Zoopresseschau

Wilhelma Stuttgart 25.12.2017
Bescherung bei Gorillas, Orang-Utans und Bonobos
Spannend, lecker, nützlich: Weihnachtsgeschenke für die Menschenaffen. Große Augen unter dem Tannenbaum gab es am ersten Weihnachtstag in der Wilhelma bei den Menschen und Menschenaffen gleichermaßen. Einen Berg von 140 schön verpackten Geschenken durften Gorillas, Orang-Utans und Bonobos auspacken, die ihnen die Pfleger zur Feier des Tages zum Christbaum in die Gehege gelegt haben. Während sich die Affen neugierig auf die unterhaltsame Abwechslung stürzten, drückten sich Scharen von Besuchern des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart die Nasen an den Panoramascheiben platt, um bei der Bescherung zuzuschauen. Geteilte Freude ist doppelte Freude – gerade an Weihnachten. Viele Wilhelma-Besucher hatten am 3. Advent die Futterboxen mit Holzwolle oder Zeitungspapier gefüllt, darin tiertaugliches Naschwerk, wie Popcorn, Rosinen oder Apfelringe, versteckt und alles weihnachtlich verpackt. Jetzt begeisterten sie sich, mit welchem Eifer der Silberrücken Kibo und seine Gorilla-Sippe die Päckchen knackten, die Orang-Damen Carolin und Moni nach den Leckereien wühlten oder die Bonobo-Kinder einfach mit Kisten und Geschenkpapier spielten. Die Bescherung hatte einen vierfachen Nutzen: Die Weihnachtsgaben waren nicht nur Spaß und Genuss für die Affen sowie köstliche Unterhaltung für die Zuschauer, sondern zugleich ein Geschenk für die Arterhaltung. An Spenden für das bereitgestellte Material zum Präsentepacken kamen 700 Euro zusammen. Die Wilhelma fördert damit Schutzprojekte zur Rettung der bedrohten Menschenaffen in der Natur.

Zoo Augsburg, 22.12.2017
Aus dem Newsletter des Augsburger Zoos
Geboren wurden ein Alpaka, ein Zebra und ein Mantelpavian.
Bei den Reptilien schlüpften zwei Stirnlappenbasilisken. Außerdem wurde das erste Ei bei den Rosapelikanen gefunden.
Ein Pärchen Binsenastrilde und ein weiblicher Europäischer Kiebitz kamen aus dem Tierpark Olching.
Der 2016 geschlüpfte Fidschi-Leguan wurde an den Tierpark Straubing abgegeben, ebenso wie ein Pärchen Madagaskarweber. An den Vogelpark Olching ging ein weiblicher Zebrafink. Der Zoo Halle erhielt die beiden Nachzuchten von den Kaptrielen. Die weibliche Hyänen Nachzucht hat den weitesten Transportweg. Im Rahmen des Europäischen Zuchtprogramms wurde sie an den Zoo Minsk vermittelt.
Ein männlicher Mantelpavian verstarb vermutlich altersbedingt. Ebenfalls verstorben sind ein Bennett-Känguru sowie ein Rosapelikan. Leider verloren wir auch das Zuchtweibchen der Hyänen in der Narkose. Da es ihr mehrere Tage offensichtlich nicht gut ging, sollte Sie einen gründlichen Gesundheitscheck unterzogen werden. Vielleicht ergibt die Obduktion eine genaue Ursache.
Bei den Giraffen sind inzwischen schon die Vorplätze gepflastert, die Deckenheizung und die Beleuchtung wird derzeit angeschlossen. Zeitnah sollen dann (wenn es das Wetter zulässt) die Absperrzäune aufgestellt werden.
Die Spendeneingänge für den Neubau der Elefantenanlage sind weiterhin sehr erfreulich. So brachte die Firma Horsch einen Geldsack, gefüllt mit 2.000.- € vorbei und übergab ihn an den Freundeskreisvorsitzenden Herbert Mainka.
In Vorbereitung auf den Abriss der alten Stallungen fand eine Begehung mit Frau Weißschädel vom Fledermausschutz Augsburg statt. Die alten Ställe (Barasingha und Bison), die demnächst abgerissen werden, wurden auf Überwinterungsquartiere von Fledermäusen abgesucht. Sobald es Dauerfrost hat, sollen auch die zu fällenden Bäume kontrolliert werden.
Seit einigen Wochen läuft auch eine Sponsorenakquise für die Elefantenanlage über ein Call-Center.
An der Holztierkrippe fand traditionell am 3. Advent das Adventssingen mit der Franziskusschule aus Gersthofen (Lehrerorchester und Schülerchor) statt.
Der Weihnachtsbazar des Freundeskreises ist bis ins neue Jahr während der Zoo-Öffnungszeiten mit fleißigen Helfern besetzt. Falls also noch ein Geschenk fehlen sollte, finden Sie dort sicher etwas Passendes. In jedem Fall passt der Augsburger Zookalender, der dieses Jahr aufgelegt wurde, und dessen Einnahmen komplett in den Bau der Elefantenanlage fließen.
Die Stadtsparkasse Augsburg verdoppelt auch in diesem Jahr die Weihnachtsspende. Wenn Sie also aus jedem an den Zoo gespendeten EURO 2.- machen wollen – problemlos und jederzeit unter http://www.haus-der-stifter-augsburg.de/cms/, einfach im Betreff Zoo eingeben. Die Aktion läuft noch bis zum 31.12.2017

Vivarium Darmstadt 22.12.2017
Eingeschränktes Gastronomieangebot im Zoo Vivarium
Aufgrund des Pächterwechsels zum Jahresende ist das Café Eulenpick von Mittwoch, 27. Dezember, bis einschließlich Samstag, 30. Dezember, geschlossen. Ab dem 1. Januar 2018 und bis zur Neueröffnung des Café Eulenpicks Anfang des Jahres wird den Zoobesuchern vor Ort eine kleine Auswahl an Getränken und Snacks angeboten. Der Zoo selbst ist davon nicht betroffen und ist regulär geöffnet. Die Öffnungszeiten sind online einsehbar auf www.zoovivarium.de/besucherinfo.

Zoo Osnabrück 22.12.2017
Langsame Fortschritte bei den Orang-Utans
Zoo Osnabrück: neuer Orang-Utan Damai lernt Mitbewohner kennen. Borneo Orang-Utan Damai zog vor wenigen Wochen in den Zoo Osnabrück – nun lernte er seine Artgenossin Astrid kennen. Noch ist der Menschenaffe sehr schüchtern und für Besucher nicht zu sehen – das könnte sich in den nächsten Tagen aber ändern. Vor rund vier Wochen zog der 14-jährige Borneo Orang-Utan „Damai“ aus dem ungarischen Zoo Sóstó in den Zoo Osnabrück und war bislang für Besucher noch nicht zu sehen. Schritt für Schritt lernt das Männchen seine Artgenossen Buschi und Astrid kennen – anfangs getrennt durch ein Kontaktgitter. „Die Orang-Utans waren am Kontaktgitter recht entspannt – ihnen war klar, dass der jeweils andere durch das Gitter nicht zu ihnen kann“, erklärt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. Damai sei dennoch sehr scheu, auch gegenüber den Tierpflegern, berichtet der Biologe weiter. „Für ihn ist hier alles neu und das verunsichert ihn natürlich.“ Um sein Verhalten besser einschätzen zu können, stellten die Zoomitarbeiter eine Videokamera auf. „So können wir aufnehmen, was Damai macht, wenn wir nicht da sind“, erklärt Klumpe. Auf den Kontakt durch das Gitter folgte in den vergangenen Tagen das erste direkte Treffen mit Orang-Utan-Weibchen Astrid. „Bei den beiden war das erste Treffen nicht, wie man als Mensch vielleicht vermutet, eine vorsichtige Annäherung – es war eher ein Revier abstecken mit lauten Rufen. Das ist aber völlig normal und das Kennenlernen verlief gut“, so Klumpe weiter. Die beiden schwangen sich an den Kletterseilen durch die Anlage und wollten durch das Schwingen und Klettern Platz für sich einnehmen. Kennenlernen des neuen Zuhauses. „Damit Damai sich sicherer fühlt, wenn er das nächste Mal auf seine Artgenossen treffen soll, haben wir uns entschieden, dass er erst einmal alleine die anderen Bereiche des Dschungeltempels kennenlernt“, berichtet Klumpe. Die Zoomitarbeiter öffneten dafür eine Schleuse, die von Damais derzeitigem Innenbereich in den sogenannten „Wintergarten“ führt – dem Teil der Anlage, der an die Elefantenanlage grenzt und durch Scheiben für Besucher einsehbar ist. „Orang-Utans sind ja sehr neugierig und darauf haben wir gebaut. Ein erster Erfolg war dann auch, dass Damai tatsächlich in die Schleuse ging“, freut sich der Biologe. In den kommenden Tagen wird die Schleuse regelmäßig geöffnet, um dem 14-jährigen Orang-Utan die Möglichkeit zu bieten, sein Zuhause zu erkunden. Somit könnte es sein, dass Besucher an den kommenden Feiertagen den bislang für sie noch unbekannten Zoobewohner kennenlernen können. Geballtes Expertenwissen. Damit Damai sich weiterhin gut eingewöhnt, steht der Zoo eng in Kontakt mit den Zoos, in denen Damai bislang lebte. „Wir tauschen uns zum Beispiel über Vorlieben beim Futter oder Verhaltensmuster aus“, erklärt Klumpe. Auch mit dem Veterinäramt steht der Zoo Osnabrück in engem Kontakt. „Wie und wann wir die Orang-Utans zusammen lassen können und wann Damai für Besucher zu sehen ist, können wir noch nicht sagen. Für uns steht das Wohl der Tiere an erster Stelle und daher müssen wir immer annähernd objektiv und nur Schritt für Schritt entscheiden, je nachdem, wie Damai sich macht“, so Zoodirektor Prof. Dr. Michael Böer. Begleitet wird die Eingewöhnung seit dem Ankunftstag vom Fachteam des Zoos in Kooperation mit der Universität Osnabrück, Arbeitsgruppe Ethologie, Prof. Chadi Touma, und der Freien Universität Berlin, Arbeitsgruppe Vergleichende Entwicklungspsychologie, Dr. Linda Scheider. Biologiestudenten protokollieren, wie sich der Orang-Utan verhält, sodass aufgrund dieser Beobachtungen die nächsten Schritte geplant werden können. Vom Aussterben bedroht. Der Transfer des Menschenaffen nach Osnabrück wurde auf Bitte des Zuchtbuchkoordinators der Europäischen Zoos für Orang-Utans durchgeführt. „Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht – das ist die letzte Stufe vor ‚in der Wildbahn ausgestorben‘. Daher ist die Zucht für den Arterhalt extrem wichtig“, erklärt Tobias Klumpe. „Auf Damai wird voraussichtlich im kommenden Jahr ein Weibchen aus einem niederländischen Zoo folgen, in der Hoffnung, dass so ein neues Zuchtpaar entsteht.“ Die Anzahl der Borneo Orang-Utans in der Wildbahn wird von der Weltnaturschutzorganisation IUCN auf etwa 54.000 Individuen geschätzt, die des Sumatra Orang-Utans nur noch auf 14.600. Deswegen ist es für die Arterhaltung unabhängig von der Entwicklung in der Wildbahn wichtig, neue Paare in Zoos zu bilden, sodass Nachwuchs möglich wird.

Zoo | Aquarium | Tierpark Berlin 22.12.2017
Hörnchen im Anmarsch
Spitzmaulnashorn Maburi im Zoo Berlin ist trächtig. Kurz nach der Geburt sind zwar lediglich die Ansätze der Hörner zu sehen – umso gewaltiger werden diese jedoch mit dem Alter. Ein junges Spitzmaulnashorn könnte es im nächsten Jahr auch wieder im Zoo Berlin geben: Nashornkuh Maburi (15) ist trächtig und erwartet voraussichtlich im Herbst 2018 ein Jungtier. Nach einer Tragzeit von 14 bis 15 Monaten kommen junge Spitzmaulnashörner mit ca. 30 kg zur Welt und erreichen innerhalb von drei bis vier Jahren ein Gewicht von bis zu 1,2 t. Ihre Hörner wachsen ein Leben lang und werden von den Tieren selbstständig an widerstandsfähigen Gegenständen, wie Steinen oder Baumstämmen, abgeschliffen. Mit einer Länge von 80 cm trägt Spitzmaulnashornkuh „Kilaguni“ das größte Horn im Zoo Berlin. Laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) sind Spitzmaulnashörner mittlerweile vom Aussterben bedroht. Zwar haben diese Tiere ausgewachsen keine natürlichen Feinde, dafür stellt die illegale Jagd auf deren Horn durch den Menschen eine starke Bedrohung für sie dar. Der Bestand an freilebenden Spitzmaulnashörnern in Afrika wird heute auf nur noch rund 5.000 Tiere geschätzt. Der Zoo Berlin beteiligt sich seit Jahren sehr erfolgreich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Spitzmaulnashörner – so konnte zum Beispiel 2012 die in Berlin geborene Nashornkuh Zawadi in Tansania ausgewildert werden und dort 2016 bereits ihr erstes Jungtier zur Welt bringen. Das Internationale Zuchtbuch (IZB) dieser Nashorn-Unterart wird im Tierpark Berlin geführt. Im Zoo Berlin gab es zuletzt im Oktober 2014 Nachwuchs bei den Spitzmaulnashörnern – entsprechend wäre Maburis Kalb das erste nach vierjähriger Pause sowie bereits das 20. in Berlin. „Wir freuen uns natürlich immer besonders, wenn wir einen Beitrag zur Erhaltung einer so bedrohten und gleichzeitig faszinierenden Tierart leisten können“, erzählt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem zufrieden. Die Trächtigkeit der Nashorn-Dame konnte über eine Hormonuntersuchung im Kot in Zusammenarbeit mit der Vetmed Uni Wien festgestellt werden. Der Nachwuchs wäre das dritte Jungtier von Mutter Maburi und Vater Jasper (26). Aktuell leben insgesamt fünf Spitzmaulnashörner im Zoo Berlin – vier Weibchen und ein Männchen.

Zoo Landau 21.12.2017
Veranstaltungshinweis Jahresabschluss beim DGHT-Stammtisch im Zoo Landau in der Pfalz am 27. Dezember 2017, 19.30 Uhr
Am Mittwoch, den 27. Dezember 2017, findet der letzte der diesjährigen Schildkröten-Stammtische im Zoo Landau in der Pfalz statt. Die beliebte Veranstaltung, die seit vielen Jahren in Kooperation zwischen dem Zoo und der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. (DGHT) angeboten wird, bietet Schildkrötenhaltern eine Plattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch untereinander und mit den Experten der DGHT. Zum Jahresabschluss ist kein Vortrag geplant, vielmehr soll Raum sein, gemeinsam auf das Jahr zurück zu blicken und von den eigenen Erlebnissen, Erfolgen, vielleicht auch Problemen des Schildkrötenjahres 2017 zu berichten. Der Stammtisch findet in der Zooschule Landau statt. Die Veranstaltung ist kostenlos. Los geht es um 19.30 Uhr. Bitte betreten Sie den Zoo an diesem Abend über den Eingang an der Zooverwaltung (Zebrastreifen; Hindenburgstraße 12, 76829 Landau). Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer.

Kölner Zoo 21.12.2017
Neue Elefantenterrasse: Auge an Auge mit den Dickhäutern
Kinder bis einschließlich 12 Jahre kommen an Heiligabend gratis in den Kölner Zoo. Der Kölner Zoo hat den Elefantenpark für seine Gäste um eine neue Aussichts-Terrasse erweitert. Besucher können die Dickhäuterherde nun an einer weiteren Stelle aus nächster Nähe beobachten – diesmal sogar erstmals auf Augenhöhe. Die Terrasse liegt zwischen den beiden Aussichtsplattformen vis-à-vis der im September eröffneten Anlage für Asiatische Bantengs. Die Terrasse ermöglicht tolle Einblicke in das Außengelände des Elefantenkuh-Bereichs samt der drei Jungtiere, die hier in diesem Jahr geboren wurden. Sie liegt unmittelbar an einem Wassergraben, in dem die Elefanten sehr gern trinken und sich beim Bad erfrischen. Passend zur Vorstellung des neuen Aussichtspunkts erhielten die Kölner Elefanten ihr traditionelles Advents-Leckerli: Tannenbäume mit duftenden Nadeln und frischem Holz. Eine weihnachtliche Überraschung hält der Kölner Zoo auch für seine Besucher bereit.

Tiergarten Nürnberg 21.12.2017
Tiergartenfreunde beschenken Tiergarten mit Elektro-Fahrzeugen
Auch im Jahr 2017 unterstützte der Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. den Tiergarten der Stadt Nürnberg mit mehreren Projekten. Zu nennen sind hier die Sanierung der Totenkopfaffen-Anlage 1 und die Finanzierung des Tier(-garten)-Kunstwerks „Für Vielfalt in Nürnberg“ an einer Nürnberger Hausfassade 2 . Pünktlich zu Weihnachten schenken die Tiergartenfreunde dem Tiergarten Nürnberg drei elektrisch betriebene, umweltfreundliche Kleintransporter. „Mit den emissionsfreien und fast lautlosen Fahrzeugen können unsere Mitarbeiter umweltfreundlich große Lasten durch den Tiergarten Nürnberg bewegen und zum Beispiel Baustellen effizienter bedienen oder technisch gut ausgerüstet zu medizinischen Einsätzen fahren“, so Dr. Lorenzo von Fersen, 2. Vorsitzender des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. Die beiden fröhlich grüngelben alké-Elektrofahrzeuge mit Ladefläche und Planenaufbau erleichtern den Tiergarten-Handwerkern der Transport von bis zu 870 Kilogramm Material und Ausrüstung. Die Fahrzeuge bewältigen eine Steigung von bis zu 35% und können durch eine vorhandene Kupplung sogar noch durch einen Anhänger ergänzt werden. Den kunterbunten Renault Kangoo Z.E., ein Kastenwagen mit großem Laderaum für bis zu 595 Kilogramm Zuladung oder bis zu fünf Sitzplätzen, nutzen die beiden Zootierärzte für Einsätze innerhalb und außerhalb des Tiergartens. Die Veterinäre transportieren große medizinische Apparate wie Röntgen- oder Ultraschallgeräte zu den Tieren im Tiergarten oder fahren zu Untersuchungen zu dem tiergarteneigenen Gut Mittelbüg in Dr. Dag EnckeSchwaig bei Lauf, ins Tucherland im Nürnberger Norden, wo Rotkopfschafe des Tiergartens gehalten werden, oder in den Tennenloher Forst in Erlangen, wo Wildpferde des Tiergartens stehen. Je nach Fahrweise und Topografie erreicht der Kangoo eine Reichweite nach Herstellerangaben von bis 270 Kilometer bevor er wieder an die Steckdose muss.

Tierpark Hellabrunn 21.12.2017
Weihnachtliche Grüße aus Hellabrunn
Für die Hellabrunner Waldbisons und die Eisbären Giovanna und Quintana gab es in diesem Jahr eine köstliche Weihnachtsüberraschung: Schon ein paar Tage vor dem Fest stellten die Tierpfleger je einen bunt geschmückter Christbaum in die Anlage – Abräumen ausdrücklich erlaubt! Was steht denn da auf der Anlage? Quintana zögert nicht lange und inspiziert sofort den bunt geschmückten Nadelbaum, schließlich baumeln an dem Baum allerlei Leckereien – eine Mischung aus Paprika, Orangen, Äpfeln und ein paar Brezeln. Die kleine Eisbärin bemerkt erst auf den zweiten Blick, dass noch ein rotes Geschenk neben dem Tannenbaum steht, welches ebenfalls von den Tierpflegern liebevoll verpackt und geschmückt wurde. Als sich wenig später auch Mama Giovanna über den Weihnachtsbaum hermacht, dauert es nur ein paar Minuten, bis der Baum umgefallen ist – so lässt sich die Dekoration an den oberen Ästen auch viel leichter abräumen. Quintana packt zwischendurch – ganz unbemerkt von Mama – das rote Geschenk aus und heraus kommt eine Pylone, eines ihrer Lieblingsspielzeuge. Auch auf die Waldbisons wartet an diesem vorweihnachtlichen Morgen eine Überraschung auf der frostigen Anlage. Inmitten des gefrorenen Raureifs ragt eine große Nordmanntanne mit bunter Obst- und Gemüsedekoration in die Höhe. Während sich der Großteil der Herde erst einmal über das frische Heu am Rande der Anlage hermacht, traut sich eine Kuh mit ihrem erst wenige Monate alten Jungtier gleich an die frische Tanne heran und genießt es sichtlich, den Kopf tief in die Äste zu stecken. Nach und nach interessieren sich auch die anderen Tiere für den großen Christbaum, und so dauert es nicht lange, bis auch bei den Bisons der Weihnachtsbaum gefallen ist. Nachschub gibt es – wie fast jedes Jahr – wieder nach den Weihnachtsfeiertagen, wenn der eine oder andere nicht verkaufte Tannenbaum als Futter oder Beschäftigung in den Tieranlagen aufgestellt wird. Der Tierpark Hellabrunn hat an Weihnachten 2017 wie folgt geöffnet: 24. Dezember (Heiligabend): 9 – 16 Uhr, 25. Dezember (1. Weihnachtsfeiertag): 9 – 17 Uhr, 26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag): 9 – 17 Uhr

Zoo Salzburg 21.12.2017
Artenschutz: Es soll sich wieder Nachwuchs bei den Salzburger Nashörnern einstellen!
Es ist schon mehr als zwei Jahre her, dass sich das Salzburger Zooteam gleich über zweifachen Nachwuchs bei den Breitmaulnashörnern freuen konnte. Die beiden Nashorn-Mütter Tamu und Yeti haben sich rührend um ihre Jungs gekümmert. Amadou und Tayo sind zu prächtigen Jungbullen herangewachsen, die ihr Geburtsgewicht von rund 60 Kilogramm mittlerweile verzehnfacht haben. Sie sind nun nicht mehr auf die Fürsorge ihrer Mütter angewiesen. „Tamu wird bald 12 und Yeti ist 18 Jahre alt. Die beiden sind im besten Alter, sich um weiteren Nachwuchs zu kümmern“, sagt Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Aktiver Artenschutz zählt zu den wichtigen Aufgaben des Salzburger Zoos. Eines unserer Ziele ist es, einen Beitrag für die Bestandserhaltung der Breitmaulnashörner in Menschenhand zu leisten.“ Deshalb waren auch die beiden Reproduktionsspezialisten des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo-und Wildtiere Frank Göritz und Robert Hermes wieder im Salzburger Zoo, um die beiden Breitmaulnashorn-Kühe erneut künstlich zu besamen. Auch diesmal kamen die Samen vom Salzburger Nashornbulle Athos zum Einsatz. Grebner weiter: „Jetzt heißt es erstmal: Warten! Denn eine Trächtigkeit lässt sich vorab nur anhand einer Hormonanalyse im Kot nachweisen. Bis wir ein aussagekräftiges Ergebnis in Händen halten, müssen wir bis zu zwei Monate warten. Im Falle einer Trächtigkeit werden wir uns dann wieder in Geduld üben müssen, denn die kann bis zu 16 Monate dauern.“ Noch lange kein Aufatmen! Obwohl die Anzahl der gewilderten Nashörner in Südafrika in der ersten Hälfte dieses Jahres – von 529 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 mit 542 Tieren – leicht rückläufig ist, ist ein Ende der illegalen Jagd noch lange nicht in Sicht. Statistisch gesehen, werden allein in Südafrika drei Breitmaulnashörner pro Tag gewildert. Seit Jahren unterstützt der Zoo Salzburg finanziell die Arbeiten von „Save the Rhino“, einer weltweit arbeitenden Organisation, die sich für den Schutz und Erhalt der fünf Nashornarten in Afrika und Asien einsetzt: Nicht nur Schutzprogramme für die Tiere werden von Experten ausgearbeitet, sie bildet auch Ranger aus, informiert und sensibilisiert die lokale Bevölkerung, arbeitet mit NGOs und den jeweiligen Regierungen zusammen.

Wilhelma Stuttgart 21.12.2017
Besonders wertvolle Nachzucht bei den Bonobos gelungen
Eigentlich sollte man all seinen Nachwuchs gleich gerne haben. Aber von ihrem neuesten Zögling ist die Wilhelma in Stuttgart besonders begeistert. Im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart, der mit jetzt 16 Tieren eine der größten Bonobo-Gruppen in Zoos weltweit hält, hat die erfolgreiche Zucht dieser Menschenaffen einen ungewöhnlich wertvollen Spross hervorgebracht. Denn die frischgebackene Mutter Chimba ist ein Wildfang und hat mit ihren bereits zirka 22 Jahren am vergangenen Freitag hinter den Kulissen erstmals ein Jungtier bekommen. Nach einer Zeit der Zweisamkeit sind die beiden jetzt auch häufiger im Schaubereich zu sehen. „Für uns ist diese Geburt ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Es gab keinerlei Garantie, dass Chimba, die einen schweren Lebensweg hatte, irgendwann einmal Mutter werden würde. Ihr Sohn ist ein wichtiger Beitrag zur genetischen Vielfalt der Bonobos in Zoos weltweit.“ Die nächsten Verwandten des Menschen sind in der Natur stark bedroht. Deshalb versuchen die Zoos, für den Erhalt der Tierart eine Reservepopulation aufzubauen. Rund um den Globus leben etwa 200 Bonobos in Zoos, die ihre Tiere untereinander tauschen, damit es nicht zur Inzucht kommt und eine möglichst breite Basis des Erbguts erhalten bleibt. „Für Zoos werden heute keine Tiere mehr gefangen“, betont Kölpin. „Das ist richtig so. Wir wollen die Population in der Natur nicht dezimieren und fördern Artenschutzprojekte vor Ort. Umso wichtiger ist es, wenn doch einmal auf Irrwegen ein Wildfang im Zoo landet und frisches Blut in die Zucht bringt, diese Blutlinie auch zu erhalten.“ Das stärkt die Widerstandskraft der Nachkommen. Die schätzungsweise 1995 geborene Chimba war in Afrika illegal gefangen worden und als Jungtier im Diplomatengepäck über Angola nach Portugal verschleppt worden. Als sie dem Privatmann als Haustier über den Kopf wuchs, gab er sie erwachsen an einen Zoo, wo sie aber nur mit Schimpansen zusammenleben konnte. Die portugiesischen Behörden haben Chimba dort beschlagnahmt, um sie mit Artgenossen vergesellschaften zu können. Seit Juli 2008 ist sie in der Wilhelma. Ihre bei den Schimpansen angeeigneten Verhaltensweisen musste sie unter Bonobos stark umstellen. Immer noch bekommt sie Wutanfälle. Dann stampft sie wie ein Schimpanse mit den Füßen auf oder dreht sich bevorzugt in Rückenlage wie ein Kreisel um die eigene Achse. „Früher war sie schnell auf 180,
als Mutter ist sie viel ruhiger“, berichtet die Tierpflegerin Malisa Fassnacht. „Sie kümmert sich sehr fürsorglich um ihren Sohn, der auch gut bei ihr trinkt. Anfangs hat sie den Kleinen vor neugierigen Blicken der Jungtiere anderer Mütter abgeschirmt. Jetzt hat sie erkannt, dass die nur spielen wollen, und ist geduldiger mit ihnen geworden.“ Einen Namen hat das Jungtier noch nicht bekommen.

Zoo Osnabrück 21.12.2017
Tierisches Weihnachtsgeschenk in „Kajanaland“ im Zoo Osnabrück
Fünf Guteschafe in nordischer Tierwelt eingezogen. Fünf Guteschafe kamen vor knapp vier Wochen aus Stockholm und dem ebenfalls schwedischen Eskilstuna nach Osnabrück. Nach ihrer Ankunft blieben die Tiere zunächst in Quarantäne. Seit kurzem streifen die schwedischen Schafe über die untere Rentieranlage in der nordischen Tierwelt „Kajanaland“. „Guteschafe stammen ursprünglich von der schwedischen Insel Gotland und sind dort auch heute noch verbreitet. Somit passen sie, neben Rentieren, Luchsen und Waschbären, sehr gut in unsere Nordeuropa-Tierwelt“, erklärt Thorsten Vaupel, Tierpfleger und Revierleiter von „Kajanaland“. Durch ihre wärmende, überwiegend graue Wolle sind die Schafe hervorragend an ein kälteres Klima angepasst und kommen sowohl mit Regen und Wind als auch mit Schnee gut zurecht. Momentan leben die fünf Tiere auf einem Bereich der Rentieranlage, gegenüber von den Vielfraßen. Im Laufe des kommenden Jahres sollen die Guteschafe dann voraussichtlich mit den Rentieren vergesellschaftet werden. Gemeinsam soll die tierische Wohngemeinschaft dann die gesamte, rund 2.000 Quadratmeter große Rentieranlage bewohnen. Zuvor lebten die Schafe in Stockholm und Eskilstuna: „Insgesamt haben wir fünf weibliche Tiere, auch Auen genannt, bekommen. Drei davon kamen aus Stockholm, die anderen zwei, mit den Namen ‚Kokostopp‘ und ‚Strössel‘, stammen aus Eskilstuna“, berichetet Vaupel weiter. Von dort bringen die zwei Guteschafe auch ihre außergewöhnlichen Namen mit, die jeweils ein schwedisches Gebäck bezeichnen. Gehörnte Gotlandschafe. Bei den Guteschafen tragen sowohl die Böcke als auch die Auen Hörner. Den Kopf der männlichen Tiere ziert ein schneckenförmig geschwungenes Horn, das Horn der Weibchen hingegen fällt deutlich kleiner und sichelförmig aus. Damit unterscheiden sich die Guteschafe von den bekannteren Gotlandschafen: „Die beiden schwedischen Schafrassen werden häufig verwechselt. Ursprünglich stammen sie beide von der Insel Gotland. Aber im Gegensatz zu den Guteschafen sind die Gotlandschafe hornlos – aus diesem Grund werden die Guteschafe häufig auch als gehörnte Gotlandschafe bezeichnet“, erklärt Zoobiologe Tobias Klumpe.

Tierpark Nordhorn 21.12.2017
Traditionelles Schuhsohlenbacken im Tierpark
Beliebte Brauchtumsveranstaltung, freier Eintritt ab 16.00 Uhr. Einen alten Grafschafter Brauch, das „Schoosollenbacken“, können Tierparkbesucher am Freitag, den 29. Dezember 2017 von 14 bis 21 Uhr im Familienzoo erleben. Auch in diesem Jahr wir die Veranstaltung wieder beim Heuerhaus und in der angrenzenden Remise des Nordhorner Treckerclubs stattfinden. Zum inzwischen 23. Schuhsohlenbacken lädt traditionell der Förderverein, unterstützt von Nachbarn, Mitarbeitern und Freunden des Tierparks ein. Mit speziellen Waffeleisen werden dabei die schmackhaften „Schoosollen“ im offenen Feuer gebacken und sofort frisch und knusprig zum Kosten angeboten. Die alte Tradition des Waffelbackens war vor Einführung der Elektrizität in der Grafschaft Bentheim bei den Familien üblich und findet heutzutage wieder mehr Interesse. Die Waffeleisen zeigen häufig das „Familienwappen“ mit den Namen des Ehepaares und dem Hochzeitsdatum. Die alten Waffeleisen stammen aus vergangenen Jahrhunderten. Musikalisch werden die fleißigen Helfer von dem „Groafschupper Plattproater Kring“ unterstützt. Verschiedene kulinarischeAngebote runden den gemütlichen Jahresausklang im Tierpark ab. Der Tierpark ist rund um die historischen Gebäude in der Dunkelheit stimmungsvoll beleuchtet. Der Eintritt ist ab 16.00 Uhr frei.

Tiergarten Schönnbrunn 21.12.2107
SCHÖNBRUNNER PANDAS FÜR AWARDS NOMINIERT
Was die Oscars in der Filmbranche sind, sind die Giant Panda Global Awards in der Panda-Welt. Gleich in vier Kategorien ist der Tiergarten Schönbrunn dieses Mal nominiert. Die Zwillinge Fu Feng und Fu Ban gehen als Doppelpack in der Kategorie „Beliebtester Panda außerhalb Chinas“ ins Rennen. Am 7. August 2016 sind die beiden zur Welt gekommen. Ihre Geschichte ist eine Sensation: Zum ersten Mal werden Panda-Zwillinge in Menschenobhut von ihrer Mutter ohne menschliche Hilfe aufgezogen. Für diese tolle Leistung ist auch ihre Mutter Yang Yang nominiert – in der Kategorie „Panda-Persönlichkeit des Jahres“. Noch in zwei weiteren Kategorien ist der Tiergarten zu finden. Fu Bao, der dritte Schönbrunner Panda-Nachwuchs, der mittlerweile in der Dujiangyan Panda Base in China lebt, wurde für die Kategorie „Beliebtester Heimkehrer-Panda“ vorgeschlagen. Der „Glückliche Leopard“ ist der ältere Bruder der Zwillinge und wurde heuer bereits vier Jahre alt. Eine weitere Nominierung geht nicht an einen Panda, sondern an zwei Panda-Freunde. Fotograf Daniel Zupanc und Tiergarten-Pressesprecherin Johanna Bukovsky sind mit ihrem Kinderbuch „Der kleine Zoo-Entdecker. Großer Panda“, erschienen im KIKO Verlag, in der Kategorie „Unterhaltsame Bildungsarbeit“ mit dabei. Ins Leben gerufen wurden die Giant Panda Global Awards vom „Panda-Botschafter“ Jeroen Jacobs. Mit diesen Preisen will er Aufmerksamkeit für die Großen Pandas und die Bemühungen zum Erhalt dieser bedrohten Art wecken. Bis 21. Jänner kann unter www.giantpandaglobal.com abgestimmt werden. Wer die beliebten Auszeichnungen erhalten wird, entscheiden somit die Panda-Fans auf der ganzen Welt. Der Tiergarten Schönbrunn hofft natürlich auf die Unterstützung der Schönbrunner Panda-Freunde. „Wir freuen uns sehr über die Nominierungen und hoffen, dass viele Panda-Fans fleißig für uns abstimmen werden“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Allwetterzoo Münster 20.12.2017
Giraffenbulle Rocky aus dem Allwetterzoo wird Niederländer
Giraffenbulle Rocky, der am 29. Dezember 2014 im Allwetterzoo Münster geboren ist, lebt nun in einer Junggesellengruppe im Zoo Beekse Bergen, Niederlande. Kurz vor seinem dritten Geburtstag verlässt Giraffenbulle Rocky am 19. Dezember den Allwetterzoo Münster in Richtung Niederlande. „Wir müssen Rocky jetzt abgeben, bevor er in die Verlegenheit kommt seine Mutter oder Schwester zu decken, mit denen er hier bei uns zusammen lebt“, erklärt Kuratorin Dr. Simone Schehka aus dem Allwetterzoo. „Wir freuen uns, dass wir einen guten Platz im Zoo Beekse Bergen für ihn gefunden haben, wo er gemeinsam mit gleichaltrigen Bullen in einer Junggesellengruppe leben wird.“ Am Dienstagmorgen verlässt der Giraffentransport Münster in Richtung Niederlande mit Zwischenstopp in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, um einen zweiten Giraffenbullen mit auf die Reise zu nehmen. Begleitet wird der Transport von Allwetterzoo-Pflegerin Nina Klegin, die Rocky die Eingewöhnung in eine noch unbekannte Umgebung erleichtern soll. „Das Team hat professionelle und tolle Arbeit geleistet“, freut sich Dr. Schehka. „Schon im Vorfeld hat die Zusammenarbeit unter den drei Zoos wunderbar funktioniert und auch der Transport, die Ankunft und die Eingewöhnung verliefen gut, so dass Frau Klegin schon wieder auf dem Rückweg nach Münster ist. Es ist beruhigend zu wissen, dass Rocky bei den Niederländischen Kollegen in guten Händen ist.“ Rocky ist am 29. Dezember 2014 im Allwetterzoo geboren. Seinen Namen verdankt er seinem Paten Christoph Metzelder, der ihn 2015 nach Rogier „Rocky“ Krohne vom SC Preußen Münster benannt hat. Im Allwetterzoo Münster leben nun noch Rockys Mutter Makena und Schwester Nala im Giraffenhaus.

Tierpark + Fossilium Bochum 20.12.2017
Tierpark + Fossilium Bochum schließt Untersuchungen zum Tod der Schwarzspitzen-Riffhaie ab
Nach dem plötzlichen Tod seiner zwei Schwarzspitzen-Riffhaie sowie vier weiterer Korallenfische Anfang November hatte der Tierpark + Fossilium Bochum verschiedenste umfangreiche Untersuchungen eingeleitet. Ein technischer Defekt und eine Fehlfunktion des Alarmsystems konnte bereits nach einigen Tagen ausgeschlossen werden, das gesamte Betriebssystem war und ist nach wie vor intakt und die 15 verbliebenen Fische im Aquarium erfreuen sich bester Gesundheit. Nun steht auch fest, dass alle weiterführenden Tests, wie die Analyse der Wasserproben durch verschiedene, unabhängige Institute oder auch die Obduktion der Fische an der veterinärmedizinischen Hochschule in Hannover keine Auffälligkeiten im Hinblick auf die Todesursache gezeigt haben. So waren weder hauseigene Stoffe, die mit dem Aquariensystem in Verbindung hätten kommen können, für den Störfall verantwortlich, noch ergaben die bakteriologischen und histologischen Untersuchungen einen klärenden Befund. Zuletzt erhoffte sich der Tierpark Erkenntnisse von noch ausstehenden, aufwendigen und langwierigen toxikologischen Untersuchungen, die aber ebenfalls keine neuen Anhaltspunkte brachten. „Nach Zusammenfassung aller Fakten ist davon auszugehen, dass eine nicht definierbare Substanz ins Becken gelangt, sich möglicherweise bereits durch die eingeleiteten Sofortrettungsmaßnahmen für die verbliebenen Fische abgebaut hat und daher nicht mehr in den zurückgestellten Wasserproben nachweisbar ist. Daher gelten die Untersuchungen als abgeschlossen. Wir möchten uns an dieser Stelle bei den vielen Besuchern bedanken, die ihre Anteilnahme zum Tod unserer Tiere ausgesprochen haben“, erklärt Zoodirektor Ralf Slabik und ergänzt: „Wir arbeiten aktuell bereits an einer Aufrüstung unserer bestehenden Sicherheitssysteme, die die Anlage auch vor einem unbefugten Zugriff durch Dritte mit modernsten Mitteln schützen sollen.“

Zoo Frankfurt am Main 20.12.2017
Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch geht in den Ruhestand
Seit Anfang 2008 lenkte Prof. Dr. Manfred Niekisch die Geschicke des Frankfurter Zoos, eine der beliebtesten Bildungs- und Freizeiteinrichtungen der Stadt und des gesamten Rhein-Main-Gebiets. In den letzten zehn Jahren hat der Zoo einen Modernisierungs-schub erfahren und sich weiter zu einem Natur- und Artenschutzzentrum entwickelt. Am 31. Dezember endet Niekischs Amtszeit. „Prof. Dr. Manfred Niekisch hat das Motto des Zoos „Tiere erleben – Natur bewahren“ gelebt. In seinen Amtsjahren trieb er den Ausbau des Zoos maßgeblich voran und warb weltweit für den Natur- und Artenschutz. Dieses Anliegen hat er auch in der Öffentlichkeit mit eindrücklicher Präsenz zu vertreten vermocht, und so dem Frankfurter Zoo das positive Image verliehen, das er ohne Zweifel verdient“, würdigt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft die Arbeit des Zoodirektors. „Die Stadt Frankfurt dankt Manfred Niekisch herzlich für sein Engagement. Dass dieser Zoo ein Bildungs- und Lernort ist, ein attraktives Ziel für Ausflüge, eine der beliebtesten und bekanntesten Freizeiteinrichtungen in Frankfurt und der Region mit über 800.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich, geht nicht zuletzt auf das erfolgreiche Wirken von Prof. Niekisch in den vergangenen zehn Jahren zurück“, führt die Kulturdezernentin weiter aus. Während der Amtszeit von Prof. Dr. Niekisch wurde 2008 das Menschenaffenhaus Borgori-Wald eröffnet, es folgte 2009 das Gibbon-Haus, die Südamerika-Anlage Ukumari-Land mit neuem Eingangsbereich 2013, und die neue Quarantänestation 2014, sowie der Startschuss für den Neubau der Pinguin-Anlage 2016. „Leidenschaft und Engagement der Zoo-mitarbeitenden ist das, was einen guten Zoo wie den Frankfurter ausmacht: Natürlich sind tiergerechte moderne Anlagen, die für die Besucher attraktiv sind, von zentraler Bedeutung. Aber dass sich beide Bereiche weiterentwickeln konnten, dafür hat Prof. Niekisch gesorgt“, so Hartwig. Niekisch selbst hatte sich bei seinem Amtsantritt zum Ziel gesetzt, über die Bedeutung von Zoos und ihre Aufgaben aufzuklären, den Frankfurter Zoo bekannter zu machen und sein Artenschutz-Profil zu stärken. Außerdem war es ihm ein Anliegen, die Forschung zu intensivieren, den Zoo als Bildungseinrichtung zu stärken und die Tierhaltung durch Modernisierung und neue Anlagen zu optimieren. „Vieles von dem“, so Niekisch, „konnte ich dank meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Unterstützung aus dem Kulturdezernat, dem Magistrat und den städtischen Gremien umsetzen. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich. Dem Frankfurter Zoo werde ich immer verbunden bleiben. Vor allem wünsche ich mir, dass unserem feinen Innenstadtzoo auch zukünftig die Bedeutung beigemessen wird, die er hat – nämlich eine Oase für Menschen und Tiere zu sein inmitten einer sich rasch entwickelnden Metropole und ein Zentrum für den so wichtigen Natur- und Artenschutz.“ Zur Verabschiedung im Kaisersaal des Römer, zu der Oberbürgermeister Feldmann eingeladen hatte, kamen rund 100 Gäste darunter Stadtrat Jan Schneider, Stadtrat Dr. Lutz Raettig, Stadträtin Rosemarie Heilig, Stadtrat Dr. Bernd Heidenreich, Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler, Werner D’Inka, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, Bernd Loebe, Intendant der Oper Frankfurt, Dr. h.c. Beate Heraeus, Präsidentin der Senckenberg Gesellschaft, Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus + Congress GmbH Frankfurt am Main und Dr. Olivier Pagan, Direktor des Zoologischen Gartens Basel und Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten VdZ e. V. sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen und Weggefährten aus der Stadt, der Wirtschaft und zahlreichen Zoologischen Gärten. Über die Nachfolge Niekischs wird der Magistrat Anfang des kommenden Jahres entscheiden. Niekisch, 1951 in Nürnberg geboren, ist promovierter Biologe mit Schwerpunkt Zoologie und hat das Zoogeschäft von Grund auf gelernt. Während des Studiums war er insgesamt zwei Jahre lang als Tierpfleger im Kölner Aquarium am Zoo tätig. Seit 2010 hat er die Professur für Internationalen Naturschutz an der Goethe-Universität Frankfurt inne. 2016 wurde er zum dritten Mal in den Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung (SRU) berufen. Im August 2013 erfolgte zudem die Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Im Juli 2014 erfolgte die Berufung in den Landesnaturschutzbeirat Hessen. Im Oktober 2015 wurde er zum Vorsitzenden des Komitees für Naturschutz und Nachhaltigkeit des Weltverbandes Zoologischer Gärten und Aquarien (WAZA) gewählt.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 20.12.2017
Affen-Bescherung am 1. Weihnachtstag: Gorillas, Bonobos und Orang-Utans sind gespannt auf ihre Geschenke
Etwas ungewöhnlich war es schon: Die Weihnachtsgeschenke für die Menschenaffen der Wilhelma in Stuttgart haben die Besucher im Beisein einiger der Nutznießer gepackt. Damit ist vielleicht die Überraschung für die Beschenkten nicht mehr so groß, dafür aber die Vorfreude umso intensiver, bis es am ersten Weihnachtstag die Bescherung für die Gorillas, Bonobos und Orang-Utans gibt. Am Montag, 25. Dezember, bekommen sie die Präsente in ihren Gehegen unter einen Weihnachtsbaum gelegt. Beim Auspacken dürfen dann wiederum die Gönner dabei sein. Denn die Besucher des Zoologisch-Botanischen Gartens können ab elf Uhr zuschauen, wie Kibo und seine Gorilla-Sippe, Kombote und ihre Bonobo-Bande sowie die Orang-Damen Carolin und Moni ihre schmackhaften Geschenke öffnen. Das Interesse ist auf beiden Seiten erkennbar groß. Vor allem die Gorillas warfen neugierige Blicke auf die Boxen, die viele Besucher am 3. Advent vor der Scheibe des Geheges mit tiertauglichen Leckereien bestückten und verpackten. Nicht weniger als 140 Kartons füllten sich mit Popcorn, Rosinen, „Affenflips“ oder Apfelringen. Allerdings verschwanden die Gaumenfreuden in Holzwolle und Zeitungspapier, um – gut versteckt – den Affen beim Auspacken unterhaltsame Beschäftigung zu verschaffen. Nützlicher Nebeneffekt: Die Spenden für das bereitgestellte Material in Höhe von 700 Euro fließen in Projekte zur Rettung der bedrohten Menschenaffen in der Natur. Wer bei der Bescherung für die Menschenaffen zuschauen will, zahlt nur den regulären Eintritt, über die Feiertage den günstigen Wintertarif von elf Euro für Erwachsene und 5,50 Euro für Kinder. Den Spaß miterleben darf jeder Besucher, egal ob er beim Geschenke-Packen dabei war oder nicht. Pünktlich sein sollte man dabei auf jeden Fall, denn – wie bei den Menschen – geht das Auspacken schneller als das Einpacken.

Zoo Berlin 20.12.2017
Zoo Berlin für Giant Panda Award nominiert – Berliner Panda Fans sind bis zum 21. Januar zur Abstimmung aufgerufen
Eigentlich ziehen bei der Rettung des Großen Pandas alle beteiligten Akteure an einem Strang. Doch einmal im Jahr wetteifern Sie um eine beliebte Auszeichnung – den Giant Panda Award. Er ist der Oscar der internationalen Panda-Welt und wird seit 2012 jährlich verliehen. Heute wurden die Nominierungen für das Jahr 2017 bekannt gegeben. Der Zoo Berlin ist in fünf der 12 Kategorien nominiert: Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem in der Kategorie Panda-Persönlichkeit des Jahres (Human panda personality of the year) Der Panda Garden in der Kategorie Schönstes Panda-Gehege in einem Zoo (Most beautiful panda zoo enclosure) Meng Meng in der Kategorie Beliebtester Panda außerhalb Chinas (Favorite panda outside of china) Die rbb Dokumentation „Das Pandawunder von Berlin“ in der Kategorie Panda Publikation des Jahres (Panda educational entertainment of the year) Xi Jinping und Angela Merkel eröffnen den Panda Garden im Zoo Berlin Der Panda-Moment des Jahres (Panda moment of the year) Weiterhin wurden Nominierungen in den Kategorien „Panda-Baby des Jahres“, „Nachwuchswissenschaftler des Jahres“ und „Panda Charity des Jahres“ vergeben. Eine vollständige Liste der Kategorien und Nominierungen sind unter folgendem Link abzurufen: http://www.giantpandaglobal.com/giant-panda-global-awards/voting/ Hier entscheiden in den nächsten vier Wochen die Panda-Fans auf der ganzen Welt, wer die beliebten Awards erhalten wird. Der Zoo Berlin hofft auf große Unterstützung aller Panda Freunde. Abstimmungen sind unter dem obenstehenden Link bis zum 21. Januar 2018 möglich. Viele Auszeichnungen erhielten in den vergangenen Jahren unter anderem der Zoo in Washington DC, Edinburgh, Toronto, Chengdu, Wolong und Pairi Daiza in Belgien. Ins Leben gerufen wurde die Verleihung dieser Auszeichnung von Panda Botschafter Jeroen Jacobs. „Mit diesem Award möchten wir weltweit auf die Bedrohung der Großen Pandas aufmerksam machen und so auch für ihren Schutz zu werben“, erklärt er das Ziel der Verleihung. Dieser Wettbewerb bringt neben der Aufmerksamkeit für das Thema Artenschutz einen weiteren positiven Effekt mit sich: Der verstärkte Fokus auf der anspruchsvollen Haltung der Bambusbären und der Kommunikation zu ihrer Bedrohung führt zu einer stetigen Verbesserung aller Einrichtungen. „Wir fühlen uns geehrt, dass wir in gleich fünf Kategorien nominiert wurden“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem und lüftet auch gleich ein kleines Geheimnis: „Da wir in diesem Jahr im Beisein unserer Bundeskanzlerin und des chinesischen Präsidenten eine ganze besondere Eröffnung feiern durften, haben wir die große Ehre auch der Gastgeber der diesjährigen Award-Verleihung für 2017 sein zu dürfen. Die feierliche Übergabe wird am 8. Februar 2018 im Zoo Berlin stattfinden.“ Gefährdung der Pandas – Die als Heiligtümer verehrten Großen Pandas sind wie kein anderes Tier zum Symbol des Artenschutzes geworden. Einst erstreckte sich ihr Lebensraum vom Nord-Osten Chinas bis nach Myanmar und Vietnam. Heute findet man die Pflanzenfresser lediglich in den lichten Laub- und Nadelwäldern der chinesischen Bergregionen rund um die Provinzen Sichuan, Shaanxi und Guanzu. Wie die letzte große Pandazählung der staatlichen Forstbehörde Chinas zeigte, lebten im Jahr 2014 mindestens 1.864 Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum – 17% mehr als noch im Jahr 2004. Trotz erfolgreicher Schutzbemühungen ist das Überleben der Tiere in ihren natürlichen Lebensraum noch immer nicht gesichert. –Vielmehr wird der Große Panda immer noch als „gefährdet“ in der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) eingestuft.

Zoo Wuppertal 20.12.2017
Jungtier bei den Königspinguinen
Der Grüne Zoo Wuppertal freut sich über ein weiteres Jungtier bei den Königspinguinen. Das erst am 25. November 2017 geschlüpfte Küken hält sich stets in der Nähe seiner Eltern auf und wird von Ihnen versorgt. Es hat ein dunkles, kurzes Gefieder, mit dem es noch nicht schwimmen kann. Zwei weitere Jungtiere, die am 25. Oktober 2017 mit anderen Königs- und Eselspinguinen aus dem Zoo Basel nach Wuppertal kamen, sind inzwischen schon kräftig herangewachsen, aber immer noch deutlich an ihrem dunklen, flauschigen Federkleid zu erkennen. Die Königspinguine mit ihren Jungtieren können von den Gästen des Zoos im Pinguinhaus beobachtet werden.

Zoo Zürich 20.12.2017
WO EIN SCHNURRBART KEIN MÄNNLICHES ATTRIBUT UND ZAHNLOSIGKEIT KEIN ALTERSMERKMAL IST
Ein Ausflug nach Südamerika, zu einem Vertreter der Neuweltaffen und einem Vertreter der Nebengelenktiere: Kaiserschnurrbart-Tamarin und Südlicher Tamandua. TAMANDUA: Obschon es sich um kleine Tierchen handelt, bilden staatenbildenden Ameisen und Termiten doch ein sich punktuell in grösserer Konzentration anbietendes Nahrungsangebot. Es zu nutzen, bedarf aber gewisser Werkzeuge. Entsprechend ausgerüstete Nutzer dieses Angebots sind etwa die Ameisenbären. Lange Schnauze, langer Greifschwanz – Systematisch haben die Ameisenbären mit Bären nichts zu tun. Sie gehören in die Ordnung der Nebengelenktiere, die weiter eine illustre Schar südamerikanischer Säugetiere wie Faultiere und Gürteltiere vereinigt. Es werden drei «Grössen» von Ameisenbären unterschieden: der Grosse Ameisenbär, der Tamandua oder Kleine Ameisenbär und der Zwergameisenbär. Ihre lateinischen Artbezeichnungen nehmen Bezug auf die Anzahl krallenbewehrter Finger an den Vorderextremitäten: tridactyla (Grosser Ameisenbär, drei Finger), tetradactyla (Südlicher Tamandua, vier Finger) und didactyla (Zwergameisenbär, zwei Finger; früher eine Art mit sieben Unterarten, heute sieben eigenständige Arten). Der Südliche Tamandua hat seine Verbreitung im nördlichen und zentralen Südamerika. In seinen Lebensraumansprüchen ist er recht flexibel, bewohnt er doch nebst Regen-, Trocken- und Mangrovenwäldern auch offenere Flächen wie Baumsavannen oder Kulturland. Sowohl tags wie auch nachts ist er am Boden und auf Bäumen unterwegs auf Nahrungssuche. Mit seinen kräftigen Vorderextremitäten und den starken Krallen vermag er Termitenbauten zu öffnen, mit seiner langen feinen Zunge holt er die Insekten aus ihren Bauten. Bis zu 450 Gramm Ameisen wurden in Mägen von Tamanduas gefunden. Seine Beutetiere zerkaut er nicht – er hat keine Zähne –, er zerreibt sie. Der Tamandua klettert ausgezeichnet, unterstützt von seinem Greifschwanz. Seine Ruheplätze liegen denn auch bevorzugt in Baumhöhlen. Der Tamandua ist als Einzelgänger unterwegs und markiert sein Territorium mit einem streng riechenden Drüsensekret. Dessen Geruch hat den Tieren den Übernahmen «Stinkers of the forest» eingetragen. Das Weibchen bringt jeweils nach einer Tragzeit von fünf Monaten ein einzelnes Junges zur Welt und trägt es anfänglich auf dem Rücken mit sich herum. Seit 2007 im Bestand – Der erste Tamandua, ein Männchen, kam 2007 in den Zoo Zürich. Das Tier verstarb 2009. Als nächstes erhielt der Zoo über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm EEP ein Pärchen. Es hatte mehrfach Nachwuchs, die Jungtiere überlebten aber alle nicht. 2014 kam Lorenzo als neues Männchen nach Zürich. Mit seiner Partnerin zeugte er ein Junges, das ebenfalls nicht überlebte. Lorenzos Partnerin verstarb 2015 rund 15-jährig. Lorenzo wird vorerst der letzte Tamandua in Zürich bleiben. Für eine längerfristige Haltung der Art wären Umstellungen im Tierbestand nötig, um für eine optimierte Haltung mehr Raum zur Verfügung stellen zu können. Der Versuch, Lorenzo mit den Goldgelben Löwenäffchen zu vergesellschaften, scheiterte – nicht am friedfertigen Lorenzo, sondern am Zuchtmännchen der Löwenäffchen, das offenbar ein erhöhtes «Sicherheitsbedürfnis» hatte und Lorenzo auf seinen Ausflügen attackierte. Lorenzo wurde im Juni 1999 in Dortmund geboren. Er ist – hier schliesst sich der Kreis – der Vater des ersten Tamanduas in Zürich. Als durchschnittliche Lebenserwartungen für Tamanduas werden 7.6 Jahre angegeben. Mit seinen 18.5 Lebensjahren sprengt Lorenzo diesen Rahmen bei Weitem. In der Alterspyramide für seine Art finden sich in den Zoos weltweit nur noch 2 Männchen (von insgesamt 43), die älter sind als er. KAISERSCHNURRBART-TAMARIN: Ein kaiserlicher Schnauz, nur falsch gezwirbelt – Der Erstbeschreiber des Kaiserschnurrbart-Tamarins war vor 110 Jahren der in der Ostschweiz geborene Naturforscher Emil Goeldi. Er war als Forschungsreisender vor allem in Brasilien unterwegs. Ihm lag ein falsch präpariertes Museumsexemplar vor: der Präparator hatte den Schnurrbart des Tieres fälschlicherweise nach aussen und oben gezwirbelt – ganz in der Art, wie es für den Schnurrbart des deutschen Kaisers Wilhelm II. typisch war. Kaiserschnurrbart-Tamarine gehören zu den Krallenaffen und sind Bewohner der Regenwälder des oberen Amazonasbeckens. In Gruppen von zwei bis zehn Tieren streifen sie in der unteren und mittleren Kronenschicht in ihren rund dreissig Hektar messenden Wohngebieten umher. Ihre Nahrung besteht aus Früchten, Knospen, Blüten, Baumsäften, Wirbellosen und kleinen Wirbeltieren. In der Gruppe, die mehrere erwachsene Männchen umfassen kann, reproduziert in aller Regel nur ein Weibchen. Es bringt nach einer Tragzeit von rund 150 Tagen meist Zwillinge zur Welt, die zweieiig sind. Die Jungen sind bei der Geburt recht gross und können zusammen 15 bis 20 Prozent des Körpergewichts der Mutter ausmachen. Bei der Aufzucht helfen das oder die Männchen sowie ältere Jungtiere mit, indem sie die Jüngsten von der Mutter übernehmen und herumtragen und nur zum Säugen der Mutter zurückbringen. Ab einem gewissen Alter versorgen sie sie auch mit fester Nahrung. Die Jungen krallen sich im Fell der «Tragtiere» fest und halten sich dort ohne Unterstützung auch bei Sprüngen und schneller Fortbewegung. Der Zoo Zürich startete 1989 mit der Haltung von Kaiserschnurrbart-Tamarinen, mit einem aus Melbourne importierten Paar. Seither kamen hier 53 Junge zur Welt, 24-mal Zwillinge, 5-mal Einlinge. Nachzuchttiere wurden unter anderem an Zoos in Australien und Südafrika abgegeben. Gruppendynamische Prozesse – Aber nicht alle Jungtiere konnten erfolgreich aufgezogen werden. Eine Reihe von Ausfällen konnte nach minutiösen Abklärungen auf einen Parasiten zurückgeführt werden. Eine erhöhte Jungensterblichkeit setzte ab 2014 ein, verbunden mit gruppendynamischen Prozessen. 2015 umfasste die Gruppe zehn Tiere, sechs Männchen und vier Weibchen. Die Spannungen in der Gruppe nahmen zu, auch brachte erstmals ein zweites Weibchen Junge zur Welt. Das ursprüngliche Zuchtmännchen starb 2016. In der Folge zerfiel die Gruppe zusehends; ein Vorgang, der beim Erreichen einer gewissen Gruppengrösse nicht überrascht. Ein Tier nach dem anderen wurde aus der Gruppe gemobbt und musste herausgenommen werden. Was heute von der Gruppe übriggeblieben ist, sind das mit 13 Jahren schon recht alte Zuchtweibchen (ihre ersten Jungen kamen per Kaiserschnitt zur Welt) und ein 4-jähriger Sohn. Zwei herausgemobbte Tiere warten noch im Hintergrund auf ihre Weitergabe. Die Gruppe der Kaiserschnurrbart-Tamarine steht somit vor einem Neuanfang. In der gegenüberliegenden Anlage der Goldgelben Löwenäffchen hat die Gruppe mit zehn Tieren ebenfalls eine kritische Grösse erreicht. Das Zuchtweibchen ist zudem wieder trächtig. Auch hier würden gruppendynamische Prozesse nicht überraschen, die die Entnahme des einen oder anderen Tieres nötig machen könnten. Viele Krallenaffenarten haben von Natur aus ein kleines Verbreitungsgebiet. Die Zerstörung ihrer Lebensräume durch Rodungen bringt diese Arten schnell in grosse Bedrängnis. Für die Kaiserschnurrbart-Tamarine wird der Bestand in der Roten Liste der IUCN derzeit als nicht gefährdet eingestuft. Für das Goldgelbe Löwenäffchen lautet die Beurteilung stark gefährdet.

Zoo Heidelberg 19.12.2017
Musikalisches Vorweihnachtpräsent – Chanson-Gruppe Moitie:Moitie überreicht Spendenscheck
Ausgestattet mit einem großen Spendenscheck besuchten Mitglieder der Chanson-Gruppe Moitie:Moitie am 19. Dezember 2017 den Zoo und überreichten diesen symbolisch an den Zoodirektor. 4.300 Euro hatten sie bei einem Benefiz-Konzert Ende Oktober für den Zoo eingespielt. In Erinnerung an den äußerst gelungenen französischen Chansonabend dankte Dr. Klaus Wünnemann den Bandmitgliedern. Christophe Loetz (Gesang), Hans-Jürgen Ott (Akkordeon), Victor Winter (Gitarre), Mario Cetto (eBass) und Micha Moll (Schlagzeug). Sie hatten im Rahmen der Französischen Woche Heidelberg ein Benefizkonzert zu Gunsten des Zoo Heidelberg im Alten Hallenbad – Frauenbad organisiert. Vor einem restlos ausverkauftem Haus faszinierte die Gruppe Moitie:Moitie durch einen gelungen Mix aus traditionellen und neuen Interpretationen von Musette bis Jazzigem und einer geschickten Auswahl von Songs. Christophe Loetz führte mit kleinen Anekdoten hinter den Chansons durch das abwechslungsreiche Programm, das von locker-leichten bis zu melancholischen Texten reichte. Schnell hatte Christophe Loetz mit seiner farbenreichen und ausdrucksstarken Stimme die Zuhörer komplett überzeugt. Besonders beeindruckt zeigten sich die Anwesenden von den Balladen. Christophe Loetz konnte mit seiner herrlich timbrierten, gefühlvoll fließenden Bassstimme in Dis quand reviendras-tu? (Sag, wann kommst du wieder?) von Barbara oder Ne me quitte pas (Verlass‘ mich nicht) von Jacques Brel neue Dimensionen eröffnen sowie magische Momente mit schwarzer Tiefe zaubern. Hans-Jürgen Ott, Akkordeon und Piano, wusste geschickt mit seinem Instrument die Chansons zu unterstützen und brillierte mit Soloeinlagen. Komplettiert wurde die Band durch Victor Winter an der Gitarre, der ein sehr einfühlsames Intro bei La vie en rose spielte, Mario Cetto eBass, der mit Nathalie das Publikum mitriss, sowie Micha Moll am Schlagzeug, der es verstand die typischen rhythmischen Variationen des Chansons von Rubato bis in time den richtigen Swing z.B. bei La foule mitzugeben. Damit hatten die Instrumentalisten einen wesentlichen Anteil daran, dass bei den Chansons nie das Gefühl einer Cover-Version aufkam, sondern stets die eine eigene Interpretation deutlich wurde. Und so war es kein Wunder, dass die Künstler vom begeisterten Publikum zu mehreren Zugaben zurückgerufen wurden. Ein besonderer Dank für die Unterstützung geht auch an die Rhein-Neckar-Zeitung, Hans-Jörg Kraus, GVO friends of events GmbH, die alle ebenfalls, wie die Musiker selbst, Ihre Leistungen kostenfrei dem guten Zwecke zur Verfügung stellten. Kein Wunder war es daher auch, das viele der Konzertbesucher es den Organisatoren gleichtaten und zusätzlich noch einen Betrag in die aufgestellte Spendenbox für den Zoo steckten. So kann sich der Zoo Heidelberg gemeinsam mit den Musikern über den tollen Erfolg der Veranstaltung freuen, denn der komplette Erlös des Benefizkonzert in Höhe von 4.300 Euro ging an den Zoo.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 19.12.2017
Weihnachtsferkelei
Weihnachtsüberraschung: sieben Ferkel im tibetischen Dorf des Naturschutz-Tierparks Görlitz- Zgorzelec geboren. Allgegenwärtig sind sie derzeit in den Supermärkten, Shops und Co: die Marzipanschweinchen mit roten Schleifen und Kleeblatt als klassische Glücksbringer. Schleife und Kleeblatt können sie zwar nicht vorweisen, die sieben am Montag im Tierpark geborenen Ferkel, dafür sind sie quicklebendig und mindestens genauso entzückend wie ihre Marzipanverwandten. Mutter Kharma hat übrigens Routine in der Jungenaufzucht. Für die vierjährige Sau sind das die Ferkel 51 – 59. Damit es der Familie bei den derzeit herrschenden Temperaturen nicht zu kalt wird, gibt es nicht nur ein dickes Strohnest sondern auch noch eine Wärmelampe…

Zoo Berlin 19.12.2017
Humane Hilfe – Endoskopie bei Orang-Utan-Dame Djasinga
Ein Orang-Utan auf dem Behandlungstisch – das ist kein Alltag für Priv.-Doz. Dr. med. Dirk Hartmann aus dem Sana Klinikum Lichtenberg. Der Gastroenterologe führte am 11. Dezember 2017 zusammen mit einem Team des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) sowie den Tierärzten des Zoo Berlins erfolgreich eine Endoskopie bei der Menschenaffen-Dame Djasinga durch. Vor rund einem Jahr erlitt die 14-jährige Djasinga eine bei Orang-Utans häufig auftretende Kehlsackentzündung, die durch gezielte Behandlung glücklicherweise wieder schnell abheilen konnte. Als die Orang-Dame in den vergangenen Wochen wiederholt Kolik-Symptome zeigte, haben die Tierärzte des Zoos entschieden, das Tier im IZW per CT und Ultraschall genauer zu untersuchen. Zwar konnte dabei eine erneute Kehlsackentzündung ausgeschlossen werden, es zeigte sich allerdings – zu Abflussproblemen führender – Gries in Djasingas Galle. Wie auch in der Humanmedizin konnte diese kleinere Version des Gallensteins durch eine Endoskopie entfernt werden. „Das Besondere bei dieser Endoskopie war die Darstellung der Gallenwege – es war eine sogenannte Endoskopisch retrograde Chlangioskopie. Die Herausforderung hierbei war unter anderem, dass wenig über die Anatomie der Gallenwege beim Primaten bekannt ist“, erläutert Dr. Hartmann. „Es ist nicht unüblich, dass zu manchen Behandlungen von Zoo-Tieren Humanmediziner hinzugezogen werden“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor und Veterinärmediziner Dr. Andreas Knieriem. „Durch die nahe Verwandtschaft zum Menschen liegt dieses Vorgehen natürlich vor allem bei Orang-Utans nahe. Dennoch ist uns bisher keine andere derartige Endoskopie bei einem Menschenaffen bekannt.“ Bisher hat sich Djasinga von dem Eingriff sowie der vor allem für Menschenaffen nicht unproblematischen Vollnarkose gut erholt. Sie hangelt bereits wieder zusammen mit ihren beiden Artgenossen Satu (11) und Mücke (27) durch deren gemeinsame Anlage.

Zoo Wuppertal 19.12.2017
Der Name für das Bonobojungtier das am 6. Juli 2017 im Grünen Zoo Wuppertal geboren wurde steht fest: Der Sohn von Bonobomutter „Eja“ heißt „Bakari“! Die Gäste des Zoos hatten in der Zeit vom 29. November bis zum 15. Dezember die Möglichkeit aus den drei von den Tier-pflegern vorgeschlagenen Namen „Bakari“, „Seppo“ und „Kindu“ ihren Favoriten auszuwählen und sich so an der Namensgebung zu beteiligen. Die Gäste entschieden sich mit den meisten Stimmen für den Namen „Bakari“, den das junge Bonobomännchen nun offiziell erhalten wird. Der Name „Bakari“ stammt aus der Sprache Swahili und steht für: „Ei-ner der erfolgreich sein wird“. „Bakari“ ist bereits ein kleiner Star im Menschenaffenhaus des Grünen Zoos, viele Gäste wollen den kleinen Bonobojungen und seine stolze Mutter „Eja“ sehen.

Tierpark Hellabrunn München 19.12.2017
Lebensraum Mangrove in Hellabrunn
Seit dieser Woche gibt es im Urwaldhaus des Münchner Tierparks eine neue Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken: Die Mangroven-Anlage, die mit Unterstützung der Stiftung Lebendige Erde – Earthlife Foundation umgesetzt werden konnte, informiert die Besucher des Tierparks über den einzigartigen Lebensraum der Schlammspringer, Schützenfische, Süßwassernadeln und Vieraugenfische. Normalerweise kommen Mangrovenwälder nur entlang der warmen tropischen und subtropischen Meeresküsten in Gebieten mit Ebbe und Flut vor. Deshalb ist die Lebensgemeinschaft der Mangroven einzigartig: Die über Wasser liegenden Etagen des Mangrovenwaldes sind Lebensraum für Reptilien, Vögel und Säugetiere. Unter der Wasseroberfläche bieten sie einer Vielzahl an Fischen, Krebsen und Garnelen beste Bedingungen für deren Larven und Jungtiere. Nicht zu vergessen sind die Bäume und Sträucher aus verschiedenen Pflanzenfamilien, die nun auch die neue Anlage im Urwaldhaus begrünen. Diese haben einen wichtigen Nutzen für die Umwelt: Mangroven leiten große Mengen an organisch gebundenem Kohlenstoff ins Meer und mindern somit den CO2-Anstieg in der Atmosphäre. Damit nehmen sie schätzungsweise drei- bis fünfmal mehr Kohlendioxid auf als tropische Regenwälder. Tierpark-Direktor Rasem Baban betont die Wichtigkeit des Schutzes dieser gefährdeten Lebenswelt. „Wir bedanken uns für die Unterstützung der Stiftung Lebendige Erde – Earthlife Foundation, mit deren Hilfe wir das neue Becken und die Informationsangebote gestalten konnten. Dies unterstreicht einmal mehr den besonderen Bildungsauftrag und die Bildungsmöglichkeiten, die der Münchner Tierpark seinen Besuchern bietet“, freut sich Baban. Sabine Walker, Vorstand der Stiftung, ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit dem Tierpark Hellabrunn die Tierparkbesucher über den wichtigen Lebensraum der Mangroven informieren und für deren Bedeutung sensibilisieren können.“ Weltweit sind in den vergangenen 20 Jahren weit mehr als ein Drittel der Mangrovenwälder vernichtet worden. Schneller noch als die Regenwälder schwinden die Mangrovensümpfe. Mangroven konkurrieren mit Garnelen- und Krabbenfarmen, Reis-, Palmöl- und Kokosplantagen sowie Hotels und anderen Baugebieten um den begrenzten Platz an den Küsten. Die Vernichtung der Mangrovenwälder hat dramatische Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem des Meeres. Überall dort, wo Mangrovenwälder großflächig abgeholzt wurden, gingen die Erträge der Küstenfischerei drastisch zurück, da mit der Abholzung der Wälder die Fischbrutstätten zerstört werden. Gleichzeitig geht ein wichtiger Schutz vor Erosion und Flutwellen an den Küsten verloren. Das Hellabrunner Mangrovenbecken befindet sich im Urwaldhaus gegenüber der großen Gorillaanlage. Eine künstliche Welle sorgt für stetige Bewegung im Wasser und bildet so eine optimale Umgebung für die Schlammspringer, Schützenfische, Süßwassernadeln und Vieraugenfische.

Wildpark-MV Güstrow 19.12.2017
Mit einer Wolfstour das Jahr ausklingen lassen – Wolfswanderung in der Dämmerung am 30.12. im Wildpark-MV
Freie Tage zwischen Weihnachten und Neujahr und noch nichts vor? Der Wildpark-MV in Güstrow bietet eine zusätzliche Wolfswanderung in der Dämmerung zum Ausklang des Jahres 2017 an. Dicke Jacke an, Mütze auf und los geht’s am 30. Dezember! Gemeinsam mit einem Experten besuchen die Teilnehmer unter anderem Luchs und Wildkatze, aber auch Wildschweine und Eulen. Das Highlight wartet jedoch in der Raubtier-WG: die Fütterung des Wolfsrudels. Das Besondere: Die Tour startet in der Dämmerung und bietet bis zur Dunkelheit ganz besondere Einblicke abseits der regulären Besucherzeiten. Dieses Erlebnis sollte sich keiner entgehen lassen. Interessenten sollten schnell sein, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Zoo Augsburg 19.12.2017
Sonntag ist Frühaufsteher-Führung im Zoo Augsburg
Nach dem Trubel der Weihnachtszeit sehnt sich der Eine oder Andere sicherlich nach ein wenig Ruhe und Natur. Wer dazu noch gerne früh aufsteht und einen Spaziergang durch den Zoo zu schätzen weiß, der ist bei der Frühaufsteher-Führung am Sonntag, 31.Dezember 2017 genau richtig. Bei der zweistündigen Führung mit einem Zoobegleiter erfahren Sie viel Wissenswertes, Lustiges und Spannendes über die Tiere, sowie dem Zooalltag. Durch Materialien wie Felle, Federn und Eier wird die Führung zum Erlebnis für die ganze Familie. Die Führung startet um 9:00 Uhr an der Zookasse. Im Anschluss kann man optional den Zoobesuch mit einem bayrisch-schwäbischen Weißwurst-Frühstück inkl. Getränk zum Sonderpreis von 7 EUR in der Zoogaststätte ausklingen lassen.

Tierpark Hellabrunn München 18.12.2017
Willkommen in der VinPearl Safari in Vietnam
Die Hellabrunner Mandrill-Gruppe ist Ende letzter Woche von München nach Vietnam gezogen. Damit gibt es in Hellabrunn zukünftig mehr Platz für die Zuchtgruppe der hochbedrohten und eng mit den Mandrills verwandten Drills. Die Harems-Gruppe um Mandrill-Mann Jo ist am Donnerstagmorgen, 14.12.17, zum Frankfurter Flughafen gebracht worden, von wo aus sie gegen Mittag mit einem Direktflug nach Ho-Chi-Minh-Stadt aufgebrochen sind. Nach einer längeren Reise sind die sechs Tiere gut in ihrer neuen Heimat, dem Zoo VinPearl Safari, angekommen. Der Zoo liegt auf der Tropeninsel Phú Quoc vor der Küste Vietnams im Golf von Thailand. Seit 2016 gibt es für Mandrills einen Global Species Management Plan (GSMP), der die Bemühungen zur Erhaltung der Art in den Zoos auf allen Kontinenten sowie in der Natur vereint. In diesem Zuge wird die VinPearl Safari, obwohl nicht in Europa gelegen, in Zukunft Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Mandrills sein. Der Umzug nach Vietnam erfolgte auf Empfehlung des zuständigen EEP-Koordinators. Mandrills kommen ursprünglich aus Westafrika und leben vorzugsweise auf Waldböden. Durch die Rodung der Regenwälder wird ihr Lebensraum immer weiter eingeschränkt. Zudem sind Mandrills aufgrund ihrer Körpergröße eine lohnende und daher beliebte Beute bei Jägern. Dies führt dazu, dass der Mandrill laut IUCN (International Union for Conservation of Nature) mittlerweile als gefährdet eingestuft ist. Die Abgabe nach Vietnam erfolgte, weil Hellabrunn mehr Platz für die eng verwandten Drills schaffen möchte, für die der Tierpark das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) und das Internationale Zuchtbuch (ISB) verantwortet. Bisher lebten die beiden Primatenarten in direkter Nachbarschaft im Orang-Utan-Haus. Die beiden Anlagen werden zukünftig zusammengelegt, sodass den Drills dann über 250m² Innen- und Außenanlagen zur Verfügung stehen. Die bisherige Mandrill-Außenanlage wird außerdem im kommenden Frühjahr umgebaut.

Zoo Heidelberg 18.12.2017
Zoo Heidelberg: Baubeginn bei Löwen in Aussicht: Letzte Vorbereitungen für Start der Baumaßnahmen getroffen
„Es hat lange gedauert, aber nun ist es soweit: Es geht endlich richtig los!“ kann Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann jetzt verkünden. „Es ist eigentlich schon viel passiert, das waren aber alles eher unsichtbaren Vorbereitungen,“ ergänzt Wünnemann und blickt auf die gerodete Fläche hinter sich. Bis dorthin wird sich das neugestaltete Löwengehege im Zoo Heidelberg erstrecken – im Januar beginnen die großen Baumaßnahmen. In den nächsten Wochen werden die beauftragten Firmen loslegen. Die beiden Berberlöwen Binta und Chalid sollen bereits Ende des Sommers 2018 das erweiterte Außengehege erkunden können. Seit Planungsbeginn 2015 und der ersten Mitteilung zur geplanten Gehegeerweiterung der Löwenanlage ist in der Tat bereits vieles im Hintergrund passiert. Bei einem Löwengehege ist einiges im Vorfeld zu beachten: Sicherheitszonen für Tiere und Besucher und besondere Technik, die den Umgang mit den Raubtieren ermöglicht, sind dabei nur ein Teil der umfangreichen Planungen. Erkennbar für die Zoobesucher wurde der Baubeginn bereits mit dem Umzug der Stachelschweine in ein Ausweichgehege, denn auch ihre Anlage wird im Zuge der Baumaßnahmen eine Wandlung erfahren. Für sie und die Erdmännchen wird die ehemalige Bärengrube umgestaltet, sodass die Zoobesucher auch ihr Leben aus einer neuen Perspektive entdecken können. Da das neue Löwengehege für ein Rudel der großen Katzen ausgelegt sein wird, wurde die Fläche in der Planung für eine intensive Gruppendynamik einer größerer Löwengruppe strukturiert. Der Zoo hofft, dass das Löwenpaar in Heidelberg bald Nachwuchs bekommen wird und die Elterntiere gemeinsam mit den Jungtieren die Anlage mit all ihren Facetten nutzen werden. So müssen Trennmöglichkeiten von Gehegebereichen, Zugänge für Tierpflegern und Tierärzten, die einen geschützten Kontakt zu den Tieren ermöglichen und viel Beschäftigungsangebote für die majestätischen Berberlöwen berücksichtig werden. Ausreichend Platz ist garantiert: Das neue Gehege misst das Sechsfache der jetzigen Anlage. Neben der Gestaltungsplanung galt es jedoch auch die Finanzierung zu gewährleisten. So nutzte der Zoo die Zeit und sammelte fleißig Finanzmittel, um möglichst alle Elemente des Projekts umsetzen zu können: Die Läufer, die sich an den jährlich im April stattfindenden Zooläufen für den Ausbau der Anlage engagierten, haben hierzu einen wichtigen Teil beigetragen. Gemeinsam mit der Unterstützung zahlreicher Sponsoren und Spender steht so der Umsetzung mit einer abwechslungsreich gestalteten Kletterlandschaft und ausreichend Ruhe- und Rückzugszonen für die Löwen nichts mehr im Wege. Beobachtungspavillon, Safarizelt für Besuchergruppen und das Safari-Fahrzeug, das teils im Gehege, teils außerhalb platziert sein wird sowie die erhöhten Plattformen, die einen großzügigen Einblick in die Anlage ermöglichen, werden den Besuchern des Zoos interessante Einblicke in das Leben der Löwen bieten. „Unsere Besucher sollen den Löwen Auge in Auge gegenüberstehen und sich von den kraftvollen Bewegungen dieser anmutigen Tiere faszinieren lassen.“ schwärmt Wünnemann. Man merkt ihm an, wie sehr ihn der langerwartete Baubeginn in seinen Bann zieht. Er würde gerne selbst gleich die Schaufel in die Hand nehmen und loslegen, aber das muss nun noch ein paar Tage warten. Wann er selbst den ersten offiziellen Spatenstich machen darf, entscheiden die Fachplaner – der Zoodirektor kann es kaum erwarten.

Tierpark Berlin 18.12.2017
Das #abenteuerArtenschutz eröffnet im Tierpark Berlin – Neues Highlight bietet Besuchern Artenschutz zum Anfassen
Was haben Bartgeier Lucky in den europäischen Alpen, Przewalskistute Barca in der Mongolei und Spitzmaulnashornkuh Zawadi in Tansania gemeinsam? Sie sind in Berlin geboren und leben dank des Engagements der Zoologischen Gärten Berlin inzwischen wieder in ihrer ursprünglichen Heimat. Zudem sind sie die neuen Stars der Ausstellung #abenteuerArtenschutz im Affenhaus des Tierpark Berlin. Der Schutz der Arten ist eine der wichtigsten Aufgaben, der sich moderne Zoos heute verschrieben haben. Durch verantwortungsvolle Haltung und koordinierte Erhaltungszucht bedrohter Tierarten bauen Zoos wie der Tierpark und Zoo Berlin wichtige Reserve-Populationen auf, unterstützen Projekte zur Auswilderung sowie Wiederansiedelung und leisten so einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Schutz der bedrohten Artenvielfalt. Um dieses vielseitige und hochaktuelle Thema den Tierpark-Besuchern näher zu bringen, hat am 18. Dezember im Tierpark Berlin eine neue Dauerausstellung eröffnet. Besucher können die abenteuerliche Welt der Tiere an interaktiven Lernstationen erleben und den Artenschutz einmal genauer unter die Lupe nehmen. Was genau verbirgt sich hinter Fachbegriffen wie „Reservepopulation“, „In-Situ“ und „Ex-Situ“? Welche Rolle spielt die Wissenschaft dabei? Auf rund 700 Quadratmetern erklärt der Tierpark dies und mehr an verschiedenen Forscherkisten durch Spiele, Hörstationen und bewegte Bilder. Bei der Konzeption und Umsetzung erhielt der Tierpark Berlin kompetente Unterstützung durch die Unikatum Ausstellungsmedien GmbH, die jahrelange Erfahrung in der Inszenierung von Wissen und der Produktion interaktiver Erlebniswelten hat. „Diese Ausstellung ist ein völlig neuer Weg, um das spannende Thema Artenschutz für unsere Besucher erlebbar zu machen. Hören, Sehen, Mitmachen – in dieser umfassenden und interaktiven Form ist mir eine Dauerausstellung dieser Art in keinem anderen deutschen Zoo bekannt“, stellt Christian Kern, stellvertretender Zoologischer Leiter des Tierpark Berlin fest und erklärt: „Durch anschauliche Grafiken und konkrete Beispielprojekte werden die vielfältigen Maßnahmen aufgezeigt, die sich hinter dem Oberbegriff „Artenschutz“ verbergen.“ So können Kinder wie Erwachsene durch das interaktive Zuchtbuch des Java-Leoparden blättern, ihr Wissen auf einer Rallye testen oder gegeneinander im Memory-Spiel bedrohter Tierarten antreten und als Heiratsvermittler die richtigen Partner zusammenbringen. „Unter dem Motto #abenteuerArtenschutz können Groß und Klein auf eine beeindruckende Entdeckungstour gehen und einen Einblick in die Artenschutzprojekte bekommen, die der Tierpark Berlin weltweit unterstützt“, fasst Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem das neue Highlight des Tierparks zusammen. Die rund 200.000 € für den modernen Artenschutzpfad wurden zu zwei Dritteln durch GRW-Mittel finanziert. Dies war das erste Projekt, das durch GRW-Mitteln im Tierpark Berlin erfolgreich umgesetzt wurde. Anschließend werden auch die Innen- und Außenanlagen der umliegenden Bewohner neugestaltet. Im kommenden Jahr dürfen sich Brüllaffen, Weißkopfsaki und Co. auf moderne, großzügige Kletterlandschaften unter blauem Himmel freuen.

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2 Kommentare zu Zoopresseschau

  1. Mikka Liest sagt:

    Huhu Martin,

    am Weihnachten gehen wir nicht in den Zoo, weil da normal immer die Hölle los ist, aber wir gehen wahrscheinlich am Freitag, um unsere Jahreskarten zu verlängern, und dann schauen wir mal, ob wir die Guteschafe und Orang-Utan Damai zu Gesicht bekommen. 🙂

    LG,
    Mikka

    • Martin sagt:

      Hallo Mikka,
      Vielleicht gehen wir auch nächstes Wochenende. Wetterabhängig. Normalerweise gehen wir sehr früh, da ist meist nicht so viel los. Unsere Jahreskarten müssen auch verlängert werden.

      Liebe Grüße
      Martin

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