Zoopresseschau

Zoo, Aquarium, Tierpark Berlin 28.07.2017
Ein Abenteuer für kleine Tierpfleger – Neu: Im Streichelzoo dürfen Kinder mit anpacken
Offensichtlich genießt die kleine Afrikanische Zwergziege die Aufmerksamkeit der fleißigen Nachwuchs-Tierpfleger, auch die Mongolenschafe staunen nicht schlecht. Ob streicheln, bürsten und die tierischen Hinterlassenschaften wegkehren – tatkräftige Kinder dürfen im Tierpark Berlin selbst mit anpacken, in den Alltag der Tierpfleger eintauchen und die bunte Tierwelt mit allen Sinnen erleben. Ganz wie in den berühmten Geschichten rund um den pfiffigen Tom Sawyer werden im Streichelzoo die Ärmel hochgekrempelt, jeder möchte bei der Arbeit mit anpacken. Schubkarren im Kinderformat, sogenannte Mistboys, und Putz-Bürsten stehen im Streichelzoo bereit – und die kleinen Tierpark-Besucher können es kaum erwarten. Im Anschluss dürfen sich die Kinder-Tierpfleger quer über die Hände schlecken lassen und Schafe und Ziegen mit dem am Automaten erhältlichen Futter belohnen. Pünktlich zu den großen Ferien erwartet die Besucher ein wahrhaftiges Tiererlebnis: „In einer schnellen und hoch digitalisierten Welt besteht die Gefahr den Zugang zur Natur zu verlieren. In Zoos und Tiergärten haben Menschen in der Stadt oft den ersten Kontakt mit der Welt der Tiere“, erklärt Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Solche Begegnungen mit Tieren hinterlassen gerade bei der jüngsten Generation einen bleibenden Eindruck. Die pelzigen Streichelzoo-Bewohner können sich selbstverständlich in einen nur für Tiere reservierten Bereich zurückziehen und selbst entscheiden, ob ihnen gerade nach Streicheleinheiten ist. Auch wenn gewöhnliche Ziegen und Schafe jedem bekannt sind, haben die Kinder im Streichelzoo mit echten Raritäten zu tun. Viele alte Haustierrassen sind mittlerweile vom Aussterben bedroht. Dazu zählen leider auch die Gescheckten Bergschafe, die Mongolen- und Rotkopfschafe im Tierpark-Streichelzoo. Die ursprünglich aus den Pyrenäen stammenden Rotkopfschafe wären beinahe sogar ausgestorben: Die französische Schafsrasse wurde einst quasi in letzter Minute vor dem Schlachthaus gerettet. Aus den letzten verbliebenen Tieren wurden in Zoos kleine Herden gezüchtet, erfreulicherweise fühlen sich die seltenen Rotkopfschafe im Tierpark Berlin sehr wohl. Im vergangenen Februar wurden sogar zwei rosa schimmernde Lämmer geboren. Doch warum sind viele alte Haustierrassen so bedroht? „Hauptgrund für das drohende Verschwinden dieser Rassen ist die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft seit den 50er Jahren. Durch die verstärkte Zucht einiger weniger Hochleistungsrassen wurden die nicht ganz so ertragreichen aber widerstandsfähigen Nutztierrassen verdrängt“, erklärt Tierpark-Kurator Dr. Florian Sicks. Sterben diese alten Haustierrassen aus, gehen die genetischen Reserven verloren – ganze Kulturdenkmäler verschwinden unwiederbringlich. Dabei haben diese Rassen auch heute noch eine wichtige Funktion. Der im Tierpark geborene Nachwuchs der gescheckten Berg- und Mongolenschafe unterstützt beispielsweise das Hutewald-Projekt einer sächsischen Schäferei. Bei dem mit dem Sächsischen Umweltpreis prämierten Projekt wird mit Hilfe robuster Haustierrassen das Ökosystem Hutewald (Waldweide) mit dessen ganz eigener Flora und Fauna geschützt. Fun Fact: Den Gescheckten Bergschafen mit den großen Schlappohren dürfte der Berliner Sommer aktuell gut gefallen: Die Struktur ihrer groben Wolle ist an niederschlagsreiche Gegenden angepasst.

Zoo Landau 28.07.2017
Erlebnis-Zooführung speziell für gehörlose Kinder am 27. August 2017, 15 Uhr
Erstmals bietet die Zooschule Landau in diesem Jahr eine spannende Erlebnisführung speziell für gehörlose bzw. hörgeschädigte Kinder von 6-12 Jahren an. Gemeinsam mit Diplom-Gebärdensprach-Dolmetscherin Silke Gold und Tim Schönleber, einem Pädagogen der Zooschule, werden die Kinder auf ihrem Rundgang durch den Zoo ausgewählte Tierarten näher kennenlernen und Näheres über die Arbeit des Zoos erfahren. Wo kommen die Zootiere her? Was fressen sie und wieviel? Und was brauchen sie, um sich in Menschenobhut wohlzufühlen? Viele interessante Materialien zu den Tieren zum Berühren und Bestaunen, wie z.B. Eier, Felle, Federn, Schädel und ähnliches, ergänzen den Rundgang. Es wird dabei eine kleine Überraschung für die Tiere geben. Als weiteres besonderes Highlight der Führung kommen die Kinder mit einem Zooschultier hautnah in Kontakt. Bereits seit dem Jahr 2015 gibt es regelmäßig Führungen für Hörgeschädigte im Zoo Landau. Eine Projektgruppe des „Programms zur Führungsentwicklung in Landau – ProFiL“ der Stadtverwaltung Landau hatte sich damit befasst, den Landauer Zoo zu einem „inklusiven“ Zoo auszubauen. Eine spezielle Zooführung für Gehörlose war einer von vielen Vorschlägen, die der Zoo Landau inzwischen umgesetzt hat. In diesem Jahr wird es dieses besondere Angebot auch erstmals speziell für Kinder geben. Die Führung beginnt um 15 Uhr, Treffpunkt ist im Eingangsbereich des Zoos hinter der Zookasse. Sie ist kostenlos, es ist lediglich der reguläre Zooeintritt zu entrichten. Für diese Veranstaltung ist eine Voranmeldung in der Zooverwaltung nötig. Anmeldungen nehmen wir ab sofort gerne entgegen: Tel. 06341 -137011; 137010. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Tierpark + Fossilium Bochum 28.07.2017

Einsatz gegen Meeresverschmutzung
Tierpark + Fossilium Bochum unterstützt weltweite Umweltschutz-Kampagne. Der Startschuss für die internationale Kampagne „World Aquariums Against Marine Litter“ ist gefallen. Gestern, am 27. Juli 2017, stellte EU-Umweltkommissar Karmenu Vella die weltweite Aktion im Ozeanographischen Museum von Monaco zusammen mit Fürst Albert II, dem Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms Erik Solheim und dem WAZA- Vorstandsvorsitzenden Doug Cress der Öffentlichkeit vor. Aquarienhäuser und Zoos auf der ganzen Welt haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam auf die bedrohliche Meeresverschmutzung durch Plastikmüll aufmerksam zu machen. Auch der Tierpark + Fossilium Bochum unterstützt die Kampagne. Das Thema „Plastik im Meer“ ist in diesem Jahr ein zentraler Aspekt der Bildungsarbeit im Tierpark. Bereits im Frühjahr 2017 zeigte der Bochumer Zoo in Kooperation mit dem Naturschutzbund Bochum, der Herner Organisation Projekt Blue Sea sowie der Verbraucherzentrale und dem Umweltservice Bochum eine Sonderausstellung, um Besucher über die Problematik aufzuklären und für den Schutz der Meere zu sensibilisieren. „Die Ozeane sind die Grundlage und Quelle allen Lebens. Sie sind reich an Ressourcen, aber diese sind nicht unendlich. Nicht nur Klimawandel und Überfischung, sondern vor allem auch die zunehmende Verschmutzung durch Plastik stellen eine große Gefahr für die Gesundheit der Meere und seiner Bewohner dar. Als Teil der Kampagne ‚World Aquariums Against Marine Litter‘ wollen wir durch die Stärke einer großen Gemeinschaft, die jährlich Millionen von Menschen erreicht, etwas bewegen und somit die die Zukunft der Meere sichern“, erklärt Zoodirektor Ralf Slabik. Mit seiner Erlebnisanlage „Nordseewelten“, die sowohl Seehunde und Watvögel als auch Humboldt-Pinguine beherbergt, aber auch mit seinem Aquarium, das Schwarzspitzen-Riffhaie und eine Vielzahl tropischer Korallenrifffische zeigt, ist der Tierpark + Fossilium Bochum ein wichtiger Botschafter für Meeresbewohner. Inmitten der Aquarien stellt nun eine große Vitrine das Thema Meeresverschmutzung plakativ und anschaulich dar. So gibt es beispielweise Präparate von Seevögeln und Meeresschildkröten, die sich in Plastikschnüren und – Tüten verfangen haben, als auch ein mit Kunststoffmüll gefülltes Aquarium. Gleichzeitig informiert eine Schautafel über Ursachen und Folgen, aber Mittel gegen die Plastikverschmutzung. Die Kampagne wurde ins Leben gerufen, um auf die kommende „Our Oceans“-Konferenz aufmerksam zu machen, die vom 05. bis 06 Oktober auf Malta stattfinden wird. Zum ersten Mal ist die Europäische Union Gastgeber dieser hochrangigen, internationalen Veranstaltung, die Meeresexperten auf Regierungsebene, aus der Bevölkerung und der Wirtschaft zusammenbringt. Zehn Millionen Tonnen Müll landen jedes Jahr in den Meeren. Das entspricht einer Müllwagenfüllung pro Minute oder 400 kg pro Sekunde. Millionen von Meerestieren sterben jedes Jahr durch den Abfall in den Ozeanen. In einigen Gebieten beträgt das Verhältnis von Mikroplastik und Plankton bereits sechs zu eins. Sollte sich nicht schnell etwas ändern, sind die Aussichten finster: Bis 2050 könnte mehr Plastik als Fisch in den Meeren schwimmen und 99 % der Seevögel könnte Plastik im Magen haben. Fast 100 Aquarien auf fünf Kontinenten haben sich der Kampagne „World Aquariums Against Marine Litter“ angeschlossen, die von der EU als Teil der UN #CleanSeas-Kampagne organisiert wird.
Aktuelle Informationen über die Kampagne finden Sie unter: www.ouroceans2017.org

Erlebnis-Zoo Hannover 28.07.2017
Storchennachwuchs hebt ab – Zoo-Jungvögel zur Auswilderung im NABU-Storchenkindergarten Leiferde
Sie sind startklar. Anfang Juli, kurz vor den ersten Flugversuchen, wurde der diesjährige Nachwuchs der Weißstörche Matibi und Adebar aus dem Erlebnis-Zoo Hannover in das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde bei Gifhorn gebracht – zur Auswilderung. Jetzt stehen die beiden Jungvögel kurz vor dem Abflug Richtung Süden. „Sie befinden sich meist auf dem Wiesengehege bei den anderen Weißstörchen, machen aber auch schon erste Ausflüge in die Umgebung. Im August werden sie uns höchstwahrscheinlich Richtung Süden verlassen“, so Zentrumsleiterin Bärbel Rogoschik. Die ersten Tage verbrachte das Geschwisterpaar im überdachten Storchenkindergarten des Artenschutzzentrums mit weiteren 19 Jungstörchen, die von den NABU-Mitarbeitern gepflegt werden. Nach kurzer Zeit machten sie die ersten Ausflüge, kamen zu den Fütterungen aber immer wieder zurück. Ihrem genetischen Programm und erfahrenen Störchen folgend, werden sie in Kürze nach Süden in ihr Winterquartier in Afrika fliegen. In Deutschland wird der Weißstorch auf der Roten Liste der bedrohten Vögel als „gefährdet“ geführt. Durch die intensive Landwirtschaft, den Einsatz von Pestiziden und den Rückgang seines Lebensraums seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist der Bestand stark zurückgegangen. Allein in Deutschland sank die Anzahl der Brutpaare von über 9.000 in den 1930er Jahren auf weniger als 3.000 Paare in 1988. Mittlerweile hat sich der Bestand wieder erholt: in Deutschland gibt es 4.500 Paare, weltweit 230.000. Aber die Bruterfolge reichten in vielen Regionen noch nicht, um die vielen Verluste wieder auszugleichen, so der WWF Deutschland. (http://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/weissstorch/) Neben dem Verlust seines Lebensraums lauern viele weitere Gefahren auf die Störche: Jedes Jahr nimmt das Artenschutzzentrum Leiferde Störche auf, die gegen Stromleitungen und -masten geflogen sind und Stromschläge erlitten haben, mit Fahrzeugen kollidiert sind oder Fremdkörper verschluckt haben. Die Vögel werden gepflegt und aufgezogen und dann wieder ausgewildert. Bleiben die Vögel nach dem Unfall flugunfähig, werden sie an Einrichtungen vermittelt, die die Tiere dauerhaft aufnehmen. Der Erlebnis-Zoo nahm die flugunfähigen Elternvögel Matibi und Adebar aus Leiferde auf und beteiligt sich so an der Nachzucht der gefährdeten Vögel. Dreimal hat das Zoo-Paar bereits gebrütet und Küken erfolgreich aufgezogen. Wird ihr Nachwuchs flügge, folgt der Umzug nach Leiferde zur Auswilderung. Dank der gut sichtbaren Ringe, mit denen die Tiere gekennzeichnet werden, lässt sich nachvollziehen, ob die Vögel aus dem Storchenkindergarten ihren Weg irgendwann zurück nach Deutschland finden. Matibi und Adebar im Erlebnis-Zoo haben ihr leeres Nest inzwischen aufgeräumt – und klappern schon wieder.

Zoo Leipzig 28.07.2017
Eröffnung, Filmvergnügen und Schulanfängertag – Spannende Abenteuer-Woche im Zoo Leipzig
Die kommende Woche im Abenteuer-Sommer des Zoo Leipzig hat es in sich: Am Dienstag, 1. August 2017, steht um 11 Uhr die große Eröffnung der Hochgebirgslandschaft Himalaya bevor. Die vom Aussterben bedrohten Schneeleoparden und Roten Pandas haben in den vergangenen Wochen die neuen Gehege bezogen und sich schrittweise in ihre neue Heimat eingewöhnt. Neben Leipzigs Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke und WWF Deutschland-Chef Eberhard Brandes wird auch der Architekt Peter Rasbach im Rahmen der offiziellen Zeremonie sprechen, bevor die neue Anlage geöffnet und der asiatische Lebensraum mitten in Leipzig erlebbar wird. Von 13 bis 18 Uhr beantworten die Tierpfleger stündlich Fragen rund um den neuen Gehegekomplex. Lange Zooabende mit tierischem Filmvergnügen Sommerabende mit Zoo-Öffnungszeiten bis 21 Uhr, tierisch spannende Abenteuer, kulinarische Genüsse auf der Palmensaal-Terrasse – und den Zootag vor einer großen Leinwand ausklingen lassen: Das sind die langen Zooabende am 3. und 4. sowie am 24. und 25. August im Zoo Leipzig. Neben zahlreichen Kommentierungen, Fütterungen, badenden Elefanten und spielenden Raubkatzen-Jungtieren bei den Amurtigern und Amurleoparden wird das tierische Filmvergnügen im Zoo Leipzig, das im Zooticket enthalten ist, ein weiteres Highlight im bunt gefüllten Veranstaltungsplan des Zoos. Unter freiem Himmel können die Zoobesucher um 21.30 Uhr folgende Filme sehen: am 03.08. läuft „Die lustige Welt der Tiere“, am 04.08. folgt „The Wild – Der große Trip“, am 24.08. „Nomaden der Lüfte“ sowie am 25.08. „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“. Himalaya-Tag zum Schulanfang Den Schlusspunkt der Eröffnungswoche des Himalaya-Gebirges setzt der Schulanfängertag am 5. August: Alle ABC-Schützen erhalten kostenfreien Eintritt zum Schulanfang. Drei Konzerte des sächsischen Jugend-Jazzorchesters (14/15/17.30 Uhr), Puppentheater mit Hase und Igel (16 Uhr), Tierpflegersprechstunden, Kommentierungen, Tiergesichterschminken und Zuckerfiguren gießen flankieren den Tag, bevor um 20.30 Uhr der Film „Der vergessene Panda“ von Dr. Axel Gebauer läuft und Bergsteiger Dr. Olaf Rieck um 20.45 Uhr mit seinem Vortrag zum Thema „Nepal – Königreich der Götter“ in die Welten des Himalayas entführt.

Natur-Zoo Rheine 28.07.2017
Sie sind da! – Zwergotter neu im NaturZoo
Nach der Fertigstellung der neuen Anlage für Zwergotter im NaturZoo Rheine war die Ankunft der Bewohner von den aufmerksamen Zoofreunden fast ungeduldig erwartet worden. Am späten Mittwochabend trafen sie dann ein: Drei Männchen aus dem Zoo Karlsruhe und ein Weibchen aus dem französischen Zoo Biotropica bei Rouen. Die vier bezogen – nach Herkunft getrennt – die Innenräume ihres neuen Zuhauses, die mit Schlafboxen, Sandkästen Klettermöglichkeiten und natürlich Badebecken komfortabel ausgestattet sind. Hier werden sie sich in den kommenden Tagen eingewöhnen – und auch die Tierpfleger haben so die beste Gelegenheit, ihre neuen Schützlinge gut kennen zu lernen. Die Zoobesucher können sie hier durch die Scheiben sehen – mit etwas Glück, wenn sie sich die Otter aus ihren Schlafkisten wagen. Im Laufe der kommenden Woche sollen sie dann erstmals in die Außenanlage, wo sie eine abwechslungsreiche Landschaft aus Teichen, Bachlauf, Hügeln und Höhlen bewohnen werden. Die vier Otter sind alle in Zoologischen Gärten geboren: Die sechsjährige Lenja im Zoo Wuppertal, von wo sie nach Frankreich reiste und nun wieder nach Deutschland zurückkehrte, und die gleichalten Ole, Sören und Björn im Tierpark Hagenbeck in Hamburg. Nach ihren Jahren im “Junggesellen-Club“ in Karlsruhe soll zumindest einer von ihnen nun eine ungleichgeschlechtliche Partnerschaft eingehen und dann vielleicht auch für Nachwuchs sorgen. Aber auch ohne Nachwuchs wird bei den Zwergottern immer „etwas los sein“. Die Art ist viel tagaktiver als die einheimischen Fischotter und mit einem großen Bewegungs-, Erkundungs- und Spieltrieb ausgestattet. Man darf davon ausgehen, dass die Otter schnell besondere Lieblinge bei den Zoobesuchern werden.Otter gehören innerhalb der Ordnung der Raubtiere in die Verwandtschaft der Marder. Gemeinsames Merkmal der weltweit verbreiteten 13 Otter-Arten ist die Anpassung an ein Leben im und am Wasser, erkenntlich am stromlinienförmigen Körperbau, den Schwimmhäuten zwischen den Zehen und dem dichten, wasserabweisenden Fell. Letzteres war und ist als Pelz begehrt. Die Bejagung und Lebensraumveränderungen führten zu dramatischen Bestandrückgängen: Alle Otterarten sind als bedroht auf der Roten Liste aufgeführt. Die kleinsten Vertreter ihrer Sippe sind die Zwergotter, die in Süd- und Südostasien vorkommen. Zu ihren Lebensräumen zählen auch Mangrovenwälder, wo sie Krabben, Muscheln, Schnecken und Fische jagen. Sie sind geselliger als andere Otterarten; Familienverbände können mehr als 10 Tiere umfassen.

Güstrower Wildpark-MV 28.07.2017
Ein Erlebnis für die ganze Familie – Wildpark-MV erneut als familienfreundliche Einrichtung ausgezeichnet
Gemeinsam mit der Familie einen rundherum gelungenen Tag erleben? Im Güstrower Wildpark-MV ist das möglich. Was die Besucher bereits wissen und schätzen, hat der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) mit dem Qualitätssiegel „Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität“ abermals unterstrichen. „Wir freuen uns, dass wir erneut ausgezeichnet wurden und uns für weitere drei Jahre mit dem Qualitätssiegel zieren können. So reihen wir uns in die Vielzahl von familienfreundlichen Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern ein, die unser Bundesland noch attraktiver machen. Darauf können wir stolz sein“, so Maren Gläser, Marketing-Leiterin des Parks. Eine unabhängige Jury hatte den Wildpark-MV anhand eines Kriterienkatalogs auf Herz und Nieren geprüft und vor allem geschaut: Was hat sich seit der letzten Zertifizierung getan? Besonders gut kamen an: die zahlreichen Angebote zum Spielen und Entdecken wie der Abenteuerspielplatz, der Streichelzoo, der Wasserspielplatz, das Bodenlabyrinth und der Kletterpfad, aber auch die abwechslungsreichen Bildungsangebote haben überzeugt. „Bei uns können die Kinder zudem tolle Geburtstage und Feste wie den Kindertag feiern, wir bieten Kindermenüs in der Gastronomie an, es gibt Wickeltische, kostenlose Parkplätze und WCs, eine Bollerwagen-Ausleihe und vieles mehr. All das ist für uns selbstverständlich. Dennoch nehmen wir Tipps und Hinweise, sowohl von der Jury als auch von unseren Gästen, gern auf, damit wir uns stetig weiterentwickeln können“, betont Maren Gläser. So wurden seit der letzten Zertifizierung verschiedene Neuerungen eingeführt. Besonders beliebt: Die Kleine Futterrunde täglich um 11 Uhr bei Frettchen, Meerschweinchen und Co., bei der die kleinsten Besucher sogar selbst füttern dürfen. Seit diesem Jahr steht zudem erstmals ein Sommerferien-Programm für Kinder auf dem Plan und sorgt für spaßige, aber auch lehrreiche Stunden im Wildpark-MV.

Vivarium Darmstadt 28.07.2017
Zoo Vivarium stellt erstmals Binturong als Präparation für das Frankfurter Senckenberg Naturmuseum zur Verfügung / Stadtkämmerer Schellenberg: „Seltene exotische Tiere für Forschungs- und Lernzwecke für die Nachwelt erhalten“
Im Darmstädter Tiergarten leben Binturongs, die umgangssprachlich auch Maderbären genannt werden. Es handelt sich dabei um eine seltene dämmerungsaktive Raubtierart aus der Familie der Schleichkatzen. Ihre Heimat ist Südostasien. Im Juli 2014 verstarb im Vivarium das Weibchen „Nita“. Der Zoo hat den Körper nun dem Frankfurter Senckenberg Naturmuseum zur Präparation und Ausstellung zur Verfügung gestellt. „Verstirbt ein Tier im Vivarium fragen wir das Senckenberg Museum an, ob Interesse besteht, dieses für die Bildungseinrichtung zu präparieren. Dies gilt besonders für exotische Tiere, da diese selten sind und somit für die Forschung als auch zu Lernzwecken für die Nachwelt erhalten werden können“, erklärt Stadtkämmerer André Schellenberg. „So auch im Fall von ‚Nita‘, die in unserem Zoo am 8. September 1995 geboren wurde und in einem respektablen Alter von 19 Jahren gestorben ist. Binturongs erreichen maximal ein Lebensalter von 25 Jahren. Gleichzeitig ist mit ‚Nita‘ auch das erste Säugetier aus dem Darmstädter Zoo präpariert worden.“ Udo Becker aus der Abteilung Zoologische Präparation des Senckenberg Naturmuseums hat sich „Nita“ bereits angenommen. Die Herausforderung für die körperliche Erhaltung lag in der Exotik dieser Tierart. Im Internet als auch in der Fachliteratur ist wenig über Binturongs zu finden. Für ein naturnahes Präparat ist es jedoch wichtig, die arttypische Anatomie und den Bewegungsablauf des Tieres zu kennen. Becker besuchte daher das aktuell im Darmstädter Zoo lebende Binturong-Paar, um unter anderem die spezielle Pupillenform und Irisfärbung der Augen festzustellen. Die gegerbte Haut von „Nita“ ist das einzige original erhaltene Körpermaterial des Präparats. Wer sich die Umsetzung des präparierten Binturongs anschauen möchte, kann „Nita“ in der Ausstellung des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt, Senckenberganlage 25, in Vitrine Nummer 6 des Säugetier-Saales besuchen.

Zoo Heidelberg 27.07.2017
Ringelschwänziger Nachwuchs in Aussicht – Zoo Heidelberg hofft auf Nachwuchs bei Ringelschwanzmungos
Mitte Mai zog ein neuer Mann in den Zoo Heidelberg. Das Ringelschwanzmungo-Männchen „Fred“ kam am 12. Mai aus Berlin. Die Zusammenführung mit dem Weibchen „Rici“, das bereits seit 2010 in Heidelberg lebt, wurde schrittweise durchgeführt. Das achtjährige Weibchen zeigte sich zunächst sehr dominant gegenüber dem jungen Männchen. Kleinere Jagdszenen in dem Gehege geben jedoch keinen Anlass zur Sorge, wie Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg berichten kann: „Es ist ein eher spielerisches Jagen und „Ankeckern“, mit dem das Weibchen dem Männchen klar macht, wer hier die Dame im Haus ist. Das Männchen ist nicht so dominant und zeigt sich wenig beeindruckt, sodass sich die beiden inzwischen aneinander gewöhnen und sich langsam näherkommen. Zudem ist „Fred“ ein sehr aktives Tier und scheint neugierig auf alles Neue. Er liebt offensichtlich die angebotenen Beschäftigungsmaterialien im Gehege und ist auch sehr an „Rici“ interessiert.“ Heidelberg kann bereits auf Erfolge in der Zucht der kleinen Raubtiere zurückblicken. Vor drei Jahren zog jedoch das letzte Männchen aus Heidelberg in den Zoo Köln. Mit „Fred“ wächst daher nun die berechtigte Hoffnung auf Nachwuchs bei diesen Madagaskar-Mangusten, die weltweit nur in acht Zoos gehalten werden. Ringelschwanzmungos zählen eindeutig zu den schönsten Raubtieren und sind im östlichen, nördlichen und westlichen Madagaskar verbreitet. Ihr Bestand ist, wie bei allen waldbewohnenden Arten auf Madagaskar, durch die Zerstörung ihres Lebensraums bedroht. Zudem stellen eingeschleppte Tiere wie Hauskatzen eine Gefahr für die Ringelschwanzmungos dar. Im Zoo Heidelberg können die Besucher die zierlichen Raubtiere mit dem rötlichbraunen Fell direkt neben den ebenfalls auf Madagaskar beheimateten Fossas beobachten. Die Gehege finden die Besucher hinter der begehbaren Voliere des Küstenpanoramas. Die vorrangig tagaktiven Raubtiere mit dem namensgebenden Ringelschwanz ernähren sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren, Insekten, Schnecken und Eiern. Mit einer Größe von 30 bis 38 Zentimeter Kopfrumpflänge und dem buschigen, abwechselnd rotbraun und schwarz gefärbten Schwanz sind sie in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag am aktivsten.

Tierpark Hagenbeck 27.07.2017
Weltweite Aktion – Hamburg ist dabei
„Aquarien sind wie das Fernsehen der Ozeane. Sie bieten aktuelle Nachrichten, Dokumentationen und geschichtlichen Einblick gleichermaßen“, sagte der Kommissar für Umweltschutz des Europäischen Parlaments, Karmenu Vella, bei seiner heutigen Ansprache zum Start der weltweiten Kampagne „Aquarien der Welt gegen Müll in den Meeren“. Gerade im Sommer, wenn Millionen Menschen weltweit die Aquarien besuchen, sei es wichtig und richtig auf die Umweltverschmutzung in den Ozeanen aufmerksam zu machen, so Vella weiter. Gemeinsam mit Fürst Albert von Monaco, Eric Solheim, Umweltbeauftragter der UN und Doug Cress, Vorsitzender der WAZA (World Association of Zoos and Aquariums), eröffnete er am 27. Juli die weltweiten Aktionswochen der Initiative #OurOcean. Sie finden ihren Höhepunkt in der vierten globalen Versammlung, die am 5. und 6. Oktober erstmals auf europäischem Boden stattfindet. Der diesjährige Gastgeber der internationalen Zusammenkunft von Politkern, Geschäftsleuten, Wissenschaftlern und engagierten Privatleuten ist Malta. Rund um den Globus nehmen mittlerweile gut 100 Aquarien daran teil; Hamburg ist mit dem Tropen-Aquarium Hagenbeck Teil der Aktionskette. Wir machen darauf aufmerksam, dass jährlich 10 Millionen Tonnen Müll im Meer landen. Das entspricht einem Müllwagen in der Minute oder 400 Kilogramm in der Sekunde. Bereits jetzt sterben jährlich Millionen von Meereslebewesen als Folge der Vermüllung. Mit unserer Teilnahme an der Kampagne wollen wir aufzeigen, was jeder einzelne in seinen täglichen Abläufen unternehmen kann, um dem Müllwahnsinn Einhalt zu gebieten. Hagenbeck bricht das globale Thema auf die lokale Situation herunter. Wir werden vor den Herbstferien gemeinsam mit der Li-Zooschule und verschiedenen städtischen Unterstützern Schulklassen zum Müllsammeln an den Elbstrand einladen.

Tiergarten Nürnberg 27.07.2017
Neue Wohngemeinschaft bei den Eulen
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg gibt es eine neue Eulenart zu sehen: Bei den Bartkäuzen (Strix nebulosa) in der Nähe – westlich – des Dickhäuterhauses sind Sperbereulen (Surnia ulula) eingezogen. Es gibt auch wieder Nachwuchs bei den Bartkäuzen. Die beiden Jungvögel sind am 25. und 27. Mai 2017 geschlüpft. Ehemals waren in dieser Vogelanlage drei Arten untergebracht. Der Bestand wurde jedoch auf eine Art reduziert, um den Bartkäuzen den gesamten Raum bieten zu können. Doch es galt dem Artenschwund im Tiergarten entgegenzuwirken. Nach dem Vorbild des Vogelparks Olching (bei München) und dem Opel-Zoo in Kronberg (Taunus) kamen daher Sperbereulen mit in die Anlage. Beide Eulenarten leben in den Tundra- und Waldgebieten nahe des Polarkreises in drei Erdteilen: Europa, Asien und Nordamerika. Da es dort im Winter kaum hell, im Sommer aber auch kaum dunkel wird, sind beide Arten sowohl tag- als auch nachtaktiv. Der Neubesatz durch die wesentlich kleineren Sperbereulen wurde durch einen Umbau ermöglicht, der mit kräftiger Unterstützung des Ladies‘ Circle 30 aus Nürnberg umgesetzt werden konnte. So wurde die gesamte Voliere mit einem neuen, feineren Maschendraht überzogen. Dies war nötig, weil die Bartkäuze seit dem Abgang der Uhus unerwünschten nächtlichen Besuch durch streunende Hauskatzen und Marder erhielten. Diese konnten den großen Eulen zwar nichts anhaben, störten sie aber so sehr, dass sie nicht mehr brüteten. Nach Umbau und Vergesellschaftung blieb der Erfolg nicht aus. Die Bartkäuze zogen auf Anhieb zwei Jungvögel auf. Die kleinen Bartkäuze hüpfen bereits seit einem Monat durch die Volieren und können jetzt auch schon etwas fliegen. Bei den Sperbereulen gab es ein leider nur ein unbefruchtetes Gelege, was aufgrund des geringen Alters des Männchens von erst einem Jahr jedoch nichts Ungewöhnliches ist.

Kölner Zoo 27.07.2017
Erstmals Nachwuchs bei den Gelbgebänderten Philippinenbindenwaranen im Terrarium des Kölner Zoos
Eigentlich waren es traurige Umstände, als die ersten Gelbgebänderten Philippinenbindenwarane (Varanus cumingi) in den Kölner Zoo kamen: nämlich 2010 im Rahmen einer großen Beschlagnahmung von aus den Philippinen nach Deutschland geschmuggelten Reptilien. Der Kölner Zoo half mit, einige der seltenen, nur auf den Philippinen lebenden Großechsen bei sich aufzunehmen. Er schaffte dafür extra neue Anlagen hinter den Kulissen des Terrariums und im Schaubereich – gleich neben der zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Fertigstellung befindlichen, neuen Philippinenkrokodilanlage. Leider stellten sich die heranwachsenden Gelbgebänderten Philippinenbindenwarane aber allesamt als männlich heraus, sodass zunächst nicht auf Nachwuchs gehofft werden konnte. Erst der Tausch eines Männchens gegen ein Weibchen aus einem anderen Zoo führte im Oktober 2016 zu ersten erfolgreichen Verpaarungen im Kölner Zoo. Das erste Gelege wurde am 16. November 2016 abgesetzt. Die ersten jungen Gelbgebänderten Philippinenbindenwarane erblickten zwischen dem 22. und 27. Mai 2017 das Licht der Welt. Insgesamt schlüpften aus dem ursprünglich acht Eier umfassenden Gelege fünf quirlige Jungtiere. Drei Eier erwiesen sich leider als unbefruchtet. Beim Schlupf wogen die Jungen 31 bis 36 g und hatten schon eine Gesamtlänge von über 32 cm. Weitere neun Eier aus einem später (14. Mai 2017) abgelegten Gelege harren derzeit noch in der Brutmaschine bei etwa 29 bis 31,5 °C ihres Schlupfes. Die Europäische Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA) hat erst vor kurzem ein Nachzuchtprogramm für diese bedrohte Art ins Leben gerufen. Diverse europäische Zoos haben bereits Interesse bekundet, den Kölner Nachwuchs zu übernehmen. Erst werden die Jungen aber noch im Kölner Zoo aufgezogen, bevor sie zum Jahreswechsel in andere Zoos umziehen. Für kurze Zeit ist der Nachwuchs nun im Terrarium des Kölner Zoos zu sehen. Professor Theo B. Pagel, Direktor des Kölner Zoos: „Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Behörden in Sachen Artenschutz, denn die beschlagnahmten Warane wurden über das Bundesamt für Naturschutz bei uns eingestellt. Moderne Zoos tragen so wesentlich mit dazu bei, bedrohte Arten aufzufangen und zu erhalten.“ Waran-Experte Prof. Dr. Thomas Ziegler vom Kölner Zoo, der auch Mitglied der Waranspezialistengruppe der IUCN ist: „Wenn beschlagnahmte Tiere ein neues Zuhause finden, aufgepäppelt werden können und sich dann schlussendlich sogar noch erfolgreich vermehren und so die Basis für ein Erhaltungszuchtprogramm bilden, ist das sowohl für die Tierpfleger als auch Tiergarten-Zoologen immer ein ganz bewegender Moment. Dann wissen wir, dass sich alle Investitionen gelohnt haben und wir es richtig gemacht haben.“

Zoo Salzburg 27.07.2017
Zoo Salzburg: In der ersten Augustwoche ist tierisch viel Spaß für Kinder angesagt!
Am Dienstag, 1. August, werden ab 8.45 Uhr den Ferienkids Mini verschiedene große und kleine „Krabbel- und Kriechtiere“ bei der zweistündigen Zootour vorgestellt. Spannend wird´s zu erfahren, wie viele Beine Insekten haben, wie sich die Haut einer Bartagame ­­­­anfühlt oder wie lange ein Kaiman ohne Luft zu holen unter Wasser bleiben kann. Am Mittwoch, 2. August, findet die erste Schreibwerkstatt für Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren statt. Von 9 bis 12 Uhr wird das Maushaus im Zoo Salzburg zum literarischen Zentrum. Unter der Leitung von Franziska Lipp sollen sich junge Kreative heitere Geschichten rund um Mäuse ausdenken und niederschreiben. Die richtige Rechtschreibung steht bei der Schreibwerkstatt ausnahmsweise einmal nicht im Vordergrund. Am Donnerstag, 3. August, geht’s auf eine abendliche Erkundungstour für Kinder durch den Zoo. Beim Kinderabendzoo von 19 bis 20.30 Uhr ist viel Spaß garantiert: Mithilfe von spannenden und lustigen Quizfragen wird gemeinsam herausgefunden, welche Tiere an diesem Abend besucht und mit einem Betthupferl überrascht werden. Für die jeweiligen Kinderführungen wird um Anmeldung gebeten unter erlebnis@salzburg-zoo.at oder +43 (0) 662/820176-0. Führungen finden bei jedem Wetter statt!

Erlebnis-Zoo Hannover 27.07.2017
Dauerregen im Regenwald
Eröffnung der neuen Themenwelt Afi Mountain verschiebt sich auf 11. August. Natürlich regnet es im Regenwald. Wie sein Name schon sagt. Aber nur stundenweise – und nicht dauerhaft, wie in den letzten Tagen und Wochen im neuen Regenwald-Gebiet im Erlebnis-Zoo Hannover. Genau dieser Stark- und Dauerregen verzögert nun die Endspurt-Arbeiten an der Themenwelt Afi Mountain, sodass sich die Eröffnung des neuen Regenwaldreiches im Erlebnis-Zoo um knapp eine Woche auf den 11. August verschiebt. „Der Beton hat zurzeit einfach keine Chance zu trocknen und besonders die filigranen Arbeiten an dem Netz der Vogelvoliere können in dem Dauerregen immer nur kurzfristig ausgeführt werden“, bedauert Zoogeschäftsführer Andreas M. Casdorff. Ab Freitag, 11. August, können Besucher das neue Regenwaldreich im Erlebnis-Zoo erobern – dann führt der Weg von der Feuchtsavanne durch den Regenwald bis hinauf auf die Spitze von Afi Mountain, vorbei an Schimpansen, Drills, Brazza-Meerkatzen, Afrikas bunter Vogelwelt und den beeindruckenden Gorillas. Die Endspurtarbeiten hält der Zoo in seinem Bautagebuch unter www.erlebnis-zoo.de fest.

Zoo Augsburg 27.07.2017
Ganz neu im Zoo erhältlich: Der Kinderzooführer
Ein Zoo erfüllt einen wichtigen Beitrag zum Thema Umweltbildung, gerade und besonders auch für Kinder. Daher bestand seit langer Zeit der Wunsch zu diesem Zweck einen Kinderzooführer aufzulegen, der spielerisch und unterhaltsam die Themen Artenschutz und Zoologie aufgreift. Wir sind daher sehr dankbar, dass Frau Cornelius mit Mira König und den Tierfreunden der Wittelsbacher Grundschule das Thema aufgegriffen hat und in Zusammenarbeit mit dem Zoo Augsburg und der Zoopädagogischen Abteilung einen solchen Kinderzooführer entwickelt haben. Darin sind viele Informationen zu finden, aber auch Rätsel zu lösen und Platz zum Malen. Ein tolles Projekt und vielen Dank seitens des Zoos an die Initiatoren. Ab sofort ist dieses „Forscherheft für Kinder“ für 3,50 € an der Zookasse erhältlich.

Zoo Magdeburg 26.07.2017
Gestatten, „Stormi“ – das Sturmkind: Geburt und Aufzucht eines Sibirischen Tigers
„Freud und Leid“ liegen bekanntlich dicht beieinander. Kurz bevor die Tigeranlage vom Sturmtief „Paul“ am 22. Juni 2017 stark verwüstet wurde, ereignete sich im Tigerhaus ein „kleines Wunder“. Die vierjährige Amurtigerin Kimberly brachte zwei Jungtiere zur Welt: ein Kater und eine Katze. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, dass Kimberly mit der Aufzucht ihres ersten Wurfes überfordert war. Leider verstarb der kleine Kater direkt nach der Geburt, jedoch „Stormi“ – so der Name der kleinen Tigerkatze – war kräftig genug und wurde in die Handaufzucht genommen. Petra Oppermann, unsere erfahrene Zootierpflegerin bei den Großkatzen, fungierte sofort als „Ersatzmutter“ und zieht „Stormi“ fürsorglich „rund um die Uhr“ auf. Zoobesucher können „Stormi“ mit etwas Glück im Schaubereich des Großen Ameisenbärenhauses beobachten, denn dort wurde extra eine „Tiger-Kinderstube“ eingerichtet. Die kleine Tigerkatze ist von 11-12 Uhr und von 15-16 Uhr dort meistens zu sehen, es sei denn, die Ersatzmutter ist mit ihrem Pflegling nicht im Zoo. Daten der Sibirischen Tiger – Amur, geb. am 12.04.2013 im Zoo Nordens Ark (Schweden), seit 10/2014 in Magdeburg – Kimberly, geb. am 29.05.2013 im Zoo Zlin (Tschechien), seit 30.01.2015 in Magdeburg – Stormi, geb. am 22.06.2017 im Zoo Magdeburg (Handaufzucht)

Tierpark Nordhorn 26.07.2017
Gratisführungen im Tierpark und Hutewald – Das Leben der Honigbiene
Im Lehrbienenhaus im Tierpark Nordhorn zeigt der Kreisimkerverband Grafschaft Bentheim auf anschauliche Weise die traditionelle Imkerei und betreut dort zu Anschauungszwecken mehrere Bienenvölker. Die kommende Gratisführung am Samstag, 05. August, widmet sich ganz diesem Teil des Tierparks. Imker Rainer Drescher stellt allen interessierten Besucher während der Gratisführung das Bienenhaus und den angeschlossenen Schleuderraum vor. Auch die Arbeit eines Imkers wird in Theorie und Praxis thematisiert. Die Themenführung beginnt um 14.30 Uhr am Eingang des Zoos. Die Teilnahme ist kostenlos, lediglich der Eintritt muss entrichtet werden.
Auch im Bentheimer Hute- und Schneitelwald findet am Sonntag, 06. August wieder eine der beliebten Gratisführungen statt. Der Sommer lädt geradezu zu einem Spaziergang in diesem belebten Waldstück ein. Die Naturschutzranger werden allen Interessierten den historischen Wald und seine tierischen Bewohner näherbringen. Ob diese in dem 26 Hektar großen Gebiet zu sehen sind ist dabei allerdings immer ein Glücksspiel. Start der zweistündigen Führung ist um 14:30 Uhr am Brunnen vor dem Kurhaus (Am Bade 1, Bad Bentheim).

Zoo Köln 26.07.2017
Wasser ist Leben: Kölner Zoo zeigt mit außergewöhnlichem Video seine Tiere beim Trinken
Was haben Kölns Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel, Elefantenbulle „Rajendra“, Löwendame „Gina“ und Poitou-Esel „Jacques“ bei aller Unterschiedlichkeit gemeinsam? Sie brauchen Wasser zum Leben. „Wasser ist unser gemeinsames Elixier. Wir allen müssen trinken“, erklärt Theo Pagel. „Umso wichtiger ist der Schutz der natürlichen Ressourcen. Mensch wie Tier müssen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Sonst ist auf der Erde kein Leben möglich.“ Der Kölner Zoo setzt beim Betrieb seiner Tier- und Besucheranlagen auf moderne Wasser- und Energiespartechniken. „Wir wollen die natürlichen Ressourcen so gut es geht schonen. Zugegeben: In einem Zoo mit seinen ganzjährig geöffneten Warmhäusern und ,eigenwillig‘ agierenden Protagonisten wie Gorilla oder Giraffe ist das nicht immer ganz einfach. Aber mit Einfallsreichtum und dem tollen Engagement unserer Mitarbeiter schaffen wir das dennoch“, sagt der Kaufmännische Zoovorstand Christopher Landsberg. Aktuell treibt der Zoo innovative technische Lösungen im Bereich der Abwasserentsorgung voran. Als Bestätigung ist der Kölner Zoo jüngst vom Landesumweltministerium mit dem Prädikat „Ökoprofit-Betrieb“ ausgezeichnet worden. Der Kölner Zoo zeigt seine Tiere in dem Video-Clip in ungewöhnlicher „Von unten nach Oben“-Perspektiv aus wenigen Zentimetern Nähe. Zoo-Mitarbeiter haben dafür eine Kamera auf dem Boden eines Trichters montiert. Die Konstruktion wurde anschließend mit Wasser befüllt und in die einzelnen Anlagen gestellt. Herausgekommen sind eindrucksvolle Bilder exotischer Tiere und ihrer verschiedenen Trinktechniken. Zu sehen sind u.a. Löwe, Tiger, Trampeltier, Bonobo, Elefant, Bison, Onager, Tapir, Waschbär sowie der FC-Geißbock Hennes VIII. – und damit die volle Tiervielfalt des Kölner Zoos, der einer der artenreichsten Deutschlands ist. Wer sich das Video anschaut, stellt fest: Tiere nehmen auf unterschiedliche Art Wasser auf. „Der Elefant führt das Wasser mit dem Rüssel zum Maul. Unsere Katzen dagegen bauen mit der Zunge eine Wassersäule auf, aus der sie dann die benötigte Menge abschöpfen. Wiederum ganz anders machen es die Vögel. Manche davon schöpfen Flüssigkeit, indem sie ihren Kopf nach oben strecken und das Wasser so in die Speiseröhre fließen lassen.“ Es gibt weitere große Unterschiede im Trinkverhalten – je nach Tierart und ihren individuellen Bedürfnissen ist die Bandbreite enorm. Prof. Pagel: „Elefanten brauchen zwischen 100 und 150 Liter am Tag. Trampeltiere dagegen kommen lange Zeit ohne aus. Wenn sie dann aber die Chance zum Trinken haben, können sie sich in nur 15 Minuten mit 200 Litern druckbetanken.“ Wieder anders machen es die ebenfalls im Video zu sehnenden Bonobos. Sie nehmen mehr als 90 Prozent des täglichen Wasserbedarfs über die Nahrung auf. Wasser trinken sie kaum.

Otter-Zentrum Hankensbüttel 26.07.2017
Ausbildung zum „OTTER SPOTTER “ im OTTER-ZENTRUM – Wochenendseminar zu Biologie und Spurenkunde des Fischotters
Die Aktion Fischotterschutz e. V. organisiert in jedem Jahr eine ehrenamtliche Fischotter-Erhebung im Rahmen des Projektes „Informations System Otter Spuren“ (ISOS). Diese Erhebung erfolgt nach einer festgelegten Methode – der Europäischen Standard Methode – und an ausgewählten Suchstrecken innerhalb Deutschlands. Gesucht wird nach Fischotternachweisen in Form von Trittsiegeln und Kot. Voraussetzung zur Mitarbeit ist eine Schulung, die wir im September eines jeden Jahres anbieten. Während eines Wochenendes werden Grundlagen und Kenntnisse zur Biologie und zum Verhalten der Fischotter, aber auch zur Methode der Spurensuche bis hin zum Erkennen von Kot und Trittsiegeln vermittelt. Die kommende Schulung findet am 16. und 17. September von jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr im OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel statt. Am ersten Seminartag stehen neben Körperbau, Ernährung, Sozialverhalten und Fortpflanzung auch Informationen zur Verbreitung, Bedrohung und zum Schutz des Otters auf dem Programm. Und natürlich können die Teilnehmer die Tierart im OTTER-ZENTRUM auch leibhaftig kennenlernen. Am Sonntag wird das Erkennen von Fischotterspuren in Theorie und Praxis anschaulich vermittelt und die Onlineplattform „OTTER SPOTTER “, auf der jeder eigene Funde online melden kann, vorgestellt. Derart gerüstet haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, sich am bundesweiten Programm zur Erfassung von Fischottern zu beteiligen. Das Seminar richtet sich an Naturinteressierte, Behördenvertreter, Jäger und Kartierer.

Allwetterzoo Münster 26.07.2017

Blätterzupfen für Gorilla, Giraffe & Co. im Allwetterzoo Münster – Ehrenamtliche Helfer vom Zooverein Münster unterstützen den Allwetterzoo mit Muskelkraft und guter Laune
Die gesunde Ernährung der Zootiere ist ein wichtiges Thema im Allwetterzoo Münster. Daher stehen zum Beispiel bei einigen Affenarten frische Blätter auf dem Speiseplan. Im Sommer ist das überhaupt kein Problem. Überall im Zoo stehen Sträucher und Bäume, die genügend Grün haben. Doch woher bekommt der Zoo eigentlich im Winter die frischen grünen Blätter für Gorilla, Vari und Co.? Die Lösung ist einfach, aber mit viel Muskelkraft und vor allem vielen, fleißigen Händen und Helfen verbunden. Bereits im Sommer werden die grünen Blätter geerntet und damit sie frisch bleiben, tütenweise eingefroren. Je mehr Blätter geerntet und somit eingefroren werden, umso besser ist die Versorgung der Tiere im Winter. Ein riesiger Aufwand also, der für den Zoo alleine aus zeitlichen und personellen Gründen kaum realisierbar wäre. Daher ist der Allwetterzoo sehr froh, dass zahlreiche freiwillige Helfer aus dem Zoo-Verein in diesem Jahr bereits beim Blätterzupfen geholfen haben und somit in kürzester Zeit gute 3.000 kg Blätter geerntet und eingefroren werden konnten. An bislang drei Wochenenden fand die „Blätterzupf-Aktion“ auf dem Zoogelände statt. Die Blätter von Weide, Haselnuss und Eiche wurden sorgsam von Zweigen und Ästen getrennt und in Säcken verpackt. Diese werden dann in einem Vakuum dicht verschlossen und eingefroren. Im Winter freuen sich insbesondere Gorillas, Guerezas und Giraffen über die köstlichen Blätter, die dann portionsweise und schonend wieder aufgetaut werden. Insgesamt 1.000 Säcke mit Blättern wurden bisher gezupft, so dass bei der Winterfütterung alle auf ihre Kosten kommen können. Am 29. Juli findet die vierte und vorerst letzte „Blätterzupf-Aktion“ statt, für die sich bereits jetzt schon zahlreiche Helfer aus dem Zooverein gemeldet haben.

Tierpark Berlin 26.07.2017
Eine Nacht mit wilden Tieren – Tierpark Berlin bietet erstmals ein Übernachtungscamp an
Schnarchen Hirsche? Wie weit hört man das Gebrüll der Tiger? Wer zwischen 8 und 12 Jahren ist, hat die Chance das bei einem einmaligen Erlebnis herauszufinden: Beim diesjährigen Ferienprogramm können die Teilnehmer unter anderem eine aufregende Nacht inmitten wilder Tieren verbringen. In den Sommerferien bieten Zoo und Tierpark Berlin wieder ein kunterbuntes Ferienprogramm an. Erfahrene Guides sorgen für viel Spaß, Spannung und interessante Informationen rund um die Tiere. Das Programm richtet sich ausschließlich an Kinder – Eltern dürfen ihre freie Zeit genießen. Dienstag, 8. August 2017 „Tierbeschäftigungstag“ Nicht nur Kinder wollen spielen. Auch die Tiere des Tierparks freuen sich über kleine Knobelaufgaben und versteckte Leckereien. An diesem Tag ist eure Kreativität gefragt, denn wir wollen zusammen unseren Tierparktieren den Alltag versüßen. Warum das absolut wichtig ist, erfahrt ihr am Tierbeschäftigungstag. Kosten: 20 €/pro Kind Tickets nur im Vorverkauf an den Jahreskartenkassen (an beiden Eingängen) erhältlich 3 Reservierungen pro Person möglich. Reservierte Tickets müssen mind. 3 Tage nach der Reservierung abgeholt werden. Wann: von 9.00 Uhr – 13:30 Uhr Donnerstag, 10. August 2017/ Freitag, 11. August 2017 „Indientag“ Alle Kinder mit Fernweh kommen am 10. August 2017 auf ihre Kosten: Das Indien-Programm ermöglicht euch Einblicke in die Tierwelt und Kultur dieses vielseitigen Landes. Krönendes Highlight ist ein abenteuerliches Übernachtungscamp. Und wer wollte nicht schon immer einmal im Tierpark übernachten? An diesem Tag wollen wir nicht nur indischen Spielen und Mythen auf den Zahn fühlen, sondern auch bei Lagerfeuer Geschichten austauschen und bei einer abendlichen Führung durch den Tierpark erforschen, welche indischen Tiere abends noch aktiv sind, bevor wir uns dann selbst in unsere Schlafsäcke zurückziehen. Bringt bitte für das Übernachtungscamp Isomatte und Schlafsack mit, falls vorhanden. Für Kinder ohne dieses Equipment werden Isomatte und Schlafsack gestellt. Eure Schlafsachen und Zahnbürste sollten natürlich auch nicht fehlen.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 26.07.2017
Geburt bei den Kalifornischen Seelöwen – Die kleine Samantha macht große Fortschritte
Mit großen runden Augen betrachtet Samantha derzeit ihre Welt. Noch ist alles neu für das kleine Seelöwenbaby, das am 25. Juni in der Wilhelma in Stuttgart das Licht der Welt erblickt hat. Hatte sie die ersten Tage im Innengehege verbracht, erweitert sich ihr Horizont inzwischen rasch. Beinahe täglich schafft sie es jetzt, eine weitere Felsstufe auf der Außenanlage zu erklimmen. Denn sie wächst schnell. Ihr Geburtsgewicht von rund sieben Kilo hat sich bereits im ersten Lebensmonat verdoppelt. „Samantha lernt flott“, berichtet Tierpflegerin Miriam Schaper, „in dem kleinen Becken des Innengeheges hat sie sich schon einmal ins Wasser gewagt. Und jetzt folgt sie den erwachsenen Seelöwen immer öfter zur Fütterung nach draußen – auch wenn sie noch etwas wacklig auf den Flossen ist.“ Dabei hat der Säugling derzeit noch nichts von den fliegenden Fischen der beliebten Schaufütterungen. Die Kleine ernährt sich anfangs ausschließlich flüssig – von der reichhaltigen Milch ihrer Mutter, der 15-jährigen Mercedes. Vater ist der einzige Mann im Becken, der elfjährige Unesco. Zu dem Harem gehören noch seine Damen Evi, Bella, Suzan und Lucy. Die Tierpfleger der Wilhelma gewöhnen das Jungtier bald an die erste feste Nahrung. Nach einem guten halben Jahr sollte ein junger Seelöwe selbstständig werden. „Samantha macht sich prima“, sagt Schaper. „Sie ist recht zutraulich, das erleichtert uns das Training und Untersuchungen. Mutter Mercedes bleibt völlig entspannt. Uns hilft das, näher an das Junge heranzukommen.“ Die Tiere haben immer die Wahl, sich zurückzuziehen. Gibt es mehrere Seelöwen-Babys halten sie sich oft eher aneinander – und bleiben mehr auf Distanz zu den Pflegern. Als „Einzelkind“ lässt sich Samantha dagegen mehr auf ihre Betreuer ein. Von denen hat sie als Kalifornische Seelöwin übrigens passend zur Herkunft ihrer Art ihren amerikanischen Namen erhalten. Wenn bei ihr alles so schnell geht, hat Samantha sicher bald den Bogen raus, wie sie sich an Land geschmeidig bewegt. Ohrenrobben, zu denen die Seelöwen gehören, können nämlich – anders als Seehunde – ihre Hinterbeine gut zum Klettern einsetzen. Wenn sie dann auch die oberste Stufe der Felsen erklommen hat, steht die Mutprobe an, ins große Außenbecken zu tauchen.

Zoo Frankfurt am Main 26.07.2017
Großer Zuchterfolg im Frankfurter Zoo – Nachwuchs bei den Papua-Weichschildkröten
Am 4. Juli sind bei den Papua-Weichschildkröten im Exotarium vier Jungtiere geschlüpft. Dies ist erst die zweite erfolgreiche Nachzucht der gefährdeten Art in Deutschland überhaupt. Die Jungen werden die nächsten Monate in der Aufzuchtstation verbringen. Dort können sie von den Besucherinnen und Besuchern gut beobachtet werden. „Ich habe ich mich über die Nachricht des Zoos gefreut, dass es bei den Frankfurter Papua-Weichschildkröten zum ersten Mal Nachwuchs gegeben hat. Das ist schon etwas Besonders: Weltweit wurden Nachzuchten dieser Art lediglich in fünf Haltungen bestätigt“, so Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft und Schirmherrin der Stiftung Zoo Frankfurt. „Über die Reproduktion von Papua-Weichschildkröten ist wenig bekannt. Welche Bedingungen zu erfolgreicher Eiablage und Schlupf führen, ist kaum erforscht. Daher können wir auch nicht mit Bestimmtheit sagen, wieso unsere Tiere gerade jetzt erfolgreich gezüchtet haben – schließlich leben sie seit 18 Jahren zusammen im selben Gehege. Das ist das Spannende an der Arbeit in einem wissenschaftlich geführten Zoo – die Natur gibt uns Rätsel auf und wir dürfen sie erforschen“, so Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch. Im Zoo Frankfurt leben drei ausgewachsene Tiere. Das Männchen kam 1999 von Rotterdam nach Frankfurt und ist mindestens 39 Jahre alt. Die Weibchen leben seit Mitte der 1990er Jahre im Zoo. Zu sehen sind sie in der Krokodilanlage im Exotarium. Die ausgewachsenen Tiere können problemlos mit den Süßwasserkrokodilen gehalten werden. Die Schildkröten stellen keine Nahrung für sie dar. Um die Jungtiere zu schützen, wurden sie vorsichtshalber in die Aufzuchtstation umgesetzt. Die Papua-Weichschildkröte (Carettochelys insculpta) kommt im Norden Australiens und Papua Neuguinea vor. Dort lebt sie in großen Flüssen und Flussmündungen. Sie ist die einzige noch lebende Art der Familie Carettochelyidae. Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gilt die Art als gefährdet. In Papua Neuguinea werden sowohl die Tiere als auch ihre Eier als Delikatesse angesehen, in Australien leidet die Art unter Lebensraumverlust.

Zoo Basel 26.07.2017
Der Pechvogel-Storch
Das Pech klebt einem Weissstorch im Zoo Basel an den Füssen: Das Nestgeschwister vom Fuchs gefressen, er selbst von Graureihern bedrängt und dabei fast verhungert; danach von Tierpflegern liebevoll aufgepäppelt – soweit die Vorgeschichte der letzten Monate. Kurz nach der Freilassung kollidiert er mit der Fahrleitung der durch den Zoo Basel führenden Bahnlinie. Dabei bricht er sich einen Flügel, der von den Zootierärzten geschient wird. Jetzt verlängert sich sein „Spitalaufenthalt“ bis zur Heilung um einige Wochen. Hoffentlich wird der Storch ab Ende August beim Vogelzug seiner Artgenossen in die Winterquartiere im Süden mittun können. Eine ungewöhnliche Serie von Schicksalsschlägen begleitet einen freilebenden männlichen Weissstorch (1) mit der Ringnummer SK092 im Zoo Basel. Im Frühling wurde sein Nestgenosse von einem Fuchs gerissen. Durch diesen traurigen Verlust geschwächt, vermag sich SK092 nicht mehr gegen die Übermacht der ebenfalls im Zoo Basel freilebenden Graureiher zu wehren. Diese machen ihm das Futter streitig, und er magert zunehmend ab. Die Tierpfleger retten das Tier, indem sie ihn einfangen und liebevoll über einige Wochen in einer Volière auffüttern. Gesund und munter, aber noch etwas wackelig in den Flügeln, wird er im Zoo wieder freigelassen. Schon nach wenigen Tagen schlägt das Schicksal wieder zu. Der Storch kollidiert mit der Fahrleitung der durch den Zoo führenden SBB-Bahnlinie und liegt verletzt auf dem Bahn-Trassee. Die Zootierärzte stellen einen Bruch der Elle am linken Flügel fest. Sie legen dem Storch einen Schienenverband an und verordnen zur Heilung wieder einige Wochen „Stallruhe“. Glücklicherweise ist der Bruch unkompliziert, und Vogelknochen verheilen in der Regel schnell. Die Tierärzte röntgen den Flügel regelmässig, um die Heilung zu verfolgen. Sie sind zuversichtlich, dass der Pechvogel rechtzeitig zur Besammlung der Störche für den Vogelzug Richtung Süden im August wieder auf dem Damm (auf dem Bahn-Damm?) ist. Neue Einblicke in die Aufzucht von Jungstörchen – In den Aussenbereichen der im März 2017 neu eröffneten Elefantenanlage Tembea befinden sich mehrere Plattformen, welche den freifliegenden Weissstörchen zum Nestbau angeboten werden. Erfreulicherweise sind bereits dieses Jahr drei Horste mit Störchen besetzt. Der neue Beobachtungsturm ermöglicht den Besuchern unmittelbare Einblicke in die Nester und die Aufzucht der Jungstörche. In diesen Tagen wird es spannend: Die Jungstörche unternehmen die ersten (nicht ganz ungefährlichen) Flugversuche von den Plattformen. Storchenzucht im Zoo Basel äusserst erfolgreich – Dieses Jahr wurden 38 Storchenkinder in den Baumnestern im Zoo Basel vorgefunden. Mit Hilfe eines Hebekrans der Feuerwehr stieg der Tierpfleger in die Höhe und befestigte jedem Jungstorch einen Ring am Bein. Im Zoo Basel werden seit der Gründung 1874 Störche gepflegt. Damals ahnte noch niemand, dass der populäre Vogel in der Schweiz eines Tages aussterben würde. Die heute wieder erfreulich hohe Zahl an Störchen in der Schweiz geht auf ein Wiederansiedlungsprojekt von 1950 zurück. Von Abstürzen und anderen Missgeschicken – ein Buch über den Zootierarzt-Alltag Immer wieder gelangen Jungstörche bei Flugmanövern in riskante Situationen. Im Bestseller „Das Okapi hat Husten – Geschichten aus dem Alltag eines Zootierarztes“ landet ein Storch gar im Wolfsgehege. Im Buch erzählen die Tierärzte des Zoo Basel, ausserdem was zu tun ist, wenn der Elefant Zahnschmerzen hat, warum der Hornrabe zum Augenarzt muss und welchen Trick sie anwenden, wenn das Okapi hustet.

Wildpark MV Güstrow 25.07.2017
Sommerferienspaß trotz Regen – Erster Kinder-Workshop „Insektenhotel bauen“ im Wildpark-MV
Regen ohne Ende, doch im Wildpark-MV haben die Kinder beim Sommerferien-Programm trotzdem jede Menge Spaß. Gestern gab es den Startschuss mit der Tümpelsafari. Nun stand der erste Kinder-Workshop „Insektenhotels bauen“ auf dem Plan und war ein voller Erfolg – trotz des miesen Wetters. Heute hieß es: Ran ans Baumaterial, es wird gebastelt! Und zwar für ganz besondere tierische Hotelgäste: die bedrohten Wildbienen. Mal ernst, mal spaßig – es wurde nicht langweilig. So haben die Kinder ein Insektenhotel für den eigenen Garten gebaut, allerhand Spannendes gelernt und bei einer Stippvisite die Bienen im Park besucht. Wer auch Bienenexperte werden möchte, kann immer dienstags in den MV-Ferien im Wildpark-MV vorbeischauen. Tickets sind vorab zu buchen. Wer dabei sein möchte, sollte schnell sein. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Zoo Hoyerswerda 25.07.2017
Kleiner Bartträger erblickt das Licht der Welt
Letzte Woche wurde im Zoo Hoyerswerda ein kleiner Kaiserschnurrbarttamarin geboren. Das nicht einmal zehn Zentimeter große Krallenaffenjungtier ist der erste Nachwuchs des neuen Zuchtpärchens. Die sechsjährige Mutter kam erst im September in den Zoo Hoyerswerda. Noch steht das Geschlecht des kleinen Bartträgers nicht fest. In ihrer Anlage direkt hinter den Pinguinen ist es aber bereits zu sehen. Sollten die Affen dort nicht zu finden sein, tummeln sie sich vielleicht auf ihrer Außenanlage in der Fasanerie. Zurzeit ist der Lieblingsort des Affennachwuchses der Rücken des Papas, denn die Mutter nimmt das Jungtier nur zum Säugen. Für die Aufzucht ist der Rest der kleinen Gruppe verantwortlich. Da im Zoo Hoyerswerda derzeit nur ein Pärchen lebt, kümmert sich ausschließlich das Männchen um den Nachwuchs. Bis zu sieben Wochen verbringen die Jungtiere auf dem Rücken der Erwachsenen. Erst danach werden sie selbstständiger und erkunden ihre Umwelt. Den prägnanten weißen Schnurrbart, der an Kaiser Wilhelm erinnert und den Affen ihren Namen gab, wächst allerdings erst später. Ursprünglich hatte das Affenpärchen Zwillinge, so wie es bei den kleinen Krallenaffen üblich ist. Jedoch ist die Sterblichkeit der Jungtiere recht hoch. Das Geschwisterchen des kleinen Affen im Zoo Hoyerswerda verstarb nach nur wenigen Tagen. Kaiserschnurrbarttamarine sind in den Regenwäldern des Amazonas und seinen Nebenflüssen in Bolivien, Brasilien und Peru beheimatet. Die kleinen Affen ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Baumsäften und kleinen Insekten. Tamarine leben in kleinen Gruppen verwandter oder fremder Affen zusammen. Nur das dominante Weibchen pflanzt sich mit allen Männchen fort. Kaiserschnurrbarttamarine können bis zu 20 Jahre alt werden.

Zoo Schwerin 25.07.2017
Aus zwei mach vier – Zugänge bei den bedrohten Grevy-Zebras im Zoo Schwerin
Die Herde Grevy-Zebras im Schweriner Zoo ist jetzt vollständig. Zwei weitere Hengste sind zu den bereits seit der Eröffnung der neuen Nashorn-Savanne im vergangenen Jahr hier lebenden Zebras hinzugekommen. Paul und Zaïr heißen die Neuzugänge. Beide sind fast zwei Jahre alt und stammen aus den Zoos Aalborg in Dänemark und dem französischen Beauval. Die Zusammenführung mit den älteren Hengsten Nero und Randi, ursprünglich aus Tschechien und Schweden, verlief völlig problemlos, geradezu tiefenentspannt. Paul, bereits am Mittwoch den 11. Juli in Schwerin eingetroffen, war der Erste der zunächst seine neue Freianlage begutachten durfte. Schon nach kurzer Zeit traf er erstmals auf seine neuen Mitbewohner, die den Neuankömmling neugierig beobachteten. Kurzes gegenseitiges Beschnuppern, auch etwas Gegenseitiges schupsen und bocken, dann war die Aufregung auch schon vorüber. Im Grunde ähnlich verlief es mit Zaïr, der drei Tage später eintraf. Wegen der Ankunft am späten Abend musste er allerdings die erste Nacht alleine im Stall verbringen, bevor er in den Morgenstunden in Ruhe den Außenbereich inspizieren durfte. Nach einer ersten Orientierung kamen die übrigen drei Hengste hinzu und die kleine Schweriner Herde war vollständig. Grevy-Zebras sind natürlicherweise im Osten Afrikas und am Horn von Afrika verbreitet und beleben dort trockene und halbtrockene Graslandschaften. Eindeutig sind sie an den sehr feinen schwarzbraunen und weißen Streifen des typischen Zebramusters zu erkennen und lassen sich so gut von den anderen Zebraarten unterscheiden. Zudem handelt es sich bei ihnen mit einem Gewicht von bis zu 450 kg um die größten Wildpferde überhaupt. Tragischerweise geht die Anzahl wild lebender Tiere gravierend zurück. Waren es in den 1980er Jahren noch etwa 5.800 Individuen, so sind es heute geschätzt nur 2.600 Tiere, die zudem in stark zersplitterten Kleingruppen leben. Neben der Bejagung wegen ihres Fleisches stehen sie in direkter Konkurrenz zu Viehherden um den Zugang zu Wasser und Weideflächen. Das größte Problem ist jedoch der kontinuierliche Rückgang an geeignetem Lebensraum und die zunehmende Dürre, als Folge des globalen Klimawandels. Das Überleben dieser bildhübschen Tierart wird als äußerst kritisch erachtet, daher wird das Grevy-Zebra auf der Roten Liste als stark gefährdet geführt, der zweithöchsten Gefährdungsstufe. Die Herkunft der Schweriner Grevy-Hengste aus vier verschiedenen Ländern versinnbildlicht förmlich die Funktion eines internationalen Arterhaltungsprogramms. Im Rahmen der konzeptionellen Umstellung des Schweriner Zoos auf vornehmlich bedrohte Tierarten wurden die zuvor gepflegten Böhm-Zebras (potenziell gefährdet) an andere Zoos abgegeben und mit der Planung des Neuanfangs mit Grevy-Zebras vorbereitet. In Absprache mit der Zuchtbuchkoordinatorin, selbst ansässig im Zoo in London, wurden die ersten beiden Hengste bereits 2015 ausgewählt und eine Zielgröße der Schweriner Herde definiert. Der Entschluss eine reine Hengstgruppe in Schwerin aufzubauen und damit auf eine eigene Zucht zu verzichten, fußt auf zwei Gründen. Zum einen gibt es in Europa bereits eine ausreichende Anzahl an Grevy-Zebra-Herden mit etwa 250 Tieren und einer gut laufenden Zucht, sodass neue Halter für überzählige Junghengste dringend gesucht werden. Zum anderen ist eine reine Männergruppe viel umgänglicher als eine gemischtgeschlechtliche bzw. Haremsgruppe, gerade wenn man diese mit anderen Tierarten vergesellschaften möchte. Auf diese, passive Weise beteiligt sich der Zoo Schwerin im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) des europäischen Zooverbandes. So genannte Junggesellengruppen dienen als Zwischenstation, bis für die ausgewachsenen männlichen Tiere geeignete Partner für eine Zucht in einer anderen Einrichtung gefunden sind. Aus solch einer Jungbullengruppe stammt übrigens auch der Nashornbulle Kimba, der in England geboren wurde, in Frankreich aufwuchs und nun mit Clara und Karen in Schwerin für Nachwuchs sorgen soll. Die vier Grevy-Hengste sind mittlerweile gemeinsam mit den drei Nashörnern, der Herde Afrikanischer Zwergziegen und Helmperlhühnern auf der 8.000 Quadratmeter großen Anlage im Zoo Schwerin zu sehen.

Tierpark Berlin 25.07.2017
Willkommen in der Arche – Deutschlandweit einzigartig: Bawean-Hirsche im Tierpark Berlin
Viele Tierarten konnten Zoologische Gärten dank guter internationaler Zusammenarbeit vor dem Aussterben retten. Der Davidshirsch und der Vietnam-Sika wurden durch den Menschen in ihrem natürlichen Lebensraum ausgerottet. Sie überleben nur durch die Haltung in menschlicher Obhut und können auch im Tierpark Berlin bewundert werden. Zoos könnten bald auch die einzigen Orte sein, an denen der vom Aussterben bedrohte Bawean-Hirsch überleben kann. In seinem einzigen natürlichen Verbreitungsgebiet, der Insel Bawean in Indonesien, leben schätzungsweise weniger als 250 erwachsene Tiere. Im Juni zogen drei dieser seltenen Tiere aus dem Zoo Poznan nach Berlin – an diesem Wochenende waren sie zum ersten Mal auf der Außenanlage zu sehen. „Damit ist der Tierpark Berlin neben dem polnischen Zoo der einzige Zoologische Garten in dem diese Hirschart außerhalb Asiens gehalten wird“, beschreibt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem die Bedeutung dieser seltenen Neuzugänge. „In menschlicher Obhut leben diese Tiere neben Deutschland und Polen nur noch in Malaysia und ihrer Heimat Indonesien.“ Die Kuratoren des Tierparks haben mit diesen Neuzugängen ein klares Ziel vor Augen: Sie wollen in den nächsten Jahren zusammen mit dem Zoo Poznan und Chester eine stabile Reservepopulation außerhalb Asiens aufbauen. Sogenannte „endemische“ Arten, wie der Bawean-Hirsch, sind besonders gefährdet, weil sie nur in einem einzigen und sehr kleinen Gebiet vorkommen. Wird dieser Lebensraum durch Naturkatastrophen, Kriege oder landwirtschaftliche Nutzung zerstört, ist die gesamte Population für immer ausgelöscht. „Umso wichtiger ist es, an verschiedenen Orten, geschützte „Reserven“ aufzubauen, aus denen wir im Ernstfall Nachzuchten für die Wiederansiedlung bereitstellen können – wir fungieren dabei als eine Art Arche Noah“, erklärt Christian Kern, Säugetierkurator im Tierpark Berlin. „Wenn die Gefahr der Ausrottung groß ist, empfiehlt die IUCN eine sogenannte „ex-situ-Population“ als Sicherheit aufzubauen. Diese Empfehlungen gibt es für den Bawean-Hirsch und wir berücksichtigen sie bei der Auswahl unserer Tierarten.“ Die Zoologen des Tierpark Berlin setzen sich darüber hinaus in internationalen Fachgruppen für den Schutz bedrohter Hirscharten ein, wie beispielsweise in der „Deer Specialist Group“ der IUCN und der „Taxon Advisory Group“ der EAZA. Gemeinsam mit Artenschutzexperten aus dem Zoo Chester planen sie im Winter den Besuch der Insel Bawean, um herauszufinden, wie die Ausrottung der Bawean-Hirsche verhindert werden kann. Der Tierpark Berlin hält derzeit 18 verschiedene Hirscharten, davon sind der Roten Liste der IUCN zufolge über 65% gefährdet. Diese Reservepopulationen, die der Tierpark Berlin pflegt, sind ein wichtiger Beitrag zum Erhalt ihrer Art.

Zoo Köln 25.07.2017
Eingeschläfertes Elefantenjungtier: Ergebnisse der pathologischen Untersuchung liegen vor
Der Schritt zum Einschläfern des männlichen Elefantenjungtiers Mitte Juni im Kölner Zoo war, wie bereits von den Fachleuten des Kölner Zoos diagnostiziert, unumgänglich. Dies hat die pathologische Untersuchung des Tieres bestätigt. Der Kölner Zoo hatte das Tier am 18. Juni einschläfern lassen. Ursächlich war eine Nabelentzündung mit plötzlich einsetzender, starker Schwäche und akuten Durchfällen. Die Zooverantwortlichen übergaben das Elefantenjungtier anschließend der Tierpathologie, um festzustellen, ob weitere Erkrankungen vorlagen. Die Tierpathologie bestätigte die Nabelentzündung und fand darüber hinaus einen Defekt im Herzen, der möglicherweise die Erklärung für die Schwäche und damit die Ablehnung durch die Herde darstellte. Von Anfang an lag der Verdacht nahe, dass das Tier eine von außen nicht sichtbare Schädigung aufwies. Denn zu keinem Zeitpunkt hat sich die Herde wie normalerweise üblich um das Kalb gekümmert. „Wildtiere erkennen instinktiv Artgenossen, die nicht überlebensfähig sind. Sehr wahrscheinlich wurde das Jungtier deshalb nicht angenommen“, erklärt Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. Der Bulle war in der Nacht auf den 12. Juni im Kölner Zoo geboren worden. Anders als bei allen zehn anderen zuvor in Köln erfolgten Elefantengeburten waren am Morgen weder Mutter „Kreeblamduan“ noch andere Herdenmitglieder bei dem Neugeborenen. Der Kölner Zoo hatte nichts unversucht gelassen, um das Leben des Elefanten zu retten. So gelang es zunächst, Mutter und Jungtier in einer separaten Box zusammenzuführen und den Bullen regelmäßig trinken zu lassen. Der Zoo sperrte den Innenbereich des Elefantenparks und richtete eine 24-stündige Aufsicht von je zwei Tierpflegern ein, die sich um Mutter und Jungtier kümmerten. Ersten hoffnungsvollen Prognosen zum Trotz setze dann die akute Schwäche ein. Zoodirektor und Elefantenkurator Prof. Theo B. Pagel: „Alle, vor allem das Elefantenpfleger-Team, aber auch unsere Zootierärztin, haben damals alles getan, was man tun konnte, um den kleinen verwaisten Bullen zur Mutter zu bekommen. Die plötzliche Wendung stimmt uns immer noch traurig. Umso wichtiger ist uns, dass das Autopsie-Ergebnis unser Vorgehen bestätigt.“ Im Kölner Elefantenpark wuchsen bereits 10 Elefantenjungtiere auf. Die Haltung und Zucht ist sehr erfolgreich und verläuft bereits in der zweiten Generation. Todesfälle wie der des jungen Bullen können vorkommen und passieren auch im Freiland.

Zoo Frankfurt am Main 24.07.2017
Willkommen KEMBALI – ein neuer Orang-Utan-Mann ist im Zoo Frankfurt eingezogen
Nach mehr als zwei Jahren hat der Frankfurter Zoo nun wieder einen Orang-Utan-Mann: Der 15-jährige KEMBALI kam aus dem Zoo von Amneville in Frankreich nach Frankfurt. In der Quarantänestation des Zoos hat er bereits das Weibchen INDAH kennengelernt. Sie kommt aus dem Zoo von Chester in England und wird ebenfalls in Kürze in das Menschenaffen-haus Borgori-Wald umziehen. Viele erinnern sich noch gut an CHARLY. 36 Jahre lang lebte der eindrucksvolle Orang-Utan-Mann im Frankfurter Zoo bis er 2014 im hohen Alter von 57 Jahren eingeschläfert werden musste. „Nach CHARLYs Tod haben wir in Abstimmung mit dem Zuchtbuchführer nach einem neuen Sumatra-Orang-Utan für unsere Weibchen gesucht. Ein passendes Männchen haben wir im Zoo von Amneville gefunden. Doch bevor KEMBALI zu uns kommen konnte, musste ein Platz für unser zwölf Jahre altes Männchen LUCU gefunden werden. LUCU ist ein Sohn von unserem Weibchen ROSA und alt genug, eine eigene Familie zu gründen. Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ist er in den Zoo von Neunkirchen abgegeben worden“, erklärt Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch. KEMBALI wird jetzt behutsam an seine neue Gruppe gewöhnt. Im Menschenaffenhaus trifft er auf die 28-jährige ROSA, die 58 Jahre alte DJAMBI und den kleinen SAYANG, ein vier Jahre alter Sohn von ROSA und der letzte Sprössling von CHARLY. Mit der neun Jahre alten INDAH hat der Orang-Utan-Mann bereits in der Quarantänestation Kontakt aufgenommen. „Wir hoffen“, so Niekisch, „dass sich KEMBALI mit den weiblichen Orang-Utans so gut versteht, dass sich zu gegebener Zeit Nachwuchs einstellt. Denn sehr gerne möchten wir weiterhin über Nachzuchten zum Erhalt dieser faszinierenden aber leider hoch bedrohten Art beitragen.“

Zoo Dresden 24.07.2017
Schneeleopardennachwuchs aufgrund von Augenerkrankung eingeschläfert
Die drei kleinen Schneeleoparden, die am 22. Juni 2017 im Zoo Dresden zur Welt kamen, mussten eingeschläfert werden. „Schweren Herzens haben wir uns am 21. Juli 2017 entschieden, die drei zum damaligen Zeitpunkt erst 4 Wochen alten Jungtiere der Schneeleoparden einzuschläfern“, sagt Zootierarzt Dimitri Widmer. Bereits etwa eine Woche zuvor war aufgefallen, dass die Jungtiere eine Erkrankung der Augen aufwiesen, ein sogenanntes Kolobom. Bei dieser Erkrankung fehlen Teile des Augenlids, so dass die empfindliche Hornhaut ungeschützt bleibt. Somit kommt es schnell zu Reizungen, Entzündungen und Infektionen des Auges, die letztlich zur Erblindung führen können. Oftmals weisen die Augen auch im Inneren Defekte auf. Bei einer ersten, äußerlichen Untersuchung am 15.07. wurden die Veränderungen der Lider dokumentiert und die Befunde unmittelbar an die Leitung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für den Schneeleoparden sowie den für diese Spezies zuständigen beratenden Tierarzt der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) übermittelt. Beide rieten daraufhin übereinstimmend zur genaueren Untersuchung und ggf. Euthanasie der Tiere. Am 21.07. fand im Zoo Dresden eine weitere Untersuchung mit der Hilfe eines auf Augenheilkunde spezialisierten Tierarztes statt. Dabei wurden neben Liddefekten zusätzlich pathologische Veränderungen des Sehnervs gefunden, die zu einer Einschränkung der Sehfähigkeit führen und Folgeerkrankungen nach sich ziehen können. Zudem bestand bei einem Tier eine Keratopathie (degenerative Veränderung der Hornhaut). Bei der Erkrankung handelt es sich um weltweit bei Schneeleoparden auftretende, angeborene und möglicherweise genetisch bedingte Veränderungen, deren Ursache nicht abschließend geklärt ist. Auch ein nutritiver, toxischer oder infektiöser Hintergrund ist möglich. „Die Tierkörper werden nun am Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin eingehend pathologisch untersucht, um einer Aufklärung der Krankheit möglicherweise einen Schritt näherzukommen“, so Dimitri Widmer. Somit können zukünftige Würfe hoffentlich von neuen Erkenntnissen profitieren. Über eine weitere Zucht mit dem Dresdner Schneeleopardenpärchen „Istari“ und „Askin“ wird intensiv beraten werden müssen, wobei den Empfehlungen des EEPs eine zentrale Bedeutung zukommt. Die Mitarbeiter des Zoo Dresden sind verständlicherweise sehr traurig über diese unerwartete Entwicklung.

Wildpark MV Güstrow 24.07.2017
Auf Tümpelsafari in der Güstrower Wildnis
Unter Wasser geht die Post ab! Das haben heute die ersten Ferienkinder im Wildpark-MV hautnah erlebt, denn das Sommerferien-Programm für 7- bis 16-Jährige ist gestartet. So findet immer montags in den MV-Ferien die Tümpelsafari statt. In Bächen, Flüssen und Tümpeln leben die interessantesten Geschöpfe. Es lohnt sich, die Tiere genauer unter die Lupe zu nehmen. Gemeinsam mit einem Tümpel-Experten ging es daher heute auf Spurensuche. All die Tiere und Pflanzen wurden natürlich auch bestimmt. Zum Schluss durfte zudem gebastelt werden: ein Kescher für den eigenen Gartenteich. Übrigens: Jeden Dienstag in den MV-Sommerferien bauen die Kinder Insektenhotels für die bedrohten Wildbienen und mittwochs werden für die Wildpark-Bewohner Spielzeuge gebastelt. Wer dabei sein möchte, sollte schnell sein. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Zoo Salzburg 24.07.2017
Zoo Salzburg: Ab heute wird der kleine Schneeleoparden-Kater Kiran gerufen!
Unglaubliche 321 Namensvorschläge schickten Fans des gerade einmal zwei Monate alten Salzburger Schneeleoparden-Baby an das Zoo-Team. Zur finalen Abstimmung kamen drei Namen. Insgesamt wurden 2728 Stimmen via Mail und im Internet zur Bestimmung des finalen Namens der kleinen Samtpfote abgegeben: Chiimori erhielt 433 Stimmen, für Askar stimmten 1018 ab und 1282 Stimmen erhielt der Rufname Kiran. Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner freut sich über die zahlreichen Zusendungen von Vorschlägen und die enorme Anzahl bei der Abstimmung des Rufnamens: „Unser Schneeleoparden-Baby wird nun Kiran gerufen. Ein passender Name für den Kleinen, der wirklich ein richtiger Sonnenstrahl ist, wenn er mit seinen Eltern Geeta und Sayan Ausflüge auf die Anlage macht. Wir möchten uns bei allen recht herzlich bedanken, die uns geholfen haben, einen Namen für unseren Nachwuchs zu finden!“

Tierpark Neumünster 24.07.2017
Tierpark Neumünster – unsere Besucher sind nun gefragt
In den nächsten Wochen wird der Tierpark ganz gezielt an einem neuen Marketingkonzept arbeiten. Tatkräftige und vor allem fachmännische Unterstützung wird das Tierpark Team von Herrn Michael Keller, der vielen Neumünsteranern als Referent des Stadtmarketings bekannt ist, erhalten. „Herr Keller ist Fachmann auf dem Gebiet des Marketings. Er hat uns ehrenamtlich seine Unterstützung im Rahmen der Zukunftswerkstatt angeboten, was uns natürlich außerordentlich freut.“, so die Zoodirektorin. Somit hat die Zukunftswerkstatt des Tierparks eine weitere sehr wichtige Säule in der fachlichen Beratung und ehrenamtlichen Unterstützung hinzu gewonnen. Das Tierpark Team ist begeistert wie viel fachlich kompetente und vor allem ehrenamtliche Unterstützer sich in der, 2016 ins Leben gerufenen Zukunftswerkstatt für den Tierpark, persönlich engagieren. „Wir wissen den zeitlichen Einsatz jedes einzelnen sehr zu schätzen und es ist toll zu sehen wie das fachliche Know-How, auf das wir bereits zurückgreifen dürfen, uns tagtäglich in unserer Arbeit unterstützt und somit auch noch mehr motiviert.“, freut sich Kaspari sichtlich. Die Motivation noch besser zu werden ist hoch. Die Saison läuft, trotz einiger Anlaufschwierigkeiten zum österlichen Saisonstart, für den Tierpark bisher recht gut. Die vielen Jungtiere, die dieses Jahr in Neumünster das Licht der Welt erblickten, sprechen für die Qualität der Optimierung, die in den letzten Jahren im Tierbereich umgesetzt wurden. Aber das Tierpark Team möchte in Zukunft auch sehr intensiv an gezielten Verbesserungen für seine Besuchergruppen arbeiten. Dieses Ziel vor Augen wurde eine Besucherumfrage entwickelt. Alle Besucher werden gebeten, im Anschluss an ihren Tierparkbesuch, mit Hilfe eines Fragebogens, ihre Meinung über den Tierpark, aber auch Verbesserungsvorschläge mitzuteilen. Durch die Auswertung dieser Besucherbefragung verspricht sich der Tierpark ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse seiner Zielgruppen zu erreichen. „Der Tierpark Neumünster möchte sich verbessern und dieses Ziel werden wir nur unter Mithilfe unserer Besucher erreichen.“, so erklärt die Zoodirektorin Verena Kaspari. Daher werden unter allen Teilnehmern insgesamt zehn Familien Jahreskarten als Dankeschön für ihre Teilnahme verlost.

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