Portrait: Blassfuchs

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Tribus: Echte Füchse (Vulpini)
Gattung: Vulpes
Art: Blassfuchs
Blassfuchs (John Gerrard Keulemans)

Blassfuchs (John Gerrard Keulemans)

Der Blassfuchs ähnelt dem im südlichen Afrika vorkommenden Kapfuchs. Die Beine und Ohren sind ziemlich lang, letztere an den Spitzen abgerundet. Die Grundfarbe ist blass-beige, Beine und gelegentlich auch der Rücken sind rötlichbraun. Unterseite, Gesicht und Ohrinnenseiten sind heller, manchmal fast weiß. Im Unterschied zum etwa gleich großen Rüppellfuchs (Vulpes ruepelli) besitzt der Blassfuchs eine schwarze Schwanzspitze. Die Zahnformel ist 3/3-1/1-4/4-2/3=42.
Er erreicht eine Schulterhöhe von 25 Zentimetern und eine Kopf-Rumpf-Länge von 45 Zentimetern. Sein Körpergewicht beträgt etwa 2 bis 3,6 Kilogramm.

Blassfüchse sind gut an den Lebensraum angepasst. Sie vertragen gut die in Trockenzeiten vorkommende große Hitze und brauchen kaum Wasser. Flüssigkeit gewinnen sie wohl aus den gefressenen Früchten und Beutetieren. Ganz ohne Wasser kommen sie allerdings nicht aus.

Das Verbreitungsgebiet des Blassfuchses liegt in den Halbwüstengebieten des nördlichen Afrika südlich der Sahara. Es erstreckt sich vom Atlantik bis zum Roten Meer und entspricht in etwa der Sahelzone und den südlich angrenzenden trockeneren Teilen des Geographischen Sudan. Dabei beinhaltet es Teile der Staaten Mauretanien, Mali, des Senegal, Gambia, Nigeria, Niger, Burkina Faso, Benin, Kamerun, des Tschad, Sudan und Südsudan, Äthiopien und Eritrea.

Der Blassfuchs bewohnt trockene Savannen und Halbwüsten und dringt gelegentlich bis in echte Wüsten vor. Anscheinend lebt er in kleinen Familiengruppen zusammen, die aus einem züchtenden Paar und dessen Nachkommen bestehen.

Die nachtaktiven Tiere verbringen den Tag in selbst gegrabenen Erdhöhlen, die bis zu 15 m lang sein können, 2-3 m in die Tiefe gehen und die von mehreren Tieren bewohnt werde. Ein Wurf umfasst 3-4 Welpen. Die Tragezeit liegt zwischen 51 und 53 Tagen. Auffällig sind die gut entwickelten Backenzähne was auf ihre Nahrung Rückschlüsse zulässt: sie fressen wohl überwiegend Beeren, Melonen und andere Pflanzenteile aber auch bodennistende Vögel, kleinere Tiere und Aas.

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