TTT – 10 Bücher, bei denen der Autor weder deutsch- noch englischsprachig ist

Viele nichtdeutsch- oder englischsprachige Autoren lese ich gar nicht, aber ich habe davon abgesehen nur Werke von Jules Verne aufzulisten. Etwas mehr als ihn lese ich dann doch … und nicht nur französische Autoren

Autoren französischer Herkunft

Jules Verne: Die Eissphinx
Über Jules Verne muss ich nicht viel sagen, dieser taucht ja hin und wieder in meinen TTT-Beiträgen auf. Einige seiner Werke sind Klassiker („In 80 Tagen um die Welt„, „Der Kurier des Zaren„, „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde„) und wurden/werden mehrmals verfilmt.

Victor Hugo: Die Elenden
Nach neunzehn Jahren Haft kehrt Jean Valjean nach Frankreich zurück. Ein freundlicher Bischof nimmt ihn auf und hält sogar noch zu ihm, als er selbst von ihm bestohlen wird. Dankbar beschließt Valjean, nunmehr anständig zu leben. Er verschafft sich eine neue Identität, wird reich und unterstützt Arme und Entrechtete. Alles setzt er daran, die todkranke Arbeiterin Fantine und ihre kleine Tochter Cosette zu retten. Da holt ihn seine Vergangenheit ein.
Über das Buch (die Bücher) bin ich über das Musical Les Misérables (Originaltitel von Die Elenden). Musical (und den entsprechenden Film) habe ich noch nicht gesehen (den Film habe ich zwar angefangen, aber nicht zu Ende geschaut), aber vielleicht ergibt sich dieses Jahr die Möglichkeit das Musical in Tecklenburg zu sehen.
Das Buch hat mir erstaunlich gut gefallen, die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt.
Victor-Marie Hugo (* 26. Februar 1802 in Besançon; † 22. Mai 1885 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, der vor allem durch „Der Glöckner von Notre Dame“ Weltruhm erlangte. Ich kenne von seinen Romanen aber tatsächlich nur „Die Elenden“. Vom Glöckner kenne ich diverse Filme und das Disney-Musical…

Maurice Renard: Ein Mensch unter den Mikroben
Fléchambeau liebt Olga und hält, wie es sich seinerzeit gehörte, bei den Eltern um ihre Hand an. Doch es gibt ein Hindernis auf seinem Weg zum Glück: er ist fast zwei Meter groß, seine Angebetete hingegen nur 1,55. Der Größenunterschied von 42 cm bedeutet für die Eltern eine unüberwindliche Schranke.
Sein Freund, der Forscher Pons, kennt die Lösung: Fléchambeau muß kleiner werden. Also erfindet er ein Mittel zur Verkleinerung und testet dieses an seiner Katze: es wirkt hervorragend, die Katze schrumpft genau auf die geplante Größe herab. Da zögert verliebte Fléchambeau keinen Moment mehr, greift selbst zu den Pillen und wähnt sich schon bald mit der geliebten Olga vereint. Aber dann geht etwas gewaltig schief . . .

Auf Renard bin ich erst im letzten Jahr aufmerksam geworden. Mich hat der Titel interessiert, deswegen habe ich mir das Buch besorgt. Am Anfang fand ich es etwas uninteressant und vielleicht auch zu altmodisch in den Ansichten der Charaktere, aber nachdem der Schrumpfeffekt einsetzte fand ich es durchaus unterhaltsam. So zwischendurch konnte man es lesen, aber als interessante Neuentdeckung würde ich es nicht bezeichnen. Vielleicht als ganz nett.
Maurice Renard (* 28. Februar 1875 in Châlons-en-Champagne; † 18. November 1939 in Rochefort, Département Charente-Maritime) gehörte zu den Schriftstellern des „Goldenen Zeitalters“ der französischen Science-Fiction-Literatur. Er war stark beeinflusst von Edgar Allan Poe und H. G. Wells.
Renards Werke bewegen sich auf der Grenze zwischen Science-Fiction und der Fantastischen Literatur. Hierbei entwickelte er ein auf Logik und Rationalismus aufgebautes Verhältnis zum Übernatürlichem.

Pierre Boulle: Planet der Affen
In einem Raumschiff, das mit Lichtgeschwindkeit durch das Weltall fliegt, begibt sich der Journalist Ulysses Mérou zusammen mit zwei Wissenschaftlern auf eine Mission, die die Erkundung des nächstgelegenen Sonnensystems zum Ziel hat. Zu ihrer goßen Überraschung finden sie einen Planeten, der unserer Erde gleicht. Doch eine noch größere Verblüffung erwartet sie: Auf Soror, so der Taufname durch die Entdecker, leben menschenähnliche Wesen! Diesen scheint jedoch jedwedes rationale Denkvermögen zu fehlen, und kaum ist eine erste Verständigung hergestellt, werden sie allesamt gejagt und gefangen genommen von der herrschenden Zivilisation auf dem Planeten: Affen! Schreckliche Experimente und einen schmerzvollen Tod vor Augen muss es Ulysses gelingen, seine haarigen und hochintelligenten Entführer davon zu überzeugen, dass er anders ist, von einem fremden Planeten kommt und vor allem, dass er keine Gefahr darstellt. Besonders von Letzterem lassen sich aber nur die Wenigsten überzeugen …
In den 80ern hatte ich eine Phase, in der ich von diversen SF-Filmen die Buchvorlagen gelesen habe. Viele Bücher waren damals nur antiquarisch erhältlich. Unter anderem auch „Der Planet der Affen“. Mich hat damals gewundert, dass ein Franzose die Vorlage lieferte und dass das Buch dann doch etwas anders war als der Film hat mich auch erstaunt. Aber ich habe es regelrecht verschlungen. Die Verfilmungen sind anders, aber auch sie habe ich gerne gesehen (wenn man auch auf einige der Fortsetzungen hätte verzichten können)
Pierre François Marie Louis Boulle (* 20. Februar 1912 in Avignon (Vaucluse); † 30. Januar 1994 in Paris) schrieb neben dem Planet der Affen auch Die Brücke am Kwai (das ich weder gelesen noch den Film gesehen habe)

Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche
Jedes Jahr im Spätsommer versammeln sich die Störche und brechen nach Süden auf. Und jedes Jahr im Frühling kehren sie zurück in ihre alten Nester. Doch diesmal bleibt die Rückkehr der Zugvögel aus. Ein Schweizer Ornithologe schlägt Alarm. Er erteilt Louis Antioche den Auftrag, den Weg der Störche von Europa nach Zentralafrika zu verfolgen. Seine Nachforschungen werden zu einer Reise ins Grauen.
Wer denkt, dass Vogelzug langweilig ist, wird hier eines Besseren belehrt (wobei es ja nicht nur um den Zug der Störche geht). Ich mag die Bücher von Jean-Christophe Grangé, der vermutlich durch Die Purpurnen Flüsse bekannt geworden sein düfte. Der Flug der Störche ist sein Erstlingswerk, aber muss in Spannung den bekannteren Romanen in keiner Weise nachstehen. Mich hat das Buch sehr überrascht … Der Film dagegen eher nicht. Vielelicht liegt es daran, dass es ein Zweiteiler fürs TV ist, aber die Spannung des Buchs wird nicht übertragen. Das empfand ich bei den Purpurnen Flüssen anders.

Aber es gibt nicht nur französische Autoren

Autoren skandinavischer Herkunft

Ich bin kein Freund der allseits beliebten skandinavischen Krimis (hin und wieder gefällt mir zwar eine skandinavische Serie, aber mit dem Großteil der Krimis/Thriller kann ich mich nicht anfreunden, ich finde sie teilweise zu deprimierend).
Aber es gibt genug anderes:
Morten A. Strøksnes: Das Buch vom Meer
Maja Säfström: Pinguine sind kitzlig
Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

Autoren italienischer Herkunft

Lisa Signorille: So macht es das Krokodil

Autoren spanischer Herkunft

Arturo Pérez-Reverte: Der Club Dumas
Corso ist Bücherjäger und er erhält zwei neue Aufträge: ein Originalmanuskript von Alexandre Dumas überprüfen und die letzten Exemplare eines Buches ausfindig machen, von dem viele glauben, der Teufel selbst habe es geschrieben. Er ist der Beste, und dazu gehört, sich nicht beeindrucken zu lassen. Doch kurze Zeit später wird Corso beinahe von einem Gerüst erschlagen, dann fast von einem Auto erfasst, und an der Straßenecke steht dieser Mann mit der Narbe im Gesicht, als sei er einem Abenteuerroman entstiegen. Corso ahnt, diese Aufträge kosten ihn vielleicht mehr als seine Selbstsicherheit …
Bekannter als das Buch dürfte der darauf basierende Film mit Johnny Depp sein: Die neun Pforten. Der Club Dumas war das zweite Buch, das ich von Pérez-Reverte gelesen habe, allerdings erst nachdem ich den Film gesehen habe. Erst später ist mir aufgefallen, dass ich bereits früher eines seiner Bücher gelesen habe, Das Geheimnis der Schwarzen Dame (das auch verfilmt wurde). Beide Bücher haben mir gefallen. Spannend geschrieben und immer mit einem Hauch des Geheimnisvollen.
Dabei fällt mir ein, dass ich auch Alexandre Dumas als nicht deutsch- oder englischsprachigen Autoren hätte nennen können… aber das wäre dann ein Franzose mehr…

Mehr über die Hintergründe des TTT findet ihr hier. Mehr Beiträge (anderer interessanter Buchblogger) zum heutigen Thema findet ihr hier.

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16 Kommentare zu TTT – 10 Bücher, bei denen der Autor weder deutsch- noch englischsprachig ist

  1. Einen schönen guten Morgen Martin.

    Ich kenne keines deiner Bücher. Dir gefällt das Nashorn? Ich kann es dir wirklich empfehlen. Es ist ein ganz besonders Buch.
    Der Club Dumas springt mir jetzt ins Auge. Bücherjäger!
    Die Elenden wandert umgehend auf meine Wunschliste.

    Hab einen schönen Tag.
    Liebe Grüße,
    Gisela

    • Martin sagt:

      Hallo Gisela,
      ich habe mir deine Rezi zum Nashorn durchgelesen und das klang schon sehr ansprechend. Mal schauen wie lange es auf der WuLi bleibt oder ob es demnächst auf den SuB landet (der größer und grö0er und größer wird…).
      Ich mag die Bücher von Pérez-Reverte, jedenfalls die beiden, die ich gelesen habe. Vielleicht sollte ich mal wieder was von ihm lesen. Ich mag diese Art von Spurensuche.
      Liebe Grüße und einen schönen TTT
      Martin

  2. Andrea sagt:

    Hey Martin 🙂

    Von deiner Liste kenne ich nur Jules Verne, aber auch von ihm habe ich bisher noch nichts gelesen^^ Aber ich kenne die Filme, die von seinen Büchern handeln (Reise zum Mittelpunkt der Erde) 😉

    Mein Beitrag

    Liebe Grüße und einen schönen Donnerstag 😀
    Andrea

    • Martin sagt:

      Hallo Andrea,
      Jules Verne wird immer wieder gerne verfilmt, irgendwie haben seine Geschichten etwas zeitloses, auch wenn sie vielleicht nostalgisch anmuten, aber durch seine Verbindung mit der damals modernen Technik und seinen Visionen sind die immer lesbar (und verfilmbar).
      Dir auch noch einen schönen Donnerstag
      Martin

  3. aleshanee75 sagt:

    Guten Morgen Martin,

    bei dir kommen mir zwar einige Titel sehr bekannt vor, aber gelesen hab ich davon nichts!
    Immerhin haben wir Jules Verne gemeinsam, nur hab ich mein Lieblingsbuch von ihm ausgewählt: Reise zum Mittelpunkt der Erde.

    Vom „Planet der Affen“ kenne ich nur die Filme, aber „Die Geschichte der Bienen“ ist mir schon öfters aufgefallen, das fände ich auch noch sehr interessant!

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Martin sagt:

      Hallo Aleshanee,
      ich habe mich für die Eissphinx entschieden, da ich das Buch erst vor Kurzem gelesen habe und auch rezensiert. Ich habe ein paar Lieblingsbücher von Verne, einige habe ich auch schon im TTT vorgestellt, aber ich muss gestehen, dass IN 80 TAGEN UM DIE WELT nicht dazu gehört. Ich mag das Buch (wie fast alles von Jules Verne), aber andere gefallen mir besser.
      😉
      Ich wünsche dir noch einen schönen TTT
      Martin

  4. sommerlese sagt:

    Hallo Martin,

    Die Elenden habe ich vor langer Zeit schon gelesen. Mir fällt auf, auf deiner Liste finden sich viele Franzosen.
    Die Bienengeschichte hätten wir gemeinsam aufzählen können, doch meine Liste war schon schnell voll mit den vielen skandinavischen Krimis und Thrillerautoren.

    Meine Liste

    Liebe Grüße und noch eine schöne Woche,
    Barbara

    • Martin sagt:

      Hallo Barbara,
      mich hat das mit den Franzosen auch überrascht…und es hätten noch mehr sein können…
      Dass in diesem TTT viele Skandinavier auftauchen, wundert mich nicht, deren Thriller/Krimis erfreuen sich ja großer Beliebtheit.
      Liebe Grüße
      Martin

  5. Guten Morgen 🙂

    Wir haben heute Arturo Pérez-Reverte gemeinsam, auch wenn ich ein anderes Buch von ihm ausgewählt und „Der Club Dumas“ noch nicht gelesen habe. Es klingt aber sehr interessant! Von deinen anderen Autoren habe ich bisher nichts gelesen, „Das Buch vom Meer“ und „Die Geschichte der Bienen“ habe ich aber auf der Wunschliste, zu „In 80 Tagen um die Welt“ und „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ kenne ich den Film und von Hugo habe ich den „Glöckner von Notre Dame“ auf dem SuB.
    Unser Beitrag

    Noch einen schönen Tag!
    Liebe Grüße,
    Kerstin

    • Martin sagt:

      Hallo Kerstin,
      „Dreimal im Leben“ kenne ich noch gar nicht, aber es liest sich auch anders als die beiden Bücher die ich bisher von Pérez-Reverte gelesen habe, eher wie eine Liebesgeschichte und nicht wie ein Krimi.
      „Das Buch vom Meer“ war eines der Highlights, das ich im letzten Jahr gelesen habe. Dadurch habe ich auch Lust auf Meerbücher bekommen (oder mehr Bücher zum Thema Meer…). „Die Geschichte der Bienen“ hat mich ein bisschen enttäuscht.
      Liebe Grüße
      Martin

  6. Hallo Martin,

    du hast recht „Dumas“ wird erwähnt und ich finde das klingt total interessant. Das Buch muss ich mir näher anschauen 🙂

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

  7. Hallo Martin,

    von deinen vorgestellten Büchern kenne ich leider keins, bzw hab ich nichts davon gelesen. Lustigerweise kenne ich tatsächlich nur skandinavische Thriller und hab noch nichts aus dem Literaturbereich gelesen. Von Grange hab ich bereits etwas gelesen, die purpunen Flüsse, was mir ganz gut gefallen hat. Les Miserables kenne ich nur als Namen des Musicals und Planet der Affen als Film. ☺

    Liebe Grüße
    Silke

    • Martin sagt:

      Hallo Silke,
      an skandinavischen Thrillern/Krimis kommt man ja auch fast nicht vorbei. Sie stehen ständig auf den Bestsellerlisten und gerne gelesen werden sie (deswegen) auch. Ich habs mal mit Mankell versucht, nachdem mir einige Verfilmungen gefallen haben, aber das ist nicht meine Welt.
      😉
      DIE PURPURNEN FLÜSSE haben mir sowohl als Film als auch als Buch gefallen, über die bin ich überhaupt zu Grangé gekommen.
      Liebe Grüße
      Martin

  8. Steffi sagt:

    Guten Abend Martin,

    also wirklich, wie konnte ich ‚Les Mis‘ vergessen? Ich liebe sowohl das Buch als auch das Musical (der Film war aber auch gut).

    Die anderen kenne ich zum Teil vom sehen her, habe ich aber noch nicht gelesen. Aber vielleicht wird das ja noch mal was 😉

    Liebste Grüße,
    Steffi

  9. Anja sagt:

    Hallo,
    zwar kenne ich einige deiner Titel vom Sehen, gelesen habe ich davon aber nichts – sie entsprechen auch eher nicht meinem aktuellen Beuteschema. Ich finde es aber sehr interessant, wie viele unterschiedliche Bücher bei diesem Thema zusammengekommen sind – sonst findet man ja doch viele Übereinstimmungen.
    Viele Grüße
    Anja

    • Martin sagt:

      Hallo Anja,
      die Literatur der Welt ist vielfältig und wenn man die Muttersprache und die englischen Titel wegfallen lässt, und das dürfte einen Großteil der gelesenen Bücher in D ausmachen, dann kommen wirklich mal unterschiedliche Titel zu Tage, nicht nur gerade populäre YA-Reihen. Ich bin aber auch überrascht, dass es nicht so viele Übereinstimmungen gibt. Autoren ja, aber die ausgewählten Titel sind dann doch wieder anders.
      Wäre aber auch langweilig wenn beim TTT immer nur dasselbe zu sehen wäre.
      😉
      LG
      M

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