4. Zooreise 2017 – Tag 3: Der Medicus

Die Holländer waren immer noch da und wir hatten Glück noch einen Tisch im Frühstücksraum zu bekommen. Aber wir ließen die Holländer heute hinter uns. Der Tag der Abreise war bekommen, für uns und die Holländer. Wenigstens hatten wir unterschiedliche Ziele.
Für den heutigen Tag waren Besuche im Wildpark Knüll, dem Tierpark Rose (Melsungen) und dem Heimattiergarten Fulda geplant. Bei unserem ersten Besuch im Heimattiergarten war dieser für Besucher geschlossen. Allerdings kamen wir diesmal nicht einmal in die Nähe des Heimattiergarten, weil ich kurzfristig dazu entschied unsere Pläne zu ändern.
Es war ein verregneter Morgen und auf dem Weg zum Wildpark Knüll wurde es eher schlechter. Das ändert sich aber kurz vor erreichen unseres Ziels.
Der Regen verschwand und wir durften uns an Temperaturen um die 20 Grad erfreuen. Im Laufe des Tages wurde es noch schöner.
Den Wildpark haben wir bereits im letzten Jahr besucht. Den Aussichtsturm des Wildparks haben wir nicht besucht (einmal reicht). Anfänglich waren wir die einzigen Besucher, aber das änderte sich im Laufe der Zeit.
Im Wildschweingehege gab es einen etwas verstörenden Vorfall (den ich erst nicht fotografieren wollte, und als ich mich dazu durchgerungen hatte, war es zu spät, bzw. die Gelegenheit vertan) Einige Wildschweine stritten um einen toten Frischling. Dieser wurde auch verspeist (man hat sogar das Brechen der Knochen gehört). Das war kein Anblick für zartbesaitete Seelen. Vielleicht war es eine Tot- oder Fehlgeburt, weitere Frischlinge (tot oder lebendig) haben wir nicht gesehen.

Sababurg

Sababurg

Nachdem wir schneller als geplant mit dem Wildpark fertig waren entschied ich mich für einen Abstecher in den Tierpark Sababurg. Den ganzen Park wollten wir nicht durchwandern, aber am Ende wären wir länger im Park und haben nur sehr wenig nicht gesehen, u. a. die Greifvögel. Eine Fahrt mit der Parkbahn und der Besuch im Tierparkmuseum blieb allerdings auf der Strecke. Beides hatte ich mir für den nächsten Besuch zwar vorgenommen, aber diesmal vergessen. Der Tierpark wird bestimmt ein drittes Mal besucht. Es war übrigens AOK-Familientag und dementsprechend viel los. Aber der Wildpark ist groß und die Besucher hatten sich am Eingangsbereich konzentriert.
Die ursprünglich geplanten Ziele, den Tierpark schwarze Rose und den Heimattiergarten besuchten wir nicht mehr.
Bevor wir abends ins Musical gingen aßen wir im Phulkari, einem Inder gegenüber des Hotels. Dort gab es ein kleines aber leckeres Buffet und das Lokal verbreitete mehr indisches Flair als die Tandoori Hut in Eisenach. Und es war trotz der frühen Zeit gut besucht. Neben Hotelgästen gab es auch Stammgäste und alle stürzten sich auf das Buffet. Man konnte zwischen fünf Gerichten wählen (einem Lamm-, zwei vegetarischen und zwei Huhngerichten). Daneben gab es Salat und eine Tomatensuppe. Nur eine Nachspeise fehlte, aber die ersetzten wir durch ein Eis von einer der zahlreichen Eisdielen, die es in Fulda gibt.

Am Eingang des Schlosstheaters gab es einen einen kleinen Zwischenfall mit den Karten aus dem Internet. Aufgrund eines allgemeinen Betrugsverdacht konnte das Lesegerät am Eingang unsere Karten nicht lesen. Nachdem wir aber unsere Identität bewiesen hatten war alles in Ordnung. Sollte es irgendwelche Vorfälle wegen doppelter Karten oder Ähnlichem gegeben haben, so haben wir davon nichts mitbekommen.
Der Medicus war gut, aber das sind wir von Musicals der Spotlight GmbH auch gewohnt. Natürlich kein Vergleich zu Titanic, aber doch sehr unterhaltsam. Wenn man aber andere Musicals aus Fulda, wie etwa DIE PÄPSTIN oder DIE SCHATZINSEL kennt, so wird man das Gefühl nicht los, den einen oder anderen Song bereits gehört zu haben. Ähnliches kann man aber auch von den Musicals von Michael Kunze (ELISABETH, REBECCA …) behaupten.
Inwieweit das Musical der Romanvorlage entspricht, da ich bisher das Buch nicht gelesen habe.
Vor dem Schlafengehen tranken wir noch ein Gläschen Wein in der Hotellobby, ohne störende Holländer.

Wildpark Knüll
Tierpark Sababurg

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