Martina Richter: Mopssturm

Mopssturm ist bereits der fünfte Krimi mit Mopsdetektiv Holmes, allerdings der erste, den ich gelesen habe. Anfangs war ich etwas skeptisch, vor allem nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte. Meist wird aus Mopssicht erzählt, manchmal auch aus einer etwas distanzierten Sicht, wenn der Mops gerade nicht anwesend ist. Eine gewisse Kommunikation zwischen Mops und Mensch existiert, aber es ist nicht so, dass sich Hunde und Menschen direkt miteinander unterhalten und die Hunde verstehen die Menschen besser als umgekehrt. In gewisser Weise hatte ich Ähnliches wie bei „Ein Zuhause für Percy“ erwartet, aber ich wurde angenehm überrascht.
Aber um was geht’s?
Aufregung im kleinen Örtchen Knieslingen auf der schwäbischen Alb: Der Lokaladel kehrt heim. Und zwar in Form des gutaussehenden jungen Grafen Falk von Knieslingen, der der alten Burg Hohenknieslingen wieder zu neuem Glanz verhelfen will und ein Hotel darin eröffnen möchte. Während die weiblichen Anwohnerinnen ganz hin und weg sind vom attraktiven Landadligen, schafft es das Herrchen von Mopsdedektiv Holmes den Architektenjob für das Projekt zu ergattern. Doch nicht alle sind von der Renovierung des alten Gemäuers begeistert und immer wieder wird der Umbau sabotiert. Holmes ahnt, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, aber wer steckt hinter den Anschlägen? Und als es dann noch einen Toten gibt, ist klar, dass das Ermittlerteam aus Kommissar Waterson und Mops Holmes den Spuren nachgehen muss…
Mopsdetektiv Holmes in seinem persönlichsten Fall!
„Tierisch spannend“ wird es zwar nicht, aber sehr amüsant. Sowohl die tierischen, als auch die menschlichen Akteure werden liebevoll dargestellt und werden auf Anhieb sympathisch. Es ist nicht nur ein Fall für Mops und Kommissar, auch das engere Umfeld ist beteiligt (nicht nur an den Ermittlungen). Der eigentliche Fall ist nett, aber kein kriminalistisches Highlight. Großartige Irrungen und überraschende Wendungen darf man nicht erwarten, wer seichte Krimikost mag und sich lieber an den Hauptpersonen ergötzen will, der ist hier aber gut beraten.
Ich finde den Fall auch tatsächlich nebensächlich. Es hat viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Es war schneller vorbei als erwartet, aber es macht Lust auch die anderen Bände kennen zu lernen (und als ebooks sind sie erstaunlich erschwinglich).
Mopssturm ist ein Krimi zum Schmunzeln (und Lachen), schnell zu lesen und sehr unterhaltsam.
Wer Tierkrimis (und Möpse) mag ist hier gut bedient.

Allerdings, und das hat jetzt nichts mit dem Buch an sich zu tun, habe ich in einem anderen Blog einen interessanten Beitrag zu Möpsen bzw. Qualzuchten in den Medien gelesen: Der Pfotenblog
Das darf man trotz aller Niedlichkeit nicht aus den Augen verlieren.
Zum Thema Qualzuchten habe ich mich auch schon geäußert (hier)
Den Spaß an Mopssturm will ich aber dadurch niemanden nehmen.

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