Zoopresseschau

Serengetipark Hodenhagen 01.10.2017
Feierliche Eröffnung der „Lichter-Safari“
Mehr als 1600 Glühbirnen lassen über 60 fantastische Lichtfiguren im Serengeti-Park erleuchten! Zwei Meter hohe Elefanten, bis zu 2,5 Meter lange Löwen, über einen Meter große Antilopen und viele andere Tiere erleuchten ab sofort täglich in den Abendstunden den Serengeti-Park in Hodenhagen. Am Sonntag (01.10.17) wurde das Herbsthighlight „Lichter-Safari“ feierlich eröffnet. „Licht verbindet Menschen, Kulturen und Nationen! Mit unserer Lichter-Safari bringen wir die jahrtausendealte Tradition der wundervollen, chinesischen Laternen hier zu uns in den Norden. Wir freuen uns schon jetzt darauf, bis zum Ende der Saison unseren Gästen täglich einen einmaligen und besonders stimmungsvollen Ausklang ihres Safari-Erlebnisses bieten zu können!“, erklärte Parkinhaber Dr. Fabrizio Sepe. „Ich persönlich wünsche mir, dass unsere Gäste die faszinierende Lichterstimmung genießen und ein positives Gefühl der Freude mit nach Hause zu nehmen, das Ihnen auch über den Besuch bei uns hinaus Energie gibt“, so Sepe weiter. Anlässlich der Eröffnungsfeier, die am chinesischen Nationalfeiertag stattfand, sprach der chinesiche Generalkonsul in Hamburg, SUN Congbin, ein Grußwort, in dem er die diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland und die daraus hervorgehenden positiven Effekte auf den Tourismus lobte. Zur Tradition der chinesischen Laternen und besonderen Bedeutung des Lichter Anzündens in der chinesischen Kultur erklärte er: „Im Chinesisch gibt es eine Redewendung Zhangdengjiecai(张灯结彩), auf Deutsch bedeutet es wörtlich, Licht anzünden und den Raum farbig schmücken. Inhaltlich bezieht sich diese Redewendung auf die feierliche Zeit im Leben, z.B, bei Hochzeit oder bei einer wichtigen Feier eines Erfolgs und Festes. In China ist es heute auch ein ganz wichtiger und besonderer Tag. Am 01.10 vor 68 Jahren wurde die Volksrepubik China gegründet. Heute in China wird es auch überall wie hier in Hodenhagen Lichter angezündet und gefeiert.“ Im Anschluss an die Grußworte übernahm der ehemalige Fußballnationalspieler und aktueller Trainer des SV Darmstadt 98, Torsten Frings, als Ehrengast das feierliche „Anzünden“ der Lichter-Safari. Über 60 Laternen in Form verschiedener Tiere und Pflanzen erleuchten von diesem Moment an täglich bis zum 12. November ab der Dämmerung das Areal rund um den Tansania-See und verzaubern als faszinierende „Lichter-Safari“ die Gäste des Parks wenn die Sonne untergeht! Eigens aus China eingeflogene Handwerkskünstler haben die Lichtinstallationen vor Ort im Park in Handarbeit gefertigt. Sie haben über 1600 Glühbirnen und mehr als 700 Meter Lichtschlauch in die kunstvoll von Hand angemalten Laternen eingearbeitet. Für dieses besondere Herbstangebot hat der Serengeti-Park seine Saison um eine Woche und die täglichen Öffnungszeiten bis in die Abendstunden verlängert.

Zoo Basel 29.09.2017
Strahlendes Rot-Blau im Aquarium
Im Zoo Basel ist 2017 erstmals die Zucht von Roten Neonsalmlern geglückt. Rund 500 hinter den Kulissen geschlüpfte Jungfische schwimmen jetzt im 1000 köpfigen Schwarm im Aquarium Nummer 26. Obwohl die Südamerikanischen Fische sehr häufig in Wohnzimmeraquarien anzutreffen sind, ist ihre Zucht ausgesprochen selten. Projekte im Amazonasgebiet fördern den nachhaltigen Fang dieser Fische, damit die Menschen nicht auf den Handel mit Tropenholz angewiesen sind. Die im Volksmund „Neonfische“ genannten Neonsalmler sind die wohl bekanntesten Aquarienfische. 2017 ist die Zucht – im Zoo Basel zum ersten Mal – geglückt. Damit Neonsalmler für Nachwuchs sorgen muss man ihr natürliches Umfeld simulieren. Im Aquarium ist das gar nicht so einfach. Neonsalmler leben im oberen Amazonas und seinen Nebenflüssen in sogenanntem „Schwarzwasser“. Schwarzwasserflüsse haben ihren Ursprung meist in Mooren oder humusreichen Regenwäldern. Das abfliessende Wasser ist extrem mineralienarm, aber voll von Huminsäuren und deshalb sehr sauer. Ein Umfeld, in dem „normale“ Fische in der Regel wegen Mineralienmangel oder aufgrund der Säure verenden. Die leuchtenden Neonsalmler können sich daher recht unbehelligt in ihrem Biotop bewegen, die Konkurrenz durch andere Fische ist bescheiden. Ganz im Gegensatz zum Nahrungsangebot, das mit Insekten und anderen kleinen wirbellosen Tieren ordentlich gedeckt ist. Genau dieses an sich lebensfeindliche Umfeld wird bei der Zucht nachgebildet. Mithilfe von künstlichem Regen-, sogenanntem Osmosewasser, das absolut mineralfrei ist, und der Zugabe von Humin-, Gerb- und anderen Säuren entsteht „Schwarzwasser“ mit einem pH von lediglich 4.2. In diesem sauren Wasser laichen die Neonsalmler nun in Gruppen von etwa 30 Tieren. In der Natur sinken die Fischeier zu Boden, im Zuchtaquarium ist ein Lochgitter im Boden des Aquariums eingebaut, durch den die Eier in einen sicheren Bereich sinken. Die winzig kleinen und fast unsichtbaren befruchteten Eier werden in ein separates Aquarium überführt, ansonsten würde sie von ihren eigenen Eltern gefressen. Bereits nach einem (!) Tag schlüpfen die Fischlarven, und nach fünf Tagen nehmen sie das erste Futter zu sich. Rote Neonsalmler können von wenigen Haltern zwar in grosser Zahl gezüchtet werden, Umweltorganisationen fördern aber heute den nachhaltigen Fang dieser Fische, damit die einheimische Bevölkerung nicht in den Tropenholzhandel abwandert. Am Rio Negro finden sich viele Fischer, die vom nachhaltigen Aquarienhandel leben.

Zoo Landau 29.09.2017
Veranstaltungshinweis: Jedes Jahr „verlieben“ sich Hunderte Zootiere über SPARKS …
Öffentliche Sonntags – Zooführung „Wie funktionieren Erhaltungs-zuchtprogramme?“ mit Zoologin Dr. Christina Schubert am 15. Oktober 2017, 11 Uhr im Zoo Landau in der Pfalz. Angelehnt an den Werbeslogan einer bekannten Onlinedating-Plattform dreht sich bei der nächsten öffentlichen Sonntagsführung im Zoo Landau am 15. Oktober alles um die Frage, wie eigentlich Zootiere neue Partner finden bzw. zugeteilt bekommen. SPARKS oder auch ZIMS sind die „Dating-Plattformen“ der Zoowelt. Allerdings entscheiden nicht Aussehen, Charakterzüge und Gemeinsamkeiten über eine perfekte Paarung sondern idealerweise in erster Linie die Genetik. Die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (EEPs) haben die Aufgabe, gesunde und genetisch variable Populationen von Zootieren zu erhalten und arbeiten länderübergreifend europa-, teilweise sogar weltweit, zusammen. Wie solche Programme funktionieren und dann im Anschluss die Transporte organisiert werden wird Zoologin Dr. Christina Schubert den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen des etwa eineinhalbstündigen Rundgangs näher bringen. Vor welchen Herausforderungen Koordinatoren von Zuchtprogrammen im Rahmen des Populationsmanagements teilweise stehen, kann sie aus eigener Erfahrung berichten. Der Zoo Landau ist nämlich für das Europäische Zuchtprogramm (ESB) wie auch für das Internationale Zuchtbuch (ISB) des stark bedrohten philippinischen Prinz-Alfred-Hirschen verantwortlich. Auch ein kleiner Blick hinter die Kulissen ist im Rahmen der Führung geplant. Die Führung ist kostenlos, es ist lediglich der reguläre Zooeintritt zu bezahlen. Los geht es um 11 Uhr. Treffpunkt ist im Eingangsbereich des Zoos.

Naturschutz-Tierparks Görlitz-Zgorzelec 29.09.2017
Auf Abflug- Kraniche ausgewildert!
Diesjähriger Kranichnachwuchs des Naturschutz- Tierparks Görlitz-Zgorzelec erfolgreich ausgewildert. Überall hört man bei uns derzeit das Trompeten der Kraniche. Die Vögel beginnen sich zu sammeln um anschließend in großen Schwärmen in ihre Überwinterungsgebiete nach Südeuropa und Nord-, bzw. Ostafrika zu ziehen. Ein tolles Spektakel! Mit von der Partie sind auch dieses Jahr wieder die im Tierpark geschlüpften und aufgewachsenen Jungkraniche. Ihre Eltern kamen vor vielen Jahren über die Wildtierauffangstation in den Tierpark. Aufgrund schwerwiegender Verletzungen konnten diese nicht mehr in Freiheit entlassen werden. Quasi stellvertretend werden jedoch alle Nachkommen des Paares Jahr für Jahr ausgewildert. Dazu werden die graubraunen Jungvögel einige Wochen in einer großzügigen Voliere auf den großen Tag vorbereitet. Ein letzter Check des Gefieders – sind auch alle Federn gut ausgebildet? Zur weiteren Identifizierung noch Fußringe um das Bein und dann ab. Dieses Jahr wurde ein Gebiet bei Niesky, wo sich bereits eine große Ansammlung von Kranichen regelmäßig aufhält, als geeigneter Auswilderungs Standort ausgewählt. Die Zwei sind nach Öffnung der Transportkisten sofort durchgestartet. Weitere Beobachtungen gewährleisten eifrige Ornithologen. Jetzt gilt es den beiden die Daumen zu drücken damit sie die Herausforderungen, die ein Leben in Freiheit mit sich bringen, meistern lernen. Vielleicht sind es dann ja sogar unsere Tierparkkraniche die bald laut rufend in der typischen Keilformation über unsere Köpfe gen Süden ziehen.

Zoo Salzburg 29.09.2017
MOZARTierisch: „Die Zauberflöte erklingt im Zoo“
Sonntag, 8. Oktober 2017, von 11 Uhr bis 14 Uhr. Es gibt einen Grund zu feiern: „Mozart in Residenz“ übernimmt am Sonntag, 8. Oktober, die Patenschaft für den Salzburger Lisztaffen „Tamino“. Und deshalb wird an diesem Tag ein Streichquartett einzelne Stücke aus der Mozart Oper an verschiedenen Stellen auf dem Zoogelände zum Besten geben. Begleitet von Conférencier Max werden kleine und große Zoo-Besucher hautnah miterleben, dass die Töne Mozarts auch Schneeleopard, Löwe und Co. faszinieren. Musikalische Stationen: 11 Uhr: Haupteingang: Begrüßung und musikalische Einleitung, 11.45 Uhr: Schneeleoparden-Anlage: „Kampf der Schlange“, 12.30 Uhr: Wellensittich-Volière: „Das Geschenk“, 13.15 Uhr: Löwen-Anlage: „Die Macht der Zauberflöte“, 14 Uhr: Restaurant „Das ZoO“ Finale und Übergabe der Patenschaft. Keine Anmeldung erforderlich! ACHTUNG: Nur bei Schönwetter! Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung nicht statt – Ausweichtermin: Sonntag, 15. Oktober 2017 ab 11 Uhr

Opel-Zoo Kronberg 29.09.2017
20 Jahre Zoopädagogik im Opel-Zoo – Jubiläumswoche für die Zoobesucher vom 9.-14. Oktober.
„20 Jahre Zoopädagogik im Opel-Zoo – Feiern Sie mit uns!“, so wird die Jubiläumswoche in der ersten Hälfte der hessischen Herbstferien angekündigt. Und „mitfeiern“ können die Zoobesucher beim umfangreichen Jubiläumsprogramm mit interessanten Aktionen. Es beginnt am Montag, dem 9. Oktober mit Führungen zu einzelnen Tierarten wie Elefant, Giraffe, Stachelschwein, Gepard, Erdmännchen, Eisfuchs/Schnee-Eule und Känguru. In der Zeit von 9 bis 13 Uhr wird alle halbe Stunde startet eine solche Führung. Am Dienstag, dem 10.10. von 10 bis 14 Uhr zeigen dann Mitarbeiter und Studenten der Opel-Zoo-Stiftungsprofessur Zootierbiologie an der Goethe-Universität Frankfurt, welche Forschungsprojekte gerade im Opel-Zoo durchgeführt werden. Die Zoobesucher können mit den engagierten Wissenschaftlern ins Gespräch kommen und an den Infoständen erfahren, was im Einzelnen an welchen Tierarten untersucht wird und welchen Nutzen diese Forschungsprojekte haben können. Auch der hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz wird am Vormittag in den Opel-Zoo kommen. Er hat für die Jubiläumswoche die Schirmherrschaft übernommen und drückt damit die Wertschätzung der hessischen Landesregierung für die Zoopädagogik im Opel-Zoo aus. Er wird sogar einen Preis für die zoopädagogische Arbeit übergeben: Dr. Martin Becker, Leiter der Zoopädagogik, und Prof. Dr. Paul Dierkes, Lehrstuhlinhaber der Stiftungsprofessur, und ihre Mitarbeiter erhalten aus der Hand des Staatsministers eine Auszeichnung als offizielles und vorbildliches Projekt der UN Dekade Biologische Vielfalt, die für die Aktionstage „Biologische Vielfalt im Opel-Zoo erleben“ verliehen wird. Diese Aktionstage finden regelmäßig vor den Sommerferien statt und zeigen Schulklassen und Einzelbesuchern an zahlreichen interaktiven Stationen, warum Artenvielfalt für die Erhaltung der Ökosysteme und der Lebensgrundlage des Menschen so wichtig ist. Ziel der Aktionstage ist es, das Verständnis für die Artenvielfalt und für die Notwendigkeit des aktiven Schutzes dieser zu vermitteln. Am 10. Oktober können die Zoobesucher noch am 14 Uhr an der Öffentlichen Sonderführung teilnehmen, bei der der Förster den Wald und seine Tiere im Herbst vorstellt. „Natur unter der Lupe“ heißt es dann am Mittwoch, 11. Oktober von 10 bis 13 Uhr, und die Zoobesucher können unter Anleitung der Zoopädagogen mit Binokularen verschiedene Materialien untersuchen und auch hier wieder Zusammenhänge im Kreislauf der Natur spielerisch erkennen. Am Donnerstag bieten die Zoopädagogen von 10 – 13 Uhr ‚Tiere modellieren‘ in der Zooschule an und am Freitag werden im gleichen Zeitraum Tiermasken gebastelt. Die Jubiläumswoche endet dann am Samstag, 14.10. mit den Mitmachaktionen unter dem Motto „Pinguin Spezial“, die von 10 bis 13 Uhr bei gutem Wetter vor der Pinguin-Anlage und bei ungünstigerem Wetter im Zooschulraum neben den Pinguinen stattfinden. Da gibt es ein Wissensquiz, ein Geografie-Spiel, da werden Pinguinmasken hergestellt und man kann beobachten, wie sich verschiedene Körperformen beim Tauchen und Schwimmen im Wasser verhalten. „Mitfeiern in der Jubiläumswoche der Zoopädagogik“- das ist mit dem Jubiläumsprogramm ganz sicher ein besonderer Anreiz für einen Ausflug in den Opel-Zoo in den Herbstferien.

Zoo, Aquarium, Tierpark Berlin 29.09.2017
Pixie piekst
Drolliger Baumstachler-Nachwuchs im Tierpark Berlin hat einen Namen. Am 27. April dieses Jahres erblickte der erste Baumstachler-Nachwuchs in der Geschichte des Tierpark Berlin das Licht der Welt. Über die sozialen Netzwerke wurde nach einem passenden Namen für das Jungtier gesucht – jetzt steht er fest. Zusammen mit den Paten der Baumstachler, der GASAG Solution Plus (GSP), hat sich der Tierpark Berlin schließlich aus zahlreichen Vorschlägen von Baumstachler-Fans für den Namen Pixie entschieden. Pixie piekst nicht nur, sie kann auch schon erstaunlich gut klettern. Mit nur fünf Monaten erklimmt das kleine Baumstachler-Mädchen die Kletterbäume auf ihrer Anlage schon völlig routiniert. Der besondere Greifschwanz dieser Tiere ist hierbei sehr hilfreich. Dies können die Besucher bereits direkt hinter dem Eingang Bärenschaufenster, im zukünftigen Nordamerika-Teil des Tierparks, beobachten. Dort bewohnen die Baumstachler eine Anlage zusammen mit den Präriehunden. „Es ist schön, dass unsere Baumstachler mit der GASAG Solution Plus so prominente Unterstützer gefunden haben“, freut sich Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Wenn ich die drei gemeinsam auf dem höchsten Ast balancieren sehen, ist das für mich am Eingang schon direkt das erste kleine Highlight.“ Die GASAG Solution Plus hat auch die Patenschaft für die beiden stolzen Baumstachler-Eltern Anni und Oskar übernommen. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun die Paten einer ganzen Baumstachler-Familie sind“, sagt GSP-Geschäftsführer und Sprecher Frank Mattat, „Die Patenschaft ist auch Ausdruck unserer langjährigen erfolgreichen Partnerschaft mit dem Tierpark“. Das Unternehmen mit seinem Hauptsitz in Berlin unterstützt den Tierpark Berlin schon seit längerem. Auch die Patenschaft für die Steinböcke hat die GSP bereits übernommen.

Zoo Duisburg 28.09.2017
Seelöwen-Kindergarten am Kaiserberg – 3-facher Seelöwennachwuchs
Produktiv waren die Kalifornischen Seelöwen am Kaiserberg schon immer, und in diesem Sommer kamen innerhalb von einer Woche gleich drei kleine Seelöwenmädchen zur Welt! Die Mütter SUNNY, MANDY und KATJA haben seit dem alle Flossen voll zu tun. Während sich die Jungtiere in den ersten Lebenswochen noch vorwiegend an Land aufhalten, flitzen sie jetzt schon durchs Wasser und begeistern große und kleine Besucher. Erstaunlicherweise müssen Seelöwen das Schwimmen erst erlernen, bevor sie das nasse Element gänzlich nutzen können! Mittlerweile klappt es aber schon ausgezeichnet. Nur bei den täglichen Vorführungen halten sich die Kleinen noch etwas zurück und ruhen sich an Land vom ausgiebigen Spielen aus. Seit 1990 sind knapp 40 Tiere am Kaiserberg geboren worden. Von der 15-jährigen KATJA ist ALLY das dritte Jungtier, von der 13-jährigen SUNNY ist GRACE ebenfalls das dritte Jungtier und von der siebenjährigen MANDY ist LUCY das zweite Jungtier.

Zoo Osnabrück 28.09.2017
Stiftung Pro Kreatur spendet 20.000 Euro für Osnabrücker Löwen
Bislang größte Einzelspende von Kirsten und Axel Ziemek. Mit 20.000 Euro spendet die Stiftung Pro Kreatur die bislang größte Summe für den Verein „Löwen für Löwen“. Dieser sammelt Spenden für die Vergrößerung der Löwenanlage im Zoo Osnabrück. In der Vergangenheit hatte die Stiftung regelmäßig ein Tapirschutzprojekt in Südamerika, das der Zoo unterstützte, gefördert. „Uns liegen der Tierschutz und auch der Zoo Osnabrück sehr am Herzen. Schließlich lernen Menschen hier Tiere kennen und lieben. Und so wächst auch in vielen der Wunsch unsere beeindruckende Tierwelt zu schützen“, berichtet Kirsten Ziemek von der Kirsten und Axel Ziemek Pro Kreatur Stiftung. Ziel der Stiftung ist die Förderung des Tierschutzes durch Erhaltung von Arten und Rassen, aber auch die Erhaltung und Schaffung von artgerechtem Lebensraum oder humanitäre Haltung, Pflege und Behandlung von Tieren. „So lag es nahe, dass wir nun den Zoo bei der Vergrößerung seiner Löwenanlage unterstützen, damit die Löwen mehr Platz haben und auch wieder Nachwuchs bei dieser bedrohten Tierart möglich ist“, so Ziemek. Die Löwenanlage soll bis 2020 umgebaut werden und danach dreimal so groß sein. Mit dem Verein „Löwen für Löwen“ sammelt der Zoo Geld für den Umbau. Zoogeschäftsführer Andreas Busemann bedankte sich im Namen des Vereins „Löwen für Löwen“ bei der Stiftung: „Wir finanzieren uns so gut wie selbst über Eintrittsgelder, Sponsoren und Spenden. Gerade der Umbau von Tiergehegen stellt uns vor große Herausforderungen, da diese Projekte sehr teuer sind. Deswegen starten wir so kreative Maßnahmen wie den Verein ‚Löwen für Löwen‘ mit vielen Charity-Aktionen und sind sehr froh, dass die Stiftung uns dabei so großzügig hilft.“ Der Umbau mit einem Baumhöhenpfad für die Besucher wird rund 1,6 Millionen Euro kosten und soll spätestens 2019 starten. Wer das Vorhaben, die Löwenanlage zu vergrößern, unterstützen will, kann direkt an den Verein „Löwen für Löwen“ spenden. Kontodaten: Sparkasse Osnabrück, IBAN: DE 57 2655 0105 1551 7708 27; eine Jahresmitgliedschaft kostet 80 Euro. Bei Interesse bitte melden unter: zoo@zoo-osnabrueck.de.

Kölner Zoo 28.09.2017
Mit Affenzahn fressen: Erntedank-Angebote und Fütterungen im Kölner Zoo
Erntedank steht vor der Tür. Bauern haben Äpfel, Getreide und Gemüse von Bäumen, Sträuchern und Feldern geholt. Über die Ernte sind nicht nur Menschen, sondern auch Tiere froh. Besonders bunt geht es bei den Mantelpavianen im Kölner Zoo zu. Sie balgen um Äpfel und schaufeln mit Affenzahn die von den Tierpflegern angebotenen Leckereien in sich hinein. Das Fressverhalten der 67 aktiven Primaten können die Zoobesucher täglich um 15 Uhr bei den Live-Fütterungen bestaunen. Insgesamt bietet der Zoo seinen Gästen neun verschiedene Fütterungs-Shows an: Die Humboldtpinguine bekommen täglich um 10.45 und 15.30 Uhr, die Kalifornischen Seelöwen um 11.30 und 16 Uhr frischen Fisch. Die Erdmännchen zeigen um 13.45 Uhr kräftigen Appetit. Öffentliche Fütterung bei den Flusspferden ist um 14.00 Uhr. Bei den Krallenottern im Tropenhaus ist wie bei den Pavianen um 15 Uhr Mahlzeit. Die Piranha-Fütterung findet immer montags um 15 Uhr im Aquarium statt. Kostenlose Erntedankmatinee am Sonntag ab 11 Uhr. Außerplanmäßiges kommt am kommenden Sonntag, 1. Oktober, auf den tierischen Speiseplan. Mitarbeiter des Zoos ziehen dann mit einem herbstlich geschmückten Wagen mit Kürbis, Maiskolben & Co. durch den Zoo und verfüttern das Saisongemüse an ausgewählten Stationen an die Tiere. Dazu gibt es anschauliche Erklärungen – nicht nur zum Fressverhalten, sondern auch zur allgemeinen Biologie der Tiere. Die Teilnahme an dieser Erntedankmatinee ist kostenlos. Start ist um 11 Uhr am Zoo-Haupteingang. Der Pavianfelsen: Eine der Besucherattraktionen im Zoo. Mantelpaviane sind auf ihrem großen Felsen eine Institution im Kölner Zoo. Sie sind seit Zoogründung hier zu beobachten. In ihrem Ursprungsgebiet leben sie in Halbwüsten, Savannen und Felsgebieten Äthiopiens, Eritreas, Somalias und sogar auf der gegenüberliegenden Seite des Roten Meeres in Saudi Arabien. Sie gehen in kleinen Haremsverbänden tagsüber auf Futtersuche und finden sich abends auf einem großen Schlaf-Felsen zusammen.

Zoo, Aquarium, Tierpark Berlin 28.09.2017
Rund 30 Mio. Euro für Affe, Tiger und Co.
Investitionen im Tierpark Berlin: Wie geht es voran? Die großen Pläne für den Tierpark Berlin werden konkreter, rund 30 Millionen Euro sollen in den nächsten drei Jahren im Tierpark investiert werden. Zukünftiges Regenwaldhaus hält zunächst Hindernisse bereit. Hinterindische Tiger streifen durchs Dickicht, Malaienbären klettern auf Naturfelsen und Sunda-Gaviale halten nach dem nächsten Fisch-Leckerbissen Ausschau. Diese Vision soll nun bald Wirklichkeit werden. Nicht erst seit gestern wird dem Umbau des denkmalgeschützten Alfred-Brehm-Hauses entgegengefiebert, das historische Raubtierhaus (Baujahr: 1963) soll in ein modernes Regenwaldhaus umgebaut werden. Bei den ersten bauvorbereitenden Maßnahmen kam es jedoch zu Verzögerungen: „Der Zustand des Gebäudes ist deutlich schlechter als erwartet. Zusätzlich sind Fundamente, Leitungen und Schächte fehlerhaft in den alten Bauzeichnungen dokumentiert“, erklärt Architekt und Leiter der Abteilung für Technik in Zoo und Tierpark Ingo Volmering. Erst kürzlich wurde genau dort, wo in Zukunft Malaienbären auf 600 m2 an Baumstämmen klettern und nach Insekten buddeln werden, alte Starkstromkabel mit Ölummantelung entdeckt, welche in den Plänen überhaupt nicht verzeichnet waren. Die Entsorgung ist aufwendig, zeitintensiv und ziemlich teuer: ca. 150.000 Euro kostet die Beseitigung und Neuverlegung dieses Kabels. Mehr Platz für Tiger & Co: Beim dringend notwendigen Umbau des rund 5.300 m² großen Alfred-Brehm-Hauses stehen neben der Modernisierung der technischen Anlagen und der Verbesserungen der Arbeitsbedingungen vor allem die Haltungsbedingungen für Tiere im Vordergrund. Das seinerzeit größte Raubtierhaus wurde vom berühmten Architekten Heinz Graffunder entworfen und steht unter Denkmalschutz, der Tierpark muss mit dem Umbau des Alfred-Brehm-Hauses also auch dem historischen Erbe gerecht werden. Künftig werden die Besucher im Alfred-Brehm-Haus in die tropische Welt südostasiatischer Inseln eintauchen können und einen einzigartigen Einblick in den Lebensraum von Sumatra-Tiger, Java-Leopard und Goodfellow-Baumkänguru bekommen. Finanziert wird der Umbau des Alfred-Brehm-Hauses aus diversen Budgets: Den größten Anteil trägt die Lottostiftung mit ca. 3,6 Mio. Euro, auch das Land beteiligt sich in Höhe von 2,2 Mio. Euro. Zudem unterstützt die Gemeinschaft der Förderer von Zoo und Tierpark Berlin das Projekt mit 475.000 Euro. „Bei so viel Fördergeld muss natürlich sorgfältig geplant werden. Aktuell bereiten wir die Bauplanungsunterlagen (BPU) vor. Noch im Herbst werden wir sie beim Senat einreichen und hoffen, dass wir zeitnah die Baugenehmigung erhalten, damit wir spätestens im Frühjahr 2018 mit dem Umbau beginnen können“, ergänzt Volmering. Sobald die Genehmigungen des Bezirks und der Denkmalschutzbehörde vorliegen, dürfen auch endlich die großen Baufahrzeuge anrollen. „Der Umbau des Alfred-Brehms-Hauses ist eines der Bauprojekte, die mir besonders am Herzen liegen. Die Anlagen müssen dringend an die Ansprüche moderner zoologischer Einrichtungen angepasst werden. Außerdem möchten wir das Thema Umweltbildung in den Fokus rücken und unsere Besucher für den Artenschutz sensibilisieren“, erläutert Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Derzeit rechnet der Tierpark mit einem Baubeginn im März 2018, für das Projekt werden ungefähr 6 Mio. Euro veranschlagt. #AbenteuerArtenschutz: Eine Rallye für die ganze Familie. Am anderen Ende des Tierparks sind die Weichen in Richtung moderner Tierpark schon gestellt: Wieso sind Zoos für viele Tierarten so wichtig und was kann jeder einzelne für den Schutz bedrohter Tiere tun? Nachtblaue Wände und raumhohe Holzstämme werden die Besucher regelrecht in Entdeckerstimmung bringen – unter dem Motto #AbenteuerArtenschutz können Groß und Klein auf eine spannende Entdeckungstour gehen und einen Einblick in weltweite Artenschutzprojekte bekommen. An verschiedenen Forscherkisten können die Besucher mit allen Sinnen Interessantes entdecken und sogar durch das interaktive Zuchtbuch des Java-Leoparden blättern. Unter prüfendem Blick von Ameisenbär und Silberäffchen hat der Umbau bereits begonnen, die Eröffnung der Artenschutzausstellung im derzeitigen Affenhaus ist für Ende November geplant. Die ca. 200.000 € für den modernen Artenschutzpfad werden zu zwei Dritteln durch GRW-Mittel finanziert. Anschließend werden die Außenanlagen neugestaltet, ab Ende 2018 dürfen sich Brüllaffen, Weißkopfsaki und Co. auf moderne, großzügige Kletterlandschaften unter blauem Himmel freuen. Dafür wurden zusätzlich Gelder aus dem Mauerfond in Höhe von 275.740 € bereitgestellt. Die Fertigstellung der Außenanlagen ist für Ende 2018 geplant. Tapetenwechsel in der Verwaltung. Noch verweilt die Tierpark-Verwaltung, ein DDR-Systembau im Stil der späten 60er Jahre, in seinem Dornröschenschlaf unweit der Hauptstraße auf dem Wirtschaftsgelände des Tierparks. Doch auch hier gilt: Aus alt mach neu. Nachdem im Frühjahr bereits die Räumung des über 3300 m2 großen Verwaltungsgebäudes durchgeführt wurde, ist der Baubeginn für Anfang 2018 geplant. Neben einer dringend notwendigen energetischen Sanierung wird das gesamte Gebäude generalüberholt, von sanitären Anlagen bis hin zu modernen Aufenthaltsräumen für die Tierpark-Mitarbeiter. Zusätzlich bekommt das Haus eine komplett neue Fassade. Ab Ende 2018 werden der Direktor, Kuratoren, Kollegen aus Personal-, Verwaltung- und Kommunikationsabteilung gemeinsam unter einem Dach für einen reibungslosen Ablauf im Tierpark sorgen. Der Umbau wird aus Mitteln des Kommunalinvestitionsfördergesetzes mit 3 Mio. Euro gefördert. Akuter Handlungsbedarf bei Schlangen, Fröschen und Co. Doch nicht alle Gebäude aus vergangenen Zeiten lassen sich erhalten. Aufgrund akuten Schimmelpilz- und Schädlingsbefalls sowie einer maroden Bausubstanz ist eine Renovierung der in die Jahre gekommenen Schlangenfarm nicht mehr möglich. Die starken Regenfälle in diesem Jahr haben den Zustand des Gebäudes noch einmal so sehr verschlechtert, dass die sofortige Schließung für Besucher unumgänglich geworden ist. „Die bis zu 220 cm langen Schlangen sind zudem in viel zu kleinen Terrarien untergebracht. Nicht nur für Reptilien und andere Amphibien ist diese Situation untragbar, auch unseren Tierpflegern können wir diese Arbeitsbedingungen nicht länger zumuten“, erklärt Biologin und Zoologische Leitung des Tierpark Nadja Niemann. Die Haltung der teilweise hochgiftigen Schlangen, wie der Schwarzen Mamba, ist sehr anspruchsvoll. In dem baufälligen Gebäude ist jedoch noch nicht einmal eine individuelle Temperaturregelung in den Terrarien möglich. Ursprünglich diente die 1956 eröffnete Schlangenfarm der Gewinnung von Schlangengift zur Herstellung von Antiserum. Noch bis 1970 wurden die Tiere regelmäßig öffentlich „gemolken“, mittlerweile ist diese Handhabung mit hochgiftigen Tieren schon alleine aus versicherungstechnischen Gründen nicht mehr möglich. Die derzeitigen Bewohner der Schlangenfarm werden nun sukzessive auf Weltreise gehen und in die einzelnen Bereiche des Tierparks aufgeteilt. So wird der Tomatenfrosch zur Artenschutzausstellung in das derzeitige Affenhaus ziehen und die Mangrovennachtbaumnatter wird später im Regenwaldhaus ein neues Zuhause finden. Für die Spaltenschildkröten geht es zu Elefanten und Nashörnern ins Dickhäuterhaus und in der Tierparkschule werden Bartagame sowie Königspython aufgenommen. Mehr als die Hälfte aller Reptilien- und Amphibienarten können im Tierpark untergebracht werden, ein Teil der Tiere wird jedoch mittelfristig an andere zoologische Einrichtungen abgegeben. Moderne „Hütte“ für die grauen Riesen. Tierpark Berlin 2020: Die Sonne geht hinter große Felsen auf und in der Savanne erwacht das Leben, Afrikanische Elefanten nehmen ein Bad in der Schlammkuhle, Zebras zupfen an frischen Grashalmen und Giraffen recken ihre langen Hälse. Im Zuge der Umgestaltung wird sich die Umgebung des gut 30 Jahre alten Dickhäuterhauses in eine afrikanische Savannenlandschaft verwandeln. Die Planungen für einen Umbau sind für kommendes Jahr angesetzt und werden rund 20 Mio. € kosten – ab Ende 2019 sollen die ersten Bauarbeiten starten.

Zoopark Erfurt 28.09.2017
Spuk im Thüringer Zoopark Erfurt
Karten-Vorverkauf für Halloween beginnt. Am Dienstag, den 31. Oktober 2017 spukt es wie jedes Jahr am Roten Berg in Erfurt. Der Karten-Vorverkauf für Halloween beginnt vor den Zootagen am Freitag, den 29. September 2017. Am Dienstag, dem 31.10.2017, spukt es im Thüringer Zoopark Erfurt. Von 10:00 bis 18:00 Uhr verheißen viele Highlights und Überraschungen einen schaurig-schönen Zoobesuch für die ganze Familie. Wer sich traut, darf mit Spinnen, Schlangen, Würmern und Co. auf Tuchfühlung gehen. Die „Gruseltiere“ werden den Besuchern hautnah präsentiert. Der Kartenvorverkauf für den schaurigen Zooparkbesuch beginnt vor den Zootagen ab dem 29. September 2017. Zu Halloween zahlt man nur den regulären Zooparkeintritt. Kostümierte Kinder erhalten freien Eintritt.

Tiergarten Hellabrunn 28.09.2017
Robbenbaby Ronny erkundet die neue Polarwelt
Wer im Becken der Mähnenrobben in der neuen Hellabrunner Polarwelt einmal ganz genau hinschaut, kann den jüngsten Sprössling der Mähnenrobben-Familie bei seinen Runden durch das klare Wasser entdecken. Der kleine Mähnenrobbe-Bulle, der Ende Juli zur Welt kam. verbrachte die ersten Wochen im Robbenhaus. Seit der Eröffnung der Polarwelt Anfang September, übt er das Schwimmen im großen Becken – und so können die Besucher den aufgeweckten Ronny mit den großen braunen Augen beim Schwimmen, Spielen und während des täglichen Robben-Trainings erleben. Nach rund 350 Tagen im Bauch von Mutter Ina wird Ronny während der ersten sechs Monate gesäugt. Ab und zu spielt das kleine Robbenkind aber auch schon mal mit einem Fisch – schließlich wird der einmal sein Hauptnahrungsmittel sein. Ausgewachsene Mähnenrobben verspeisen zwischen fünf und acht Kilogramm Fisch und Meeresfrüchte am Tag. Man unterteilt Robben in drei Familien: Hundsrobben, Ohrenrobben und Walrosse. Mähnenrobben gehören zur Familie der Ohrenrobben. Im Gegensatz zu Hundsrobben können Ohrenrobben die hinteren Gliedmaßen an Land nach vorne richten, sodass sie sich laufend fortbewegen können. Unter Wasser nutzen sie ihre vorderen Flossen zum Antrieb beim Schwimmen. Ein ausgewachsener Mähnenrobben-Bulle kann bis zu 2,50 Meter groß und 350 Kilogramm schwer werden. Bis der kleine Ronny ausgewachsen ist, wird es jedoch noch fünf bis sieben Jahre dauern.

Tiergarten Nürnberg 28.09.2017
25 Jahre Tierpatenschaften im Tiergarten Nürnberg
Mit einem Zeitungsaufruf unter dem Titel „Nürnbergs Tiere brauchen unsere Hilfe“ begann vor 25 Jahren die Erfolgsgeschichte der Tierpatenschaften, damals noch unter dem Begriff Futterpatenschaften, im Tiergarten der Stadt Nürnberg. Aktuell engagieren sich mehr als 770 Paten für ihre Lieblingstierarten. Insgesamt kamen dadurch bislang mehr als 1,7 Millionen Euro zusammen. Mit den Spendengeldern konnten unter anderem das Mediterraneum, die Anlagen für die Buntmarder, die Erdmännchen und die Fischkatzen teilfinanziert werden. Zu den seit einem Vierteljahrhundert treuen Paten der ersten Stunde gehören etwa Gudrun und Hermann Flachenecker, Prof. Dr. Wolfgang Gast, Bernd Hartmann, Claudia und Heinz Lauber, Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann und Hannelore und Udo Tomiak. Diesen treuen Paten verdankt der Tiergarten Nürnberg viel. Tiergarten-Mitarbeiterin Monika Prell betreut seit 1996 die Tierpaten und wird oft nach den Spitzenreitern unter den „Patenkindern“ befragt. Durch den Neubau von Anlagen und einen sich verändernden Tierbestand wechseln die Lieblingstiere bei den Interessenten. So eroberten nach der Eröffnung der Erdmännchen-Anlage im Jahr 2013 die kleinen Raubtiere in kürzester Zeit den Spitzenplatz bei den Patenschaften. Aktuell spenden 120 Paten für Erdmännchen. Da für die Tierart gespendet wird und nicht für die einzelnen Tiere, ist die Zahl der Patenschaften nicht an die Zahl der im Tiergarten gehaltenen Individuen gebunden. Erwachsene können bereits ab 50 Euro eine Tierpatenschaft übernehmen. Diese läuft ein Jahr und verlängert sich nicht automatisch. Als Dankeschön erhalten Tierpaten eine Paten-Urkunde, einen namentlichen Eintrag auf der Patentafel am Tiergarteneingang und eine Einladung zu einem Patentreffen. Wer tiefer in die Tasche greifen möchte, erhält ab einer Tierpatenschaft über 500 Euro zusätzlich noch eine Familien-Jahreskarte. Bei Summen ab 2 500 Euro gibt es zusätzlich noch ein individuelles Namensschild am Gehege der Patentierart. Kinder zwischen 5 und 13 Jahren können eine eigene Taschengeld-Patenschaft über 30 Euro übernehmen.

Zoo Neunkirchen 28.09.2017
Keine Langeweile in den Herbstferien
Abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder im Neunkircher Zoo. Wegen des großen Zuspruchs am Osterferienprogramm und den Tierisch wilden Dienstagen und Donnerstagen in den Sommerferien in diesem Jahr, dürfen sich besonders die Kinder und Jugendliche auch wieder auf die kommenden Herbstferien freuen: Am Montag, 2. Oktober, Mittwoch, 4. Oktober bis Freitag, 6. Oktober, sowie von Montag, 9. Oktober bis Freitag, 13. Oktober 2017, bietet die zoopädagogische Abteilung des Neunkircher Zoos jeden Vormittag ein abwechslungsreiches Programm aus Kurzerlebnisführungen, kreativem tierbezogenem Bastelspaß und vielem mehr an. Auch der Blick hinter die Zookulissen als spannender Einblick in den Zooalltag wird möglich sein. Start ist immer um 10.00 Uhr am Haupteingang und das zweistündige Programm endet um 12.00 Uhr auch wieder dort. Das Programm ist besonders geeignet für Kinder ab dem 5. Lebensjahr, aber auch kleinere Besucher und Besucherinnen sind herzlich willkommen. Die Begleitung durch einen Erwachsenen ist aber grundsätzlich erforderlich. Für dieses Angebot ist lediglich der Eintrittspreis zu zahlen. Das Herbstferienprogramm wird freundlicherweise vom Verein zur Förderung des Neunkircher Zoos – Zoo Verein e.V. gesponsert, unterstützt durch eine großzügige Spende der Sparkasse Neunkirchen. Eine Voranmeldung für das Ferienprogramm ist nur für Gruppen ab 5 Personen notwendig. Weitere Infos unter 06821 / 91 36 33

Tiergarten Schönbrunn 28.09.2017
NACHWUCHS BEI DEN KLEINSTEN KAMELEN DER WELT
Passend zum Herbstwetter ist der jüngste Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn gleich mit einem „flauschigen Wollpulli“ zur Welt gekommen. Am 16. September hat Vikunja-Weibchen Violet nach einer Tragzeit von rund einem Jahr ein Jungtier zur Welt gebracht. „Vikunjas sind in den südamerikanischen Anden in Höhen von bis zu 5.500 Metern heimisch. Ihr außerordentlich dichtes Fell schützt sie gegen die raue Witterung. Die zimtfarbene Wolle der Vikunjas ist besonders fein und gilt als die teuerste der Welt“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Vikunja zählt zu den Neuweltkamelen. Mit einer Schulterhöhe von nur etwa einem Meter ist es die kleinste Kamelart. Sein größerer Verwandter ist das Guanako. Das Jungtier ist ein Männchen und hat den Namen „Lino“ bekommen. Bereits am Tag der Geburt konnte sich der kleine Lino auf seinen zierlichen Beinchen halten. Mittlerweile düst er aufgeweckt durch den ganzen Südamerikapark. Schratter: „Das Jungtier hält Violet auf Trab. Für sie ist es der erste Nachwuchs und sie macht ihre Sache sehr gut. Sie ist aufmerksam und lässt Lino nicht aus den Augen.“ Die ersten vier bis sechs Monate wird das Jungtier gesäugt. Vikunjas zählten bis vor vier Jahrzehnten zu den am meist bedrohten Tierarten Südamerikas. Wilderei brachte sie an den Rand der Ausrottung. Durch Schutzmaßnahmen konnte sich der Bestand erholen. Heute geht man von rund 350.000 Tieren im Freiland aus.

Tierpark Lüneburger Heide 28.09.2017
„Happy Halloween“ und mehr im Wildpark
Kürbisschnitzen, Halloween-Familienfest und Führungen zur Hirschbrunft machen Herbst zum Erlebnis„Happy Halloween“ heißt es jetzt wieder im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf. Buntes Laub, Hirschbrunft und das nahende Halloween-Fest machen einen Besuch jetzt besonders lohnenswert. An den Sonntagen 1., 8., 15., 22. und 29. Oktober dürfen sich kleine Besucher auf Kürbisschnitzen, Kinderschminken und Magie von Zauberhexe Finsel freuen. Kapitän Schwarzbart und seiner Meute gefällt es im Wildpark so gut, dass sie auch im Oktober jeden Sonntag um 14 Uhr mit abenteuerlustigen Kindern auf eine spannende und lustige Piratenschatzsuche gehen. Beim Halloween-Familienfest am 29. Oktober ab 13 Uhr gibt es zusätzlich einen Kürbisschnitz-We[bewerb, eine spektakuläre Feuershow und als Highlight eine Gruselwanderung zu den Wildpark-Tieren bei Laternenschein. Ab 17.15 Uhr geht es auf Wanderung durch den abendlichen Park, bei der es einige Aufgaben und Rätsel zu lösen gibt. Beleuchtete Kürbisse, kleine Lichter und selbst mitgebrachte Laternen helfen dabei, den Weg im Dunkeln zu finden. Verkleidete Kinder erhalten an diesem Tag am Eingang eine kleine Überraschung. Wenn der Platzhirsch zur Paarungszeit seinen BrunAschrei ausstößt und um die Weibchen im Rudel buhlt, ist im Wildpark die Zeit für die beliebten Rotwildführungen gekommen. Unter fachkundiger Begleitung kann man die Hirschbrunft hautnah erleben und erhält dazu zahlreiche Informationen zu den Tieren, deren Paarungsverhalten und erfährt viel anderes Wissenswertes. Termine sind Sonntag, Montag und Dienstag 1., 2. und 3. sowie Freitag, Samstag und Sonntag 6., 7., 8. Oktober. Treffpunkt für die etwa einstündige Führung ist jeweils um 17.30 Uhr
der Artenschutzpavillon beim Eingang. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Führung ist im Eintrittspreis enthalten. Am 4. und 11. Oktober jeweils von 12 bis 15 Uhr können Kinder ab 8 Jahren außerdem wieder einen Blick hinter die Wildpark-Kulissen werfen und das Junior-Tierpfleger-Diplom erwerben. Die Teilnahme kostet EUR 20 pro Kind inklusive Eintri[. Eine Anmeldung ist unter 04184/8939-15 erforderlich. Alle weitere Infos zum Wildpark und seinem vielfältigen Angebot gibt es unter www.wild-park.de.

Zoo Magdeburg 27.09.2017
Öffentliche Zooführung am 6. Oktober: Magdeburger Zootierwelt entdecken
Am 6. Oktober findet um 10 Uhr die nächste Öffentliche Zooführung im Rahmen der Aktion „otto-on tour“ statt. In vielen Farbtönen des beginnenden Herbstes setzt sich der alte Baumbestand des Zoos in Szene und lädt zu einem ausgiebigen Naturspaziergang ein. Warum dies nicht einfach mal mit einer eineinhalbstündigen tierischen Entdeckungsreise verbinden? Während der Zooführung erfahren die Teilnehmer aus erster Hand viele Neuigkeiten aus der Magdeburger Zootierwelt. Welche tierischen Neulinge gibt es zu bestaunen und wo entstanden neue Tieranlagen?

Zoo Dresden 27.09.2017
Richtfest im neuen Pinguin-Café
„Zoo ist ein Stück Heimat!“ – mit diesen Worten begrüßte Zooaufsichtsratsvorsitzender Detlef Sittel, Erster Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden die Gäste zum Richtfest im neuen Pinguin-Café. Er sprach auch von Startschwierigkeiten bei der Planung, meinte jedoch, dass gerade solche Reibungspunkte und Diskussionen für die Herzenswärme sorgen, die es braucht, solch ein Projekt zufriedenstellend zu realisieren. Jeffrey Pötzsch, Geschäftsführer der ElbeZeit GmbH und künftiger Pächter der Immobilie sprach von den hohen Erwartungen, die Zooleitung und Zoobesucher an die neue Gastronomie am alten Standort haben werden. Anhand von Visualisierungen des Innenausstatters Hellerauer Werkstätten konnten sich die Besucher bereits ein Bild davon machen, wie das neue Pinguin-Café ab April 2018 seine Gäste erwartet. Zentrales Gestaltungsthema ist der Pinguin – so dominieren die Farben schwarz-weiß und das bis zu 120 Innenplätze fassende Gebäude erinnert an eine Eisscholle. Jens Krauße, verantwortlicher Architekt für das Projekt bei Heinle, Wischer und Partner in Dresden weiß natürlich, dass die im Zoo Dresden gehaltenen Humboldtpinguine an den Pazifikküsten vor Chile leben. Jedoch assoziieren die meisten Menschen mit den agilen Frackträgern eben Schnee und Eis, so dass diese Überlegungen in die Gestaltungsplanung eingeflossen sind. „Der Rohbau ist nunmehr fertig und auch Dach und Außenhaut sind geschlossen. Zur Zeit wird am Innenausbau gearbeitet, die Metallfassade montiert und die neue Terrasse angelegt, von der man künftig auch in das Pinguinbadebecken schauen kann“, so Krauße. Zoodirektor Karl-Heinz Ukena dankte allen Beteiligten für ihre professionelle Arbeit und lud im Anschluss zum zünftigen Richtschmaus ein. Die Abrissarbeiten des Pinguin-Café begannen bereits im März 2017. Das markante Gebäude, welches seit 1973 im östlichen Teil des Zoogeländes eine ganze Generation von Zoobesuchern gastronomisch versorgte, wurde in Einzelteilen im Lapidarium der Stadt Dresden zwischen gelagert und wartet dort auf einen neuen Einsatzort. Im Zoo Dresden wurde durch den Abriss der Grundstein für einen modernen Neubau gelegt, der sich an die vom selben Architekturbüro im Zoo Dresden bereits realisierten Projekte Giraffenhaus und Futtermeisterei anlehnt und sich harmonisch in die Fläche neben der Pinguinanlage einfügt.

Zoo Dortmund 27.09.2017
Brunftzeit beim Rothirsch – ein Hör-Erlebnis im Zoo Dortmund
Seit September ist Brunftzeit beim Europäischen Rothirsch oder Edelhirsch. Nach dem Sommer ist ihr Geweih ausgewachsen, die männlichen Tiere sind im Vollbesitz ihrer Kräfte und im körperlich besten Zustand. Das ist nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören: Der männliche Hirsch röhrt durch den Wald und versucht, seine Rivalen darin zu übertreffen. Das imposante Röhren ist eine Spezialität der europäischen Unterart – nordamerikanische Rothirsche oder Wapitis bringen es nur zu einer Art Stöhnen, die Rothirsche in Russland (Marale) gar nur zu einem Pfeifen. In der Brunftzeit messen die Rivalen ihre Kräfte. Bevor es zum Kampf kommt, laufen die Kontrahenten zunächst nebeneinander her, um die Stärke des anderen auszuloten. Beim Kampf selbst schlagen sie ihre Geweihe aufeinander und verhaken sich ineinander. Es ist eine Art Turnier- oder Kommentkampf, bei dem es auf die Kraft der Kontrahenten ankommt. Normalerweise kommt dabei kein Tier zu Schaden. Das siegreiche Männchen schafft es schließlich, ein Weibchenrudel für sich zu beanspruchen. Der Hirsch treibt die Weibchen dann zu einem Harem zusammen. Der Platzhirsch ist somit der Vater nahezu aller Kitze, die im folgenden Jahr gesetzt werden. Da die Hirsche während der Brunft kaum Zeit zum Äsen finden, sind sie danach meist abgemagert. Seit August gibt es Nachwuchs im Rothirschrudel des Dortmunder Zoos – verspätet, denn normalerweise kommen Jungtiere bereits im Juni zur Welt. Die Rothirschgruppe im Zoo Dortmund bewohnt das größte Gehege, es umfasst mehr als einen Hektar Fläche. Die Gruppe wandert darin täglich umher. Die Freianlage hat sowohl offene als auch bewaldete Teile und zieht sich bis zum Bach Schondelle hinunter. Sie bietet den Besucherinnen und Besuchern einen sehr schönen Einblick in den natürlichen Lebensraumes des Rotwilds.

Zoo Wuppertal 27.09.2017
Bärendame „Brenda“ zieht nach Brandenburg
die 24 jährige Bärendame „Brenda“ verlässt in den nächsten Wochen den Grünen Zoo Wuppertal um in den Wildpark Johannismühle im brandenburgischen Baruth/Mark zu ziehen. Der Wildpark wurde vor 20 Jahren gegründet und wird privat geführt. Auf einer Fläche von 100 Hektar leben dort etwa 500 Tiere aus etwa 50 verschiedenen Arten. „Brenda“ kam am 23.11.2015 aus der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen nach Wuppertal. Sowohl in Gelsenkirchen als auch in Wuppertal hielt sie „Winterruhe“. Aus diesem Grund verbrachte sie die Wintermonate in den Stallungen und war für die Besucher nicht zu sehen. Im August 2016 bekam sie mit „Siddy“ Gesellschaft aus Berlin. Damit leben zwei Bärinnen im forgeschrittenen Alter in Wuppertal um auf der naturnah gestalteten Anlage ihren „Ruhestand“ zu genießen. Die Vergesellschaftung der beiden „Damen“ gelang leider nicht, da „Siddy“ sehr dominant gegenüber „Brenda“ war und dieser nicht die Möglichkeit ließ sich frei auf der Anlage bewegen zu können. In der letzten Zeit konnte daher immer nur eine Bärin alleine das Außengehege nutzen. In Zukunft soll „Brenda“ mit der Braunbärendame „Karla“, einem Braunbär aus dem ehemaligen Staatszirkus der DDR, auf einer großzügigen, rund 2 Hektar großen Anlage, leben. Aktuell bewohnt „Karla“ das Gehege alleine, da ihre Artgenossen aus gesundheitlichen Gründen in den letzten Monaten von ihren Leiden erlöst werden mussten. Um „Brenda“ langsam an die Transportbox zu gewöhnen trainieren die Tierpfleger schon seit einiger Zeit mit ihr. Sie nimmt die Box vom ersten Tag an sehr gut an, sodass einem stressfreien Transport in Kürze nichts im Wege steht. Das Bärenschutzprojekt im Wildpark Johannismühle wird tiermedizinisch durch eine Kooperation mit dem Berliner Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung betreut.

Zoo Basel 27.09.2017
Strahlendes Rot-Blau im Aquarium
Im Zoo Basel ist 2017 erstmals die Zucht von Roten Neonsalmlern geglückt. Rund 500 hinter den Kulissen geschlüpfte Jungfische schwimmen jetzt im 1000 köpfigen Schwarm im Aquarium Nummer 26. Obwohl die Südamerikanischen Fische sehr häufig in Wohnzimmeraquarien anzutreffen sind, ist ihre Zucht ausgesprochen selten. Projekte im Amazonasgebiet fördern den nachhaltigen Fang dieser Fische, damit die Menschen nicht auf den Handel mit Tropenholz angewiesen sind. Die im Volksmund „Neonfische“ genannten Neonsalmler sind die wohl bekanntesten Aquarienfische. 2017 ist die Zucht – im Zoo Basel zum ersten Mal – geglückt. Damit Neonsalmler für Nachwuchs sorgen muss man ihr natürliches Umfeld simulieren. Im Aquarium ist das gar nicht so einfach. Neonsalmler leben im oberen Amazonas und seinen Nebenflüssen in sogenanntem „Schwarzwasser“. Schwarzwasserflüsse haben ihren Ursprung meist in Mooren oder humusreichen Regenwäldern. Das abfliessende Wasser ist extrem mineralienarm, aber voll von Huminsäuren und deshalb sehr sauer. Ein Umfeld, in dem „normale“ Fische in der Regel wegen Mineralienmangel oder aufgrund der Säure verenden. Die leuchtenden Neonsalmler können sich daher recht unbehelligt in ihrem Biotop bewegen, die Konkurrenz durch andere Fische ist bescheiden. Ganz im Gegensatz zum Nahrungsangebot, das mit Insekten und anderen kleinen wirbellosen Tieren ordentlich gedeckt ist. Genau dieses an sich lebensfeindliche Umfeld wird bei der Zucht nachgebildet. Mithilfe von künstlichem Regen-, sogenanntem Osmosewasser, das absolut mineralfrei ist, und der Zugabe von Humin-, Gerb- und anderen Säuren entsteht „Schwarzwasser“ mit einem pH von lediglich 4.2. In diesem sauren Wasser laichen die Neonsalmler nun in Gruppen von etwa 30 Tieren. In der Natur sinken die Fischeier zu Boden, im Zuchtaquarium ist ein Lochgitter im Boden des Aquariums eingebaut, durch den die Eier in einen sicheren Bereich sinken. Die winzig kleinen und fast unsichtbaren befruchteten Eier werden in ein separates Aquarium überführt, ansonsten würde sie von ihren eigenen Eltern gefressen. Bereits nach einem (!) Tag schlüpfen die Fischlarven, und nach fünf Tagen nehmen sie das erste Futter zu sich. Rote Neonsalmler können von wenigen Haltern zwar in grosser Zahl gezüchtet werden, Umweltorganisationen fördern aber heute den nachhaltigen Fang dieser Fische, damit die einheimische Bevölkerung nicht in den Tropenholzhandel abwandert. Am Rio Negro finden sich viele Fischer, die vom nachhaltigen Aquarienhandel leben.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 26.09.2017
Mit unseren Kindern gegen die Vermüllung der Meere
„Achtung Starkstromkabel“, stolz hält der zehnjährige Julian seinen ersten Müllfund in die Höhe. Er ist nur einer von insgesamt 75 Schülern der Klima- und Umweltschutzschulen in Hamburg, mit denen der Tierpark Hagenbeck gemeinsam mit der LI-Zooschule die komplexe Thematik der Vermüllung der Meere an diesem Dienstagvormittag durch eine Müllsammelaktion greifbar machen konnte. Am Elbstrand bei Övelgönne gab Dr. Guido Westhoff, Leiter des Tropen-Aquariums Hagenbeck den interessierten Schülern der vierten bis sechsten Klassen zuvor einen Überblick über die Dramatik der weltweiten Vermüllung der Meere und der damit verbundenen Gefahr für seine Bewohner. Bereits jetzt sterben jährlich Millionen von Meereslebewesen als Folge dieser Vermüllung. Rund 80 Prozent des Plastikmülls vom Festland landet in den Meeren – das sind jährlich 10 Millionen Tonnen. „Vermeidet den Gebrauch von Plastik, wo immer es möglich ist“, so das einprägsame Fazit von Dr. Guido Westhoff und auch eines der Ziele der weltweiten Aktion #OurOcean „WORLD AQUARIUMS AGAINST MARINE LITTER“. Mit seiner Teilnahme an dieser Kampagne will der Tierpark Hagenbeck aufzeigen, was jeder Einzelne in den täglichen Abläufen unternehmen kann, um dem Müllwahnsinn Einhalt zu gebieten. Anhaltspunkte dazu liefern Plakate im Tropen-Aquarium Hagenbeck in deutscher und englischer Sprache. Wie der Müllteppich ungefähr aussieht, stellen wir mit Hilfe eines plastikverseuchten Aquariums dar. Die Aktion hat ihren Höhepunkt am 5. und 6. Oktober mit einer internationalen Konferenz auf Malta. Weltweit beteiligen sich mehr als 100 Aquarien an der Aktion, darunter, zusammen mit dem Tropen-Aquarium Hagenbeck, sieben deutsche Aquarien. Der Müll, den die Kinder heute am Elbstrand fanden, wurde von den Mitarbeitern der Hamburg Port Authority eingesammelt und fachgerecht entsorgt – nicht im Meer.

Tierpark Berlin 26.09.2017
Bärenstarker Zusammenhalt – Die Eisbären Berlin übernehmen Patenschaft für Eisbärdame Tonja
„Hey, wir woll´n die Tonja sehn – ohohohohoh“ hört man ab heute vermutlich öfter im Tierpark Berlin. Die Berliner Eishockey-Mannschaft hat sich für die noch junge Saison bärige Unterstützung geholt und ist nun offizieller Pate der Eisbärendame Tonja. Zur heutigen Übergabe der Patenschafts-Urkunde war die Begeisterung sehr groß, denn schließlich passt kein Tier besser zu den Berliner Sportlern als ein starker Bär mit großen Tatzen. „Die Eisbären sind natürlich unsere Lieblingstiere“, sagt Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee. „Eine Patenschaft mit einem unserer Wappentiere im Tierpark war überfällig. Schön, dass wir jetzt Tonja und sie uns unterstützt.“ Auch Tonja kam an diesem besonderen Tag auf ihre Kosten: Eisbären-Maskottchen „Bully“ hatte für sie einen mit Karotten, Äpfeln und Birnen gefüllten Eishockey-Puck im Maxiformat im Gepäck. Sehr zur Freude einiger Eishockey-Fans waren auch die Spieler Marcel Noebels, Frank Hördler und Micki DuPont vor Ort, um die rund 200 kg schwere Eisbärendame als neustes Teammitglied willkommen zu heißen. Die Eisbären Berlin gehören zu den bekanntesten Sportvereinen der Hauptstadt und sind Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL). „Wir freuen uns einen Berliner Traditionsverein für die Patenschaft für unsere Tonja gewinnen zu können. Wir sind jedem dankbar, der uns dabei unterstützt, ein Bewusstsein für die Bedrohung der Eisbären durch den Klimawandel zu schaffen,“ verkündete Tierpark-Direktor Knieriem zur Begrüßung der sportlichen Paten. Eisbären sind die größten Landraubtiere der Erde und perfekt an ihren natürlichen Lebensraum in der Arktis angepasst. Dort halten sie eisige Temperaturen von bis zu minus 70 Grad Celsius aus. Die Schnee- und Eiswüsten rund um den Nordpol beginnen jedoch durch die Klimaerwärmung zu schmelzen und somit verschwindet der Lebensraum der Bären zunehmend. Aktuell leben zwei Eisbären im Tierpark Berlin – die siebenjährige Tonja und der fünfjährige Wolodja. Nachdem sich die beiden Bären im Frühjahr mehrfach gepaart haben, ist die Hoffnung auf Nachwuchs zum Jahresende groß.

Zoo Frankfurt am Main 26.09.2017
Ferienspielaktion: Lesung mit anschließender Zooführung 12. Oktober 2017 10.00 Uhr – 12.00 Uhr
Let’s fall in Love oder…wie machen es die Tiere! Ob Moorfrosch oder Trampeltier, ob Plattfisch oder Orang-Utan…alle Tiere pflanzen sich fort. Doch sind Verführungskünste, Paarung, Geburt und Familienleben meist sehr unterschiedlich, oft überraschend und manchmal sogar spektakulär. Für diese Ferienaktion haben wir die Autorin Katharina von der Gathen mit ihrem Buch „Das Liebesleben der Tiere“ eingeladen. Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch den Zoo geben wir neugierigen Kindern anhand von humorvollen Zeichnungen, informativen Texten und den lebenden Tieren gemeinsam Einblicke in die überwältigende Vielfalt der tierischen Liebe.

Zoo Frankfurt am Main 26.09.2017
Willkommen KUMAR: Oberbürgermeister begrüßt neues Löwen-Männchen
Der Katzendschungel im Frankfurter Zoo ist das neue Revier des 11-jährigen Asiatischen Löwen KUMAR, der Ende August aus dem Zoo von Dublin nach Frankfurt kam. Nach einer einmonatigen Quarantäne ist er nun in sein neues Gehege umgezogen. „Es ist nahezu unmöglich, angesichts der großen Katzen nicht fasziniert zu sein. Ich freue mich, dass wir Frankfurterinnen und Frankfurter Löwen und Tiger in unserem Zoo so nah erleben können, nur getrennt durch eine Glasscheibe“, sagt Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main. „Einen neuen Löwen in Frankfurt willkommen zu heißen, das ist schon etwas sehr Besonderes. Deshalb sage ich: Herzlich willkommen in Frankfurt Löwe KUMAR!“, so Feldmann weiter. Löwe KASHI musste im Juli 2017 mit fast achtzehn Jahren eingeschläfert werden. Seit Monaten hatte er massive Probleme mit den Zähnen und musste mehrfach operiert werden. „Glücklicherweise ging es sehr schnell, nach nur zwei Monaten können wir Ihnen einen neuen Löwen präsentieren“, sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Der Neuzugang ist ein stattlicher Kater, der 180 kg Gewicht auf die Waage bringt. KUMAR wurde im April 2006 im Zoo von Edinburgh in Schottland geboren. Im Jahr 2008 kam er nach Rotterdam, ab 2013 lebte er im Zoo von Dublin. Seit dem 26. August befindet er sich in Frankfurt, wo er zunächst eine 30-tägige Quarantäne in der Quarantänestation im Zoo-Wirtschaftshof durchlief. Im Katzendschungel wird KUMAR auf Löwin ZARINA treffen. „Zum Kennenlernen bleiben die beiden allerdings zunächst auf getrennten Anlagen, durch ein Kennenlern-Gitter können sie sich beschnuppern“, berichtet Niekisch. Allerdings kann es mit dem Zusammenlassen der beiden Löwen auch sehr schnell gehen. „ZARINA ist seit dem Tod von KASHI sehr nervös“, so Niekisch. Die fünf Jahre alte ZARINA wurde im Mai 2012 im Zoo von Paignton in England geboren und kam 2014 nach Frankfurt. Nachwuchs hatte die junge Löwin noch nicht, obwohl sie sich mit Kater KASHI sehr gut verstand. Allerdings ist ZARINA noch sehr jung. Asiatische Löwen werden erst im vierten Lebensjahr geschlechtsreif, voll ausgewachsen sind sie mit etwa sechs Jahren. „Wir hoffen nun, dass sich KUMAR und ZARINA auch gut vertragen. Natürlich würden wir uns sehr über Nachwuchs freuen“, sagt Niekisch. KUMAR hat bereits mehrfach für Nachwuchs gesorgt. „In Dublin war KUMAR für sein lautes Brüllen bekannt, das ab heute über den Zoo und die Stadt Frankfurt hallen wird – wir freuen uns darauf!“, sind sich Feldmann und Niekisch einig.

Tierpark Hellabrunn München 26.09.2017
Zwei neue Kühe für die Hellabrunner Yak-Herde
Die Hausyak-Gruppe im Tierpark hat sich vergrößert! Mit Pema und Patuca sind Mitte September zwei neue weiß-grau gefleckte Yak-Damen vom Zoo Zürich nach München gezogen. Die beiden 2015 geborenen Weibchen fühlen sich inzwischen schon sehr wohl in der Hellabrunner Yak-Familie. Neben Zuchtbulle Norbu und dem zweijährigen Bullen Pedro leben nun insgesamt fünf Kühe sowie zwei Jungtiere im Tierpark. Vor allem Neuzugang Pema kann man gut an ihrer schicken Frisur und den fehlenden Hörnern erkennen. „Dass es Hausyaks ohne Hörner gibt, ist gar nicht so ungewöhnlich – ähnlich wie bei Ziegen oder anderen domestizierten Arten gibt es Erblinien mit und ohne Hörner“, erklärt Carsten Zehrer, Biologe und zuständiger Kurator für Yaks. Bei den Yaks, die im Tierpark leben, handelt es sich um Hausyaks (Bos grunniens). Die domestizierte Rinderart wird vor allem im Himalaya, der Mongolei und dem Süden Sibiriens gehalten und stammt vom in der tibetischen Hochebene lebenden Wildyak (Bos mutus) ab. Sie sind an die dortigen extremen klimatischen Bedingungen angepasst und sehr genügsam. So können sie in den oft unwirtlichen Gegenden auch mehrere Tage ohne Futter und Wasser überstehen. Vor allem in der Landwirtschaft spielen Hausyaks eine wichtige Rolle. Die Tiere liefern Milch und Fleisch, Wolle und Leder – und ihr getrockneter Dung ist ein wichtiges Brennmaterial. Außerdem werden sie als Reit- und Lastentiere gehalten. Im Gegensatz zu den Hausyaks sind die Wildyaks, wie viele andere heute noch existierende Wildrind-Arten, nach der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als gefährdet eingestuft. Der Restbestand an Wildyaks, der sich auf West-China und Tibet beschränkt, ist allein in den letzten 30 Jahren um über 30 Prozent zurückgegangen. Infos zu den Hellabrunner Hausyaks: Im Tierpark Hellabrunn leben derzeit neun Hausyaks: der Zuchtbulle Norbu (*13.05.2013, seit 14.12.2014 in Hellabrunn), Jungbulle Pedro (*10.09.2015), die Yak-Weibchen Korea (*02.07.2010), Tingri (*1997), Tirpani (*1997), Kat (*30.12.2010) sowie die beiden Neuzugänge Pema (*03.10.2015) und Patuca (*14.04.2015) und die beiden Jungtiere Quinoa (*02.10.2016) und Riggs (*04.05.2017).

Zoo Dortmund 26.09.2017
Alle meine Entchen: Küken der Amazonasente neu im Dortmunder Zoo
So viele Tier- und Pflanzenarten wie in den tropischen Regenwäldern gibt es nirgends sonst auf der Erde. Die immerfeuchten Wälder wachsen dort auf nährstoffarmem Boden. Wie sich die Arten darauf eingestellt haben, davon vermittelt das Amazonashaus im Zoo Dortmund seit mittlerweile 25 Jahren einen Eindruck. Aktuell gibt es dort Nachwuchs bei den Amazonasenten, die in einem kleinen Teich im Amazonashaus leben: Zwei Küken im Dunengefieder sind dort zu bewundern. Da das Amazonashaus beheizt ist, bietet sich ein Besuch im Regen an. Amazonasenten brüten in kleinen Revieren, die sie gegen Artgenossen verteidigen. Sie leben monogam und bleiben auch außerhalb der Paarungszeit als Paar vereint. Den Brutort wählen die Eltern gemeinsam. Das Weibchen baut ihr Nest vorzugsweise in dichter Uferbewachsung und verwendet dafür weiche Pflanzenteile sowie Federn zum Auspolstern. Um die Aufzucht kümmern sich beide Eltern. Das Weibchen legt zwischen acht und zwölf Eier und brütet 27 bis 28 Tage, das Männchen sorgt in dieser Zeit für den Schutz. Die geschlüpften Küken sind Nestflüchter und folgen bereits kurz nach dem Schlupf der Mutter nach. Nach rund 55 bis 58 Tagen sind die Jungenten flügge und lösen sich aus dem Familienverband. Amazonasenten ernähren sich sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Nahrung: Hauptsächlich morgens und abends suchen sie Wasserpflanzen, Wurzeln, Sämereien, Körner, Gräser und Kräuter, aber auch Insekten, deren Larven und wirbellose Tiere. Die Amazonasente wird etwa 40 Zentimeter lang und 600 Gramm schwer, die Flügelspannweite beträgt etwa 60 Zentimeter. Das Gefieder des Erpels ist hellbraun. Hinter dem Auge und am Hals zeigt sich eine dunkle schmale Binde, die sich bis zum Rücken erstreckt. Die Schnabel und Füße des Erpels sind rot geschönt. In der Balzzeit wirkt die rote Färbung noch intensiver. Das Gefieder des Weibchens zeigt eine braune Grundfärbung. Auf jeder Seite der Stirn sowie oberhalb der Augen zeigt sich je ein weißer Fleck. Der Schnabel des Weibchens ist graubraun gefärbt, die Beine sind orangefarben.

Zoo Osnabrück 25.09.2017
Fast 600 Besucher bei Abendessen neben Tiger & Co. – 1. „Löwenmahlzeit“ im Zoo Osnabrück ein voller Erfolg
Einmal bei Tigern, Affen und anderen tierischen Bewohnern zu Abend essen: Diese Gelegenheit nutzten Besucher am letzten Freitagabend im Zoo Osnabrück und brachten zur 1. „Löwenmahlzeit“ selbstgekochte Speisen und kreative Tischdekoration mit. Der Reinerlös der Veranstaltung, rund 5.800 Euro, fließt in den Verein „Löwen für Löwen“, der Geld für die Vergrößerung der Löwenanlage sammelt. Gleichzeitig erstrahlten die „Zoo-Lights“ entlang der Wege und läuteten das Lichterfest im Zoo ein. Bepackt mit Picknick-Körben, Bollerwagen bunten Tischdecken und kreativer Tischdekoration zogen die fast 600 Teilnehmer am Freitagabend bei der 1. Osnabrücker Löwenmahlzeit durch den Zoo. Begrüßt wurden sie um 18 Uhr durch Dr. E.h. Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Vereins „Löwen für Löwen“, und Zoopräsident Reinhard Sliwka im Eingangsbereich. „Heute können alle Gutes tun und gleichzeitig einen wunderschönen Abend im Zoo verleben“, begrüßte Brickwedde die gutgelaunten Gäste. „Der Verein ‚Löwen für Löwen‘ freut sich sehr, dass Sie mit Ihrer Anwesenheit den Umbau der Löwenanlage unterstützen und so den Osnabrücker Löwen zu einem größeren Zuhause verhelfen.“ Nach der Begrüßung suchten sich die Teilnehmer ihren Tisch im Zoo. Am Präriehundgehege, am Löwengehege, im Elefantenhaus, am Tigertempelgarten oder bei den Pinguinen standen insgesamt 81 Bierzeltgarnituren für sie bereit. Am Affentempel waren außerdem 61 Einzelplätze gebucht. Die gute Stimmung zog sich durch den gesamten Zoo – so aßen die Teilnehmer nicht nur gemeinsam, sondern sangen, spielten und machten Erinnerungsfotos von dem besonderen Abend zusammen. Wer hat den schönsten Tisch? Wer wollte, konnte seinen Platz nicht nur mit leckerem Essen eindecken, sondern auch mit einer kreativen Dekoration für das richtige Ambiente sorgen – das hat sich für einige Tische ganz besonders gelohnt: Eine „Tisch-Jury“, bestehend aus Zoopräsident Reinhard Sliwka, Karin Bruchhausen (Präsidium Zoo Osnabrück), Mechthild Möllenkamp (Vorstand „Löwen für Löwen“) und Lisa Josef (Pressesprecherin Zoo Osnabrück), prämierte die schönsten Tischdekorationen. Einen spontanen Ehrenplatz gab es für den Tisch „Geburtstag im Zoo“, an dem eine Familie ihre Oma zum Geburtstagsessen inklusive Geburtstagstorte und Kerzen eingeladen hatte. Sie freuten sich über je eine Tagesfreikarte. Den dritten Platz belegte der besonders stilvoll eingedeckte Tisch „Eisbär isst Heidelbeer“. Das Tisch-Team erhielt ebenfalls je eine Tageseintrittskarte. Den zweiten Platz belegte das Ensemble „König der Löwen“. Hier hatten die Teilnehmer nicht nur den Tisch, sondern auch sich selbst löwenstark in Szene gesetzt und brachten zusätzlich den Elton John Song „Circle of life“ aus dem bekannten Zeichentrickfilm zum Besten. Sie gewannen jeder eine Patenschaft für den Elefantennachwuchs Minh-Tan sowie einen 5 Euro Gutschein für Edeka Möllenkamp. Den ersten Platz machte der Tisch „Bayern meets Afrika“ – hier war der Name Programm: Die Teilnehmer erschienen im Oktoberfest-Outfit, während auf den Tischen eine aufwändige Savanne mit Sand und Tieren aufgebaut war. Die Sieger erhielten eine Pinguinpatenschaft sowie eine Gruppenführung durch den Zoo. Zooführungen und „Zoo-Lights“ Nach dem Essen wartete dann gleich der Verdauungsspaziergang: Die Zoopädagogen führten um 20 Uhr und um 21 Uhr auf mehreren Routen durch die abendliche Tierwelt und berichteten, ob Elefanten im Stehen oder Liegen schlafen oder ob nachts alle Katzen grau sind. Ein Besuch bei den schlummernden Raubkatzen durfte an diesem Abend natürlich nicht fehlen, schließlich fließt der Reinerlös der Veranstaltung komplett in den Verein „Löwen für Löwen“. Der Verein sammelt Spenden, um den Umbau und die Vergrößerung der Löwenanlage in Osnabrück für 1,6 Millionen Euro zu finanzieren. Mit der neuen Anlage soll dann auch wieder Nachwuchs bei den Raubkatzen möglich sein. Doch die „Löwenmahlzeit“ bot nicht nur wegen der Tiergehege eine besondere Umgebung, sondern auch dank der besonderen Lichtinstallationen der „Zoo-Lights“. Auf die über 650 Tierlichtfiguren konnten die Picknickteilnehmer als erste einen Blick werfen, denn das Lichterfest startete eigentlich erst einen Tag später. „Die Bäume sind stimmungsvoll beleuchtet und über den Köpfen hangeln sich orange Affen durch die Bäume oder blau funkelnde Seepferdchen wiegen sich im Wind. So entstand eine ganz besondere Atmosphäre bei der ‚Löwenmahlzeit‘“, berichtet Diana Reuvekamp, Veranstaltungskauffrau im Zoo Osnabrück. Um 22 Uhr verließen die letzten Gäste den Zoo – immer noch in bester Stimmung und mit viel Lob für das Zoo-Team und die besondere Veranstaltung. Auch für Zoopräsident Reinhard Sliwka war der Abend ein voller Erfolg: „Es freut uns sehr, dass die ‚Löwenmahlzeit‘ so gut angekommen ist. Da wir uns fast komplett durch Eintrittsgelder, Sponsoren und Spenden finanzieren, sind derartige Events für uns eine wichtige Einnahmequelle, um Umbauarbeiten zu finanzieren und Tiergehege, wie das der Löwen, weiter zu verbessern.“ 2018 soll es deswegen auch wieder eine „Löwenmahlzeit“ geben. Wer das Vorhaben, die Löwenanlage zu vergrößern, unterstützen will, kann direkt an den Verein „Löwen für Löwen“ spenden. Kontodaten: Sparkasse Osnabrück, IBAN: DE 57 2655 0105 1551 7708 27; eine Jahresmitgliedschaft kostet 80 Euro. Bei Interesse bitte melden unter: zoo@zoo-osnabrueck.de.

Zoo Osnabrück 25.09.2017
„Zoo-Lights“ verwandeln Zoo Osnabrück in bunte Lichtkulisse: Lichterfest am Samstag gestartet – noch bis 15. Oktober
Seit Samstag, 23. September, leuchtet der Osnabrücker Schölerberg in der Dunkelheit: Funkelnde Tierfiguren und farbenfrohe Lichtinstallationen verzaubern die Besucher der „Zoo-Lights“ im Osnabrücker Zoo noch bis zum 15. Oktober. Am ersten Wochenende kamen bereits rund 1.500 Besucher zu dem Lichterfest. Wer seine Tickets dafür im Online-Shop kauft, erhält 25 Prozent Rabatt. Mit großen Augen machten sich am Samstagabend die ersten Besucher der „Zoo-Lights“ auf ihren Rundgang durch den stimmungsvoll illuminierten Zoo. Neben großen Tierfiguren, wie dem 6 Meter hohen und 12 Meter langen Chamäleon, das vom Löwenrondell auf den Eingangsbereich hinabschaut, sorgen viele weitere kleine und große Installationen und bunte Strahler für eine magische Atmosphäre. Das Blätterdach des Waldzoos wird an vielen Stellen bunt beleuchtet und im sogenannten „Magic Forest“ wechseln die Baumstämme dank zahlreicher Strahler immer wieder ihre Farbe. Viele kleine Tierfiguren kommen direkt in Gruppen daher: So zum Beispiel an der Löffelhundanlage zahlreiche rote Krabben, die durch eine spezielle Neonfarbe und Schwarzlicht grell leuchten. Der gleiche Effekt wurde auch für einen Schwarm kunterbunter Fische genutzt, der den Gang am Tigertempelgarten in eine kleine Unterwasserwelt verwandelt. Spezielle Lichteffekte beleuchten auch zwei Haie, die in den Bäumen bei den Pinguinen über den Besuchern lauern: „Hier werden die Reflexionen von Wasser und Licht nachempfunden. Für die Besucher entsteht so das Gefühl, als würden sie vom Meeresgrund zu den Haien hinaufschauen, auf den sich das Licht von der Wasseroberfläche zu spiegeln scheint“, erklärt Veranstaltungskauffrau Diana Reuvekamp. Kostenlose Führungen – Insgesamt erhellen über 650 Lichtobjekte das Gelände vom 23. September bis 15. Oktober. Dabei bilden die zahlreichen Figuren und Installationen einen Rundgang durch den Zoo. Zusätzlich führen Zoopädagogen kostenlos durch die nächtliche Welt der Tiere, bei denen sie zum Beispiel erklären, ob Seehunde an Land oder im Wasser schlafen und ob nachts wirklich alle Katzen grau sind. Für Besucher, die direkt ihr Abendessen in den Zoo verlegen wollen, bleiben die gastronomischen Angebote am Affentempel und am Löwenrondell täglich bis 21 Uhr geöffnet. Spannende Kulisse für Hobbyfotografen – Ein Selfie mit dem leuchtenden Tiger oder den drei pink-strahlenden Erdferkeln darf bei vielen Besuchern nicht fehlen. Aber nicht nur zahlreiche Smartphones wurden während des ersten Wochenendes bereits gezückt: Viele Hobbyfotografen brachten gleich ihre ganze Ausrüstung mit, um die leuchtenden Exponate bestmöglich abzulichten. Reuvekamp weiß, warum das Lichterfest für Fotografen so interessant ist: „Wenn die Umgebung in den Abendstunden komplett dunkel ist, die bunten Figuren in die Nacht hinaus strahlen und dabei das Blätterdach da drüber in anderen Farben angestrahlt ist, können wirklich tolle Fotos entstehen. Manche Fotografen kamen gleich in einer Gruppe, um sich gegenseitig Tipps zu geben.“ Wer möchte bei den „Zoo-Lights“ musizieren? Als musikalische Ergänzung zu den leuchtenden „Bewohnern“ sucht der Zoo noch nach Musikern, die den Zoo und die „Zoo-Lights“ an den Wochenenden zwischen dem 23. September und 15. Oktober (freitags und samstags) als Plattform nutzen möchten: „Ob Straßenmusiker, Hobbymusiker oder auch Musikstudenten – wir bieten den Zoo kostenlos als Bühne an, sodass man seine Musik den Besuchern vorstellen kann. Als kleines Dankeschön gibt es Zoofreikarten für die Künstler“, so Reuvekamp. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail an veranstaltungen@zoo-osnabrueck.de wenden.

Zoo Dortmund 25.09.2017
Mara-Nachwuchs im Zoo Dortmund
Nummer 3 ist da: Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr gibt es Nachwuchs bei den Großen Maras im Zoo Dortmund. Erstmalig gesichtet wurde das Jungtier am 15. September. Zu sehen ist es gegenüber der großen Südamerikawiese im Zentrum des Zoos, wo die Maras zusammen mit den Guanakos leben. Dort dürfen sie nach Herzenslust Höhlen graben und so ihren Lebensraum gestalten. Große Maras sind hochbeinige Riesennagetiere aus der Familie der Meerschweinchen. Ausgewachsene Maras werden bis zu 15 Kilogramm schwer und 75 Zentimeter lang (ohne Schwanz). Mit ihren deutlich verlängerten Hinterbeinen sind sie sehr gute Läufer und Springer. Ihr dichtes, borstig wirkendes Fell hat eine graubraune Färbung mit heller Bauchseite. Vor allem dank ihres recht großen Kopfes mit den großen Augen erscheinen die Mara-Jungtiere als „süß“. In ihrer Heimat Südamerika bewohnen die Großen Maras Erdhöhlen in den Pampas. Sie ernähren sich vornehmlich von Gräsern und Kräutern, Samen und Früchten. Wie Meerschweinchen können neugeborene Maras sofort laufen und sehen. Sie wachsen schnell heran und sind schon bald nicht mehr von den Erwachsenen zu unterscheiden. Gesäugt werden die Jungtiere rund 75 Tage lang.

Tiergarten Schönbrunn Wien 25.09.2017
KUGELRUNDES FLAUSCHIGES PINGUIN-KÜKEN
Im Polarium im Tiergarten Schönbrunn zieht derzeit ein kugelrunder brauner Federball alle Blicke auf sich. Am 21. Juli ist ein Küken bei den Königspinguinen geschlüpft. Die erste Zeit war es in der wärmenden Bauchfalte der Eltern versteckt. Mittlerweile passt das Kleine dort nicht mehr hinein, sondern steht neben seinen Eltern mitten in der Pinguingruppe und sorgt für Verwunderung. „Das Küken sieht etwas witzig und gar nicht wie seine Eltern aus, weil es noch das flauschige Dunenkleid hat. Erst mit der ersten Mauser im Alter von rund zehn Monaten bekommt es das vollentwickelte Gefieder. Deshalb kann es jetzt auch noch nicht schwimmen, weil das Gefieder noch nicht wasserabweisend ist“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Der Bestand der Königspinuine wird auf rund zwei Millionen Tiere geschätzt. Damit gilt die zweitgrößte Pinguinart nicht als bedroht, aber der negative Einfluss des Klimawandels lässt sich noch nicht abschätzen. In Zoos werden Königspinguine selten gehalten. Noch seltener werden sie regelmäßig gezüchtet. Umso größer ist in Schönbrunn die Freude über den Nachwuchs. Schratter: „Das Küken wird von seinen Eltern liebevoll umsorgt. Dabei ist bei den Königspinguinen Arbeitsteilung angesagt und zwar von Beginn an. Schon beim Brüten wechseln sich Männchen und Weibchen ab. Königspinguine bauen kein Nest, sondern brüten das Ei stehend in der Bauchfalte aus. Auch das Füttern mit vorverdautem Fischbrei wird von beiden übernommen.“

Zoo Osnabrück 23.09.2017
„Orang-Utan Dschungeltempel“ im Zoo Osnabrück eröffnet
Nach Umbau mehr Platz für Orang-Utans und Gibbons. Etwas mehr als zwei Jahre dauerte der Umbau des Menschenaffenhauses im Zoo Osnabrück. Nun hat sich das Haus in eine asiatische Tempelruine verwandelt und den Bewohnern, zwei Orang-Utans und drei Weißwangenschopfgibbons, steht mehr Platz zur Verfügung. Am heutigen Samstag fand die große Eröffnungsfeier des „Orang-Utan Dschungeltempels“ statt. Die große „Wir für Buschi“-Spendenaktion machte es möglich: Im Juli 2015 starteten die Umbauarbeiten am Menschenaffenhaus im Zoo Osnabrück. „Unser Orang-Utan Buschi ist der wohl bekannteste Zoobewohner, schließlich wurde er 1971 im Zoo Osnabrück geboren und viele Zoobesucher kennen ihn seit ihrer Kindheit“, berichtete Zoopräsident Reinhard Sliwka bei der offiziellen Eröffnung am Samstag. „In den vergangenen Jahren konnten alle Buschi-Freunde bei der Spendenkampagne helfen, ihm ein größeres Zuhause zu ermöglichen und nun freuen wir uns wirklich sehr, dass den Orang-Utans Buschi und Astrid und den drei Weißwangenschopfgibbons drinnen und draußen so viel mehr Platz zur Verfügung steht.“ Über 500.000 Euro waren dank der Spendenaktion, die der Zoo gemeinsam mit der Neuen Osnabrücker Zeitung durchführte, zusammengekommen – ein Drittel der gesamten Bausumme. „Wir waren begeistert, wie viele Menschen sich daran beteiligt haben. Die Stiftung der Sparkasse Osnabrück und Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück haben gespendet, viele Unternehmenspartner des Zoos haben kreative Ideen umgesetzt, aber auch Schulklassen und Privatpersonen haben für Buschi gesammelt. Ohne sie hätten wir das größere Zuhause für Buschi nicht realisieren können, schließlich finanziert sich der Zoo Osnabrück so gut wie selbst“, bedankte sich Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. Niedersachsens Innenminister Pistorius lobt Engagement. Zur Eröffnung kam auch Boris Pistorius, Niedersachsens Innenminister. „Es ist toll, wie der Zoo Osnabrück es schafft, mit wenig kommunaler Förderung, aber mit kreativen Ideen, die Tierhaltung weiter zu verbessern. Als Osnabrücker kenne ich natürlich die Entwicklung des Zoos und es ist beeindruckend, was die Mannschaft hier leistet.“ Uwe Görtemöller, Bürgermeister der Stadt Osnabrück lobte das große Engagement aller Osnabrücker: „Wir Menschen hier in der Region lieben den Osnabrücker Zoo – es ist sozusagen unser aller Zoo. Und wir alle profitieren von ihm: als schönem Erholungsort, als Bildungsort oder aber auch als Arbeitgeber oder touristischem Leuchtturm, der Menschen in unsere Region holt.“ Der neue „Orang-Utan Dschungeltempel“ fügt sich nun als asiatische Tempelruine in die asiatische Tierwelt „Angkor Wat“ im Herzen des Zoos ein. Hier leben auch zwei Sumatra-Tiger im „Tigertempelgarten“ und Asiatische Schweinsaffen auf einem „Affentempel“. Doch das Menschenaffenhaus wurde nicht nur äußerlich verwandelt, sondern so umgebaut, dass die dort lebenden Orang-Utans Astrid und Buschi sowie die drei Weißwangenschopfgibbons mehr Platz haben: Zu dem bisherigen Innenbereich haben die Orang-Utans einen weiteren großen geschlossenen Bereich erhalten. Dieser kann im Sommer durch große Flügeltüren zum benachbarten Außenbereich geöffnet werden und wird so zu einer Art Loggia. Der Außenbereich an sich wurde ebenfalls flächenmäßig vergrößert und die Wände auf sechs Meter erhöht, sodass Gibbons und Orangs nun auch in die Höhe sehr viel mehr Platz mit vielen Kletterseilen und Sitzpodesten auf unterschiedlichen Höhen haben. Bei einer Talkrunde im Rahmen der Eröffnungsfeier nennt Zoodirektor Prof. Michael Böer die genauen Zahlen: „Der Innenbereich der Orangs hat sich flächenmäßig fast verdreifacht und zwar von 93 Quadratmetern auf 234 Quadratmeter. Mit Blick auf das Raumvolumen hat sich der Innenbereich fast verfünffacht: 1.257 Kubikmeter statt 273. Der Außenbereich misst nun 358 Quadratmeter statt 302 und die Kubikmeteranzahl hat sich verdoppelt von 1059 auf 2155. Damit erfüllen wir nicht nur die neuesten Auflagen zur Haltung von Orangs entsprechend des Säugetiergutachtens, sondern gehen noch weit darüber hinaus.“ Das gesamte Haltungssystem bestehe aus neun miteinander verbindbaren oder trennbaren und ineinander verschachtelten Gehegearealen, was dem flexiblen Sozialverhalten der Orangs sehr entgegenkomme, da sie sowohl soziale als auch einzelgängerische solitäre Lebensphasen haben, erläutert Böer. Tiere verfolgten Umbau. Während des Umbaus blieben die tierischen Bewohner vor Ort und die Handwerker bauten sozusagen um sie herum. Das war für die Tiere die bessere Alternative als ein Wechsel in einen anderen Zoo, wie Tierpfleger Detlef Niebler berichtete: „Ein Umzug in einen anderen Zoo hätte zu viele Veränderungen auf einmal bedeutet. Gerade Orang-Utan Buschi war noch nie woanders. Eine fremde Umgebung, andere Geräusche und andere Menschen – das wäre deutlich mehr Stress für ihn gewesen. Außerdem schaut er den Handwerkern gerne beim Arbeiten zu.“ Die Fachleute bauten nach und nach in vier Bauphasen die verschiedenen Außen- und Innenbereiche so um, dass die Tiere immer noch Gehegebereiche innen und außen nutzen konnten. Auch die Besucher profitieren von dem Umbau: Sie haben draußen nun die Möglichkeit Auge in Auge mit Orang-Utans und Gibbons zu stehen- nur getrennt durch eine Glasscheibe und nicht wie vorher räumlich stärker getrennt durch eine zusätzliche Hecke und Balustrade. Im Haus wurde ein 9 mal 4 Meter großes Glasdach eingebaut, sodass viel Tageslicht in den Dschungeltempel fällt. Außerdem wurden der Boden sowie die Sanitäranlagen erneuert und neue Pflanzen sollen bald für eine Dschungelatmosphäre sorgen. In gesonderten Terrarien sind zusätzlich „Untermieter“ eingezogen: Wandelnde Blätter und Stabschrecken. 500.000 Euro dank vieler Buschi Freunde. Insgesamt kostete der Umbau 1,5 Millionen Euro. 500.000 Euro davon kamen über die Spendenaktion „Wir für Buschi“ zusammen, die der Zoo gemeinsam mit der Neuen Osnabrücker Zeitung durchführte. Unternehmen, die bereits den Zoo unterstützen, führten dafür besondere Aktionen durch: So verkaufte das Modehaus L+T Weihnachtsschmuck für Buschi, die Bäckerei Brinkhege spendete den Erlös aus dem Berlinerverkauf zur Fastnachtzeit und in ausgewählten Kneipen gab es „Bier für Buschi“. Auch Kindergärten und Schulen beteiligten sich an der Spendenaktion, genauso wie die Sparkasse Osnabrück und die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land oder der Verkehrsverein Osnabrück. Die restliche Summe konnte der Zoo aus eigener Kraft stemmen. Die Fertigstellung des Baus hatte sich aus verschiedenen Gründen um ein Jahr verzögert, wie Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder berichtete: „Die Konzeption der Anlage mit den verschiedenen Innen- und Außenbereichen bietet viele Möglichkeiten die Tiere zusammen oder getrennt und dennoch mit Rundlaufmöglichkeiten zu halten – zum Wohle der Tiere. Dafür die Schleusen, Durchgänge und Schieber zu planen und zu produzieren hat länger gedauert. Gleichzeitig sind die Gestaltungsarbeiten, damit die ‚Tempelruine‘ auch täuschend echt aussieht, sehr zeitintensiv und vom Wetter abhängig. Es darf nicht zu nass und zu kalt sein.“ Mit großer Liebe zum Detail haben die Handwerker des Zoos mit einem externen Gestalter das vermeintliche Mauerwerk gestaltet, Gesichtsskulpturen nach Vorlagen asiatischer Tempelanlagen entworfen sowie Reliefs, handgefertigt in Asien, eingearbeitet. Grundlage des Osnabrücker Dschungeltempels ist ein Modell des Gestalters Detlef Gehrs. Zwei weitere Orang-Utans werden erwartet. Nachdem der neue Dschungeltempel fertig ist, können sich die rothaarigen Menschenaffen Astrid und Buschi nun in Ruhe einleben. „Buschi hat bereits Lieblingsplätze, von denen er Menschen und Umgebung genau beobachten kann. Er kann nun noch höher sitzen und weiter schauen – das gefällt ihm“, wie Tierpfleger Dirk Wieferich gesehen hat. Eine Gruppe Biologiestudenten der Universität Osnabrück hat die Orangs zurzeit fest im Blick, denn sie führen zur Eingewöhnung wissenschaftliche Untersuchungen durch. Anhand genau festgelegter Parameter beobachten sie, ob die Tiere bereits feste Tagesabläufe und Lieblingsplätze haben. Wenn es soweit ist, gilt die Eingewöhnungsphase als abgeschlossen. Dann werden zwei weitere Orang-Utans einziehen, wie Böer erklärt: „Der Zuchtbuchkoordinator für die Orangs in europäischen Zoos hat uns gebeten ein weiteres, neues Zuchtpärchen aufzunehmen. Wir haben genügend Platz und diese Tierart ist einfach so stark vom Aussterben bedroht, dass die Nachzucht enorm wichtig ist. Aufgrund dieser akuten Gefährdung haben wir dem zugestimmt.“ Zunächst wird ein Männchen aus dem ungarischen Zoo Sosto kommen, ein wenig später reist ein Weibchen aus dem niederländischen Zoo Appeldoorn nach Osnabrück. Die Eingewöhnungsphase der neuen Oraeines Gürteltiers im Zoo Dortmund und ng-Utans in Osnabrück begleitet zusätzlich ein Team der Evolutionspsychologie von der Freien Universität Berlin. Neue Aktion für Löwen mit NOZ: Löwenmosaik. Zum offiziellen Ende der „Wir für Buschi“-Aktion verkündete der Medienpartner Neue Osnabrücker Zeitung seine Unterstützung für den Verein „Löwen für Löwen“. Mit dem Verein und speziellen Charity-Aktionen sammelt der Zoo zurzeit Geld für die Vergrößerung der Löwenanlage. „Wir unterstützen als großes Medienhaus gerne den Zoo bei dem neuen Anliegen, schließlich ist der Zoo ein Aushängeschild in der Region und als Ausflugsziel auch bei unseren Lesern äußerst beliebt“, berichtet Guido Hartstang, Marketingleiter bei der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Wie beim Projekt Buschi sind wir auch bei der Aktion ‚Löwen für Löwen‘ gerne Partner und unterstützen gerne in einer medialen Kooperation.“ Im Mittelpunkt steht eine tolle Charity-Foto-Aktion, bei der man Teil eines großen Löwenmosaikbildes bestehend aus eigenen Fotos werden kann. Das neue Projekt startet voraussichtlich im Oktober, bei der Eröffnung des Menschenaffenhauses konnten sich die Teilnehmer schon vom Foto-Partner Foto VIP für das Löwenmosaik fotografieren lassen.

Der neue TIERGARTEN ist erschienen. Themen in Ausgabe 4/2017 sind u. a.: Der Zoo in Opole (Polen), die Vorstellung der neuen Elefantenanlage in Basel und den Zooin Eriwan. Zu den interessantesten Beiträgen gehört eine Abschätuzung der täglichen Bewegung und eine Untersuchung zum Vogelschlag bei Glaseinfriedungen.

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