Heimat-Tierpark Olderdissen

Der Heimat-Tierpark Olderdissen ist ein städtischer Zoo in Bielefeld. Betrieben wird der Park vom Umweltbetrieb der Stadt, der als Besonderheit eine ganzjährige 24-stündige Öffnung bei kostenlosem Eintritt bereitstellt. Der Park hat seinen Schwerpunkt in der Darstellung, Pflege und Erhaltung heimischer Wild- und Nutztierarten. Eingebettet in den Teutoburger Wald befindet sich die Anlage als Teil des Bielefelder Stadtwaldes im Natur- und Geopark TERRA.vita, einem von der UNESCO ausgezeichneten Geopark. Aufgrund seiner Lage und seiner ständigen Zugänglichkeit ist der Heimat-Tierpark in zahlreiche Wander- und Radwege, vor allem dem Hermannsweg, eingebunden und bietet eine wichtige innerstädtische Parkanlage. Er ist darüber hinaus Bestandteil der Bielefelder StadtParkLandschaft.
Die gesamte Anlage hat waldähnlichen Charakter und schmiegt sich an den Hang des Teutoburger Waldes. Es gibt ebenso Wiesengehege und Teiche sowie begehbare Gehege. Neben dem Streichelzoo existiert ein Historischer Garten, der zum 800jährigen Stadtjubiläum angelegt wurde.

1929 entstand die Idee, in Bielefeld einen Zoo einzurichten. Schwerpunkt sollte dabei bereits schon damals die heimische Tierwelt sein. Dieser Heimattiergarten wurde 1930 eröffnet und vergrößerte sich bis zum Zweiten Weltkrieg auf einen Bestand von etwa 500 Tieren. Darunter waren Wölfe, Fischotter und zahlreiche Vogelarten. Bis 1950 sollen etwa 250 den Krieg und die Nachkriegszeit überlebt haben. Der damals auch unter dem Namen Johannistal-Zoo bekannte Park entwickelte sich in den Folgejahren wieder zu einer beliebten Attraktion. Insbesondere die ruhige Lage und gleichzeitige Nähe waren für die Bielefelder Bevölkerung ansprechend. Aus diesem Grund wurde auch nicht der Plan umgesetzt, eine 12 m breite Westumgehung durch den Park zu bauen. Stattdessen wurde der Park in den Folgejahren stetig ausgebaut, wobei die Gehege relativ klein blieben und viele Individuen auf wenig Raum leben mussten.
Nach und nach wandelte sich der Tierpark in sein heutiges Erscheinungsbild. Die Tierzahl wurde reduziert, die Anlagen vergrößert. Seit 2003 gibt es im Gebäude der Präparatesammlung einen Tierpark-Shop. 2006 öffnete eine Fledermaushöhle ihre Pforten, allerdings werden dort keine lebenden Tiere gezeigt. Die Höhle dient nur der Information.
Einige Vogelanlagen sind begehbar, ebenso der Streichelzoo.
Den Betreibern ist die pädagogische Arbeit der Zooschule Grünfuchs sowie die Öffentlichkeitsarbeit für die heimische Tierwelt besonders wichtig.

Waschbärenanlage (Heimat-Tierpark Olderdissen)

Waschbärenanlage (Heimat-Tierpark Olderdissen)

Bei meinem Besuch wurde an der Waschbäranlage gearbeitet, die Tiere konnte man also nicht sehen und die Vielfraßanlage wartete auf neue Tiere.

Der Heimat-Tierpark Olderdissen ist ein Urlaubsziel, dass man mit der ganzen Familie aufsuchen kann. Die begehbaren Anlagen sind zwar NICHT den ganze Tag geöffnet und zumindest die Bären sind nachts nicht auf ihrer Außenanlage, aber sonst bietet der Tierpark ganzjährig außergewöhnliche Momente, die man in anderen Zoo/Wildparks eher selten erleben kann.

Mehr über den Tierpark findet man hier und hier (Zootierliste).

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