AKAGB: Gesetzbuch des [All]Gemeinen Katzentiers

Irgendwo habe ich gelesen, dass man bei Rezensionen erst das Positive über das Buch schreiben und anschließend, falls vorhanden, das Negative. Wenn das Buch allerdings nichts Positives an sich hat wird man es schwer haben. Beim AKAGB – dem Gesetzbuch des (all)gemeinen Katzentiers ist das nicht der Fall. Aber ich fange mit dem Negativen an.
Das Buch hat ein Nerd (keine Ahnung, ob es die weibliche Form dazu gibt, aber es gibt auch weibliche Nerds…) geschrieben. Allerdings kein Katzennerd, sondern ein PHANTASTIK-Nerd der Vergleiche aus StarTrek/StarWars/HdR und GoT anstellt (und wer nicht weiß, was das bedeutet, kann GOOGLE benutzen). Das finde ich an sich nicht schlimm, allerdings häufen sich Fußnoten, die erklären was Olifanten, der Subraum oder Die Simpsons sind (auch dafür kann man Google benutzen). Irgendwie will ich nicht glauben, dass es so viele ahnungslose Katzenliebhaber geben soll. Andere Bücher kommen auch ohne triviale Fußnoten aus.
Aber ich gebe auch zu, dass es auch hilfreiche Fußnoten gibt. Jene, die sich mit Wissenswertem zum Thema Katzentier befassen (und frei von jeglicher PHANTASTIK sind).
Aber das war auch schon das Negative an diesem Buch. Abgesehen vielleicht davon, dass sich ein falscher Link in die Schlussformel eingeschlichen hat. Rollmops und Rasender Buddha, die Hauppersonen/Inspiration des AKAGBs findet man unter https://www.facebook.com/TheNerdCat/. Der entsprechende Link im Buch führt auf die Facebookseite eines Internetunternehmens in Dhaka.
Das AKAGB ist nicht nur für Katzenliebhaber, auch Freunde von Katzenliebhabern oder Bedienstete (jene, die mit Katzen leben) und solche, die es werden wollen (oder danach nicht mehr) werden ihre (vielleicht etwas zweifelhafte) Freude an diesem Buch haben.
Die eigentlichen Gesetze werden mit Kommentaren versehen, welche die Umsetzung der Gesetze im alltäglichen Gebrauch erläutern.
Das Buch ist in 10 Abschnitte gegliedert und beschreibt sehr genau und identisch (mit einem verzweifelten Zwinkern in den Augen) das Leben mit Katzen. Dabei wird zumindest der Begriff des Dosenöffners wirklich nur für das Werkzeug verwendet, die Person, die sich dazu entschieden hat mit einer Katze (oder mehreren) zusammenzuleben (auch wenn es eher so ist, dass die Katzen wählen) wird als Bedienstete(r) bezeichnet.

Hinterlassenschaften einer Katzenbesitzerin aus meinem Arbeitsumfeld

Hinterlassenschaften einer Katzenbesitzerin aus meinem Arbeitsumfeld

Jeder Katzenbesitzer (oder jeder, der mit Katzenbesitzern befreundet ist oder sonst wie Kontakt zu ihnen hat) wird sich und seine Katzen in vielen Geschichten wiedererkennen. Ich gestehe, dass ich nicht zu den Katzenbesitzern gehöre, aber ich kenne einige, und muss ihre Geschichten ertragen. So viel anders, als die in diesem Buch beschriebenen Vorfälle, sind sie nicht. Es sind Geschichten zum Schmunzeln und zum Lachen, aber auch zum „Kopf-auf-die-Tischplatte-schlagen“.

Jeder Aspekt des alltäglichen Lebens (beginnend mit einer kurzen Definition der gottgleichen Gestalt der Katze) wird anhand verschiedener Paragrafen erläutert. Dabei dienen diese wohl eher dem menschlichen Verständnis, Katzen haben das AKAGB wohl schon im Mutterleib eingesogen. Und die nachfolgenden Kommentare untermauern das nur.

Bilder von Rollmops und Rasender Buddha finden sich ebenfalls im Buch (im Klappentext mehr oder weniger liebevoll als Herrschafts- und Arschlochkatzen bezeichnet).

Ein nicht ernst gemeintes Buch für Katzenliebhaber, aber das erwähnte ich bereits.

Dieser Beitrag wurde unter Rezension veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen