Portrait: Impalas

Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
ohne Rang: Stirnwaffenträger (Pecora)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Antilopinae
Tribus: Aepycerotini
Gattung: Impalas (Aepyceros)
Arten: Schwarzfersenantilope (Aepyceros melampus), Schwarznasenimpala (Aepyceros petersi)
Impala (Zoo Augsburg)

Impala (Zoo Augsburg)

Die Impalas sind eine Gattung mittelgroßer afrikanischer Antilopen, die gleichzeitig die monotypische Tribus Aepycerotini bilden. Wegen der äußerlichen Ähnlichkeit wurden die Impalas früher oft in die Nähe der Gazellen gestellt, nach neuen Erkenntnissen sind sie aber enger mit den Kuhantilopen verwandt.
Der Name „Impala“ entstammt der Zulu-Sprache, die Betonung erfolgt auf das a in der Mitte. Chevrolet nannte sein 1957 erschienenes Full-Size Car Chevrolet Impala nach der Antilope.
Im deutschen Sprachgebrauch wird als Impala immer die Schwarzfersenantilope bezeichnet. Die Schwarzfersenantilope ist auch die Art, die als Impala in den deutschen Zoos zu finden ist.

Impalas erreichen eine Schulterhöhe von 90 cm und ein Gewicht von 40 kg (Weibchen) bis 65 kg (Männchen). Sie sind oben rehbraun gefärbt, die Flanken haben dabei eine etwas hellere Farbe. Der Unterbauch, die Brust, die Kehle und das Kinn sind weißlich. Den Steiß ziert beidseitig ein senkrechter schwarzer Streifen. Tarsalgelenk und Metacarpus sind dagegen schwarzbraun, weshalb diese Art auch Schwarzfersenantilope (A. melampus) genannt wird. Oberhalb des Hufes wächst an jedem Hinterlauf ein schwarzes Haarbüschel. Der Kopf ist zierlich, die Augen groß und die Ohren schmal und spitz. Bei der Schwarznasenimpala (A. petersi) ist ein namensgebender dunkler Streifen auf der Nase ausgebildet, der bei der Schwarzfersenantilope deutlich diffuser erscheint. Die Männchen haben leierartige Hörner, die bis zu 90 cm lang werden können und nach hinten, seitwärts und oben ausschwingen.

Das Verbreitungsgebiet der Schwarzfersenantilope reicht von Kenia und Uganda über Tansania, Sambia, Mosambik und Simbabwe bis nach Botswana und ins nordöstliche Südafrika. Isoliert von diesem Gebiet lebt eine weitere Population im Grenzgebiet von Angola und Namibia; diese wird als eigene Art abgetrennt, die Schwarznasenimpala. Diese Art ist besonders häufig im östlichen Teil des Etosha-Nationalparks in Namibia anzutreffen. Sie hat sich von dort im Verlaufe der letzten Jahre zunehmend auch in den westlichen Teilen des Nationalparks verbreitet, so dass sie heute auch an den Wasserlöchern um Okaukuejo vorkommt. Alle anderen Impalas sind näher miteinander verwandt und werden zumeist als eine einzige Art aufgefasst, die Schwarzfersenimpala, was auch durch genetische Analysen gestützt wird.

Eine ungewöhnliche Ansiedlung von Impalas fand 1976 im Calauit Game Preserve and Wildlife Sanctuary auf den Philippinen statt. Es ist die einzige frei lebende Population von Impalas außerhalb Afrikas.

Impala (Erlebniszoo Hannover)

Impala (Erlebniszoo Hannover)

Bevorzugtes Habitat der Impala ist die offene Savanne. Während der Fortpflanzungszeit bewacht ein Impalamännchen in der Regel eine Gruppe von Weibchen. Dabei geht er wie auf einer Parade hin und her, zeigt seine Hörner, legt die Ohren zurück und hebt seinen Schwanz. Der Kampf der Männchen um einen Harem lässt sich in drei Kampffolgen aufteilen. Im ersten Teil demonstriert der Herausforderer seine helle Bauchseite, gähnt und lässt die Zunge herausschnellen. Dann senkt das Männchen seinen Kopf als Herausforderung zum Kampf. In der zweiten Phase stehen sich die beiden Rivalen einander mit erhobenem Kopf gegenüber, rücken vor und ziehen sich wieder zurück. Gibt nach dieser Demonstrationsphase noch keines der Männchen auf, verkeilen die beiden Tiere die Hörner ineinander und schieben sich vor und zurück, trennen sich wieder und beginnen mit ihrem Schiebekampf wieder von vorne, bis eines der Tiere aufgibt. Blut fließt in der Regel nicht.

Weibliche Impalas leben mit ihren Jungen in Herden von zehn bis hundert Tieren. Von diesen getrennte Herden bilden junge und alte Männchen, die zu schwach sind, um ein Revier zu verteidigen. Männchen im mittleren Alter sind territoriale Einzelgänger und beanspruchen jedes Weibchen für sich, das ihr Revier durchwandert.

Auf der Flucht können Impalas hohe Geschwindigkeiten erreichen und bis zu 9 Meter weite Sprünge vollführen. Bei der Überquerung von z. B. Farmzäunen können sie außerdem bis zu 3 Meter hoch springen. Sie suchen allerdings meistens eine Deckung auf, anstatt allein auf ihre Geschwindigkeit zu vertrauen. Zu ihrer Verteidigungsstrategie gegenüber Hetzjägern wie dem Afrikanischen Wildhund zählen auch sogenannte Prellsprünge, bei denen die Antilopen steifbeinig in die Luft springen.

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