Tiere verschenken an Weihnachten?

Alle Jahre wieder kommt die Frage, was man an Weihnachten verschenken soll. Und auf manchem (kindlichen) Wunschzettel steht ein Haustier. Aber … egal ob Hund, Katze, Hamster & Co., der Kauf eines Tieres will wohl überlegt sein und nach Meinung vieler Tierschützer (und Tierrechtler) gehören Tiere nicht unter den Weihnachtsbaum (allerdings kann es sehr unterhaltsam sein, dem vorhanden Hund oder der Katze ein Geschenk unter dem Weihnachtsbaum zu machen, aber das ist ein ganz anderes Thema).
Ich bin mir sicher, dass sich auch andere Organisationen (noch) zu Wort melden werden (oder es bereits getan haben).
Übrigens: Das Bild wurde für die Aktion „Keine lebenden Tiere unter den Weihnachtsbaum“ entworfen.

07. Dezember 2012, Tiermedizinportal
Tiere verschenken an Weihnachten? Besser nicht
Bei vielen Kindern ist der Wunsch, an Weihnachten ein Tier geschenkt zu bekommen, sehr groß. Doch auch wenn kleine Hundewelpen und Kätzchen Kinderherzen im Sturm erobern, sollten Eltern verantwortungsvoll handeln und es besser vermeiden, Tiere an Weihnachten zu verschenken. Tiermedizinportal.de hat die wichtigsten Informationen zu diesem Thema für Sie zusammengefasst.
Die Anschaffung eines Vierbeiners gut planen
Aus der anfänglichen Freude der Kinder über Hund, Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster werden meist schnell Unlust und Überforderung. Auch Erwachsene fühlen sich unter Umständen noch nicht bereit für ein Haustier. Dies führt häufig zu Problemen, denn ein Tier lässt sich nicht so leicht zurückgeben wie ein Spielzeug oder ein Kleidungsstück.
Durch weihnachtliche Spontankäufe füllen sich noch lange nach Weihnachten die Tierheime. Dies betrifft nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch kleinere Tiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster. Die Anschaffung eines Vierbeiners sollte deshalb wohlüberlegt sein.
Ein Tier bedeutet immer auch Verpflichtung und Verantwortung. Denken Sie daher an die Versorgung des Tieres, wie viel Zeit sie in Anspruch nimmt und welche zusätzlichen Kosten auf Sie zukommen. Bedenken Sie auch an anstehende Urlaube – wer wird sich dann um Ihr Haustier kümmern?
Informieren Sie sich zuvor ausführlich oder lassen Sie sich darüber beraten, was die Haltung des Tieres mit sich bringt. Viele Tierheime bieten zum Beispiel auch ein Probe-Gassigehen mit Hunden an.
Weihnachtszeit nicht zum Tiere verschenken geeignet
Gerade in der Weihnachtszeit herrschen zu Hause meist viel Stress und Trubel. Dies sind eher schlechte Bedingungen, um ein neues Haustier aufzunehmen. Vor allem Hunde und Katzen brauchen am Anfang sehr viel Ruhe und eine entspannte Atmosphäre, um sich gut in den Haushalt einzuleben. Tätigen Sie Tierkäufe daher lieber im Frühjahr, wenn wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt ist. Bei schönem Wetter machen Spaziergänge und das Spielen im Freien außerdem viel mehr Spaß.
Auf tierische Geschenke muss nicht verzichtet werden
Auch wenn es als Elternteil schwer ist, dem Kind den größten Wunsch zu Weihnachten auszuschlagen, müssen Sie auf den Kauf eines neuen Haustieres nicht gänzlich verzichten. Statt echte Tiere zu verschenken, verschenken Sie zum Beispiel ein passendes Stofftier mit einem Gutschein. Später können Sie dann gemeinsam mit Ihrem Kind ein Haustier aussuchen. So ist Ihr Kind von Beginn an mit einbezogen und kann mitentscheiden. Dies stärkt nicht zuletzt die Bindung zum Tier.
Auch ein informativer Tierratgeber ist ein hilfreiches Geschenk, um das Kind auf die richtige Tierhaltung und Tierpflege vorzubereiten. So lernen Kinder den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren von Anfang an – und Sie beugen bösen Überraschungen nach den Feiertagen vor.

26.11.2013, Pfotenhilfe
Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum
Haustiere bereichern unser Leben – aber sie sind nicht als Geschenke geeignet. Überhastete Tierkäufe machen weder Mensch noch Tier glücklich. Trotzdem passiert es jedes Jahr aufs Neue, dass Eltern den Wünschen ihrer Kinder nachgeben und als ganz besondere Überraschung ein Heimtier unter dem Weihnachtsbaum wartet. Doch das
Glück währt meist nicht lange, denn im Alltag zeigt sich schnell, ob die Entscheidung gut durchdacht war. Viele Geschenktiere werden schon wenige Wochen nach Weihnachten ausgesetzt, landen im Tierheim oder verwahrlosen. Um dem entgegenzuwirken, startet der Verein Pfotenhilfe eine Informationskampagne zum Thema „Tiere gehören nicht unter den
Weihnachtsbaum“. „Tiere sind als Überraschungen und Weihnachtsgeschenke einfach ungeeignet. Wer sich im Vorfeld gut informiert, welches Tier zur Familie passt, wird mit dem neuen Gefährten mehr Freude haben.“ betont Sonja Weinand, Sprecherin des Vereins Pfotenhilfe. Wichtig ist auch, die anfallenden Kosten durchzurechnen, die Verantwortung nicht
nur den Kindern aufzubürden und die Lebenserwartung des Tieres zu bedenken. Auch über die jeweiligen Tierarten sollte man sich früh genug Gedanken machen. Kleintiere wie Kaninchen und Nager sind keine Kuscheltiere. Sie zeigen in der Regel wenig Interesse an Menschen und haben ihren eigenen Rhythmus. Das macht am Ende weder Kinder noch Tiere glücklich. Auch „Modetiere“ wie Minischweine erfüllen meist nicht die Erwartungen, die an sie gestellt werden.
Hunde und Katzen sind die besten Familientiere. In der Pfotenhilfe Lochen kann man eine bewusste und langfristige Entscheidung treffen und viel über Tiere lernen, bevor das neue Familienmitglied dann tatsächlich in das zukünftige Zuhause übersiedelt. „Sprechen Sie mit allen Familienmitgliedern über Ihren Tierwunsch. Sich ohne Zeitdruck für ein Tier zu entscheiden und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen kann eine wunderbare Erfahrung sein.“ so Weinand. Eine behutsame, schrittweise Annäherung an das neue Familienmitglied ist der beste Weg zu einem glücklichen Leben mit
Tieren. Bitte informieren Sie sich in Ruhe und verzichten Sie auf Haustiere als Weihnachtsgeschenk! Um möglichst viele Menschen über dieses wichtige Thema zu informieren, hat der Verein Pfotenhilfe einen Informationsflyer produziert, der in den kommenden Wochen großflächig verteilt wird. „Wir freuen uns natürlich auch über jeden, der unsere Flyer im
Bekanntenkreis verteilen kann.“ betont Weinand. Wenn Sie gerne unseren Informations-Flyer verteilen möchten, können Sie diesen direkt beim Verein Pfotenhilfe, unter der Telefonnummer 01-892 23 77 oder unter info@pfotenhilfe.org anfordern. Wer trotzdem auf der Suche nach einem tierischen Weihnachtsgeschenk ist, für den ist vielleicht eine Tierpatenschaft genau das Richtige. „Für fast jedes Tier in der Pfotenhilfe Lochen kann eine Patenschaft übernommen werden. Ob Esel Jimmy oder Hund Fipsi, unter www.pfotenhilfe.at finden Sie alle Infos und Fotos zu unseren Schützlingen.“ so Weinand. Patenschaften sind auch ein beliebtes und zugleich sinnvolles Weihnachtsgeschenk von Firmen an ihre Mitarbeiter.

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu Tiere verschenken an Weihnachten?

  1. Stephan sagt:

    Hallo,

    ich bin ganz deiner Meinung, lebendige Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum.

    Viele Grüße
    Stephan

  2. Hallo Martin,

    bin ganz deiner Meinung. Wenn eine Familie sich ein Tier nach Hause holen möchte, dann reicht es doch ein Buch über das gewünschte Tier unter den Christbaum zu legen. Vielleicht geht man dann mal in ein Tierheim und schaut sich die Hunde/Katzen/Meerlis usw. an und findet da hoffentlich sein Herzenstier.

    Der Stress in den Weihnachtsfeiertagen ist einfach zu groß. Nicht gut weder für die Menschleins noch die Tiere.

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

    • Martin sagt:

      Hallo Marie,
      ich denke mir das jedes Jahr. Eigentlich sollte man doch wissen, dass man keine Tiere zu bestimmten Anlässen verschenken sollte, aber ich fürchte, dass diejenigen die das tun sich Tiere als Spontangeschenke einbilden und keine Ahnung haben auf was sich der Beschenkte (egal welchen Alters) einlässt. Filme in denen Tiere (meist nebenbei) verschenkt werden, sind da auch nicht hilfreich.
      Grüße aus Bayern
      Martin

Kommentar verfassen