Workshops zu interessanten Themen an. Alle Workshops finden in der Zeit von 14 bis 17 Uhr statt.
Das ist unser Angebot: Mo: 07.08.2017 Sibirische Tiger und andere Raubtiere, Di: 08.08.2017 Erdmännchen und andere Zootiere: Erlebnisrundgang mit Tierkontakten, Mi: 09.08.2017 „Gefährliche“ Tiere im Zoo Landau, Do: 10. 08.2017 Wir gestalten kreativ Tiere aus Ton, Fr: 11.08.2017 Ziegen füttern und striegeln, anschließend Erlebnisrundgang. Kosten: Pro Workshop 7,00 € zuzüglich Zooeintritt 3,50 €. Materialien wie Ton und Papier sind im Preis enthalten. Anmeldung zu allen Workshops ist dringend erforderlich, da die Teilnehmerzahlen für jeden Workshop begrenzt sind! Unter der Telefonnummer: 06341–13 7010 / 13 7002 könnt ihr euch anmelden. Der Treffpunkt für alle Workshops ist an der Zookasse um 13.45 Uhr. Anmel­dungen nehmen wir ab sofort entgegen. Mehr Info zum Zoo Landau unter www.zoo-landau.de und www.zooschule-landau.de

Kölner Zoo 21.07.2017
Drei Hirschziegenantilopen im Kölner Zoo geboren
Der Kölner Zoo freut sich über drei männliche Jungtiere bei den anmutigen Hirschziegenantilopen. Die Kitze kamen am 6. und 10 Juni Juni sowie am11. Juli zur Welt. Die Kölner Herde umfasst nun insgesamt acht Tiere. Die Mütter wurden zwischen 2002 und 2008 im Kölner Zoo nachgezogen. Der Zuchtbock kam 2007 im Zoo Dortmund zur Welt. Er lebt seit 2010 in Köln. Bei uns nachgezogene Hirschziegenantilopen bleiben namenlos. Sie werden meist im Laufe eines Jahres an andere Haltungen abgegeben, da sie als Weibchen aufgrund der früh eintretenden Geschlechtsreife vom Zuchtbock gedeckt werden oder als Männchen mit diesem in Konflikt geraten. Die Kitze folgen zumeist ihren Müttern auf der Anlage, wo man sie häufig beim Säugen beobachten kann. Gern halten sie sich aber auch in einer Art Kindergarten auf, liegen nahe beieinander im Heu der Schutzhütten oder betreiben Rennspiele. Die Anlage der Hirschziegenantilopen liegt direkt neben dem Pavianfelsen im Kölner Zoo. Der deutsche Name der Hirschziegenantilopen spielt auf das schmale, ziegenartige Maul und den für eine gazellenähnliche Antilope eher plumpen, hirschähnlichen Körperbau an. Die etwa rehgroßen hellbraunen Weibchen der Hirschziegenantilopen leben in Herden von fünf bis 50 Tieren. Die Herden werden durch einen oberseitig beinahe schwarz gefärbten Bock mit schraubenartig gewundenen Hörnern, die imposante 70 cm lang werden können, beansprucht. Nach einer Tragzeit von sechs Monaten wird meist ein einzelnes Kitz von fast 4 kg Gewicht geboren, das die ersten Tage abliegt. Nach kurzer Zeit ist das Jungtier jedoch in der Lage seiner Mutter zu folgen und erreicht später die beachtliche Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 km/h, die früher nur der sprintstarke Gepard aufbrachte. Letzterer ist inzwischen im indischen Ursprungsgebiet der Hirschziegenantilopen ausgerottet und somit sind heutzutage Wölfe und Füchse die hauptsächlichen natürlichen Feinde. Die gazellenartigen Antilopen sind Bewohner der Halbwüsten, Grasländer und Trockenwälder des Indischen Subkontinents. Obwohl Hirschziegenantilopen in Zoos häufig gehalten werden, sind sie durch immer stärker verschärfte Lebensraumzerstörung und Bejagung zunehmend bedroht. Man schätzt ihren Bestand in Indien auf ca. 50.000 Tiere mit kleinen Restpopulationen in Nepal und Pakistan.

Zoo Dresden 21.07.2017
Orang-Utan Dalai wird 2 Jahre
Am 22. Juli 2015 kam Dalai als drittes gemeinsames Jungtier von Orang-Utan-Weibchen Daisy und Orang-Utan-Männchen Toni im Zoo Dresden zur Welt. Morgen feiert er seinen 2. Geburtstag. Dann wartet eine besondere Leckerei auf den kleinen Orang-Utan. „Wir haben für Dalai eine Gemüsetorte vorbereitet“, verrät Tierpfleger Roman Richter. Diese wird Dalai und seiner Familie am Samstag, den 22.7.2017 um 11Uhr bei einem extra stattfindenden Tierpflegertreff überreicht. Dalai hat sich in den vergangenen beiden Jahren sehr gut entwickelt. „Er wird zunehmend selbständiger und mutiger“, sagt Tierpfleger Roman Richter. So klettert er inzwischen auch ohne die ständige Begleitung seiner Mutter Daisy durch die Anlage und übt weitere Schwünge und höhere Klettermanöver. Dalai ist der 32. im Zoo Dresden geborene Sumatra-Orang-Utan. Dieser Zuchterfolg gibt zwar Grund zur Freude, allerdings sind Orang-Utans nach wie vor vom Aussterben bedroht und ihr Lebensraum schwindet dramatisch. Die beiden Orang-Utan-Arten bewohnen die tropischen Regenwälder der großen Sundainseln Sumatra und Borneo. Die Bestände des Sumatra-Orang-Utans (Pongo abelii) werden laut neusten Schätzungen auf etwa 14.500 Tiere geschätzt mit einer deutlich fallenden Tendenz. Die Art wird deshalb von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Zwar sind die Bestandszahlen für die zweite Art, den Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus), höher, aber ebenfalls stetig fallend, so dass auch diese Art von der IUCN seit 2016 als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft wird. Vor allem die hohe Nachfrage der Industrienationen nach billigem Palmöl führt zu einer grenzenlosen Ausweitung der Ölpalmplantagen und damit zum Rückgang und Fragmentierung des natürlichen Lebensraumes der Orang-Utans. Weitere Bedrohungen sind Rodungen zur Gewinnung von Tropenholz, Bejagung und der illegale Wildtierhandel, dem besonders Jungtiere zum Opfer fallen. Orang-Utans sind Baumbewohner und sehr gut an das Leben in den Bäumen angepasst. So sind bspw. die Arme sehr lang und kräftig und können eine Spannweite von 2,25 Metern erreichen. Auffällig ist der sichtbare Unterschied zwischen den Geschlechtern. Männchen werden deutlich größer und kräftiger als die Weibchen und können mit 90 kg gut das Doppelte wiegen. Außerdem fallen ausgewachsene Männchen durch ihr langes Fell, die ausgeprägten Backenwülste und den Bartwuchs im Gesicht auf. Bis all diese Merkmale auch bei Dalai zu sehen sind, werden aber noch einige Jahre vergehen. Männliche Orang-Utans werden erst mit 8 bis 15 Jahren geschlechtsreif.

Naturschutz-Tierpark Görlitz- Zgorzelec 21.07.0217
Alles auf Abflug!
Im Storchenkindergarten der Wildtierauffangstation des Naturschutz Tierparks Görlitz- Zgorzelec geht’s turbulent zu. Für die Störche der Region war das Brutjahr 2017 ein sehr Dramatisches. Unabhängig vom Wetter haben sich etliche Tragödien an den Storchenhorsten in der Umgebung abgespielt. Einige der Traumaopfer werden derzeit im Tierpark Görlitz auf eine Auswilderung vorbereitet. Da ist zum Beispiel das Geschwisterpaar, das nach Turbulenzen am Horst, ausgelöst durch einen familienfremden Storch, einen Absturz aus 15 Meter Höhe fast unversehrt überstand. Drei Jungstörche wurden mit der Feuerwehr aus einem Horst evakuiert nachdem ein Elternstorch durch Unfall eine Beinfraktur erlitt und damit nicht mehr in der Lage war den Nachwuchs zu versorgen. Ein weiterer Jungstorch hatte zu früh das Nest verlassen, konnte nicht mehr zurückgesetzt werden und wurde ebenfalls in den Görlitzer Storchenkindergarten gebracht. Die tragischste Geschichte ist allerdings die eines Jungstorches auf den achtsame Storchenfreunde aufmerksam wurden, weil er sich auf dem Nest offenbar nicht normal bewegte. Was war geschehen? Teile einer Plastiktüte, vermutlich beim Nestbau oder bei der Fütterung in den Horst eingetragen, hatte sich um das rechte Bein des Jungvogels gewickelt, der sich davon nicht mehr befreien konnte. Auch das Tier wurde evakuiert. Das Plastik hatte das Bein allerdings so stark abgeschnürt, die Blutzufuhr dadurch eingeschränkt und die Sehne so stark angegriffen, dass der Vogel am Folgetag seiner Not Operation durch die Tierärzte eingeschläfert werden musste. Allen verbliebenen sechs Jungstörchen im Storchenkindergarten geht es hervorragend! Mit etwa drei Kilo haben sie schon das Erwachsenengewicht erreicht und nun geht’s drum fit zu werden für den Abflug Ende August gen Süden. Als Trimm Dich Gerät steht ihnen ein senkrechter Stamm zur Verfügung, wo sie fleißig das Aufbaumen üben und dabei ordentlich Muskulatur entwickeln…. Wünschen wir ihnen, dass sie auf ihrer weiten Reise mehr Glück haben als in ihren ersten Lebenswochen….

Wildpark Lüneburger Heide 21.07.2017
Grauwolf-Welpen beleben Wolfsgehege im Wildpark
Junge Polarwölfin „Nitika“ ist eine prächtige Ersatzmutter für die quirligen Wolfskinder. Im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf tummeln sich vier neue Wolfskinder. Die zehn Wochen alten Grauwolf-Welpen sind aus einem anderen deutschen Tierpark in den Wildpark gekommen und werden liebevoll von Polarwölfin „NiLka“ umsorgt. „Nach einigen traurigen Ereignissen freuen wir uns umso mehr über die Welpen“, sagt WolfsexperLn Tanja Askani. Es ist nicht lange her, dass der Wildpark bei den europäischen Grauwölfen und auch bei den Polarwölfen mehrere Tiere alterbedingt verloren haQe. Viele Wildpark-Besucher kannten zum Beispiel Polarwolf „Nanuk“, der unglaubliche 16 Jahre alt wurde oder den Grauwolf „Shadow“ der mit 14 Jahren verstorben war. Jetzt blickt Tanja Askani aber nach vorn und freut sich sehr über die vier quirligen Welpen. Vor etwa zwei Wochen kamen die europäischen Grauwölfe „Kolja“, „Vasja“, „Petja“ und „Mischa“ in die Heide. Sie stammen aus einem großen Wurf und mussten zugefüQert werden. „Dadurch sind sie nicht so scheu wie es Grauwölfe normalerweise sind“, erläutert Askani. Nun sind sie gerade zehn Wochen alt und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit in eines der Gehege umgezogen. Wie alle Tierkinder sind die Welpen verspielt, neugierig, unternehmungslusLg und übermüLg. Und wie alle kleinen Kinder brauchen sie eine Ganztagsbetreuung. Aus diesem Grund sind die Welpen zuerst ins Polarwolf-Gehege eingezogen. Die junge Polarwölfin NiLka hat die Rolle als Nanny übernommen und ordentlich zu tun. Als erstes hat sie ein neues Kinderzimmer gebaut und trotz zweier bestehender Kunsthöhlen noch einen weiteren Bau für die Kleinen gegraben. Sie begleitet die Welpen auf SchriQ und TriQ. „Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten, welche hohe soziale Intelligenz und insLnktsicheres Verhalten Wölfen besitzen. Obwohl es für NiLka die erste Welpenbegegnung ist, weiß sie intuiLv, was zu tun ist, was richLg ist oder nicht. Sie wurde auch sofort von den Kleinen akzepLert“, berichtet Tanja Askani. Die Welpen können jetzt behütet aufwachsen. Später, wenn sie größer sind und das Wolfseinmaleins beherrschen, werden sie ihr eigenes Gehege beziehen.

Güstrower Wildpark-MV 21.07.2017
Unverhofft kommt oft – Ungleiche Zwillinge bei den Skudden im Güstrower Wildpark-MV
Wie sagt man so schön? Unverhofft kommt oft. Dieser Spruch passt bestens zum neuesten Nachwuchs im Wildpark-MV in Güstrow. Eigentlich sind die Skudden-Kinder, die meist zu Beginn des Jahres geboren werden, bereits groß. Nun gab es überraschend Nachzügler: Am 10. Juli 2017 sind Zwillinge zur Welt gekommen – ein weibliches und ein männliches Tier. Dabei könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein: das eine schwarz, das andere weiß. Ein ganz besonderer Hingucker für die Besucher, die auf ihrem Weg vom Parkplatz zum Eingangsgebäude bei den kleinsten deutschen Schafen vorbeikommen.

Zoo Duisburg 20.07.2017
„Rund und fett“ aber so süß! – Neuseeländische Kune-Kune Schweine im Zoo Duisburg
In der 2011 eröffneten Sparkassen-Erlebniswelt sind neue Bewohner eingezogen, die Potential haben die neuen Besucherlieblinge am Kaiserberg zu werden. Schon wenige Tage nach dem Einzug bilden sich Besuchertrauben wenn die zwei kleinen, wolligen Schweinchen durch ihr Gehege flitzen. TAI und UTA gehören zu einer neuseeländischen Nutztierrasse. Kune-Kune nennt sie die heimische Bevölkerung der Maori, was passenderweise „rund und fett“ bedeutet. Sie dienten über die Jahrhunderte vor allem der Fleischproduktion – bis in den 1970er Jahren alle bis auf etwa ein Dutzend aufgegessen waren. Auf diese wenigen Tiere gehen alle heute lebenden Schweine der Rasse zurück. Wildparkbesitzer retteten die Kune-Kune vor dem Aussterben. Mittlerweile sind die gutmütigen Tiere vor allem bei Hobbyzüchtern sehr beliebt. Ihr Bestand wird heute auf weltweit wieder 900 Individuen geschätzt. Noch unbekannt ist es, wie sie einst auf die Inseln im Pazifik kamen und aus welchen Rassen sie gezüchtet wurden. Kune-Kune haben ein dichtes Fell mit langen, weichen Borsten. Typisch sind ihre kurzen Schnauzen und die zwei seitlichen Troddeln am Halsansatz, deren Ursprung ebenfalls im Dunkeln bleibt. Über diese Zotten lässt sich nur sagen, dass es lediglich Ausstülpungen der Haut ohne eine erkennbare Funktion sind. Kune-Kune gibt es in verschiedensten Farben. Der junge Eber TAI (in der Sprache der Maori „Küste“) hat ein schwarzes Fell, während seine Partnerin UTA (steht für „Land“) ein bronzefarbenes Fell ziert. Sauen können ein Gewicht von 70 Kilogramm erreichen, Eber auch bis zu 100 Kilogramm. Ihre Schulterhöhe beläuft sich auf bis zu 60 Zentimeter bei einer Länge von ca. einem Meter. Pro Wurf bekommen sie in der Regel drei bis sieben Ferkel.

Zooschule Heidelberg 20.07.2017
Neuer Vorstand beim Trägerverein der Zooschule Heidelberg
Der gemeinnützige Trägerverein der Zooschule Heidelberg, Initiative Zooerlebnis e.V., hat einen neuen Vorstand. Dr. Ursula Lorenz (stellvertretende Vorsitzende) sowie Eike Bock (Schatzmeister) legten ihre Ämter nieder. Nachfolger sind Steffen Wörner und Christian Weigmann. Der Verein hat sich einer der Hauptanliegen moderner Zoos zur Aufgabe gemacht: Der Bildungsarbeit. Ende Mai wurden zwei langjährige Mitstreiter des „Initiative Zooerlebnis e.V.“ aus dem Vorstand verabschiedet: Fr. Dr. Lorenz, vielen noch aus der Heidelberger Kommunalpolitik bekannt (Freie Wähler), unterstützte den Verein als Gründungsmitglied der allerersten Stunde mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Auch Eike Bock stellte dem „Initiative Zooerlebnis e.V.“ seine Fachkompetenz etliche Jahre ehrenamtlich zur Verfügung und kümmerte sich als Schatzmeister um die Finanzplanung. In der letzten Mitgliederversammlung traten beide Vorstandsmitglieder zurück. Der 1. Vorsitzende Rüdiger Wenzel bedankte sich herzlich in seiner Rede bei beiden Vereinsmitgliedern für das Jahrelange Engagement. „Wir sind mit der Zooschule älter geworden und freuen uns, dass jüngere Menschen unser Engagement übernehmen und die Zooschule in die Zukunft begleiten wollen. Wir werden der Zooschule immer verbunden bleiben“, beteuern Fr. Dr. Lorenz und Herr Bock. Die Mitglieder wählten daraufhin einstimmig Herrn Steffen Wörner, Geschäftsführer des Stadtjugendring Heidelberg, als stellvertretenden Vorsitzenden sowie Herrn Christian Weigmann, Architekt aus Handschuhsheim, als Schatzmeister in den Vorstand. Der Vereinsvorstand des „Initiative Zooerlebnis e.V.“ ist somit wieder vollzählig und blickt voller Motivation in die Zukunft. Weitere Informationen zu Initiative Zooerlebnis unter www.zooschule-heidelberg.de/traegerverein-der-zooschule

Güstrower Wildpark-MV 20.07.2017
Der Sieger steht fest! – Umweltpreis der Kinder- und Jugendliteratur 2017
Kinder lieben sie: farbenfrohe und fantasievolle Bilderbücher, die sie in fremde Welten entführen. Daher stehen Bilderbücher in diesem Jahr im Fokus des Umweltpreises der Kinder- und Jugendliteratur, der alle zwei Jahre durch den Güstrower Wildpark-MV verliehen wird und mit 5.000 Euro dotiert ist. Der Umweltpreis zeichnet Bücher aus, die einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung eines verantwortungsbewussten Natur- und Umweltverhaltens bei Kindern und Jugendlichen leisten. Alle zwei Jahre wechseln die Kategorien: Sachbuch, Kinder- und Jugendbuch (Erzählende Literatur, Romane) und Bilderbuch. In diesem Jahr wird der Preis bereits zum neunten Mal verliehen. Es kamen so viele Bewerbungen wie noch nie: 20 Verlage mit 51 Bilderbüchern haben sich am Wettbewerb beteiligt. Die Jury, die sich aus Schülern sowie Erwachsenen aus unterschiedlichen fachlichen Bereichen zusammensetzt, hatte schließlich die Qual der Wahl: Welches Bilderbuch macht das Rennen? Am Ende konnte ein Buch die Jury ganz besonders überzeugen und ging als deutlicher Sieger hervor: „Pipa Lupina – Wohin mit dem Krimskrams?“ von Monika Finsterbusch und Burkhard Nuppeney. Das Bilderbuch-Abenteuer greift die Probleme rund um die Wegwerfgesellschaft und Vermüllung auf und zeigt, dass hinter vermeintlichem Plunder manchmal wahre Schätze stecken – ein ernstes Thema kindgerecht und fantasievoll verpackt. Die 5. Klasse der ecolea Internationale Schule in Güstrow hat sich im Laufe der letzten Monate intensiv mit den eingereichten Bilderbüchern beschäftigt, war ebenso Teil der Jury. An „Pipa Lupina“ gefiel ihnen besonders, dass „das Buch zum Nachdenken anregt. Es wird gezeigt, dass wir mit unserer Umwelt bewusster und verantwortungsvoller umgehen müssen und nicht alles so schnell wegwerfen sollten. Man kann aus allem etwas Schönes zaubern“, erzählt die Schülerin Charleen Pehlke. Damit steht der Sieger des diesjährigen Umweltpreises der Kinder- und Jugendliteratur offiziell fest. Bei einem Festakt im Oktober wird der Preis dann an die Autoren übergeben. Alle weiteren Informationen zum Preisbuch, den Preisträgern, der Jury etc. unter: www.wildpark-mv.de/entdecken-und-lernen/umweltpreis

Zoo Dortmund 20.07.2017
Zuwachs bei den Hirschziegenantilopen: Neues Kitz im Zoo Dortmund
Auf der Indien-Wiese im Zoo Dortmund gibt es Nachwuchs: Bei den Hirschziegenantilopen ist Mitte Juni ein weibliches Kitz geboren. Die Tiere werden bereits seit 1955 gehalten und sind damit die wohl traditionsreichste Tiergruppe im ganzen Zoo. Mittlerweile leben sie auf der Indien-Wiese zusammen mit den Axishirschen und den großen Nilgauantilopen. Obwohl seit Generationen in Menschenobhut, haben sich die Tiere eine gewisse Scheu bewahrt. Besucher werden im Auge behalten, und manchmal begibt sich die ganze Herde dann auf die andere Seite der großen Anlage. Die Verwandtschaftsbeziehungen dieser Art sind nicht ganz geklärt, wie der Name „Hirschziegenantilope“ schon vermuten lässt. Auch der Name „Sasinantilope“ ist für die Tiere in Gebrauch. Hirschziegenantilopen werden gut einen Meter lang, 80 cm hoch (Schulterhöhe) und wiegen bis zu 40 Kilogramm. Weibchen und ihr Nachwuchs sind blond bis hellbraun gefärbt. Mit zunehmendem Alter färbt sich das Dunkelbraun beim Männchen fast zu einem Schwarz. Männchen haben imposante, schraubenartig nach hinten gedrehte Hörner, Weibchen dagegen sind hornlos. Jungtiere kommen im März/April sowie zwischen August und Oktober zur Welt, in manchen Jahren zweimal. In der Natur bilden weibliche Tiere und deren Nachwuchs Herden von bis zu 50 Tieren. Die Dortmunder Herde ist mit acht Tieren deutlich kleiner. Böcke schließen sich nur außerhalb der Paarungszeit einer Herde an. Während der Paarungszeit besetzt die Männchen ein Revier und kämpfen mit den Rivalen. Wer sich für eine Patenschaft für die Hirschziegenantilopen oder die Mitbewohner auf der Indien-Anlage interessiert, kann sich wenden an Birgitt Hackenberg, Tel. (0231) 50-28576 oder bhackenberg@stadtdo.de.

Tiergarten Nürnberg 20.07.2017
Seelöwennachwuchs im Aquapark und in der Delphinlagune
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg gibt es wieder Nachwuchs bei den Kalifornischen Seelöwen (Zalophus californianus). Insgesamt wurden fünf Seelöwen geboren. In der Gruppe in der Delphinlagune waren es zwei Jungtiere, in der Seelöwengruppe im Aquapark drei Jungtiere. In beiden Gruppen wird je ein Jungtier der siebten Generation großgezogen. Der Tiergarten Nürnberg ist mit 72 aufgezogenen Jungtieren seit 1961 überaus erfolgreich in der Nachzucht der Kalifornischen Seelöwen. Die Jungtiere des Jahres 2016 sind: In der Delphinlagune (Vater: Benjamin): Sohn von Foster: Olaf (geb. 8. Juni 2017), Tochter von Blue: Elsa (geb. 15. Juni 2017) – 7. Generation. Im Aquapark (Vater: Salomon): Tochter von Ginger: Glöckchen (geb. 16. Juni 2017), Sohn von Holly: Hektor (geb. 20. Juni 2017) – 7. Generation, Tochter von Hannah: Haley (geb. 3. Juli 2017). Ungewöhnlich ist das Geburtsdatum von Haley: sie ist als erster Seelöwe überhaupt in Nürnberg erst im Juli geboren. Kalifornische Seelöwen sind Raubtiere, ernähren sich vorwiegend von Fisch und leben an der Westküste Nordamerikas. Ihr Bestand ist nach Einschätzung der Weltumweltbehörde IUCN nicht gefährdet. Seit 1994 konnte der Tiergarten Nürnberg insgesamt 45 im Tiergarten geborene Kalifornische Seelöwen in 28 Zoos weltweit abgeben, darunter sogar in einen Zoo in Kalifornien: 15 Tiere wurden an Haltungen außerhalb Europas abgeben. Das sind Zoos in Hongkong, in Japan, in Israel, in China , in den USA, und in Südkorea. In europäische Zoos gingen 19 Nürnberger Seelöwen. So nach Frankreich, in die Niederlande, nach Mazedonien, nach Spanien, nach Ungarn, nach Polen und nach Großbritannien. Insgesamt 11 Tiere kamen in deutsche Zoos wie in Stuttgart, München, Karlsruhe, Berlin (Zoo), Hannover, Duisburg, Münster, und Köln.

Zoo Zürich 20.07.2017
Neues Verpflegungsangebot im Zoo
Die neue Aussichtsterrasse mit Selbstbedienungskiosk im Zoo Zürich bietet familienfreundliche Speisen und besten Ausblick. Der Zoo Zürich hat sein gastronomisches Angebot erweitert. Der neu eröffnete «Klösterligarten» führt ein vielfältiges und familienfreundliches Angebot frisch zubereiteter Pizza und Pasta, Salate und Sandwiches, Süssspeisen und Snacks sowie eine grosse Auswahl an Getränken. Der Selbstbedienungskiosk mit grosser Aussichtsterrasse befindet sich neben dem Restaurant Altes Klösterli und bietet beste Sicht auf das Semien Gebirge mit den Dscheladas sowie ab 2020 auf die Lewa Savanne mit Giraffen und Nashörnern. Die Zoobesucher erreichen den «Klösterligarten» über einen kurzen Serpentinenweg auf dem Weg Richtung Kaeng Krachan Elefantenpark, ohne den Zoo verlassen zu müssen.
Unterstützung der Naturschutzprojekte Mit einer Konsumation im «Klösterligarten» oder in den anderen Restaurants und Verpflegungsständen unterstützen die Gäste die Naturschutztätigkeiten des Zoo Zürich. So fliessen aus allen Umsätzen der Zoorestaurants und Zooshops zwei Prozent direkt in die Naturschutzprojekte des Zoo Zürich, etwa in das Masoala-Projekt in Madagaskar oder in das Lewa-Projekt in Kenia. Die Restaurationsbetriebe des Zoo Zürich setzen weiter auf bestmögliche ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und verarbeiten soweit als möglich nur regionale, nachhaltig produzierte und saisongerechte Produkte. Unter anderem sind alle im Zoo Zürich verkauften Glacés vollständig palmölfrei. Fisch und Fleisch stammen ausnahmslos aus der Schweiz, Meerfisch, Schalentiere und Meeresfrüchte werden bewusst nicht angeboten.

Zoo Heidelberg 20.07.2017
Bildhauerworkshops: Im Sommer kreativ werden – Workshoptage Shona-Art im Zoo Heidelberg haben begonnen
Bildhauen im Zoo: Bis zum 10. September 2017 können Interessierte in diesem Jahr wieder selbst Hand anzulegen und aus dem besonders schönen afrikanischen Serpetinstein außergewöhnliche Kunstwerke schaffen. Gemeinsam mit Shona-Art Galerist Bastian Müller und afrikanischen Künstlern bietet der Zoo Heidelberg die beliebten Workshops im Zoo an. Die Künstler Edious Nyagweta, Daina Nyakudya und Tago Tazvitya aus Zimbabwe sind zu Gast im Zoo Heidelberg und führen in die Bildhauerkunst der Shona ein. Bis zum 10. September 2017 sind Kreative aller Altersklassen eingeladen, sich an den Serpentinsteinen zu versuchen und den faszinierenden Entstehungsprozess der eigenen Skulptur zu erleben. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. „Heidelberg ist für uns ein besonderer Ort. Selbst in Großstädten wie Berlin haben wir nicht so viele Teilnehmer an den Workshops,“ berichtet der Galerist Bastian Müller. In den letzten Jahren sind im Zoo kleine und größere Kunstwerke entstanden, vom perfekt geformten Steinschuh bis zum abstrakten Lebensbaum in dessen Geäst sich Vögel und Echsen begegnen. Die Steine, die die Künstler direkt aus Zimbabwe mitgebracht haben, werden ausschließlich per Hand bearbeitet. Werkzeuge werden gestellt: Mit Hammer, Meißel, Raspel und Feile können die Teilnehmer ihre ganz eigene, individuelle Shona-Skulptur erschaffen. Das teils weiche, teils harte Gestein mit den typischen vielfältigen Farbnuancen zeichnet die Besonderheit der Objekte aus. Wenn am Ende die Skulpturen mit Wachs bearbeitet werden, erhalten sie ihre typisch glänzende Oberfläche, die als Gestaltungselement eingesetzt werden kann. Die Dozenten verfügen über langjährige Erfahrung, sprechen fließend Englisch und stehen während des Workshops mit professionellem Rat und Tat zur Seite. In der Zusammenarbeit mit den zimbabwischen Künstlern erhalten die Teilnehmer interessante Einblicke in die Shona-Kunst. Die mannigfaltige Tierwelt im Zoo bietet den Teilnehmern reichlich Inspiration. Auf der Wiese in der Nähe des großen Flamingosees wurde für die Künstler ein schattiger Platz eingerichtet. Dank regendichter Zelte können die Workshops bei jeder Wetterlage stattfinden. Die Teilnahmegebühr beträgt für die ersten zwei Tage je 60 Euro. Jeder weitere Tag kostet 40 Euro. Hinzu kommen Materialkosten in Höhe von drei Euro pro Kilo Original-Serpentinstein aus Zimbabwe. Die Tage des Workshops sind frei wählbar und können aufeinanderfolgend oder einzeln gebucht werden. Eine Anmeldung zu den Workshops ist erforderlich. Einige Termine sind bereits ausgebucht. Interessenten melden sich bitte direkt bei Shona-Art unter Telefon 02302-9787428 oder bildhauen@shona-art.com. Gegen Vorlage der Buchungsbestätigung an der Kasse erhalten Teilnehmer der Bildhauerkurse freien Eintritt in den Zoo. Weitere Informationen können auch der Internetseite www.shona-art.com entnommen werden. Shona-Kunst im Zoo Heidelberg: Steinskulpturen aus Zimbabwe gehören zu den Highlights der internationalen Steinbildhauerszene. Der Zoo mit seinem alten Baumbestand, schönen Pflanzungen, Lichtungen und Teichen bildet eine würdige Kulisse für diese Kunstwerke. Zahlreiche Skulpturen namhafter Shona-Künstler sind auf dem gesamten Gelände des Zoos dauerhaft ausgestellt. Die Ausstellungsstücke stammen zum großen Teil aus der Künstlerkolonie Tengenenge, welche als Zentrum der Steinbildhauerei Zimbabwes gilt. Dazu zählen auch der Leopard, der die Zoobesucher im Eingangsbereich begrüßt und die eindrucksvoll gestaltete, über drei Meter hohe Giraffenskulptur. Sie entstand 2015 im Laufe von knapp drei Monaten aus einem über fünf Tonnen schwerer Serpentinstein unter den geübten Händen von Sidney Magengwa.

Tiergarten Schönbrunn 20.07.2017
TIERE GEHEN BEI HITZE BADEN
Nicht nur die Freibäder und Badeseen sind in diesen Tagen gut besucht, auch einige Tiere im Tiergarten Schönbrunn trotzen der Hitze im kühlen Nass. Allen voran die Eisbären Lynn und Ranzo, die sich mit einem Sprung in ihre verschiedenen Bade- und Tauchbecken erfrischen. Kaum kratzen die Temperaturen an der 30-Grad-Marke, tauchen die Wasserschweine besonders gerne im Teich ab. Durch eine große Sichtscheibe können die Besucher sie dabei beobachten. „Wie ihr Name verrät, halten sich die südamerikanischen Nagetiere oft im Wasser auf. Sie sind daran auch gut angepasst und besitzen zwischen den Zehen kurze Schwimmhäute“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Wasserschweine können minutenlang tauchen und dabei ihre Nasenlöcher verschließen. Am späten Nachmittag, wenn sich die Wasserschweine ins Haus zurückziehen, gehören die Teiche den Flachlandtapiren. Dann sind die beiden Brüder Tibor und Deszö beim Plantschen zu beobachten. Ein ähnliches Bild bietet sich bei den Wasserbüffeln. Hauswasserbüffel stammen vom asiatischen Wasserbüffel ab, der in Feuchtgebieten, Sumpfwäldern und Flusstälern lebt. Bei ihnen ist der Name Programm. „Zum Schutz vor lästigen Insekten und zur Abkühlung halten sich Wasserbüffel im Wasser oder Schlamm auf. Auch bei uns im Tiergarten suchen sie im Sommer mehrmals täglich das Badebecken auf.“ Zu Wasserratten werden bei Hitze auch ihre Nachbarn, die Panzernashörner. Sundari und Jange nehmen an heißen Tagen gerne ein Bad. Frisch abgekühlt legen sie sich zum Sonnen ans Ufer.

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