Montagsfrage: Gibt es ein Buch oder eine Reihe, dem/der deiner Meinung nach zu wenig Beachtung geschenkt wurde?

Heute stellt Svenja vom Buchfresserchen-Blog eine interessante (Montags)Frage:
Gibt es ein Buch oder eine Reihe, dem/der deiner Meinung nach zu wenig Beachtung geschenkt wurde?
Ich habe in letzter Zeit (vor allem bei meinen Beiträgen zu den Top Then Thuursdays) den Eindruck, dass die Bücher, die mir gefallen kaum jemand kennt. Von daher kann ich schon fast behaupten, dass es eine Menge Bücher/Reihen gibt, denen kaum beachtung geschenkt wird.
Und wenn man sich die Mengen an Buchblogs anschaut, findet man doch immer wieder dieselben Buchrezensionen, auch wenn es natürlich Ausnahmen gibt und ich vor allem heute sicher bin, dass man das eine oder andere Kleinod finden wird.
Es wird ja immer viel über Amazon gelästert, aber wenn ich ehrlich bin. habe ich dadurch schon eininge interessante Bücher gefunden, auf die man sonst nicht stoßen würde. Auch ziehe ich inzwischen das Surfen im Internet dem Besuch einer Buchhandlung vor, denn dort findet man tatsächlich oft Bücher, von denen noch niemand gehört hat und die es doch wert sind, gelesen zu werden. Und vor allem kleinere Verlage tun sich schwer im Buchhandel vertreten zu sein, weil man sich neben den sogenannten Bestsellern (die es manchmal aber auch nicht wert sind gelesen zu werden), nicht behaupten kann.
Ich will jetzt diesbezüglich keine Diskussion anzetteln, ich bin wohl etwas vom Thema abgekommen, mir ist durchaus klar, dass Buchhändler von irgend etwas leben müssen und Dan Brown und Stephen King sich besser verkaufen als Sabine Brandl und Chris P. Rolls (von denen ich sleber auch noch nichts gelesen habe, aber beide aus irgendeinem Grund mir gerade eingefallen sind).
Aber zurück zum Thema…

Ich könnte Unmengen an Büchern/Reihen aufzählen, denen mehr Beachtung geschenkt werden sollte, zumindest meiner Meinung nach, aber ich beschränke mich einfach mal auf zwei Reihen, die mich im letzten Jahr sehr beeindruckt haben und auf deren Fortsetzungen ich mich schon freue.
Und ja, beide tauchen immer wieder in diesem Blog auf, und wer meine Beiträge schon länger liest wird bestimmt schon mehrmals über sie gestoßen sein.

Tom O’Donnell: Hamstersaurus rex
Ton O’Donnell: Hamstersaurus rex gegen Eichhörnchen Kong

Ein normaler kleiner Hamster verwandelt sich in ein kleines Monster, nachdem es irrtümlich eine Packung DinoMax-Powerbooster-Proteinpulver frisst. Aus dem niedlichen Nager entwickelt sich eine angeblich gemeingefährliche Bestie, die gejagt und vernichtet gehört. Nur Sam hält zu ihm und beschützt Hamstersaurus rex vor allen Feinden …
Klingt wie Godzilla mit Fell, ist es auch irgendwie und auch Ähnlichkeiten zu King Kong lassen sich finden (vor allem im zweiten Band). Empfohlen für Kinder zwischen 9 – 11…
Aber ich habe mich, obwohl weitaus älter als die Zielgruppe, köstlich amüsiert, zumal die Geschichten durch lustige Bilder ergänzt werden.
Allerdings bin ich sonst noch nirgends über die Hamstersaurus-Bücher gestolpert und das haben sie nicht verdient. Etwas skurril, aber sehr liebenswert.

Ich mag aber auch skurrile Geschichten und das merkt man auch an der zweiten Reihe, die meiner Meinung nach mehr Beachtung geschenkt werden müsste:

Lars Simon: Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen
Lars Simon: Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

Der Beginn einer fantastischen Reise … Göteborg. Im Leben des erfolgreichen jungen Unternehmensberaters Lennart Malmkvist geschehen sonderbare Dinge. Ein Leierkastenmann in rotem Frack und zerbeultem Zylinder verfolgt ihn nicht nur am helllichten Tag, sondern bis in seine Träume, er verliert kurzzeitig die Sprache, was ihm die fristlose Kündigung einbringt, und schließlich vermacht ihm sein skurriler Nachbar, der alte Buri Bolmen, auch noch seinen Zauber- und Scherzartikel laden – inklusive übellaunigem Mops. Alles ziemlich seltsam, bis es noch seltsamer wird. Mops Bölthorn beginnt während eines Gewitters zu sprechen: Lennart sei der Auserwählte. Er müsse sein magisches Erbe annehmen und außerdem den Mord an Buri aufklären. Mord? Magisches Erbe? Ein Hund, der spricht? Lennart sieht sich bereits auf der Couch eines Therapeuten … Doch am Ende behält Bölthorn recht, und es geht um weitaus mehr als schlichte Magie.
(Klappentext von Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen)
Die dämlichen Titel und die bunten Cover spiegel durchaus wieder, was sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt. Urbanfantasy in Schweden mit einem Hauch von Witz (okay, vielleicht einem extrem starken Hauch) und einer Menge (mehr oder weniger) liebenswerter Charaktere.

Und dann gibt es natürlich eine Menge an englischsprachigen Büchern/Reihen, die nicht übersetzt werden.

Dieser Beitrag wurde unter Blogparade veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Kommentare zu Montagsfrage: Gibt es ein Buch oder eine Reihe, dem/der deiner Meinung nach zu wenig Beachtung geschenkt wurde?

  1. Hallöchen!
    Bei der Reihe um Lennart Malmkvist gebe ich dir vollkommen recht, sie liest sich wirklich wirklich gut, der Autor ist super sympathisch und doch bekommt es nicht die Aufmerksamkeit, die es verdient. Warum? Vielleicht, weil der Protagonist kein junges Mädchen mit besonderer Gabe ist. Ich möchte ungern Werbung machen, aber da du Lennart scheinbar ja gern magst: morgen erscheint ein kleines Interview, dass ich mit Bölthorn führen durfte. Schau gern vorbei, wenn’s dich interessiert 🙂

    Liebe Grüße!
    Gabriela

    • Martin sagt:

      Ist nicht jeder Kommentar auf einem anderen Blog eine Art Werbung?
      Aber danke dass du mich auf das Interview aufmerksam machst. Da schaue ich doch gerne vorbei.
      LG
      M

  2. Anja sagt:

    Huhu Martin,

    danke für die heutigen Tipps! Hamstersaurus Rex hört sich super witzig an =)

    LG
    Anja

    • Martin sagt:

      Halllo Anja,
      ich warte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung….(ich bin eindeutig zu alt für meinen Lesegeschmack)
      😉
      Liebe Grüße
      Martin

  3. Ich liebäugele noch mit Lennart Malmkvist… Vielleicht taucht es irgendwann auf meinem Blog auf. 😉

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele liebe Grüße,
    Elli

  4. laberladen sagt:

    Ich verstehe schon, dass Buchhandlungen nicht alles vorrätig haben können, was einem potenziellen Leser alles auf die Leseliste kommen könnte. Zum Stöbern ist eine Buchhandlung deshalb nur bedingt geeignet, außer man erwischt eine Nischenbuchhandlung, die sich z. B. auf Krimis spezialisiert hat. Ich stöbere auch fast nur im Internet und lasse mich da auch von anderen Bloggern inspirieren. Das hat sich wirklich bewährt und manche stellen zum Glück auch exotische Bücher vor, die dann zu mir nach hause dürfen.

    LG Gabi

    • Martin sagt:

      Hallo Gabi,
      ich habe auch schon in großen Buchhandlungen lange stöbern können, allerdings war die Ausbeute meist gering. Aber hin und wieder findet man auch was. Allerdings wird man im Internet auf alles Mögliche hingewiesen und diese Informationsflut ist hilfreicher als eine Buchhandlung, wenn man damit umgehen kann. Allerdings gestehe ich auch, dass ich früher oft in einen schwulen Buchladen ging und dort wurde ich oft auf interessante Bücher aufmerksam gemacht. Aber einen Buchhändler seines Vertrauens hat man auch nicht immer.
      LG
      M

  5. Nerdahoi sagt:

    Hallo Martin,

    ich habe bisher von keiner der beiden Reihen etwas gehört, aber die hören sich beide wirklich interessant an! Bei Gelegenheit werde ich bestimmt auch mal reinschauen 🙂

    Liebe Grüße
    Anja

  6. Hallo Martin, das stimmt, dass gerade in kleinen gut gepflegten Buchhandlungen so mancher Buchschatz zu entdecken gibt. Ich selbst lese tatsächlich die Presseinfos der Verlage, um das ein oder andere Kleinod zu finden. Oder schaue in Rezensionsportalen vorbei, wo Verlage sehr oft Bücher platzieren, die eben kein Bestseller-Kandidat sind.

    Viele Grüße
    Der Büchernarr Frank

    • Martin sagt:

      Hallo Frank,
      manchmal lasse ich mich auch einfach durchs Internet treiben (ich surfe dann richtig) und da findet man auch das eine oder andere Highlight. Newsletter lese ich von ausgewählten Verlagen unterschiedlichster Größe. Allerdings waren diese bisher eher nicht wirklich ergiebig, da auch dort nur bestimmte Autoren gehypt werden und man auch dort manches Kleinod übersehen kann.
      LG
      M

Kommentar verfassen