Zoopresseschau

Tierpark + Fossilium Bochum 17.11.2017
„Zoomobil“ ist Zukunftsprojekt: Stadtwerke Bochum fördern
Inklusionsprogramm des Tierpark + Fossilium Bochum. „Schaffen Sie es nicht in den Zoo, kommt der Zoo zu Ihnen!“, so lautet das Motto des Zooschulprogramms „Zoomobil“ des Bochumer Tierparks. Das besondere Tierparkerlebnis auf Rädern richtet sich an Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und denen daher ein Besuch im Tierpark oft verwehrt bleibt. Seit 2014 besucht das Zooschulteam regelmäßig Seniorenheime, Tageskliniken und ähnliche Einrichtungen mit einem speziell für Demenzerkrankte entwickelten Programm. Aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage von Institutionen anderer Schwerpunkte, wie z.B. Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder für Kinder mit besonderem Förderbedarf, möchte der Tierpark sein mobiles Angebot weiter ausbauen. Dank der Förderung als Zukunftsprojekt der Stadtwerke Bochum konnte jetzt ein Spezialfahrzeug dafür angeschafft werden. Am Freitag, 17.11.2017, stellten die Stadtwerke und der Tierpark das neue Fahrzeug der Öffentlichkeit vor. „Das Zoomobil des Typs Nissan e-NV200 ist ein stadttauglicher Elektro-Transporter. Wir als Stadtwerke bauen die Infrastruktur für Elektromobilität in Bochum kontinuierlich aus. Der Tierpark leistet auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zur CO2-Vermeidung und zum Klimaschutz. Das hat unseren Aufsichtsrat so überzeugt, dass er das Projekt als Zukunftsprojekt für eine Förderung auswählte“, berichtet Frank Thiel, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum. Zusätzlich wurde das Fahrzeug so umgerüstet, dass sich das Zooschul-Equipment handlich und passgerecht verstauen lässt und bequem vom Tierpark in die Räumlichkeiten des Einsatzortes befördert werden kann. „Der Tierpark + Fossilium Bochum hat sich dem Inklusionsgedanken verschrieben. Unser Ziel ist es, unser Angebot allen Besucherinnen und Besuchern zugänglich zu machen“, erklärt Zoodirektor Ralf Slabik und fährt fort: „Inklusive Bildungs- und Freizeitangebote zeichnen sich durch einen Zugang ohne Barrieren aus. Bereits 2002 wurde der Tierpark als erste Institution Bochums für seine barrierefreie Gestaltung vom Sozialverband Deutschlands (SoVD) ausgezeichnet! Mit unserem zoopädagogischen Programm ‚Zoomobil‘ führen wir diesen Gedanken fort und freuen uns, dass uns die Stadtwerke Bochum dabei unterstützen.“ Bei den auswärtigen Zooschulterminen kommen Anschauungsmaterialien, wie Felle, Federn oder der Abguss eines Krokodilschädels, zum Einsatz, die ein ganzheitliches Tiererlebnis ermöglichen. Ein besonderes Highlight sind an den Menschenkontakt gewöhnte Tiere, wie eine zahme Bartagame oder Schlange. „Durch die anschauliche Vermittlung spannender Tiergeschichten und insbesondere durch den hautnahen Tierkontakt werden Erinnerungen geweckt oder Ängste überwunden, aber vor allem Sprachanlässe geschaffen. Wir wollen Menschen aber nicht nur auf emotionaler Ebene erreichen, sondern auch kognitive und motorische Fähigkeiten fördern“, erklärt Zooschulleiterin Kerstin Schulze und fährt fort: „Unser eigenes, speziell ausgestattetes Zoomobil wird uns zukünftig den Transport von Tieren,Präparaten und weiteren Handstücken erleichtern und eine noch attraktivere Präsentation unseres Angebots ermöglichen.“

Zoo Magdeburg 17.11.2017
Schneeleopardenanlage wieder eröffnet
19. November 2017, um 14 Uhr Schaufütterung. Nach viermonatiger Wartezeit ist es endlich soweit: die Schneeleoparden sind zum Wochenende wieder im Magdeburger Zoo zu sehen. Nach dem Sturmtief „Paul“ am 22. Juni 2017 war die Anlage der Schneeleoparden stark beschädigt worden. Herabfallende Äste hatten die Netzkonstruktion, welche die Anlage nach oben hin begrenzt, herabgerissen. Eine Magdeburger Firma hat in mühevoller Detailarbeit ein feines Edelstahlnetz auf die Bedürfnisse des Zoos umgearbeitet. Das Netz ist notwendig, um die Schneeleoparden am Verlassen der großen Tieranlage zu hindern. Dina und Valo sind exzellente Kletterer und können ohne die Überdachung, die Anlage leicht überwinden. Die Gesamtkosten für die aufwendigen Arbeiten, einschließlich massive Baumpflegearbeiten belaufen sich auf insgesamt 35 000 EUR. Ein Teil der Kosten kann der Zoologische Garten bei seiner Versicherung geltend machen. Nachdem die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, können unsere beiden Schneeleoparden Dina und Valo in ihr neues altes Zuhause einziehen. Am Wochenende sind die Schneeleoparden wieder für alle Besucher zu sehen. Am Sonntag laden wir unsere Zoobesucher zu einer öffentlichen Schaufütterung ein. Am 19. November 2017, um 14:00 Uhr haben die Tierpfleger eine besondere große Futterportion vorbereitet.

Otterzentrum Hankensbüttel 17.11.2017
Wintermarkt im OTTER-ZENTRUM – Bei Otter und Co. die Adventszeit einläuten
Wenn kaum noch buntes Laub an den Bäumen hängt und der Herbst langsam in den Winter übergeht lädt die Aktion Fischotterschutz im OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel wieder zu ihrem stimmungsvollen Wintermarkt ein. Am Samstag, dem 25. November von 13 – 18 Uhr und am Sonntag, dem
26. November von 11 – 18 Uhr stimmen in der Eingangshalle, im Restaurant und im Eingangsbereich ca. 40 ausgesuchte Stände mit Mitmachangeboten und Kunsthandwerk die ganze Familie auf die Adventszeit ein. Individuelle Weihnachtsgeschenke oder -dekorationen, die zum Teil am Stand angefertigt werden, können im direkten Kontakt mit den Kunsthandwerkern erworben werden. Wie jedes Jahr werden wieder Keramik, Holzarbeiten, handgemachter Schmuck oder Seifen angeboten, aber auch neue handwerkliche Erzeugnisse runden das vielfältige Angebot ab. Die meisten Stände stehen unter Dach, so dass man auch bei etwas regnerischem Wetter trockenen Fußes über den Markt schlendern kann. Dabei kann man die herbstlich-winterliche Stimmung bei Glühwein, Quarkinis, Bratwurst und anderen Leckereien genießen. Der Eintritt zu diesem einzigartigen Wintermarkt im OTTER-ZENTRUM ist frei. „Für Kinder gibt es in diesem Jahr mit dem Kinderpass eine tolle Neuerung. Wie bei einer Rallye können die Kinder an verschiedenen Stationen basteln, ein kleines Geschenk abholen und Tombola-Lose ziehen. Die Eltern bezahlen einmalig 10,- € und bekommen für ihre Kinder einen Gegenwert von
15,- €. Während die Kinder die Überraschungen des Kinderpasses einsammeln, können die Eltern in Ruhe stöbern“, verspricht Dr. Oskar Kölsch von der Aktion Fischotterschutz e.V. Zudem wird an beiden Tagen ganz exklusiv für die Gäste des Wintermarktes ab 17:00 Uhr ein einstündiger, geführter Fackel-Rundgang durch das Freigelände des OTTER-ZENTRUMs angeboten. Erwachsene können zum verbilligten Preis von vier Euro und Kinder für drei Euro die Dachse, Otter, Iltisse und Steinmarder bei ihren abendlichen Aktivitäten in ihren stimmungsvoll ausgeleuchteten Gehegen beobachten. Jeden Abend um 18:00 Uhr wird zudem unter allen Loskäufern der großen Tombola, bei der jedes dritte Los gewinnt, ein Präsentkorb und eine Jahresfreikarte verlost.

Zoo Halle 16.11.2017
HALLESCHE Elefantenkuh Bibi ist umgezogen
Heute Morgen trat die hallesche Elefantenkuh Bibi ihre lang vorbereitete Reise nach Hodenhagen an. Ein Spezialtransportunternehmen mit umfangreicher Erfahrung im Transport von Elefanten und anderen Großtieren brachte Bibi in den nur 3 ½ Stunden Fahrtzeit entfernten Serengeti-Park. Der Transport ist dank einer detaillierten Planung komplikationslos verlaufen und inzwischen ist Bibi gut in ihrem neuen Zuhause angekommen, wo sie zur Begrüßung erst einmal eine extra Portion Heu und Möhren erhielt. Das gesamte Zooteam wird die Elefantendame sehr vermissen, ist aber in dem guten Wissen, dass der Umzug für Bibi und die anderen halleschen Elefanten die bestmögliche Lösung war. Auf dem Transport wurde Bibi von den ihr vertrauten Pflegern des halleschen Elefantenhauses begleitet. Ein ihr besonders nahestehender Tierpfleger wird sogar eine Zeitlang in Hodenhagen bleiben, um ihr die Eingewöhnung zu erleichtern. Im Vorfeld hatten zwei Tierpfleger aus Hodenhagen bereits Bibi in Halle besucht, um sich gegenseitig vertraut zu machen. Im Safaripark erwartet Sie nun eine neue Herde (2 Bullen, 3 Kühe) und eine 1 Hektar große Anlage, wo sie sich sicherlich auch sehr wohlfühlen wird. Die erfahrenen Kühe in Hodenhagen werden ihr sicher eine stabile Herdenstruktur geben, in der sie hoffentlich schnell ihren Platz finden wird. Die Zusammenführung mit der neuen Herde wird dabei äußerst behutsam und stufenweise vorgenommen. Zuvor wurde durch den Zuchtbuchführer für afrikanische Elefanten in einem langwierigen aber notwendigen Auswahlverfahren der bestmögliche neue Aufenthaltsort gesucht. Dabei waren die Zusammensetzung der neuen Herde sowie die Qualität der neuen Heimatanlage für Bibi ein wesentliches Auswahlkriterium. Der inmitten eines Waldes gelegene Park ist als Zoologischer Garten anerkannt und zählt mit insgesamt 220 Hektar Fläche zu den größten Zoos Europas .

Tierpark Hellabrunn 16.11.2017
Das Schweigen im Walde
Seit Mitte Oktober fliegen im Tierpark Hellabrunn zwei Balistar-Weibchen durch die Dschungelwelt. Die hübschen und vom Aussterben bedrohten Vögel sind eine Leuchtturm-Tierart der neuen Kampagne der Europäischen Zoovereinigung EAZA „Silent Forest“, die vom Tierpark Hellabrunn unterstützt wird. Ein Spaziergang durch ruhige Wälder ist für viele eine willkommene Abwechslung zum Alltag. Allerdings ist das Schweigen im Walde nicht immer willkommen: In vielen Gegenden Südostasiens wünscht man sich weniger Schweigen und mehr Gesang. Immer mehr Singvögel verschwinden aus den tropischen Wäldern. Verantwortlich für den Rückgang der Singvögel in diesen Regionen sind hauptsächlich kulturelle Gründe. Sie gelten nicht nur als hübsche Haustiere, es lässt sich zudem mit einem besonders singfreudigen Vogel viel Geld verdienen. Traditionelle Singvogel-Wettbewerbe sind in Südostasien zu einem millionenschweren Geschäft geworden. Da die Zucht solcher Vögel einige Schwierigkeiten aufweist, ist es einfacher und lukrativer, Vögel aus ihrem natürlichen Lebensraum einzufangen. Außerdem herrscht der Glaube vor, dass Wildvögel schöner singen und somit mehr Chancen bei den Wettbewerben haben. Auch die Artgenossen der aus zwei englischen Zoos stammenden und neu in die Hellabrunner Dschungelwelt eingezogenen Balistare sind davon betroffen. Die eleganten weißen Singvögel, deren Art erst 1910 entdeckt wurde, kommen ausschließlich auf Bali vor und sind in ihrem natürlichen Lebensraum inzwischen nahezu ausgerottet. Die europäische Zoogemeinschaft engagiert sich in einem gemeinsamen Erhaltungszuchtprogramm für die Balistare und gibt regelmäßig Vögel in Auswilderungsprojekte nach Bali. Der Tierpark Hellabrunn beteiligt sich mit seinen Tieren an diesem Erhaltungszuchtprogramm. So sollen sich zu den beiden Weibchen auch noch männliche Artgenossen gesellen. Die EAZA-Kampagne „Silent Forest“, die auf die Problematik der schwindenden Singvogelbestände aufmerksam macht, hat im Oktober gestartet und läuft über zwei Jahre. Ein wichtiges Ziel der Kampagne ist es, ein Bewusstsein zu der Thematik in Europa und Asien zu schaffen. Hellabrunn wird dazu nächstes Jahr mit neuen Informationsangeboten in der Dschungelwelt beitragen. Außerdem sammelt der Tierpark ab sofort gebrauchte, aber funktionstüchtige Ferngläser. Diese werden über die Organisation green-books.org in Schulen und anderen Einrichtungen in Indonesien verteilt, um Interesse und Spaß an Vogelbeobachtungen in der Natur zu wecken. Interessierte Spender können geeignete Ferngläser gerne dem Tierpark per Post zukommen lassen oder vor Ort in den Service-Centern des Tierparks abgeben. Nicht zuletzt unterstützt der Tierpark das Projekt auch finanziell, um Zuchtstationen in Südostasien aufzubauen. Dadurch sollen Wildfänge in der Zukunft minimiert werden.

Wilhelma Stuttgart 16.11.2017
Dscheladas in der Wilhelma – Babyboom auf der Felsenanlage
Auf der Felsenanlage in der Wilhelma ist immer etwas los und es gibt zu jeder Jahreszeit fast eine Garantie, dass Jungtiere zu sehen sind: Aktuell bringen vier Jungtiere bei den Dscheladas Leben in die Afrika-Landschaft und halten ihre Mütter auf Trab. Mit den im August und September geborenen Jungtieren umfasst die Dschelada-Gruppe nun insgesamt 35 Tiere. Die Afrika-Landschaft teilen sich die Affen, welche auch Blutbrustpaviane genannt werden, mit Mähnenspringern und Klippschliefern. In der Natur leben die Paviane im Hochland von Äthiopien weit oben in Lagen von 1800 bis 4400 Metern über dem Meer und ernähren sich fast ausschließlich von Gras. Auf der Roten Liste stehen sie bislang weiter hinten, weil ihr Bestand noch auf 200.000 Tiere geschätzt wird. Jedoch nehmen die Wildbestände seit den 1970er Jahren erkennbar ab – unter anderem, weil die Region am Horn von Afrika immer wieder von Dürre heimgesucht wird. Außerdem konkurrieren sie mit immer mehr Haustierherden um das Gas. Die kühlen Temperaturen machen den Dscheladas nichts aus. Sie sind solche aus ihrem natürlichen Lebensraum durchaus gewohnt. Ihr langes, dichtes Fell schützt sie. Ansonsten kuscheln sie sich bei Kälte gerne in Gruppen zusammen. Dabei werden die Jungtiere von den Weibchen an der Brust gewärmt. Blutbrustpaviane leben in Harems, die von einem dominanten Männchen angeführt werden. Aktuell sind Harry und Hope die beiden starken Männer auf der Anlage. Sie kamen 2013 aus dem Zoo Zürich nach Stuttgart und sorgen hier seitdem für regelmäßigen Nachwuchs. Tipp: Das größte Spektakel herrscht bei der öffentlichen Fütterung. Montags bis freitags werfen die Pfleger den Dscheladas um 11.30 Uhr Äpfel zu. Die Affen fangen sie auf den Hinterbeinen stehend aus der Luft.

Kölner Zoo 16.11.2017
“Drachennachwuchs“ zur Langen Nacht im Aquarium
Infostationen, Sonderfütterungen und hautnaher Tierkontakt. So entsteht aus etwas Traurigem etwas Gutes: Von den seltenen Philippinen-Bindenwaranen, die 2010 im Rahmen einer Beschlagnahmung von Schmuggeltieren im Kölner Zoo aufgenommen wurden, ist jetzt zum zweiten Mal die Nachzucht geglückt. Zur Langen Nacht im Aquarium am Samstag, 18.11. werden „Jungdrachen“ sowohl aus dem ersten Schlupf vom Mai dieses Jahres als auch vom aktuellen Schlupf gezeigt. Sie sind einer von vielen tierischen Nachzuchterfolgen, die in diesem Jahr im Aquarium gelungen sind. Die Jungtiere sind nicht nur putzig anzuschauen, sondern bilden eine wichtige Grundlage für Nachzuchtprogramme der oft hoch bedrohten Echsen. Dies ist auch Thema an der Infostation zum Philippinenkrokodil, wo Besucher der Langen Nacht nicht nur einen Krokodilschädel anfassen können, sondern auch viel Interessantes zur Haltung, Nachzucht und zum Artenschutz dieser bedrohten Großechse erfahren. Andere Stationen zeigen lebende Tiere hautnah, z.B. einen Python, tropische Gespenstschrecken oder eine Vogelspinne. Eine Lupenstation offenbart die faszinierende Vielfalt im Wasser. Zu den Sonderfütterungen werden viele spannende Informationen vermittelt, Das Ganze findet in stimmungsvoller Beleuchtung bei Live-Jazzklängen und Cocktailangebot statt.

Zoo Heidelberg 16.11.2017
Familientreffen im Robbenbecken des Zoo Heidelberg
Schwimmen mit den Großen. Der Nachwuchs bei den Heidelberger Mähnenrobben ist nun ein gutes Vierteljahr alt. Zeit, die Artgenossen im Zoo Heidelberg kennenzulernen. Bisher waren die beiden Robbenjungs mit ihren Müttern Maike und Lea im separaten Außenbereich der Robbenanlage unterwegs. Am letzten Wochenende war es dann soweit: Die beiden im Juli geborenen Jungrobben durften zum ersten Mal in den großen Außenpool. Am Freitag erkundeten sie zunächst alleine mit ihren Müttern in Ruhe das neue Terrain, bevor es am Wochenende spannend wurde. Das Zusammentreffen mit den anderen Mähnenrobben verlief sehr harmonisch. Inzwischen schwimmen die Kleinen ganz selbstverständlich mit den Älteren im Becken und genießen sichtlich die vielen Spielmöglichkeiten auf der Anlage. Die Integration der beiden Robbenjungs in die Gruppe ihrer Artgenossen erfolgte zur Sicherheit der Jungtiere schrittweise. „Zu Beginn wussten die beiden Kleinen noch nicht genau, was sie auf dem neuen Gelände erwartet und hielten sich zunächst in der Nähe des vertrauten Mutter-Kind-Beckens auf. Dann siegte aber offensichtlich doch die Neugier und sie erforschten ausgiebig den großen Pool und den Rest der Anlage“, berichtet Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg. Als am Wochenende das große Familientreffen anstand, durften erst nur die anderen Weibchen der Gruppe zu den beiden Jungtieren und ihren Müttern. Die Zootierpfleger beobachteten dabei aufmerksam die Reaktionen der älteren Tiere. Alles klappte problemlos, sodass nun auch der 360 kg schwere Atos, Leitbulle und Vater der beiden, hinzukommen konnte. Atos zeigte auch gleich großes Interesse an seinen beiden Söhnen und begrüßte die zwei sehr liebevoll in der Gruppe. Als echter Papa kuschelt er auch ab und zu mit seinen beiden Jungs. „Es ist sehr beeindruckend, wenn man den mächtigen Robbenbullen und die beiden knapp 30 kg schweren Jungtiere gemeinsam auf der Anlage beobachtet. Wir sind gespannt, wie sich die beiden Robben weiterentwickeln und wie sie sich in der Gruppe verhalten werden. Bisher sieht alles gut aus!“, freut sich Revierleiter Andreas Fackel. Auch einen Namen werden die Kleinen bald bekommen – die Tierpfleger im Zoo Heidelberg sind gerade dabei, zwei passende Namen auszuwählen. Nach der harmonischen Zusammenführung mit den beiden Jungrobben ist die Gruppe nun komplett. Mit insgesamt acht Tieren, Lea und Maike mit den beiden Jungtieren, Kelo, Awa, Sneaky und Bulle Atos, ist die Heidelberger Mähnenrobbengruppe eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Seit 1999 gibt es im Zoo Heidelberg regelmäßig Nachwuchs bei den Mähnenrobben, die zweimal täglich, außer freitags, bei der kommentierten Fütterung ihre Fähigkeiten zeigen.

Zoo Magdeburg 16.11.2017
Öffentliche Zooführung am 1. Dezember: Winter im Zoo
Am 1. Dezember findet um 10 Uhr die nächste öffentliche Zooführung im Rahmen der Aktion „otto-on tour“ statt. Wenn die kalte Jahreszeit anbricht, ist das ein oder andere Tier nicht mehr auf seiner gewohnten Anlage zu sehen. Die Murmeltiere haben sich den ganzen Sommer über eine dicke Speckschicht angefressen, um den Winter schlafend in ihrer Höhle zu verbringen. Auch die Erdmännchen sind bald nur noch in der Zoowelle zu sehen und auf dem Ententeich tummeln sich nur noch Stockenten. Doch was ist mit den ganzen anderen Tieren? Wolltet Ihr schon immer mal wissen, was unsere Zootiere eigentlich im Winter machen? Wo ist das Winterquartier? Und ist in der Winterpause nur schlafen und auf den Frühling warten angesagt? Die kurzweilige Tour kostet 5 Euro/Person, zuzüglich des Zooeintritts. Eine Voranmeldung ist mindestens zwei Tage zuvor erforderlich (telefonisch unter 0391 28090-2102 oder per Mail an info@zoo-magdeburg.de). Der Treffpunkt für diese Zooführung ist am Zooeingang in der Zooallee 1 (Zoowelle).

Zoo Salzburg 16.11.2017
„Tierisches Zusammenleben“
Sonntag, 26. November 2017, von 14 bis 15.30 Uhr. Einige gehen eine lebenslange Partnerschaft ein, bei anderen leben nur die Weibchen in einer Gruppe, wiederrum andere schließen sich riesigen Schwärmen an. Vielfältig und faszinierend sind die unterschiedlichen Formen des Zusammenlebens im Tierreich. Es stellt sich dabei natürlich die Frage, ob sie nur Vorteile oder doch auch Nachteile mit sich bringen. Bei den Nasenbären leben nur die Weibchen in Gruppen. Sie sind schwächer als die Männchen und setzen daher auf die Stärke der Gemeinschaft. Das Zusammenleben hat auch den Vorteil der „vielen wachsamen Augen“, die Feinde frühzeitig erkennen. Untersuchungen ergaben, dass weibliche Nasenbären seltener in den Mägen ihrer Feinde wie den Pumas „landen“ als ihre einzelgängerischen, männlichen Artgenossen. Spannend wird es bei der Familienführung zu erfahren, was Gänsegeier, Große Maras und Gibbons gemeinsam haben. Oder wie die in riesigen Schwärmen lebenden Wellensittiche bei den gemeinsamen Flugmanövern Unfälle vermeiden. Anmeldung erforderlich, Kosten € 3 pro Teilnehmer zzgl. Eintritt Um Anmeldung wird gebeten unter T: +43 662 82071611 oder E: erlebnis@salzburg-zoo.at

Vivarium Darmstadt 16.11.2017
Afrikanische Zwergziegen im Zoo Vivarium Darmstadt haben Zuwachs bekommen
Die drei Afrikanischen Zwergziegen im Zoo Vivarium haben Zuwachs aus dem Opel Zoo aus Kronberg bekommen. Seit zwei Wochen gewöhnen sich die Tiere an ihr neues Gehege und den Kontakt mit den Zoo-Gästen, die die Ziegen streicheln und bürsten dürfen. Neben den zwei Männchen Milo und Lordi und dem Weibchen Emma leben mit den vier Neuzugängen aktuell sieben Afrikanische Zwergziegen im Darmstädter Tiergarten. Bei den vier Neuzugängen handelt es sich um weibliche Ziegen, die bisher noch namenslos sind. Der Zoo Vivarium möchte den Tieren jetzt Namen geben und bittet seine Besucherinnen und Besucher um kreative Vorschläge. Wer eine schöne Namensidee für die vier Damen hat, kann diese bis zum 30. November 2017 per E-Mail an vivarium@darmstadt.de senden. Anschließend werden die passendsten Namen von den Tierpflegern ausgewählt und den Ziegen zugeordnet.

Zoo Heidelberg 15.11.2017
Das Meer in Heidelberg entdecken – Sonderausstellung „Meere und Ozeane“ des ExploHeidelberg im Zoo
Als Stadt am Fluss ist man in Heidelberg mit dem Element Wasser durchaus vertraut. Doch die fast unendlichen Weiten der Meere und Ozeane unserer Erde kann man hier bestenfalls erahnen. Im ExploHeidelberg kann dieser faszinierende Lebensraum ab dem 13.11.2017 nun auch ganz nah erlebt werden. In der interaktiven Sonderausstellung „Meere und Ozeane“ geht man als Besucher gemeinsam mit Forschern auf Entdeckungsreise und findet Überraschendes über die noch weitestgehend unbekannten Tiefen heraus. Wie können wir diesen für uns schwer zugänglichen Lebensraum erforschen? Was verbirgt sich in tausenden Metern Tiefe unter unseren Füßen? Was passiert am Treffpunkt von Wasser und Land, den Küstengebieten? Welche erstaunlichen Dinge geschehen dort, wo Flüssiges fest wird, im Eismeer? Und wie zeigt sich der Einfluss des Menschen auf dieses sensible Ökosystem? Diese Fragen und mehr werden einfach und verständlich beantwortet. Mit der „Expedition Ozean“ startet die Reise in das größte Ökosystem unseres Planeten, das ca. 70% der Erdoberfläche bedeckt. In den weiteren Themenwelten „Küste“, „Hohe See“, „Tiefsee“ und „Eismeer“ taucht man anschließend in diese völlig unterschiedlichen Lebensräume ein. Und im „Labor“ stellen Forscherinnen und Forscher ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen vor. Das Thema „Meere und Ozeane“ passt besonders gut in die Explo-Halle auf dem Gelände des Heidelberger Zoos. Beide städtischen Einrichtungen verstehen es mit informellen Bildungsangeboten Besucherinnen und Besucher zu faszinieren. Die jetzigen Exponate fügen sich nahtlos ein und präsentieren Naturwissenschaften, Biodiversität und mehr ansprechend und mit Spaß. Die Sonderausstellung wanderte bzw. schwamm in den letzten zwei Jahren bereits durch Deutschland und Österreich und begeisterte mehr als 210.000 Besucherinnen und Besucher auf ihrer Reise. Im Bauch des umgebauten Frachtschiffs „MS Wissenschaft“ legten die Exponate in 75 Städten an und luden zum Ausprobieren ein. Nun freuen sich ExploHeidelberg und Zoo Heidelberg die erfolgreiche Ausstellung noch bis zum 15. April 2018 in Heidelberg zeigen zu können. „Es ist eine Premiere für die MS Wissenschaft und natürlich auch für uns“, so Ausstellungsleiterin Petra Mohr. „Noch nie wurden die tollen Exponate des Ausstellungsschiffes an Land gezeigt. Es ist ein großer Erfolg, dass wir dies geschafft haben und wir bedanken uns herzlich bei „Wissenschaft im Dialog“ und dem BMBF, die dies ermöglicht haben.“ „Wissenschaft im Dialog“, eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) betreibt seit 15 Jahren die MS Wissenschaft. Im Rahmen von Wissenschaftsjahren werden unterschiedlichste Themen, unter anderem durch Mitmach-Ausstellungen an Bord ansprechend präsentiert. Gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Instituten aus ganz Deutschland werden die Exponate entwickelt, um die Themen Schülerinnen und Schülern, Erwachsenen, Kindern und Familien näher zu bringen.

Zoo Hannover 15.11.2017
Mission Arterhaltung – Neuer Spitzmaulnashorn-Bulle im Erlebnis-Zoo Hannover
Er ist der Neue am Sambesi: stattlich gebaut, tiefgraue Haut und spitze Lippen. Nashornbulle Kito ist gestern Abend, am 14. November, aus Ebeltoft/Dänemark wohlbehalten im Erlebnis-Zoo Hannover eingetroffen. Der 9jährige Bulle ist in wichtiger Mission angereist: Zur Arterhaltung! Spitzmaulnashörner sind vom Aussterben bedroht, in freier Wildbahn gibt es nur noch weniger als 5.500 Tiere. Deswegen ist Kito auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Hannover gekommen. Im Erlebnis-Zoo trifft er auf Nashorn-Weibchen Sany – Folgen unbedingt erwünscht. Der letzte Spitzmausnashorn-Nachwuchs in Hannover wurde 2001 geboren. In den nächsten Tagen wird sich der junge Bulle in aller Ruhe hinter den Kulissen an die neue Umgebung gewöhnen. Nach und nach lernt er dann die Außenanlagen am Sambesi kennen, bevor er später auch auf seine neue Partnerin Sany treffen wird.

Zoo Zürich 15.11.2017
VON MÄNNCHEN, DIE GEBÄREN, UND FISCHEN, DIE AN LAND GEHEN: Zwei spezielle Aquarienbewohner: das Seepferdchen und der Schlammspringer.
SEEPFERDCHEN: MÄNNCHEN, DIE GEBÄREN – Sie sind schon bizarre Geschöpfe der Meere, die Seepferdchen. Bereits im 16. Jahrhundert erhielten sie ihren lateinischen Namen in Anlehnung an ein Meeresungeheuer aus der griechischen Mythologie: Das Fabelwesen Hippokamp, vorne Pferd und hinten Fisch oder «Seeungeheuer», Zug- und Reittier verschiedener Meeresgötter, stand Pate bei der Namensgebung der Seepferdchen. Die Seepferdchen sind Fische und gehören in die Familie der Seenadeln; eine systematische Zuordnung, die sie mit den Schnepfenmesserfischen (im gleichen Aquarium) und den Fetzenfischen teilen. Unverwechselbare Erscheinungen – Zu den Charakteristika der Seepferdchen gehört der im rechten Winkel von der Körperachse abgewinkelte Kopf, der an ein Pferd erinnert, mit einem röhrenförmig ausgezogenen Mund. Die Tiere nehmen im Wasser eine aufrechte Körperhaltung ein. Der Schwanz ist lang, ohne Schwanzflosse, dafür aber als Greiforgan ausgebildet, mit dem sich die Tiere im Seegras oder an Korallen verankern können. Seepferdchen haben kein Schuppenkleid. Schutz schafft ein Panzer aus Knochenplatten unter der Haut. Eine weitere Besonderheit sind die Augen, die das Seepferdchen wie ein Chamäleon unabhängig voneinander bewegen kann. Es sind rund fünfzig Arten von Seepferdchen, die die flachen Küstengewässer der tropischen und gemässigten Zonen bewohnen. Die kleinsten messen gerade mal etwas mehr als 13 Millimeter, die grössten erreichen Längen von gegen 35 Zentimetern. Bevorzugte Lebensräume sind Seegraswiesen, Korallenriffe und Mangrovenwälder. Seepferdchen sind sehr langsame Schwimmer und meiden starke Strömungen. Die Nahrung bilden im Wasser schwebendes Plankton, kleine Krebse und Garnelen, die in lauernder Stellung durch starken Sog mit dem röhrenförmigen Mund angesaugt werden. Dank ihrer Färbung und ihrer Verankerung in Strukturen sind Seepferdchen meist sehr gut getarnt. Männliche Form der Schwangerschaft – Dass sich Männchen im Tierreich bei der Brutpflege engagieren, ist nicht aussergewöhnlich. Aussergewöhnlich ist aber der Part, den die Männchen bei den Seepferdchen in Sachen Brutpflege einnehmen. Es ist in gewissem Sinne eine Umkehrung der ansonsten von Natur aus verankerten Rollen. Beide Geschlechter leisten bei den Seepferdchen bezüglich Fortpflanzung hohe Investitionen, die sie durch eine sorgfältige Wahl ihrer Paarpartner abzusichern suchen. So wurde bei Männchen eine Bevorzugung grösserer Weibchen nachgewiesen (können grössere Gelege und Eier mit grösserem Dotter produzieren) und bei Weibchen eine geruchliche Wahl aufgrund des Immunsystems (Optimierung der Immunabwehr). Haben zwei potentielle Paarpartner Interesse aneinander gefunden, beginnt ein Paartanz, der sich unter Umständen über mehrere Tage erstrecken kann. An dessen Ende platziert das Weibchen seine Eier mit ihrer Legeröhre in einer bauchseitigen Bruttasche des Männchens. Was folgt, ist eine Form von männlicher Schwangerschaft. In der Bruttasche werden die Eier befruchtet und von einem schwammartigen Gewebe umschlossen. In der Tasche wird der Salzgehalt reguliert und werden die Eier mit Sauerstoff und – in Ergänzung der bereits im Dotter enthaltenen Nährstoffe – mit weiteren Nährstoffen versorgt. Haben die jungen Seepferdchen ihre Entwicklung nach etwa zwei bis vier Wochen abgeschlossen, werden sie, von ihrer Eihülle befreit, durch Kontraktionen der Bruttasche quasi geboren. Als Miniaturebenbilder ihrer Eltern sind sie nun auf sich selbst gestellt und beginnen ihre Jagd auf kleinste im Wasser schwebende Beutetiere. Das Männchen ist schon kurz nach der «Geburt» wieder bereit für die Aufnahme des nächsten Geleges. Neue Bewohner im Aquarium mit den Röhrenaalen – Neu im Aquarium des Zoo Zürich eingezogen sind Barbour’s Seepferdchen (Hippocampus barbouri) aus Südostasien (Indonesien, Malaysia, Philippinen). Die Tiere erreichen eine Länge von etwa 11–15 Zentimeter, wobei die Männchen etwas grösser sind als die Weibchen. Nebst Seegraswiesen besiedeln sie auch Korallenriffe, wo sie sich gerne an Steinkorallen verankern. Während der «Schwangerschaft» sucht das Weibchen immer wieder das von ihm «trächtige» Männchen auf. Intensive Nutzung der Wildbestände – Seepferdchen haben als Aquarienfische, getrocknet als Souvenir und insbesondere als Heilmittel in der asiatischen Medizin eine grosse Bedeutung. Sie werden in grosser Zahl gezielt oder als Beifang gefangen. Schätzungen variieren von zwanzig bis hundert Millionen Stück! Um diesen Handel zu kontrollieren, wurden die Seepferdchen 2004 in der Convention on International Trade of Endangered Species CITES in die Liste II aufgenommen. Die Bestände des Barbour’s Seepferdchen werden als «gefährdet» eingestuft. Nebst dem Sammeln tragen der Lebensraumverlust (Zerstörung von Seegraswiesen, Korallenriffen und Mangrovenwäldern) und die Verschlechterung der Wasserqualität zur weiteren Gefährdung der Seepferdchen bei. SCHLAMMSPRINGER: FISCHE, DIE AN LAND GEHEN – Grenzflächen sind biologisch vielfältige Bereiche, sie vereinen auf kleiner Fläche die Eigenschaften verschiedener Lebensräume. Eine solche Grenzfläche ist der Übergang von Wasser zu Land. Zusätzlich von Dynamik erfasst ist diese Grenzfläche in der Gezeitenzone, wo Ebbe und Flut dafür besorgt sind, dass wiederkehrend Land überflutet wird und wieder trocken fällt. Dieser Bereich ist nicht gerade geschaffen für Fische, die sich als Kiemenatmer an das Wasserleben angepasst haben. Und doch gibt es Ausnahmen: Schlammspringer – Fische, die an Land gehen. Fisch mit Besonderheiten – Schlammspringer fallen gleich mehrfach auf: Sie gehen an Land, sie haben gestielte Augen und sie klettern zum Beispiel an den Stelzwurzeln von Mangroven hoch. Für einen Kiemenatmer stellt der Landgang eine spezielle Herausforderung dar. Die Schlammspringer nehmen in ihren Kiementaschen etwas Wasser mit, wenn sie an Land gehen. Dieses Wasser bringen sie mit atmosphärischer Luft in Kontakt und reichern es so mit Sauerstoff an. Mit der Aufnahme von Sauerstoff über die Haut und die Mundschleimhäute wird die Kiemenatmung unterstützt. Die Augen der Schlammspringer überragen die Kopfoberseite. Sie sind einzeln beweglich und erlauben eine 360°-Rundumsicht, was im Gattungsnamen Eingang gefunden hat: Periophthalamus («Rundumauge»). Diese Rundumsicht bleibt auch bestehen, wenn die Tiere im seichten Wasser knapp untergetaucht sind. Um an Land das Austrocknen der Augen zu verhindern, kann sie der Schlammspringer in einer speziellen Hauttasche befeuchten. Die Schlammspringer stützen sich an Land auf ihre stark ausgeprägten, armähnlichen Brustflossen. Mit deren Hilfe und unterstützt durch die kräftige Schwanzflosse bewegen sie sich robbend an Land und können auch springend die Flucht ergreifen. Mit Hilfe der Brustflossen erklettern sie auch erhöhte Stellen wie Felsen oder Mangroven. Von salzig bis süss – Den Lebensraum der Schlammspringer bilden insbesondere mit Mangroven bestandene Küstenbereiche mit Gezeiten in den Tropen Afrikas und Asiens. Die Fische finden sich sowohl im Meer- als auch im Brackwasser zurecht und dringen auf der Nahrungssuche bei Flussmündungen temporär gar bis in Süsswasserbereiche vor. Bei Ebbe machen sie auf dem Schlick Jagd auf Wirbellose wie Krebstiere und Insekten. Leben im Schlamm – Im Schlick der Gezeitenzone bauen sich die Schlammspringer Wohnröhren, die zwei bis mehrere Ausgänge haben. Sie graben diese mit dem Maul (das sie zwischendurch mal spülen müssen …). Zur Fortpflanzung baut das Männchen in seinem Revier eine Brutröhre, deren Eingang bei Hochwasser grade noch geflutet wird. An der Basis dieser Höhle entstehen Eikammern, in die das Weibchen seine Eier ablegt. Da im Schlickboden nur wenig Sauerstoff vorhanden ist, bringt das Männchen Luft in die Eikammern. Nach dem Schlupf verlassen die Jungfische bei Hochwasser ihre Geburtsstätte. Gezeitenbecken – Im Gezeitenbecken des Aquariums werden Afrikanische oder Atlantische Schlammspringer (Periophthalamus barbarus) gezeigt. Dieser Schlammspringer bewohnt die Westküste Afrikas und erreicht eine Länge von etwa zwanzig Zentimetern. Im Zoo teilen sich die Schlammspringer das Becken unter anderem mit Schützenfischen. Diese gehen wohl nicht an Land, jagen aber mit ihrer Spritztechnik an Land lebende Beutetiere. Sowohl die Barbour’s Seepferdchen als auch die Afrikanischen Schlammspringer im Zoo Zürich stammen aus Nachzuchtbeständen.

Wildpark-MV Güstrow 15.11.2017
Ingo & Gerdchen – Die Neuen im Wildpark-MV
Schleiereulen ab sofort bei der täglichen Eulen-Info zu sehen
Gestatten, das sind Ingo und Gerdchen – die Neuen im Güstrower Wildpark-MV. Mittlerweile sind die Schleiereulen ein Vierteljahr alt, haben sich in Windeseile herausgeputzt und sind in ihr erwachsenes Federkleid geschlüpft. Die beiden hatten keinen guten Start ins Leben, kamen bei einem Züchter als Zweitbrut sehr klein und unterentwickelt zur Welt. So musste mit der Handaufzucht begonnen werden und die Schleiereulen kamen in den Wildpark-MV. Hier hat die erfahrene Tierpflegerin Liane Kasch den Part der Ziehmutter übernommen. Ingo und Gerdchen sind daher Menschenkontakt gewöhnt und zeigen keinerlei Scheu. Beste Voraussetzungen, um auch im Rahmen der Umweltbildung mit den Besuchern in Kontakt zu kommen. In Zukunft werden sie zudem regelmäßiger Gast bei der täglichen Eulen-Info um 15 Uhr sein.

Tiergarten Nürnberg 15.11.2017
Rettungsaktion für den Vaquita beendet
Am Freitag, 10. November 2017, ist die unter anderem vom Tiergarten der Stadt Nürnberg unterstützte Fangaktion des Vaquitas im Golf von Kalifornien vor Mexiko planmäßig zu Ende gegangen. Neben dem Tiergarten waren an der Fangaktion der letzten Exemplare des hochbedrohten Vaquitas, auch Schweinswal genannt, auch der Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. und die Artenschutzgesellschaft Yaqu Pacha unter der Ägide des Schutzplans VaquitaCPR (Vaquita-Conservation-Protection-Recovery) beteiligt. VaquitaCPR ist ein umfangreicher Aktionsplan, der von der mexikanischen Regierung angeführt und durch fachliche Stiftungen in Zusammenarbeit mit einem 80-köpfigen internationalen Wissenschaftlerteam unterstützt wird. Darunter ist der vom Tiergarten Nürnberg und Yaqu Pacha entsandte niederländische Tierarzt Dr. Niels van Elk. „Obwohl die Aktion vor Ort inzwischen beendet wurde, bleibt VaquitaCPR für den Erhalt, den Schutz und die Rettung des Vaquitas bestehen“, erläuterte Dr. Lorenzo Rojas-Bracho, der führende Wissenschaftler vom Umweltministerium der mexikanischen Regierung im Namen des Internationalen Komitees zur Rettung des Vaquita (International Committee for the Recovery of the Vaquita) und leitender Wissenschaftler von VaquitaCPR: „Wir bleiben dran, wir werden unsere Anstrengungen zur Rettung des Vaquitas aufrechterhalten.“ Ähnlich argumentiert Mexikos Umweltminister Rafael Pacchiano Alamán, der erklärte: „Der Schutz des Vaquitas gehört zum Programm des Präsidenten und wird weiterhin höchste Priorität haben.“ Zur Rettung der letzten Exemplare des Vaquitas wurde seit Oktober 2017 versucht, so viele Vaquitas wie möglich zu fangen, in Sea Pens, also Wasserbassins im Meer, zu überführen und an die neuen Lebensbedingungen zu gewöhnen. Bislang wurde ein Jungtier gefangen und aufgrund seiner Unerfahrenheit wieder freigelassen. Ein weiteres, älteres Tier überlebte das Einfangen leider nicht. Die Entscheidung, die Fangaktion bei besseren Witterungsbedingungen im neuen Jahr in gleicher Weise wieder aufzunehmen, hängt von den Ergebnissen des Obduktionsberichts des gestorbenen Tieres ab sowie von einem Treffen von CIRVA Ende dieser Woche. Aktuell benötigt VaquitaCPR finanzielle Mittel, um Geisternetze aus dem Meer zu bergen, und um das Akustik-Monitoring, das sind Tonaufzeichnungen anhand von sogenannten C-Pods, zu intensivieren. Darüber hinaus laufen Verhandlungen mit der mexikanischen Marine darüber, das bestehende Fischereiverbot besser zu implementieren.

Zoo Basel 15.11.2017
Adieu Nashorn Saar
Ein Transporter mit einer schweren Fracht verliess am 15. November den Zoo Basel: Darin war das Nashorn Saar (17), das eineinhalb Jahre im Zoo Basel gelebt und nun in einem französischen Zoo eine neue Heimat gefunden hat. Als Saar 2016 im Zoo Basel ankam, war das eine kleine Sensation. Es war erst das zweite Mal in der Zoogeschichte, dass der Zoo Basel eine Panzernashorn-Kuh für die eigene Zucht importierte. Der erste Import datierte auf 1952, als Joymothi, deren Sohn Rudra später als erstes zoogeborenes Panzernashorn weltweit für Schlagzeilen sorgte, nach Basel kam. Im Zoo Basel hoffte man, dass Saar für Nachwuchs sorgen würde. Auf der ganzen Welt leben nur rund 210 Panzernashörner in Zoos und Tiergärten. Stellvertretend für ihre bedrohten Verwandten im Freileben machen sie jedes Jahr Millionen Zoobesucherinnen und -besucher auf den dringend nötigen Schutz ihrer Artgenossen in Indien und Nepal aufmerksam. Der Schutz von Nashörnern ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn die Nashörner in Afrika und Asien geraten immer mehr in Bedrängnis und die Wilderer werden immer skrupelloser. 35 Panzernashörner sind seit 1956 im Zoo Basel geboren. Bei Saar hat es leider nicht geklappt. Obwohl sie sich als sehr ruhig und umgänglich erwies und sich mit der Basler Kuh Quetta (24) eigentlich gut verstand, konnte sie sich nie mit Quettas im Januar geborenen Sohn Orys anfreunden. Das führte zu Streitereien unter den Nashornkühen. Auch zeigte Saar keine Anzeichen von Brunft, weshalb sie nie mit dem Basler Bullen Jaffna (23) zusammenkam. Im Zoo Basel wo seit 1972 das EEP (European Endangered species Programmme) des Panzernashorns koordiniert wird, hofft man nun, dass sich Saar im Parc Animalier et Botanique Branféré mit den dortigen Panzernashörnern besser versteht und vielleicht sogar für Nachwuchs sorgen wird.

Zoo Osnabrück 14.11.2017
Schwarzbären Lea und Theo in „Manitoba“ eingezogen – Erster Teil der neuen nordamerikanischen Tierwelt im Zoo Osnabrück komplett
Endlich sind sie da: Die beiden Schwarzbären Lea und Theo erkunden seit gestern das Vorgehege ihrer Bärenhöhle im Zoo Osnabrück. Direkt gegenüber von den Waldbisons und Hudson-Bay-Wölfen komplettieren die Schwarzbären den ersten Abschnitt der neuen nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“. Die Patenschaft für die Raubtiere übernimmt das Osnabrücker Modehaus L&T.
Bereits vergangenen Dienstagabend reisten die zwei Schwarzbären, geboren im Januar 2016, aus dem niederländischen Zie-Zoo an den Schölerberg an – zunächst waren sie jedoch nicht zu sehen. „Damit sie sich in Ruhe an ihr neues Umfeld gewöhnen können, kamen die Bären nach ihrer Ankunft erstmal nur in den Innenbereich“, berichtete Tanja Boss, Tierpflegerin und Revierleiterin von „Manitoba“. Dort lernten Lea und Theo auch ihre neuen Pfleger kennen. „Für die Tiere ist es sehr wichtig am Anfang einen engen Bezug zum Haus zu entwickeln, damit sie sich schnell an ihr neues Zuhause gewöhnen. Außerdem bekommen sie neben ihrem normalen Futter auch ein paar Leckereien wie Joghurt und Honig von uns, damit sie Vertrauen fassen“, erklärte Boss. In der Bärenhöhle werden die beiden über die kalte Jahreszeit hinweg auch ihre Winterruhe halten. Doch bevor es bald in den Tiefschlaf geht, durften die beiden Neuankömmlinge gestern ihr Vorgehege kennenlernen. Dabei war Lea die Mutigere und machte die ersten Schritte hinaus in die Sonne. Neugierig streifte sie durch das Laub, schnupperte an Bäumen und Wurzeln und futterte ein paar Rosinen, die Pfleger zuvor im Gehege verteilt hatten. Theo dagegen ließ etwas länger auf sich warten, tat es ihr dann aber gleich und folgte Lea auf die Erkundungstour. Boss weiß, warum sich die zwei Schwarzbären noch etwas schüchtern zeigten: „Sie sind das erste Mal allein ohne ihre Eltern und deshalb auch noch etwas zurückhaltend. Wobei Lea deutlich neugieriger ist als Theo und meistens den ersten Schritt macht.“ Bärenstarke Patenschaft: Die Namen Lea und Theo bekamen die beiden Schwarzbären von ihren neuen Paten: dem Modehaus Lengermann und Trieschmann, das die Namen passend zu den eigenen Initialen L&T wählte. Thomas Ganter, Geschäftsführer von L&T freute sich über die neuen Patentiere: „In unserer langjährigen Partnerschaft unterstützen wir den Zoo immer wieder gerne, damit er sich weiterentwickeln und die Tierhaltung weiter verbessern kann. Als größtes inhabergeführtes Modehaus in Norddeutschland ist es uns wichtig, dass wir uns für die Region einsetzen und einen touristischen Leuchtturm wie den Zoo Osnabrück fördern.“ Verschiedene Perspektiven auf das Bären-Leben: Voraussichtlich in der nächsten Woche werden die Bären dann ihr 1.900 Quadratmeter großes und naturnah gestaltetes Außengehege kennenlernen. Hier können sie zum Beispiel an Baumstämmen hochklettern oder ein Bad im 2,50 Meter tiefen Bärenteich nehmen. Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter und zuständig für den Bärentransfer, erklärte, was das Zooteam bei der Gehegegestaltung beachtet hat: „Bei der Gestaltung gehen wir natürlich auf die besonderen Bedürfnisse der Tiere ein. Schwarzbären klettern zum Beispiel gerne auf Bäume, anders als die meisten Großbärenarten. Außerdem leben sie gerne in der Nähe von Wasser, um dort zu baden, trinken und jagen. Deshalb durften diese Elemente in ihrem neuen Zuhause nicht fehlen.“ Auch an die Besucher wurde bei der Gestaltung gedacht, wie Zoogeschäftsführer Andreas Busemann berichtete: „Wir haben in ‚Manitoba‘ die Idee des Baumhöhenpfades aus unserer nordischen Tierwelt ‚Kajanaland‘ aufgenommen. Die Besucher können von diesem Pfad aus toll in die Wolfs- und Bärenanlage schauen. Zusätzlich gibt es weitere eindrucksvolle Beobachtungspunkte, wie zum Beispiel am Wasserbecken der Tiere.“ Hier hat der Besucher einen barrierefreien Blick über die Bärenanlage direkt am Wasserbecken der Tiere, die es nur in wenigen deutschen Zoos oder Tierparks zu sehen gibt. Mit den Bären ist der erste Abschnitt der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ komplett. „Im zweiten Abschnitt wird noch fleißig gebaut. Hier ziehen dann in den nächsten Monaten Kleinsäugetiere wie Biber, Stinktiere oder Baumstachler ein. Die komplette Eröffnung ist für die Saison 2018 geplant“, blickte Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder voraus. Wissenswertes über die Schwarzbären (Ursus americanus) Der Amerikanische Schwarzbär, oder Baribal, lebt weitverbreitet in Kanada und den USA, auch in Alaska sowie Teilen Mexikos sind die Raubtiere beheimatet. Die Fellfärbung des Schwarzbären reicht (meist abhängig vom Verbreitungsgebiet) von tiefschwarz über verschiedene Brauntöne bis hin zu cremefarben und ganz weiß. Diese letzte Farbvariante, der Kermodebär, wird von den Indianern auch „Geisterbär“ genannt. Vom Braun- und Grizzlybären unterscheidet sich der Schwarzbär durch eine geringere Körpergröße, eine flachere Stirn und eine recht lange, meist hell gefärbte Schnauze. Außerdem fehlt ihm der muskulöse Nackenbuckel der Braunbären. Der Grizzly ist der einzige natürliche Feind erwachsener Schwarzbären. Jungtiere werden auch von Pumas, Kojoten, Wölfen oder männlichen Schwarzbären gerissen.

Zoo Landau in der Pfalz 14.11.2017
Neu: Grundschullehrerin Heide Sasse ergänzt das Zooschulteam: Sicherung der Bildungsarbeit – neue Unterrichtsprogramme
Die Zooschule hat ihr Team erweitert. Neben dem hauptamtlichen Zoopädago­gen, Harald Weber, unterrichtet seit einigen Wochen die ausgebildete Grund­schullehrerin Heide Sasse in der Zooschule. Die Universität Koblenz-Landau hat zur Sicherung der Bildungsarbeit der renommierten Zooschule, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1992 als eine Kooperationseinrichtung von Universität und Stadt Landau stetig weiterentwickelt hat, eine auf drei Jahre befristete Stelle zur Verfügung gestellt. Im Rahmen ihrer Stelle unterrichtet Heide Sasse in der Zooschule Landau (50% der Stelle) und übernimmt zudem Forschungsaufgaben im Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter der Universität (50% der Stelle, Arbeitsbereich Grund­schulpädagogik, verantwortlich Prof. Dr. Miriam Leuchter). „Ich habe bereits in meinem Studium in der Zooschule als Zoopädagogin gearbeitet“, berichtet Heide Sasse. „Nun kann ich meine Erfahrungen ausbauen und dies zugleich mit meinem Wunsch nach Weiterqualifizierung im Hochschulbereich verknüpfen.“ 5 Jahre lang haben in der Zooschule Landau ausschließlich Studierende der Uni­versität nach einer Ausbildungszeit die pädagogische Arbeit übernommen. Dies war in den letzten Jahren durch die veränderten Studienbedingungen zuneh­mend schwieriger geworden. Dr. Gudrun Hollstein, Leiterin der Zooschule, freut sich über den großen Fortschritt: „Mit den beiden festangestellten Zoopädago­gen kann die Zooschule nun auch in universitären Prüfungszeiträumen regelmä­ßigen Unterricht gewährleisten und Schritt für Schritt die Erweiterung der Zoo­schulprogramme vornehmen.
Gleichzeitig bleibt die Zooschule für Studierende aller Studiengänge ein wichti­ges Praxisfeld.“ So bietet die Zooschule bereits in diesem Jahr ein spezielles Win­terprogramm für Schulen und Kindergärten an. Seit Mitte des Jahres kooperiert die Zooschule mit dem Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau und hat nun auch Unterrichtseinheiten zu den Themenbereichen „Abfallvermeidung“, „Re­cycling/ Upcycling“ im Programm. In den letzten Jahren hatten sich Christine Schneider (MdL) und andere Personen aus den Bereichen Politik und Bildung für die Sicherung der Bildungsarbeit in der Zooschule eingesetzt. „Ich bin für die vielfältige Unterstützung sehr dank­bar“, betont Hollstein, „und ich bin überzeugt, dass die Zooschule eine sehr po­sitive Zukunft vor sich hat“. Über „alte“ und „neue“ Unterrichtsprogramme, über Kindergeburtstage, Familienführungen und andere Veranstaltungsformen können sich Lehrer, Erzieher und Eltern in der Sprechstunde der Zooschule in­formieren, die mittwochs regelmäßig von 14.00 bis 15.30 Uhr stattfindet (Tel.: 06341/ 137005).

Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. 14.11.2017
Bildband über das Manatihaus im Tiergarten erschienen
Das Manatihaus im Tiergarten Nürnberg – Den Amazonas erleben“ lautet der Titel des ersten Bildbands des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. Mit mehr als 200 Fotos wird die umfangreiche Tier- und Pflanzenwelt des im Jahr 2011 eröffneten Manatihauses gekonnt in Szene gesetzt. Das Hardcover-Buch im Format 22×28 cm ist ab dem 15. November 2017 zum Preis von 29,95 Euro an der Tiergartenkasse und in der Geschäftsstelle des Vereins dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr im Naturkundehaus im Tiergarten erhältlich. Zu erwerben ist der Bildband auch beim Schüling-Verlag (www.schueling.de/) oder über den Buchhandel unter der ISBN 978-3-86523-293-9. Redaktionell verantworten das Werk Björn Jordan, Dr. Helmut Mägdefrau, Dr. Nicola A. Mögel und Nicola Ohnemus. Die Grafik gestaltete Ina Kerckhoff. Gedruckt wurde der Band bei hofman infocom GmbH in Nürnberg auf FSC-zertifiziertem Umweltpapier. Das Manatihaus im Tiergarten der Stadt Nürnberg wurde einer überschwemmten Amazonas-Landschaft nachempfunden. Die Besucher sind zu einer spannenden Entdeckungsreise eingeladen, die sie zu Seekühen, tropischen Vogelarten, Schmetterlingen, Pfeilgiftfröschen, einem Grünen Leguan und Vielem mehr führt. Da die Tiere nicht in Gehegen, sondern frei im Haus leben und sich auch verstecken, ist Beobachtungsgabe und viel Geduld gefragt. Die im Buch auf 160 Seiten abgedruckten Bilder sind das gelungene Ergebnis der Pirsch von Fotografen, die das Haus entdeckt und viele Stunden dort verbracht haben. Die Aufnahmen dokumentieren das Leben der tierischen Bewohner gleichermaßen wie die Pflanzenvielfalt dieses kleinen Regenwald-Ausschnittes mitten in Franken. Abgerundet wird das Buch durch eine Beschreibung der Tier- und Pflanzenarten, wie auch Interviews und Artikel mit ergänzenden Informationen zu dieser einzigartigen Anlage.

Zoo Dortmund 14.11.2017
Zoo Dortmund freut sich über seltenen Riesentauben-Nachwuchs
Der Zoo Dortmund freut sich über seltenen Nachwuchs! Am 9. Oktober 2017 schlüpfte das Küken des Rotbrust-Krontauben-Paares (Goura sheepmakeri sclateri). Der Jungvogel gedeiht gut und wächst heran. Die Besucherinnen und Besucher können ihn leider nur zeitweise sehen, auch die Altvögel kommen nur stundenweise in die Außenvolière. Wenn es zu kalt wird, dann bleibt nur der Raum hinter den Kulissen. Krontauben-Gelege umfassen nur ein Ei, das rund 30 Tage lang bebrütet wird. Beide Elternteile beteiligen sich an der Aufzucht des Jungvogels, der anfänglich als Nesthocker komplett hilflos ist. Auch über das Flüggewerden hinaus wird der Jungvogel noch einige Wochen gefüttert werden. Krontauben sind die Riesen unter den Taubenvögeln und können eine Körperlänge von 75 Zentimetern sowie ein Gewicht von 2,4 Kilogramm erreichen. Trotzdem sind Krontauben flugfähig. Das Gefieder ist vom Oberhals bis zur Unterbrust kastanienrotbraun gefärbt, sonst ist das Gefieder überwiegend blaugrau. Besonders imposant ist die aufstellbare Federhaube, die an eine Krone erinnert, aus bis zu zehn Zentimeter langen Federn, Diese hat den Vögeln ihren Namen eingebracht. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Rotbrust-Krontauben erstreckt sich auf den Süden und Südosten Neuguineas. Dort bewohnen sie den Waldboden tropischer Regenwälder, wo sie sich von Früchten, Beeren und Sämereien ernähren. Außerhalb ihrer Heimat werden Krontauben nur selten gehalten. Daher ist die Nachzucht in Dortmund ein seltener Zuchterfolg. Das Dortmunder Zuchtpaar hatte bereits in den letzten Jahren erfolgreich gebrütet. Der Jungvogel, der 2016 aufwuchs, war im Frühjahr in den Vogelpark Marlow (Mecklenburg-Vorpommern) umgezogen, um mit einem Kölner Vogel verpaart zu werden. Auch bei den Krontauben und anderen Vögeln besteht die Möglichkeit, eine Patenschaft zu übernehmen. Patenschaften können ein schönes Geschenk sein. Auskünfte gibt es unter Telefon 50-28576 oder unter bhackenberg@stadtdo.de

Zoo Frankfurt am Main 14.11.2017
Nachwuchs im Beutel von Baumkänguru JAYA-MAY
Die Freude ist groß: Das Frankfurter Baumkänguru-Weibchen trägt wieder ein Jungtier im Beutel. Vor kurzem hat es begonnen, seinen Kopf aus der schützenden Bauchtasche zu strecken. Mitte Mai brachte das 5-jährige Goodfellow-Baumkänguru JAYA-MAY ein Jungtier zur Welt – als Winzling von nur wenigen Zentimetern. Jetzt, fast sechs Monate später, hat sich das Kleine sehr gut entwickelt und wird immer aktiver. Häufig schaut es aus Mutters Beutel und beginnt, seine Umgebung zu erkunden. „Alles sieht sehr gut aus. JAYA-MAY kümmert sich hervorragend um ihren Nachwuchs. Wir hoffen, dass dieses Mal alles gut geht, denn das letzte Jungtier von JAYA-MAY starb kurz nachdem es den Beutel verlassen hatte. Das war angesichts der großen Seltenheit der Tiere ein großer Verlust“, so Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch. JAYA-MAY kam im September 2015 aus Rostock nach Frankfurt. Baumkängurus sind Einzelgänger, die nur zur Paarung zusammenkommen. Vom zehnjährigen SAMARAI, der seit 2012 im Frankfurter Zoo lebt, wird das Weibchen daher getrennt gehalten, solange sie nicht in einer fruchtbaren Phase ist. SAMARAI ist auch der Vater des Jungtieres, das das Weibchen BELISI im Beutel trägt. BELISI kam in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) im April 2017 aus dem Zoo von Krefeld nach Frankfurt, um hier verpaart zu werden. Nach erfolgreicher Befruchtung und der Geburt des Jungtiers, ging sie im August zurück nach Krefeld. Dafür kam im Oktober das zehn Jahre alte Weibchen NUNSI aus Duisburg. „Wir hoffen, dass auch NUNSI aufnimmt und Nachwuchs von unserem Männchen bekommt, bevor sie zurück nach Duisburg geht“, so Niekisch. „Der Aufbau einer stabilen Zoopopulation ist bei dieser mittlerweile sehr seltenen Tierart so unerlässlich, dass der Aufwand, die Tiere zur Zucht vorübergehend in andere Zoos zu bringen, mehr als gerechtfertigt ist“, erklärt der Zoodirektor. Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, freut sich insbesondere darüber, dass Frankfurt hier einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung leistet: „Momentan ist der Frankfurter Zoo der einzige Zoo in Deutschland und einer der wenigen Zoos in Europa, dem die Zucht der bedrohten Goodfellow-Baumkängurus gelingt. Es zeigt uns, wie weitreichend die Aufgaben wissenschaftlich geführter Zoos sind – sie gehen deutlich über Tierpräsentation und Wissensvermittlung hinaus.“ Wegen ihrer zurückgezogenen Lebensweise in den Baumwipfeln der Regenwälder Papua-Neuguineas ist bisher nur wenig über Goodfellow-Baumkängurus (Dendrolagus goodfellowi buergersi) bekannt. In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden sie als „gefährdet“ eingestuft. In ihrer Heimat sind sie besonders durch Lebensraumverlust – etwa durch Kaffeeanbau – aber auch durch die Jagd in ihrem Bestand bedroht. Goodfellow-Baumkängurus sind eine von derzeit erst sechs Arten, die im Global Species Management Plan (GSMP) gelistet sind. In dem von der World Association of Zoos and Aquariums (http://www.waza.org/en/site/conservation/conservation-breeding-programmes/gsmp) organisierten Programm wird die weltweite Nachzucht von bedrohten Tierarten mit genetisch ausgewogenen Populationen organisiert. Das bedeutet, dass es weltweit so wenige Individuen einer Art in den Zoos gibt, dass ein langfristiges Überleben nur gewährleistet werden kann, wenn die Weltzoopopulation als Ganze wissenschaftlich betreut wird.

Tiergarten Nürnberg 13.11.2017
Tiger aus Nürnberg in Chemnitz
Am Montag, 13. November 2017, hat der im Tiergarten der Stadt Nürnberg geborene Sibirische Tiger Volodya gegen 8.30 Uhr den Tiergarten in Richtung Tierpark Chemnitz verlassen. Dort ist er gegen Mittag gut angekommen. Der Umzug erfolgte auf Empfehlung des Europäischen Ex situ-Zuchtprogramms (EEP). Volodya wurde von Mitarbeitern des Tiergartens Nürnberg begleitet. Im Tierpark Chemnitz lebt derzeit noch ein 18-jähriger Tigerkater. Volodya wird am Anfang aufgrund der Eingewöhnung noch nicht auf der großen Anlage zu sehen sein. Sibirische Tiger werden in Chemnitz seit den 1970er Jahren gehalten. Volodya und sein Zwillingsbruder Aljoscha wurden am 6. Juli 2015 im Tiergarten Nürnberg geboren. Aljoscha ging im November 2016 in den Erlebnis-Zoo Hannover. Die beiden sind die Söhne des Tigerweibchens Katinka, das am 7. Mai 2011 in Moskau geboren und am 27. Mai 2013 in den Tiergarten gekommen ist. Sie wuchs in der Außenstation des Zoos von Moskau auf. Der Vater, Samur, wurde am 26. Juni 2012 in Wuppertal geboren und kam am 6. November 2013 nach Nürnberg. Seine Großeltern lebten – wie Katinkas Eltern – ebenfalls in der Moskauer Auffangstation. Katinka und Samur sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms und gehören aufgrund ihrer Abstammung zu den genetisch noch selten vertretenen und daher sehr wertvollen Tigern in Europa.

 

Zoo Dortmund 13.11.2017
Nachwuchs bei Familie Erdmännchen im Zoo Dortmund
Im Zoo Dortmund gibt es Nachwuchs bei den beliebten Erdmännchen: Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist ein Jungtier geboren – wieder nur eines, obwohl nach einer Tragezeit von etwa 75 bis 80 Tagen oftmals zwischen zwei und fünf Erdmännchen zur Welt kommen. Es ist noch recht klein, kommt aber ab sofort schon regelmäßig in die Innenanlage. Bislang war es nicht möglich, das Geschlecht zu bestimmen. Die geselligen und tagaktiven Erdmännchen leben in Familien. Die Gruppe wird von einem dominanten Weibchen angeführt. Erdmännchen genießen Sonne und Wärme. Den Tag über verbringen sie meist scharrend vor ihrem Bau mit Nahrungssuche: Insekten und -larven, Spinnentiere und Skorpione, andere Wirbellose sowie kleinere Reptilien und Kleinsäuger stehen auf dem Speiseplan. Ist ein Beutetier aufgegriffen, so wird es berochen, bevor es gefressen wird. Bei der Nahrungssuche halten einige der Mangusten stets Ausschau nach Feinden. Dabei stehen sie auf den Hinterbeinen, stützen sich auf den Schwanz und schauen rings umher. Ist ein Greifvogel oder ein anderer Feind in Sicht, ertönt ein schriller Warnschrei, und alle suchen sofort Unterschlupf. Ihren unterirdischen Bau übernehmen Erdmännchen meist von anderen Arten. Diese Bauten wechseln sie regelmäßig, wenn vor Ort die Nahrung knapp wird. Ihr Revier markieren sie mit Duftstoffen aus Analdrüsen. Die Markierung dient anderen Erdmännchen zur Warnung und eigenen Familienangehörigen zur Identifikation. Erdmännchen leben in Südafrika sowie in Namibia, Botswana und Angola. Der Lebensraum sind trockene und steinige Savannen mit wenig Vegetation. Die Dortmunder Erdmännchen bewohnen eine erweiterte Anlage im und am Giraffenhaus, das der Tierschutzverein Groß-Dortmund im Jahr 2014 gespendet hat. Der natürliche Lebensraum ist dort optisch nachgebildet. Geschlechtsreif werden Erdmännchen mit etwa zwölf Monaten. Jungtiere sind anfangs nur 30 Gramm schwer, nackt und blind, die Ohren sind noch geschlossen. Nach etwa 14 Tagen öffnen sie zum ersten Mal ihre Augen. Die Jungtiere werden etwa für 80 Tage gesäugt. Ab der sechsten Lebenswoche wird aber bereits feste, vorgekaute Nahrung gefressen. Mit drei Monaten gehen die Kleinen bereits eigene Wege, bleiben aber in der Familie.

Zoo Köln 13.11.2017
Kölner zeigten enorme Spendenbereitschaft: Zoo hat beim dreibeinigen Elefanten „Namal“ neue Prothese angebracht
Im Elephant Transit Home (ETH) auf Sri Lanka lebt der dreibeinige Elefant „Namal“. Nun hat er hat eine neue Prothese. Der Kölner Zoo hatte dafür im Frühling zu einer Spendenaktion aufgerufen. Das öffentliche Engagement war enorm. Binnen kurzer Zeit kamen mehr als 12.000 Euro zusammen. Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel, Zoo-Tierärztin Dr. Sandra Langer und der ehemalige Kölner Elefantenpfleger Brian Batstone reisten vergangene Woche nach Sri Lanka. Dort begleiteten sie das Anlegen der eigens für „Namal“ angefertigten Prothese. „Namal“ war vor sechs Jahren mit einem Fuß in eine Schlinge geraten. Mit neun Monaten musste man ihm einen Teil des linken Hinterbeins amputieren, um sein Leben zu retten. In der Wildbahn wäre er ohne Überlebenschance. Die Experten des ETH in Udawalawe, einer Art Waisenhaus für Elefanten im Süden Sri Lankas, kümmern sich unter Leitung von Dr. Vijtha Perera um ihn. Der Kölner Zoo unterstützt seit Jahren ETH-Auswilderungsprojekte und seit diesem Jahr auch „Namal“. Seine alte Prothese, mit der „Namal“ bislang gut zu Recht kam, war zu klein geworden. Der Elefant benötigte dringend eine neue, doch dem ETH fehlte das Geld. „Es ist toll zu sehen, wie ,Namal‘ dank der neuen Prothese wieder laufen kann“, erklärt der Kölner Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. „Das Anlegen durch Brian Batstone hat reibungslos funktioniert. Wir haben sogar noch eine Ersatzprothese bereitstellen können, für alle Fälle.“ Zootierärztin Dr. Sandra Langer ergänzt: „Um sich in der Herde der über 50 Waisenkinder des ETH zu behaupten, muss „Namal“ mobil sein und sich bewegen können.“ Christopher Landsberg, kaufmännische Vorstand der Kölner Zoos, war im April bei einer Dienstreise zum Projektpartner Elephant Transit Home auf die Notlage des Jungbullen aufmerksam geworden. Kurz entschlossen rief der Zoo zu einer Spendenaktion auf. Das benötigte Geld kam sehr schnell zusammen. Allein die Troisdorfer Maschinenbaufirma Kitz spendete 8.500 Euro. „Dass das Geld in so kurzer Zeit zusammen gekommen ist, zeigt, wie schnell, unbürokratisch und effizient Hilfe sein kann. Das ist wirklich klasse“, so Zoovorstand Christopher Landsberg. Das ARD-Morgenmagazin berichtet über die Reise von Brian Batstone, Dr. Sandra Langer und Prof. Theo B. Pagel zu „Namal“. Darüber hinaus zeigt das WDR Fernsehen am 1. Januar 2018 eine 30-minütige TV-Dokumentation. Darin wird auch über die Artenschutzprojekte des Kölner Zoos und über das Leben der Elefanten auf Sri Lanka informiert.

Tierpark Herborn 13.11.2017
Gelungene Spendenaktion für den Tierpark
Herborn, 13.11.2017 300 Euro sind bei der Spendenaktion des Fitness- und Gesundheitszentrums Vita Herborn für den Tierpark Herborn zusammengekommen. Das Geld stammt, wie in den vergangenen Jahren, aus einer besonderen Facebook-Spendenaktion und aus Spenden der Mitglieder des Fitnessstudios. Das Fitnessstudio Vita Herborn ist das Studio für Erwachsene, wenn es um gezieltes Rückentraining, Vitalität bis ins hohe Alter und gesundheitsorientierte Fitness geht. Mit diesem Betrag unterstützt das Fitnessstudio Vita Herborn unter Leitung von Thorsten und Jasmin Schäffer (rechts und links im Bild) mit den Mitarbeitern Kerstin Russ (Bildmitte) den Tierpark Herborn. Die Geschäftsleitung Britta Löbig (Bildmitte), freute ich sich sichtlich über diese gelungene Aktion, die für die Errichtung einer neuen Kakaduvoliere bestimmt ist. Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren Grund zur Freude: Jetzt bestimmen Besucher den Eintrittspreis für den Rest der Saison an der Kasse selbst. „Wir haben, bis die Wege durch Schnee nicht mehr verkehrssicher zu halten sind jeden Tag von 09:30 Uhr bis Dämmerung geöffnet“, so Britta Löbig. Auch im nächsten Jahr wird das Team des Fitnessstudios sich gemeinsam mit den Mitgliedern karitativ engagieren, so Thorsten Schäffer. Wer das Vita Herborn einmal unverbindlich kennen lernen möchte, hat am 19. November, am Tag der offenen Tür, die Möglichkeit dazu

Wildpark Lüneburger Heide 13.11.2017
Baumwipfelpfad liegt voll im Zeitplan
Bauanträge für die neue Natur- und Umwelterlebnis-Einrichtung am Wildpark eingereicht – erster Spatenstich soll im Herbst 2018 erfolgen Die Realisierung des Baumwipfelpfades am Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf geht voran. Alexander Tietz, geschäftsführender Gesellschafter der eigens gegründeten „Weitblick Projektrealisierung“, hat jetzt gemeinsam mit dem Architekten Jörg Kröger die benötigten Bauanträge bei der zuständigen Samtgemeinde Hanstedt eingereicht. Die notwendige Änderung des Bebauungsplanes für das etwa 5 Hektar große Gelände auf dem Wildpark-Areal wurde ebenfalls angeschoben. „Die Zusammenarbeit mit den Behörden auf allen Ebenen ist weiterhin sehr positiv und kooperativ. Wir liegen mit unseren Planungen und Vorbereitungen für den Baumwipfelpfad voll im Zeitplan“, berichtet Tietz. Sobald die entsprechenden Genehmigungen vorliegen, sollen die Ausschreibungen für das Millionenprojekt angeschoben werden. Der erste Spatenstich ist für den Herbst 2018 angepeilt, Eröffnung der neuen Einrichtung soll dann im Frühjahr 2019 sein. Mit dem Baumwipfelpfad entsteht am Wildpark Lüneburger Heide eine neue Natur- und Umwelterlebnis-Einrichtung, die in der Metropolregion Hamburg und in der Lüneburger Heide beispiellos ist. Der rund 800 Meter lange Pfad mit einem 40 Meter hohen, barrierefreien Aussichtsturm mit einzigartiger Fernsicht bis nach Hamburg, soll den Besuchern die heimische Flora und Fauna näher bringen und den Natur- und Umweltschutz thematisieren. Ein weiterer Höhepunkt wird auch der Blick aus der Vogelperspektive auf die Wolfsrudel im Park sein, denn der Pfad soll direkt an den Wolfsgehegen entlang führen. Einmal realisiert, soll der Baumwipfelpfad ein ganzjähriges Naturerlebnis sein und an die Wildpark-Öffnungszeiten gekoppelt werden.

Wildpark-MV Güstrow 13.11.2017
Ausstellung „Wildes Land“ noch bis 5. Januar 2018 – Hanka & Frank Koebsch präsentieren ihre Aquarelle im Wildpark-MV
Ein Eisvogel auf der Jagd, Hirsche zur Brunftzeit oder ein Wolf auf Entdeckungstour: Die Künstler Hanka (54) und Frank Koebsch (57) lieben die Natur und ihre tierischen Besonderheiten. All diese Liebe stecken die beiden in ihre Aquarelle, die den Betrachter in die Wildnis eintauchen lassen und zum Träumen einladen. Im Umweltbildungszentrum des Wildpark-MV stellen die beiden ihre schönsten Werke aus. Wer in den vergangenen Wochen noch keine Zeit hatte, um vorbeizuschauen, muss nicht traurig sein: Noch bis zum 5. Januar 2018 kann die Ausstellung besucht werden. „Auf unseren Reisen konnten wir viele Anregungen für unsere Bilder sammeln. Manchmal sind es nur flüchtige Eindrücke, ein anderes Mal intensive Beobachtungen, die unsere Natur, die Wildparks und Zoos bieten“, erzählt der gebürtige Rostocker Frank Koebsch. „Die meisten der Aquarelle, die in unserer Ausstellung im Wildpark-MV zu sehen sind, zeigen Motive aus den Nationalparks Mecklenburg-Vorpommerns, den heimischen Gärten und Parks.“ Und wo könnten sie einen besseren Platz finden als mitten in der Güstrower Wildnis? Wildpark-Chef Klaus Tuscher ist stolz, diese Ausstellung zeigen zu können: „Die Malereien von Hanka und Frank Koebsch beeindrucken mich immer wieder aufs Neue. Sie zeigen, wie vielfältig und wunderschön die Natur vor unserer Haustür ist. Genau das können auch die Besucher bei uns hautnah erleben. Es gibt so viel zu entdecken und die beiden schaffen es, diese Schönheit auf Papier zu bannen.“ Die Liebe zur Malerei ist vor etwa 20 Jahren als gemeinsames Hobby entstanden. Mittlerweile stellt das Ehepaar Koebsch in ganz Deutschland Natur- und Tieraquarelle aus: in Bremen, Bansin, Dresden und vielen anderen Orten. Die Ausstellungen erfreuen sich großer Beliebtheit und das ist das beste Lob für ihre Arbeit. Frank Koebsch wagte Anfang 2011 sogar den Schritt in die Selbstständigkeit und arbeitet seither hauptberuflich, seine Frau Hanka ist weiterhin nebenberuflich als Künstlerin tätig. Malkurse, Malreisen, Ausstellungen und der Verkauf von Aquarellen bedeuten harte Arbeit. Wichtig dabei ist aber: Hanka und Frank Koebsch haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und diese Leidenschaft kann jeder sehen – in jedem einzelnen Bild.

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