Zoopresseschau

Zoo Basel 03.11.2017
Spargel zur falschen Jahreszeit – Röhrenaale im Vivarium
Sie leben in selbstgegrabenen Höhlen im Boden, schwimmen nicht und haben die Gestalt einer kleinen Schlange: Im Zoo Basel sind seit Anfang Oktober wieder Röhrenaale zu bestaunen. Obschon Röhrenaale Fische sind, sehen sie weder so aus, noch benehmen sie sich entsprechend: Entdeckt wurden die schlanken Fische erst 1959 vom berühmten Meeresforscher Hans Hass und seinem Kollegen Irenäus Eibl-Eibesfeldt. Das Dutzend bleistiftlange und ebenso schlanke Fische im Aquarium 17 erinnert eher an eine Gruppe Würmer oder Schlangen als an Fische. Die Röhrenaale verbringen fast ihr gesamtes Leben in einer selbst gegrabenen Wohnröhre im Sand. Sie sind, abgesehen von einer kurzen Larvenphase, vollständig sesshaft, leben in Kolonien von bis zu 500 Tieren und schnappen die meiste Zeit des Tages nach vorüberziehenden Planktonorganismen. Der Meeresbiologe Wolfgang Klausewitz beschrieb die Entdeckung der Röhrenaale durch seine berühmten Kollegen Hans Hass und Irenäus Eibl-Eibesfeldt um 1959 auf den Malediven folgendermassen: „Sie standen wie lebender Spargel im lockeren Kalksand des Lagunenbodens und steckten mit dem Hinterende offenbar in einer Röhre, in die sie sich zurückzogen, wenn sich ein Feind näherte. Auch beim Erscheinen der beiden Taucher versanken sie langsam im Grund und hinterliessen keinerlei Spuren. (…) Wir nannten diese Fische Röhrenaale (…)“. Da Röhrenaale nicht schwimmen, können sie auch keiner Beute nachjagen. Das Leben in der Kolonie wiegt diesen Nachteil jedoch bei Weitem auf: In einer Kolonie wird die anfallende Arbeit auf viele verteilt. Naht ein Feind, lässt das Warnsignal eines einzelnen Röhrenaals die gesamte Kolonie schleunigst in den Boden versinken. Dabei kommt ein einzigartiges Alarmsystem zum Einsatz: Röhrenaale haben entlang ihrer Flanke drei Flecken. Zeigt ein Röhrenaal alle drei Flecken und ragt dabei mit mehr als der Hälfte seines Körpers aus dem Boden, wissen seine Nachbarn, dass keine Gefahr im Anzug ist. Zeigt er nur zwei Flecken, könnte es gefährlich werden. Ist jedoch nur ein Fleck oder keiner mehr sichtbar, weil der Fisch im Boden versunken ist, signalisiert dies höchste Gefahr. Eine lebende Gefahrenampel! Das „Versinken“ in den Boden funktioniert im Prinzip hydraulisch, mit Unter- oder Überdruck: Will der Röhrenaal absinken, pumpt er mit wellenförmigen Körperbewegungen Wasser aus seiner Höhle. Dies saugt ihn regelrecht nach unten. Pumpt er Wasser hinein, drückt ihn dies aus seiner Röhre heraus. Damit die Hydraulik funktioniert ist eine recht feste Wohnhöhle vonnöten. Röhrenaale verkleben die Sandpartikel im Boden mit einer speziellen Leimdrüse an ihrem Hinterende und verfestigen so die Höhle.

Tierpark + Fossilium Bochum 03.11.2017
Technischer Schaden im Aquarienhaus
Ursache der Störung am Riff-Becken wird umfassend untersucht. Aufgrund einer Störung in den filtertechnischen Anlagen des großen Riff-Beckens im Aquarien- und Terrarienhaus des Tierpark + Fossilium Bochum kam es in der Nacht von Donnerstag, 02. November, auf Freitag, 03. November, zu einer kurzfristigen Beeinträchtigung der Wasserqualität. Nachdem am frühen Morgen der Defekt festgestellt wurde, leitete das Tierparkteam sofortige Gegenmaßnahmen, u.a. in Form von umfangreichen Wasserwechseln, zum Schutz der dort gehaltenen Tiere ein. Neben zwei Schwarzspitzen-Riffhaien sind zahlreiche Korallenfische und verschiedene Wirbellose, wie Anemonen, Seegurken und Seeigel Bewohner des dort dargestellten Lebensraumes „Korallenriff“. „Dank des bedingungslosen Einsatzes unserer Zootierpfleger und -techniker konnte ein Großteil der Fische gerettet werden. Mit großem Bedauern müssen wir jedoch mitteilen, dass einige Korallenfische und auch unsere beiden Schwarzspitzen-Riffhaie dem technischen Versagen zum Opfer gefallen sind. Die Tiere verstarben innerhalb weniger Minuten, ohne dass unser Team hätte helfen können. Wir sind noch immer geschockt und setzen alles daran, die genauen Ursachen und Auswirkungen der Störung zu ermitteln“, erklärt Zoodirektor Ralf Slabik betroffen. Die Schwarzspitzen-Riffhaie Marina (10) und Marinus (11) kamen im April 2008 in den Tierpark und zählten zu den Besucherlieblingen des Zoos. Der Bochumer Tierpark hält seit über 20 Jahren Schwarzspitzen-Riffhaie, die auch im Bereich der Zoo- und Museumspädagogik eine wesentliche Rolle spielen und Bestandteil zahlreicher Unterrichtsprogramme sind. „Die beiden waren nicht nur besondere Charaktertiere, sondern auch wichtige Botschafter für alle Haiarten, die in unseren Ozeanen vom Aussterben bedroht sind“, berichtet Zooschulleiterin Kerstin Schulze, „nicht umsonst ziert die Silhouette eines Hais unser Logo.“ Aufgrund der Komplexität der Aquarientechnik wird die Ursachenermittlung noch einige Zeit dauern, zusätzlich soll eine Obduktion der Tiere Aufschluss geben.

Zoo, Aquarium, Tierpark Berlin 03.11.2017
Brillenbären müssen Hochzeiten nun in Berlin beantragen
Tierpark-Kurator übernimmt Koordination der Brillenbären in Europa – Paddington Bär gratuliert und spendiert Kinotickets. Langer blauer Mantel, großer roter Hut und kuschelig weiches Fell – so kennt man ihn: Paddington Bär. Ab dem 23. November wird der wohl berühmteste peruanische Brillenbär der Welt wieder große und kleine Kinobesucher begeistern, wenn er in „Paddington 2“ neue Abenteuer erlebt. Pünktlich zum Start des Films ist Bären-Kurator Dr. Florian Sicks aus dem Tierpark Berlin nun zum Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Brillenbären ernannt worden. Bedauerlicherweise ist der Brillenbär, dessen natürlicher Lebensraum sich in Teilen Südamerikas befindet, von der Weltnaturschutzunion (IUCN) in den 1980er Jahren bereits als gefährdete Tierart eingestuft worden. Die größte Bedrohung ist die Zerstörung und Fragmentierung seines Lebensraumes. Der Schutz bedrohter Arten ist für den Tierpark Berlin eine zentrale Aufgabe. „Als EEP-Koordinator wird es zukünftig meine Aufgabe sein, die Brillenbären-Population in Europa möglichst stabil und gesund zu halten. Ich agiere also quasi für die europäischen Brillenbären als eine Art Hochzeits- und Wohnungsvermittler“, erklärt Dr. Florian Sicks. Bereits seit 1956 – ein Jahr nach der Gründung – leben Brillenbären im Tierpark Berlin. 17 Jungtiere wuchsen bis 2013 dort auf und reisten aus Berlin in die ganze Welt – von Japan über Russland bis nach Argentinien. Derzeit leben drei Brillenbären im Tierpark: Carlos (20), Julia (19) und Puna (26). Auch Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem freut sich über die neue Verantwortung des Tierpark Berlin: „Wir können sehr stolz darauf sein, nun die Koordination der Brillenbären in Europa zu übernehmen. Diese verantwortungsvolle Aufgabe wird nur Zoos und Kuratoren mit entsprechender Expertise übertragen.“ Der berühmte Brillenbär Paddington gratuliert dem Tierpark Berlin und spendiert zu diesem Anlass Kinotickets für sein neues Filmabenteuer. Für alle Brillenbären-Fans verlost der Tierpark Berlin zusammen mit Paddington und STUDIOCANAL GmbH ab sofort 10 x 2 Kino-Karten für „Paddington 2“, weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://www.tierpark-berlin.de/de/aktuelles/news

Zoo Osnabrück 03.11.2017
Bodypainting zugunsten „Löwen für Löwen“
Künstler „Dewaldo“ Jörg Düsterwald im Zoo Osnabrück. Ein ganz besonderes Fotoshooting fand im Oktober im Zoo Osnabrück statt: Der bekannte Körperkünstler Jörg Düsterwald aus Hameln, unter anderem Deutscher Bodypainting-Champion 2008 und bei internationalen Fotokunstwettbewerben für sein Schaffen mit Erstplatzierungen und Goldmedaillen geehrt, machte im Zoo Aufnahmen bei Giraffen und Löwen für sein neues Projekt „Bodypainting meets Animals“. Drucke von zweien seiner Bilder sind nun zugunsten der neuen Löwenanlage erhältlich. Düsterwald gestaltet unter anderem exklusive Kalender wie den aktuellen FineArt-Kalender NATURE ART 2018 mit Bodypainting-Fotografien (www.dewaldo.de). Zurzeit arbeitet er bereits an den Motiven für seinen Kalender 2019, bei denen er exotische Tiere in Kombination mit seiner Körperkunst bringen möchte. Dabei kam er auf den Zoo Osnabrück, der ihn zugunsten des Vereins „Löwen für Löwen“ bei einem Fotoshooting bei den Giraffen unterstützte: „Der Verein sammelt Geld für die Vergrößerung unserer Löwenanlage. Da lag der Gedanke nahe, dass wir ein Motiv des Fotoshootings zugunsten der Löwenanlage verkaufen dürfen und Herr Düsterwald war damit einverstanden“, berichtete Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. So fand im Oktober das besondere Fotoshooting statt. Künstler Düsterwald startete bereits in den frühen Morgenstunden mit seinem 24-jährigen Newcomer-Modell Katey mit der Malerei und verwandelte die lebendige Leinwand in eine Giraffe. Nachmittags setzte der Bodypaintingkünstler dann mit dem Teamfotografen Carsten Korwes und dessen Assistentin Yao Korwes im Zoo Osnabrück das Körperkunstwerk zusammen mit den Tieren für kreative Fotografien in Szene. „Das war nicht so einfach, denn schließlich sind Giraffen Wild- und Fluchttiere. Deswegen haben die Tiere das Motiv vorgegeben, schließlich beäugen sie jede Veränderung sehr vorsichtig, auch wenn ihre Tierpfleger leckere Zweige und Blätter servierten. Da war auf allen Seiten viel Geduld gefragt, wir wollten die Tiere ja auch nicht stören“, berichtet Düsterwald. Wetter große Herausforderung. Eine zusätzliche Herausforderung war an dem Tag das Wetter mit nur knapp zweistelligen Temperaturen. „Es war wirklich grenzwertig in Wind und Kälte auszuhalten, aber ich freue mich sehr bei diesem besonderen Projekt als Bodypaintingmodell für Jörg Düsterwald und sein neues Projekt dabei sein zu dürfen“, kommentierte die 24jährige Tierliebhaberin Katey fröstelnd, aber stolz die Umstände. Nach eineinhalb Stunden waren etliche Fotos gemacht. „Je länger es dauert, umso mehr leidet natürlich die Körpermalerei“, erklärte der Künstler die schwierige Tagesprozedur dieser besonderen Kunstform. Umso mehr lobte er sein tapferes Modell für das engagierte Durchhaltevermögen. „Ich bin sehr dankbar, dass wir diese Möglichkeit im Osnabrücker Zoo bekamen und freue mich über die außergewöhnlichen entstandenen Aufnahmen“, resümiert der Bodypainting-Künstler die Aktion und erklärt, dass sowohl bereits die nächsten Motive mit anderen Tieren in Vorbereitung sowie parallel auch andere Kunstprojekte in Arbeit sind. Motive im Online-Shop des Zoos erhältlich. Zum Abschluss posierte die menschliche Giraffe dann noch vor den Osnabrücker Löwen, um mit diesen Aufnahmen die Spendenaktion des Vereins „Löwen für Löwen“ zu unterstützen. Wer einen Druck von zwei ausgewählten Motiven kaufen möchte, kann diesen im Onlineshop (htpps://shop.zoo-osnabrueck.de) des Zoos erwerben. Die Drucke sind zu extra Sonderpreisen in verschiedenen Formaten als Posterdruck oder bedruckte Leinwand erhältlich. Sie kosten zwischen 13,45 Euro und 29,95 Euro (inklusive jeweils 10 Euro Spende an den Verein „Löwen für Löwen“, ggf. zzgl. Versandgebühr).

Tierpark Hellabrunn 03.11.2017
Visayas-Pustelschweine im Hellabrunner Nashornhaus
Das Nashornhaus hat neue Bewohner: Zwei Visayas-Pustelschweine sind Ende Oktober aus dem Zoo Belfast in ihre neue Männer-WG nach Hellabrunn gezogen. Das quirlige Duo vertritt hier seine vom Aussterben bedrohten Artgenossen von den Philippinen. „Wir freuen uns, unseren Besuchern mit den beiden Pustelschweinen eine sehr seltene Tierart präsentieren zu können“, so Zoodirektor Rasem Baban, „denn die Tiere sind in freier Wildbahn nur schwer zu beobachten.“ Ihren Namen verdanken die Pustelschweine ihrer Heimat, der philippinischen Inselgruppe Visayas, wo die wenigen verbleibenden Tiere vorwiegend im Regenwald leben. Da sie dem menschlichen Lebensraum oft nahekommen und Plantagen verwüsten, werden sie hartnäckig verfolgt und sind daher laut der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) vom Aussterben bedroht. Auf drei von sechs Inseln ihres Verbreitungsgebiets sind sie sogar bereits ausgestorben. Der Tierpark Hellabrunn beteiligt sich am Europäischen Zuchtbuch für Pustelschweine und bietet den beiden Keilern auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) eine neue Bleibe. Dass es sich dabei um zwei männliche Tiere handelt, ist kein Problem. „Es ist wichtig, innerhalb des Zuchtprogramms auch gleichgeschlechtliche Gruppen in Zoos zu halten, um das EEP zu entlasten“, erklärt Kurator Carsten Zehrer. „Wir stellen in Hellabrunn dafür gerne den Platz zur Verfügung“, so Zehrer. In europäischen Zoos leben insgesamt circa 150 Tiere. Aufgrund ihres seltenen Vorkommens ist über Visayas-Pustelschweine noch sehr wenig bekannt. Ihr Fell ist dunkel gefärbt und sie haben kostrastreiche Gesichtszeichnungen. Die Männchen wiegen zwischen 35 und 40 Kilogramm, Weibchen zwischen 20 und 25 Kilogramm. Während sie in freier Wildbahn schwer zu beobachten sind, sind die Schweine im Tierpark Hellabrunn sowohl auf der Außenanlage als auch im Haus zu sehen.

Zoo Frankfurt 02.11.2017
Öffnung Zooeingang Rhönstraße voller Erfolg
Vom 15. Juni bis 31. Oktober konnten Inhaber von Dauer- und Vorverkaufskarten den Zoo durch den Eingang Rhönstraße betreten. Viele Besucherinnen und Besucher haben den Osteingang genutzt, rund 7.000 Eintritte zählt der Zoo. „Ich finde es toll, dass so viele Anwohnerinnen und Anwohner, Kita-und Schülergruppen und viele andere mehr den Eingang an der Rhönstraße genutzt haben. Ein voller Erfolg! Das zeigt, dass meine Entscheidung richtig war, den Eingang wieder zu öffnen“, sagt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig. Bereits im ersten Jahr ihrer Amtszeit hatte sich die Kulturdezernentin für einenWiedereröffnung des östlichen Eingangs eingesetzt. „Der Zoo ist nicht nur eine der meist besuchten Einrichtungen dieser Stadt, er zählt für viele Bewohnerinnen und Bewohner des Ostends gewissermaßen als vergrößertes Wohnzimmer zu ihrem alltäglichen Lebensumfeld.“ Der Zoo zählte im Zeitraum der Öffnung von 15. Juni bis zum 31. Oktober insgesamt rund 7.000 Eintritte, dabei waren Besucherinnen und Besucher mit Dauerkarten oder im Vorverkauf erworbenen Einzelkarten. Damit haben pro Öffnungstag, trotz eingeschränkter Öffnungszeiten und beschränkter Zugangsmöglichkeiten, im Schnitt rund 50 Personen den Zoo durch diesen Eingang betreten. „Die Öffnung des Eingangs Rhönstraße ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass es im Zoo Frankfurt nicht nur um die optimale Haltung der Tiere, sondern auch um die Besucher des Zoos geht. Sie sollen von Beginn an ein gutes Zooerlebnis, ein entspanntes Ankommen haben. Wichtig ist deshalb für mich ein möglichst direkter Zugang für kleine und große Zoobesucher.“ Die Winterpause wird nun genutzt, die weiteren Planungen voranzutreiben. Das Dezernat Kultur und Wissenschaft bleibt dazu auch weiterhin im engen Austausch mit dem Verein Lebenswertes Ostend, der sich in der Vergangenheit für die Wiedereröffnung stark gemacht hatte. Angesichts des Besucherzuspruchs ist für die Kulturdezernentin klar, wie es weitergeht: „Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, den Zooeingang Rhönstraße dauerhaft für alle Besuchergruppen zu öffnen. Für das kommende Jahr 2018 habe ich den Zoo gebeten, eine Öffnung in den besucherstarken Sommermonaten vorzubereiten“, so Hartwig.

Zoo Wuppertal 02.11.2017
Freud und Leid nah beieinander
Aus gesundheitlichen Gründen musste gestern der 15-jährige männliche Drill „Mboku“ erlöst werden. Schon seit mehreren Monaten hatte er immer gravierender werdende Rückenbeschwerden, die inzwischen sogar für Besucher zu erkennen waren. Lange Zeit konnte er noch gut mit der Gabe von Schmerzmitteln leben. Da diese aber immer höher dosiert wurden und eine Heilung nicht möglich war, musste die Entscheidung zur Euthanasie getroffen werden. Nichtsdestotrotz gibt es auch einen Grund zur Freude: In den nächsten Tagen werden zwei weibliche Drills aus dem Zoo Dvur Kralove in Tschechien erwartet! Die zwei jungen Tiere werden gemeinsam mit dem 16-jährigen Männchen „Kano“ eine neue Zuchtgruppe bilden, die die Fortpflanzung und somit den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Affenart voran bringen soll. Auch den Verein „Rettet den Drill e.V.“, der sich für die Erhaltung der Drill-Population in seinem natürlich Lebensraum einsetzt, wird diese Neuigkeit freuen. Schon seit langer Zeit unterstützt der Grüne Zoo Wuppertal gemeinsam mit dem Zoo-Verein Wuppertal e.V. diverse Projekte zur Rettung der Drills.

Zoopark Erfurt 02.11.2017
Nichts für Angsthasen und schwache Nerven: Halloween im Thüringer Zoopark Erfurt!
Vampire, Hexen, Jedi-Ritter, Knochen-Geister … am Dienstag, dem 31.10.2017 eroberten schaurige Gestalten den Thüringer Zoopark Erfurt. Geschminkte Kinder, verkleidete Erwachsene, kostümierte Großeltern: insgesamt 6.235 Besucher verbrachten einen abwechslungsreichen Familientag am Roten Berg. Und jeder kam auf seine Kosten. Nichts für Angsthasen war der Gruselgang im alten Elefantenhaus: Hier konnten mutige Besucher starke Nerven beweisen. Auch auf den gruselig dekorierten Wegen schlichen unheimliche Gestalten umher. Die Geister und Hexen waren aber auf den zweiten Blick gar nicht mehr so scheußlich, denn sie verteilten Süßigkeiten… Mut brauchte man auch, um mit Spinnen und Schlangen auf Tuchfühlung im Giraffenhaus und in der Zooschule zu gehen. Auch kleine Halloween-Esel waren im Zoopark unterwegs und durften gestreichelt werden. Etwas weniger gespenstisch ging es beim Kürbisschnitzen im alten Elefantenhaus zu. Die Besucher konnten viele kleine Kunstwerke mit nach Hause nehmen. Und sogar die Afrikanischen Elefanten feierten Halloween: Sie bekamen leckere Kürbisse gefüttert. Für kostümierte Kinder war der Eintritt frei! Und nicht nur das. Das Kind im schönsten Schauer-Kostüm gewinnt eine Familienjahreskarte. Wer am 31. Oktober von seinem kostümierten Kind – vor einem typischen Zoo-Hintergrund – ein Foto gemacht hat, kann dieses bis Freitag, den 17. November beim Zoopark (zoopark@erfurt.de) oder per Post einsenden.

Tierpark Walldorf 02.11.2017
Neue Gaststätte im Tierpark Walldorf eröffnet
Pfauenstübel wird zum „Pagoni“. Auf den ersten Blick hat sich wenig verändert: Der Pfau ist als Wiedererkennungsmerkmal geblieben und auch der neue Name „Pagoni“, der aus dem Griechischen stammt, heißt übersetzt „Pfau“, aber wer das komplett renovierte Restaurant im Tierpark Walldorf betritt, wird doch einige Veränderungen feststellen: Die neuen Pächter Sylke Kühnel und Emmanuel Emmanuel empfangen ihre Gäste in einem modernen Ambiente. Auf der umfangreichen Speisekarte finden sich viele beliebte griechische Gerichte – von Souvlaki bis Calamaris. Auch Liebhaber italienischer oder deutscher Speisen kommen auf ihre Kosten. „Mit unserem Speiseangebot und dem neuen Ambiente möchten wir nicht nur Familien und Besucher ansprechen, die sowieso in den Tierpark kommen, sondern auch Gäste, die uns gezielt als Restaurant ansteuern und einen schönen Mittag oder Abend bei uns verbringen möchten“, sagte Sylke Kühnel. Ein Mittagstisch mit ausgewählten Gerichten, längere Öffnungszeiten am Abend, sowie eine neue Zugangsmöglichkeit direkt vom Parkplatz des Tierparks aus, sollen die Kundschaft locken. Eine der ersten Gäste des Restaurants war Walldorfs Bürgermeisterin Christiane Staab, die sich die offizielle Eröffnung nicht entgehen ließ: „Wir sind davon überzeugt, dass das Pagoni das Restaurant-Angebot in Walldorf weiter bereichern wird und wünschen dem Team um Frau Kühnel und Herrn Emmanuel einen guten Start“, sagte sie. Auch Dr. Klaus Spiegel, Schriftführer des Tierpark Walldorf e.V., begrüßte die neuen Pächter im Namen des Vereins sehr herzlich und überreichte ihnen symbolisch ein Gesteck mit Pfauenfedern als Willkommensgeschenk. Die neuen Pächter werden sowohl das Restaurant als auch das Kiosk unter der Pergola betreiben. Das Restaurant hat montags bis samstags von 11 bis 14:30 Uhr und 17 bis 22:30 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen durchgängig von 11 bis 22 Uhr. Adresse und Speisekarte unter www.tierpark-walldorf.com. Reservierungen unter: 06227/5499379.

Zoo Duisburg 02.11.2017
Brillenbär QUITO geht auf große Reise
Die 2012 begonnene Haltung der seltenen südamerikanischen Brillenbären auf der seinerzeit neu gebauten Bärenanlage war schon ein Jahr später von der Geburt des männlichen Jungtieres QUITO gekrönt. Die folgenden Jahre konnten die Zoobesucher das Aufwachsen des kleinen Bären zu einem stattlichen Männchen verfolgen. Obwohl QUITO am 22. Oktober schon seinen vierten Geburtstag feierte, konnte er bis zuletzt mit seinen Eltern zusammenleben. Da auf Dauer jedoch Spannungen mit seinen Eltern zu erwarten gewesen wären und – ebenso wie im Freiland – heranwachsende Jungtiere mit Erreichen der Geschlechtsreife den Elternverband verlassen, stand der Zoo schon seit langem in engem Kontakt mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die Art, um nach einem neuen Zuhause für QUITO zu suchen. Da es derzeit in der europäischen Zoolandschaft kein passendes junges Weibchen als Partner für QUITO gibt und das nordamerikanische Zuchtprogramm nach einem neuen Männchen aus Übersee Ausschau hielt, wurde der Empfehlung des EEPs, QUITO in die Vereinigten Staaten zu schicken, zugestimmt. Er solle in den National Zoological Park der Hauptstadt Washington D.C. umziehen, wo ein Weibchen auf ihn wartet. Während der vergangenen Monate wurde der Transport gründlich vorbereitet. Neben dem Austausch von Informationen über QUITO mit seinem zukünftigen Halter galt es allerlei artenschutzrechtliche und tiermedizinische Vorgaben zu beachten und die umfassende Logistik hinter einem solch weiten Tiertransport bis ins letzte Detail zu planen. Am heutigen Morgen kurz nach fünf Uhr war es dann soweit: QUITO machte sich in einer speziell angefertigten Transportkiste begleitet von einer eigens angereisten Mitarbeiterin des National Zoological Parks auf dem Weg zum Flughafen Frankfurt, von wo er per Direktflug in seine neue Heimat fliegt.

Tierwelt Herberstein 02.11.2017
Neue Gefährtin für Puma Seal!
Es gibt wieder einen Neuzugang in der Tierwelt Herberstein! Das einjährige Puma-Weibchen Nilam ist letzte Woche in die Oststeiermark übersiedelt. Die junge Raubkatze wurde im Wildtierpark Altenfelden im oberösterreichischen Mühlviertel geboren, wo sie gemeinsam mit ihren Eltern ein Gehege bewohnte. Die Puma-Dame hat auffallend blau leuchtende Augen – daher wurde für sie der Name Nilam, dessen Bedeutung „blauer Edelstein“ ist, gewählt. Die Überstellung des Puma-Weibchens hat ein Team der Zoologischen Abteilung unter der Leitung von Fachtierarzt Dr. Reinhard Pichler durchgeführt. „Nach der Narkotisierung im großen Freigehege habe ich einen Gesundheitscheck durchgeführt. Das Tier wurde geimpft, gechipt und für den Transport vorbereitet“, erzählt Dr. Reinhard Pichler. Und er gibt bereits einen Ausblick über die bevorstehende Entwicklung im Pumagehege, „Es wird weiteren Zuwachs geben. Die Eingliederung eines zweiten weiblichen Tieres ist Mitte Februar 2018 angedacht“, so der Zoologische Leiter. Der Puma zählt zur größten Kleinkatze und wird auch eleganter Meisterspringer genannt. Die typische Jagdstrategie des Sprung-Rekordhalters können Besucher bei den kommentierten Fütterungen live bestaunen, wenn die Beute in drei Metern Höhe an einer Angelschnur baumelnd präsentiert wird. Ein weiteres Merkmal dieser Tierart: Ein Puma brüllt nicht, sondern schnurrt! Eine Vergesellschaftung von Puma Seal mit seiner neuen Partnerin ist in den nächsten Tagen angedacht. Ab diesem Zeitpunkt wird der Neuzugang auch für die Besucher zu sehen sein.

NaturZoo Rheine 02.11.2017
Aus Washington wegen Watvögeln – Besuch im NaturZoo
Es ging um Zugvögel, warum es drei Mitarbeiterinnen des Zoos Washington D.C. nach Rheine zog: Vogelkuratorin Sara Hallager, Ernährungsbiologin Lori Smith und Vogelpflegerin Jordana Todd reisten eigens aus der US-amerikanischen Hauptstadt in das Münsterland, um im NaturZoo aus erster Hand „alles über Watvögel“ zu erfahren. Der gute Ruf, den der NaturZoo in Fachkreisen für die Haltung und Zucht von Säbelschnäblern, Kampfläufern, Kiebitzen und Co. genießt, reicht offensichtlich bis über den großen Teich. Dort, im National Zoo, plant man ein besonderes Vogelhaus, das sich ganz dem Thema „Vogelzug“ widmen wird. Eine Tiergruppe darin werden Watvögel sein. Aber: weder gibt es in den Zoos der USA bemerkenswerte Haltungen von Vertretern dieser Vogelgruppe, noch bestehen langjährige Erfahrungen in deren Pflege. Mit solchen – und zwar mittlerweile über vier Jahrzehnte langen – Erfahrungen kann aber der NaturZoo Rheine aufwarten: Er gilt als Referenz, nicht nur, wenn es darum geht, Nachzuchttiere zu erhalten, sondern eben auch für allfällige Vogelpflegehinweise. „Die Kenntnisse und der Erfahrungsschatz unserer Vogelpflegerinnen und –pfleger sowie die Leidenschaft für ihren Beruf sind die Grundlagen für diesen tiergärtnerischen Erfolg, und darauf begründet unsere Ausnahmestellung in der Zoo-Welt“ lobt Zoodirektor Achim Johann sein Team. Zwei Tage lang informierten sich die amerikanischen Kolleginnen über Fütterung und tägliche Routine-Arbeiten, über saisonale Tätigkeiten, Kunstbrut und Jungenaufzucht. Jede Vogelgruppe hat ihre Eigenheiten: Bei Säbelschnäblern sind Füße besonders empfindlich, und deshalb muss auf besonderen Untergrund in der Voliere geachtet werden. Bei Kampfläufern ist die Aufzucht der Küken während der ersten beiden Lebenswochen sehr schwierig, und Rotschenkel und Kiebitze können aufgrund ihrer Aggressivität innerhalb der Art eine Herausforderung an das Haltungsmanagement stellen. Die Delegation reiste zurück nach Washington mit Heften voller Notizen und Köpfen voller Gedanken, wie man das Erfahrene zuhause umsetzen und anwenden wird. „NaturZoo was very much worth the visit!“ war ihre einstimmige Meinung.

Zoo Osnabrück 01.11.2017
Fünf Tage Gruselspaß zwischen Löwen und Nashörnern – Halloween-Festival: 4.500 Grusel-Fans im Zoo Osnabrück
Fünf Tage lang regierten Zombies, Hexen und andere Horrorgestalten im abendlichen Zoo Osnabrück. Insgesamt besuchten mehr als 4.500 große und kleine Gruselfans das Halloween-Festival. Über 20 Erschrecker, unzählige Liter Kunstblut und insgesamt über 4.500 Besucher – der Zoo Osnabrück ist sehr zufrieden mit dem Halloween-Festival 2017. „Wir freuen uns immer, wenn unsere Events abseits vom ‚üblichen‘ Zoobesuch gut bei unseren Besuchern ankommen“, erklärt Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. „Außerdem benötigen wir die Einnahmen aus Sonderveranstaltungen für die Finanzierung des Zoos und den Bau neuer Anlagen – schließlich finanzieren wird uns so gut wie selbst.“ Das Halloween-Festival feierte im vergangenen Jahr mit 5.200 Besuchern Premiere. In diesem Jahr wurde es von vier auf fünf Tage ausgeweitet. „Zwar waren insgesamt weniger Besucher beim Halloween-Festival als im vergangenen Jahr, aber das Wetter war in diesem Jahr auch sehr wechselhaft inklusive Sturmwarnung. Allerdings hatten wir teilweise abends sogar mehr Besucher als tagsüber“, freut sich Busemann. „Das zeigt mir, dass die Arbeit sich auf jeden Fall gelohnt hat und sehr gut angenommen wurde. Wir haben auch viele positive Rückmeldungen bekommen.“ Der Zoo organisierte das Halloween-Festival gemeinsam mit der Veranstaltungsagentur „Spirit of Poison“, die sich auf Horrorshows spezialisiert hat. Halloween-Programm für Groß und Klein – Zoo-Lights noch bis zum 5. November – In diesem Jahr trumpfte das Festival mit noch mehr „Erschreckern“ auf. Einige professionelle Erschrecker kamen über „Spirit of Poison“, „Hobby-Erschrecker“ waren vorab mithilfe von zwei Castings gesucht worden. „Die Resonanz war riesig“, freut sich Ingo Reuther von „Spirit of Poison“. „Wahnsinn, mit was für tollen selbstgemachten Kostümen die Castingteilnehmer hierher kamen.“ In zwei Horror-Labyrinthen für Jugendliche und Erwachsene (ab 16 Jahren) trieben die Erschrecker ihr Unwesen: In Gebüschen versteckt warteten sie auf mutige Besucher und sorgten für Schreie, Herzklopfen und Schreckmomente. Gruselgänge im „Unterirdischen Zoo“ und in „Klimatopia“ für Kinder ab 12 Jahren lieferten zusätzliche Gänsehaut. Aber auch für jüngere Kinder und die ganze Familie wurde viel geboten: Kinderschminken mit „Bloody Margie“ und Gespensterbasteln, ein kindgerechtes Grusellabyrinth und eine Zaubershow standen auf dem Programm. Am Löwenrondell fand täglich um 20 Uhr die Gruselshow „Witch night“ statt – dabei wurde eine böse Hexe, die die Besucher mit einer Feuershow in Atem hielt, von einer guten Hexe mit Gesang bekämpft. Auch die Tierfans kamen auf ihre Kosten: Zoopädagogen starteten halbstündlich mit Führungen zu den Tieren, die abends aktiv werden und noch zu sehen sind. „Da das Halloween-Festival ein Erfolg war, wollen wir es im kommenden Jahr erneut ausrichten“, so Zoogeschäftsführer Busemann. Wer in diesem Jahr das Halloween-Festival besuchte, konnte zusätzlich die „Zoo-Lights“ bestaunen. Die insgesamt 650 illuminierten Tierfiguren erleuchten seit Ende September den abendlichen Zoo: Haie, Quallen und bunte Fische verzaubern und die 3,5 Meter hohen Erdmännchen versetzen in Staunen. Das Lichtfest wurde aufgrund der hohen Nachfrage bis zum 5. November verlängert und startet täglich um 18:30 Uhr bis 22 Uhr.

Tierpark Herborn 31.10.2017
Ab dem 06.11.17 gilt „Pay what you want“ im Tierpark Herborn – Löffler zieht nach Herborn um
Herborn, 29.10.17. Trotz im Augenblick recht herbstlichem Wetter hat der Tierpark in Herborns Ortsteil Uckersdorf weiterhin geöffnet. Auch wenn in den nächsten Wochen einige der exotischen Vögel, wie z.B. Wellensittiche und Abdimstörche witterungsbedingt in ihre beheizten Winterquartiere hinter den Kulissen umziehen werden, schließt der Park sein Pforten erst, wenn die Wege von Eis und Schnee dauerhaft bedeckt sind. Ab dem 06. November bis zum Ende der diesjährigen Saison gilt im Tierpark „Pay what you want“. Wieviel Eintritt man bezahlen möchte, ist jedem Besucher an der Kasse selbst überlassen und jeder kann entscheiden, was ihm der Besuch persönlich wert ist. Die meisten Tierarten sind das ganze Jahr über gut zu beobachten. So können sich die Erdmännchen unter den Wärmestrahlern aufheizen, sollte es trotz dichtem Fell kalt werden und die possierlichen Lisztaffen können in ihrem geheizten Innengehege besucht werden. Die einheimischen Arten sind an das Novemberwetter ohnehin gut angepasst und auch die Papageien werden (bei sehr kaltem Wetter dann im Wechsel) dauerhaft zu sehen sein. Im tropisch warmen Vivarium können Besucher sich beim Beobachten der in naturnah gestalteten Terrarien untergebrachten Reptilien wieder aufwärmen und an den Wochenenden lockt das mit Kaminofen beheizte gemütliche ErdmännchenCafé mit warmem Kakao und frischen Waffeln. Neu im Park eingezogen ist ein vor wenigen Tagen aus dem Zoo Landau stammender Afrikanischer Löffler. Diese mit ihrem löffelförmigen Schnabel fast skurril aussehenden Vögel werden sich künftig das Gehege mit den Abdimstörchen, Kaptrielen und Bernierenten teilen. In den nächsten Tagen beginnen außerdem die Bauarbeiten zur Verlegung von Zu- und Abwasserleitungen am Tierpark. Erschlossen werden soll dabei das bestehende Eingangsgebäude, zeitgleich wird bei dieser Maßnahme auch die Abwasserleitung für die geplante Erweiterung des Parks vorbereitet. Begonnen wird neben dem städtischen Spielplatz und zeitweise werden in den nächsten Wochen zuerst der Zugang von der Straße Im Beilsbach und im zweiten Abschnitt dann der Zugang vom Parkplatz zum Eingang des Parks gesperrt sein. Tierparkbesucher werden gebeten dementsprechend der Beschilderung zu folgen.

Zoo Heidelberg 30.10.2017
Das Meer kommt nach Heidelberg
Der Zoo Heidelberg befindet sich in einem Entwicklungsprozess: „Wir können nicht länger zusehen, wie die natürlichen Lebensgrundlagen auf unserer Erde zerstört werden,“ erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die Motivation des Zoos politischer zu werden. „Mit der neuen Ausstellung „Meere und Ozeane“ wollen wir möglichst viele Menschen bewegen, sich um die Zukunft des wichtigsten Ökosystems unserer Erde Gedanken zu machen.“ 70 % der Erdoberfläche nehmen Meere und Ozeane ein, in ihnen ist über 90 % des Wassers auf der Erde enthalten. Mehr als die Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen, stammt aus dem Meer. Milliarden von Menschen ernähren sich von Fisch und anderen Meerestieren. Für eine Stadt im Binnenland – wie Heidelberg – erscheint das Meer weit entfernt. Und doch beeinflusst es unser tägliches Leben und ist hochbedroht. Darauf wird der Zoo in der großen Ausstellung „Meere und Ozeane“, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, hinweisen. „Wo kein Besitzer sein Eigentum schützt, wird ausgebeutet, missbraucht, vermüllt – die Menschheit benimmt sich auf und mit den Meeren wie Plünderer im rechtfreien Raum eines Bürgerkrieges. Die Zeche zahlen wir alle und unsere Kinder,“ zieht Dr. Klaus Wünnemann einen drastischen Vergleich. Ist das übertrieben? In diesem Jahr entdeckten Wissenschaftler, dass im Südpazifik ein Plastikmüllteppich in der Größe Mitteleuropas schwimmt – und das ist nur der kleine Bruder der großen Müllhalde, die im Nordpazifik treibt. Zoologische Gärten haben weltweit über 700 Millionen Besucher – jedes Jahr. Die Zoos und die großen Naturschutzverbände haben beschlossen, zusammen gegen die Naturzerstörung vorzugehen. Am 17. Oktober haben der Weltzooverband und die Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) hierzu eine Vereinbarung unterzeichnet. Dabei übernehmen die Zoos unter anderem die wichtige Rolle, viele hundert Millionen Menschen zu informieren und zu motivieren, sich für den Schutz der Natur einzusetzen. „Stellen sie sich unsere wunderbaren Mähnenrobben vor: Die würden Wochen brauchen, um einmal quer durch die treibenden Müllberge hindurch zu schwimmen. Mit diesen Beispielen und wissenschaftlich fundierten Informationen wollen wir den Verstand, aber auch das Herz der Zoobesucher für diese Themen gewinnen,“ erläutert Dr. Wünnemann die Strategie. Jeder kann etwas tun: Plastikverpackungen vermeiden oder wenigstens recyceln, die eigenen Abgeordneten ansprechen endlich konsequente Gesetze zum Vermeiden von Müll auf den Weg zu bringen. Das dies geht zeigen uns ausgerechnet einige der ärmsten Länder der Erde: Bangladesh zum Beispiel oder Ruanda, wo Plastiktüten bereits verboten sind – seit 2004.

Zoo Landau in der Pfalz 30.10.2017
Samstag, 18. November 2017, um 14 Uhr in der Zooschule: „Schlangenkind Verdi will nicht wachsen!“ – Bilderbuchkino erleben und Zootiere beobachten
Anlässlich des bundesweiten Vorlesetages lädt die Zooschule Landau am Samstag, den 18. November um 14 Uhr, Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahren zu einem „tierischen Leseer­lebnis“ in die Zooschule ein. Nach der Begegnung mit schuppigen Terrarien-Tieren wird eine spannende Bilderbuchgeschichte mit einem Bilderkino im Erlebnisraum der Zooschule vorgelesen. Anschließend wird zur Geschichte gemalt und gebastelt. Eine kleine Ausstel­lung mit Tiersach- und -bilderbüchern soll zum Lesen und Schmökern zu Hause und zum Notieren erster Weihnachtswünsche anregen.

Tierpark Görlitz 30.10.2017
Sturm zerstört Geier-Voliere
Aufgrund starker Sturmschäden blieb der Naturschutz–Tierpark Görlitz-Zgorzelec am vergangenen Sonntag erstmals in seiner Geschichte geschlossen. Glück im Unglück hatte der Tierpark, denn trotz massiver Schäden durch umgestürzte Bäume und Baumteile an Zäunen, Gehegen und Gebäuden gab es weder Verluste noch Verletzungen bei Mensch oder Tier. Die Gänsegeier mussten evakuiert werden, da die gesamte linke Gehegeseite komplett zerstört wurde und offen war. Den Steinböcken blieb eine Evakuierung erspart. Mitarbeiter stellten sicher, dass bei den notwendigen kontrollierten Fällungen im Gehege, die Tiere nicht durch die zerstörten Zäune entweichen konnten. Glück hatten auch die Manule und Eulen: haarscharf an ihren Anlagen ging eine alte Fichte zu Boden… Weniger gut erging es allerdings der Kranichanlage, hier wurden Haus und Vorgehege komplett zerstört. Die Aufräumarbeiten werden noch Wochen dauern. Am meisten wird die zerstörte Geiervoliere brauchen. Hier muss die gesamte Konstruktion neu gebaut werden. Dazu werden dringend Spenden benötigt. Unter dem Kennwort „Sturmschaden Geier“ freuen wir uns über jeden Beitrag und ist er noch so klein. Ab Montag zum Halloweenfest ist der Tierpark wieder ganz normal geöffnet. Lediglich die Steinbockanlage bleibt vorerst für die Besucher geschlossen und die Geier müssen noch hinter den Kulissen bleiben.

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