Zoopresseschau

Wilhelma Stuttgart 12.01.2018
Geburt im Menschenaffenhaus – Tuanas Baby macht das Gorilla-Dutzend voll
Große Freude bei den Tierpflegern der Wilhelma, Begeisterung bei den Besuchern, die gestern zufällig im Menschenaffenhaus vorbeikamen, und Neugierde bei den Gorillas selbst: Knapp drei Jahre nach der letzten Geburt kam gestern erstmals wieder ein Gorilla-Baby im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart auf die Welt. Damit wächst die Familie von Silberrücken Kibo auf zwölf Mitglieder an. Tuana, mit knapp 13 Jahren die jüngste Frau in seinem Harem, hat am Donnerstag ihr zweites Jungtier bekommen. Sie war 2013 aus dem Zoo Hannover nach Stuttgart gereist und ist durch einen braunen Einschlag ihres sonst typischerweise schwarzen Fells von den anderen leicht zu unterscheiden. Vor fast genau drei Jahren war es auch Tuana gewesen, die – just am zweiten Weihnachtstag 2014 – für den ersten Nachwuchs der Gorillas im neuerrichteten Menschenaffenhaus gesorgt hatte. Auf ihren Sohn Tonda folgten 2015 Kajari, Sohn von Kolo, und Masani, Sohn von Mutasi. Alle drei interessieren sich sehr für den Säugling. Tonda schaut noch etwas skeptisch auf sein neues Geschwisterchen, aber ehe er eifersüchtig werden kann, fordern ihn seine beiden Halbbrüder zum Spielen auf. Zur Kinderschar gesellen sich noch die bald sechsjährige Milele und der neunjährige Kimbali. Er wird allerdings im Lauf des Jahres auf Empfehlung des Zuchtkoordinators die Wilhelma verlassen müssen. Längst hat er das Rabaukenalter erreicht und sorgt besonders dann für Streit, wenn es ums Futter geht. Vor allem Mimi, mit zirka 55 Jahren die Seniorin der Gruppe, kann solchen Ärger nicht gebrauchen. Noch weiß niemand genau, ob das Baby ein Junge oder ein Mädchen ist. Entsprechend steht der Name bisher nicht fest. Die Tierpfleger hatten Mutter und Kind am Donnerstag früh bereits im Kreise der Familie vorgefunden, das Kleine war von Anfang an auch für die Besucher zu sehen. „Tuana ist nicht gerade eine fürsorgliche Mutter. Sie hat schon ihr erstes Jungtier lieber an ihrem Hand- oder Fußgelenk getragen als an Brust oder Bauch, wie es sich eigentlich gehört“, sagt Marianne Holtkötter, Kuratorin für die Menschenaffen in der Wilhelma. „Aber sie weiß ihr Baby sehr wohl vor allzu wilden Eskapaden der Verwandtschaft zu schützen, indem sie es deren Zugriff im entscheidenden Moment entzieht.“ Es ist schon der 36. Gorilla, der in der Wilhelma zur Welt gekommen ist. Seit Jahren werden die Neugeborenen von ihren Müttern angenommen und bleiben von der ersten Minute an in der Familie. „Es ist wunderbar, dass wir solch eine harmonische Gruppe haben und den Kindergarten nebenan nicht brauchen“, sagt Holtkötter. Weil auch andere Zoos seit einiger Zeit keine aus der Familie verstoßenen Gorilla-Waisen mehr zu versorgen haben, kann die renommierte Station für Handaufzuchten, die die Wilhelma für die Zoos in Europa vorhält, also erfreulicherweise anders genutzt werden. „Das international wachsende Wissen um die Pflege von Gorillas und der ständige fachliche Austausch zwischen den Zoos trägt hier erkennbare Früchte“, erklärt die Kuratorin. „Dass der Erhalt der Gorillas in den Zoos immer besser funktioniert, ist umso wichtiger, weil ihr Fortbestand in der Natur weiter stark bedroht ist.“

Tierpark + Fossilium Bochum 12.01.2018
Kea-Jungtier verlässt den Tierpark + Fossilium Bochum für den Artenschutz
In dieser Woche hat sich ein Kea-Jungtier aus dem Tierpark + Fossilium Bochum auf die lange Reise nach Tschechien begeben. Im Zoo Brno lernt das Bochumer Papageienweibchen seinen zukünftigen Partner kennen und soll hoffentlich schon bald selbst für Nachwuchs sorgen. Die Kea-Dame schlüpfte im April 2017 und ist bereits die zweite erfolgreiche Nachzucht aus dem Tierpark + Fossilium Bochum, die im Rahmen des Zuchtprogramms für Keas vermittelt wurde. Das Zuchtbuch für Keas wird vom Zoo in Bristol koordiniert, welcher neue Vogelpaare gezielt zusammenstellt, um einen möglichst großen Genpool in der Reservepopulation der europäischen Zoos zu schaffen. „Zuchtbücher sind ein wichtiger Bestandteil des modernen Zoomanagements“, erklärt Zoodirektor Ralf Slabik und fährt fort: „Sie geben einen Überblick über alle Individuen der jeweiligen Tierart, die in den beteiligten Zoos gehalten werden und schaffen somit eine Grundlage für die Vermittlung von Nachzuchten und die Zusammenstellung von neuen Zuchtgruppen. Für den Erhalt der Biodiversität und den Schutz bedrohter Arten ist diese Zusammenarbeit der zoologischen Einrichtungen essentiell.“ Das adulte Kea-Paar des Tierpark + Fossilium Bochum ist vor kurzem in seine neue Voliere gezogen und hat sich dort bereits gut eingelebt. Der Tierpark hofft nun auf weitere Nachzuchten in dem frisch errichteten Domizil. Die olivgrünen Nestorpapageien sind in Neuseeland beheimatet. Vor der europäischen Besiedlung waren sie weit verbreitet, während sie heute nur noch in den alpinen Regionen der Nationalparks zu finden sind. So stehen die intelligenten Vögel bereits auf der Roten Liste bedrohter Arten und genießen einen hohen Schutzstatus

Tierpark Hagenbeck 12.01.2018
Inventur in den Tropen: Winzige Echsen und gut entwickelte Frühchen
Wie groß, wie schwer, wie viele? Das sind die häufigsten Fragen, auf die bei der Inventur im Tropen-Aquarium konkrete Antworten gesucht wurden. Die absoluten Winzlinge bei der stichprobenartigen Überprüfung in diesem Jahr waren die Jungen der äußerst seltenen Chinesischen Krokodilschwanzechsen (Shinisaurus crocodilurus). Drei von insgesamt zehn Echsenbabys gaben heute ihr Debüt als Fotomodelle. Größe und Gewicht: Die Tiere sind zwischen fünf und sieben Gramm leicht und haben eine Kopf-Schwanz-Länge von 13,5 bis 16 Zentimetern. Ein Erfolg bei der Nachzucht, auf den wir wegen der extremen Seltenheit dieser Tiere sehr stolz sind. Bereits deutlich schwerer sind die beiden Jungtiere der Kattas (Lemur catta). Die am 1. März 2017 geborenen Zwillinge Manja und Jafaro kamen zwei Wochen zu früh mit einem Gewicht von je nur 50 Gramm auf die Welt. Doch jetzt haben sie gründlich aufgeholt und wiegen 1.250 (Jafaro) und 1.256 (Manja) Gramm. Somit liegen die Beiden mit ihrem Gewicht genau dort, wo sie vom Alter her sein sollten. Noch ein bisschen schwerer waren die bis zu 140 Zentimeter langen aus den Sumpfwäldern Südamerikas stammenden Krokodiltejus (Dracaena guianensis). Die beeindruckenden Echsen ließen sich von ihren Tierpflegern auf die Waage locken. Das größte und kräftigste Männchen hat ein Gewicht von 2.755 Kilogramm und das deutlich zartere Weibchen wiegt 1.455 Kilogramm. Um Menge und Qualität ging es im Großen Hai-Atoll. Seit Februar 2010 hat Zebrahai (Stegostoma fasciatum) Sally einen männlichen Partner. Bisher gab es noch keinen Nachwuchs für die beiden, obwohl Sally unzählige Eier in den Korallen abgelegt hat. Hat es nun geklappt? Taucher suchten und untersuchten 38 Hai-Eier. Die Durchleuchtung zeigte jedoch, dass ein Zuchterfolg auch in diesem Frühjahr eher unwahrscheinlich ist.

Zoo Osnabrück 12.01.2018
Neue Öffnungszeiten für „Winterzauber“ im Zoo Osnabrück
Freitag bis Sonntag Schlittschuhlaufen und Karussellfahren. Nach einem Besucherrekord am Eröffnungswochenende mit rund 6.300 Gästen passt der Zoo Osnabrück die Öffnungszeiten für seinen „Winterzauber“ an die Nachfrage unter der Woche an. Von freitags bis sonntags können die Zoobesucher das besondere Angebot genießen, montags bis donnerstags bleiben Eisbahn, Karussell und die dortige Gastronomie geschlossen. „Wir haben uns sehr gefreut über den großen Ansturm am vergangenen Wochenende. Gerade zur jetzigen Jahreszeit ist es schwierig Menschen in den Zoo zu locken. Mit der neuen Veranstaltung haben wir anscheinend genau die Interessen unserer Besucher getroffen“, freut sich Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. Beim „Winterzauber“ warten im Zoozentrum eine überdachte Kunsteisbahn, ein nostalgisches Kinderkarussell und winterliche Spezialitäten wie Grünkohleintopf, Bratapfel-Crêpe oder Glühwein und Apfelpunsch. „Allerdings waren die Besucherzahlen unter der Woche aufgrund der Jahreszeit so gering, dass wir hier die Öffnungszeiten anpassen müssen, um die Veranstaltung wirtschaftlich zu halten. Da wir uns so fast ausschließlich selbst finanzieren, ist es für uns überlebenswichtig, dass wir mit neuen Formaten möglichst schwarze Zahlen schreiben.“ Das zusätzlich Budget vom „Winterzauber“ und dem damit verbundenen Turnier im Eisstockschießen wird in die Vergrößerung der Löwenanlage fließen und somit den Tieren zugutekommen. Damit für die Osnabrücker Löwen möglichst viel Geld zusammen kommt, wird der „Winterzauber“ ab sofort freitags von 12 bis 16 Uhr und samstags sowie sonntags von 9 Uhr bis mindestens 16 Uhr (je nach Nachfrage) geöffnet haben. „Der Zoo wird natürlich je nach Wetterlage sehr stark oder sehr gering frequentiert. Indem wir die Schlusszeiten an den Wochenenden flexibel halten, wollen wir hier entsprechend der aktuellen Besucherzahlen reagieren und bei Bedarf verlängern können“, so Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. An den übrigen Tagen (montags bis donnerstags) bleibt der Bereich ab sofort tagsüber geschlossen. Nur während der niedersächsischen Zeugnisferien am Donnerstag, 1. Februar, und Freitag, 2. Februar, öffnet der „Winterzauber“ noch einmal unter der Woche von 9 Uhr bis 16 Uhr. Der „Winterzauber“ findet bis zum 11. März statt. Eisstockschießen dienstags- bis donnerstagsabends. Ab dem 23. Januar bis zum 3. März startet dann das Eisstockschießen jeweils von dienstags- bis donnerstagabends. Ab 18:30 Uhr können private Mannschaften für 50 Euro pro Team (inklusive Zoo-Eintritt) um den „Löwen-Ice-Cup“ kämpfen. Zuschauer und Fans haben ab 18:30 Uhr freien Zoo-Eintritt und können sich kostenlosen Führungen anschließen. Anmeldung sind noch bis zum 20. Januar möglich per E-Mail über ess@zoo-osnabrueck.de oder direkt im Online-Shop des Zoos https://shop.zoo-osnabrueck.de. Die Veranstaltung wird unterstützt von den Hauptsponsoren der Filmpassage Osnabrück, der Rahenbrock Gruppe, Kinnius Fleischverarbeitung und der Sparkasse Osnabrück und von vielen weiteren Firmen.

Zoo | Aquarium | Tierpark Berlin 12.01.2018
Einer geht noch!
Die Zwischenergebnisse für den Giant Panda Award 2017 sind da. Seit gut drei Wochen stimmen Panda-Fans aus aller Welt für ihre Favoriten des Giant Panda Awards 2017 ab. Zum ersten Mal steht in diesem Jahr auch der Zoo Berlin auf der Nominierungsliste dieser Auszeichnung und das gleich in fünf Kategorien! Die Ende letzter Woche veröffentlichten Zwischenergebnisse aus den insgesamt zwölf Kategorien steigern die Spannung nun ins Unermessliche. Demnach hat der Zoo Berlin es bei vier der fünf Nominierungen bereits unter die ersten Drei geschafft: Platz 2 in Der Panda-Moment des Jahres (Panda moment of the year), Platz 2 in Beliebtester Panda außerhalb Chinas (Favorite panda outside of china), Platz 3 in Schönstes Panda-Gehege in einem Zoo (Most beautiful panda zoo enclosure), Platz 3 in Panda Publikation des Jahres (Panda educational entertainment of the year), Platz 5 in Panda-Persönlichkeit des Jahres (Human panda personality of the year) Jetzt gilt es, die errungenen Plätze zu verteidigen oder sogar noch weiter aufzusteigen. Dazu ruft der Zoo Berlin erneut alle Panda-Fans zur Abstimmung auf. Noch bis zum 21. Januar 2018 ist dies unter folgendem Link möglich: http://www.giantpandaglobal.com/giant-panda-global-awards/voting/ Auch Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem freut sich über die Zwischenergebnisse: „Ich bin überrascht und stolz zugleich, dass wir in allen fünf Kategorien bereits jetzt schon solch tolle Platzierungen erreichen konnten. Und ich bedanke mich schon jetzt bei all unseren Unterstützern.“ Nachdem in gut einer Woche das Voting geschlossen wird, findet die große Preisverleihung mit internationalem Publikum am 8. Februar 2018 im Zoo Berlin statt. Der gesamte Zwischenstand lässt sich unter folgendem Link einsehen: http://bit.ly/2ASTVf6

Zoo Wuppertal 12.01.2018
10.000ste Jahreskarte verkauft
Eigentlich sollte es ein ganz normaler Zoobesuch für die junge Mutter mit ihrer kleinen Tochter werden. Als sie beim Bezahlen von der Kassiererin dann die Worte: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!“ hörte, war sie wirklich überrascht. Sie hatte die 10.000ste Jahreskarte in der Sonderaktion des Grünen Zoo Wuppertal gekauft und ist somit glückliche Gewinnerin einer Führung „hinter die Kulissen“. Die Aktion ist damit aber noch nicht beendet. Auch wenn die Führung nun vergeben ist, erhalten selbstverständlich auch alle weiteren, die ihre Jahreskarte bis zum 31.01.2018 erwerben oder verlängern, noch den Bonus von bis zu einem Monat gratis.

Zoo Heidelberg 11.01.2018
Neue Freunde im Zoo Heidelberg – Sifaka Daholo freundet sich mit den Kattas an
Seit Ende letzten Jahres wohnt Kronensifaka Daholo im Zoo Heidelberg. Die ersten Tage blieb er noch hinter den Kulissen, um sich in Ruhe an die neue Umgebung zu gewöhnen. In dieser Zeit konnte Daholo durch Kontaktgitter nach und nach die beiden Kattas schon einmal kennenlernen. Inzwischen bewohnen alle drei Lemuren das neugestaltete Innengehege im Großen Affenhaus. Die Vergesellschaftung der beiden Lemuren-Arten verläuft vielversprechend. Die Tierpfleger beobachten aufmerksam, wie sich die Freundschaft unter den drei Tieren entwickelt. „Wir achten besonders darauf, ob sich eine gewisse Rangordnung unter den Tieren einstellt und wie sie sich untereinander verhalten“, erklärt Tierpfleger Norman Hänel. „Nicht jedes Tier kommt mit jedem anderen Tier gleichermaßen gut aus. Daher ist es wichtig, die Tiere Schritt für Schritt aneinander zu gewöhnen und das Verhalten genau zu beobachten. Bisher scheint aber alles gut zu klappen.“ Auch die Zoobesucher können die Annäherung mitverfolgen. Häufig ist zu beobachten, wie sich die Tiere gegenseitig putzen. Das Putzen dient nicht nur zur Fellreinigung, sondern ist auch Bestandteil der sozialen Bindung unter den Tieren. Während der ausgiebigen Fellpflege nehmen die Tiere die speziellen Gerüche des anderen wahr und lernen ihn so Stück für Stück besser kennen. Durch den intensiven Körperkontakt werden Spannungen abgebaut und Freundschaften gefestigt. Beide Tierarten haben von Natur aus ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Gesellschaft. Umso erfreulicher ist es, dass alle drei nun gemeinsam ihr Gehege unsicher machen können. Hintergrundinformation Sowohl Sifakas als auch Kattas stammen ursprünglich aus Madagaskar. Wie viele der dort vorkommenden einzigartigen Tier- und Pflanzenarten stehen beide Lemuren-Arten auf der Liste der bedrohten Tierarten der IUCN. Die Zerstörung ihres Lebensraums lässt die Anzahl der im Freiland lebenden Individuen konstant stark sinken. Gemeinsam mit sechs anderen europäischen Zoos unterstützt der Zoo Heidelberg seit einigen Jahren ein spezielles Artenschutzprojekt für Kronensifakas auf Madagaskar. Die Besonderheit des Sifaka Conservation-Projekts liegt im Populationsmanagement: Es wird eine Gesamtpopulation bestehend aus aktuell 20 Sifakas in Zoobeständen und weiteren neun Sifakas in einem Freilandgebiet als gemeinsame Zuchtgruppe betreut. Dadurch erfolgt nicht nur ein Austausch unter den sieben beteiligten Zoos, sondern auch die Tiere aus dem Freiland werden in das Erhaltungszuchtprogramm integriert.

Erlebnis-Zoo Hannover 11.01.2018
Tierische Inventur im Erlebnis-Zoo Hannover: 2.039 Tiere in 173 Arten
Inventur im Zoo: Wie jedes Unternehmen zählt auch der Erlebnis-Zoo Hannover am Ende des Jahres von der Schraube in der W erkstatt bis zum Stofftier im Shop alles einmal durch – und eben auch die Tiere. Nur, dass die sich zum Teil nicht so leicht zählen lassen. Einige tauchen ab (wie die Sandboa und die Präriehunde), andere wuseln herum (wie die Farbmäuse) oder sind so gut getarnt wie die Wandelnden Blätter, dass man dreimal nachsehen muss. Tagelang zählten die Tierpfleger ihre Schützlinge und nun steht fest: Im Erlebnis-Zoo Hannover leben 2.039 Tiere in 173 Arten. Die Pfleger der Nashörner oder Giraffen haben es beim Zählen naturgemäß einfacher als die Betreuer der freifliegenden Vögel im Urwaldhaus oder der nie ruhenden Karpfen im Hippo-Pool. Weil sie pausenlos unterwegs sind, werden die Vögel nach ausgeklügelten Methoden geschätzt: sie werden stundenlang an ihrer Futterstelle beobachtet. Die Anzahl der dort pickenden Vögel wird später hochgerechnet. Die Fische dagegen werden einmal im Jahr gezählt, wenn das Wasser zur Reinigung der Becken abgelassen wird. Nur die Blattschneider-Ameisen, die bergauf-bergab durch ein meterlanges Röhrenlabyrinth krabbeln, und die Honigbienen in ihren Stöcken werden nicht einzeln gezählt – sie gelten jeweils als ein Volk, also ein Tier (würden sie gezählt, hätte der Zoo weit über 100.000 Tiere im Bestand). Die Zahlen vergleichen die Zoologen schließlich mit den Aufzeichnungen des gesamten Jahres. Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden von den Zoologen erst handschriftlich in das Tierbestandsbuch eingetragen und dann in den Computer übertragen. Das Ergebnis der Jahresabschlusszählung wird schließlich mit den Computeraufzeichnungen verglichen. Fehlt ein Tier, wird nochmal gezählt. Vorjahresvergleich. Im Vergleich zum Vorjahr leben rund 200 Tiere mehr im Erlebnis-Zoo. Neu hinzugezogen sind die Brazza-Meerkatzen der neuen Themenwelt Afi Mountain sowie die Rußköpfchen, Frankoline, Moorenten, Senegaltauben, Triele, Kampfläufer der neuen Afrika-Voliere. Oder die Gürtelvaris im Tropenhaus und Schmuckhornfrosch in der Showarena. Gewichtige Neuzugänge waren Eisbärin Milana aus Moskau, das Sibirische Tigerweibchen Alexa aus Berlin und Spitzmaulnashorn-Bulle Kito aus Dänemark, die auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) nach Hannover kamen, um hier mit ihren neuen Partnern zum Erhalt ihrer bedrohten Arten beizutragen. Jahresbericht. Der Abschluss der tierischen Inventur ist der lückenlose Jahresbericht, den die Kuratoren in mühevoller Kleinarbeit zusammenstellen. Dieser Jahresbericht wird an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie an die Gesellschafter des Zoos und an das Veterinäramt übermittelt. Auf diese Weise ist jedes Tier vom Wellensittich bis zur Giraffe „aktenkundig“. Wissenschaftliche Vergleichswerte. Doch bei der tierischen Inventur wird nicht nur gezählt: Vergleichswerte und wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben sich auch aus dem Wiegen und Messen diverser Arten. Die Zahlen geben Aufschluss über die Entwicklung der Tiere. Zahlenbeispiele: 3 Eisbären, 13 Elefanten, 4 Brazza-Meerkatzen, 2 Berberlöwen, 6 Flusspferde, 7 Schimpansen, 6 Waschbären, 9 Bennett-Kängurus, 4 Maras, 7 Wandelnde Blätter, 4 Vikunjas, 2 Wombats, 8 Aras, 45 Pinguine, 6 Nördliche Seebären, 8 Gorillas, 3 Bisons, 8 Addax, 3 Pinselohrschweine, 16 Rauwollige Pommersche Landschafe, 16 Kamerunschafe, 2 Giraffen, 3 Drills, 2 Ameisenvölker, 2 Bienenvölker. Das größte, höchste, schwerste Tier, Das größte Tier: Giraffenkuh Shahni ist 4,30 Meter hoch, Das schwerste Tier: Elefantenbulle Nikolai bringt 5,5 Tonnen auf die Waage, Das kleinste Tier: Eine Blattschneider-Ameise ist nur 0,3 cm lang, Das älteste Tier: Schimpanse Max ist 53 Jahre alt. Zoosaison 2018 – ein Ausblick: In der Saison 2018 können sich die Zoobesucher auf die fertiggestellte neue Themenwelt Afi Mountain, die über den Winter um einen Spielplatz und Edutainmentstationen erweitert wurde, eine neue Anlage für die Schneeeulen in Yukon Bay, zahlreiche tierisch spannende Veranstaltungen sowie ab Sommer auf einen komplett neuen Eingangsbereich, der schon von außen auf das Erlebnis Zoo neugierig macht, freuen. Im Rahmen des Masterplans 2025+ werden ab diesem Jahr die Gehege und Stallungen der Elefanten erweitert und umgebaut. Dafür heißt es Abschied nehmen von Elefantenbulle Nikolai, der den Zoo im Laufe des Jahres verlassen wird. Auch im Zuge der Umbauten für die Elefantenkühe wird sich der der Zoo von einigen Tieren verabschieden, die allerdings nicht einzeln, sondern als Familie weiterreisen: „Wir freuen uns, dass wir dank der erfolgreichen Zucht hier in Hannover erneut einen kompletten Elefanten-Familienverband aus Müttern, deren Kindern und Enkel, an einen anderen Zoo zur weiteren Zucht der bedrohten Tierart abgeben können“, erklärte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Alle anstehenden Umbaumaßnahmen werden, wie bereits im 2015 vorgestellten Masterplan beschlossen, so ausgeführt, dass die Elefanten künftig im „protected contact“ gehalten werden können.

Zoo Duisburg 11.01.2018
Nachwuchs bei den Zwergflusspferden
Bei den Zwergflusspferden im Zoo Duisburg entsteht abermals eine Mehrgenerationen-Wohngemeinschaft: Die noch aus der Wildbahn stammende 46jährige, greise Zwergflusspferddame QUIRLE wird bereits zum zweiten Mal Oma: Ihre 11 Jahre alte Tochter AYOKA hat am 22.12.2017 ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht.
Seitdem haben Mutter und Baby die Zeit in Ruhe in den nicht einsehbaren Innenstallungen verbracht. Nun ist es an der Zeit, dass das noch namenlose Baby die Schauanlage mit Wasserbecken im Affenhaus erkunden kann. Mit etwas Glück wird man es dabei beobachten können, wie es seine ersten Schwimmversuche unternimmt. 2014 war bereits die erste Zwergflusspferdnachzucht zwischen Vater ATU und AYOKA geglückt. Bruder NOKOKO ist letztes Jahr im Alter von 3 Jahren nach Frankreich umgezogen. Die Freude ist umso größer, dass es direkt im Anschluss mit einer weiteren Nachzucht geklappt hat. Die im westlichen Afrika beheimateten Zwergflusspferde sind durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und Bejagung an den Rand der Ausrottung gebracht worden. Durch die regelmäßigen Nachzuchten, bislang 25 Geburten seit 1977, hat sich der Zoo Duisburg maßgeblich am Erhalt der Art in Menschenobhut beteiligt.

Kölner Zoo 11.01.2018
Deutliches Besucherplus: Kölner Zoo mit Jahr 2017 sehr zufrieden
Gut 66.000 Besucher beim erstmals veranstalteten China Light-Festival. Der Kölner Zoo blickt sehr zufrieden auf das vergangene Jahr 2017 zurück. Die Besucherzahl wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 10 Prozent an. 4 Prozent Zuwachs entfallen auf die regulären Zoobesuche am Tag, 6 Prozent auf das gerade zu Ende gegangene China Light-Festival, bei dem der Zoo auch abends geöffnet hatte. Insgesamt besuchten gut 1 Million Menschen Pinguine, Giraffen & Co. Die Zahlen sind vorbehaltlich der noch ausstehenden Auswertung der Vertriebspartner, die erst Ende Januar erfolgen kann. Publikumsmagneten waren die drei im Frühjahr geborenen Elefantenjungtiere „Jung Bul Kne“, „Moma“ und „Kitai“, die seitdem im Elefantenpark die Kölner Rüsselbande bilden. Sonderaktionen wie das am vergangenen Sonntag zu Ende gegangene China Light-Festival fanden ebenfalls großen Zuspruch. Gut 66.000 Gäste besuchten die asiatischen Lichtinstallationen. „Für uns war das eine tolle Premiere und ein schönes Winter-Zusatzgeschäft. Gerade auch angesichts des zuletzt miserablen Wetters“, so Zoovorstand Christopher Landsberg. Neue Tieranlagen eröffnet. Auch die weitere Jahresbilanz fällt positiv aus. Im September eröffnete der Zoo die neue Anlage für Asiatische Wildrinder, auch Bantengs genannt, samt Spielplatzergänzung und neuen gastronomischen Angeboten. Ende Dezember wurde die Erdferkel-Anlage im Hippodom vorgestellt. Der Kölner Zoo ist damit einer von nur vier deutschen Zoos, in denen die beliebten afrikanischen Säugetiere zu sehen sind. US-Amerikanerin vermacht Zoo 22 Millionen US-Dollar. Heraus sticht 2017 zudem das großzügige Erbe in Höhe von 22 Millionen US-Dollar, das die Amerikanerin Elizabeth Reichert – eine gebürtige Kölnerin – dem Zoo vermacht. Christopher Landsberg: „Uns macht es sehr froh, auf diese Art bedacht zu werden. Es zeigt, wie viel Vertrauen uns als Kölner Institution mit ihren vielfältigen Bildungs-, Erholungs- und Artenschutzaufgaben entgegengebracht wird.“ Das Geld wird nach Elizabeth Reicherts Tod in eine Stiftung eingebracht. Erst dann steht es dem Zoo für Investitionen in z.B. neue Tieranlagen zur Verfügung. Ausblick auf 2018. Unabhängig davon startet der Zoo bereits in diesem Jahr mit umfangreichen Modernisierungsprojekten. So wird das 1899 erbaute Alte Südamerikahaus nach Denkmalschutzkriterien kernsaniert und in eine begehbare Dschungellandschaft mit frei sich bewegenden Affen und Vögeln umgebaut. Komplett neu gestaltet wird auch das Areal neben dem Südamerikahaus. Hier entsteht u.a. eine hochmoderne Jaguar-Anlage. Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel: „Der Spatenstich für die Arbeiten erfolgt im Herbst. Die Fertigstellung der beiden neuen Besucher-Attraktionen, auf die sich Köln freuen kann, ist für 2020 geplant.“ Neu in den Tierbestand werden 2018 Weißnackenmoorantilopen aufgenommen. Die grazilen Huftiere ziehen Mitte des Jahres an den Rhein.

Zoo Dortmund 11.01.2018
Löwe „Lolek“ auf dem Weg nach Brasilien
Der Löwe „Lolek“ ist nach längerer Vorbereitungszeit aus dem Zoo Dortmund heute früh nach Brasilien abgereist. Er wird im Zoo Belo Horizonte seine neue Heimat finden. Notwendig war diese Maßnahme, da das Raubtierhaus energetisch saniert werden muss. Während der Baumaßnahme können keine Tiere im Haus gehalten werden. Daher wurden schon 2014 die beiden Malayentiger in einen anderen Zoo gegeben. Der neue Platz für den einzigen verbliebenen Löwen wurde im Juli 2016 gefunden. Leider kam es immer wieder durch bürokratische Hindernisse zu Verzögerungen. Jetzt endlich ist es geschafft. Lolek ist auf dem Weg nach Belo Horizonte. Der Tiertransfer kam genau passend, da am kommenden Montag die ersten Bauarbeiter erwartet werden, um das Raubtierhaus zu renovieren. Das Haus wurde 1978 gebaut und galt damals als modern und schick. Doch nach 40 Jahren zeigt auch ein solide gebautes Haus seine Mängel. Tierhäuser und Tieranlagen nutzen sich viel schneller ab als ein „normales“ Wohnhaus. Auch machte man sich in den 70er Jahren über den Energiebedarf nicht so große Gedanken, daher wurde weitgehend auf Wärmedämmung und Isolierung verzichtet. Dies wird jetzt nachgeholt. Zudem werden die Sicherheitsvorrichtungen auf den neusten Stand gebracht. So werden Schieber und Absperrgitter erneuert und neue Sicherheitstechnik eingebaut. Eine neue Bodenheizung wird für ein gutes Klima sorgen. Die beiden Innengehege, die vorher je Tiger und Löwen beherbergten, werden zusammengelegt. Die Außenanlagen werden erweitert und ebenfalls miteinander verbunden. Wenn alles fertiggestellt sein wird, wird der Zoo Dortmund wieder Löwen zeigen. Ein neues Rudel wird dann gesucht. Eine weitere Großkatzenart wird es vorerst im Zoo Dortmund nicht geben, denn dafür müsste eine neue Anlage gebaut werden.

Wilhelma Stuttgart 11.01.2018
Neuzugang aus Rotterdam – Zweiter junger Schabrackentapir in der Wilhelma eingezogen
Ketiga bekommt Gesellschaft. In der Wilhelma hat gestern Morgen ein zweiter Schabrackentapir sein Gehege bezogen. Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart macht damit den nächsten Schritt bei der wieder aufgenommenen Haltung dieser auffälligen und sehr seltenen Tierart. Die Wilhelma hatte Tapire zuletzt 2010 gehalten. Tapire sind trotz ihres klobigen Körpers und Rüssels nicht mit Schweinen verwandt, sondern stehen Pferden und Nashörnern nahe und tragen in ihrer asiatischen Unterart eine markante Schwarzweißfärbung. Penang, der aus dem Tiergarten Blijdorp im niederländischen Rotterdam stammt, ist nur acht Wochen jünger als Ketiga, der Ende August aus dem Zoo Leipzig nach Stuttgart gekommen war. „Mit den beiden 17 und 19 Monate alten Jungtieren haben wir jetzt zwei Bullen, von denen wir annehmen, dass sie harmonieren werden“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin, der zugleich zoologischer Kurator für die Tapire ist. „Zunächst muss sich Penang akklimatisieren. Dann entscheiden die Tierpfleger, ab wann sie einen Versuch wagen, die beiden zueinander zu lassen.“ Heute bleibt das Tapirhaus für Besucher geschlossen, um dem Neuling noch etwas Zeit zu lassen, um zur Ruhe zu kommen. Ab morgen soll das Gebäude geöffnet werden, solange der Besucherbetrieb Penang nicht stresst. Hintergrund ist die Entscheidung, den einzelnen Tieren mehr Raum zu geben und dafür gegebenenfalls auf Tierarten zu verzichten. Wegen der beengten Platzverhältnisse wollte die Wilhelma die Flusspferdhaltung an der Stelle nicht fortsetzen. Im vergangenen Sommer hat sie das letzte Flusspferd Mike in einen tschechischen Zoo vermittelt und die Anlage für die kleineren Tapire angepasst. Der Bestand der Schabrackentapire hat sich in Asien in den vergangenen 30 Jahren halbiert. Vor allem Palmölplantagen verdrängen die tropischen Wälder, in denen sie leben. Der ihnen bleibende Lebensraum zerfällt in immer kleinere Gebiete. Zum Teil werden Tapire auch noch gejagt. Gemeinsam möchten die Zoos verhindern, dass diese stark bedrohte Art ganz von der Bildfläche verschwindet. Im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm leben derzeit rund 50 Schabrackentapire. Darunter ist jedoch kein Weibchen, das für die Wilhelma in Frage kommt. „Ketiga ist in den letzten Monaten bei uns heimisch geworden“, berichtet Kölpin. „Und aus dem Zoo in Singapur wissen wir, dass sich junge Tapir-Männer in kleinen Gruppen halten lassen. Die Gesellschaft beruhigt sie und, wenn es wirklich gut läuft, spielen sie miteinander. Daher ist es für uns eine gute Zwischenlösung, einige Jahre zwei Jungbullen zu halten und einen davon später für die Zucht gegen eine passende Tapirkuh zu tauschen.“ Diese Umnutzung des Flusspferdhauses passt in das Entwicklungskonzept der Wilhelma, stärkere regionale Schwerpunkte zu bilden. Statt der afrikanischen Flusspferde gliedern sich mit den Tapiren und den ebenfalls in dem Haus lebenden Hirschebern aus Indonesien asiatische Arten in die Kette der Asien-Anlagen ein, die entlang der Pragstraße in den nächsten Jahren entstehen sollen.

NaturZoo Rheine 11.01.2018
(Fast) ein Rekordjahr – Super-Besucherzahl im NaturZoo
Da war man im NaturZoo am Ende selbst überrascht: 292.275 Besucher hatten im Jahr 2017 die Eingangstüren passiert! Dies ist die zweithöchste Besucherzahl in der nun über 80–jährigen Geschichte des Rheiner Zoos. Nur im Jahr der Regionale, also 2004, gab es (wenig) mehr Besucher, nämlich 299.000. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um rund 8%, gegenüber dem 10-Jahresdurchschnitt sogar um 9,5%. Natürlich hinterfragt man dieses überaus erfreuliche Ergebnis. Was hat Groß und Klein in diesem Jahr zu einem Zoobesuch veranlasst? Wetter hat immer einen Einfluss, und viele Sonn-und Feiertage waren da sonnenbeschienen, während die Sommerferien eher durchwachsen waren, was wiederum auch günstig für die Entscheidung zu einem Zoobesuch ist. Die im Vergleich zu den umliegenden Zoos konkurrenzlos günstigen Eintrittspreise werden als bemerkenswert und positiv genannt. Das spiegelt sich auch in der zum Vorjahr um etwa 15% höheren Anzahl verkaufter Jahreskarten wieder. Und natürlich gab es mit der Otter-Anlage und vor allem ihren Bewohnern auch wieder besonders beachtete Neuigkeiten in der Entwicklung des Zoos. „Wenn es immer so einfach wäre herauszufinden, was zu einem Zoobesuch veranlasst…“ sinniert Zoodirektor Achim Johann. Aber er weiß was definitiv nicht zu der Superzahl geführt hat: Es fanden keine „Zoo-fremden“ Events statt, die vielleicht punktuell größere Scharen angelockt hätten. „Wir waren, sind und bleiben Zoo, nehmen unsere Kernaufgaben wahr – und das ernsthaft. Und die Besucher honorieren das.“ Und es gab auch keine Tage mit freien Eintritten oder einer „Zahl was Du willst“-Aktion. Denn wichtiger noch als die Besucherzahl ist die Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Balance, wofür die Eintrittsgelder alles entscheidend sind. Wie schnell unerwartete Ausgaben entstehen, hat der NaturZoo über Weihnachten erfahren müssen, als über ein Leck Wasser in die unterirdischen Gasleitungen eingedrungen war. Die Behebung des Schadens durch außerordentlich engagierte Firmen, die zwischen den Feiertagen vollen Einsatz lieferten, dauerte fast zwei Wochen. „Das sind die Momente, wo uns 1.000 zahlende Besucher so viel wichtiger sind als 10.000 Besucher, die möglicherweise an einem Tag der offenen Tür freien Eintritt nutzen“ zeigt sich der Zoodirektor erleichtert. Bleibt zu hoffen, dass auch das noch junge Jahr wieder viele Tier- und Naturfreunde in den Zoo führt. Am vergangenen Sonntag waren es bereits 2.100.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 10.01.2018
Von A wie Axolotl bis Z wie Zebramanguste – Tierische Inventur im Naturschutz-Tierpark Görlitz/ Zgorzelec
Alle Jahre wieder findet im Tierpark die Volkszählung aller behaarten, befiederten und beschuppten Bewohner statt. Bei Panda, Otter, Kamel und Co. gestaltet sich das noch recht einfach, sind die Bestände doch überschaubar. Bei der wuseligen 26köpfigen Zebramangusten Truppe wird es schon schwieriger. Mehrfach muss mit der Zählung von vorne begonnen werden. Der Schwierigkeitsgrad steigt bei Sittichen und Kleinnagern und gänzlich unmöglich wird eine genaue Zählung bei den Schwarmfischen, Teichbewohnern und einigen Wirbellosen. Diese werden dann als „unzählbar“ lediglich als Tierart geführt. Derzeit leben im Naturschutz Tierpark Görlitz 509 + „x“ Tiere in 91 verschiedenen Arten. Ein Plus von 40 Tieren, aber ein Minus von 2 Tierarten im Vergleich zum Vorjahr. Das große Plus ist vorrangig der emsigen Vermehrung im 2017 eröffneten Zwitscherzimmer geschuldet. Offensichtlich gefällt nicht nur den Besuchern diese neue Anlage… Um mehr Platz für weniger Tiere zu schaffen, haben wir einige Tierarten, wie z.B. den Uhu an andere zoologische Einrichtungen abgegeben. Durch den Alterstod des letzten verbliebenen Luchses „Toni“ fällt auch diese Tierart weg. Lediglich die aus dem Zoo Basel stammende Krokodilschwanzechse ist 2017 als neue Spezies hinzugekommen. Obwohl schon existent, tauchen sie in der Inventur noch nicht auf. Die zwei Beuteljungen unserer grauen Riesenkängurudamen. In den Beuteln rumort es schon ganz ordentlich, aber herausgeschaut haben sie noch nicht. Und erst wenn der Kopf das erste Mal aus dem Beutel schaut, gelten sie als geboren und werden entsprechend im Tierbestand aufgeführt. Ein Grund mehr um einmal wieder im Tierpark vorbeizuschauen…

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 10.01.2018
Jahresstatistik: 23 Prozent mehr Besucher – Wilhelma zieht für 2017 eine löwenstarke Bilanz
Die Wilhelma hat wieder Biss. Mit einer satten Steigerung von 23 Prozent mehr Besuchern gegenüber dem schwierigen Vorjahr zieht der Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart eine sehr starke Bilanz für 2017 – das Jahr, in dem die Löwen zurückkehrten. 1,6 Millionen Gäste passierten die Tore in den vergangenen zwölf Monaten, 300.000 mehr als 2016. Damit festigte die Wilhelma ihre Position als eine der größten Besucher-Attraktionen in Baden-Württemberg. „Jetzt haben wir eine echte Marke gesetzt“, sagte Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Die Aufgabe ist nun, uns auf hohem Niveau zu stabilisieren.“ Nach dem – auch statistisch bedingt (siehe Rückblick) – deutlichen Einschnitt im Jahr zuvor hatte Kölpin das Ziel ausgegeben, die wichtige Grenze von anderthalb Millionen Besuchern schrittweise in den nächsten Jahren zu erreichen. „Dass uns das gleich 2017 auf Anhieb mehr als gelungen ist, bestätigt uns darin, dass 2016 bei allen Widrigkeiten ein eher untypisches Jahr war“, so der Direktor. „Das stärkt unser Selbstbewusstsein für die weitere Entwicklung. Da haben wir uns, vor allem mit dem Bau der Asien-Anlagen, einiges vorgenommen, um die Haltung der Tiere zu verbessern und die Anziehungskraft der Wilhelma weiter zu stärken.“ Die Eintrittspreise bleiben 2018 im dritten Jahr in Folge unverändert, gab der Direktor bekannt. Die Witterung bot 2017 eine wesentlich solidere Grundlage: Verregnete Ferien- und Feiertage sowie Unwetterwarnungen gab es weniger als im Jahr zuvor. Und manches wurde leichter: Die Einschränkungen durch Baustellen rund um den Park wurden weniger und die Besucher haben die neue Stadtbahn-Haltestelle unmittelbar vor dem Haupteingang gut angenommen. Dazu kamen zusätzliche Anreize mit neuen Tierarten, seltenen Jungtieren und besonderen Veranstaltungen. Das 50-Jahr-Jubiläum von Aquarium und Terrarium ließ viele den Hort der größten Vielfalt in der Wilhelma neu entdecken: Mit Fischen, Wirbellosen, Reptilien, Amphibien und Vögeln leben dort rund 790 Arten unter einem Dach. Zu einem Magneten entwickelte sich die Rückkehr der Löwen. Seit 2008 hatte es keine dieser majestätischen Raubkatzen mehr gegeben. Umfragen zufolge waren sie sehr vermisst worden. Shapur und Kajal, zwei junge Brüder aus einem Vierlingswurf im Zoo von Mulhouse im Elsass, gewannen mit ihrer für Löwen lebhaften Art schnell die Herzen. „Manch einer, der länger nicht bei uns war, hat die Rückkehr der Löwen zum Anlass genommen, mal wieder in die Wilhelma zu kommen und war überrascht, was sich alles tut“, sagt Kölpin. „Und das spricht sich herum.“ Strahlkraft entfaltete zudem die Fernseh-Doku „Eisbär, Affe & Co.“. 40 neue Folgen aus der Wilhelma lenkten bundesweit den Blick der ARD-Zuschauer auf die vielen Facetten der täglichen Arbeit in einem der größten Zoos Europas. Während die neuen Löwen aus der besonders bedrohten asiatischen Unterart stammen, waren es ansonsten vor allem afrikanische Arten, die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Auf der Savannenanlage erlebten die Ende 2016 in die Wilhelma eingezogenen Säbelantilopen ihren ersten Sommer in Stuttgart. In der Natur sind sie bereits ausgerottet und werden nur durch die Nachzucht in Zoos vor dem kompletten Aussterben bewahrt. Sie teilen sich die Anlage mit den Grevy-Zebras. Deren 2013 neu zusammengestellte Herde hatte 2017 das erste Mal Fohlen – und das gleich zweifach. Direkt nebenan bei den Publikumslieblingen, den Erdmännchen, klappte es in der Zuchtfamilie gleich mehrfach. Und die Bonobo-Gruppe begrüßte im Menschenaffen-Haus nicht nur Zuwachs durch das Weibchen Fimi, das aus dem Zoo Leipzig herwechselte, sondern bekam mit dem ersten Jungtier von Chimba einen wegen seiner seltenen Gen-Linie sehr wertvollen Nachkömmling. Einen markanten Wechsel gab es, als mit Mike das letzte Flusspferd die Wilhelma verließ. Der Bulle sollte nach dem altersbedingten Tod seiner Partnerin Rosi nicht allein bleiben und wurde in einen tschechischen Zoo mit zwei Flusspferdkühen vermittelt. Das Flusspferd-Domizil wurde angepasst für die Tapir-Haltung. „Wir haben uns für die charismatischen Schabrackentapire entschieden“, erklärt Direktor Kölpin. „Mit Ketiga aus dem Zoo Leipzig ist bereits ein Jungtier eingezogen. In Kürze leistet ihm ein ebenfalls junger Bulle aus Rotterdam Gesellschaft.“ Der Wechsel von den afrikanischen Flusspferden zu den asiatischen Schabrackentapiren passt in das Konzept, das die Wilhelma im vergangenen Jahr mit dem Finanzministerium für die Weiterentwicklung des Parks vorgestellt hat. Vom oberen Ende sollen entlang der Pragstraße Asien-Anlagen entstehen: von Elefantenwelt über Bauernhof mit Huftiergehegen und Streichelzoo, Dorf-Nachbau bis Tiger-Landschaftsgehege. Die schon vorhandenen Anlagen für Tapire, Panzernashörner und Löwen schließen sich dann mit weiteren asiatischen Tierarten nahtlos an. Mehr Besucher zog es auch zu Veranstaltungen in den Zoologisch-Botanischen Garten. Halloween übertraf dabei alle Erwartungen. War die Premiere im Vorjahr von knapp 15.000 Gruselfreunden schon sehr gut angenommen worden, strömten zur zweiten Auflage 22.500 Besucher und machten den 31. Oktober zu einem der bestfrequentierten Tage der vergangenen Jahre. Zur positiven Bilanz trugen weitere Mitmach-Angebote bei, wie der Blick hinter die Kulissen am Wilhelma-Tag und die vielen Aktionstage der Wilden Wochenenden. „Bei einem solchen Zuwachs darf man nicht nur auf das Neue achten, sondern sollte in einer Traditionseinrichtung wie der Wilhelma sehen, was auf hohem Niveau erhalten geblieben ist“, betont der Direktor. „Unsere Kolleginnen und Kollegen der Parkpflege halten den historischen Park in Schuss, dass er immer eine Augenweide ist, nicht nur bei der legendären Magnolienblüte. Und die Gärtnerinnen und Gärtner der Botanik lockten mit den üppigen Gewächshäusern, wertvollen Pflanzensammlungen und Sonderschauen, etwa zu den begehrten Chili- und Zitrusfrüchten und den australischen Klimazonen, erneut nicht nur viele Stammgäste, sondern auch Besucher aus der Ferne in die Wilhelma.“ Für 2017 steht die Eröffnung der neuen Schneeleoparden-Anlage im Mittelpunkt. „Das Außengehege wird etwa viermal größer als zuvor und lässt sich so unterteilen, dass eine Zucht möglich wird“, kündigt Kölpin an. Zudem schafft der Umzug der Schneeleoparden Platz im Raubkatzenhaus. „Für die Nutzung der Spielräume entwickeln wir derzeit Pläne.“ Zum Rückblick: Eine Umstellung der Besucherzahlen hatte 2016 die Statistik auf eine neue Basis gestellt. Eine automatisierte Erfassung aller Personen an den Eingängen ersetzte Hochrechnungen, wie oft Dauerkarten-Besitzer kamen, wie viele Mitglieder eine Familienkarte nutzten oder wie viele Kinder unter sechs Jahren freien Eintritt hatten. „Das war ein starker Einschnitt, wie ihn auch andere Top-Zoos in Europa vollzogen haben“, erläutert Kölpin. „Er war sinnvoll, um genauere Zahlen zu bekommen – auch wenn damit der Vergleich zu den früheren Jahren statistisch nicht mehr möglich ist.“

Jaderpark Jaderberg 10.01.2018
Mit der Zoodirektorin durch den Jaderpark am 20. und 21. Januar
Seit vielen Jahren gehört es zu einer beliebten Tradition des Jaderparks, dass im Januar zum öffentlichen Rundgang mit dem Zoologischen Leiter der Einrichtung eingeladen wird. So wird die Veranstaltung auch in diesem Jahr in bewährter Weise fortgesetzt. Diesmal geht es allerdings nicht nur in ein neues „Zoojahr“, es wird auch von der neuen Zoodirektorin des Tierparks eingeläutet. Frau Christine Richter, die sich seit September 2017 in diesem Amt befindet, wird interessierte Gäste begrüßen. Die Teilnehmer der Veranstaltung haben so die Möglichkeit, Frau Richter persönlich kennenzulernen. Erste Erfahrungen in ihrer neuen Wirkungsstätte werden genauso im Mittelpunkt stehen wie die Arbeit als Zootierärztin und die Herausforderungen an einen Tiergarten der modernen Zeit. Während des Rundgangs erhalten die Besucher Einblicke in die vielgestaltige Arbeit und erfahren aktuelle Neuigkeiten über die tierischen Bewohner. Selbstredend wird sich die Veterinärmedizinerin und gebürtige Hamburgerin auch den Fragen der Besucher stellen. Da das Interesse an dieser Veranstaltung in den letzten Jahren sehr groß war, wird die Führung sowohl am 20. als auch am 21. Januar stattfinden. Der Rundgang beginnt jeweils um 14:15 Uhr an der Spielscheune und ist kostenlos. Zu zahlen sind die normalen Eintrittspreise der laufenden Wintersaison.

Zoo Basel 10.01.2018
Neu im Zoo Basel zu sehen: Giftige Schwarmfische
An den Korallenwelsen im Zoo Basel ist fast alles aussergewöhnlich: Sie sind die einzigen Verwandten der welsartigen Fische, die im Korallenriff leben, sie nehmen selbst feinste elektrische Spannungen wahr, leben im Schwarm und sind erst noch giftig. – Späte Mutterschaft bei den Schimpansen: In der Nacht von Weihnachten auf den 26. Dezember hat Schimpansen-Weibchen Xindra ein weibliches Junges geboren. Mit 42 Jahren ist Xindra eine bereits ältere aber dafür routinierte Mutter. Die kleine Obuasi war bei der Geburt eher ein Leichtgewicht.

Zoo Dortmund 10.01.2018
Zoo Dortmund unterstützt Ameisenbären-Forschungsprojekt in Südamerika
Neben der Präsentation von Tieren zum Zwecke der Bildung und Forschung haben sich die Zoos im Rahmen der Welt-Zoo- und Aquarien-Naturschutzstrategie auch zur Förderung von Arterhaltungs- und Artenschutzprojekten vor Ort, das heißt: in den Heimatländern der jeweiligen Tierarten verpflichtet. Auch der Zoo Dortmund unterstützt mit Hilfe seiner Besucherinnen und Besucher bzw. deren Spenden Artenschutzprojekte international. Wappentier des Zoos ist der Große Ameisenbär. Entsprechend fördert der Zoo Dortmund Artenschutzprogramme für Ameisenbären in Südamerika, unter anderem das Projeto Tamandua in Brasilien und Surinam. Im renommierten Zoological Journal of the Linnean Society hat die Projektgruppe nun erste Ergebnisse ihrer Arbeit veröffentlicht und damit auch dokumentiert, wie die Unterstützung durch den Zoo Dortmund (und andere Förderer) eingesetzt wird. In diesem Fall ging es um die Erforschung der Biologie des Zwergameisenbären, der kleinsten Art der Ameisenbären. Über diese sehr versteckt lebenden, etwa rattengroßen Säugetiere ist bislang nur wenig bekannt. Gleichwohl leiden die natürlichen Populationen der ausschließlich auf Bäumen lebenden Zwergameisenbären unter der Abholzung der Wälder und der Jagd. Die Arbeitsgruppe um Flavia R. Miranda hat nun erste wichtige Erkenntnisse über die scheuen Tiere zusammengetragen, die helfen werden, den Bestand der Art in freier Wildbahn zu retten. Hierzu wurden umfangreiche Untersuchungen zum Lebensraum und zur Verbreitung der Tiere vorgenommen. Das Projeto Tamandua geht zurzeit davon aus, dass die versprengt lebenden Populationen der Zwergameisenbären ein Indiz für mehrere Arten sind und postuliert, dass es anstatt der bisher angenommenen einzigen Art des Zwergameisenbären möglicherweise sogar mehrere gibt. Für den Zoo Dortmund ist die Zusammenstellung der Ergebnisse besonders interessant, denn so kann der Zoo sein Engagement für den Tierschutz vor Ort und den Erhalt der natürlichen Biodiversität dokumentieren.

Thüringer Zoopark Erfurt 10.01.2018
Pflege-Kur für das Grün im Zoopark Erfurt
Seit dieser Woche bis Ende Februar sind Baumpfleger mit Motorsägen, Kletterseilen und Hebebühne im Thüringer Zoopark Erfurt unterwegs. Das Team der Baumpflegefirma BaumPartner Oliver Glöckner aus Erfurt entfernt z.B. altersbedingt abgestorbene Bäume oder setzt Pflegemaßnahmen im Wald- und Gehölzbereich um, damit sich Groß und Klein sicher im Zoopark erholen können. Die Beeinträchtigungen für Tiere und Besucher werden dabei so gering wie möglich gehalten. Die routinemäßigen Pflege- und Fäll-Maßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht sind in Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Naturschutzamt geprüft und festgelegt worden. Das Sachverständigenbüro Eiko Leitsch aus Erfurt hat die dafür notwendigen Baumgutachten erstellt und den Umfang der erforderlichen Arbeiten ermittelt. Zur Schaffung eines Grüngürtels für den Erfurter Norden hatte die Stadtverwaltung Erfurt unter Federführung des Gartenbaudirektors Hans Bien seit 1950 einen vierzig Hektar großen Bereich des Roten Berges mit Robinien, Ahorn, Pappeln, Weißdorn und Kiefern aufgeforstet, der ständiger Pflege bedarf. Das anfallende Holz wird zum Teil für die Gehege-Gestaltung verwendet, aber auch als Brennholz zum Verkauf angeboten (Selbstabholung). Interessenten können sich unter zooparkverwaltung@erfurt.de melden.

Tiergarten Nürnberg 09.01.2018
Tiergartenvortrag über Mistkäfer
Im nächsten Tiergartenvortrag am Donnerstag, 18. Januar 2018, um 19.30 Uhr im Naturkundehaus des Tiergartens der Stadt Nürnberg berichtet Prof. Dr. Heike Feldhaar über die Ökologie der Mistkäfer. Dabei erläutert die Professorin für Populationsökologie der Tiere an der Universität Bayreuth, warum Menschen seit Jahrtausenden von Mistkäfern fasziniert sind. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Prof. Dr. Heike Feldhaar beschäftigt sich als Lehrstuhlinhaberin der Tierökologie I zum einen mit den Wechselwirkungen einer Population einer Tierart mit anderen Populationen dieser oder einer anderen Art und untersucht zum anderen die Wechselwirkung einer Population mit ihrer Umwelt. Mistkäfer sind ökologisch eine sehr wichtige Gruppe, die durch ihre Grabtätigkeit zur Bodendurchmischung beiträgt. Zugleich sorgen Mistkäfer auch dafür, dass der treibhausgasemittierende Dung schnell von der Erdoberfläche verschwindet, der Boden gedüngt wird und Parasiten, die über Dung weitergegeben werden, eingedämmt werden. Mistkäfer haben Menschen seit Jahrtausenden fasziniert. Im alten Ägypten wurden Skarabäen als Glücksbringer verehrt und wertvolle Amulette in Form von Skarabäen aus Stein geformt. Im 19. Jahrhundert beschrieb der französische Naturwissenschaftler Jean-Henri Fabre das Brutpflegeverhalten der Käfer: „Die Käfer formen Kugeln aus Dung, rollen diese fort und vergraben sie. Die Dungkugel dient als Nahrung für den Nachwuchs.“ Der britische Naturforscher Charles Darwin war fasziniert von den großen Hörnern, die die Männchen einiger Arten tragen, und deren Funktion bei der Partnerwahl der Käfer.

Tiergarten Schönbrunn Wien 09.01.2018
Neujahrsschmaus für die Schönbrunner Elefanten
Am 9. Jänner, um 9.30 Uhr war es wieder so weit: Nachdem die 80 Jahre alte und 18 Meter hohe Salzburger Fichte – traditionell ein Geschenk der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) – sechs Wochen lang als hell erleuchteter Christbaum den Ehrenhof von Schönbrunn zierte und über eine Million Gäste des Weihnachts- und Neujahrsmarktes verzauberte, wurde sie heute gefällt, zerkleinert und der fünfköpfigen Elefantenherde des Tiergarten Schönbrunn übergeben. Die Verfütterung bot den Besucherinnen und Besucher des Tiergartens ein besonderes Schauspiel, denn die Freude war bei den Dickhäutern spürbar als sie sich alle, von der vierjährigen Iqhwa bis zur 42-jährigen Drumbo, über den grünen Snack hermachten. „Das nadelige Frühstück ist für unsere Elefanten eine willkommene Abwechslung auf ihrem winterlichen Speiseplan. Natürlich schmecken ihnen die frischen Nadeln und die dünnen Äste am besten. Aber sie werden den Baum bis auf den dicken Stamm noch restlos verputzen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. „Der Weihnachtsbaum ist Augenweide und Gaumenschmaus in einem“, freut sich ÖBf-Vorstand Rudolf Freidhager über die willkommene Nachnutzung des weihnachtlichen Nadelbaumes, „denn für die Dickhäuter ist die Fichte eine Delikatesse!“ Davor hieß es pünktlich um 8.00 Uhr von den Experten des Forstamtes Wien: „Baum fällt!“ Keile, die in den Baum getrieben wurden, knickten die Fichte und brachten sie kontrolliert zu Fall. Anschließend wurde sie gedrittelt und mit dem LKW auf ihre letzte Reise geschickt – zu den Tieren in den Tiergarten Schönbrunn. Das zarte Reisig ließen sich aber nicht nur die großen Tiere schmecken. Rund 150 kleinere Tannen bescherten u.a. Nashörnern, Zebras, Wasserbüffeln und Rentieren einen Festtagsschmaus oder luden zu vergnüglichen Spielen. „Die Verfütterung des Weihnachtbaumes ist das letzte Highlight der Weihnachtsmarktsaison und mittlerweile eine liebgewonnene Tradition, auf die sich nicht nur die Tiere von

Zoo Neunkirchen 09.01.2018
Ein gefiederter Mann zum Jahreswechsel – Weißstorchpaar im Neunkircher Zoo hat sich gefunden
Im Neunkircher Zoo gab es noch ein tierisches Happy End kurz vor dem Jahreswechsel: Ein Männchen als zukünftiger Partner für das Neunkircher Weißstorchweibchen ist neu zugezogen. Der Neue ist gebürtiger Bayer und 2006 im Zoo Augsburg geschlüpft. Die letzten Jahre hat der allerdings im Zoo Braunschweig verbracht. Die dortigen Zookollegen suchten aber ein neues Zuhause für das Männchen und der Neunkircher Zoo dringend einen neuen älteren Partner für seine verwitwete sechszehnjährige Störchin. Diese war bis zum Tod ihres Partners in den letzten Jahren mehrfach Mutter geworden. Kurz vor Jahresende traf der Neuzugang ein und konnte bereits innerhalb weniger Tage zu seiner neuen Partnerin in die erst im Sommer 2017 eröffnete gesponserte Großvoliere einziehen. Das neue Zuhause ist über 300 Quadratmeter groß, bis zu acht Meter hoch und als Vogelwarte gestaltet. Über zwei Eingangsschleusen können kleine und große Besucher in diesen Erlebnisbereich eintreten und die Tiere ohne trennende Gitter beobachten. Gefiederte Untermieter sind Nachtreiher und Diamantfasane. Als Flaggschiffart für den regionalen Artenschutz ist der Weißstorch ein sehr wichtiger Bewohner, bei dem hier ein Blick in den Storchenhorst möglich ist. Da das neue Paar sich langsam annähert, ist die Hoffnung auf gemeinsamen Nachwuchs groß. Zukünftig sollen auch wieder im Neunkircher Zoo geschlüpfte Weißstörche wie in der Vergangenheit im Saarland ausgewildert werden. Die beiden Weißstörche Ing und Muna haben schon Tierpaten als Unterstützer gefunden.

Zoo Osnabrück 09.01.2018
„Winterzauber“ im Zoo: Erstes Wochenende mit Besucherrekord – Anmeldung für Eisstockschießen noch möglich
Rund 6.300 Besucher nutzten am vergangenen Wochenende das schöne Wetter und besuchten den Zoo Osnabrück – inklusive einem Abstecher zum am Freitag eröffneten „Winterzauber“ im Herzen des Zoos. Damit verzeichnete der Zoo das bislang am besten besuchte Wochenende in einem Januar. Für das Eisstockschießen um den „Löwen-Ice-Cup“ können sich Mannschaften noch bis zum 20. Januar anmelden. Schlittschuhlaufen, warme Bratapfel-Crêpes oder die Fahrt mit einem nostalgischen Kinderkarussell: Der „Winterzauber“ im Zoo Osnabrück begeisterte am ersten Wochenende große und kleine Zoobesucher. „Das Wetter hat uns in die Karten gespielt und wir hatten rund 6.300 Besucher am Wochenende. Damit ist es das erfolgreichste Wochenende, das wir je im Januar hatten. Sowohl die 8 mal 18 Meter große Kunsteisbahn als auch das nostalgische Karussell aus Holz waren sehr beliebt – letzteres war praktisch durchgehend voll besetzt. Das gastronomische Angebot wurde ebenfalls gut angenommen. Wir sind sehr zufrieden mit dem ersten Wochenende“, freut sich Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. Bereits direkt nach der Eröffnung des Winterzaubers am Freitagmittag hatten Kinder die Eisfläche erobert und ihre ersten Meter auf den Kufen gewagt. Da die Eisbahn komplett überdacht ist, können Besucher sie auch bei schlechterem Wetter nutzen. Besucher mit Tagesticket erhalten an der Kasse kostenlose Gutscheine für den Schlittschuhverleih sowie das Kinderkarussell, Jahreskarteninhaber zahlen für das Leihen der Schlittschuhe 3 Euro und für eine Fahrt im Kinderkarussell 1 Euro. Abends kostenloser Eintritt und Führungen – Ab dem 23. Januar bietet der Zoo im Rahmen des „Winterzaubers“ ein neues Highlight: das Eisstockschießen um den „Löwen-Ice-Cup“. Fünf Wochen lang kämpfen die vier- bis achtköpfigen Teams um den Sieg. Über 40 Mannschaften stehen bereits in den Startlöchern, eine Anmeldung ist noch bis zum 20. Januar möglich. Zuschauer und Fans der Teams haben an den Turniertagen (Dienstag bis Donnerstag) ab 18:30 Uhr freien Zoo-Eintritt, um die Spieler anzufeuern. Außerdem können sie sich kostenlosen abendlichen Führungen durch den Zoo anschließen. Zusätzlich warten winterliche Speisen wie Grünkohleintopf, Kinnius Eversburger Rauchzipfel oder Bratapfel-Crêpes auf die Besucher – und natürlich Glühwein oder heißer Apfelpunsch. Wer am Eisstockschießen teilnimmt, unterstützt damit die Osnabrücker Löwen: Die Einnahmen aus Winterzauber und Eisstockschießen gehen an den Verein „Löwen für Löwen“, der Geld für die Vergrößerung und den Umbau der Löwenanlage sammelt. Unterstützt wird die Veranstaltung von zahlreichen Firmen, unter ander m von den Hauptsponsoren der Sparkasse Osnabrück, Kinnius Fleischverarbeitung, der Filmpassage Osnabrück sowie der Rahenbrock Gruppe.

Zoo Duisburg 09.01.2018
Karnevals-Auftakt im Zoo Duisburg
Im Rahmen einer Rund-Um-Visite durch ihre Heimatstadt Duisburg wird die Kinderprinzen-Crew des Duisburger Karnevals: Prinz KEVIN II. (Kevin Swakowski) Alter: 12 Jahre 1. Große Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Hamborn-Marxloh 1958 e.V. Prinzessin Gina I. (Gina-Marie Stangoni) Alter: 11 Jahre 1. Große Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Hamborn-Marxloh 1958 e.V. am Mittwoch, den 10.01.2018, auch Hof im Zoo am Kaiserberg halten und gebührend begrüßt. Das Prinzenpaar wird um 14.00 Uhr zuerst von der Vorstandsvorsitzenden des Zoo Duisburg, Frau Astrid Stewin, im Koalahaus begrüßt. Nach einem ausgiebigen Besuch bei den beliebten Beuteltieren geht es im Anschluss um 15.00 Uhr in die Delfinvorführung.

Opel-Zoo Kronberg 08.01.2018
Zickenalarm im Streichelzoo: Zahlreiche Afrikanische Zwergziegen im Opel-Zoo geboren
Geburt von Afrikanischen Zwergziegen – das ist meist eine der ersten Meldungen aus dem Opel-Zoo zu Jahresbeginn. So auch 2018: Zahlreiche junge Afrikanische Zwergziegen, sowohl in der schwarzen Form im Streichelzoo als auch der bunten auf der Ziegenwiese gleich nach dem Haupteingang, begeistern die Zoobesucher. Auch bei den Rhönschafen hat sich bereits der erst Nachwuchs des Jahres eingestellt, weitere Tiere werden noch folgen. Die Westafrikanische Zwergziege ist eine kleine stämmige Rasse mit kurzen Beinen und stammt aus Regenwaldgebieten und Feuchtsteppen. Sie ist gut an das feuchtwarme Gebiet angepasst und besitzt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Von der Tsetse-Fliege werden beim Stich Trypanosomen übertragen, die bei Tieren die gefürchtete Nagana-Seuche und beim Menschen die Schlafkrankheit verursachen. Gegen diese Trypanosomen sind die Zwergziegen weitgehend resistent. Im Kronberger Freigehege sind die Ziegen mit ihrem freundlichen Wesen sehr beliebt. Wer erinnert sich nicht an erste Versuche der Kinder, sie an der Ziegenwiese mit den Waschmöhren zu füttern oder das haptische Erleben im Streichelzoo? Bei dem kleinen Brillenpinguin hingegen, der im Dezember geschlüpft ist, kann man das Aufwachsen nicht direkt beobachten. Aber in der Bruthöhle ist eine Kamera installiert und kann man über den Monitor an der Pinguinanlage verfolgen, wie er von den Eltern gewärmt und gefüttert wird.

Zoo Dresden 08.01.2018
Jahresrückblick – Inventur im Zoo Dresden
Den heutigen Pressetermin anlässlich der alljährlichen Jahresinventur nutzten wir, um auf die Entwicklungen der letzten zwölf Monate zurück zu schauen und zugleich einen Ausblick auf das neue Jahr 2018 im Zoo Dresden zu geben. Zoodirektor Karl-Heinz Ukena und Aufsichtsratsvorsitzender Detlef Sittel verkündeten anlässlich des Inventurtermines eine Besucherzahl von 851.544 für 2017, was einer Steigerung um ca. 55.000 oder 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies ist nach 2014 das besucherstärkste Jahr seit der Wende. Das Ergebnis der vorläufigen Tierzählung erbrachte, dass derzeit ca. 1.500 Individuen in 251 Arten im Zoo Dresden leben. Mit 82 Arten sind die Vögel die artenreichste Tiergruppe des Zoos, gefolgt von den Säugetieren mit 64 Arten. Die restlichen 105 Arten entfallen auf Reptilien, Amphibien, Fische und Wirbellose. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 16 Arten und ca. 200 Individuen weniger. Der Grund hierfür liegt in der Abgabe eines Großteils der Enten- und Gänsevögel des Mittelkanals und des Ententeichs als Konsequenz der Stallpflicht im Rahmen der Vogelgrippe. Erwähnenswerte Zugänge 2017 waren 7 Humboldtpinguine, die unsere Gruppe auf nunmehr 12 Tiere anwachsen ließen. Mit nun sechs potenziellen Zuchtpaaren sind die Hoffnungen groß, dass es bereits in diesem Jahr mit Nachwuchs klappt. Außerdem begrüßten wir einen neues Männchen für unser Zweifingerfaultier Marlies, der sich im Moment behutsam an seine neue Partnerin gewöhnen kann. Dies nährt unsere Hoffnung, dass wir in Zukunft an bereits errungene Zuchterfolge anknüpfen werden. Vollkommen neue Tierarten im Zoo Dresden gibt es beispielsweise im Säugetierbereich mit den Etruskerspitzmäusen und Burenziegen, im Vogelbereich mit dem Diademhäher und den Kahlkopfrappen sowie im Terrarium mit den Australienkrokodilen zu entdecken. Die erste erfolgreiche Nachzucht dieser Art in der Geschichte unseres Zoos gelang im vergangenen Jahr bei den Südlichen Tamanduas. Das am 6. Juli 2017 geborene Weibchen Zora kam beim heutigen Pressetermin zum Zwecke der regelmäßigen Dokumentation der Wachstumsfortschritte auf die Waage. Mit einem aktuellen Gewicht von 5 Kilogramm konnte Zora ihr Geburtsgewicht inzwischen verzehnfachen. Außerdem gewogen wurde unser Burenziegennachwuchs Zara, deren Gewicht wir nur ermitteln konnten, in dem Josefine Bruse (Revierleiterin des Huftierbereichs) mit dem quirligen Tier zusammen auf die Waage stieg. Zara wiegt mittlerweile schon rund 14 kg. Das Resultat beim Zählen der Dschungelnymphen ergab 4 Weibchen und 4 Männchen. Mit großer Trauer erfüllte uns der überraschende Verlust von Mönchsgeier Guste, der am 29. November 2017 tot in der Geierflugvoliere aufgefunden wurde. Guste war eine bei Besuchern wie Tierpflegern sehr beliebte Tierpersönlichkeit und erreichte mit 36 Jahren ein für Mönchsgeier stolzes Alter. Weiterhin nahmen wir Abschied von unserem Geparden-Brüderpaar Rashid und Ramzes. Beide mussten wegen altersbedingter Leiden eingeschläfert werden. Unser Zoo plant jedoch eine Fortsetzung der Haltung dieser Art und befindet sich bereits in der Suche nach geeigneten Tieren. Für das neue Jahr 2018 blicken wir voller Vorfreude weiterhin auf den Einzug der Elefanten, Mandrills und Nacktmulle in das neu eröffnete und komplett umgestaltete Afrikahaus voraus, welcher für das Frühjahr geplant ist. Nach dem anschließenden Rückbau der Interimshalle wird die Außenanlage für die Elefanten erweitert und ihrer Nutzung zugeführt. Rechtzeitig zur Sommersaison wird ebenfalls das neue Pinguin Café eingeweiht. Nach längerer Wartezeit soll der Bau des Warmhauses für die Aldabra-Riesenschildkröten, des Hugoneum beginnen, verbunden mit der Sanierung des unmittelbar angrenzenden Antilopenhauses. Die erste Geburt des Jahres 2018 fand bei den Vikunjas statt. Das weibliche Tier mit dem Namen Alegra wurde am 5. Januar geboren.

Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen 08.01.2018
Eisbärbaby in der ZOOM Erlebniswelt wächst – Gelsenkirchener Eisbär-Nachwuchs hat sein Gewicht verfünffacht
Das am 4. Dezember 2017 in Gelsenkirchen geborene Eisbärbaby wächst und gedeiht gut. Es hat sein Geburtsgewicht von rund 400 Gramm in 36 Tagen auf geschätzt 2.000 Gramm verfünffacht. Noch ist das Kleine namenlos, da das Geschlecht bisher unbekannt ist. Eisbärenjungtiere nehmen pro Tag rund 60 Gramm zu. Das Gelsenkirchener Eisbärbaby trinkt jetzt in der 5. Lebenswoche regelmäßig all drei bis dreieinhalb Stunden bei Mutter Lara. Seit Weihnachten hat das Kleine die Augen geöffnet. Noch kann es nicht laufen, krabbelt aber an der Mutter entlang und sucht sich so gezielt seinen Weg. Die ersten Zähne werden in den nächsten Tagen durchbrechen. Dies ist auch erneut eine kritische Phase, da es durch das Durchbrechen der Zähne zu kleinen Schleimhautverletzungen im Mund kommen kann, die bei einem eventuell nicht intaktem Immunsystem Infektionserreger erleichtern einzudringen. In zwei Wochen etwa wird das kleine Eisbärbaby die ersten tapsigen Schritte wagen. Anfang Februar wird es anfangen, sich wenige Schritte von der Mutter zu entfernen. Erst dann kann wieder Kontakt zur Eisbärin aufgenommen werden und die Tierpfleger bieten nach langer Zeit der Eisbärmutter Futter an. Weitere drei Wochen später nimmt das Baby erste Mal feste Nahrung zu sich, wird aber noch bis fast zwei Jahre zusätzlich von der Mutter mit Milch versorgt. Die dreizehnjährige Mutter Lara kümmert sich liebevoll und ausschließlich um ihr Jungtier. Sie hält es warm, umsorgt es und tränkt es mit einer sehr fettreichen Milch. Sie selbst geht nur etwa einmal die Woche in den Nachbarstall und bedient sich einige Minuten lang an der Selbsttränke. Seit Mitte November hat Lara nichts mehr gefressen. Dies ist wie in der Natur. Im Sommer und Herbst fressen sich Eisbärenweibchen eine dicke Fettschicht an, von der sie während der Geburt und der Aufzucht der Jungtiere zehren. Die meiste Zeit verbringen Mutter und Kind mit schlafen, dösen und groß werden. Mutter mit Jungtier liegen immer in engem Körperkontakt, auch wenn das Jungtier allein im Stroh liegt, hält es zumindest Kontakt zu einer mütterlichen Pfote, Schulter oder Bauch. Entfernt es sich nur ein kleines Stück von Lara, holt Lara es sich sofort wieder mit ihrer Tatze vorsichtig zurück und hält es unter Kontrolle. Vor dem Saugen oder zu Beginn des Saugaktes wird es von Lara intensiv beleckt. Nach gut drei, vier Monaten erst verlassen Mutter und Kind, das dann zehn bis zwölf Kilo wiegt, die sichere Höhle. Dann wird das Jungtier für die Besucher der Erlebniswelt Alaska zu sehen sein. Vater Bill wird vermutlich erst nach gut zwei Jahren auf sein Jungtier treffen. Noch geht keiner der Mitarbeiter in die Wurfbox. Mutter und Kind sollen in den ersten Wochen Ruhe haben und sich ungestört wohlfühlen. Die Geschehnisse im Stall werden ausschließlich per Kamera verfolgt und dokumentiert. Die Sterblichkeitsrate der Jungtiere in der ersten Lebenswoche liegt bei über 45%. Im Durchschnitt überlebt nur jeder zweite Eisbär das erste Lebensjahr.

Dieser Beitrag wurde unter Basel, Berlin, Bochum, Dortmund, Dresden, Duisburg, Erfurt, Gelsenkirchen, Görlitz, Hannover, Heidelberg, Jaderberg, Köln, Kronberg, Neunkirchen, Nürnberg, Osnabrück, Rheine, Stuttgart, Wien, Wuppertal, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen