Zoopresseschau

Vivarium Darmstadt 18.08.2017
Pflanzen und Futterpflanzen – Führung im Zoo Vivarium am 26. August
Im Rahmen einer Führung wird Hubert Bickel, Sachgebietsleiter für Garten- und Landschaftsbau im Zoo Vivarium, die Vegetation und ihre Nutzung im Zoo vorstellen. Die einstündige Führung im Rahmen der „Darmstädter Exkursionen“ am Samstag (26.) beginnt um 15 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 4,50 Euro. Treffpunkt ist vor der Zooschule. Um telefonische Anmeldung unter 06151 / 13-3391 wird gebeten. Pflanzen in Zoologischen Gärten sind mehr als nur schmückendes Beiwerk, die den Lebensraum von Zootieren präsentieren sollen. Oft werden sie auch als Futter in der Tierpflege verwendet. Für mehrere Tierarten im Zoo Vivarium sind Buche, Eiche und Walnussbaum ein Grundnahrungsmittel. Weide wiederum hilft vielen Tieren dabei den Magen zu reinigen.

Zoo Heidelberg & ExploHeidelberg 18.08.2017
Sonderausstellung „Effekthascherei“ im ExploHeidelberg
Verblüffende Effekte und Experimente am neuen Standort des ExploHeidelberg in der ehemaligen Reithalle auf dem Erweiterungsgelände des Zoo Heidelberg Laufzeit: 11. August bis 15. Oktober 2017 18 spannende Exponate aus Physik, Technik, Mathematik und Wahrnehmung erwarten die Besucherinnen und Besucher in der Wanderausstellung, die im ExploHeidelberg an ihrer letzten Station Halt macht. Durch insgesamt 17 Städte in Deutschland und Frankreich wanderten die verblüffenden Experimente auf ihrer Tour. Die Ausstellung wurde von MINTaktiv in Zusammenarbeit mit einem Expertengremium aus erfahrenen Pädagogen entwickelt. Die Umsetzung und die Präsentation werden von der Klaus Tschira Stiftung gefördert. MINTaktiv ist ein Zusammenschluss von Institutionen aus der nationalen Technikmuseen- und Science-Center-Welt, die gemeinsam zur Popularisierung von Naturwissenschaft und Technik beitragen. Zu sehen ist die Ausstellung in der ehemaligen Reithalle auf dem Erweiterungsgelände des Zoo Heidelberg. Frisch renoviert präsentiert sich das alte Gebäude als passender Ort für die Exponate. Die Reithalle wird zukünftig auch die neue Bleibe der interaktiven Ausstellung des ExploHeidelberg sein. Nach 14 erfolgreichen Jahren auf dem Gelände des Technologieparks Heidelberg findet demnächst der Umzug in die dortigen größeren Räumlichkeiten statt. Mit der Effekthascherei werden die neuen Ausstellungsräume erstmalig genutzt und präsentieren sich der Öffentlichkeit in neuem Glanz. Nach der Eröffnung am 11. August 2017 um 16 Uhr, ist die Ausstellung ab dem 12. August für alle neugierigen Besucherinnen und Besucher zugänglich. Zu erleben gibt es viel! Am Riesen-Domino sorgt ein kleiner Stups für eine große Wirkung. In der Schattenstadt wird etwas kleines ebenfalls plötzlich groß. Und was hat es mit einem „Corioliskarussell“, den „Chaosbällen“ und der „Magischen Kugelbahn“ auf sich? All das und mehr kann man in der Ausstellung herausfinden. Selbst experimentieren und ausprobieren steht dabei, wie auch sonst im ExploHeidelberg üblich, im Vordergrund. An jeder Station wird gekurbelt, gedreht, geschüttelt, geschoben oder geworfen und so spielerisch erlebt, welche verblüffenden Effekte sich zeigen. Nach ihrem Aufenthalt im ExploHeidelberg beenden die Exponate ihre lange Reise, die im Jahr 2014 begann und wandern zurück in die Einrichtungen, von denen sie entwickelt wurden. In Heidelberg besteht zum letzten Mal die Möglichkeit, sie gesammelt an einem Ort zu erleben.

Zoo Salzburg 18.08.2017
Neuzugang auf der Grevy-Zebra Anlage
Der siebzehnjährige Salzburger Grevy-Zebrahengst Fabi staunte dieser Tage nicht schlecht, als morgens zwei Grevy-Stuten bei ihm auf der Anlage standen. Die fünfzehnjährige Stute Hattie übersiedelte aus dem Zoo Leipzig nach Salzburg und die vier Jahre alte Yumna kam im dänischen Zoo Odense zur Welt. „Wir haben unsere Zebra-Haltung umgestellt“, berichtet Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Bisher waren bei uns nur Zebra-Junggesellen zuhause. In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Grevy-Zebras lebt nun eine Zuchtgruppe bei uns. Die Tiere haben sich auf Anhieb gut verstanden und nun hoffen wir, dass sich in rund einem Jahr – die Tragzeit dauert bis zu 390 Tage – Nachwuchs bei dieser stark gefährdeten Tierart einstellt. “ Ihr Überleben in freier Wildbahn ist derzeit nicht gesichert Bei keinem anderen afrikanischen Säugetier hat sich das Verbreitungsgebiet in den vergangenen Jahrzehnten derartig verkleinert. Ende der 70er Jahre wurde der Bestand der Grevy-Zebras noch auf rund 15.000 Tiere geschätzt, heute leben nur mehr rund 2.000 in ihrem nordostafrikanischen Verbreitungsgebiet. Wegen dem Verlust von Wasserstellen, den Lebensraumveränderungen sowie der vermeintlichen Nahrungskonkurrenz zu Haustieren als auch der Jagd und Krankheiten, ist ihr Bestand so drastisch zurückgegangen.

Zoo Heidelberg 18.08.2017
Doppelter Nachwuchs bei den Mähnenrobben – Mutter-Kind-Schwimmen im Robbenbecken
Vor fünf Wochen kamen die beiden Jungs zur Welt. Zur Eingewöhnung verbrachten ihre Mütter mit ihnen die erste Zeit im Robbenhaus getrennt von der übrigen Gruppe, um ihnen eine ungestörte Aufzucht zu gönnen und das Risiko eines Unfalls zu vermeiden. Jetzt zeigen sich die jungen Mähnenrobben bei ihren ersten Schwimmerfahrungen im Mutter-Kind-Becken der Robbenanlage. „Über den doppelten Nachwuchs freuen wir uns sehr, da die Jungtiere dann einen gleichaltrigen Spielpartner haben. Die beiden Mütter Maike und Lea sorgen sich vorbildlich um ihre Kleinen, die am selben Tag zur Welt kamen“, berichtet Kuratorin Sandra Reichler. Am Morgen des 14. Julis fanden die Tierpfleger bereits Maike mit ihrem Neugeborenen im Robbenhaus. Als kurz nach 9 Uhr auch bei Lea die Geburt einsetzte, war es für die Tierpfleger eine besondere Sensation, da sie zum ersten Mal eine Robbengeburt live miterleben konnten. So gelang es sogar die Geburt zu filmen. Die seltenen Aufnahmen sind auf der Webseite des Zoos unter www.zoo-heidelberg.de/aktuelles zu sehen. Sowohl Maike als auch Lea sind erfahrene Mütter. Im Mutter-Kind-Becken üben sie ganz in Ruhe und weiterhin getrennt von den anderen Gruppenmitgliedern mit ihren Kindern. Die Jungen lernen nun intuitiv zu schwimmen und zu tauchen, werden aber noch öfter nach Luft schnappen als die erwachsenen Tiere, da sie noch nicht so lange die Luft anhalten können wie die Großen. Auch wenn Vater Atos den Nachwuchs neugierig durch das Trenngitter beobachtet und darauf achtet, was die kleinen Jungs so anstellen, wird es noch einige Zeit dauern, bis er den Nachwuchs aus der Nähe kennenlernt. Die Weibchen sind sofort nach der Geburt wieder paarungsbereit, sodass es passieren kann, dass erwachsene Robbenbullen beim Liebesspiel den Nachwuchs schlichtweg übersehen und erdrücken. In Heidelberg dürfen daher die Mütter mit ihren Robbenkindern erst zurück in die Mähnenrobbengruppe, wenn die Robbenkinder sicher schwimmen und tauchen können. Auch dann ist die Integration noch mit Risiken verbunden, denn im allgemeinen Tumult einer großen Mähnenrobbengruppe kann es passieren, dass kleine Jungtiere sich verletzen oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinken. Die Tierpfleger werden daher sehr darauf achten, dass die jungen Robben sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt sind, bevor es zu den Artgenossen geht. Die Heidelberger Mähnenrobbengruppe ist mit acht Tieren eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Seit 1999 gibt es im Zoo Heidelberg regelmäßig Nachwuchs bei den anmutigen Tieren, die zweimal täglich, außer freitags, bei der kommentierten Fütterung ihre Fähigkeiten zeigen. Wenn nun die beiden Jungbullen gemeinsam mit ihren Müttern Maike und Lea im Mutter-Kind-Becken ihre erste Lauf- bzw. Schwimmversuche im Außenbereich wagen, werden sie sicher beliebte Fotomotive für die Besucher. Hintergrundinformation: Mähnenrobben Mähnenrobben sind Wasserraubtiere und zählen zu den Giganten der Meere. Mähnenrobbenjunge werden von ihren Müttern mindestens sechs Monate gesäugt, bevor sie das erste Mal Fisch zu fressen bekommen. Ausgewachsene Mähnenrobbenbullen können ein Gewicht von 500 Kilo erreichen. Das Verbreitungsgebiet der mächtigen Meeressäuger erstreckt sich entlang der Pazifikküste Südamerikas von Peru bis Feuerland und entlang der Atlantikküste bis nach Südbrasilien. Dort engagiert sich der Zoo Heidelberg auch für den Schutz der Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum, indem er die Naturschutzorganisation YAQU PACHA e.V., unterstützt, die sich für den Schutz der Meeressäuger in Südamerika einsetzt.

Zoo Landau 18.08.2017
“High Zoociety” – Lesung mit dem Team der Wortschau am 15. September im Zoo Landau in der Pfalz
Peter Reuter, Birgit Heid, Michael Heid,Ute Kliewer und Wolfgang Allinger – kurz das Team der Wortschau – bieten mit Ihrer zweiten diesjährigen Zoo-Lesung am 15. September wieder die Möglichkeit, die Lachmuskeln zu trainieren. ʺUnter der Lupe ist der Landauer Zoo auf Platz 1 (eins) zu finden und gehört nun zur High Zoociety“ʺ, fiedelte Binga High in den höchsten Tönen. Binga war frisch eingetroffen, mit ihrem Monarchenfalter Fritzl. ʺMir sinn der Erscht“, lobte der Regenwurmkönig sich und sein beherztes Durcheinander, „ʺguud dass mer immer uffbasse“ʺ. Das rief Madame Lumière auf den Plan, die McGräte den fragenden Blick zuwarf, der alles verhieß und jeden Fall zum Fällchen unter den Fellchen macht. Freuen Sie sich auf einen tierisch-literarischen Abend! Los geht es um 19 Uhr in der Zooschule des Zoo Landau. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung in der Zooverwaltung nötig. Ab sofort unter der Tel.-Nr. 06341 137010 oder 137002. Karten erhalten Sie ab 18:30 Uhr an der Abendkasse. Bitte betreten Sie den Zoo an diesem Abend über den Nebeneingang (ehemaliger Haupteingang) Eintrittspreis: 9,99 Euro (2 Euro Ermäßigung für Inhaber der Rheinpfalz-Card) Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!

Wilhelma Stuttgart 18.08.2017
Zoologisch-Botanischer Garten schreibt Pachtvertrag zum 1. März 2018 europaweit aus
Gastronomischer Neustart in der Wilhelma geplant. Die gastronomischen Einrichtungen der Wilhelma sind mittlerweile in die Jahre gekommen und bedürfen bei mehr als einer Million Besucher pro Jahr neben einem Facelift einer grundsätzlichen Neuausrichtung. Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart schreibt deshalb den Pachtvertragfür die Gastronomie zum 1. März 2018 europaweit aus. Passend zu den Grundsätzen der Wilhelma sollen beim Speise- und Getränke-Angebot künftig Nachhaltigkeit, die Verwendung von Produkten aus artgerechter Tierhaltung, Regionalität, Saisonalität und generell biologisch erzeugte Produkte eine wesentlich größere Rolle spielen als bisher. Damit möchte die Wilhelma auch einem geänderten Verbraucherverhalten Rechnung tragen, teilt die Direktion mit. Gleichwohl sollen bewährte schwäbische Klassiker wie Maultaschen und Linsen mit Spätzle nicht von der Karte verschwinden. Da die Wilhelma sich ihrer Bedeutung als regionale und überregionale Freizeiteinrichtung bewusst ist, werden familienfreundliche und preislich erschwingliche Speisen und Getränke weiterhin fester Bestandteil des Angebots bleiben. Auch Vegetarier und Veganer sollen auf ihre Kosten kommen. Mit der Neuvergabe erhofft sich die Wilhelma von den Anbietern kreative und zeitgemäße Konzepte, die themenbezogene Aspekte beim Speisenangebot in den geplanten Asienanlagen mit der Elefantenwelt berücksichtigen. Die Einbettung der gastronomischen Einrichtungen in ein denkmalgeschütztes Umfeld stellt eine besondere Herausforderung für die potenziellen Interessenten dar. Für die Restaurants wird es weiterhin drei Standorte geben: am unteren Parkende am Wilhelma-Theater, in der Mitte an dem Aussichtpunkt Belvedere sowie am oberen Parkende bei dem jetzigen Bauernhof und später in der künftigen Elefantenwelt. Ziel sei es, so die Wilhelma, ein neues, attraktives gastronomisches Angebot zu erhalten, das den Bedürfnissen der zahlreichen Besucher, aber auch dem einzigartigen botanischen Garten und Zoo in seinem historischen Kontext gleichermaßen gerecht wird. Für potenzielle Interessenten sind die Vergabeunterlagen auf der Ausschreibungsplattform des Landes Baden-Württemberg unter www.service-bw.de öffentlich gemacht.

Zoo Leipzig 18.08.2017
Taufe im Okapi-Stall – Okapi-Jungtier wurde auf den Namen Kala getauft
Das am 30. Juli 2017 geborene Okapi-Jungtier ist ein Weibchen und wurde von den Pflegern auf den Namen Kala getauft. Der Name bedeutet im Afrikanischen „Sonne“ und passt nach Einschätzung der Pfleger ideal zur Natur von Zawadis (geb. am 25. März 2009 in Stuttgart, seit 2011 in Leipzig) Kalb. „Kala entwickelt sich von Anfang an sehr gut, ist wachsam, sehr neugierig und scheint ein sonniges Gemüt zu haben“, erklärt Tierpflegerin Anita Färber die Namenswahl. Die positive Entwicklung lässt sich auch anhand des aktuellen Gewichts von circa 35 Kilogramm ablesen. Zawadi umsorgt ihren Nachwuchs als erfahrene Mutter vorbildlich, die Mutter-Kind- Beziehung ist lehrbuchhaft ausgeprägt. Bereits im Jahr 2014 brachte sie mit Abeni ihr erstes Jungtier zur Welt und sorgte für den ersten Zuchterfolg in der Geschichte des Zoos. Abeni hat den Zoo Leipzig im letzten Jahr auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungsprogramms in Richtung der Niederlande verlassen. Vater des jüngsten Okapis ist der 12-jährige Kimdu, der vor 10 Jahren nach Leipzig kam. Bis sich Zawadi mit Kala im Okapi-Wald den Besuchern zeigt, wird noch einige Zeit vergehen. Okapis sind Ablieger und halten sich in den ersten Wochen hauptsächlich im geschützten Nest auf. Den Zeitpunkt, wann sie der Mutter folgen und das Nest verlassen, bestimmen die jungen Okapis selbst. Seit mehreren Jahren engagiert sich der Zoo Leipzig im Rahmen seiner Artenschutzarbeit für eine Okapi-Schutzstation in der Demokratischen Republik Kongo. Die Station rekrutiert Ranger und bildet sie für die Überwachung des Schutzgebietes aus. Die Schutzmaßnahmen für die potentiell gefährdete Art werden seit Jahren durch die politisch und ökonomisch schwierige Lage im Kongo behindert. Insgesamt unterstützen 39 Okapi-Halter das Projekt. Schätzungen gehen von 10.000 bis 35.000 freilebenden Tieren aus.

Tiergarten Worms 18.08.2017
Sonderführung im Tiergarten Worms – Sehr beliebte und häufig gehaltene Heimtiere
Vollwertiges Familienmitglied, bester Freund und tierischer Sportpartner – viele Tiere sind inzwischen mehr als nur ein „Haustier“. Ob Hund, Katze oder Hamster, für ihre Besitzer nehmen sie oftmals eine herausragende Stellung ein. Aber ist das der richtige Platz für ein Tier und was brauchen diese Tiere um ein glückliches Leben in Menschenhand führen zu können? Am 27. August findet um 14 Uhr im Tiergarten Worms zu diesem Thema eine spannende Sonderführung statt. Dort leben – neben einer Vielzahl an exotischen Tieren – auch einige sehr beliebte und häufig gehaltene Heimtierarten, wie Kaninchen, Wellensittiche oder Meerschweinchen. „An zahlreichen Beispielen kann man immer wieder erkennen, dass die Unwissenheit der Besitzer oftmals zu einem sehr trostlosen Dasein der Tiere führen kann, da wichtiges Hintergrundwissen zu den natürlichen Lebensbedingungen und Sozialstrukturen der Tiere schlichtweg fehlen.“, weiß Sandy Gass, Leiterin der Tiergartenschule zu berichten. So würden Wellensittiche beispielsweise einzeln in viel zu kleinen Käfigen gehalten, obwohl diese Schwarmvögel sind und sich entsprechend nur in einer Gruppe richtig wohlfühlen können. In einem spannenden Rundgang durch den Tiergarten erfahren die Besucher Wissenswertes über die Haltung von Heimtieren, basierend auf deren Ansprüche in freier Wildbahn und erhalten zugleich einen Einblick in die Arbeit der Tierpfleger des Eurasien-Reviers. Die Führung richtet sich an Besucher jeden Alters, Heimtierhalter und solche die es gerne werden möchten. Die Tierpfleger freuen sich auf viele interessierte Zuhörer. Gerne können Besucher, die mit dem Gedanken spielen sich ein eigenes Tier anzuschaffen, viele Fragen stellen und herausfinden, welches letztendlich das richtige für sie sein könnte. Anmeldungen zur Sonderführung am Sonntag, 27. August 2017 um 14 Uhr sind ab sofort möglich – wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter der Tel. 0 62 41 97 22 7 – 0! Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt und der Eintritt kostet neun Euro. Dauerkarten sind bei dieser Veranstaltung nicht gültig.

Allwetterzoo Münster 17.08.2017
Nashörnchen Amiri trifft auf seinen Vater Harry im Allwetterzoo Münster
Mittlerweile ist der kleine Nashornbulle Amiri (*20.05.2017) aus dem Allwetterzoo Münster knappe drei Monate alt. Breitmaul-Mutter Jane kümmert sich von Anfang an vorbildlich um den Kleinen. Nachdem vor gut sechs Wochen bereits Nashorndame „Tante Vicky“ mit den beiden erfolgreich zusammengelassen wurde, fehlt nun nur noch Vater Harry und Familie Breitmaulnashorn ist komplett. Seit Juli beschnuppern sich nun auch Vater und Sohn unter strenger Beobachtung von Mutter Jane und Tante Vicky im Hintergrund. Das erste Beschnuppern verlief nur kurz. Da sich aber alle Nashörner untereinander gut verstanden haben, wurden die Zeiten entsprechend verlängert. Mittlerweile ist Familie Nashorn schon fast den ganzen Tag zusammen.Besonders spektakulär ist immer noch der Moment des Zusammenlassens am Morgen, wenn die beiden Bullen spielerisch ihre Stärke testen und der kleine Amiri dabei ganz schön frech Vater Harry gegenüber auftritt. Mutter Jane ist immer in der Nähe. Anfangs stand sie noch hinter Amiri, um alles hautnah mitzubekommen und mit ihrem gewaltigen Horn Vater Harry aus dem Hintergrund einzuschüchtern. Mittlerweile frisst sie auch schon mal ganz entspannt eine Anlage weiter und lässt Amiri seine eigenen Erfahrungen machen. Sobald der Kleine aber nur ein zartes Hilfe-Schnauben von sich gibt, flitzt Jane blitzschnell um die Ecke und weist den Vater mit einem bestimmenden Schnauben in seine Schranken. Ebenfalls entspannt beobachtet Tante Vicky gemütlich grasend aus der Ferne die beiden kämpfenden Bullen, weiß aber auch ihr Horn gezielt zum Kampf einzusetzen sobald der kleine Amiri auch mal mit ihr den Hörner-Kampf spielt… Das Zusammenleben der Familie Breitmaulnashorn im Allwetterzoo klappt also sehr gut! Die Tiere können alle drei Außenanlagen nutzen und treffen dabei immer wieder alle zusammen, nutzen aber auch gerne in Kleingruppen oder gar alleine einzelne Anlagen. Gut zu wissen… Tante Vicky ist nicht die richtige Tante von Amiri, sondern Janes beste Freundin. Die 30jährige Vicky ist wie Amiri Münsteranerin, sie kam 1986 im Allwetterzoo zur Welt. Vicky und Amiri verstehen sich gut, aber Mutter Jane schaut aufmerksam zu, wenn sich die beiden näher kommen. Und auch mit Breitmaulnashorn Harry, Amiris Vater, versteht sich Amiri grundsätzlich gut. Gerne testet er auf spielerische Art mit Vicky aber vor allem mit Papa Harry sein noch kleines Horn aus. Der „Hörner-Kampf“ ist für kleine Nashörner wichtig, um zu lernen sich später gegenüber Artgenossen durchzusetzen. Im Allwetterzoo Münster leben zurzeit vier Breitmaulnashörner: Der Bulle Harry (26 Jahre) sowie die beiden Kühe Vicky (30) und Jane (17) mit Jungtier Amiri vom 20. Mai 2017. Jane kam 11-jährig im Oktober 2011 aus dem Safaripark Blair Drummond bei Edinburgh in den Allwetterzoo. Am 23. Mai 2013 kam ihr erstes Kalb Eno zur Welt, der seit Dezember 2016 im Zoo Lille in Frankreich lebt.

Zoo Hoyerswerda 17.08.2017
Tiergartenfest im Zoo Hoyerswerda
Der Zoo Hoyerswerda lädt am 27. August zum großen Tiergartenfest ein. Gemeinsam mit dem Verein der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. wird das Familienfest mit buntem Bühnenprogramm, Spiel- und Spaßaktionen für Groß und Klein gefeiert. Das Orchester Lausitzer Braunkohle e.V. beginnt den Tag um 11:00 Uhr unter der Leitung von Dirigent Matthew Lynch mit einem bunten Repertoire aus klassischer Blasmusik und modernen Rock- und Popklängen. Anschließend wird Thomas Spillner, bekannt durch die Gruppe Winni 2, die Besucher mit altbekannten Hits mitreißen und durch die Hitwelt aus 40 Jahren Musikgeschichte des Rock, Pop und Beat führen. Mit einer aufregenden Zirkusshow animiert die Kinder- und Jugendfarm alle kleinen Gäste zum Mitmachen und Spaß haben. Ab 16:00 Uhr bieten sich Hase und Igel auf der Bühne ein Wettrennen – wer wird wohl dieses Mal gewinnen? Nach dem sportlichen Wettkampf zwischen den beiden geht es für die kleinen Gäste mit der Musikschule Hoyerswerda musikalisch weiter. Bei der abschließenden Minidisko können alle Gäste dann noch einmal selbst rhythmisch aktiv werden. Neben dem Bühnenprogramm kann man beim Basteln kreativ werden. Beim Kinderschminken bietet sich die Möglichkeit in die Rolle eines Löwen, Schmetterling oder Drachen kann man schlüpfen, und beim Airbrush bekommen unsere kleinen Besucher coole Tattoos verpasst. Programm: 11:00 Uhr Orchester Lausitzer Braunkohle e.V., 13:15 Uhr Begrüßung durch den Zoologischen Leiter Eugène Bruins und Vorstandsvorsitzenden des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. Karsten Bormann Neues aus dem Zoo Hoyerswerda, 14:00 Uhr Thomas Spillner, 15:15 Uhr Zirkusshow Kinder- und Jugendfarm, 16:00 Uhr Puppentheater Hase und Igel, 17:00 Uhr Musikschule Hoyerswerda, 17:30 Uhr Minidisko, 18:00 Uhr Ende Bühnenprogramm.

Fossilium & Tierpark Bochum 17.08.2017
Sicher durch den Alltag – Seniorensicherheitsberater tagen im Tierpark + Fossilium Bochum
Um an Geld zu kommen, versuchen Betrüger gezielt ältere Menschen hinters Licht zu führen, indem sie sich als Enkel oder Polizeibeamter ausgeben und so die Hilfsbereitschaft und Unsicherheit ihrer Opfer schamlos ausnutzen. Doch auf die Maschen von Trickbetrügern fallen diese Beiden nicht herein: Ilse (86) und Werner Lipka (86) sind Seniorensicherheitsberater (kurz: SeSiBe) und mit den aktuellsten Methoden der Kriminellen vertraut. Ihr Wissen und ihre Tipps, wie sich Senioren gegen Betrugsversuche wappnen können, geben sie im Rahmen ihres Ehrenamts an Bewohner von Pflegeheimen und anderen Einrichtungen weiter. Am Dienstag, 15. August 2017, besuchten sie zusammen mit 13 weiteren Teilnehmern des Projekts der Polizei Bochum und der Stadt Herne den Tierpark + Fossilium Bochum. Anlass war eine Weiterbildungsmaßnahme mit einem Expertenvortrag zum Thema „Sicherheit“ durch Lothar Schulz vom Weissen Ring. „Ich bin schon seit 27 Jahren ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz tätig, bin im Seniorenbeirat der Stadt Herne und im Landesseniorenbeirat und nun seit einigen Jahren auch Seniorensicherheitsberaterin. Ich finde es wichtig, mich für Mitmenschen in meinem Alter einzusetzen und ihnen zu helfen. Dieses Engagement mit meinem Mann zu teilen ist besonders erfüllend“, so Ilse Lipka. Aufgrund ihrer zahlreichen Ehrenämter und ihres Einsatzes wurden Ilse und Werner Lipka vor kurzem zu Ehrenbürgern der Stadt Herne ernannt. Bereits vor fünf Jahren hat das Rentnerpaar seine Ausbildung zu Seniorensicherheitsberatern – mit den Schwerpunkten Verhütung von Einbrüchen, Opferschutz, Verbraucherrecht, Verhalten in Notsituationen – erfolgreich abgeschlossen. SeSiBes fungieren als Bindeglied zwischen der Polizei, der Kommune und den Bürgern. Sie sind beratend tätig und vermitteln Senioren je nach Anliegen an die entsprechenden Behörden und Beratungsstellen. „Als Mehr-Generationen-Zoo liegt uns das Wohl unserer älteren Mitbürger sehr am Herzen. Mit individuell zugeschnittenen Bildungsangeboten richten wir uns gezielt an Senioren mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen. Wir freuen uns, dass wir der Polizei Bochum und den Seniorensicherheitsberatern eine Plattform für ihre Tagung bieten konnten, um das Projekt zu unterstützen“, erklärt Dr. Wilfried Werner, stellvertretender Zoodirektor des Tierparks. Nach dem Vortrag und angeregten Diskussionen stand eine Führung durch den Tierpark als krönender Abschluss auf dem Programm. Dabei machte die Gruppe auch bei den Schwarzspitzen-Riffhaien Station. Judith Becker, stellvertretende Zooschulleiterin, zeigte hier nicht nur ein Stück echte Haihaut, sondern auch ein Haigebiss, das für besondere Begeisterung bei den Senioren sorgte. „Ein Leben lang nachwachsende Zähne – die hätte ich auch gerne“, lacht Werner Lipka und hält sich den Unterkiefer an die Wange. Die Organisatoren des Projekts suchen immer nach neuen Interessierten, die Seniorensicherheitsberater werden wollen. Angesprochen sind mobile Damen und Herren ab 50+ mit dem Willen ehrenamtlich zu helfen und sich persönlich weiterzubilden.Weitere Informationen sowie eine kostenlose Beratung zu dem Themen Einbruchschutz, Computerkriminalität, Opferschutz, uvm. gibt es beim Kommissariat für Kriminalitätsvorbeugung der Polizei Bochum, Uhlandstr. 31, 44791 Bochum. Tel. 0234-909-4055.

Kölner Zoo 17.08.2017
Kuscheliger Nachwuchs bei den Bisons
Am 21.7.2017 wurde „Misu“ geboren. Er ist der Sohn der vierjährigen Lakota, die im August letzten Jahres aus dem Serengetipark Hodenhagen nach Köln kam. Sein Vater ist der ebenfalls vierjährige Cherokee, der aus der Kölner Herde stammt. Seine Mutter „Cheyenne“ (23 Jahre) und Halbschwester Ribanna (18 Jahre) vervollständigen die Gruppe. Bisonkälber beginnen bereits früh das Futter der erwachsenen Tiere zu testen. Dazu gehören Heu, Gras sowie etwas Kraftfutter und Möhren. Gelegentlich werden Äste angeboten. Bisons leben in Mutterfamilien bestehend aus mehreren Kühen und deren Nachwuchs. Die Bullen sondern sich im Herbst nach der Brunstzeit ab und stoßen erst wieder im späten Frühjahr zu den Kühen, wenn die Kalbesaison beginnt. Bald nach der Geburt werden die Kühe wieder fortpflanzungsbereit. Bei ersten Anzeichen werden sie von einem Bullen gehütet und gegen andere verteidigt. Dabei kommen die stärksten zuerst zum Zuge und die schwächeren und jüngeren erst zum Ende der Fortpflanzungssaison. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, das sich ursprünglich von trockenen Steppen Nordmexikos über die Prärien des mittleren Westen bis zu Weiden entlang der Flüsse in Alaska erstreckte, leben Bisons vor allem von Gräsern. Sie bevorzugen offene Landschaften. Hier herrschen im Sommer sehr hohe und im Winter sehr niedrige Temperaturen von weniger als -40°C. Bisons sind bestens an diese Extreme angepasst. Langes dichtes Fell schützt sie vor der Winterkälte. Nach dem Fellwechsel, der sich bis in den Sommer ziehen kann, ist das Haar-kleid für wenige Wochen kurz. Im Sommer suchen unsere Bisons nur selten Schatten auf. Man kann die ganze Herde häufig in der prallen Mittagssonne beim Tiefschlaf an den mit Sand aufgefüllten Stellen beobachten. 1867 lebten in Nordamerika noch schätzungsweise 15 Millionen Bisons. Bis 1870 töteten indianische wie weiße Jäger nur so viele Bisons, wie sie für ihren eigenen Bedarf benötigten. Während der Erschließung des Lands mit Eisenbahnlinien wurden Bisons in großer Zahl für die Ernährung der Bahnarbeiter abgeschossen. Es wurde ein Volkssport, vom Zug aus mit dem Gewehr Bisons abzuschießen. So konnte ein einziger „Büffeljäger“ etwa 50 bis 100 Tiere täglich erlegen. Einer der bekanntesten Bisonjäger war William F. Cody, der bald Buffalo Bill genannt wurde. Um der indigenen Bevölkerung, die diese großen Wildrinder vielfältig nutzten, die Lebensgrundlage zu entziehen, hatte das US-Militär den Auftrag die Bisons auszurotten. Ende der 1880iger Jahre lebten noch ca. 500 – 1000 Bisons, 200 davon im 1872 gegründeten Yellowstone Nationalpark. Seit dem 15. Januar 1883 war ihre Jagd zumindest dort verboten. Man ging davon aus, dass die Art endgültig verschwinden würde und beauftragte 1886 William Temple Hornaday, den späteren Direktor des Zoos in New York, einige Bisons für das Nationalmuseum zu sammeln, um künftigen Generationen wenigstens anhand von ausgestopften Exemplaren deren Aussehen zu vermitteln. Eine von Hornaday erworbene Herde lebender Tiere bildete den Grundstock einer Zoopopulation. Zudem initiierte er vielfältige Schutzmaßnahmen für die verbliebenen wildlebenden Bisons. Heute gibt es wieder mehr als 530.000 Bisons in Nordamerika. Allerdings werden 97% für kommerzielle Zwecke in 4.000 Farmen gezüchtet und gehalten. Nur circa 15.000 Bisons sind tatsächlich wildlebend, weitere 15.000 werden zu Erhaltungszuchtzwecken in umzäunten Reservaten gemanagt. Nur 8 der 65 gemanagten Herden bestehen aus mehr als 1.000 Individuen.

Tiergarten Nürnberg 17.08.2017
Letzte Chance für den Vaquita
Der Vaquita (Phocoena sinus) wurde im Jahre 1958 erstmals wissenschaftlich beschrieben. Es handelt sich um einen kleinen (< 150 cm) Schweinswal, der endemisch in einem ursprünglich 4.000 km2 großen Gebiet der Baja California vorkam. Aktuell ist das Verbreitungsgebiet auf 2.235 km2 geschrumpft. Vor 20 Jahren, im Jahr 1997, konnten noch knapp 600 Individuen gesichtet werden. Im Sommer 2016 wurde der Bestand auf rund 30 Tiere geschätzt. Der Vaquita wird von der IUCN in der Roten Liste seit 1996 als unmittelbar von der Ausrottung bedroht gelistet. Im April 2017 empfahl das „Comite Internacional Para La Recuperation de la Vaquita“ (CIRVA) auf ihrem 9. Treffen (CIRVA-9), dass die einzige und letzte Chance zur Rettung des Vaquitas der Fang der Tiere und ihre Haltung und Vermehrung in Menschenhand ist und sofortiges Handeln notwendig sei. Der Verlust von 95% der Population binnen 20 Jahren hat nur eine erkennbare Ursache: die Verwendung von Stellnetzen für den Fang des (ebenfalls bedrohten) Totoaba-Fischs (Totoaba macdonaldi) im Verbreitungsgebiet des Vaquitas. Alle Bemühungen durch ein Fischereiverbot und die Bergung von Geisternetzen, das Sterben des Vaquitas zu beenden, blieben bislang erfolglos. Die Schwimmblase des bis zu 2 m langen Totoabas erzielt auf dem Chinesischen Markt derart astronomische Preise, dass die illegale Fischerei mittlerweile teilweise von der mexikanischen Drogenmafia mitgetragen und abgeschöpft wird. Die staatlichen Verbote greifen nicht, Totoaba und Vaquita verenden schneller in den Netzen als Schutzmaßnahmen Wirkung zeigen können. Seit der letzten Zählung des Vaquita-Bestands, läuft seit März die diesjährige Fangsaison auf den Totoaba. Wie viele Vaquitas aktuell noch leben, ist deshalb nicht bekannt. Ziel der Fang- und Rettungsaktion: Es sollen so viele Vaquitas wie möglich gefangen, in Sea Pens überführt und an die Bedingungen gewöhnt werden (Phase Eins und Zwei). Danach werden alle Tiere, die sich adaptieren in ein Sanctuary überführt werden, in dem sie leben und sich vermehren sollen, bis die illegale Fischerei zuverlässig unterbunden und alle Geisternetze geborgen sind (Phase Drei). Letztendlich werden alle gesunden und gut vorbereiteten Tiere wieder im ursprünglichen Verbreitungsgebiet ausgewildert (Phase Vier). Zeitplan: Die Fangaktion beginnt im Oktober 2017 und wird im November 2017 beendet. Finanzplan: Phasen Eins und Zwei kosten mindestens 5 Millionen US-Dollar. 3 Millionen US-Dollar hat die mexikanische Regierung bereits zur Verfügung gestellt und auf das Projektkonto überwiesen. 1,2 Millionen US-Dollar hat die AZA, die amerikanische Zoovereinigung, aufgebracht. 800.000 US-Dollar fehlen noch für die Phasen Eins und Zwei. Projektstruktur: Ein „Consortium for Vaquita Conservation, Protection, and Recovery“ (Vaquita CPR) wurde gegründet, das aus führenden Spezialisten für Schweinswale, Schweinswalfang, Delphinfang und –management, Schweinswal-Rehabilitation und Veterinärmedizin besteht. Die Fachleute kommen aus Mexiko, Kanada, den USA, Dänemark und den Niederlanden zusammen. Das führende Management Team des Vaquita CPR berichtet an CIRVA und die Secretaría de Medio Ambiente y Recursos Naturales - SEMARNAT (zuständige mexikanische Behörde) Das Management Team des Vaquita CPR steht in ständigem Kontakt mit und wird beraten von einer internationalen Expert Advisory Group (EAG). Ein Independent Review Panel (IRP) überprüft alle Pläne, spricht Empfehlungen aus und evaluiert jede Phase der Aktion sowie jeden Todesfall und den Stand der Umsetzung. Finanzierung: 4,2 von 5 Millionen US-Dollar für die Phasen Eins und Zwei sind gesichert. Personal: Alle benötigten Teams für Boote, Fang, Versorgung, medizinische Betreuung, 24-Stunden-Überwachung usw. sind zusammengestellt. Bau: Schweinswal-taugliche Netze, Transportboxen, Fangvorrichtungen, Sea Pens für die Erstaufnahme der Tiere, Land-Pools für Notfälle mit Wasseraufbereitung, Fischzuchtanlagen usw. sind z. T. fertig gestellt oder befinden sich im Bau. Logistik und Genehmigungen: Alle Genehmigungen der mexikanischen Behörden für die Intervention internationaler Schiffe mit internationalen Teams in mexikanischen Gewässern sind erteilt. Fang- und Haltungsgenehmigungen sind erteilt. Transportgenehmigungen für unvorhersehbare Notfälle innerhalb Mexikos und in die USA stehen noch aus. Alle Boote für die Suche, die Verfolgung, den Fang, den Transport, die Fischtiefkühlung usw. stehen bereit. Risiken: Ohne die geplante Notmaßnahme zur Bergung der verbliebenen Tiere wird die Aussterbewahrscheinlichkeit für den Vaquita auf 100% eingeschätzt. Der Fang, der Transport, die Überführung der Tiere in eine neue physische und soziale Umgebung, die Eingewöhnung und die dauerhafte Haltung der Tiere stellen in jedem einzelnen Schritt Risiken für die Tiere dar. Deshalb wurden für jeden einzelnen Schritt Risikoanalysen und – beurteilungen durchgeführt und Krisenpläne ausgearbeitet, die jeweils Entscheidungswege beinhalten, die zur Weiterführung, Unterbrechung oder zum Abbruch der jeweiligen Aktion führen. Jedes Tier, das wegen Risiken für sein Leben wieder freigelassen werden muss, soll mit einem Sender markiert werden, über den sein weiterer Verbleib verfolgt werden kann. Die Rolle von Tiergarten Nürnberg / YAQU PACHA / Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. Ende Juni 2017 starteten der Tiergarten Nürnberg, die Artenschutzgesellschaft YAQU PACHA und Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. die erste Vaquita Kampagne im deutschsprachigen Raum mit dem Ziel auf die Probleme des Vaquita hinzuweisen aber auch um Gelder zu akquirieren um dieses Projekt zu unterstützen. Insgesamt wurden bereits 30.000 Euro für das Projekt gesammelt. Darüber hinaus versuchen nun alle drei Partner Zoos nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa für das Projekt zu gewinnen. Ziel ist es, bis Ende des Jahres die fehlende Summe von 800.000 US- Dollar aufzubringen. Zoo Neunkirchen 17.08.2017
Affiger Ringtausch
Orang-Utan-Mann als Neuzugang im Neunkircher Zoo – Weibchen NOAH nach Frankreich abgereist. Im Neunkircher Zoo war bei den Sumatra-Orang-Utans eine turbulente Zeit in den letzten Wochen: Zuerst war die fast einjährige männerlose Zeit vorbei, denn das zwölf Jahre alte Männchen LUCU kam aus dem Zoo Frankfurt am Main an. Im Gegenzug hieß es aber fast gleichzeitig Abschied nehmen von dem Orang-Utan-Weibchen NOAH (33 Jahre alt). Sie hat nach zehn Jahren den Zoo in der Kreisstadt Neunkirchen mit dem Reiseziel Frankreich verlassen und im Zoo d´ Amnéville ihr neues Zuhause gefunden. Die beiden Orang-Utan-Transfers wurden im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) durchgeführt. LUCU soll zukünftig mit den beiden älteren Neunkircher Orang-Utan-Weibchen STRUPPI (12 Jahre alt) und REZEKI (10 Jahre alt), beide Töchter von NOAH, für Nachwuchs sorgen. NOAH soll ebenso in Frankreich mit einem neuen Partner weiterhin zum Arterhalt beitragen. Langsames Kennenlernen Bisher haben LUCU und die erwachsenen Neunkircher Orang-Utan-Damen die ersten zarten Bande geknüpft; wegen den beiden Jungtieren SURYA (4 Jahre alt) und NANTI (1 Jahr alt) noch mit großer Vorsicht. Der neue Mann im Affenhaus ist STRUPPI und REZEKI noch nicht so ganz geheuer. LUCU lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und ist auf eine sanfte Weise sehr interessiert an den Mitbewohnerinnen und der neuen Umgebung. NOAH wurde in Amnéville ebenso behutsam an ihr neues Zuhause und ihren zukünftigen Partner gewöhnt. Die beiden sind aber schon fast unzertrennlich und wie die französischen Kollegen berichten, konnten bereits Paarungen beobachtet werden. „Wir hoffen sehr mit dem erfolgten Austausch auch zukünftig zum Arterhalt der faszinierenden und leider vom Aussterben bedrohten Sumatra-Orang-Utans beizutragen.“, betont der Neunkircher Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch. Mehr erfahren Sie auch unter www.neunkircherzoo.de und auf der facebook-Seite des Neunkircher Zoos.

Opel-Zoo Kronberg 17.08.2017
Nachwuchs bei den Erdmännchen im Opel-Zoo – Die beiden Jungtiere haben den Bau verlassen
Die Erdmännchen im Opel-Zoo haben Nachwuchs. In Hessen sind diese Woche gespannte Erstklässler in das Schulleben gestartet, hier sind es zwei Jungtiere, die nun den unterirdischen Bau verlassen haben und mit der Gruppe auf der Außenanlage bei ihren ersten Erkundungen und Sonnenbädern zu sehen sind. Die Zoomitarbeiter haben bereits darauf gewartet. Denn im Frühjahr war ein weibliches Erdmännchen aus dem Zoo Dortmund in die aus drei Männchen bestehende Kronberger Gruppe gekommen. Schon bald darauf war zu erkennen dass sie tragend war. Später zog sich das Weibchen in einen selbst gegrabenen Bau im Außengehege zurück, wo sie im Juli die beiden Jungen zur Welt brachte. Erdmännchen sind Raubtiere, bei denen die Jungtiere blind, taub und völlig unselbständig geboren werden. Sie bleiben in den ersten Lebenswochen im Bau und verlassen ihn erst, wenn sie groß genug sind und sich weiter entwickelt haben. Nun kümmern sich die erwachsenen Tiere gemeinsam um die Aufzucht der Jungtiere, wenn die Mutter auf Futtersuche geht, um gute und ausreichend Milch zu haben. Dabei wechseln sich die Alttiere nicht nur beim Hüten der Kleinen ab, sondern auch in der Funktion des aufmerksamen Wächters, der nach Feinden Ausschau hält und bei Gefahr warnt. Die Aufgabenteilung und enge Zusammenarbeit der Erdmännchen ist nicht nur zu beobachten, sondern auch zu hören: Damit kein Streit in der Gruppe entsteht und der Zusammenhalt gestärkt wird, tauschen sie fast ununterbrochen untereinander Kontakt- und Beschwichtigungslaute aus. Auch die Jungtiere sind bereits in diese Kommunikation mit einbezogen. Erdmännchen kommen aus dem südlichen Afrika und lieben die Wärme. Das ist auch in diesen Tagen im Opel-Zoo gut zu sehen, wenn sie ihre Nahrungssuche und das Herumtollen auf der Außenanlage immer wieder unterbrechen, um buchstäblich einmal „ihren Bauch in die Sonne zu halten“.

Natur- und Tierpark Goldau 17.08.2017
Hesch mer en Stutz?
Im Natur- und Tierpark Goldau teilen Füchse und Dachse eine Anlage. Das Areal war eines der ersten, in dem der Park nicht nur eine, sondern zwei Säugetierarten unterbrachte. Obwohl sich Füchse und Dachse in der Natur den Lebensraum teilen, gehen sie sich meist aus dem Weg. Im Tierpark ist die Ausweichmöglichkeit gering, die Anlage wird mehr den Bedürfnissen der Dachse gerecht und die Möglichkeiten bezüglich Tierbetreuung sind beschränkt. Darum sollen beide Tierarten ihr eigenes Refugium bekommen. Hier beim Crowdfunding mitmachen: https://letshelp.ch/projects/hesch-mer-en-stutz.

Tiergarten Worms 16.08.2017
Auf Entdeckungstour im Tiergarten Worms
Rund 120 Kinder machten sich gut betreut auf, den Tiergarten im Rahmen der Ferienspiele der Freizeitbetriebe Worms zu erkunden. In den Sommerferien 2017 drehte sich diesmal alles um die Vielfalt, Klassifikation, Lebensräume, Nahrung und Domestikation unserer einheimischen Tiere. In zahlreichen Erkundungstouren durch die Reviere fanden die Kinder heraus, welche Tierarten bei uns zu Hause sind und gingen dabei auch auf Tuchfühlung mit zahlreichen tierischen Bewohnern. Dass gerade die direkte Begegnung mit den Tieren für die Kinder ein absolutes Highlight ist, bestätigt Michel S., 9 Jahre: „Ich war schon einmal bei den Ferienspielen im Tiergarten und bin ganz begeistert von den Tieren. Wir durften sogar beim Füttern helfen und mit den Tierpflegern direkt in die Gehege. Das hat richtig Spaß gemacht“, fasst er seine ganz persönlichen Höhepunkte zusammen. Und auch Sandy Gass, Leiterin der Tiergartenschule, weiß zu berichten, dass die Begegnungen mit den Tieren eben sehr besondere sind. „Die Kinder sind immer sehr aufmerksam bei der Sache und sehr interessiert an allem, was wir Ihnen an Wissen über die Tiere vermitteln können.“, berichtet sie. „Im Tiergarten haben wir natürlich viel mehr Möglichkeiten und jede Menge lebende Anschauungsobjekte, die sonst nur in Biologiebüchern zu finden sind. Das macht es für uns manchmal etwas einfacher.“ Der Wissenstransfer geschieht spielerisch und in einem zwanglosen Umfeld, so dass die Kinder dies gar nicht als Lernsituation wahrnehmen. Neben diesen tierischen Momenten wurde viel gebastelt und gespielt und auch das Toben auf der großen Wiese und auf dem Spielplatz kam nicht zu kurz und dabei wurden unter den Kindern auch neue Freundschaften geschlossen. Zoopädagogin Sandy Gass und Ihr Betreuerteam freuen sich darüber, dass ihr Angebot so schön angenommen wurde und die Kinder sich so begeistert zeigten.Die nächsten Ferienspiele sind im Herbst geplant. Im Zeitraum vom 2.-6. und 9.-13. Oktober findet im Tiergarten Worms das neue Ferienprogramm statt. Anmeldungen hierfür sind jederzeit möglich.

Wildpark Lüneburger Heide 16.08.2017
Geretteter Seeadler hebt im Airbus-Werk ab: Wildpark-Falkner pflegen verletzten Greifvogel aus Hamburger Airbus-Werk gesund und wildern „Frida von Finkenwerder“ erfolgreich aus
Starts und Landungen sind im Airbus-Werk in Hamburg Finkenwerder nichts Ungewöhnliches. Zahlreiche Transportmaschinen und fertig montierte Personenflugzeuge heben hier täglich ab. Das 360 Hektar große Areal direkt an der Elbe ist aber auch Heimat für viele andere fliegende Zeitgenossen. Unter anderem leben hier zwei Seeadler-Pärchen. Eines der Weibchen hatte kürzlich eine schmerzhafte Auseinandersetzung mit einem Artgenossen. „Wir haben den Vogel völlig entkräftet und erschöpft am Außendeich des Werks an der Elbe entdeckt“, berichtet Stefan Nowak, Vogelschlagbeauftragter bei Airbus in Hamburg. Schnell war klar: ohne fremde Hilfe hätte der Seeadler keine Überlebenschance gehabt und wäre verendet. Nowak handelte sofort. Es gelang ihm, das verletzte Tier einzufangen und auf direktem Weg in die Greifvogel-Auffangstation im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf zu bringen. „Der Adler hatte tiefe Stichverletzungen in der Brust, die aus einem Kampf mit einem anderen Adler stammen mussten“, erinnert sich Wildpark-Falkner Michael Kirchner. „Anfangs sahen die Überlebenschancen nicht gut aus. Das Tier war extrem apathisch und stand offensichtlich unter Schock. Sein Kreislauf war kurz vor dem Zusammenbruch“, so Kirchner. Der Falkner handelte sofort: Mit schmerzstillenden Mitteln und Entzündungshemmern wurde der Vogel stabilisiert und dann behutsam aufgepäppelt. Nach ein Paar Tagen kehrte der Überlebenswille in das etwa vier Jahre alte Seeadler-Weibchen zurück. Von da an ging es mit der Genesung schnell bergauf. Schon nach 14 Tagen war der Vogel wieder gesund und sollte in die Freiheit entlassen werden. Allerdings nicht irgendwo, sondern genau an dem Ort, an dem Stefan Nowak ihn verletzt aufgefunden hatte. Als der Tag der Auswilderung gekommen war, traute „Frida von Finkenwerder“ – so hatte Nowak das Adlerweibchen getauft – dem Ganzen anfangs gar nicht. Als Michael Kirchner die Tür der Transportkiste öffnete, machte „Frida“ keine Anstalten, überhaupt einen Schritt in die Freiheit zu tun. Mit ein wenig freundlichem Zureden machte der Vogel einen Satz aus der Kiste und landete gleich wieder auf der Asphaltstraße, die das Airbus-Werk zwischen Deich und Elbe umgibt. Dann doch der Moment, auf den alle gewartet hatten: Mit zwei, drei kräftigen Flügelschlägen erhob sich der Adler in die Luft, flog schnurstracks auf das nahe gelegene Naturschutzgebiet Neßsand, einer Insel in der Elbe zwischen dem Alten Land und Blankenese, zu und entschwand außer Sichtweite. „Dieser Moment, wenn ein ehemals verletzter Vogel erfolgreich wieder ausgewildert werden kann, ist immer sehr erhebend“, bemerkt Michael Kirchner, der jedes Jahr in der Greifvogel-Auffangstation im Wildpark zusammen mit seinen Kollegen zwischen 50 und 80 verletzte Vögel betreut. Auch Stefan Nowak freut sich über die erfolgreiche Rettung des Seeadler-Weibchens. In seiner Funktion als Vogelschlagbeauftragter, auf Neudeutsch „Birdstrike Manager“ sorgt er bei Airbus dafür, dass „die lebendigen Vögel nicht gegen die aus Blech fliegen“, wie er es beschreibt. „Hierzu gibt es zahlreiche Maßnahmen – eine davon ist es, das Gelände für Vögel nahrungstechnisch unattraktiv zu machen“, sagt Nowak „und dazu gehört unter anderem die Jagd auf Kaninchen, die sich bei uns ebenfalls sehr wohl fühlen“. Zu seinen Aufgaben gehört aber auch die kontinuierliche Erfassung des Vogelbestandes. „Wir zählen jede Woche alle Vögel ab Taubengröße aufwärts“, berichtet Nowak. Demnach tummeln sich auf dem riesigen Gelände derzeit rund 50 Vogelarten, allein an Sturmmöwen sind es etwas 3000 Tiere.

Zoo Heidelberg 16.08.2017
Elefantentag im Zoo Heidelberg sammelt Geld für Elefantenschutz in Sri Lanka: Gelungene Veranstaltung mit hohem Gewinn für den Schutz Asiatischer Elefanten
Wie erfolgreich die Arbeit der Zoos für den Artenschutz ist, zeigte die ausgebuchte Veranstaltung im Zoo Heidelberg am Samstag, den 12. August 2017. Insgesamt 120 Teilnehmer informierten sich bei der exklusiven Abendveranstaltung zum Welt-Elefantentag im Zoo Heidelberg über Elefantenhaltung, Erhaltungszucht und Artenschutz. Im Rahmen der Veranstaltung wurde für das Artenschutzprojekt zur Auswilderung Asiatischer Elefanten in Sri Lanka geworben. Mit dem Erlös aus der Versteigerung der Elefantenkunstwerke sammelte der Zoo rund 1.700 Euro für das Projekt. Während vor dem Eingang Zoogegner ihre Ansichten über die vermeintlichen Zustände der Tierhaltung in Zoos mit Plakaten kundtaten, zeigte der Zoo im Elefantenrevier aktiv sein Engagement für den Schutz der stark bedrohten Asiatischen Elefanten. Zoomitarbeiter und Elefantenpfleger sowie der Zoodirektor selbst standen bis ca. 22 Uhr den Gästen an vier Infostationen für alle Fragen rund um die sympathischen Dickhäuter bereit. Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann schilderte im Elefantenhaus die Umstände, die zur Bedrohung der Elefanten führen und erklärte, welche Maßnahmen Zoos und speziell der Zoo Heidelberg zum Schutz der gefährdeten Tiere umsetzen. So unterstützt der Zoo Heidelberg seit 2013 das Freilandprojekt in Sri Lanka zur Wiederauswilderung verwaister und verletzter Asiatischer Elefanten. Ebenso die neue Kooperation mit dem WWF, durch die ein Projekt in Thailand für den Erhalt der Asiatischen Elefanten in ihrer Heimat finanziell unterstützt wird, zählt zu den Aktivitäten, die der Zoo im Freiland fördert. Im Trainingsbereich, hinter den Kulissen, erklärten die Tierpfleger Kim Kleene und Manuel Stumpf, was es mit dem Konzept des „geschützten Kontakts“ in der Elefantenhaltung auf sich hat: An ihren Stationen gingen die beiden Tierpfleger speziell auf das Training allein durch positive Verstärkung mit den Elefanten ein. In Heidelberg lernen die Elefanten an einer speziellen Trainingswand mit den Pflegern und dem Tierarzt zu kooperieren, sodass medizinische Behandlungen für die Tiere stressfrei erfolgen können. Wie schwierig diese Trainingseinheiten sein können, erfuhren die Gäste bei praktischen Mitmachübungen. Eine Besucherin berichtet: „Ich hätte nicht gedacht, dass das Training so umfangreich ist. Die Bambusstäbe werden hier ausschließlich als Zeigestock eingesetzt, um dem Elefantenbullen zu erklären, was erwartet wird. Da braucht es ganz schön viel Geduld und Vertrauen zwischen Tier und Tierpfleger bis alles gut klappt“. In der Heuscheune drehte sich alles rund um Futter und Zähne. Tierpfleger Angus Sünner informierte, was Elefanten fressen und wie eine Zahnoperation bei den grauen Riesen erfolgt. Mit einer Fotodokumentation erklärte er den Besuchern anschaulich den Ablauf einer Stoßzahnoperation. Vor der Außenanlage berichteten Sandra Reichler, wissenschaftliche Assistentin im Zoo Heidelberg, und Frederik Linti über die einzelnen Bewohner der Heidelberger WG: Gandhi, Tarak, Ludwig und Yadanar. Linti, der aktuell ein Forschungsprojekt über die Elefanten im Zoo betreut, stellte dabei sein Projekt und erste Ergebnisse vor. Mittels GPS-Sensoren, die an den Füßen der Elefanten befestigt werden, erforscht er die Laufwege der vier Riesen auf der Anlage. Zum Abschluss trafen sich alle Teilnehmer wieder im Elefantenhaus zur Auktion der Elefantenkunstwerke. In unterhaltsamer Manier versteigerte Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die selbstgemalten Kunstwerke der vier tierischen Künstler. Ein besonders hohes Gebot erzielte ein goldener Fußabdruck von Elefant Tarak auf lilafarbenem Hintergrund. Mit der Versteigerung kamen rund 1.700 Euro zusammen, die dem Freilandprojekt in Sri Lanka zur Auswilderung Asiatischer Elefanten zugutekommen. Als spät am Abend das große Elefantenhaus wieder leergeräumt war und die vier Dickhäuter wieder „nach Hause“ konnten, gab es auch für die vier großen Jungs einige neue Gerüche in der Halle zu beschnuppern – und natürlich noch ein paar kleine Leckereien als Dankeschön für die gute Mitarbeit.

Zoo Zürich 16.08.2017
START INS LEBEN – EINMAL PLUMP UND HILFLOS, EINMAL WENDIG UND GIFTIG – In der Kühle geschlüpfte Königspinguine und in der Wärme «geborene» Seitenwinder-Klapperschlangen.
Zwei Tierarten stehen im Fokus, die wohl sehr gegensätzlich sind – etwa was ihre Wohlfühltemperatur anbetrifft –, aber auch Gemeinsamkeiten aufweisen. Die eine ist: Die Jungen entwickeln sich in einem Ei. Die andere: Beide betreiben auf ihre Art Brutpflege. KÖNIGSPINGUIN – Start in kühler Umgebung – Nah am Körper, in einer Hautfalte über den Füssen, bebrüten bei den Königspinguinen die Paarpartner ihr einzelnes Ei abwechslungsweise während rund 52 bis 56 Tagen. Die so auf das Ei übertragene Körpertemperatur der Eltern liefert die für die Entwicklung des Embryos benötigte Wärme. Diese Hautfalte ist dann auch der kuschelig warme Aufenthaltsbereich des Kükens während der ersten Lebenswochen. Das erste graue und noch dünne Daunenkleid wird dann abgelöst von einem dichteren, mehrschichtigen braunen Daunenkleid. Mit etwa einem Jahr mausern die jungen Königspinguine schliesslich ins Erwachsenengefieder, mit dem sie nun ins Wasser gehen und sich selbständig ernähren können. Gesunde Gewichtsschwankungen – Königspinguine ernähren sich von Fischen, Tintenfischen und Krill. Um ihre Jagdgebiete zu erreichen, sind sie zum Teil mehrere Tage im Meer unterwegs. Ihre Jungen versorgen sie mit vorverdauter Nahrung, die sie hervorwürgen. Betrachtet man den Verlauf der Gewichtskurve der Vögel, stellt man grosse Schwankungen fest. Hat das Weibchen sein Ei gelegt, übergibt sie es dem Männchen, der es während der ersten etwa 15 bis 20 Tage ohne Nahrungsaufnahme bebrütet. In der Folge wechseln sich die beiden Paarpartner alle zwei bis drei Wochen mit Brüten ab und gehen zwischendurch auf Nahrungssuche. Auch während der Mauserzeit zehren sie von angelegten Reserven. Gewichtsschwankungen prägen auch die Jungvögel: Reichlich mit Reserven ausgestattet – sie sind in dieser Phase voluminöser als ihre Eltern – verbringen sie im Winter mehrere Monate an Land ohne regelmässige Fütterungen. Gezieltes Rendez-vous unter Tausenden – Königspinguine sind gesellige Vögel. Sie gehen in Gruppen auf Futtersuche und sie brüten in Kolonien. In den Brutkolonien haben die Pinguine ein sehr regelmässiges Verteilungsmuster. Die Distanz zwischen den einzelnen Vögeln beträgt etwa 80 bis 100 Zentimeter: die «Hack-Distanz», die durch Drohen gegenüber den Nachbarn eingehalten wird. Bis zu mehrere zehntausend Brutpaare können solche Kolonien umfassen. Auch in einem solchen Gewimmel finden sich die Paarpartner und suchen die Eltern gezielt ihr einzelnes Küken auf. Dies geschieht akustisch auf Grund individueller Rufe. Erfolgreiche Zuchtgruppe – Die ersten Königspinguine erhielt der Zoo Zürich in den Jahren 1963/64. Diese Vögel starben aber alle nach kurzer Zeit an einer Infektion. Ein neuer Start wurde mit der Eröffnung des Exotariums 1989/90 mit 17 Vögeln aus den Zoos von Basel und Frankfurt sowie aus dem Handel gewagt. Bereits 1991 schlüpften die ersten beiden Jungvögel. Mit Ausnahme von fünf Jahren ohne Bruterfolg schlüpften seither jährlich 1 bis 4 Jungvögel, bisher insgesamt 45 an der Zahl. Nicht alle Jungvögel wurden erfolgreich grossgezogen. Der heutige Bestand an erwachsenen Tieren setzt sich zusammen aus sieben Vögeln aus Basel – mit dem Zoo Basel, gleichfalls ein erfolgreicher Königspinguin-Züchter, wurden rege Vögel ausgetauscht –, zehn in Zürich geschlüpften Vögeln sowie einem Vogel aus Rotterdam. Das älteste Tier kam 1988 zur Welt, das jüngste ist ein am 26. Juli geschlüpftes Küken. Ein weiteres Küken schlüpfte am 6. August, verstarb aber sechs Tage später. Der Weltbestand an Königspinguinen wird auf etwa 1.6 Millionen Brutpaare geschätzt. Ihr Verbreitungsgebiet liegt in der Subantarktis. Hier legen sie auf der Nahrungssuche grosse Distanzen im Meer zurück. Um das Muster der räumlichen Nutzung besser zu verstehen, untersucht der Antartic Research Trust ART unter anderem das Wanderverhalten der Königspinguine. Die Forschungsorganisation setzt sich für den langfristigen Schutz der Pinguine, Albatrosse und derer Lebensräume in der Antarktis ein. Der Zoo Zürich unterstützt die Organisation im Rahmen seines Naturschutzengagements. SEITENWINDER-KLAPPERSCHLANGE – Schlupf und Geburt – Reptilien sind – generell gesagt – Eier legend. Die Eier dieser wechselwarmen Tiere sind für ihre Entwicklung abhängig von der Umgebungstemperatur. Einen Einfluss auf die Umgebungstemperatur hat das Muttertier mit der Wahl des Ortes, an dem sie die Eier hinklebt, versteckt, vergräbt, in einem Nest unterbringt, oder gar mit Muskelkontraktionen, mit denen sie die Eier zusätzlich erwärmt. Es gibt aber auch Reptilien, die als lebendgebärend bezeichnet werden. Bei diesen Arten legt das Weibchen die Eier nicht ab, sondern trägt sie in ihrem Körper während derer Entwicklung mit sich herum. So sind die Eier gut geschützt und das Weibchen kann jeweils den für die Entwicklung der Eier günstigen Standort aufsuchen. Wenn die Jungtiere aus ihren Eiern schlüpfen, werden sie vom Muttertier quasi «geboren». Spezielle Anpassungen – Zu diesen lebendgebärenden Reptilien gehören die Seitenwinder-Klapperschlangen. Sie sind giftig und warnen bei drohender Gefahr vor drohender Gefahr mit einem rasselnden Geräusch, das die Schlange mit der am Schwanzende sitzenden Rassel erzeugt. Die Seitenwinder-Klapperschlange bewohnt sandige, wüstenartige Lebensräume nördlich der Baja California (nordwestliches Mexiko, südwestliche USA). Sie hat eine spezielle Fortbewegungsart entwickelt, bei der der Körper möglichst wenig in Kontakt kommt mit dem heissen Sandboden: Die Schlange stützt sich an zwei Punkten am Boden ab und rollt ihren Körper in Z-förmiger Haltung über diese Auflagenpunkte ab. Sie bewegt sich dabei seitlich in einem 45-Grad-Winkel. Eine weitere Besonderheit der Schlange ist ihr «thermisches Sehen». Mit ihrem Grubenorgan, paarig zwischen Auge und Nasenloch gelegen, kann sie sehr differenziert Wärmestrahlung wahrnehmen und so auch in völliger Dunkelheit potentielle Beutetiere wie Kleinsäuger lokalisieren. Von Geburt an giftig – Die Seitenwinder-Klapperschlange hielt mit der Eröffnung des Exotariums 1989 Einzug im Zoo Zürich. 1993 wurden erstmals Junge «geboren». Das Männchen des heute im Zoo lebenden Paares kam 2013 nach Zürich, das Weibchen 2016. Was die zunehmende Leibesfülle schon länger verriet, kam am 8. August ans Tageslicht: Das Weibchen brachte elf lebende und ein totes Jungtier zur Welt. Die kleinen Klapperschlangen mögen niedlich ausschauen, sie sind aber schon im Besitz eines funktionierenden Giftapparates. Gleich nach ihrem Schlupf sind sie auf sich selbst gestellt. Vorerst sind die jungen Klapperschlangen in einem eigenen Terrarium in der Anlage ihrer Eltern untergebracht. Weitere Mitbewohner dieser einem Wüstenhabitat nachempfundenen Anlage sind farbenprächtige Felsenleguane. Sie halten sich an den Felsbereich und kommen so den am Boden lebenden Klapperschlangen nicht in die Quere. Auch bei diesen Felsenleguanen sind kürzlich – erstmalig für den Zoo Zürich – Junge geschlüpft.

Zoo Basel 16.08.2017
Nachwuchs bei den Rothalsgänsen
Fast 25 Jahre lang gab es keine Rothalsgänse mehr im Zoo Basel. Nun hat ein Paar, das vor zwei Jahren aus England nach Basel gekommen ist, für Nachwuchs gesorgt. Die Eltern haben es sich mit ihren beiden Jungen bei den Flamingos gemütlich gemacht. Wie in der Natur haben sich die vier Rothalsgänse im Zoo Basel für den Nestbau den Juni ausgesucht, während die meisten Vögel früher im Jahr mit der Brut beginnen. Im Nest des einen Paares entdeckte der Tierpfleger am 27. Juni zwei Küken. Die zarten Gänschen sind nun zu strammen Teenagern herangewachsen und tummeln sich zwischen den Flamingos. Rothalsgänse sind sehr engagierte Eltern. Der Vater der beiden Jungen hat besonderen Einsatz für seine beiden Kinder gezeigt: Furchtlos vertrieb er die Nilgänse und jagte sie unermüdlich im „Dickicht“ der Flamingobeine herum. Die Flamingos nahmen die Verfolgungsjagden erstaunlich gelassen. Die Eier des zweiten Rothalsgans-Paares waren eines Tages leider verschwunden. Ein Nesträuber hat sich in ihrem Nest wohl einen Leckerbissen geholt. Am liebsten in Gesellschaft – Nicht nur im Zoo, auch in der Natur sind Rothalsgänse gern in Gesellschaft. Merkwürdigerweise suchen sie zum Brüten die Nähe von Falkennestern. Etwas seltener sieht man sie in Kolonien von Eis- oder Silbermöwen. Im Umkreis von Falken den Nachwuchs aufzuziehen erweist sich auf den zweiten Blick als sehr clever: Denn diese Raubvögel jagen nie in unmittelbarer Nähe ihres eigenen Nestes, vertreiben aber jeden Feind aus dem Brutgebiet, auch den Polarfuchs, der sich gerne an die Rothalsgansküken heranmacht. Vermutlich sind die Falken auch der Grund für die späte Brut der Gänse im Juni: Sie haben es den Falken einfach nachgemacht und geniessen so deren Schutz. Lebensraum schwindet – Fast hundert Zoos halten in Europa Rothalsgänse, aber in nur etwa zehn haben sie Nachwuchs, unter anderem im Zoo Basel, wo seit zwei Jahren wieder Rothalsgänse zu sehen sind. Zuvor lebte diese Art viele Jahrzehnte bis 1990 im Zoo Basel. In den 1940er Jahren ahnte noch niemand, dass diese Gänseart bald dramatisch zurückgehen würde. In den 1950er und 1060er Jahren machte der Einsatz von DDT arktischen Greifvögeln den Garaus. In deren Schutz aber brütete die Rothalsgans bis dahin gerne. Gleichzeitig nahm die Jagd stark zu. Erst als man sich auf ihrem ganzen Zugweg um Schutz bemühte, konnte der Niedergang der Rothalsgans aufgehalten werden. Heute weiss niemand genau, wie viele Rothalsgänse es noch gibt, ihre Bestandeszahl schwankt stark. Sicher ist, dass es unter 100‘000 sind und sie in den Überwinterungsgebieten in Russland und Kasachstan gejagt werden und dass ihr Lebensraum schwindet. Deshalb wird die Art von der IUCN als „gefährdet“ eingestuft.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 16.08.2017
Oft übersehen und verkannt – Nachwuchs bei Klippschliefern: Große Talente im Kleinformat
Nachwuchs im Zoo ist immer ein Hingucker – wenn man weiß, wo man hinschauen muss. Junge Klippschliefer gibt es in der Wilhelma jetzt zu bewundern. Aber wer kennt denn überhaupt diese außergewöhnlichen Wesen? Sie leben auf der beliebten Felsenanlage, gehören aber zu den am häufigsten übersehenen und am meisten verkannten Tieren im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart. In dem Gemeinschaftsgehege fallen sofort die Böcke der stattlichen Mähnenspringer mit ihren imposanten Hörnern und dem wehenden Brusthaar ins Auge. Und die quirlige Affenbande der Blutbrustpaviane (auch Dscheladas genannt) macht lautstark auf sich aufmerksam. Da entgeht es manchem Besucher, dass als dritte Art im Bunde die zurückhaltenden Klippschliefer diese afrikanische Wohngemeinschaft vervollständigen. Von ihnen tummeln sich derzeit auf der Anlage vier Erwachsene und fünf Neugeborene, die von Ende Juni bis Anfang Juli auf die Welt gekommen sind. Die graubraunen Tiere sind durchaus leicht zu übersehen. Sie werden maximal so groß wie Kaninchen und haben dabei unauffällig kleine Ohren und kurze Beinchen. Wer sie erspäht, beginnt meist zu raten. „Guck mal, Meerschweinchen“, tönt es oft am Gehegerand. Vorschnell korrigiert jemand: „Nein, das sind Murmeltiere“, und liegt genauso falsch. „Vielleicht Pfeifhasen“ geht die Rätselei weiter. Ungeachtet äußerlicher Ähnlichkeiten gehören die Schliefer jedoch weder zu den Hasenartigen Tieren noch den Nagetieren. Die nächsten Verwandten der unterschätzten Kleintiere sind überraschenderweise die größten und unübersehbaren Wilhelma-Lieblinge: die Elefanten. Ein mit den Dickhäutern vergleichbares Merkmal sind die nachwachsenden Schneidezähne im Oberkiefer. Trotz des gedrungenen Körpers können Klippschliefer erstaunlich gut klettern und auch hohe Steine oder Äste erklimmen. Dabei helfen ihnen spezielle Fußpolster, wie man sie sonst nur bei Elefanten kennt. Von Schweißdrüsen stets feucht gehalten verschaffen sie ihnen festen Halt selbst auf glatten Oberflächen. Das nutzen sie gerne, um auf Anhöhen zu klettern. Dass sie dort oft direkt und unentwegt in die Sonne schauen, ist ihnen möglich dank einer weiteren faszinierenden Fähigkeit: Sie können eine dunkle Membran vor die Pupillen schieben und ihre Augen wie mit einer Sonnenbrille schützen. So sind die Schliefer ausdauernde Wachposten, die den Himmel nach gefährlichen Greifvögeln absuchen können. Von den Warnrufen profitieren auch die Mitbewohner. Das Zusammenleben in der Tier-WG ist ohnehin ein Geben und Nehmen, so beziehen die Affen auch die Böcke und Schliefer hin und wieder in die Fellpflege ein. Und die Mähnenspringer lassen es sich durchaus mal gefallen, wenn ihnen Schliefer oder Dscheladas auf den Rücken steigen, um ein warmes Sitzkissen zu haben. Die aktuelle Kinderstube auf der Anlage ergänzen Böcklein und Baby-Affen, die im April geboren wurden.

Zoo Duisburg 15.08.2017
Zoo Duisburg Golf Charity Turnier mit riesigem Erfolg – € 22.000 für den Pinguinschutz
Am 29. Juli 2017 fand bereits zum sechsten Mal das alle zwei Jahre stattfindende Zoo Duisburg Golf Charity Turnier statt, das wie immer auf Einladung des renommierten Golfclub Mülheim / Ruhr auf der dortigen Anlage ausgetragen wurde. Wie immer ging es darum, Spaß zu haben und dabei Gutes für die bedrohte Tierwelt zu tun. Das diesjährige Turnier war dem Schutz der afrikanischen Brillenpinguine gewidmet. Anders als die bekannten Pinguinarten in den eisigen Gefilden der Antarktis leben Brillenpinguine an den Küsten Südafrikas und Namibias, wo die Vögel aufgrund von u.a. Meeresverschmutzung und Überfischung stark bedroht sind. In knapp 100 Jahren ist der Bestand von ca. 1 Million Brutpaare auf nur noch etwa 20.000 Brutpaare geschrumpft. Insgesamt 80 zoo- und tierbegeisterte Golfer nahmen in diesem Jahr am Zooturnier teil, um neben einer netten Golfrunde auch etwas Gutes für den Schutz der Pinguine zu tun, denn der gesamte Erlös der Veranstaltung kommt den Brillenpinguinen zugute. Am Vorabend des Turniers lud Zoodirektor Achim Winkler alle Teilnehmer zu einem exklusiven Rundgang durch den Zoo, als Einstimmung zum diesjährigen Thema und um Wissenswertes über die Pinguine und deren Schutz im Freiland zu berichten. Zu später Stunde fand der Zooabend bei Speis und Trank sowie lockeren Gesprächen seinen geselligen Ausklang in der Zoogastronomie. Am darauf folgenden Turniertag war dann das Golfspiel angesagt. Bei herrlichstem Sonnenwetter wurde hierbei bestes Golf geboten, insbesondere von Olav Neveling vom Royal Saint Barbara‘s Golfclub Dortmund, der bei den Herren gewann, und von Anke Kopecky vom Golfclub Hösel, die bei den Damen den ersten Platz belegte. Zusätzlich gab es einige Sonderwertungen der verschiedenen Turnier- und Bahnspon-soren, die zusammen mit der Siegerehrung anlässlich der Abendveranstaltung im dekorierten Clubhaus ausgelobt wurden. Den Abschluss des Abends bot wie immer die große Artenschutztombola mit hochwertigen Preisen vieler namhafter Sponsoren, die allesamt spontan zugesagt hatten, das Zooturnier zum Schutze der Pinguine zu unterstützen. Am Ende der Turnierveranstaltung, die allseits großen Anklang fand, konnte Zoodirektor Achim Winkler, der wie immer selber zum Golfschläger griff, einen sensationellen Reinerlös von € 22.000,- vermelden, womit das bislang beste Ergebnis aller Zoo Duisburg Golf Charity Turniere erzielt werden konnte. Der Zoo Duisburg bedankt sich bei allen teilnehmenden Golfern, Förderern und Sponsoren sowie den Mitarbeitern des Golfclub Mülheim an der Ruhr, die mit ihrer Freude, Begeisterung und Großzügigkeit zum Erfolg dieser mehr als gelungenen Veranstaltung beigetragen haben, und die alle gemeinsam aktiv den internationalen Pinguinschutz unterstützen.

Zoo Landau in der Pfalz 15.08.2017
Abendliche Zooführung für Kinder am 8 September 2017, 18 Uhr
Am 8. September 2017 sind Kinder von sechs bis 12 Jahren eingeladen, an der „Abendlichen Zooführung“ mit der Zooschule teilzunehmen und den Zoo in seiner ganz besonderen abendlichen Atmosphäre zu erleben. Wenn die täglichen Zoobesucher den Zoo verlassen, wird es zwar ruhig im Zoo, aber die meisten Tiere gehen noch lange nicht schlafen. Gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen der Zooschule geht es auf einen spannenden Rundgang zu den beliebtesten Tieren des Zoos. Im Anschluss klingt der Abend beim gemeinsamen Grillen und Stockbrotbacken am Lagerfeuer auf der großen Zoowiese aus. Im Gesamtpreis von 12 Euro pro Kind sind der Eintritt, die Führung durch die Zoopädagogen, eine Bratwurst mit Brötchen, ein Getränk und ein Stockbrot enthalten. Um 18 Uhr geht es los, Treffpunkt ist im Eingangsbereich des Zoos hinter der Kasse. Wir freuen uns auf zahlreiche kleine Gäste an diesem besonderen Abend!
Für die Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldung im Zoo unter der Telefonnummer 06341 –13 70 10 / 13 70 02 erforderlich!

Naturzoo Rheine 15.08.2017
Die kleinen Schwarzen im Fokus – Studien an Dscheladas im NaturZoo
„Wir beobachten das Verhalten der Affen. Bitte nicht stören. Danke!“ steht auf gelben Schildern, die Maria Cangiano und Francesca Bonciani umhängen haben. Sie stehen seit zwei Wochen – ausgerüstet mit Kameras und Ferngläsern – vor den Gehegen der Blutbrustpaviane im NaturZoo Rheine und haben die Tiere fest im Blick. Ihr besonderes Augenmerk gilt den jüngsten Dscheladas, den „kleinen Schwarzen“. Dschelada-Kinder haben bei der Geburt ein schwarzes Fell, das bis zum Alter von einem halben Jahr in ein braunes Haarkleid gewechselt wird. Aber es ist nicht der Haarwechsel, der die beiden Studentinnen der Universität Pisa interessiert, sondern die Entwicklung der Mimik und somit der Kommunikation der Dscheladas von Geburt an. Die äthiopischen Blutbrustpaviane haben eines der komplexesten Verständigungssysteme aller Primaten. Die Kombination aus Lauten, Gesten und Mimik ist notwendig um die Beziehungsgeflechte in den großen Verbänden zu stabilisieren: „Lass uns darüber reden…“ ist das Motto bei Dscheladas, und zumeist – aber eben nicht immer – können Unstimmigkeiten mit Versöhnungsgesten geregelt werden. Viele Gesichtsausdrücke ähneln den menschlichen, und sie entsprechen dann auch deren Bedeutung. Von daher lernen die angehenden Verhaltenskundlerinnen nicht nur über die speziellen Primaten, sondern auch über die Entwicklung des menschlichen Verhaltens. Seit 10 Jahren besteht eine Kooperation mit der renommierten Primatenforscherin Prof. Elisabetta Palagi von der Universität Pisa und dem NaturZoo. Regelmäßig waren – und sind – ihre Studenten zu Gast in Rheine um das Verhalten der Dscheladas immer weiter zu entschlüsseln. Die Ergebnisse der Beobachtungen haben sich in Diplom- und Dissertationen niedergeschlagen. Die „gähnenden Affen von Rheine“ – erstmals wurde bei Nicht-Menschenaffen, nämlich bei den Dscheladas, „ansteckendes Gähnen“ als Sympathie-Zeichen bewiesen – haben es sogar bis in renommierte Fachzeitschriften wie National Geographic geschafft. Die durch die Beobachtungen gewonnen Erkenntnisse kommen zudem der Haltung der Dscheladas in Zoos und dem Zuchtprogramm, das Zoodirektor Achim Johann koordiniert, zugute. Und zukünftig werden auch die Dscheladas im Freiland davon profitieren: Anhand der in Zoos erprobten Beobachtungsmethoden und gewonnenen Erkenntnisse wollen „die Italiener“ zukünftig Dscheladas im Freiland studieren.
Bis Ende Oktober werden Maria und Francesca in Rheine die Entwicklung der Mimik bei Dschelada-Säuglingen beobachten. Die ältesten „kleinen Schwarzen“ dürften dann wohl braun behaart sein.

Tierpark Hagenbeck 14.08.2017
Tausende haben mitgestimmt – Namen für das Tiger-Quartett
„Mit so einer starken Resonanz hatten wir gar nicht gerechnet“, so Tierpfleger Tobias Taraba über die öffentliche Abstimmung zur Wahl der schönsten Namen für den Tigernachwuchs. Der Leiter des Tigerreviers ist glücklich über das internationale Interesse, dass seine Schützlinge erfahren haben. Anlässlich des ersten Ausflugs in das Außengehege wurden die noch namenlosen Jungtiere vor knapp zwei Wochen vorgestellt. Die zwei Kater und ihre Schwestern brauchten auf jeden Fall besondere Namen. Sie sollten zum heutigen Verbreitungsgebiet im Fernen Osten Russlands und den angrenzenden Gebieten von Nordkorea und China passen und möglichst noch nicht im EEP (Europäischen Erhaltungszuchtprogramm) verzeichnet sein. So gab es eine Liste mit ausgesuchten russischen Vornamen, jeweils fünf männliche und weibliche. Per Email konnte jeder mit darüber abstimmen, wie die kleinen Tiger heißen sollten. Die Mails kamen überwiegend aus Deutschland und den Nachbarstaaten, aber auch aus Australien, Singapur, Mexiko, Großbritannien, Italien, Norwegen und anderen Ländern wurde elektronische Post geschickt. Acht Wochen nach ihrer Geburt steht fest, dass die Katzen Dascha und Anushka heißen. Die kleinen Kater bekommen die Namen Mischka und Vitali. Die Tiere sind enorm wertvoll für das EEP (Europäisches Erhaltunsgzuchtprogramm), weil die Gene ihrer Eltern dort noch selten vorkommen. Zweck des EEP ist die Sicherung eines möglichst vielfältigen Genpools innerhalb einer Art. Von den stark gefährdeten Sibirischen Tigern gibt es nach WWF-Schätzungen nur noch 500 Exemplare, die im Herkunftsgebiet leben. Ihre Zahl in den am Zuchtprogramm beteiligten 110 Zoos weltweit beträgt jetzt 286. Zur Zucht werden von der Koordinatorin Jo Cook, London Zoo, nur die Raubkatzen zugelassen, deren Gene am seltensten vertreten sind.

Tierpark Berlin 14.08.2017
Kleiner Kater Kitai – Schneeleoparden-Nachwuchs im Tierpark Berlin hat ab heute einen Namen
Seit heute hat der am 13. Juni geborene Schneeleopard einen Namen: Kitai soll der kleine Kater heißen. Die Jury aus Tierpflegern und Kuratoren entschied sich aus knapp 1.000 Vorschlägen, die den Tierpark auf unterschiedlichsten Kanälen erreichten – keine leichte Aufgabe. Der Name gibt einen Hinweis auf das natürliche Verbreitungsgebiet der seltenen Schneeleoparden. In seinen Reiseberichten schrieb Marco Polo von einem Gebiet im fernen Osten namens „Kitai“ oder „Cathay“. Heute entspricht diese Region Teilen Chinas, in dessen Gebirgen die größte Anzahl an wilden Schneeleoparden lebt. Der Bestand wird auf rund 2.000 Tiere geschätzt, während in den angrenzenden Ländern wie Indien, Nepal, Russland oder der Mongolei nur noch wenige hundert Tiere leben. „Das Team im Alfred-Brehm-Haus hat sich einen asiatischen Namen für unseren kleinen Kater gewünscht. Ich finde, der Name Kitai passt sehr gut zu Mutter Maya und Vater Bataar“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem die Namenswahl. Die Besucher können es kaum erwarten, den Kleinen zum ersten Mal live zu sehen, doch sie müssen sich noch ein wenig gedulden. „Noch passt der kleine Leopard mit seinem Köpfchen durch den Zaun der Außenanlage“, sagt Kurator Christian Kern, „daher haben wir uns entschieden, seinen ersten Ausflug um eine Woche zu verschieben. Er wird voraussichtlich ab dem 21. August die Möglichkeit haben, die Außenanlage zu erkunden.“ Schneeleoparden gehören zu den stark bedrohten Großkatzen der Erde. Nach Schätzungen der IUCN sind nur noch rund 4.000 bis 6.600 Schneeleoparden in den Hochgebirgen Zentralasiens zu finden. Der Verlust ihres Lebensraumes, aber auch die illegale Jagd nach ihrem dichten Fell und den Knochen, haben die Bestände dramatisch reduziert. Seit knapp 20 Jahren engagiert sich der Tierpark Berlin für den Schutz dieser stark bedrohten Großkatzen. Schnee und Eis im Tierpark Berlin: Die Patenschaft für den kleinen Schneeleoparden hat die FRONERI Schöller GmbH übernommen, die den Tierpark Besuchern das Tiererlebnis mit eiskalten Erfrischungen versüßt.

Zoo Salzburg 14.08.2017
Zoo Salzburg: Verletzter Fischotter aufgenommen, gesund gepflegt und wieder in sein Revier in Salzburg entlassen.
Am Samstag, 5. August, wurde gegen 22 Uhr ein schwer verletztes Fischotter-Männchen von der Salzburger Berufsfeuerwehr an der Sinnhubstraße aufgefunden. Die Feuerwehr brachte den verunglückten Otter zur Maxglaner Tierärztin Eva Haberpeuntner. Da das Tier aus der Nase, den Ohren und an einer Pfote blutete, lag die Vermutung nahe, dass er von einem Auto angefahren wurde. Auf Grund seiner offensichtlichen Verletzungen und seines apathischen Verhaltens schien die Aussicht auf Genesung eher gering. Dank intensiver veterinärmedizinischer Erstbetreuung von Eva Haberpeuntner hat das Fischotter-Männchen jedoch die Unfallnacht überlebt. Großer Überlebenswille – Schon am darauffolgenden Tag schien sich der etwa 6 Kilogramm schwere Otter vom Unfall zu erholen. Eva Haberpeuntner nahm deshalb Kontakt mit dem Zoo Salzburg auf, weil der Zoo über eine Pflegestation für Wildtiere verfügt. Zootierärztin Miriam Wiesner übernahm den Otter in ihre Obhut und sorgte für die weitere veterinärmedizinische Betreuung. „Aktiver Tierschutz zählt zu den Hauptaufgaben des Zoos. Ein verletztes Wildtier bei uns aufzunehmen und gesund zu pflegen, ist immer ein großartiges Ereignis“, berichtet Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Dank der guten und raschen Zusammenarbeit aller Beteiligten hat der Fischotter überlebt. Es ist für uns alle daher eine riesengroße Freude, dass der Fischotter nun am Montag, 14. August, in der Nähe der Unfallstelle im Sankt Peter Weiher gesund und munter frei gelassen werden konnte.“ Der Fischotter, eine europaweit geschützte Tierart – Der Naturschutzbund, der den Fischotter in seinem Logo trägt, verfolgt seit rund 20 Jahren mit großem Interesse nicht nur in Salzburg die natürliche Ausbreitung seiner Bestände, erzählt Biologe und Landesgeschäftsführer Hannes Augustin. Seit fast zwei Jahrzehnten leben Otter in Salzburg. Erfreulicherweise sind diese gestiegen: Im Jahr 2009 wurde der landesweite Bestand auf 27 Tiere geschätzt. Laut einer aktuellen Studie von Andreas Kranz und Lukas Polednik (2016) hat sich die Zahl in Salzburg auf etwa 132 Tiere erhöht. In den kommenden Jahren könnte sich diese um etwa 10 bis 20 Prozent steigern, da geeignete Lebensräume noch vorhanden wären. In der „Roten Liste der gefährdeten Säugetiere Österreichs“ ist dieser Marder als eine vom Aussterben bedrohte Art in der höchsten Gefährdungskategorie gelistet. Er ist in allen neun österreichischen Bundesländern unter Schutz gestellt. Mit der Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzabkommens ClTES, der Berner Konvention und der Fauna-Flora- Habitat-Richtlinie der EU hat sich Österreich zum Schutz der Fischotter verpflichtet. In der Stadt Salzburg sind nur wenige Tiere – meist aufgrund von Losungsfunden (Exkrementen) an Bächen wie der Salzach, Glan, am Alterbach oder der Saalach – nachgewiesen. Sein Vorkommen ist eine Bereicherung der Artenvielfalt und gehört wie Eichhörnchen, Rehe und Igel zu unserer heimischen Fauna. Wegen der gering bleibenden Bestandszahl und seiner dämmerungsaktiven Lebensweise, werden ihn Menschen in unseren Naturlandschaften kaum zu Gesicht bekommen. Falls jemand dennoch Fischotter beobachten möchten, empfiehlt Hannes Augustin, den Zoo Salzburg zu besuchen.

Wildpark MV Güstrow 14.08.2017
Wer hat den kleinen Luchs gesehen? Nachwuchs macht sich rar: Wildpark-MV startet Foto-Aufruf
Statt ihr Mutterglück mit allen zu teilen, spielt Luchs-Dame Viivie lieber Verstecken. So schafft sie es seit etwa dreieinhalb Monaten beinahe erfolgreich ihr Junges vor den Blicken interessierter Besucher zu schützen. Auch die Wildpark-Mitarbeiter hatten bisher selten Glück, wie Tierpflegerin Petra Koppe berichtet: „Viviie hat uns alle genau im Blick und kennt die besten Verstecke auf ihrer großen, grünen Anlage.“ Dieses Verhalten ist typisch für die frischgebackene Mama, die auch ihre Kinder zuvor still und heimlich aufzog. Gute Fotos sind also rar, auch eine Geschlechtsbestimmung war bisher nicht möglich. „Bei der großen Futterrunde, die täglich 13 Uhr bei den Störchen startet und bis hin zur Raubtier-WG führt, schaut Viivie kurz vorbei und schleppt das Fleisch dann weg. Vielleicht können die Besucher beobachten, wohin sie sich begibt und so einen Blick auf den kleinen Luchs erhaschen. Wir vermuten, dass sie ihr Kind in den Brombeerbüschen Nähe des Kletterpfades versteckt. Es lohnt sich aber den ganzen Tag, auch am Abend, die Augen offen zu halten“, so Petra Koppe. Die charakteristischen Katzen mit den Pinselohren zählen zu den Besucher-Lieblingen und sind begehrte Fotomotive. Der neueste Nachwuchs und WG-Mitglied Nummer 5 ist ein guter Grund, mal wieder im Wildpark-MV vorbeizuschauen. Der Wildpark-MV benötigt Unterstützung und startet daher einen Aufruf: Bisher sind nur einige wenige Aufnahmen des Luchs-Nachwuchses aus der Ferne gelungen. Nun sind die Besucher gefragt: Wer bekommt den kleinen Luchs vor die Linse? Wem Fotoaufnahmen vom Jungtier gelingen, sendet diese bitte bis 3. September 2017 an marketing@wildpark-mv.de. Unter allen Einsendern wählt das Wildpark-Team das beste Foto aus, welches im Anschluss veröffentlicht wird. Der Gewinner kann sich über eine Tageskarte für die ganze Familie freuen.

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