Zoopresseschau

Zoo Osnabrück 13.10.2017
Namenswettbewerb: Tapirnachwuchs heißt „Mateo“
Über 200 Kinder reichten Vorschläge ein. Pepe, Alvaro, Tico und Diego: Über 250 Namensvorschläge erreichten den Zoo Osnabrück für das vor fünf Wochen geborenen Tapir-Männchen. Der Zoo hatte zuvor Kinder zu einem Namenswettbewerb aufgerufen. Nun steht der Name fest. „Als wir die Fülle an Namensvorschlägen bekamen, staunten wir nicht schlecht“, berichtete Sabine Springmeier, Tierpflegerin im Südamerika-Areal. Im Südamerikahaus wurde für den Wettbewerb ein Briefkasten angebracht, in den Kinder direkt ihre Vorschläge werfen konnten. Insgesamt reichten über 200 Kinder, unter ihnen auch Schulklassen oder eine Kindertagesstätte, 255 Namensvorschläge für den inzwischen fünf Wochen alten Flachlandtapir ein. Die jüngsten Wettbewerbsteilnehmer sind erst 2 Jahre alt. Sogar Schüler einer 1. Klasse aus der französischen Stadt Nantes reichten ihre Favoriten ein. Der mit neun Einreichungen am häufigsten vorgeschlagene Name war „Focko“. Alle Tierpfleger, die im Südamerika-Areal arbeiten, stimmten gemeinsam über den Namen ab. „Am meisten Stimmen hatte ‚Mateo‘ – und so heißt unser jüngster Tapir nun auch“, freute sich Springmeier. Drei Kinder hatten den Vorschlag für den Namen „Mateo“ abgegeben: der zweijährige Linus aus Georgsmarienhütte, der fünfjährige Thorben aus Rhaudernfehn und die neunjährige Charlyn aus Osterkappeln. Alle drei durften als Gewinn des Namenswettbewerbs den Tapirnachwuchs besuchen und füttern. Linus und Charlyn wählten den Namen Mateo, weil er mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Name von Mateos Vater Mauri (5 J.). Charlyn entschied sich außerdem für den Namen, weil „M“ für Mauri (Mateos Vater) steht, „A“ für Amanda (Mateos Schwester), „T“ für Tapir, „E“ für Elise (Mateos Mutter) und „O“ für Olivia (Mateos Ersatzoma). Thorbens Mutter suchte gemeinsam mit ihrem Sohn einen spanischen Namen im Internet, den auch Kinder gut aussprechen können. Mateo entwickelt sich prächtig. Mateo sei ein sehr aufgeweckter und aktiver Tapir, weiß Tierpflegerin Springmeier. „Er liebt es, unter dem Wasserschlauch zu duschen – Wasser mag er eh sehr gerne. Außerdem ist er sehr aktiv und zutraulich“, so Springmeier weiter. Mittlerweile trinkt das Jungtier sogar größtenteils nur noch nachts Muttermilch, tagsüber mümmelt er gerne an Nektarinen, Bananen und Trauben, aber auch an Gurke und Porree. „Damit er neben den erwachsenen Tapiren eine Chance hat, etwas von dem Futter abzubekommen, halten wir für Mateo immer ein bisschen Extra-Futter parat“, so Springmeier. Mutter Elise (14 J.), die beiden Weibchen Olivia (26 J.) und Elvira (20 J.) sowie die große Schwester Amanda (1 J.) kümmern sich um Mateo, der aber immer selbständiger und auf eigene Faust die Anlage erforscht.

Wilhelma Stuttgart 13.10.2017
Nachwuchs bei Faultieren und Flamingos – Erste Schritte in einem Leben, in dem vieles Kopf steht
Ob Baby oder Küken: Für Neugeborene ist aller Anfang schwer. Besonders auffällig ist das jedoch beim Nachwuchs von Tierarten, die eine außergewöhnliche Ernährungsweise pflegen. Das ist in der Wilhelma in Stuttgart im Moment gut zu beobachten bei den Flamingos und Faultieren, die bekanntlich Hals über Kopf fressen. Zweifinger-Faultiere hängen ihr Leben lang fast ausschließlich von Ästen herab, ob sie wach sind oder schlafen. Sogar den Scheitel ihres Fells haben die Baumbewohner auf dem Bauch. Darauf ruht bei Mutter Marlies im Südamerikahaus seit Anfang Oktober der jüngste Nachkomme meist wie in einer Hängematte. Es ist bereits ihr zwölfter. Während die erfahrene Mutter sich mit den Krallen der Hinterbeine an einem Ast einhakt und artistisch zum Futter, frischen Blättern, herablässt, ist in nihrem langen Zottelfell das Baby für Besucher am besten auszumachen. Weil der Säugling mit fester Nahrung nichts anfangen kann, beteiligt er sich noch nicht aktiv an den Turnübungen, sondern bleibt dicht an der Milchquelle. Doch gut festgeklammert an seine Mutter muss das Kleine jede Bewegung mitmachen. Mal zeigt sein Köpfchen aufwärts, seitwärts, abwärts. Unverdrossen reckt dabei Junior, dessen Geschlecht bei Faultieren oft erst nach einem Jahr zu erkennen ist, vorwitzig seine Nase, um mit zu bekommen, was seine Eltern veranstalten. Verkehrtes Bild auch bei den Flamingo-Küken: Die rosaweißen Erwachsenen der grazilen Vögel stehen meist nur auf einem Bein und filtern kopfüber mit den Lamellen ihres krummen Schnabels Kleinstlebewesen aus dem Wasser. Breitbeinig baut sich dagegen der Nachwuchs im grauen Daunenkleid unter der Mutter auf, streckt seinen – noch nicht so langen – Hals und wirft den Kopf in den Nacken, um aus Mutters Schnabel tropfenweise die „Spezial-Babynahrung“ zu erhaschen: ein in der Speiseröhre gebildetes Nährsekret, reich an Blutzellen. Doch Vögel wachsen schnell und so bietet der Kindergarten der elf in diesem Jahr geschlüpften Flamingos Küken in verschiedener Größe. Sie üben den einbeinigen Stand und ahmen das Filtern des Wassers spielerisch nach. Die Älteren unter den Jungen entwickeln das richtige Gefieder, allerdings zunächst schwarzweiß. Der typische Rosa-Ton bildet sich erst durch natürliche Farbstoffe in der festen Nahrung aus. Und wer genau hinschaut, entdeckt noch, welche Flamingos vor einem Jahr geschlüpft sind: an den dunklen Beinen, die sich am langsamsten rosa einfärben.

Zoo Salzburg 13.10.2017
„Bullis Zootag – der FC Red Bull Salzburg und Sumsi zu Besuch im Zoo“
Sonntag, 22. Oktober 2017, von 11.30 bis 16.30 Uhr. Bullis Zootag geht nun in die zweite Runde! An diesem Tag stehen wieder Spiel und Spaß ganz im Mittelpunkt des Geschehens: Was haben Bullidibum und Braunbären gemeinsam? Was verbindet den FC Red Bull Salzburg mit Löwe Eisi? Diese und viele weitere lustige Fragen werden beim Bullis Zootag beantwortet. An verschiedenen Stationen vom Zoo Salzburg, Raiffeisen Salzburg und dem FC Red Bull Salzburg erwartet die kleinen und großen Zoo-Gäste nicht nur so manche sportliche Herausforderung, sondern sie können ihr Wissen auch über Tiere testen. Wer beim Stempel-Sammelpass mitmacht, hat die Chance, tolle Preise zu gewinnen. Für die richtigen Antworten bei den Glücksrad-Fragen erhält jeder eine Überraschung. Bei den beiden Autogrammstunden mit Spielern vom FC Red Bull Salzburg sind natürlich Bullidibumm, Sumsi und Löwe Lexi mit von der Partie! Zebramangusten, Löwen und Co. werden an diesem Tag von ihren Pflegern mit Bällen überrascht: Spannend mitzuerleben, wer von ihnen wohl das Talent hat, mit dem FC Red Bull Salzburg mitzuhalten? Hinweis: Durch das Vorweisen der Bullidikidz-Club oder Sumsi-Club-Mitgliedskarte gibt’s ermäßigten Eintritt um € 3,50. Keine Anmeldung erforderlich. Die Veranstaltung wird bei Regenwetter abgesagt. Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung mit eingeschränktem Programm statt.

Zoopark Erfurt 13.10.2017
Ein schaurig-schöner Zoobesuch: Halloween im Thüringer Zoopark Erfurt!
Am Dienstag, dem 31.10.2017, spukt es im Thüringer Zoopark Erfurt. Von 9:00 bis 18:00 Uhr verheißen viele Highlights und Überraschungen einen schaurig-schönen Zoobesuch für die ganze Familie. Nichts für Angsthasen ist der Gruselgang im alten Elefantenhaus: Hier können mutige Besucher starke Nerven beweisen. Auch auf den gruselig dekorierten Wegen schleichen unheimliche Gestalten umher. Die Geister und Hexen sind aber auf den zweiten Blick gar nicht mehr so scheußlich, verteilen sie doch kleine Leckereien… Wer sich traut, darf mit Spinnen, Schlangen, Würmern und Co. auf Tuchfühlung gehen. Die „Gruseltiere“ werden den Besuchern hautnah im Giraffenhaus und der Zooschule präsentiert. Wer es weniger gespenstisch mag, kommt beim Kürbisschnitzen im alten Elefantenhaus auf seine Kosten. Dabei entstehen viele kleine Kunstwerke, die die Besucher mit nach Hause nehmen können. Für die Kürbisse fällt ein kleiner Obolus an. Sogar die Afrikanischen Elefanten feiern Halloween: Sie bekommen 14:00 Uhr leckere Kürbisse gefüttert. Tierfans können auch beim Gewinnspiel der Mediengruppe Thüringen im Eingangsbereich mitmachen und eine Tierpatenschaft über ein Erdmännchen gewinnen. Zu Halloween zahlt man nur den regulären Zooparkeintritt. Wer keine Lust auf Schlange stehen hat, kann seine Karten vorab an unserer Kasse erwerben. Der Kartenvorverkauf hat bereits Ende September begonnen. Natürlich können auch jetzt schon Gutscheine in Eintrittskarten umgetauscht werden. Für kostümierte Kinder ist der Eintritt übrigens frei!

Zoo, Aquarium, Tierpark Berlin 13.10.2017
Goodbye Deutschland und buenos días España – Auswilderung von bedrohten Marmelenten aus dem Tierpark Berlin
Jedes Jahr zieht es ja bekanntlich zahlreiche Deutsche auf die beliebte Balearen-Insel Mallorca. Seit heute ist die Sonneninsel um 25 Bewohner aus Deutschland reicher. Sie schütteln aufgeregt ihr Gefieder und wagen erste Schwimmversuche unter der spanischen Sonne, neun der kleinen Auswanderer – graumarmorierte Marmelenten – erblickten vor knapp vier Monaten das Licht der Welt im Tierpark Berlin. Gute Aussichten für den Artenschutz: Gemeinsam mit dem Opel-Zoo Kronberg und in Zusammenarbeit mit dem spanischen Zoo Jerez konnten auf Mallorca insgesamt 25 Marmelenten ausgewildert werden. Die kleine Entenart wurde von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als vom Aussterben gefährdet eingestuft und hat somit den gleichen Gefährdungsgrad wie der Afrikanische Elefant oder das Panzernashorn. „Einer der Grundpfeiler von Zoologischen Gärten ist die Haltung und Zucht bedrohter Tierarten. Wenn wir dann auch wieder Tiere erfolgreich auswildern können, ist die Freude natürlich auf allen Seiten groß. Hier zeigt sich, welche wichtige Funktion Zoos neben Bildung und Artenschutz noch erfüllen“, erklärt der im Tierpark für Artenschutz zuständige Kurator Christian Kern. In Kooperation mit anderen Zoos beteiligt sich der Tierpark Berlin an Artenschutz-Projekten weltweit. So wurden in den vergangenen Jahrzehnten bereits im Tierpark geborene Bartgeier und Przewalski-Wildpferde erfolgreich ausgewildert. „Da sich gerade Vögel erfahrungsgemäß relativ gut auswildern lassen, sind wir zuversichtlich, dass auch diese Aktion erfolgreich ist“, ergänzt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Ursprünglich war die kleine Entenart in weiten Teilen Spaniens verbreitet. Durch die Zerstörung ihres Lebensraums inklusive der Brutgebiete, u.a. durch Trockenlegung von Feuchtgebieten für die sich ausbreitende Landwirtschaft, hat der Bestand in der Natur jedoch drastisch abgenommen – nur noch drei Brutpaare wurden 2007 auf Mallorca registriert. Seit 2009 wurden im Zuge dieses Projektes im Naturschutzgebiet Natural Park of s’Albufera de Mallorca, im Nordosten der Insel und dem wichtigsten Feuchtgebiet der Balearen, insgesamt mehr als 95 Marmelenten erfolgreich ausgewildert, darunter nun auch erstmals neun Tiere (sechs Männchen und drei Weibchen) aus dem Tierpark Berlin. Anders als viele andere deutsche Auswanderer auf Mallorca, zieht die Marmelente seichte Gewässer mit dichtem Schilfbewuchs den blinkenden Buden und gut besuchten Stränden der Insel vor. Die Zeichen stehen gut für die Marmelenten auf Mallorca: Die gefiederten Auswanderer der letzten Jahre fühlen sich offensichtlich wohl – es wurden sogar schon erste Brutpaare im Auswilderungsgebiet entdeckt.

Zoo Dresden 13.10.2017
Drei Neuzugänge in der Pinguingruppe
Auf der Pinguinanlage im Zoo Dresden tummeln sich seit Mittwoch, den 11. Oktober drei Neuankömmlinge aus dem Vogelpark Marlow, die von unserer 5köpfigen Humboldtpinguingruppe neugierig begrüßt wurden. Die zwei Weibchen (geschlüpft im Februar 2012) und das eine männliche Tier (geschlüpft im Dezember 2011) sind von ihren Artgenossen im Zoo Dresden daran zu unterscheiden, dass sie als Markierung farbige Perlen statt farbige Kabelbinder am Flügel tragen. „Obwohl jeder Humboldtpinguin eine ganz einzigartige natürliche Zeichnung am Brustgefieder trägt, sind durch die farbige Flügelmarkierung die Tiere im Zoo schneller identifizierbar“, erklärt Kurator Matthias Hendel. Die ersten beiden Tage nach ihrer Ankunft blieben die drei Neuzugänge zur Eingewöhnung im Haus. Seit heute können sie nun auch das gesamte Pinguinaußenbecken erkunden.

Tierpark Nordhorn 13.10.2017
Ferienhaus im Tierpark Nordhorn ausgezeichnet
Barrierefreiheit im Ferienhaus Bisonblick zertifiziert. Nun hat es der Tierpark Nordhorn schwarz auf weiß: Die Ferienwohnung Bisonblick 1 ist für seine Barrierefreiheit geprüft und ausgezeichnet worden. Die Wohnung wurde nach den Kriterien der bundesweit einheitlichen Kennzeichnung „Reisen für Alle“ eingestuft. „Wir freuen uns sehr, dass die Ferienwohnung im Bisonblick die erste Ferienwohnung in der Grafschaft Bentheim ist, die mit dieser Kennzeichnung zertifiziert wurde“, sagt Saskia Reurik, Managerin der Ferienwohnungen im Tierpark. Gäste, die auf eine barrierefreie Wohnung angewiesen sind, können nun schon im Vorfeld ihres Urlaubs anhand der öffentlich einsehbaren Kriterien sehen, welche Anforderungen für die entsprechenden Personengruppen erfüllt werden. So ist die Wohnung als barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung eingestuft worden und als teilweise barrierefrei für Rollstuhlfahrer. Konsequenterweise wurden zu Jahresbeginn auch die letzten Abschnitte der Hauptwege im Familienzoo barrierefrei gestaltet. Zum Tierpark Nordhorn gehören neben der nun ausgezeichneten Wohnung noch vier weitere Wohnungen, die sich in die Ferienhäuser Bisonblick und Storchennest aufteilen. Die *** und **** Sterne Wohnungen verfügen neben der barrierefreien Wohnung über Appartements für zwei Personen bis hin zur Familienwohnung. Alle Wohnungen verfügen über einen eigenen, direkten Zugang zum Tierpark und sorgen so für ein besonderes Ferienerlebnis.

Opel-Zoo Kronberg 13.10.2017
Opel-Zoo und Tierpark Berlin wildern Marmelenten auf Mallorca aus Zoonachzuchten sind Gewinn für Artenschutz
Im Opel-Zoo Kronberg und Tierpark Berlin geschlüpfte Marmelenten (Marmaronetta angustirostris) wurden in Kooperation mit dem ZooBotánico de Jerez in Spanien an ein Auswilderungsprojekt auf Mallorca abgegeben. Die insgesamt 25 Vögel wurden von Jerez aus auf die Balearen Insel gebracht, wo sie im Naturpark s’Albufera ausgewildert wurden. Im gesamten westlichen Mittelmeerraum und Westafrika ist der Bestand auf lediglich 3.000 – 5.000 Individuen zurückgegangen, 2003 wurden auf Mallorca nur noch drei Brutpaare gezählt. Marmelenten werden auf der Roten Liste als „gefährdet“ geführt. Dies bedeutet ein hohes Risiko, dass die Art in der Natur ausstirbt, sofern keine entsprechenden Maßnahmen getroffen werden. Zoos können hier helfen. Im vergangenen Jahr gelang es im Opel-Zoo erstmalig, die seit 2010 gehaltenen Marmelenten zu züchten. Umso erfreulicher ist es, dass dieses Jahr bereits 18 im Zoo geschlüpfte und aufgezogene Enten zur Auswilderung abgegeben werden konnten. Die kleinen, nur rund 500 g wiegenden Vögel fallen mit ihrem namensgebenden, in verschiedenen Grautönen marmorierten Gefieder kaum auf. Wahrscheinlich ist auch dies ein Grund dafür, warum im gesamten Verbreitungsgebiet die Bestände immer weiter abnehmen. Sehr große graue Tiere, wie Elefanten und Nashörner, fallen auch im Artenschutz eher auf. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich von Nordafrika und dem Mittelmeerraum, über Teile Vorder- und Zentralasiens bis nach Indien und China. Wobei die Tiere aus dem westlichen Mittelmeergebiet zum Teil die Sahara überqueren um hier zu überwintern. Es wird geschätzt, dass die Art über 50% ihrer Lebensräume während des 20. Jahrhunderts durch den Einfluss des Menschen verloren hat. Seit 2009 gibt es auf Mallorca ein Auswilderungsprojekt, in dessen Rahmen bisher 96 Marmelenten ausgewildert wurden. Allein rund 25% davon sind diesjährige Nachzuchten aus dem Opel-Zoo und Tierpark Berlin. Bleibt zu hoffen, dass das Auswilderungsprojekt auf den Balearen erfolgreich sein wird und dass so auch zukünftige Generationen noch wilde Marmelenten in der Natur erleben können.

Zoo Duisburg 12.10.2017
Tigernachwuchs im Flegelalter
Riesengroß war die Freude im Zoo Duisburg als im vergangenen Jahr auf der großen naturnahen neuen Tigeranlage Nachwuchs zu vermelden war. Zwischen dem Tigermann EL-ROI und seiner neuen Auserwählten DASHA hatte es nach der Zusammenführung auf Anhieb gefunkt. Das Ergebnis: MAKAR und ARILA, zwei Tigerkinder die seither die Besucher begeistern. Beim Fangen und Versteckspielen nutzen sie das gesamte Gehege und machen auch nicht vor dem Teich halt. Kein Wunder, dass Tag ein Tag aus Fotografen und Besuchergruppen schon kurz nach Parköffnung vor dem Gehege stehen, um Zeuge von der nächsten Tiger-Spielrunde zu werden. Mit einem Körpergewicht von bis zu 250 kg ist der Sibirische Tiger die größte Unterart des Tigers. Ehemals über große Teile Ostsibiriens, Nordostchinas und Koreas verbreitet, überlebt der Sibirische Tiger heute nur noch in wenigen Schutzgebieten im äußersten Osten Russlands. Der Wildbestand war in den 1930er Jahren bis auf etwa 30 Tiere zurückgegangen. Dank intensiver Schutzmaßnahmen hat er sich nach der Jahrtausendwende wieder auf etwa 400 Tiere erholt. Aufgrund sehr erfolgreicher Zuchtbemühungen leben heutzutage mehr Sibirische Tiger in den Zoos der Welt als im Freiland. Jeder einzelne im Zoo geborene Tiger ist in einem Internationalen Zuchtbuch erfasst. Ein weltweit koordiniertes Erhaltungszuchtprogramm gibt Empfehlungen, welche Tiere verpaart werden oder wohin der Nachwuchs abgegeben werden soll, so dass eine möglichst große genetische Vielfalt des Zoobestandes bewahrt werden kann. Die Zoopopulation der Tiger bildet somit eine wichtige Basis für Wiederansiedlungsprojekte, um die Bestände der Sibirischen Tiger im Freiland zu erhalten. Das in menschlicher Obhut geborene und 2013 ausgewilderte Tigerweibchen ZOLUSHKA bekam im Jahr 2015 erstmals Nachwuchs im Freiland.
Auch wenn MAKAR und ARILA sicher nicht ausgewildert werden, tragen sie doch dazu bei, dass für diese faszinierende Tierart auch in Zukunft Artenschutzprojekte finanziert werden können.

Wisentgehege Springe 12.10.2017
Auf zum Hubertusfest – hereinspaziert zum ausgelassenen Feiern!
Die große Fete im Wisentgehege läuft am 28. und 29. Oktober. Während des Hubertusfestes wird im Wisentgehege Springe wild und ausgelassen gefeiert: Mehr als 80 Aussteller rund um Natur und Naturschutz, Jagdhornbläser, Wildbretverlosungen und tierisch spannende Aktionen hat das Team um Wisentgehegeleiter Thomas Hennig vorbereitet. Wer mit dabei sein möchte, sollte sich den Sonnabend und Sonntag, 28. und 29. Oktober, vormerken. Die größte Veranstaltung im Wisentgehege beginnt jeweils um 10 Uhr. Einlass ist ab 8.30 Uhr. Bereits zum 34. Mal wird das Fest zu Ehren des Heiligen Hubertus von Lüttich, dem Schutzheiligen der Jäger, im Wisentgehege ausgerichtet. Die Aussteller bieten den Besuchern ein umfassendes Angebot an Kunsthandwerk und Gebrauchsgegenständen. Beim Vorbeischlendern an den Ständen, die über das ganze Wisentgehege verteilt sind, ist so manches Unerwartete zu entdecken. Mit dabei sind auch die Service-Clubs Lions Springe und die Kiwanis. Kein Hubertusfest versäumt hat die Jägerschaft Springe. Vertreten ist auch der Naturschutzbund (NABU) Springe, sowie der Deutsche Falkenorden. Zur Stärkung der Gäste werden Wildbratwurst, Reibekuchen und andere Leckereien gereicht. Ganz viel Programm gibt es auch für jüngere Besucher: Ob Ponyreiten, Laubsägearbeiten, Enten angeln, Kinderschminken, Stockbrot backen, Hüpfburg, Bunjee-Trampolin und Bogenschießen (auch für Erwachsene) lassen keine Langeweile aufkommen. An beiden Tagen, jeweils 16 Uhr, können sich Besucher an der Wildbretverlosung an der Köhlerhütte beteiligen. Sie müssen dafür das Hubertusquiz mit Fragen zum Wisentgehege lösen. Es ist an der Kasse erhältlich. Falkner Rouven Polep und sein Team zeigen in der Flugschau wilde Greifvögel und Eulen. Am Sonnabend wie auch Sonntag erheben sich die gefiederten Luftakrobaten um 11 Uhr und 14 Uhr in die Höhe. An beiden Tagen präsentieren Birgit und Matthias Vogelsang ihre handaufgezogenen Timber- und Polarwölfe. Sie berichten ab 14.45 und 17.30 Uhr aus dem Alltag mit ihren Lieblingen. Am Sonntag, 12 Uhr, lädt Wisentgehegeleiter Thomas Hennig zu einer ökumenischen Hubertusmesse am Duellplatz ein. Der Freiluftgottesdienst unter alten Eichen wird musikalisch vom Parforcehorncorps Hannover – Treffpunkt Fermate gestaltet. An beiden Tagen spielt zudem das Jagdhornbläsercorps Calenberg an verschiedenen Orten im Wisentgehege. Achtung: Zum Hubertusfest greift wieder die Einbahnstraßenregelung. Besucher können die K 213 nur von Norden nach Süden über Alvesrode anfahren. Es gibt wieder einen Buspendelverkehr vom Springer ZOB halbstündlich an beiden Tagen. Informationen zum Tagesprogramm gibt es am Eingang und im Internet unter www.wisentgehege-springe.de, wo man auch den Wochenfütterungsplan findet. Das Wisentgehege hat täglich ab 8.30 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist bis Ende Oktober um 17 Uhr. November bis Februar schließt die Kasse um16 Uhr.

Tierpark Hagenbeck 12.10.2017
Mutige Tigerbabys und ganz viel Ferienspaß
Er ist der kleinste der vier Tigerwelpen – und doch scheint Vitali der mutigste zu sein. Während seine Geschwister, der kräftige Mischka und die beiden sonst so quirligen Mädchen Dascha und Anushka noch vorsichtig zögerten, folgte Vitali seiner Mutter Maruschka als Erster auf die große Außenanlage. Für die am 15. Juni geborenen Sibirischen Tiger war die Entdeckung des neuen Geheges ein gewaltiges Abenteuer. Fürsorglich überprüfte Maruschka zunächst, ob dort draußen auch keine Gefahren auf ihren Nachwuchs lauern, bevor sie ihre Welpen zu sich rief. Und obwohl Vitali seiner Mutter sofort folgte, musste er vor lauter Schreck dann doch den kräftigen Wind und einige bedrohlich wirkende Halme und fliegendes Laub anfauchen. Nachdem sich seine drei Geschwister ebenfalls ein Herz fassten, begann die wilde Toberei und einige Sträucher mussten bereits Blätter lassen. Ab sofort ist das wilde Quartett an jedem Tag ab etwa 10 Uhr für rund sechs Stunden im großen Gehege zu sehen. Damit jedes Kind von 4 bis 16 Jahren die Möglichkeit hat, das wilde Quartett selbst zu besuchen und sich die Spiele der vier jungen Wilden anzuschauen, zahlt jedes Kind im Rahmen der Ferienaktion „Gib mir fünf!“ – vom 16. bis inklusive zum 31. Oktober – nur fünf Euro Eintritt in den Tierpark. Täglich um 11.30 Uhr gibt es eine Tierpfleger-Sprechstunde oder das Wissensmobil der Li-Zooschule vor dem Tigergehege. Dort können die Besucher erfahren, dass Tiger nur auf den ersten Blick alle gleich aussehen. Jedes Tier hat eine eigene Streifenzeichung, so unverwechselbar wie der menschliche Fingerabdruck. So können die Kinder vor Ort beobachten, ob Vitali immer so mutig ist oder wie die beiden wilden Schwestern es schaffen, den starken Mischka umzuwerfen. Genaue Angaben zur Aktion sind auf der Homepage hagenbeck.de zu finden.

Zoo Osnabrück 12.10.2017
„Zoo-Lights“ im Zoo Osnabrück gehen in Verlängerung
Nach großer Resonanz Lichterfest noch bis zum 26. Oktober. Riesenchamäleon, glitzernde Seepferdchen, strahlende Schnecken oder leuchtende Erdferkel – die „Zoo-Lights“ im Zoo Osnabrück kommen so gut bei den Besuchern an, dass der Zoo die Veranstaltung bis zum 26. Oktober verlängern wird. Knapp zwei weitere Wochen werden die besonderen „Zoobewohner“ am Schölerberg bleiben. „Wir haben so viel positive Resonanz von den Besuchern erhalten, dass wir beschlossen haben, die Zoo-Lights zu verlängern. Ursprünglich sollten sie bis zum 15. Oktober bleiben, aber wir haben uns die Option für eine Verlängerung je nach Rückmeldung der Besucher offengelassen“, berichtet Veranstaltungskauffrau Diana Reuvekamp. Seit dem 23. September können Zoobesucher abends ab 18:30 Uhr bis 22 Uhr die „Zoo-Lights“ genießen und den beleuchteten Zoo erkunden. Über 650 tierische Lichtfiguren sind von der niederländischen Firma ShowLine nach Osnabrück gebracht worden. Mehr als zwei Wochen hat der Aufbau gedauert und nun führt ein Rundweg durch den Zoo vorbei an den farbenfrohen Installationen. Bunt leuchtende Heuschrecken, Krebse, Affen, Tiger oder Quallen sorgen mit zusätzlichen farbigen Lichtstrahlern in Büschen und Bäumen für eine besondere Atmosphäre im Waldzoo. Wer mehr über die echten Tiere im Zoo erfahren will, kann sich kostenlos den Zoopädagogen anschließen, die durch die nächtliche Tierwelt führen. Sie erklären, wie Tiger Diana und Argo die Nacht verbringen oder zeigen das geschäftige Treiben von dämmerungsaktiven Tieren wie den Stachelschweinen, die man tagsüber nicht so häufig zu Gesicht bekommt. „Mit unseren neuen Veranstaltungsformaten, wie den Zoo-Lights oder Ende Oktober dem Halloween-Festival, versuchen wir zusätzliche Einnahmen für den Zoo und die Tiere zu schaffen. Der Umbau von Gehegen kostet viel Geld und da wir uns so gut wie selbst finanzieren, sind die Events eine Möglichkeit weiteres Budget für die Verbesserung der Tierhaltung zu schaffen“, erläutert Reuvekamp. Für das Wochenende 21. und 22. Oktober können sich weiterhin Musiker oder Künstler, die den Zoo gerne als Bühne nutzen möchten, per E-Mail bei Diana Reuvekamp (reuvekamp@zoo-osnabrueck.de) melden. Wer auch sein Abendessen in den Zoo verlegen möchte: Die Gastronomie in „Angkor Wat“ hat bis 21 Uhr (So.-Do.) bzw. 22 Uhr (Fr./Sa.) geöffnet. Lichterfest „Zoo-Lights“ im Überblick: 23.09.2017 bis 26.10.2017, Täglich 18:30 Uhr bis 22 Uhr, Eintrittspreise: Erwachsene: 20 Euro; Kinder: 12 Euro (inklusive Zoo-Eintritt, Veranstaltung, Führungen); für Jahreskarteninhaber und Mitglieder der Zoogesellschaft: 7 Euro (Erwachsene) bzw. 5 Euro (Kinder); 25% Online-Rabat im Online-Shop: shop.zoo-osnabrueck.de oder 25% Vorverkaufsrabatt an der Kasse (nicht am gleichen Tag einlösbar); weitere Rabatte auch über Zoo-Partner erhältlich. Rabatte sind nicht kombinierbar.

Serengeti-Park Hodenhagen 12.10.2017
Fußballprofi Torsten Frings übernimmt die Schirmherrschaft der Serengeti-Park Stiftung
Der ehemalige Fußballnationalspieler und aktuelle Cheftrainer des Zweitligisten SV Darmstadt 98, Torsten Frings, hat die Schirmherrschaft der Serengeti-Park Stiftung übernommen. Die Serengeti-Park Stiftung wurde 2011 auf Initiative des Serengeti-Park Hodenhagen ins Leben gerufen. Aufgabe der Stiftung ist die Förderung des Natur-, Umwelt- und Tierschutzes sowie der Entwicklungszusammenarbeit. Mit nachhaltigen Projekten im regionalen und globalen Rahmen sollen bedrohte Arten und seltene Nutztierrassen erhalten bleiben, sowie die Natur – und damit die Lebensgrundlagen für Menschen und Tiere – geschützt werden. „Ich unterstütze die Serengeti-Park Stiftung, weil mir Tier- und Naturschutz besonders mit Blick auf die Zukunft unserer Kinder am Herzen liegen! Die Stiftung leistet durch ihre Aufklärungsarbeit einen wichtigen Beitrag, durch den nicht nur Kinder lernen können, wie wir aktiv unsere Umwelt schützen.“, erklärt Frings. „Wir freuen uns, mit Torsten Frings einen erklärten Tierfreund als prominenten Unterstützer unserer Projekte zum Natur- und Artenschutz gewonnen zu haben“, so Dr. Fabrizio Sepe, Geschäftsführer der Stiftung. Aktuelle Projekte der Serengeti-Park Stiftung sind unter anderem die Erhaltungszucht des Leineschafes, der Schutz heimischer Fledermausarten und die Mitarbeit an einer Studie zur Kommunikation von Breitmaulnashörnern. Darüber hinaus züchtet die Stiftung seit 2013 Heckrinder, die im Naturschutzgebiet „Totes Moor“ am Steinhuder Meer untergebracht sind, und unterstützt die Wild Chimpanzee Foundation (WCF), eine Organisation die sich für den Erhalt der Schimpansen in ihrem natürlichen Lebensraum in Westafrika engagiert.

Zoo Landau 12.10.2017
Veranstaltungshinweis „Kürbisse, Gruseltiere und mehr“
Herbstfest im Zoo Landau in der Pfalz, Samstag 28. Oktober 15-19 Uhr. Beim großen Herbstfest im Zoo Landau heißt es am 28. Oktober „Tierischer Spaß im Zeichen des Kürbis“. Die Zooschule hat ein tolles Programm für die ganze Familie zusammengestellt. Ab 15 Uhr kann geschätzt werden, wie schwer so ein Kürbis werden kann. Bei der Auflösung um 16 Uhr kann man tolle Preise gewinnen! Danach sind der Fantasie beim Kürbisschnitzen und –gestalten in der Zooschule keine Grenzen gesetzt, die Schönsten werden dann um 18 Uhr prämiert. Die Kürbisse werden uns auch in diesem Jahr wieder von Gemüsebau Markus Günther aus Kandel zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für diese großzügige Spende! In der Zooschule steht außerdem Basteln zum Thema Halloween, Hexen und Zauberer auf dem Programm und wer möchte, kann sich beim Kinderschminken z.B. in einen Geist oder ein freundliches Monster verwandeln lassen. Da es auf Halloween zugeht, steht es den Gästen natürlich frei, verkleidet zu kommen! Im neuen Pfälzer Bauernhof freuen sich die Zwergziegen beim „Ziegen-Wellness“ über bürstende und streichelnde Hände, und es wird außerdem der Frage nachgegangen: „Woher kommt unsere Milch?“ Wer möchte, kann selbst mal ausprobieren, wie das Melken funktioniert … Um 16.15 Uhr geht es mit den Pädagogen der Zooschule auf einen Erlebnisrundgang zu den „Waldgeistern“ und anderen Zootieren, bei dem die Zoopädagogen auch reichlich Anschauungsmaterial zum Berühren und Bestaunen rund um die Zootiere dabei haben werden. Um 15.30 Uhr und 17.30 Uhr lernen die Besucher einige vermeintliche „Gruseltiere“ kennen – doch sie werden erfahren, wieviel Spannendes es über die Biologie von Schlange, Riesentausendfüßer oder Salamander zu erfahren gibt und dass es keinen Grund gibt, sich vor ihnen zu fürchten oder zu ekeln! Zum Aufwärmen serviert der Förderverein der Zooschule Landau Kaffee, Kuchen, Glühwein und Kinderpunsch. Die „Schnelleinsatzgruppe Versorgung“ (SEGV) der Feuerwehr der Stadt Landau versorgt die Besucher mit einer leckeren, heißen Kürbissuppe. Wer mag, kann sich dazu ein Stockbrot backen, wenn mit Einbruch der Dämmerung das Lagefeuer entzündet wird und die selbstgestalteten Kürbisse im Abendlicht leuchten! Wir freuen uns auf einen besonderen Nachmittag für die ganze Familie! Die Zookasse ist bis 17.00 Uhr geöffnet. Es gelten die regulären Zoo-Eintrittspreise. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 19 Uhr vorgesehen.

Kölner Zoo 12.10.2017
Neue Aussichtsplattform: Kölns Rote Panda-Familie ist jetzt noch besser zu sehen
Plattform wurde von Holzland Schwan GmbH zur Verfügung gestellt – Vertreter von Fortuna Köln weihen neuen Ausblick auf Vereinsmaskottchen „Fred“ ein. Die Roten Pandas „Mila“ und „Fred“ zählen zu den absoluten Lieblingen der Besucher im Kölner Zoo. Die beiden kletterwütigen Katzenbären – im Englischen Firefoxes genannt – sind jetzt noch besser zu sehen. Grund dafür ist die neue Holz-Aussichtsplattform direkt an der Panda-Anlage, die der Zoo heute eröffnet hat. Zoo-Gäste können die beiden rot gefärbten Tiere dadurch ab sofort noch besser beim Spielen, Fressen und Klettern beobachten. Die Einweihung fand im Beisein von Uwe Koschinat und Hamdi Dahmani, Trainer und Kapitän von Fortuna Köln, statt. Panda-Mann „Fred“ ist seit 2015 Maskottchen des traditionsreichen Fußballvereins aus der Kölner Südstadt. Die Plattform-Sonderanfertigung im Safari-Look wurde dem Zoo von Jochen Scholz von der Holzland Schwan GmbH zur Verfügung gestellt. „Im Namen des Zoos danke ich Herrn Scholz sehr für dieses tolle Engagement“, so Zoo-Vorstand Christopher Landsberg während der Einweihung. „Unsere Roten Pandas sind sehr kletterfreudig. Oft tollen die beiden durch die Bäume in ihrem Gehege. Mit dieser neuen Plattform gewinnen die Besucher quasi auf Augenhöhe neue Einblicke auf ,Fred‘ und ,Mila‘“. „Fred ist ein fester Bestandteil der Fortuna-Familie. Wir freuen uns, dass der Rote Panda als vom Aussterben bedrohte Tierart so eine große Aufmerksamkeit in Köln bekommt. Die neu erbaute Aussichtsplattform von unserem Partner Holzland Schwan unterstreicht unsere Patenschaft für ,Fred‘ und ,Mila‘“, so Benjamin Bruns, Mitglied der Geschäftsleitung Fortuna Köln, bei der Einweihung der neuen Plattform. Rote Pandas kommen im Wesentlichen in den gemäßigten Bergwäldern von Nepal, Indien über Bhutan und Myanmar bis nach Südchina vor. Sie halten sich bevorzugt in Höhen zwischen 2.800 bis 3.600 Metern auf. Einige wenige Populationen leben auch in subtropischen Wäldern zwischen 700 und 1.400 Metern über dem Meeresspiegel. Ihr Nahrungsspektrum ist deutlich breiter als das des Großen Pandas, mit dem sie nicht näher verwandt sind. Bambus stellt vor allem im Winter die Hauptnahrung dar, aber sie nehmen auch frisches Gras, Früchte, Wurzeln, Flechten sowie Jungvögel, Vogeleier und Insektenlarven. Im Kölner Zoo erhalten sie ebenfalls Bambus und eine Mischung aus Gemüse und wenig Obst sowie etwas Quark. Abgerundet wird das Futter durch Beigaben von speziell zusammengesetzten Pellets. Habitat-Zerstörung sowie Fragmentierung durch Straßenbau und Plantagen aber auch Wanderfeldbau und Viehherden, die in ihren Lebensraum getrieben werden, sind die größten Bedrohungen. In China kommt vermehrt Wilderei dazu. Nach neuesten Schätzungen müssen die derzeit in der Roten Liste der IUCN veröffentlichen Bestandszahlen von insgesamt 16.000 bis 20.000 Individuen in der demnächst erscheinenden Neuauflage deutlich nach unten korrigiert werden. Es dürfte sich um noch maximal 10.000 Tiere handeln, die sich zudem auf zwei Unterarten verteilen. Derzeit leben in Nepal wahrscheinlich nur etwas mehr als 300 Tiere.

Zoo Salzburg 12.10.2017
Zwischenlandung: Gänsegeier „Gypsi“ ist im Zoo Salzburg angekommen.
Gypsi ist ein rund 4 Jahre alter Gänsegeier, der im Sommer 2016 ausgehungert und verletzt in Thüringen nahe einer Windkraftanlage aufgefunden wurde. Der große Aasfresser ist mit Rotoren einer Windkraftanlage kollidiert, dabei hat er sich die Handschwingen gebrochen und die Schwungfedern schwer beschädigt. Rund ein Jahr lang verbrachte er in einer Großvoliere einer Falknerei im Thüringer Wald bis er wieder ganz gesund war. Anfang September diesen Jahres wurde Gypsi im Donautal bei Beuron (Baden-Württemberg) dann in die Lüfte entlassen. Aus Gründen des Tierschutzes und zur Absicherung der Auswilderung sowie für die Zugvogelforschung wurde Gypsi mit einem solarbetriebenen Sender der Vogelwarte Radolfzell ausgestattet. So konnte seine Flugbewegungen genau mitverfolgt werden. Anfänglich zog es den Geier in Richtung Schweiz. Dort schloss er sich auch einer Geierpopulation an, die sich im Sommer in den Westalpen aufhält. Im Gebiet rund um den Mount Blanc und das Matterhorn kreiste er mit den anderen in den Lüften und fand auch entsprechend Nahrung. Mitte September änderte er jedoch seine Flugroute: Er schloss sich nicht den anderen an, die in Richtung Frankreich bzw. Spanien flogen. Ihn zog es wieder in den Norden. Vorerst landete er im baden-württembergischen Langenauer-Ried und verbrachte dort einige Zeit. Anfang Oktober ließ sich Gypsi von heftigen Herbststürmen dann rund 300 Kilometer nach Osten tragen. Aus unerklärlichen Gründen wurde er am 7. Oktober entkräftet und mit nassem Gefieder von Mitarbeitern des Zoo Schmiding im oberösterreichischen Krenglbach eingefangen und in die Pflegestation gebracht. Auf Initiative von Dieter Haas, Geierschutzinitiative GESI, die die Aktivitäten des Geiers seit über einem Jahr dank des Senders genau beobachten, kam Gypsi gestern nach Salzburg. Gesundheitscheck. Beim Gesundheitscheck konnte anhand der Röntgenbilder ausgeschlossen werden, dass der Geier angeschossen wurde. Bei der Augenuntersuchung wurden auch keine Verletzungen festgestellt. Nun wird noch im Labor sein Blut auf eine mögliche Bleivergiftung untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird Anfang kommender Woche erwartet. Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner: „Jetzt können wir erst mal aufatmen! Es ist ein schönes Ergebnis, dass das vier Jahre alte Geiermännchen an keiner akuten Verletzung bzw. Erkrankung leidet. Wir sind guter Dinge, dass er recht bald die Salzburger Geier kennenlernt und hoffentlich mit ihnen dann seine Kreise hoch oben, in den Lüften über dem Zoogelände ziehen wird.“

Opel-Zoo Kronerg 12.10.2017
Verstärkung bei „Radio Afrika“ im Taunus – Nachwuchs bei den Warzenschweinen im Opel-Zoo
Die Meldungen über Jungtiere im Opel-Zoo reißen nicht ab: Nach dem Nachwuchs bei den Zebras, Muntjaks, Nyalas und Berberaffen im September wurden am 27.9. noch zwei Warzenschweine geboren. Die Frischlinge sind nun an trockenen Tagen im Außengehege zu sehen und es ist eine Freude sie dabei zu beobachten, wie sie immer mutiger durch die Anlage toben, ihre Eltern nachahmen, wie das Gelände nach Fressbarem durchwühlen, und sich auch immer wieder zum Ausruhen aneinander kuscheln. Warzenschweine gehören mit ihren Warzen, ihrem großen Kopf und ihren langen Hauern nicht unbedingt zu den äußerlich attraktivsten Tieren. Aber sie sind mit diesem Aussehen gut an ihren Lebensraum und die Lebensweise angepasst. Der verlängerte Kopf wird als Hebel bei der Nahrungssuche eingesetzt, die langen Hauer benötigen sie zur Verteidigung und bei Rangkämpfen und die zwei Paare Gesichtswarzen aus festem Bindegewebe schützen den Kopf bei Rivalenkämpfen. Charakteristisch für die Tiere ist der beim Laufen senkrecht hochgestellte Schwanz. Er sieht aus wie eine Antenne und so verwundert es nicht, dass das Warzenschwein den Spitznamen „Radio Afrika“ erhalten hat. Das Verhalten dient als optisches Signal vermutlich dem Zusammenhalt der Gruppe, da er über das hohe Gras in der afrikanischen Savanne herausragt und von anderen Warzenschweinen gesehen werden kann. Die zahlreichen Jungtiere sind sicher ein guter Anlass für einen Ausflug in den Opel-Zoo in den hessischen Herbstferien, bei dem die Zoobesucher dann auch an den verschiedenen Veranstaltungen des Ferienprogramms teilnehmen können

Neunkircher Zoo 12.10.2017
Geister der Berge
NABU und Neunkircher Zoo feiern am 22. Oktober 2017 den Tag des Schneeleoparden. Anlässlich des weltweiten Schneeleopardentages findet am Sonntag, 22. Oktober 2017, zwischen 11:00 und 17:00 Uhr zum dritten Mal der „Tag des Schneeleoparden“ im Neunkircher Zoo statt. Mit von der Partie sind als tierische Botschafter für ihre wilden Verwandten in Zentralasien nicht nur das erwachsene Neunkircher Schneeleopardenpaar Paar Luisa und Sagar, sondern auch deren im Mai letzten Jahres geborene Tochter Anusha. Gejagt wegen ihres Fells und der nachgesagten Heilkräfte ihrer Knochen sind Schneeleoparden heute gefährdet. Experten schätzen, dass es weltweit nur noch 4000-6000 Schneeleoparden in Freiheit gibt, etwa 300 davon in Kirgistan, nachdem in wenigen Jahren fast 80 Prozent des Bestandes der Wilderei und illegalem Handel zum Opfer fiel. Um den Schneeleoparden vor dem Aussterben zu bewahren, setzt sich der NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) seit vielen Jahren für seinen Schutz ein. In Kirgistan betreibt der Verband die Anti-Wilderei-Einheit „Gruppa Bars“ sowie eine Auffangstation für verletzte und beschlagnahmte Wildtiere. Auch der Zoo in der Kreisstadt Neunkirchen macht auf diese Situation aufmerksam und beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese Großkatzenart. Anlässlich des „Tag des Schneeleoparden“ laden der NABU, vertreten durch die Ortsgruppe Neunkirchen, und der Neunkircher Zoo Interessierte deswegen auf eine Reise in die Heimat der Schneeleoparden ein. Die NABU Ortsgruppe Neunkirchen bietet neben zahlreichen Informationen unter anderem das Basteln von Schneeleopardenmasken an. Auch der Zoo selbst hat einiges rund um Schneeleoparden im Programm: wissenswerte Tierpflegergespräche um 11:30, 14:30 und 16:00 Uhr, Buttons herstellen mit Motiven der Neunkircher Schneeleoparden Luisa, Sagar und Anusha und vieles mehr. Die engagierten Schneeleopardenscouts des Vereins zur Förderung des Neunkircher Zoos – Zooverein e.V. werden unter anderem Fotos unserer Schneeleoparden zu Gunsten des Neunkircher Zoos anbieten.

Tiergarten Schönbrunn 12.10.2017
FÜNF KÜKEN BEI DEN ROSA FLAMINGOS GESCHLÜPFT
Spät, aber doch: Im Tiergarten Schönbrunn gibt es heuer ungewöhnlich spät Nachwuchs bei den Rosa Flamingos. „Normalerweise schlüpfen die Flamingo-Küken bei uns im Tiergarten im Mai. Heuer gab es aber ein schweres Unwetter im Frühjahr und die ersten Eier wurden zerstört. Erfreulicherweise haben einige Paare noch einmal Eier gelegt und so sind Mitte September fünf Küken geschlüpft“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Küken haben mittlerweile die Nester verlassen und sind gut dabei zu beobachten, wie sie von den erwachsenen Vögeln gemeinsam in einer Art Kindergarten betreut werden, durchs Wasser waten und alles erkunden. Noch sind die Küken mausgrau statt rosa. Das prächtige rosafarbene Gefieder lässt auch noch eine Zeit lang auf sich warten. Schratter: „Das unscheinbare graue Dunenkleid ist in der schlammigen Uferlandschaft eine gute Tarnung. Erst im Alter von drei Jahren bekommen sie ihre rosarote Farbe.“ Dafür sorgen im Freiland Farbstoffe in den Krebsen, die den Flamingos als Nahrung dienen. Im Zoo ist ein spezielles Futter für das strahlende Federkleid verantwortlich. Bei den fünf Küken hat sich der flamingo-typische Schnabel, der wie ein Sieb funktioniert, noch nicht vollständig ausgebildet. Ihr Schnabel ist gerade und sie können noch nicht wie die erwachsenen Vögel Nahrung aus dem Wasser filtern. Deshalb werden sie in den ersten Wochen mit einer energiereichen Flüssigkeit aus dem Kropf der Eltern versorgt.

Freunde und Förderer der Wilhelma e.V. 11.10.2017
Der positive Trend setzt sich fort! – Der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma begrüßt das 33 333. Mitglied
Die Freunde und Förderer der Wilhelma e. V. begrüßten am 11 . Oktober als 33 333. Mitglied Tobias Bischof. Der Stuttgarter hatte das besondere Glück, als Jubiläumsmitg lied dem Verein beizutreten und so konnte er sich über eine Einladung zu einer Elefantenfütterung ‚freuen. WilhelmaDirektor
Dr. Thomas Kölpin und Vereinsvorsitzender Prof. Georg Fundei feierten mit Tobias Bischof bei den Elefantendamen Zella und Pama die Aufnahme in den Verein. Einen Strauß Vitamine für die Elefanten Die zwei Elefantenkühe konnten es kaum abwarten, aus der Hand des neuen Mitglieds einen vitaminreichen Strauß aus Obst und Gemüse in Empfang zu nehmen. „Dass sich die beiden älteren Damen mit ihren über 50 Jahren noch so um die Leckerbissen streiten können,“ zeigte sich Tobias Bischof überrascht. So landete eine große Portion gesunde Leckereien in den Mägen der Kolosse. Um ihr Gewicht von rund 3,8 Tonnen zu halten, verspeist jede der beiden Vegetarierinnen zwischen 100 und 110 Kilo Futter jeden Tag, vor allem Heu, Stroh und frisches Gras. Nur zehn Prozent des Futters besteht aus Obst und Gemüse. Da war die Freude bei den beiden über die Extraportion besonders groß. Mehr als 60 Jahre Engagement für die Wilhelma Seit 1956 unterstützt der gemeinnützige Verein der Freunde und Förderer
der Wilhelma e. V. den Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma. in diesen 61 Jahren setzte sich der Verein erfolgreich dafür ein, die Einzigartigkeit der Wilhelma zu erhalten und stetig weiterzuentwickeln. Dabei behält er immer das Wohl der Tiere im Blick. „Nach dem Bau des Hauses für Afrikanische Menschenaffen, der vom Verein mit 9,5 Millionen Euro gefördert wurde, freuen wir uns, dass nun die Planung für eine neue Anlage für Elefanten begonnen hat. Auch diese Attraktion wird der Verein wieder mit einem Betrag von bis zu 10 Millionen Euro fördern, was dank des weiteren Mitgliederzuwachses und zahlreicher Erbschaften schon zugesagt werden konnte“, erkl ärte der Vorsitzende der Freunde und Förderer, Prof. Georg Funde!. ,,Viele Projekte der Wilhelma wären ohne die Unterstützung des Vereins nicht in dieser Form möglich. Im Augenblick entsteht die neue Außenanlage für Schneeleoparden. Zur Realisierung dieses Vorhaben trägt der Verein 300.000 Euro bei.

Zoo Heidelberg 11.10.2017
Große Kudus mit zweifachem Nachwuchs: Erneut Doppelgeburt im Zoo Heidelberg
Doppelgeburten scheinen im Zoo Heidelberg in Mode zu kommen. Nach den beiden Robbenbabys, die am 14. Juli geboren wurden, ist der Trend nun bei den Großen Kudus angekommen: Am 24. September kamen zwei Kudumädchen zur Welt. Die Mütter Stobi und Lubaja brachten den Nachwuchs im Afrikahaus zur Welt. Wer also in den letzten Wochen vor dem Schild „Vorübergehend geschlossen“ am Afrikahaus stand, hat spätestens jetzt die Erklärung. Die Tierpfleger schlossen das Haus für Besucher, damit sich die kleinen Großen Kudumädchen eingewöhnen konnten. Inzwischen ist das Haus wieder geöffnet und die jungen Kudukälber lassen sich gut in den Innengehegen beobachten. Mit großen, dunklen Augen betrachten die beiden aufmerksam ihre Umgebung und drehen die beweglichen, runden Ohren nach jedem Geräusch in der Nähe. Mütter und Kinder nutzen zurzeit den Stall und die Vorgehege als Übungsgelände, damit die Jungtiere kräftig, gewandt und topfit sind, bevor sie mit den Zebras, Blessböcken, Straußen und Pelikanen auf der großen Afrikaanlage zusammentreffen werden. Der Stall ist dabei als Rückzugsraum und Ruhezone für die Jungtiere besonders wichtig. Deshalb gilt jetzt hier für die Zoobesucher ganz besonders: Ruhe bitte! Kudu-Jungtiere sind sogenannte „Ablieger“, d. h. die Kälber werden voraussichtlich auch im Außenbereich zunächst häufig im Strohbett liegen, während die Mütter zum Fressen unterwegs sind. Regungslos liegen Kudujungen in ihrer Heimat, den afrikanischen Savannengebieten, oft stundenlang gut getarnt im hohen Gras. Während die Mütter selbst auf Nahrungssuche sind, um Kräfte zu sammeln, bewegen sich die durch ihr Fell gut getarnten Jungtiere kaum. Erst wenn die Mütter zurückkommen, die Umgebung auf Gefahren geprüft haben und ihnen „Luft rein“ signalisiert haben, werden die Jungen mobil. Kudus verlassen sich auch im Erwachsenenalter vorrangig auf Ihre Tarnung. Selbst die männlichen Großen Kudus mit den eindrucksvoll schraubenförmig gedrehten Hörnern verschmelzen durch die graubraune Fellfärbung mit den weißen Streifen optisch nahezu komplett mit der Umgebung. Dennoch sind die typischen Fluchttiere bei Gefahr auch gute Sprinter und können sehr weit springen. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 150 cm können sie auf der Flucht auch bis zu 3 Meter hohe Zäune mühelos überwinden. Im Zoo reicht der kleine Trockengraben, der das Afrikagehege umgibt, um den Tieren die Grenze ihres Territoriums zu markieren. Sie verlassen ihr heimatliches Gehege nicht, denn hier fühlen sie sich wohl und sicher.

Zoo Wuppertal 11.10.2017
Erfolgreiche „Dreamnight“ im Grünen Zoo Wuppertal
Am Donnerstag, 28. September 2017 konnte durch Unterstützung zahlreichen Helfer eine ganz besondere Veranstaltung im Grünen Zoo stattfinden. Auf Einladung des Zoos waren nach Zooschluss, 70 Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Behinderungen aus 5 verschiedenen Förderschulen in den Zoo eingeladen worden. Im Rahmen der sogenannten „Dreamnight“, konnten unsere Gäste in kleinen geführten Gruppen den Zoo erkunden. Es gab u.a. die Möglichkeit einmal ganz nah an verschiedene Tiere heranzukommen, ein Foto mit einem Elefanten zu machen, Fisch an die Seelöwen zu verfüttern und selber technische Geräte auszuprobieren. Für die Affen wurde Beschäftigungsmaterial gebastelt und später beobachtet wie die Tiere sich darüber gefreut haben. Zum Abschluss gab es noch ein kleines Grillfest für die Kinder und Jugendlichen. Die Idee zur „Dreamnight“ stammt aus Holland und wird inzwischen weltweit von vielen Zoos angeboten. Viele Mitarbeiter des Grünen Zoo Wuppertal, des Zoopädagogischen Zentrums und freiwillige Helfer waren sofort bereit die Veranstaltung ehrenamtlich zu unterstützen. Ein spannender Abend, mit der besonderen abendlichen Atmosphäre im Zoo, hat so zu vielen strahlenden Kinderaugen geführt.

Zoo Basel 11.10.2017
Nachwuchs bei den Geparden
Am 18. Juli sind im Zoo Basel zwei Geparde zur Welt gekommen. Für Mutter Novi ist es das erste Mal, dass sie Junge aufzieht. Opuwo und Onysha haben die ersten Wochen mit ihrer Mutter Novi (5) hinter den Kulissen verbracht. Nun ist die kleine Familie auf die Etoschaanlage gezogen.
Neu in der Panzernashorn-WG: Visayas-Pustelschweine – Erstmals sind im Zoo Basel Visayas-Pustelschweine zu sehen. Die beiden Weibchen zeigten anfangs grossen Respekt vor den mächtigen Panzernashörnern, mit denen sie gemeinsam eine Anlage bewohnen. Visayas-Pustelschweine kommen nur auf den Philippen vor und sind vom Aussterben bedroht.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 10.10.2017
Ein neuer Mann im Frauenzimmer der roten Pandas!
Der Naturschutz-Tierpark Görlitz – Zgorzelec erwartet einen neuen Pandamann. Zu Ehren des Neuankömmlings findet am Sonntag, den 15. Oktober ein „Panda Welcome Day“ mit Premierenausschnitten aus der Naturdokumentation „Der vergessene Panda“ von Dr. Axel Gebauer statt. Während der kommentierten Fütterungen der Roten Pandas um 9:45 Uhr und 14:45 Uhr kann man mit etwas Glück den 2016 in La Fleche/ Frankreich geborenen Panda Mann bei seinen ersten Brautschauen beobachten. Der Name des Neuankömmlings wird zur zweiten Fütterung bekannt gegeben. Von 11 – 16 Uhr warten viele spannende Aktionen über diese stark bedrohte Tierart auf große und kleine Besucher. Neben einem bunten Programm für die Kleinen, kann man außerdem bei der Panda-Schnitzeljagd durch den ganzen Tierpark außergewöhnliche Informationen über das charismatische bambusfressende Raubtier finden. Schon mal einen Film im Tierpark gesehen? Ab 15:30 Uhr kommen besonders Naturfilm- und Pandaliebhaber auf ihre Kosten. Herr Dr. Axel Gebauer stellt Ausschnitte aus seiner einzigartigen und bisher unveröffentlichten Naturdokumentation mit dem Titel „Der vergessene Panda – Im Reich des schönsten Tieres auf Erden“ vor. Die Ausschnitte werden von 15:30 Uhr – 18 Uhr bei besonderem Ambiente im Unterrichtsraum der Zooschule gezeigt.

Tierpark + Fossilium Bochum 10.10.2017
Tintenfische im Tierpark + Fossilium Bochum zu sehen Verwandlungskünstler sind in die Nordseewelten gezogen
Die Erlebnisanlage „Nordseewelten“ im Tierpark + Fossilium Bochum hat neue Bewohner! Ab sofort können Besucher Sepien (Sepia officinalis) – auch gewöhnliche Tintenfische genannt – in einem der zwei Meerwasser-Schaubecken sehen. Dabei sind die Tiere, anders als es ihr Name vermuten lässt, alles andere als gewöhnlich. „Sepien sind wahre Verwandlungskünstler“, verrät Zootierpfleger und Meerwasserexperte Sebastian Manickam. „Sie kommunizieren miteinander, indem sie ihre Farbe wechseln. So zeigen sie z.B. ihre Paarungsbereitschaft an. Aber sie können ihre Körperfarbe auch ihrer Umgebung anpassen und sich so optimal tarnen.“ Tintenfischen gelingt dieses Farbschauspiel durch den Einsatz unterschiedlicher Farbpigmente in ihren Hautzellen. Die Sepien, die nun das Meerwasserbecken im Tierpark bevölkern, stammen aus dem Max-Plack-Institut in Frankfurt. In Zoos sind gewöhnliche Tintenfische eher selten zu sehen, da sie äußerst empfindlich und anspruchsvoll in der Haltung sind. Eine konstant hohe Wasserqualität ist essentiell und auch sonstige, äußere Bedingungen müssten möglichst stabil bleiben, da Sepien sehr sensibel auf Veränderungen reagieren. Der gewöhnliche Tintenfisch ist in den Meeren Europas und u.a. auch in der Nordsee beheimatet. „In den Nordseewelten zeigen wir verschiedenste Bewohner unserer heimischen Küste, wie Seehunde, Watvögel oder Katzenhaie, Flundern und Miesmuscheln. Unsere Neuzugänge ergänzen somit diese besondere Artenvielfalt und sind vor allem für den Zooschulunterricht sehr spannend. Gleichzeitig sind Sepien, die zur Klasse der Kopffüßer gehören, Verwandte des ausgestorbenen Ammoniten, der sich in unserem Tierpark-Logo wiederfindet und Vorbild für unser Maskottchen ‚Fossi‘ ist. Im Rahmen von Evolutions-Führungen können wir nun auf anschauliche Weise rezente mit fossilen Tintenfischen vergleichen“, erklärt Zooschulleiterin Kerstin Schulze. Auch die Paarung der Tintenfische ist besonders außergewöhnlich. Das Männchen überträgt seinen Samen über seinen Paarungsarm in eine Speichertasche unterhalb der Mundöffnung des Weibchens. Dort wird er aufbewahrt bis das Weibchen einen geeigneten Ablageplatz für seine Eier gefunden hat. Um die Eier zu befruchten, führt es diese mit seinen Tentakeln zur Speichertasche und hängt die Eier schließlich in Wasserpflanzen oder an ähnlichen Widerhaken auf. Da Sepien unmittelbar nach der Eiablage sterben, ist ihre Lebenserwartung nicht sehr hoch. Sepien leben in Bodennähe und vergraben sich gerne im Sand, wo sie stundenlang in einer Position verharren können, um ihrer Beute aufzulauern. Kleine Fische, Garnelen und Krebse gehören zu den bevorzugten Speisetieren der Kopffüßer. Je nach Größe der Beute bedienen sich Sepien zweier unterschiedlicher Jagdtechniken: Mit dem sogenannten Beutesprung werden größere Tiere mittels einer schnellen Vorwärtsbewegung gefangen. Dies gelingt den Sepien durch ihren Rückstoßantrieb. Bei kleineren Beutetieren kommt der Tentakelschuss zum Einsatz, dafür können zwei der zehn Fangarme blitzschnell ausgefahren werden, um die Beute zu umschließen.

Tiergarten Worms 10.10.2017
Herbstmarkt im Tiergarten und Erlebnisgarten
Buntes Herbstprogramm für Groß und Klein. Wie jedes Jahr fand am ersten Oktoberwochenende der traditionelle Herbstmarkt im Tiergarten und im Erlebnisgarten statt. Zahlreiche Kunst- und Handwerker der Region präsentierten ihre vielfältigen Produkte und Exponate. Viel zu sehen und zu erleben gab es wieder beim Herbstmarkt im Tiergarten und Erlebnisgarten vergangenes Wochenende. Schon in den vorangegangenen Jahren konnten immer wieder hohe Besucherzahlen bei dieser traditionellen Veranstaltung am ersten Oktoberwochenende verzeichnet werden. So kamen auch in diesem Jahr trotz des wechselhaften Wetters an beiden Tagen fast 6.500 Besucher aus Nah und Fern in den Tiergarten. Der Renner bei den Kindern war zweifelsohne das Kürbisschnitzen. Auch die Schaufütterungen wurden insbesondere von den kleinen Besuchern begeistert angenommen. Die vielfältigen Angebote von Hobby-Künstlern und Handwerkern aus der Region mit herbstlichen Dekorationen und Accessoires, Floristik- und Handarbeitsprodukten luden Groß und Klein zum Stöbern ein. Für musikalische Highlights sorgten am Sonntag „JenBand“ und „JazzAffair“. Bei zahlreichen kulinarischen Leckerbissen, wie Zwiebelkuchen und neuem Wein, Bratwurst, frisch gebackenen Waffeln und selbstgepressten Apfelsaft ließ es sich so manch einer beim Freundeskreis Tiergarten oder der Magnusgemeinde im Erlebnisgarten so richtig gutgehen. Beigeordneter Uwe Franz und Dieter Haag, Geschäftsführer der Freizeitbetriebe Worms GmbH, bedanken sich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Mitarbeitern, den vielen fleißigen ehrenamtlichen Helfern und nicht zuletzt bei den zahlreichen Ausstellern für die tolle Arbeit, die den Herbstmarkt auch in diesem Jahr zu einem rundum gelungenen Fest machten.

Zoo Salzburg 10.10.2017
FH Salzburg übernimmt die Schirmherrschaft für die Habichtskauze im Zoo Salzburg
Seit Anfang September ziert eine Eule das Logo der Fachhochschule Salzburg. Schon für die Griechen und Römer galten Eulen als Symbol für Klugheit, Wissen und Weisheit. „Unser neues Bildsymbol war für uns auch der Anlass, die Schirmherrschaft für die Habichtskauze im Salzburger Zoo zu übernehmen“, berichtet FH-Salzburg Geschäftsführerin Doris Walter. Mehr als 100 FH-Mitarbeiter waren am Montag, 9. Oktober, bei der Übergabe der Eulen-Patronanz durch Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner im Zoo dabei: „Wir freuen uns sehr, dass die FH Salzburg die Schirmherrschaft für unsere Habichtskauze übernimmt, die nach dem Uhu zweitgrößte Eule Mitteleuropas. Als Mitglied der Österreichischen Zoo Organisation (OZO) engagieren wir uns seit fast zehn Jahren in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie für die Wiederansiedelung der Habichtskauze in Österreich. Wir hoffen, dass unser Zuchtpaar im kommenden Frühjahr für Nachwuchs sorgt, der dann dem Projekt zur Verfügung stehen wird.“ Doris Walter: „Wir freuen uns über die Eulen-Patronanz, ein nun lebendiges Symbol unseres neuen Corporate Design. So lebendig wie auch der rege Austausch unserer Studierenden und Lehrenden mit mehr als 130 Partnerhochschulen weltweit. Eine moderne Infrastruktur macht die FH Salzburg zu einer weltoffenen Hochschule. Damit positionieren wir uns als zeitgemäße und moderne Bildungseinrichtung. In den 21 Jahren des Bestehens haben bereits über 8.300 Studierende erfolgreich ihr Studium abgeschlossen.“

Zoo Wuppertal 10.10.2017
Bärendame „Brenda“ ist gut in Brandenburg angekommen
Neugierig und etwas unruhig wurde „Brenda“ von Ihrer neuen Mitbewohnerin „Karla“, der 30-jährigen Braunbärin aus dem ehemaligen Staatszirkus der DDR, im Wildpark Johannismühle in Brandenburg erwartet. Nach einer etwa 600 km langen Fahrt in einer großen Kiste im Frachtraum eines Kleintransporters, den die Mercedes-Benz Niederlassung Wuppertal extra für diese Fahrt zur Verfügung gestellt hat, wurde das Aus-laden der lebendigen Fracht für alle Mitarbeiter zu einer Kraftprobe und forderte „Brendas“ Geduld noch einmal heraus. Nach dem Öffnen der Kiste gelangte „Brenda“ zunächst in das Bärenhaus. Als Willkommensgeschenk standen frisches Damwild, rote Johannisbeeren und ein dickes Bündel Petersilie bereit. Zunächst sind „Brenda“ und „Karla“ noch durch einen Zaun getrennt, um ein gefahrloses Kennenlernen zu ermöglichen. Anja Hillen, die als Tierpflegerin im Grünen Zoo Wuppertal „Brenda“ mit betreut hat, befand das erste Kennenlernen und Beschnuppern der beiden Bären als einen tollen Anfang. In den kommenden Wochen wird sich „Brenda“ ordentlich Speck anfressen, um ihre erste Winterruhe im märkischen Sand zu beginnen.

Allwetterzoo Münster 10.10.2017
Atlas des Lebens – Wissenschaftler präsentieren die erste globale Übersicht der Verbreitung der Artenvielfalt landlebender Wirbeltiere.
Ein Team internationaler Forscher, zu dem auch Allwetterzoo-Artenschutzkurator, Dr. Philipp Wagner gehört, hat den “Atlas of Life” komplettiert und zu den bereits bekannten Wirbeltieren nun die Reptilien hinzugefügt. Damit präsentieren sie die erste globale Biodiversitätskarte für alle Arten der terrestrischen Wirbeltiere publiziert. Die Karte inklusive der dahinter liegenden Rohdaten zeigt, dass viele wichtige Regionen der Artenvielfalt bisher nicht erkannt wurden, da Reptilien andere Verbreitungsschwerpunkte haben als die anderen Wirbeltiergruppen. Daher sind die Daten ein Grundstein für nationale und internationale Artenschutzstrategien. Die 39 Wissenschaftler haben über zehn Jahre einen Atlas der weltweiten Reptilienarten erstellt und mit den bereits publizierten Katalogen der Säuger, Vögel und Amphibien verknüpft. Herausgekommen ist ein weiteres Puzzlestück um die Artenvielfalt auf unserer Erde zu verstehen und es lässt sich feststellen, dass auch in bisher kaum beachteten Regionen der Erde Artenschutzstrategien dringend notwendig sind. Teil der Publikation ist eine Verbreitungskarte der landlebenden Wirbeltiere. Während die entsprechenden Karten der Vögel, Säuger und Amphibien bereits 2006 publiziert wurden, fehlten für viele der Reptilienarten zu dieser Zeit die notwendigen Informationen. Und so hat es zehn Jahre gedauert bis die über 10.000 Arten nun der Biodiversitätskarte hinzugefügt werden konnten. „Diese Karten über die globale Verbreitung der Artenvielfalt sind wichtig um möglichst effektive Artenschutzstrategien entwickeln zu können, denn nur wenn wir wissen wo die Arten warum vorkommen und vor allem wo besonders viele oder hochspezialisierte Arten vorkommen, können wir effektive Schutzmaßnahmen entwickeln.“, sagt das Mitglied der Forschergruppe Dr. Philipp Wagner, Kurator für Forschung und Artenschutz am Allwetterzoo in Münster und ehrenamtlich assoziierter Wissenschaftler der Zoologischen Staatssammlung in München. Um eine solche Karte entwickeln zu können braucht es viel Wissen, was die hohe Autorenzahl der in Nature Ecology & Evolution veröffentlichten Studie erklärt. Unter der Leitung von Forschern der Universitäten in Oxford und Tel Aviv haben Wissenschaftler von 30 Institutionen ihr Wissen zusammengetragen und einen Reptilien-Atlas zusammengetragen der die Verbreitungsgebiete von über 10.000 Arten der Echsen, Schlangen und Schildkröten umfasst. Die Ergebnisse zeigen auch, dass bisher bei Artenschutzbemühungen nur wenig berücksichtigte Regionen eine sehr fragile Biodiversität beherbergen die es zu schützen gilt. Das sind zum Beispiel die Arabische Halbinsel, die Levante, Trockengebiete im inneren Südafrikas, asiatische Steppen, die zentralen australischen Wüsten, die hochmontanen Regionen der Anden und das brasilianische Caatanga Buschland. Philipp Wagner, unter anderem Spezialist für Echsen der Trockengebiete in Afrika und Asien, führt weiter aus, dass „zahlreiche Echsenarten nicht mit anderen Wirbeltieren vergleichbare Verbreitungsgebiete haben, da sie trockene und heiße Habitate bevorzugen. Daher sind viele der jetzt erkannten Gebiete für prioritäre Artenschutzbemühungen Trockengebiete und Wüsten. Diese konnten wir mit den bisherigen Daten für Vögel, Amphibien und Säuger nicht erkennen, da diese Gruppen in solchen Lebensräumen sehr viel artenärmer sind. Zudem haben wir es hier mit teilweise hochspezialisierten Arten zu tun, denen der Klimawandel zusätzlich Probleme bereiten wird.“ Dr. Uri Roll von der Ben Gurion University of the Negev, Leiter der publizierten Studie, merkt an: „Das wir vor allem in den Trockengebieten vitale Biodiversitätsregionen vorfinden hat auch Vorteile, denn die Preise für Land sind dort relativ niedrig. Allerdings steigen auch hier bereits wirtschaftliche Begehrlichkeiten, zum Beispiel in Form von Solarkraftwerken oder großen Bewässerungsprojekten.“ Wagner fügt an: „Hier gilt es Strategien für den Artenschutz zu entwickeln um diese fragilen Lebensräume zu schützen, deren Wert für die Artenvielfalt nicht geringer ist als beispielsweise der der Regenwälder.“ Professor Shai Meiri von der Tel Aviv University, sagt, dass „nun Wissenschaftler zum ersten Mal in der Lage sind die Gesamtverbreitung der terrestrischen Wirbeltiere zu betrachten. Der Artenschutz hat nun ein Gesamtpaket an Daten um Strategien auszurichten, was sicherlich zu einer Stärkung der Bemühungen führen wird.“ „Möglich war dies nur, weil sich Experten zusammen gefunden haben, die selbst bei seltenen Arten aus den entlegensten Gebieten noch über genug Wissen verfügen um die Arten bewerten zu können. Schon das zeigt mit welchem Meilenstein wir es hier zu tun haben.“, führt Wagner aus. Die Internationale Artenschutzorganisation IUCN hat bereits begonnen die in der Studien genutzten Daten über Reptilien zu bewerten und in ihren Roten Listen zu klassifizieren. Sobald dies abgeschlossen ist, werden die Rohdaten interaktiv für den freien Gebrauch zu Verfügung gestellt werden.

Tiergarten Schönbrunn Wien 10.10.2017
RIESENQUALLE LÜFTET GEHEIMNISSE IN WIEN
Ihr Schirm hat einen Durchmesser von fast 70 Zentimetern, ihre schwarzen Mundarme werden über zwei Meter lang: Die Riesenqualle Rhizostoma luteum ist ein Wunderwesen und gibt Forschern große Rätsel auf. Einigen davon geht Meeresforscherin Karen Kienberger derzeit im Tiergarten Schönbrunn auf den Grund. „Über die Riesenqualle ist fast nichts bekannt. Viele Jahre zweifelte man sogar, ob es sie überhaupt gibt. Dabei kommen Riesenquallen sogar vor den Badestränden von Spanien und Marokko in unmittelbarer Nähe der Küste vor. Erst vor Kurzem wurden in Andalusien unzählige Riesenquallen angespült. Das war natürlich eine große Sensation“, erklärt die gebürtige Schweizerin, die ihr Doktorat am Institute of Marine Sciences of Andalusia (ICMAN-CSIC) in Südspanien macht. Vor der Küste Spaniens schnorchelt Kienberger beinahe täglich, sucht Riesenquallen, vermisst sie und dokumentiert alle Daten. Bei einem ihrer Tauchgänge hat sie vor zwei Jahren eine geschlechtsreife Riesenqualle aufgespürt und Larven an den Tiergarten übergeben, wo daraufhin die Welterstnachzucht geglückt ist. Nun ist sie hier, um fernab vom Meer an der Riesenqualle zu forschen. Kienberger: „Der Tiergarten Schönbrunn ist die einzige Institution, in der Riesenquallen gezüchtet werden. Deshalb kann ich nur hier diese spannenden Tiere erforschen. Außerdem gibt es in Schönbrunn mehr als 60 Quallenarten und da schlägt das Herz einer Quallenforscherin natürlich höher.“ Im Keller des Aquarienhauses wurde Kienberger ein kleines Labor eingerichtet. Dort untersucht sie, wie sich unterschiedliche Temperaturen und Salzgehalte auf die Entwicklung der Riesenquallen auswirken. Mit Taschenlampe, Lupe und Mikroskop beobachtet sie das Wachstum der anfangs weniger als einen Millimeter großen Polypen. Das Thema der Forschungsarbeit ist brandaktuell. Denn eine Frage beschäftigt die Experten weltweit: Werden sich Quallen massenhaft ausbreiten, wenn sich die Meere erwärmen? Bis Ende Oktober dauern die Forschungstätigkeiten, die vom Tiergarten Schönbrunn und von Schweizer Rotary Clubs finanziert werden, noch an. Dann werden die Ergebnisse wissenschaftlich publiziert und die Riesenqualle wird einmal mehr für Aufsehen sorgen.

Zoo Wuppertal 09.10.2017
Moorenten aus dem Grünen Zoo Wuppertal am Steinhuder Meer ausgewildert.
Wir freuen uns, dass vier am 28.05.2017 im Grünen Zoo Wuppertal geschlüpfte Moorenten, im Rahmen des Pro-gramms „Arche Niedersachsen“ ausgewildert werden konnten. Die Tiere dürfen nun am Hagenburger Kanal, einem Seitengewässer des Steinhuder Meeres, heimisch werden. Träger des Projekts, welches vom niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz gefördert wird, sind der NABU Niedersachsen und die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer. Seit 2012 konnten bereits 68 Moorenten erfolgreich ausgewildert werden. Die schlichte und doch elegante Moorente ist in ihrem Bestand in Deutschland vom Aussterben bedroht. Daher wird sie in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands in der Kategorie I geführt. Die Moorente gehört zu den Tauchenten und ist ein Allesfresser. Sie bevorzugt flache, stille Ge-wässer mit reichlich Unterwasserpflanzen. Solche naturnahen Gewässer gibt es in Deutschland immer seltener. Dies hat zu einem starken Rückgang der Moorenten in Deutschland geführt. Rund um das Steinhuder Meer wurden viele naturnahe Stillgewässer geschaffen, um verschie-denen, bedrohten Arten einen Lebensraum zu bieten. So konnte in diesem Gebiet, die seit über 30 Jahren verschwundene Moorente erfolgreich wiederangesiedelt werden.

Tiergarten Nürnberg 09.10.2017
Neue Seekuh im Tiergarten
Am Freitag, 6. Oktober 2017, kam um 10.20 Uhr das Seekuh-Männchen Mandillo nach gut 14-stündiger Fahrt aus dem französischen Zoo Beauval, St. Aignan, im Tiergarten der Stadt Nürnberg an. Der von einer auf Tiertransfers spezialisierten Firma durchgeführte Transport wurde unter anderem von einer Tierärztin und einem Tierpfleger begleitet. Nach der Ankunft wurde die Kiste mit einem Gabelstapler zum Manatihaus gebracht und durch das Tor an den Beckenrand gestellt. Nach Aufklappen der Stirnwand und Auslaufen des Wassers konnte die Seekuh ins Becken rutschen, wobei das Eintauchen ins Wasser mit Isoliermatten abgebremst wurde. Nach kurzer Orientierung konnten die Absperrschieber des Abteils geöffnet werden und Mandillo das gesamte Becken erkunden und mit den Artgenossen Kontakt aufnehmen. Der Karibische Nagelmanati (Trichechus manatus) wurde am 24. April 2014 in Beauval geboren. Für die Koordination des Europäischen Ex-situ-Programms (EEP), früher bekannt als das Europäische Erhaltungsprogramm (EEP), für Seekühe, ist der Tiergarten Nürnberg zuständig. Mit Mandillo, dem Nürnberger Weibchen Mara und dem Männchen Zorro, ursprünglich aus Odense (Dänemark), schwimmen seit heute Mittag jetzt wieder drei Seekühe gemeinsam in dem im Sommer 2011 eröffneten Manatihaus.

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