Zoopresseschau

Zoo Heidelberg 26.01.2018
Das Meer im Zoo Heidelberg entdecken: Neuer Rundgang durch die Ausstellung Meere und Ozeane
Die Zooschule Heidelberg bietet ab sofort einen geführten Rundgang durch die Sonderausstellung „Meere und Ozeane“ in der Explo-Halle im Zoo Heidelberg an. Die Ausstellung selbst wird vom ExploHeidelberg betrieben und wurde durch „Wissenschaft im Dialog“ und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ermöglicht. Ein von den Mitarbeitern der Zooschule ausgearbeitetes 90-minütiges Programm – angepasst an verschiedene Altersstufen – sorgt nun für ein spannendes und abwechslungsreiches Erleben des Themas. Das Angebot richtet sich an Grundschulen, weiterführende Schulen und private Gruppen (Familien, Erwachsene). Da die Sonderausstellung nur noch bis zum 15. April zu sehen ist, empfiehlt die Zooschule eine baldige Anmeldung! Gemeinsam mit den Zoorangern haben Besucher nun die Möglichkeit auf eine spannende Entdeckungsreise durch die interaktive Sonderausstellung „Meere und Ozeane“ zu gehen. Themen wie Bewohner der Meere, Tiefsee, Schifffahrt, Fischfang/Überfischung und natürlich das Thema Verschmutzung der Meere durch Müll werden detailliert besprochen und mit Hilfe von verschiedenen pädagogischen Materialien und der interaktiven Elemente der Ausstellung anschaulich gestaltet. Die Teilnehmer erfahren, wie sie durch ihr Verhalten dazu beitragen können, dass die Lebensbedingungen im sensiblen Ökosystem Meer verbessert werden. Hat man erst einmal die Hintergründe verstanden, fällt es ganz leicht, sich für seine Umwelt zu engagieren! Die Zooranger haben jede Menge nützliche Tipps und Tricks parat. Der 90-minütige Rundgang kann telefonisch (06221-3955713) oder per E-Mail (info@zooschule-heidelberg.de) über die Zooschule gebucht werden. Die Kosten für Schulklassen betragen 40,- € (bis 15 Schüler, jeder weitere 2,50 € zzgl. Eintritt für alle). Private Gruppen zahlen 50,- € für bis zu 15 Personen (zzgl. Eintritt für alle). Nähere Informationen zu den erlebnisreichen Rundgängen finden Sie unter: www.zooschule-heidelberg.de! Die Sonderausstellung ist noch bis zum 15. April 2018 und täglich von 10:30 bis 15:30 Uhr geöffnet.

Tierpark + Fossilium Bochum 26.01.2018
Zoo freut sich über neuen Besucherrekord in 2017
Das große Zählen hat ein Ende! Auch im Tierpark + Fossilium Bochum stand wie in jedem Unternehmen zum Jahresbeginn eine Inventur an. Das Ergebnis: Im Tierpark leben auf einer Fläche von 20.000 m2 3.785 Tiere in 327 Arten. Damit zählt der Bochumer Zoo nach wie vor zu den tier- und artenreichsten Zoos in Nordrhein-Westfalen. Auch die Besucherzählung für das Jahr 2017 ist abgeschlossen. Fest steht: So viele Besucher gab es im Tierpark + Fossilium Bochum noch nie! Der Trend aus dem Rekordjahr 2016 setzte sich auch in 2017 fort, sodass die aktuellen Zahlen mit einem Sprung von 78.000 Gästen in den letzten zwei Jahren Tierparkgeschichte schreiben. Der Tierpark + Fossilium Bochum bricht alle Rekorde 328.000 Menschen passierten im vergangenen Jahr die Tore des Tierparks, das entspricht einem Zuwachs von über 30 % im Vergleich zu 2015. Zoodirektor Ralf Slabik macht vor allem die umfangreichen Baumaßnahmen, die seit 2015 im Tierpark vorgenommen wurden für diesen Erfolg verantwortlich. Die neue Schaufutterküche, das Multifunktionsgebäude und allen voran der Zoologische Bewegungsspielplatz mit seinen integrierten Tieranlagen trugen maßgeblich zur Attraktivitätssteigerung des Parks und somit auch zum Besucherwachstum bei. „Unser Dank gilt der Sparkasse Bochum als Hauptsponsor, dem Schullandheimverein – Stadtverband Bochum e.V., dem Bochumer Kochclub „L‘arte in Tavola“ und nicht zuletzt all unseren Besucherinnen und Besuchern, ohne deren Unterstützung diese zukunftsweisenden Projekte nicht umsetzbar gewesen wären“, erklärt Ralf Slabik. Zusätzlich hat der Tierpark in 2017 eine erfolgreiche Marketingmaßnahme vorgenommen: „Im vergangenen Jahr waren wir zum ersten Mal Partner der RUHR.TOPCARD. Durch dieses Zusatzangebot konnten wir viele Besucher im überregionalen Raum erreichen und unsere ohnehin schon bedeutende Position als Umweltbildungszentrum und Naherholungsgebiet in der Region weiter festigen“, so Slabik weiter. Die sozialverträglichen Eintrittspreise bleiben wie schon in den Vorjahren auch in 2018 stabil. „So bieten wir unseren Besuchern eine große Artenvielfalt für wenig Geld“, betont der Zoodirektor. Auch die Else-Baltz-Zooschule des Tierparks, die in diesem Jahr ihr 30-Jähriges Bestehen feiert, blickt auf ein neues Erfolgsjahr zurück! Mehr als 21.000 Besucher nahmen an über 1.300 Terminen das Angebot der Zooschule wahr. Mit diesen Zahlen erreicht der Tierpark mit seiner Bildungsarbeit einen weiteren Meilenstein. Im Vergleich zum Jahr 2015 kann die Einrichtungein Zuwachs von 20 % und damit über 3.500 zusätzliche Gäste verzeichnen. Mit ihrem umfangreichen Programm erreicht die Zooschule ein breites Publikum – weit über die Stadtgrenzen hinaus. „Naturgemäß betreuen wir viele Gäste direkt aus Bochum. Unsere Statistiken zeigen aber, dass ebenso viele Besuchergruppen aus Nachbarstädten und dem Umland zu uns kommen“, berichtet Zooschulleiterin Kerstin Schulze und fährt fort: „Es istunsere Aufgabe und unser Ziel, mit verschiedenen zoo- und museumspädagogischen Konzepten für den Schutz der Biodiversität zu sensibilisieren und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schärfen. Schulklassen und Kita-Gruppen können über gebuchte Führungen und Unterrichtseinheiten lebende Tiere unmittelbar und mit allen Sinnen erleben. Aber auch für private Gruppen jeglicher Form und Altersstufe gibt es individuell zugeschnittene Programme.“ Mit neuen Angeboten, wie dem Mini-Tierpfleger-Programm, einem behindertengerechten Inklusionsprogramm „Artenvielfalt inklusiv“ und dem neuen Zoomobil – einem speziell für auswärtige Termine umgebauten und von den Stadtwerken Bochum geförderten Elektrotransporter – wurde die bereits bestehende Angebotsvielfalt um weitere attraktive Punkte erweitert. Zu den zoologischen Highlights des Jahres 2017 zählten unter anderem die Fertigstellung der umgebauten Anlage der Seychellen-Riesenschildkröten sowie die Eröffnung der Kea-Voliere. Durch besondere Besucherwege und die Eingliederung in das Gesamtkonzept des Zoologischen Bewegungsspielplatzes sorgen die beiden Areale für spannende und nahezu barrierefreie Mensch-Tier-Begegnungen. Beide Tierarten gehören nicht nur zu den Besucherlieblingen des Tierparks, sondern sind auch wichtige Botschafter für ihre gefährdeten Artgenossen. Im Juli 2017 ist außerdem eine neue Vogelart in den Tierpark gezogen. Für vier Waldrappe wurde die alte Luchsanlage in eine großzügige Voliere umgebaut. Schon bald sollen vier weitere Tiere die neue Zuchtgruppe vervollständigen. Mit der Aufnahme der Ibisvögel beteiligt sich der Tierpark am Europäischen Zuchtprogramm zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Vogelart. Nach wie vor einer der tier- und artenreichsten Zoos in NRW! Die alljährliche Inventur im Tierpark nahm mehrere Tage in Anspruch und spannte alle Zootierpfleger ein. Denn nicht alle Schützlinge konnten mit einem Blick erfasst werden. Manche Tiere, wie die Präriehunde, versteckten sich in ihren Erdhöhlen, während einige Fische in so großen Schwärmen schwimmen, dass sie kaum zu zählen waren. Bei den Humboldt-Pinguinen war die Bestandsaufnahme hingegen kein Problem. Angespornt durch eine Extraportion Fisch, traten die Frackträger allesamt zur Zählung an. Aktuell besteht die Gruppe aus 13 Vögeln, fünf Weibchen und acht Männchen. Jedes Tier kann durch sein individuelles Punktemuster auf der Brust von den anderen Pinguinen unterschieden werden. Die Humboldt-Pinguine sind eine von insgesamt 23 Vogelarten mit 143 Individuen im Tierpark + Fossilium Bochum. Die Gruppe der Säugetiere ist mit 143 Tieren in 17 Arten vertreten. Zwei tierische Bewohner sind ganz frisch im Tierbestand. Sie besitzen jeweils acht Beine, haben eine Gesamtlänge von 9 cm und stellen beindruckend große Netze aus feinen, aber starken und im Licht goldschimmernden Fäden her. Die zwei Seidenspinnenweibchen sind ab sofort im Aquarien- und Terrarienhaus zu sehen. Neben den beiden Neuzugängen gibt es außerdem mehr als 100 Reptilien im Terrarienhaus zu entdecken. Über die Hälfte der Tierparkbewohner lebt jedoch unter Wasser! In den zahlreichen Meer- und Süßwasseraquarien tummeln sich über 2.000 Fische sowie weitere aquatische Tiere, wie Seesterne, Seegurken, Muscheln, Korallen und Co.

Tierpark Hellabrunn 26.01.2018
Richtfest im Hellabrunner Mühlendorf
Am Freitagmorgen, den 26. Januar 2018 fand das Richtfest des Hellabrunner Mühlendorfs im künftigen Parkteil Europa statt. Nach einem Richtfestspruch durch den Baumeister richteten Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks Christine Strobl und Tierpark-Direktor Rasem Baban Grußworte an die rund 100 geladenen Gäste. Im Anschluss ging es zum zünftigen Richtfestschmaus in das seit Jahresanfang von Marché International betriebene Tierparkrestaurant. Die Rohbauten des Hofladens und der Mühle am Auer Mühlbach sowie die der Stallungen für Murnau-Werdenfelser Rinder, Shetlandponys, Bulgarenziegen und anderer Tiere stehen, die Dachstühle sind aufgerichtet und zum Teil sogar schon mit Dachziegeln gedeckt: Es war also allerhöchste Zeit für das Richtfest. Durch den bisher sehr milden Winter sind die Bauarbeiten in den vergangenen Monaten seit dem Spatenstich am 14. Juli 2017 schon weit vorangeschritten. Nichtsdestotrotz wurden keine Mühen gescheut, um ganz traditionell einen Richtfestbaum auf den Giebel des künftigen Stallgebäudes zu setzen. Von hoch oben sprach der Baumeister den Richtspruch für das Mühlendorf. „Wenn die Bauarbeiten weiterhin so zügig vonstattengehen, werden wir den ersten Teil des Mühlendorfs bereits im Sommer eröffnen können. Ich bin sehr gespannt, wie die Besucher den neuen Parkteil annehmen werden“, so Christine Strobl, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks am Freitag. „Aber heute freuen wir uns erst einmal, das Richtfest zu feiern und sind stolz darauf, dass bereits alle Gebäude des ersten Bauabschnittes stehen“, ergänzt Strobl. Unter den rund 100 geladenen Gästen befanden sich neben Mitarbeitern der Baustelle und des Tierparks auch Gabriele Nellissen, Leiterin Förderengagement und Eventmanagement der Stadtsparkasse München sowie Kieran Stanley, der Gründer und Creative Director des Berliner Architekturbüros dan pearlman Erlebnisarchitektur, welches für das Mühlendorf verantwortlich zeichnet. Dank der finanziellen Unterstützung der Stadtsparkasse München und der gemeinnützigen Edith-Haberland-Wagner-Stiftung kann das Mühlendorf mit seinem vielfältigen Angebot für Besucher umgesetzt werden. Auf über 23.000 m² werden die Gebäude und Stallanlagen im Mühlendorf klassischen Bauernhäusern der Region nachempfunden. So entsteht eine Landschaft mit dörflichem Charakter, welche von bedrohten Haustierarten bewohnt sein wird. Mit dem Mühlendorf wird der Tierpark Hellabrunn ganz neue Wege beschreiten und ein einzigartiges Naturerlebnis und Bildungszentrum schaffen“, erklärt Zoodirektor Rasem Baban. „Hier wird ein zentraler edukativer Bereich im Tierpark entstehen, der in besonders vielfältiger Weise zum Lernen und Entdecken heimischer Biodiversität einladen wird. Wie wurden aus Wildtieren Haustiere? Weshalb sind viele Haustierrassen inzwischen vom Aussterben bedroht? Und warum ist es so wichtig, diese zu erhalten? All diesen Fragen können die Besucher im Mühlendorf nachgehen“, so Baban. Neben den derzeitig hinter den Kulissen untergebrachten Tieren wie Shetlandponys, Bulgarenziegen und Murnau-Werdenfelser Rindern werden auch neue Tierarten ins Mühlendorf ziehen. Darunter Augsburger Hühner, Bayerische Landgänse und Kunekune, eine neuseeländische Hausschweinrasse. Der erste Bauabschnitt des Mühlendorfs beinhaltet neben den verschiedenen Stallungen auch eine Mühle mit einer Fischbrutanlage sowie einen Biergarten, Hofladen und Bauerngarten. Nach der Fertigstellung dieses Teils im Sommer 2018 beginnen die Bauarbeiten am zweiten Bauabschnitt, dessen Herzstück die neue Zooschule sein wird. Das gesamte Mühlendorf soll im Sommer 2019 eröffnet werden.

Wilhelma Stuttgart 26.01.2018
Zuchterfolg durch Zoo-Kooperation
Bewegte Familiengeschichte bei den Springtamarinen. Schwarz auf Schwarz: Da muss man schon einmal genauer hinschauen, wenn Springtamarin Brava durch das Südamerikahaus der Wilhelma huscht. Tatsächlich klammert sich ein zwei Wochen altes Jungtier im dunklen Rückenfell der Mutter fest, die mit dem Junior huckepack behände von Ast zu Ast klettert und springt. Selbst Erwachsene dieser kleinen Primaten, die aus dem westlichen Amazonasgebiet in Teilen Brasiliens, Boliviens, Kolumbiens und Perus stammen, haben nur eine Körperlänge von gut 20 Zentimetern und wiegen kaum ein halbes Kilo. Entsprechend winzig sind ihre Neugeborenen, wie das Baby, das am 11. Januar auf die Welt kam. Anders als verwandte Krallenaffen-Arten, wie die Zwergseidenäffchen, mit denen sie im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart ein dschungelartig gestaltetes Gemeinschaftsgehege bewohnen, bekommen sie keine Zwillinge, sondern jeweils nur ein Jungtier. Die Springtamarine in der Wilhelma haben eine bewegte Familiengeschichte, die zeigt, wie die Tierpfleger und Kuratoren das soziale Gefüge der Affenbande ständig beobachten und auf Veränderungen reagieren müssen. Diese erfolgreiche Nachzucht der als gefährdet geltenden Springtamarine ist nicht zuletzt Ergebnis der internationalen Kooperation der Zoos in Europa. Als das männliche Oberhaupt der Zuchtgruppe, Diabolo, 2016 starb, hinterließ er das Weibchen Carmen sowie Sohn Ultimo und Tochter Brava. Damals lebten die beiden Krallenaffen-Arten noch getrennt: „Der Versuch, die Springtamarine mit den Zwergseidenäffchen zusammenzubringen, schlug fehl, weil die Tamarine die Zwerge gejagt haben“, berichtet Marianne Holtkötter, als Kuratorin für die Affen in der Wilhelma zuständig. „Deswegen hatten wir bei der Koordinatorin des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Springtamarine in Dublin angefragt, ob sie für uns einen neuen Zuchtmann finden kann, der Erfahrung im Zusammenleben mit Zwergseidenaffen hat.“ So kam Iriri aus dem Zoopark Beauval in Frankreich im März 2017 nach Stuttgart, der bereits in der Zucht erprobt ist. Die Tierpfleger bemerkten schnell, dass Iriri in seinem neuen Umfeld nur am Boden hockte und Ultimo nicht zuließ, dass er in die Äste hochkletterte. „Diese Männerfehde mussten wir unterbinden“, sagt die Kuratorin. „Deshalb haben wir Ultimo aus der Gruppe genommen und in einer WG mit dem Goldkopflöwenaffen Zoe untergebracht. Diese beiden Krallenaffen sind gleich gut klargekommen. Die Weibchen Carmen und Brava verstanden sich mit Iriri gut – Brava sogar sehr gut, wie wir jetzt wissen.“ Auch die Zusammenführung mit den Zwergseidenaffen verlief daraufhin reibungslos. Ultimo konnte auf Empfehlung der EEP-Koordinatorin in diesem Januar an den Zoo Punta Verde in Italien vermittelt werden, wo er seinerseits eine eigene Familie gründen kann. Auch für Zoe ist ein passendes Zuhause in Paris gefunden worden, wohin er bald umzieht. „Damit haben wir eine gute Lösung für alle beteiligten Tiere gefunden“, bilanziert Holtkötter. „Nur zwischen Carmen und Brava gab es anfangs ein paar Anpassungsquerelen, weil die Tochter durch die Geburt des Jungtiers nun ranghöher ist als ihre Mutter. Das könnte sich legen, wenn auch Carmen von Iriri trächtig wird. Das EEP hätte nichts dagegen.“

Zoo Leipzig 26.01.2018
Tierisches Eisvergnügen – Zoo Leipzig zu Gast beim Leipziger Eistraum
Für ein tierisches Eisvergnügen beim Leipziger Eistraum sorgt am Wochenende der Zoo Leipzig täglich von 13.00 bis 16.00 Uhr und stimmt damit auf das Magische Tropenleuchten in Gondwanaland ein, das vom 8. bis 24. Februar 2018 erstmals stattfindet und die Leipziger Tropenerlebniswelt in einem neuen Licht erstrahlen und die Zoobesucher zahlreiche Attraktionen bis in den späten Abend hinein erleben lässt. Auf der Eisbühne wird unter anderem Bereichsleiter Micha Ernst jeweils 14.00 und 15.00 Uhr aus dem Nähkästchen plaudern und die Besonderheiten des ersten Magischen Tropenleuchten verraten. Außerdem informiert er über die neuesten Geschehnisse im Zoo, und er hat Freikarten für das einzigartige Winterevent inmitten der Leipziger Tropen im Gepäck. Überdies können Zoofreunde von 13.00 bis 16.00 Uhr ihr Glück am Glücksrad des Freundes- und Fördervereins herausfordern und Zoo-Wimmelbücher, Tageskarten und weitere tierische Preise gewinnen.

Tierpark Nordhorn 26.01.2018
Der Tierpark Nordhorn – ein Rückblick und Ausblick
Neuer Besucherrekord in 2017 mit fast 440.000 Besuchern – 2018 niedersachsenweit einmalige „Weltgartenausstellung“ im Zoo
Am Ende besuchten knapp 440.000 Besucher den Tierpark Nordhorn im Jahr 2017. Damit wurde nicht nur zum vierten Mal in Folge die Marke von 400.000 Besuchern geknackt, sondern nochmals eine deutliche Steigerung zu den Vorjahren erzielt. „Wir freuen uns sehr über diesen Zuspruch!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Die Besucher honorieren den eingeschlagenen Kurs, darauf wollen wir aufbauen!“ Dank dieser Besucherzahlen ist der Familienzoo die mit Abstand größte tagestouristische Einrichtung in der Region. Sein Einzugsgebiet reicht weit über die Grenzen Nordhorns und der Grafschaft Bentheim hinaus. Rund die Hälfte der Besucher kommt aus den Niederlanden, viele natürlich aus den nahgelegenen Regionen Twente und Drenthe, mit steigender Tendenz. Denn das Einzugsgebiet des Tierparks wächst weiter und lockt sogar Übernachtungsgäste von weit weg in die Region, wie eine Untersuchung in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück- Campus Lingen gezeigt hat. Dank der Kaufkraft der Besucher profitiert die Region als Ganzes von dieser Entwicklung. Eine jüngste Untersuchung des Büros Project M und der Euregio haben gezeigt, dass niederländische Tagestouristen 52,30 Euro pro Person in der Grafschaft Bentheim ausgeben. „In der touristischen Weiterentwicklung liegt eine große Chance für diese attraktive Region!“ so der Tierparkleiter. „Hier sind noch viele Schätze unentdeckt!“ In anderen touristischen Einrichtungen wie der Burg, den Museen und dem Bronzezeithof sieht der Nordhorner Familienzoo deshalb auch ausdrücklich keine Konkurrenz, sondern eine Bereicherung der touristischen Landschaft, die es zu stärken gilt. „In der Summe haben wir mehr zu bieten!“ ist Kramer überzeugt. Auch aus diesem Grund ist der Tierpark an vielen Stellen in der Grafschaft aktiv. Als regionales Arten- und Naturschutzzentrum hat der Tierpark neben der Betreuung verschiedener Naturgebiete und dem Haus- und Nutztiertag in Uelsen im letzten Jahr vor allem sein Bildungskonzept der Zooschule mit den „Grafschafter Naturschutzrangern“ ausgeweitet. Nachdem in einer Testphase im Hutewald das Projekt so gut angenommen wurde, konnten im letzten Jahr in Kooperation mit der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim weitere „Grafschafter Naturschutzranger“ ausgebildet werden. Diese sind seitdem in Emlichheim mit dem „schwimmenden Klassenzimmer“ auf der Vechtezomp, in den Wacholderheidegebieten „Tillenberge“ und „Bardel“, sowie weiterhin stark in Bad Bentheim im Hutewald unterwegs. Als regionales Arten- und Naturschutzzentrum möchte der Familienzoo Vorreiter und Ideengeber eines sanften Naturtourismus sein und Touristen und Einheimischen die Schönheit der Natur vor Ort näherbringen. Die Testphase war sehr erfolgreich. Das Konzept zu den diesjährigen Führungen wird gerade ausgearbeitet, so Kramer. Im direkten Umfeld wünscht sich der Tierpark ebenfalls einen Ausbau der touristischen Infrastruktur. Die Anbindung des „Grafschafter Sport- und Freizeitpark“ über die Vechte hinweg an Tierpark, Vechtesee und Innenstadt sei ein wichtiger Baustein um das Thema „Wasserstadt“ weiter zu beleben. Eine Brücke wäre natürlich ideal, aber auch eine attraktive Kurbelfähre könne eine echte Bereicherung sein, heißt es hierzu aus dem Tierpark. Der Tierpark selber hat in diesem Jahr viel vor. Dabei geht es dem Zoodirektor vor allem darum, den Markenkern als „Familienzoo“ weiter zu stärken. Im Mittelpunkt stehen die Kinder und deren Begeisterung für die Tiere. Aber alle Altersklassen sollen sich im Tierpark wohlfühlen. Dass alle Hauptwege im Zoo seit vergangenem Jahr barrierefrei gestaltet sind, sei ein echter Mehrwert. Unter Berücksichtigung der zentralen Aufgaben als wissenschaftlich geführter Zoo – Erholung und Freizeit, Arten- und Naturschutz, Bildung und Forschung soll im Tierpark weiter investiert werden. Diese Leitlinien sollen auch in Zukunft mit Blick auf die Zielgruppe weiterverfolgt werden. Mit dem hautnahen Tiererlebnis in entspannter Atmosphäre kann nach Ansicht des Tierparkchefs genau dies erreicht werden. Hierdurch kann eine Begeisterung geschaffen werden, die das ganze Leben lang prägt und für Tier und Umwelt sensibilisiert. Eine Herausforderung dabei ist es, diese einzelnen Aufgaben und Erlebnisse zu einem stimmigen Gesamteindruck zusammenzuführen. „Wenn die Leute bei uns einen Tag Glück erleben, haben wir unser Ziel erreicht!“ so Kramer weiter. An diesem Ziel will der Tierpark in 2018 kräftig arbeiten. „Durch die kontinuierlicheWeiterentwicklung wollen wir unseren Kurs beibehalten. Mutige Ideen und vorsichtige Planung, damit sind wir gut aufgestellt.“ so Geschäftsführer Dr. Kramer. Über 170 Mitarbeiter sind in der letzten Saison damit beschäftigt gewesen in den ganz unterschiedlichen Bereichen für das Wohl der Besucher zu arbeiten. Von der Parkreinigung über das Handwerk bis zur Kasse, von der Tierpflege über die Verwaltung bis zur Gastronomie, alles sind direkte Mitarbeiter der gemeinnützigen GmbH. Auch der Zooshop, die Ferienhäuser und die Gastronomie betreibt der Tierpark mit eigenen Mitarbeitern. „Überall wo Tierpark draufsteht, ist auch Tierpark drin!“ so Kramer. „Seit 2012 haben wir rund sieben Millionen Euro in neue Gehege, Infrastruktur und vieles mehr investiert!“ berichtet Kramer. Dabei ist der Tierpark bemüht in erster Linie regionale Firmen zu berücksichtigen umso den Zuspruch aus der Region auch wieder an die Region zurück zu geben. […]

Zoo Landau 26.01.2018
Mein persönliches „Krafttier“ – ein gemeinsames Projekt der Zooschule Landau und des Eduard-Spranger-Gymnasiums Landau
Kunstunterricht kann sehr gut auch in Zoo und Zooschule stattfinden. So besuchte die Klasse 10c des Eduard-Spranger-Gymnasiums im zurückliegenden Schuljahr mehrfach die Zooschule, um sich mit dem Thema „Krafttiere“ zu befassen. Die Welt der Tiere kann uns vieles lehren. Im Leben von Naturvölkern spielten die Wesens­züge von Tieren schon immer eine wichtige Rolle. Tiere sind demnach auch Symbolträger und können den Menschen als „Krafttiere“ beschützen und ihm den richtigen Weg weisen. Auch in unserem Kulturkreis haben Tiere seit jeher ihren festen Platz in Sagen, Märchen und Mythen. Grund genug, sich mit diesem Thema auch einmal im Rahmen eines fach­übergreifenden Projekts intensiver auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit dem Zoopädagogen Harald Weber und ihrem Kunstlehrer Matthias Burghardt gingen die Schülerinnen und Schüler der Frage nach, welche Rolle „Krafttiere“ im Leben eines Menschen spielen können. Dabei wurden auch Beispiele aus anderen Kul­turen, insbesondere der indigenen Völker Nord- und Mittelamerikas, herangezogen. Nach der Begegnung mit ausgewählten Zootieren hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihr persönliches „Krafttier“ auszuwählen und sich intensiv mit dessen beson­deren Fähigkeiten zu befassen. Die künstlerische Umsetzung erfolgte schließlich in mehre­ren Schritten. Nach den ersten Skizzen und Entwürfen in Zoo und Zooschule wurden in der Schule die eigentlichen Bilder mit Acrylfarbe auf Leinwände gemalt. Für die Schülerinnen und Schüler war das Projekt eine lohnenswerte Erfahrung sowohl im künstlerischen als auch im persönlichen Bereich. Die fertiggestellten Bilder werden in Kürze im Eduard-Spranger-Gymnasium ausgestellt.

Zoo Basel 25.01.2018
Ein Besuch im Basler Dschungel
Wenn es stürmt und der Regen gegen die Fensterscheiben peitscht, dann zieht es nur sehr wenige Menschen nach draussen. Doch es gibt einen Ort, an dem jetzt eine frühlingshafte Stimmung herrscht und sich ein Besuch fern der warmen Stube lohnt. Es ist das Vogelhaus im Zoo Basel. Das über 90-jährige Vogelhaus lädt mit seinen farbenprächtigen Bewohnern und der grünen Dschungel-Landschaft besonders im Winter zum Verweilen ein. Bereits um acht Uhr morgens öffnet der Zoo Basel seine Türen und so können Frühaufsteher dem Tierpflegepersonal im Vogelhaus bei der morgendlichen Arbeit zuschauen. Rotschwanz-Häherlinge sind die Neugierigsten Zum Tagesbeginn machen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger im Vogelhaus als erstes eine „Bestandsaufnahme“. In der grossen, dicht bewachsenen Halle ist das gar nicht so einfach, weshalb sie sich eines Tricks bedienen: Sie kommen mit einer kleinen Dose Wachsmaden als Begrüssungsmahl in die Halle und werfen einige Maden auf den Boden der Pflanzenrabatte. Zuerst stürzen sich die besonders neugierigen Rotschwanz-Häherlinge auf die Leckerbissen. Sie schnappen sich nicht nur eine Made, sondern stapeln gleich fünf hintereinander in den Schnabel. Auch die seltenen Montserrat- Trupiale oder die kleinen Brillenvögel lieben Maden und scheuen daher die Nähe zum Pfleger nicht. Bei den Tangaren braucht es etwas Geduld. Sie kommen nicht gerne auf den Boden und ihre Vorliebe gilt nicht den Maden, sondern den Früchten. Sie fliegen an, sobald das erste Futtergeschirr mit Fruchtstücken, Sämereien und weiteren Leckerbissen am Futterplatz bereit steht. Beobachten zur Gesundheitsvorsorge. Bei der Fütterung kontrollieren die Tierpfleger, ob die Vögel ans Futter kommen, ob und wieviel sie fressen, wie ihre Federn aussehen, oder ob etwas anders ist als sonst. Das Beobachten der Vögel gehört zum Tierpfleger-Alltag, dennoch ist es nicht ganz einfach. Schliesslich fliegen derzeit rund 70 Individuen in 22 Arten in der Halle umher. Routinierte Tierpfleger kennen aber die einzelnen Charaktere, wissen um deren Vorlieben und können an ihrer Stimmung die Situation beurteilen. Den Vogel entscheiden lassen. Wer sich ganz ruhig auf eine Bank setzt und einfach nur dem morgendlichen Treiben und Singen lauscht, wird sich wundern, wie ‚zahm‘ einige Vögel sind. Manch ein Besucher hat so schon innige Vogel-Freundschaften geschlossen. Diese Erlebnisse mehren sich im Winter. Dann ist keine Brutzeit und die Vögel scheinen etwas mehr Zeit für die Besucher zu haben. So kommt es schon einmal vor, dass ein Turako aus freien Stücken ganz nah heran kommt und sich zwar niemals anfassen, aber durchaus bewundern lässt. Der Turako entscheidet, ob und wie weit er sich nähern will: Eine Begegnung, die man nicht so schnell vergessen wird – das einzige, was es dazu braucht, ist etwas Geduld. Nicht nur in der Freiflughalle, auch in den Volieren im Vogelhaus ist derzeit viel los: Gouldamadinen und Reisfinken haben Nachwuchs; und es gibt neue Bewohner: Azurkopf-Tangare.

Zoo Osnabrück 25.01.2018
Erneut über 1 Million Besucher im Zoo Osnabrück
Finanzsituation weiterhin angespannt – Baufortschritte in „Manitoba 2“. Rund 1.020.000 Besucher sind im Jahr 2017 in den Zoo Osnabrück gekommen und damit so viele wie im Jahr zuvor. Trotz leicht gestiegener Einnahmen ist die Finanzsituation aufgrund anstehender notwendiger Gehegeverbesserungen weiterhin angespannt. Derweil nimmt der zweite Teil der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ immer mehr Gestalt an. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Besuchszahlen halten konnten, das Wetter war nämlich im letzten Jahr häufig recht nass und kühl für einen Zoobesuch“, berichtet Zoogeschäftsführer Andreas Busemann bei der Bilanzvorstellung. „Sicherlich ist das auch unseren neuen Veranstaltungsformaten wie den ‚Zoo-Lights‘ und ‚Halloween‘ zu verdanken.“ Circa 50 Prozent der Besucher kamen im vergangenen Jahr mit einer Jahreskarte in den Zoo. Bei den Einnahmen durch Eintrittserlöse konnte sich der Zoo um sieben Prozent steigern, wie der Geschäftsführer berichtet: „Im vorletzten Jahr haben wir 5.380.000 Euro eingenommen, im letzten Jahr erzielten wir Einnahmen von 5.750.000 Euro. Davon ist ein Drittel durch Jahreskarten zustande gekommen, zwei Drittel durch Tageskarten.“ Insgesamt verlief das Jahr 2017 leicht besser als geplant mit etwas über 400.000 Euro Mehreinnahmen, geplant waren 350.000 Euro. „Allerdings haben wir Abschreibungen in Höhe von 900.000 Euro, wodurch sich ein Bilanzverlust von 500.000 Euro ergibt, der in dieser Höhe auch geplant war.“ Die Erlöse insgesamt betrugen 7,6 Millionen Euro, darin enthalten sind die Eintrittserlöse mit 75 Prozent, die Sponsoring-Gelder mit 11 Prozent oder Spenden mit 5 Prozent. Dagegen stehen die Aufwendungen ohne Abschreibungen in Höhe von 7,2 Millionen Euro. Der größte Posten sind mit 57 Prozent die Personalkosten. Weitere Bauprojekte notwendig. Insgesamt werde die Finanzierung immer komplizierter, so Busemann: „Der Cash-Flow von 400.000 Euro reicht nicht für die wichtigsten Investitionen, die wir noch machen müssen, um die Tierhaltung in allen Bereichen auf den aktuellsten Stand zu bringen. Deshalb müssen wir diese Bauprojekte immer in Kombination von Krediten und Fundraisingaktionen angehen. In der Vergangenheit haben wir ja schon mit der Aktion ‚Wir für Buschi‘ sowie aktuell mit ‚Löwen für Löwen‘ Geld gesammelt.“ Die schwierige und besondere Situation des Zoos werde sehr deutlich, wenn man einen Blick auf die Nachbarzoos werfe, wie Busemann erläutert: „Münster erhält zurzeit fast vier Millionen Euro kommunalen Zuschuss für den Betrieb des Zoos und zusätzlich soll es einen weiteren Zuschuss für notwendige Investitionen in Millionenhöhe geben. Hannover erhält derzeit 3 Millionen Euro Zuschuss pro Jahr plus 35 Millionen Euro für den Masterplan mit weiteren Umbauten.“ Dagegen erhalte Osnabrück nur 0,7 Millionen Euro, wobei darin der laufende Zuschuss nur 83.000 Euro betrage, da der Rest zum Kreditabbau für die in den vergangenen Jahren realisierten Tierwelten genutzt werde. Schwerpunkte 2018: Manitoba, Veranstaltungen und Finanzbeirat. Um das enge Budget des Zoos etwas aufzufüllen, wird der Zoo auch 2018 viele Veranstaltungen anbieten, damit zusätzliche Einnahmen für die Tiere zusammenkommen: „Wir wollen auf jeden Fall mit den ‚Zoo-Lights‘ den Schölerberg im Herbst wieder erleuchten und werden dafür das Konzept mit zusätzlichen Künstlern an den Wochenenden sowie mit einer Laternenwoche zum Abschluss weiter entwickeln. Außerdem stehen die Chancen sehr gut, dass wir den ‚Winterzauber‘, den wir in diesem Jahr erstmals mit Kunsteisbahn, Kinderkarussell und besonderer Gastronomie realisiert haben, wiederholen.“ Zusätzlich seien mit dem Verein „Löwen für Löwen“ weitere Fundraising-Aktionen wie die „Löwenmahlzeit“ am 14. September zugunsten der Vergrößerung der Löwenanlage geplant. Parallel arbeite Busemann mit seinem Team an Fundraising-Ideen für die Vergrößerung der Elefantenanlage. „Das wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren noch mal ein sehr großer Brocken für uns, aber wir müssen die Anlage mittelfristig unbedingt vergrößern“, betont Busemann. Um die letzten erforderlichen Großinvestitionen, insbesondere die Elefantenanlage, vorzubereiten und das Bilanzbild des Zoos abzusichern, baut Busemann zurzeit parallel einen Finanzbeirat auf. Dieser soll Ende des Jahres vorgestellt werden. Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ im Sommer fertig. Als Ausblick auf das neue Jahr führten die Zoomitarbeiter im Anschluss an die Vorstellung der Bilanz 2017 noch über die aktuelle Großbaustelle: „Manitoba 2“. Nachdem im Herbst 2017 der erste, 3 Hektar große Teil der Nordamerika-Landschaft fertig gestellt worden war und Waldbisons, Schwarzbären sowie Hudson-Bay-Wölfe eingezogen sind, laufen nun in dem zweiten, 0,5 Hektar großen Bereich die letzten Bauarbeiten. Angelika Mösche, Bauleiterin des Büro Drecker, berichtet: „Die Biberburg und das Wasserbecken für die Biber sowie die Zaunanlagen der anderen Kleintiergehege sind zu 80 Prozent fertig gestellt. Der Rohbau des Technikgebäudes und des Baumstachlerstalls stehen, ebenso die Schnee-Eulen-Scheune. Die Gehegeflächen sind vormodelliert und die Besucherwege sind im Unterbau fertig.“ Bis zu den Sommerferien werden die Bauarbeiten in der insgesamt 3,5 Millionen Euro teuren Tierwelt voraussichtlich fertig gestellt sein. Ein besonderes Besucherhighlight werde sicherlich die Biberburg werden, so Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder. Parallel laufen die Gespräche für die neuen Bewohner, wie der zuständige Kurator Tobias Klumpe erläutert: „Wir sprechen mit Kollegen in anderen europäischen sowie kanadischen Zoos, um die neuen Tiere zu bekommen. In die insgesamt sechs neuen Anlagen sollen Baumstachler, Stinktiere, Kanadische Biber und Murmeltiere neu einziehen. Von unseren bisherigen Tierarten ziehen die Schnee-Eulen, Polarfüchse und Bartkauze nach Manitoba.“ Allerdings könne es immer noch mal Veränderungen bei Tierarten geben, da dafür zum Teil in anderen Zoos erfolgreich Nachwuchs großgezogen werden muss, ergänzte Zoodirektor Prof. Michael Böer. Voraussichtlich werden die Tiere nach und nach einziehen, so dass die Besucher ab dem Sommer bereits einige Tiere im zweiten Teil von „Manitoba“ entdecken können. Bis zum Herbst soll „Manitoba“ dann komplett sein.

Zoopark Erfurt 25.01.2017
Wir haben gezählt, gewogen und gemessen
Jedes Jahr wird im Thüringer Zoopark Erfurt große Inventur gemacht. Dabei wird gezählt, gewogen und gemessen und zwar von den Besucherzahlen, über den Tierbestand bis zum Futtermittelbedarf. Stabile Besucherzahlen im Zoopark in 2017. Die Besucherzahlen im Thüringer Zoopark Erfurt sind stabil geblieben. Insgesamt besuchten 358.000 Besucher die Freizeiteinrichtung am Roten Berg, das sind 2.000 mehr als im Jahr 2016. Aufgrund der Schließung des Aquariums Ende März 2017 konnten Besucher dieses Angebot nur noch im 1. Quartal 2017 wahrnehmen. Eine Gesamtbesucherzahl für Zoo plus Aquarium wird somit für 2017 nicht mehr berechnet. Zwischen Januar und März kamen noch 7.000 Besucher ins Aquarium. Im gesamten Vorjahreszeitraum waren es 35.000 gewesen. Besonders beliebt ist der Zoopark bei Familien. Die Familientageseintritte haben sich verdreifacht und das neue Angebot von vier verschiedenen Familienkarten für den Tageseintritt wird sehr gut angenommen. Zu den zwei familiären Großveranstaltungen im Zoopark kamen insgesamt 11.000 Besucher (Kinderfest: 4.808 und Halloween: 6.235). Auch der Familienpass wird verstärkt genutzt. 2017 haben 5.180 Erfurter Familien darauf zurückgegriffen. Stark nachgefragt sind auch Geburtstagsfeiern im Zoopark. Insgesamt waren es 111 Events mit fast 1.000 Teilnehmern. Zunehmend wird diese Veranstaltung auch bei Erwachsenen als Spezialevent immer beliebter. Weitere Angebote sind die Ferienspiele, der Tierpfleger für 1 Tag für Erwachsene und die Fachführungen. Die Zoo- und Naturschule wurde von 4.305 Kindern genutzt, hauptsächlich aus Kindergärten und Grundschulen. Vierzig verschiedene Führungsangebote von heimischen Vögeln bis zum Zoo als Arche Noah standen dabei zur Auswahl. Tierinventur (Stand: 31.12.2017) Insgesamt ergab die Tierinventur 122 Tierarten mit 742 Individuen. Darunter sind 59 Säugetierarten, 24 Vogelarten sowie 19 Arten an Reptilien, zwei Amphibienarten und elf verschiedene Landwirbellose zu verzeichnen. Außerdem leben noch sieben verschiedene Fischarten im Zoopark. Futtermittelinventur (Stand: 31.12.2017) Hochinteressant ist jedes Jahr auch die Futtermittelinventur. So haben die rund 750 Tiere 150 Tonnen Heu und 7,3 Tonnen Fleisch, aber auch 15 Tonnen Möhren und 10 Tonnen Äpfel verspeist. Auf dem Speiseplan standen aber auch 5.300 Eier und eine Vielzahl an Obst und Gemüse. Dabei gilt es auch zu beachten, dass Heu nicht gleich Heu ist: So benötigen Giraffen spezielles Luzerneheu (13 Tonnen), Kängurus fressen Bergwiesenheu (fünf Tonnen) und für die vier Elefanten gibt es kleine Heu-Rundballen (13 Tonnen). Alle Huftiere erhalten 120 Tonnen Wiesenheu in großen Ballen.
Außerdem produziert der Zoopark spezielles Futter für Giraffen, bestimmte Affenarten oder Kap-Klippschliefer im Eigenbetrieb. Das sind 28 Fässer Blatt-Silage, 155 Säcke Frostlaub und 1.400 Bündel Trockenlaub.
Darüber hinaus wurde noch eine Vielzahl an Spezialfuttermitteln eingekauft und verfüttert, dazu Mineralstoffmischungen und Spezialpellets. Die Logistik hinter der Futtermittelbereitstellung ist ein Spezialgebiet der Tierpflege, was im Zoopark von einem Futtermeister und seinen Vertretern abgedeckt wird.
Die Leitung des Zoopark bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitarbeitern für ihr Engagement, und bei allen Besuchern, die ihrem Zoo die Treue hielten oder ihn als ihre Freizeiteinrichtung neu entdeckten.

Zoo Neunkirchen 25.01.2017
5 Tage und Nächte Zoo hautnah
Anmeldungen zum ZooErlebnisCamp 2018 im Neunkircher Zoo ab Montag, 5. Februar 2018, möglich
Auch in diesem Jahr können Kinder zwischen 6 und 12 Jahren wieder 5 Tage rund um die Uhr im Neunkircher Zoo verbringen. Das ZooErlebnisCamp findet in den sechswöchigen Sommerferien vom 25. Juni bis 3. August 2018 jeweils von Montag bis Freitag statt. Betreut werden die Kinder von Zoopädagogen, den Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) im Neunkircher Zoo und in bewährter Weise auch von angehenden Erzieherinnen und Erziehern der Edith-Stein-Schule in Neunkirchen, die gemeinsam den Kindern einen exklusiven Blick hinter die Zookulissen geben, zahlreiche Tiere hautnah bringen, um noch mehr über sie erfahren und sie im wahrsten Sinne des Wortes sogar begreifbar zu machen. Natur- und Artenschutz sind aber auch Inhalte dieses besonderen Angebots. Zusätzlich werden auch andere Aktionen wie tierischer Bastelspaß und mehr angeboten. Den Kindern wird ein interessantes, abwechslungsreiches Programm geboten, so dass sicherlich keine Langweile aufkommt. Die Unterbringung erfolgt in besonderen Gruppenzelten, die in der Zoofalknerei aufgestellt sind. Der Kostenbeitrag von 195 Euro pro Teilnehmer und Woche beinhaltet die volle Verpflegung, Unterbringung, Versicherung und Betreuung der Kinder für die fünf Tage. Die verbindliche Anmeldung ist erst ab Montag, 5. Februar 2018, ab 10.00 Uhr möglich und muss schriftlich erfolgen. Reservierungen sind grundsätzlich nicht möglich. Ab sofort aber weitere Informationen unter der Telefonnummer 06821 / 91 36 33 oder E-Mail an info@neunkircherzoo.de.

Tierpark Hellabrunn 25.01.2017
Neues Zuhause für Gorilla-Dame Bagira
Die beiden Gorilla-Jungs Tano und Okanda leben ab sofort dauerhaft mit den Gorilla-Damen zusammen. Gorilla-Weibchen Bagira, die bisher als „Chefin“ der Gruppe in der Rolle des Silberrückens eine Vergesellschaftung von Tano und Okanda mit den anderen Gorillas erschwert hat, ist in den Zoo Saarbrücken gezogen. Besonders Nafi hat es Tano und Okanda als fast gleichaltrige Spielgefährtin angetan, aber auch mit den anderen Gorilla-Damen verstehen sich die beiden sechsjährigen Gorilla-Männchen sehr gut. Nur Bagira, die nach dem Tod von Silberrücken Roututu 2014 die Rolle der Anführerin des Silberrückens übernahm, hatte wenig Sympathie für die Junggorillas übrig. „Die Tiere konnten sich über mehrere Monate hinweg stundenweise kennenlernen – anfangs auch mit Bagira. Doch Bagira sah Tano und Okanda mehr als Konkurrenten denn als neue Familienmitglieder, was nicht nur zu Streitereien zwischen den Tieren führte, sondern Bagira in ihrer Position auch unnötigem Stress aussetzte“, erklärt Tierpark-Direktor Rasem Baban. Um Tano und Okanda auch dauerhaft in die Gruppe integrieren zu können und einem der beiden Männchen die Möglichkeit zu geben, sich zum Silberrücken zu entwickeln, beschloss die zoologische Abteilung des Tierparks gemeinsam mit den Tierpflegern und dem EEP-Koordinator für Gorillas, Bagira an den Zoo Saarbrücken abzugeben. „Dort kann sich Bagira nun in einer Gruppe um den erfahrenen Gorilla-Mann Pesco eingewöhnen und sich wieder ganz in ihre Rolle als Weibchen einordnen“, so Baban. Denn auch für die Gorilla-Dame war die Position in der Hellabrunner Gruppe nicht immer einfach. Für Tochter Nafi, geboren 2013, ist die Trennung übrigens kein Problem. Sie hat sich inzwischen von Mama Bagira entwöhnt und hat nun die Chance, sich eigenständig in der Gorilla-Gruppe einzugliedern. Auch in ihrem natürlichen Lebensraum leben Westliche Flachlandgorillas in Gruppen zusammen. Gemeinhin ist in jeder Gruppe ein ausgewachsenes Silberrücken-Männchen vorhanden, welches die dominante Rolle übernimmt und sich als einziges Männchen fortpflanzt. Mehrere Weibchen samt ihrem Nachwuchs und meist auch ein oder mehrere heranwachsende Männchen, auch Schwarzrücken genannt, ergänzen die Gruppe. Im Gegensatz zu vielen anderen Primaten verlassen bei den Gorillas nicht nur die Männchen, sondern oftmals auch die Weibchen ihre Geburtsgruppe beim Erwachsenwerden. Der Transport von Bagira am Mittwoch, den 24.01. 2018 verlief ruhig und entspannt. Mit dabei ist auch ein Tierpfleger aus Hellabrunn, der gemeinsam mit Bagira die ersten Tage in ihrer neuen Heimat Saarbrücken verbringen wird. Ein Tierpfleger aus dem Zoo Saarbrücken war bereits seit einigen Tagen in Hellabrunn, um sich mit Bagira vertraut zu machen. Tano und Okanda werden in den nächsten Wochen nach wie vor ihre Anlage als Rückzugsmöglichkeit für sich haben. Später werden alle Tiere beide Anlagen nutzen können. Die beiden Gorillas wohnen seit April 2015 im Tierpark Hellabrunn. Zuvor waren die beiden verwaisten Junggorillas in der Stuttgarter Wilhelma aufgezogen worden. Tano, der im November 2011 im Zoo Prag geboren wurde, war im Alter von einer Woche in die Wilhelma gekommen, weil seine Mutter Bikira ihn nicht annahm. Okanda kam im April 2011 im Zoo Twycross (England) auf die Welt. Obwohl seine Mutter Ozala ihn säugte, wurde er zusehends schwächer, so dass man ihn im Januar 2012 in die Wilhelma brachte. Westliche Flachlandgorillas leben ursprünglich in Regenwäldern und Sumpfgebieten im westlichen Zentralafrika. Die Tiere gelten als vom Aussterben bedroht. Weltweit gibt es nur noch etwa 95.000 Flachlandgorillas. Die Lage bei den Berggorillas gilt als noch dramatischer, hier gehen Biologen nur noch von wenigen Hundert Exemplaren aus. Gorillas sind die größten Menschenaffen, die heute auf der Erde leben. Männchen können mit bis zu 180 Kilogramm und einer Körpergröße von bis zu 1,70 Meter deutlich größer und schwerer als Weibchen werden. Weibchen erreichen ein Gewicht von rund 100 Kilogramm. Neben Tano, Okando und Nafi leben aktuell noch Neema (30) und Sonja (28) im Hellabrunner Urwaldhaus.

Tiergarten Schönbrunn 25.01.2017
Obst-Party zum Geburtstag von Brillenbär Juan
Brillenbär Juan im Tiergarten Schönbrunn wird morgen 25 Jahre alt. Bereits vorab wurde er mit speziellen Leckerbissen beschenkt. „Juan lebt schon seit 1993 bei uns im Tiergarten. Wir wollten ihm eine nette Überraschung bereiten – mit geschnitzten Melonen-Körben gefüllt mit Obst und mit Eulen aus Ananas“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Überraschung ist wahrlich gelungen. Sonst bekommen die Brillenbären vor allem Gemüse und nicht so süßes Obst. An zwei Tagen in der Woche steht nur Gemüse wie Gurken und Karotten auf dem Programm, der Figur wegen. Zum Geburtstag wurde natürlich eine Ausnahme gemacht. „Juan und das Weibchen Blacky waren sehr überrascht über die Leckereien, noch dazu am Gemüsetag. Sie haben das süße Obst sehr genossen“, so Tierpflegerin Michaela Hofmann. Genüsslich hat Juan ein Obstkörbchen nach dem anderen verdrückt. Auch Blacky ließ sich nicht lange bitten und „feierte“ ordentlich mit. Hofmann: „Juan hat sich die Ananas bis zum Schluss aufgehoben. Die liebt er.“ Welche Vorlieben Juan hat, weiß Hofmann genau. Am 26. Jänner 1993 wurde er im Tierpark Berlin geboren und übersiedelte im Dezember 1993 nach Schönbrunn. Hofmann betreut ihn fast von Anfang an, als er noch ein „Jungspund“ war. „Es ist schön, wenn man mit den Tieren gemeinsam alt werden kann. Man kennt ihre Flausen und Neigungen. Juan ist gegenüber den Weibchen Blacky und Sumaco ein sehr ruhiger Artgenosse. Vom Charakter her ist er einfach spitze.“ Im Freiland werden Brillenbären zwischen 20 und 30 Jahre alt, im Zoo durchaus älter. „Juan geht es seinem Alter entsprechend sehr gut.“

Zoo Frankfurt 25.01.2017
2017 war ein gutes Jahr! Der Zoo zieht Bilanz
Am Anfang eines Jahres vermelden die Zoos üblicherweise ihre Besucherzahlen vom Vorjahr und die Ergebnisse der Inventur des Tierbestandes. 2017 konnten viele Tiergärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gegenüber dem Vorjahr einen Besucheranstieg verzeichnen. Der Frankfurter Zoo liegt mit seinen Zahlen im Trend. Besucherplus trotzt Großbaustelle. 836.160 Besucherinnen und Besucher kamen 2017 in den Zoo – über 31.000 mehr als im Jahr davor. Das entspricht einer Steigerung von 3,9 Prozent. Rund 7.000 Eintritte davon konnten während der dreimonatigen Öffnung am Zooeingang in der Rhönstraße gezählt werden. Der Nebeneingang war im Jahr 2013 geschlossen worden. 2017 konnte er in der Zeit von Juni bis Oktober erstmals wieder für Inhaber von Jahres- oder Vorverkaufskarten geöffnet werden. Überdurchschnittlich viele Besucher zog es in den Monaten Februar, März, April, Juni und Oktober in den Zoo. In den Sommermonaten Juli und August drückte der häufige Regen die Bilanz. Nicht abschrecken ließen sich die Besucherinnen und Besucher erfreulicher Weise von der großen Baustelle für die neue Pinguin-Anlage mitten im Zoo, für die vorrübergehend einige Wege gesperrt werden mussten. Allerdings sind alle Tiere wie gewohnt zu sehen. Bis auf die Außenanlage der Zwergotter sind alle Anlagen zugänglich. Auf großes Interesse stieß auch 2017 wieder das Führungsangebot der Pädagogischen Abteilung: Rund 1.000 Führungen mit ca. 13.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden gebucht. Erwähnenswert ist die hohe Anzahl der Buchungen von Schulführungen für Oberstufenklassen. Beliebt ist vor allem das Thema „Sozialverhalten von Primaten“, das neben Frankfurter Schülergruppen auch Schulen von Hannover bis Oberbayern anzieht. Eine deutliche Zunahme gab es bei den Kindergeburtstagsführungen. Dabei erfahren die Kinder interessante Besonderheiten über ihre Lieblingstiere. Die tierischen Favoriten der Kinder waren Robben, Affen und Giraffen. Viel Unterstützung durch Tierpaten und ehrenamtliches Engagement Erneut ein Plus gab es bei den Tierpatenschaften: 2.083 Paten hatten zum Stichtag 31.12. Patenschaften für 2.380 Tiere übernommen. Über die Patenschaften konnten 2017 fast 200.000 Euro an Spendengeldern eingenommen werden. „Die Tierpaten tragen mit ihren zweckgebundenen Spenden ganz wesentlich zur Optimierung der Tierhaltung bei. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Aus den Spenden wird zum Beispiel die neue Außenanlage für die Goldgelben Löwenäffchen finanziert, die sich gerade im Bau befindet und voraussichtlich im Frühsommer bezogen werden kann“, so Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. Ihr Dank gilt auch den 38 ehrenamtlichen Naturschutzbotschaftern von Zoo und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt, die bei 619 Einsätzen an ihren Infomobilen über die Tiere im Zoo, deren freilebende Verwandte sowie Natur- und Artenschutzthemen aufklären. Sehr viel Engagement zeigten auch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die den Zoo bei seinen Veranstaltungen unterstützen. Veränderungen im Tierbestand. Die Säugetiere waren am Stichtag 31. Dezember mit 1.144 Individuen in 86 Arten vertreten. Wichtige Nachzuchten gab es zum Beispiel bei Okapis, Bonobos, Tamanduas und Baumkängurus. 2017 neu hinzugekommene Säugetierarten sind unter anderem Waldhunde, Kirk-Dikdiks, Rotschulter-Rüsselhündchen und Große Ameisenbären. Am 31. Dezember lebten im Zoo Frankfurt 285 Vögel in 83 Arten. Fünf Arten mehr als im Vorjahr. Unter den Neuzugängen und Nachzuchten in 2017 sind einige besonders erwähnenswert. So gelang in Frankfurt die einzige Gaukler-Nachzucht der letzten 12 Monate innerhalb der gesamten in europäischen Zoos gehaltenen Population. Auch die in Deutschland ausgestorbene Blauracke konnte mit sechs Jungvögeln erfolgreich nachgezüchtet werden. Reisfinken und Montserrattrupiale wurden in das Haltungskonzept des Zoos aufgenommen, da die Populationen im Freiland seit Jahren massiv unter Druck stehen. 320 Tierarten sind im Exotarium zu bestaunen. Zum Teil leben diese in Staaten oder Kolonien, die bei der Inventur als 1 Individuum gezählt werden. Insgesamt ermittelte das Revier einen Bestand von 3.121 Individuen. Nach einer grundlegenden Sanierung konnte im Aquarienbereich das erste von drei großen Becken wieder in Betrieb genommen werden. Ein besonders schöner Zuchterfolg waren die Jungtiere bei den Papua-Weichschildkröten. Bauen für Pinguine und Löwen. Die Ende 2016 begonnenen Bauarbeiten an der neuen Anlage für Humboldt-Pinguine sind in vollem Gange. Deutlich ist die Struktur der großzügigen Anlage zu erkennen. Das Technikgebäude und Teile der Filtertechnik stehen, das große Wasserbecken mit den Unterwassereinblicken ist gegossen. Als nächstes soll das kleine Logistikgebäude erstehen, in dem sich auch die Absperrgehege für die Pinguine befinden. Im Anschluss erfolgt dann der Garten- und Landschaftsbau. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Arbeiten im Sommer zum Abschluss kommen. Derweil ist das nächste große Projekt bereits in Vorbereitung: Die Außenanlage der Asiatischen Löwen soll vergrößert und umgebaut werden. Zur Unterstützung der Finanzierung der 1,3 Mio. Euro teuren Maßnahme hat der Zoo die Spendenaktion „Macht Platz für den König“ ins Leben gerufen. Fast 50.000 Euro konnten darüber bereits eingenommen werden. Der Zoo hofft, den Umbau 2020 realisieren zu können und bittet weiterhin um Unterstützung für das Projekt, mit dem die Gehegefläche für die Löwen annähernd verdoppelt werden kann.

Güstrower WildparkMV 25.01.2017
Jahreskarten-Aktion im Wildpark-MV verlängert
Bis 28. Februar 2018 ein Jahr Wildnis gratis fürs Kind. Die Winterferien stehen vor der Tür und damit viel Freizeit, auf die sich alle Schulkinder freuen. Doch was tun? Auf in den Güstrower Wildpark-MV! Und das Beste: Kurz vor Ferienstart wird die Jahreskarten-Aktion bis 28. Februar 2018 verlängert, bei der die Besucher ordentlich sparen können. 3 für 2: Ein Jahr Wildnis für ein Kind gratis! Wer bis 28. Februar 2018 zwei Jahreskarten für Erwachsene, auch ermäßigt, kauft, erhält eine Kinderjahreskarte (3-16 Jahre) gratis und spart 15 €. Übrigens: Auch öffentliche Feste des Wildpark-MV, wie das Osterfest am 1. April 2018 oder das Wiesenfest am 8. Juli 2018, sind inklusive. Und sonst? Noch mehr Rabatte! Karteninhaber erhalten bei Vorlage der Wildpark-MV-Jahreskarte in teilnehmenden Zoos und Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern einen Rabatt auf den Eintrittspreis. Bitte vor dem Besuch bei der jeweiligen zoologischen Einrichtung informieren, welche Rabatte gewährt werden. Wo gibt es die Jahreskarten? an der Kasse im Wildpark-MV, auf www.wildpark-mv.de/tickets

Tierpark Nordhorn 25.01.2017
Kinderkarneval im Tierpark Nordhorn
KCN „Junge Narren“ mit Clown und Garde zu Gast in der Cafeteria. Auch in diesem Jahr kommt der KCN „Junge Narren“ im Tierpark Nordhorn zum Kinderkarneval zusammen. Am Samstag, den 03. Februar 2018 gibt es den „Karneval der Tiere“ und die Tiere des Familienzoos bekommen Gesellschaft von zahlreichen Zweibeinern in Kostümen. „Der Kinderkarneval im Tierpark macht jede Menge Spaß und die Rückmeldungen der Närrinnen und Narren sind durchweg positiv“ so Martin Tolhuysen, Sitzungspräsident des Karnevalvereins. „Die Kombination ist ideal, denn die große Cafeteria mitten im Tierpark bietet genügend Platz für das bunte, karnevalistische Treiben und der Spielplatz, Max Abenteuerland, der nahe Streichelzoo oder die Informationsfütterungen sorgen ganz nebenbei für eine tolle Abwechslung,“ so Tolhuysen weiter. Los geht es am Samstag um 14.11 Uhr. Verkleidete Kinder und je eine Begleitperson erhalten ab dieser Uhrzeit freien Eintritt in den Familienzoo. Weitere Begleitpersonen zahlen einen ermäßigten Eintritt von 6,00 Euro pauschal. Das offizielle Programm beginnt in der Cafeteria gegen 15 Uhr und endet um etwa 18 Uhr. Für das leibliche Wohl sorgt das Team der Cafeteria des Tierparks. Und Zoobesucher, die in Ruhe ihren Kaffee genießen wollen, finden im historischen Gasthaus „MalleJan“ selbstverständlich auch noch ein Plätzchen abseits des Kinderkarnevals.

Tierpark Chemnitz 24.01.2018
Tierpark Chemnitz: Tiger Jantar musste erlöst werden
Gestern ist der 19-jährige schwer erkrankte Tiger Jantar im Tierpark Chemnitz eingeschläfert worden.
Im Frühjahr 2017 zeigte der im April 1999 im Tiergarten Nürnberg geborene und 2012 in den Tierpark Chemnitz gekommene Tiger Jantar erste Anzeichen einer Erkrankung. Das Tier fraß seine gewohnten Portionen (etwa 6 bis 8 kg Fleisch pro Tag) nicht mehr, erbrach regelmäßig sein Futter wieder und nahm stark ab. Daraufhin wurde Jantar von der Tierärztin in Kooperation mit externen Spezialisten für Endoskopie ausführlich untersucht. Es stellten sich Entzündungen in der Speiseröhre und am Mageneingang heraus. Nach einer langwierigen aber erfolgreichen Therapie erholte er sich, nahm wieder zu und zeigte sich wie gewohnt gesund und munter auf seiner Anlage. Seit Januar 2018 kamen allerdings neue Beschwerden hinzu. Das Aufstehen und Laufen fiel ihm sichtlich schwer. Hierfür können Arthrosen die Ursache sein, denn Gelenkerkrankungen im Alter sind auch bei alten Katzen keine Seltenheit. Durch schmerzstillende und gelenkschützende Medikamente verbesserte sich zwar sein Befinden kurzzeitig, aber eine weitere Blutuntersuchung ergab zudem, dass der Tiger zuckerkrank ist. Hauskatzen mit Diabetes können relativ gut und gezielt mit Insulinspritzen und regelmäßigen Blutuntersuchungen behandelt werden, aber das ist bei einem Wildtier, noch dazu einem gefährlichen wie dem Tiger, nicht möglich. Jantar erhielt deshalb sein Antidiabetikum über sein Futter. Allerdings konnte so keine konsequente Therapie sichergestellt werden. Als Jantar wiederum das Fressen in den letzten Tagen einstellte, wurde entschieden, das kranke Tier von seinen Leiden zu erlösen. Fast 19 Jahre ist ein sehr hohes Alter für einen Tiger (in der freien Wildbahn haben Tiger eine durchschnittliche Lebenserwartung von 15 Jahren). Die Tigerhaltung hat im Tierpark Chemnitz eine lange Tradition, die ersten Sibirischen Tiger waren schon in den 1970er Jahren im Bestand. Es kamen auch einige Tiger hier zur Welt. Derzeit lebt der junge Tigerkater „Wolodja“, der ebenfalls aus Nürnberg zu uns kam, im Tierpark Chemnitz. Sibirische Tiger sind vom Aussterben bedroht und der Haltung und Zucht in Zoos kommt eine große Bedeutung zu. Das Management der Art erfolgt über ein Europäisches Ex situ Programm (EEP). Ob und wann es wieder Tiger-Zuchtbemühungen im Tierpark Chemnitz geben wird, wird sich zukünftig entscheiden.

Zoo Osnabrück 24.01.2018
Zoo Osnabrück: Gestern Turnierauftakt beim Eisstockschießen – Kurzentschlossene Teams können sich noch anmelden
Der Kampf um den „Löwen-Ice-Cup“ hat begonnen: Seit gestern messen sich die ersten Mannschaften im Eisstockschießen beim „Winterzauber“ im Zoo Osnabrück. In den Abendstunden verwandelt sich die überdachte Kunsteisbahn bis zum 3. März immer dienstags bis donnerstags zum Turnierschauplatz. Kurzentschlossene können sich noch anmelden. Zuschauer haben ab 18:30 Uhr freien Eintritt. Hoch motiviert betraten am Dienstagabend die ersten neun Mannschaften die Kunsteisfläche im Zoo Osnabrück. Das Eisstockschießen um den „Löwen-Ice-Cup“ bildet vom 23. Januar bis 3. März das sportliche Highlight des „Winterzaubers“, der neuen Winterveranstaltung des Zoos mit Schlittschuhlaufen, nostalgischem Kinderkarussell aus Holz und winterlichen Leckereien. Turnierveranstalter Christian Schäfer von der Veranstaltungsagentur „alles bestens“ Schäfer, Events & Medien freute sich, dass es jetzt endlich losging: „Es ist immer spannend, wenn ein Turnier beginnt und die Mannschaften das erste Mal aufeinander treffen. Der Zoo bietet dafür eine einzigartige Umgebung. Zwischen Affentempel und des Tigertempelgarten können sich die Spieler im Zoo im sportlichen Wettstreit messen – das ist auch für uns als Veranstalter etwas Besonderes.“ Ab 18:30 Uhr schossen die neun Teams ihre Eisstöcke über das Kunsteis, um diese möglichst nah am beweglichen Ziel, der sogenannten „Daube“, zu platzieren. Am Ende konnten sich sechs Teams für die nächste Runde qualifizieren und haben somit weiterhin Chancen auf den „Löwen-Ice-Cup“. In den Pausen zwischen den Spielen konnten sich die Mannschaften mit winterlichen Leckereien wie Grünkohleintopf und Bratapfel-Crêpe stärken und bei warmen Getränken wie Glühwein und Apfelpunsch über die besten Taktiken diskutieren. Ein Lehrerkollegium aus Bünde mit dem kreativen Teamnamen „Hell-lila-Flanellläppchen“ ist das erste Mal beim Eisstockschießen dabei und auch ein Boule-Verein aus dem Widukindland hat die besondere Herausforderung erstmals angenommen: „Eisstockschießen macht natürlich eine Menge Spaß und dass wir damit gleichzeitig auch noch die Osnabrücker Löwen unterstützen, ist eine tolle Aktion“, erklärte Vereinsmitglied Erika Dommach. Freie Plätze für Teams und kostenloser Eintritt für Zuschauer – Insgesamt 66 Teams können an dem Turnier teilnehmen – wenige Restplätze sind noch frei. Kurzentschlossene haben daher noch die Möglichkeit beim Eisstockschießen zugunsten der neuen Löwenanlage mitzumachen und in das laufende Turnier einzusteigen: Immer dienstags, mittwochs und donnerstags startet das Eisstockschießen noch bis zum 3. März um 18:30 Uhr. Mannschaften können für 50 Euro pro Team (inklusive Zoo-Eintritt) um den „Löwen-Ice-Cup“ kämpfen. Anmeldung sind per E-Mail über ess@zoo-osnabrueck.de oder direkt im Online-Shop des Zoos https://shop.zoo-osnabrueck.de möglich. Zu gewinnen gibt es für den Turniersieger nicht nur den „Löwen-Ice-Cup“, sondern unter anderem auch eine Führung mit Blick hinter die Kulissen im Zoo Osnabrück, die es so nicht zu kaufen gibt. Zuschauer und Fans haben ab 18:30 Uhr freien Zoo-Eintritt und können sich kostenlosen Führungen durch die nächtliche Welt der Tiere anschließen sowie das besondere gastronomische Angebot genießen. Eisstockschießen für das Löwenrudel – Wer mitmacht, unterstützt mit seiner Teilnahme das Osnabrücker Löwenrudel, denn der Reinerlös des sportlichen Events geht an den Verein „Löwen für Löwen“. Dieser sammelt Geld für die Vergrößerung der Löwenanlage, dadurch soll in Zukunft auch wieder Nachwuchs bei den Osnabrücker Raubkatzen möglich sein. Für den Zoo sind zusätzliche Veranstaltungen wie das Eisstockschießen und der „Winterzauber“ sehr wichtig: „Wir finanzieren uns so gut wie selbst, also fast ausschließlich über Eintrittsgelder und Sponsoring. Das ist für einen Großzoo sehr schwer, da wir neben dem täglichen Betrieb natürlich auch weiterhin unsere Tierhaltung durch große und naturnahe Gehege verbessern wollen. Deshalb entwickeln wir immer wieder neue, besondere Veranstaltungsformate, die uns dabei helfen zusätzliches Geld für solche Baumaßnahmen zu generieren“, erklärte Veranstaltungsfachwirtin Jennifer Ludwig. Das Eisstockschießen wird unterstützt von den Hauptsponsoren der Filmpassage Osnabrück, Kinnius Fleischverarbeitung, der Sparkasse Osnabrück und der Rahenbrock Gruppe und von vielen weiteren Firmen.

Wildpark MV Güstrow 24.01.2018
Winterferienspaß im Wildpark-MV
Wolfstour, Bastelaktionen und mehr warten auf die Ferienkinder
Um den Schulkindern die freie Zeit zu versüßen, hat sich der Güstrower Wildpark-MV vom 5. bis 9. Februar 2018 tolle Aktionen einfallen lassen: Das Winterferienprogramm im Überblick: Ohne Voranmeldung | Treff: Wildpark-Kasse Montag, 05.02.2018 I Beginn: 10 Uhr I Dauer: ca. 1,5 h
Entdeckertour zu den Wölfen Vorbei an Luchs und Wildkatze besucht ihr das Wolfsrudel, erfahrt Wissenswertes über diese faszinierenden Tiere und dürft sogar ein Wolfsfell anfassen. Hungrig? Dann grillt euch anschließend euer eigenes Stockbrot am Lagerfeuer. Stockbrot: je 0,50 €. Dienstag, 06.02.2018 I Beginn: 10 Uhr I Dauer: ca. 1,5 h Basteln für Meise, Gimpel & Co. Was fressen unsere gefiederten Freunde im Winter? Und mögen Meisen eigentlich Knödel? Beobachtet gemeinsam das Futterhaus und erfahrt Spannendes über die Wintervögel und deren Fütterung. Die Bastler unter euch können sich freuen: Baut eine Futterglocke für eure Wildvögel zuhause. Mittwoch, 07.02.2018 I Beginn: 10 Uhr I Dauer: ca. 1,5 h Dickes Fell für kalte Tage Wenn der Winter kommt, holen wir unsere dicken Jacken aus dem Schrank. Doch wie machen das eigentlich unsere tierischen Nachbarn? Welche Tricks habt ihr auf Lager? Ein guter Tipp: Bei uns könnt ihr eine Gesichtscreme selbst herstellen. Unkostenbeitrag: 1,00€. Donnerstag, 08.02.2018 I Beginn: 10 Uhr I Dauer: ca. 1,5 h Spuren im Winterwald Geht gemeinsam auf Spurensuche im Wildpark-MV: Wo schlafen die Wildschweine? Welche Tiere verkrümeln sich und welche sind im Wald unterwegs? Kennt ihr all ihre Fährten und Spuren? Freitag, 09.02.2018 I Beginn: 10 Uhr I Dauer: ca. 1,5 h Entdeckertour zu den Wölfen Vorbei an Luchs, Wildkatze & Co. besucht ihr das Wolfsrudel, erfahrt Wissenswertes über diese faszinierenden Tiere und dürft sogar ein Wolfsfell anfassen.

Zoo Magdeburg 23.01.2018
Chefposten soll im Schimpansenhaus besetzt werden: Neuzugang: Schimpansenmännchen Kofi und Bangolo
„Jetzt soll der „gordische Knoten“ im Magdeburger Schimpansenhaus gelöst werden: die „cheflose“, achtköpfige Schimpansentruppe bekommt zwei Anwärter für den Chefposten aus dem Zoo Leipzig“, freut sich Zoodirektor Dr. Kai Perret über die jüngsten Neuzugänge des Zoos. Nachdem 2016 „Karlchen“ – das Leittier der Schimpansengruppe – verstorben war, hat kein Schimpanse aus der Gruppe seine Rolle übernommen. Seitdem herrscht immer wieder Unruhe, Streit und Reibereien bis hin zum Ausgrenzen einzelner Gruppenmitglieder. „Ohne einen Schimpansenchef ist auch die Arbeit der Zootierpfleger erschwert, die zum Reinigen der Anlagen und der Futterbereitstellung die Tiere in weitere Gehege „locken“ müssen. Jetzt hoffen wir, das die zwei Schimpansen „Kofi“ und „Bangolo“ die Situation im Schimpansenhaus entschärfen, der Zoff innerhalb der Gruppe reduziert wird und es wieder entspannter wird“, erklärt der Zoodirektor. Vorerst steht bei der Gruppenzusammenführung aber das Fingerspitzengefühl im Vordergrund. Einzeln lernen sich die Schimpansen in getrennten Bereichen kennen, bevor sie aufeinander treffen. Erst wenn die Schimpansen friedlich miteinander umgehen, folgt der nächste Schritt: „Kofi“ und „Bangolo“ kommen in die Gruppe zur Eingewöhnung. Hierbei entscheidet sich die Rangordnung – der neue Anführer der Schimpansengruppe steht dann fest. Da „Kofi“ etwas älter ist als sein Halbbruder „Bangolo“, hat er die größte Chance auf den Chefposten. Sein Halbbruder „Bangolo“ wird ihn dabei unterstützend zur Seite stehen. Die einzelnen Prozessstufen der Gruppenbildung brauchen Zeit und Geduld, sodass die Zoobesucher noch etwas Warten müssen, bevor die komplette Schimpansengruppe im Schimpansenhaus oder auf den Außenanlagen erlebbar sind. Daten der Schimpansen „Kofi“, geb.: 07.07.2005 in Leipzig, seit 23.01.2018 im Zoo Magdeburg Eigenschaften: Freundlich gegenüber Pflegern, intelligent, sozial kompetent, kann sich Gruppensituation geschickt anpassen, kräftige Statur, helles Gesicht, sexuell aktiv „Bangolo“, geb.: 05.07.2009 in Leipzig, seit 23.01.2018 im Zoo Magdeburg Eigenschaften: neugierig und frech, manchmal nimmt er sich zurück, wenn er unsicher ist, intelligent, verspielt, sexuell aktiv, ist interessiert und aufgeschlossen

Zoo Hannover 23.01.2018
Gewichtiges Geburtstagskind
Elefantenkuh Indra wird 45 Jahre alt Sie fällt auf – nicht nur durch ihre mächtige Statur, den langen Rüssel und ihre wilde Frisur, die immer mehr an die eines Mammuts erinnert: Elefantenkuh Indra ist bei vielen Besuchern im Erlebnis-Zoo Hannover bekannt und beliebt und als erfahrene Leitkuh der Mittelpunkt der Elefantenherde im Dschungelpalast. Und Indra ist eine echte Hannoveranerin: Am 23. Januar 1973 wurde sie im Zoo Hannover geboren. Indra wird heute von den Tierpflegern als freundlich, gutmütig, schlau und sehr neugierig auf alles Neue, aber auch vorsichtig beschrieben. Besonders an Menschen hat sie viel Interesse und rüsselt nicht nur den Tierpflegern gerne entgegen. An ihrem heutigen 45. Geburtstag gab es deswegen eine besondere Überraschung zum Berüsseln und Verspeisen. Auf einer großen Platte hatte der Zoo-Futtermeister kunstvoll ein kulinarisches Geschenk vorbereitet, aus allen Leckereien, die Leitkuh Indra am besten schmecken: gebettet auf geraspeltem Rettich und Möhren, umrahmt von Salat und fruchtiger Ananas prangt eine 45 aus Roter Bete ausgelegt. Interessiert untersuchte die Elefantendame die bunte Komposition und sicherte sich dann, im Kreise ihrer Herde, die größte Portion – schließlich ihr gutes Recht als Chefin. Indras Leben in Hannover In ihren 45 Jahren im Zoo Hannover hat Indra viel erlebt. Sie war vorerst der letzte Nachwuchs bei den Asiatischen Elefanten bis 2003 und wuchs sogar noch auf der alten Elefantenanlage auf. Im Jahr 1982 erkrankte Indra schwer und trieb den Elefantenpflegern und Tierärzten viele Sorgenfalten ins Gesicht, wochenlang bangten sie um das Leben der jungen Elefantenkuh. Indra wurde wieder gesund, doch eine Erinnerung an diese Zeit ist noch sichtbar: Von den damals lebensrettenden Infusionen blieb ein Riss im rechten Ohr zurück – heute neben der rot-braunen Frisur Indras Markenzeichen. In den 80er Jahren kam die in ganz Hannover bekannte Elefantenkuh Jenny in den Zoo und wurde schnell zu Indras bester Freundin: „Die beiden waren unzertrennlich, standen oft beieinander“, erinnern sich die Elefantenpfleger. Nachdem Jenny 2009 in eine Altersresidenz für Elefanten zog, übernahm Indra ihre Rolle als Leitkuh und wurde damit zum Oberhaupt der Elefantenfamilie im Dschungelpalast. „Mit ihrem Auftreten und ihrer Präsenz in der Gruppe gibt sie den jüngeren Elefanten Sicherheit, sie orientieren sich an ihr“, berichten die Tierpfleger. „Trotzdem hat Indra aber auch gern ihre Ruhe, spaziert allein über die Anlage und sichert sich bei der Fütterung immer als erste die größte Portion.“ Einige Elefantenpfleger begleiten Indra schon seit vielen Jahren. Sie sei ruhiger und manchmal auch vorsichtiger geworden. „Man merkt ihr schon an, dass sie älter wird, aber wir hoffen, dass wir noch viele schöne Jahre mit unserer Indra verbringen können“, so das Team im Dschungelpalast. Hohe Lebenserwartung in menschlicher Obhut Mit ihren 45 Jahren widerspricht Indra eindeutig einer weit verbreiteten, jedoch wissenschaftlich stark angezweifelten Studie zur Lebenserwartung Asiatischer Elefanten. Denn diese behauptet, Elefanten in Zoos würden im Durchschnitt nur 19 Jahre alt. Zoologe Fabian Krause (M. Sc. Biology) aus dem Erlebnis-Zoo Hannover weiß: „In menschlicher Obhut, wie bei uns im Zoo, können Asiatische Elefanten ein Alter von 50 bis zu 60 Jahren erreichen. Sie können bis ins hohe Alter medizinisch und tierpflegerisch sehr gut betreut werden.“ Der älteste Elefant in einem europäischen Zoo sei laut Datenbank übrigens 58 Jahre alt. Laut Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) hält die im hohen Alter von 63 Jahren im Gelsenkirchener Zoo verstorbene Elefantenkuh Birma den Altersrekord für Asiatische Elefanten in deutschen Zoos. „Wir freuen uns auf hoffentlich noch viele gemeinsame Jahre mit Indra in Hannover“, sind sich Zoologe Krause und die Elefantenpfleger bei der Geburtstagsfeier im Dschungelpalast einig. Noch ein Grund zu feiern Im Rahmen der Geburtstagsfeier von Indra freut sich der Erlebnis-Zoo auch, die offiziellen Namen der Jungtiere aus dem vergangenen Jahr bekannt zu geben. Zoo-Mitarbeiter haben bei einem internen Namenswettbewerb Vorschläge eingereicht aus der eine kleine Jury vier Favoriten gekürt hat: Saphiras Baby mit dem Spitznamen Dickerchen (22.12.2016) heißt jetzt offiziell Thambi (indisch für ,kleiner Bruder‘). Das Jungtier von Califa, das bisher den Spitznamen „Kleine“ trug und am 23.12.2016 zur Welt kam, wurde auf den Namen Jenny getauft – in Erinnerung an Indras beste Freundin, die ganz Hannover in Atem hielt, nachdem ihr Jungtier im Mutterleib verstorben und in einer riskanten OP geborgen wurde. Elefantenmädchen „Mäuschen“, die am 19.01.2017 von Elefantenkuh Manari zur Welt gebracht wurde, trägt nun den offiziellen Namen „Meena“ (bedeutet ,blauer Edelstein‘ und ,Liebe‘). Das jüngste Mitglied der Elefantenfamilie, Sayangs Jungtier „Floh“ (05.05.2017), hört nun auf den indischen Namen „Ravi“, der Sonne bedeutet. Die Elefantenherde im Dschungelpalast – Indra (45) Manari (27) Califa (14) Sayang (22) Saphira (7) Sitara (4) Taru (4) Yumi (3) Thambi (1) Jenny (1) Meena (1) Ravi (8 Monate) Elefantenbulle Nikolai (24)

Zoo Köln 23.01.2018
Hasi, Mausi & Co. eine Freude machen? Tour d‘ Amour für Verliebte durch den Kölner Zoo am 14. Februar
Sie sind frisch verliebt und möchten mit einem besonderen Event den Zusammenhalt stärken? Sie sind schon länger in festen Händen und wollen das gemeinsame Glück am Tag der Liebe auf „tierisch“-schöne Art neu zelebrieren? In beiden Fällen sind Sie am Valentinstag, Mittwoch, 14. Februar, im Kölner Zoo genau richtig. Ab 17 Uhr startet hier die Tour d´Amour für alle, die beim Gedanken an die Liebste oder den Liebsten Schmetterlinge im Bauch haben. Dass die Zweisamkeit auch bei Gorilla, Elefant & Co. verschiedenste Spielarten hat, erfahren Sie bei einem romantischen Abendspaziergang durch die Tierwelt des Zoos. So geht zum Beispiel das Weibchen der Hornvögel zunächst nur eine Partnerschaft „auf Probe“ ein. In dieser Phase lässt sie sich von ihrem potenziellen Partner füttern. Nur wenn er es schafft, sie satt und zufrieden zu stellen, erhört sie seine Balzrufe, paart sich mit ihm und zieht in die Bruthöhle ein. „Bei den Pinguinen ist dick chic. Die fülligsten Männchen haben die größte Chance, von einem Weibchen auserwählt zu werden. Denn nur ein wohl genährtes Männchen kann ohne Futtersuche lange genug auf dem Ei ausharren, bis das Junge schlüpft“, erklärt Prof. Theo B. Pagel, Direktor des Kölner Zoos. Hat sich eine Pinguindame einmal für den Richtigen entschieden, geht sie oft eine lebenslange Partnerschaft ein. Aber nicht alle gefiederten oder felligen Freunde sind so treu. Viele lieben in der Partnerschaft auch die Abwechslung – allen Arten voran die Bonobo-Affen. Sie haben den meisten Sex im Tierreich und kommen auch bei einem zufälligen Treffen direkt „zur Sache“. „Polygamie ist bei manchen Tierarten aus evolutionärer Sicht sehr sinnvoll, da es für die Männchen wichtig ist, ihr Erbgut möglichst häufig weiterzugeben“, so Prof. Theo B. Pagel. „Monogamie ist hingegen die bessere Entscheidung für Arten, bei denen der Nachwuchs unter Mithilfe der Männchen bei der Aufzucht die besseren Überlebenschancen hat.“ Der romantische Abendrundgang mit vielen weiteren spannenden Infos startet um 17.00 Uhr am Haupteingang. Im Anschluss können die Besucher den Abend bei einem Cocktail im Aquarium ausklingen lassen. Teilnehmen können nicht nur Paare und frisch Verliebte, sondern auch überzeugte Singles und alle anderen, die schon immer wissen wollten, was es mit dem tierischen Paarungsverhalten auf sich hat.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma 23.01.2018
Gemälde und Fotografie aus dem 19. Jahrhundert vorgestellt – Neuerwerbung historischer Bilder aus der Frühzeit der Wilhelma
Eine historische Fotografie aus dem 19. Jahrhundert und ein Gemälde aus der Sammlung von König Wilhelm I.: Das sind zwei Zeugnisse aus der Frühzeit der königlichen Parkanlage und des schlossartigen Bauensembles Wilhelma, die heute vor allem als zoologisch-botanischer Garten weltweit bekannt sind. Gegründet aber wurde die Anlage von Wilhelm I. von Württemberg, der sich ein privates Refugium mit Badehaus errichten ließ, als hier einst heilsame Mineralwasserquellen entdeckt wurden. Die Einweihung von 1846 wird sich 2021 zum 175. Mal jähren. Gemeinsam haben die Wilhelma und die Staatlichen Schlösser und Gärten (SSG) Baden-Württemberg, zuständig für die historischen Monumente des Landes, die zwei markanten Neuerwerbungen am Montag, 22. Januar, präsentiert. Errichtet als königliches Refugium am Neckar Ein royaler Landsitz im maurischen Stil: Das war das Ensemble, das sich Wilhelm I. ab 1842 vom Hofbaumeister Karl Ludwig Wilhelm von Zanth errichten ließ. Die Wilhelma ergänzte die Anlage auf dem benachbarten Rosenstein mit seinem weitläufigen Park und dem Schloss Rosenstein – und es war von ganz privatem Charakter. Nur ausgewählte Gäste erhielten zu Lebzeiten des Königs hier Zutritt. Der württembergische Regent ließ der Anlage als seinem persönlichen Rückzugsbereich ein ungewöhnliches Aussehen geben. Sie lehnte sich an arabische Gartenschlösser an, wie sie sich etwa mit der Alhambra in Granada erhalten haben. Zu erkennen ist das heute noch an eindrucksvollen historischen Bauwerken, von denen viel die Kriege überstanden hat und einen einmaligen Reiz des großen zoologisch-botanischen Gartens ausmacht. Rückbesinnung auf Ursprung „Die Wilhelma ist heute als Zoo und als Botanischer Garten jeweils für sich renommiert und in der Kombination von beidem in Deutschland einmalig“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Dabei darf man nicht vergessen, dass weder das Eine noch das Andere ihr Ursprung war, sondern das königliche Refugium mit all seinem royalen Prunk und seiner orientalischen Ornamentik im Zeitgeist des 19. Jahrhunderts. Auf den besonderen Dreiklang der Exotik aus Tieren, Pflanzen und Baukunst ferner Länder wollen wir im Vorfeld des großen Wilhelma-Jubiläums den Blick verstärkt richten.“ Die Bedeutung der Kooperation mit der Wilhelma betont Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg: „Gerade von Wilhelm I. hat sich keines der Schlösser so erhalten, dass wir seine Welt zeigen könnten. Die Bauten, die sich in der Wilhelma erhalten haben, sind daher umso kostbarer“. Die Staatlichen Schlösser und Gärten präsentieren aus der Zeit des baufreudigen Königs ein besonders herausragendes Monument: die Grabkapelle auf dem Württemberg. Das vom König persönlich gesteuerte Bauprojekt erinnert an seine früh verstorbene Frau Katharina. In Schloss Rosenstein und im Neuen Schloss Stuttgart sind die Ausstattungen der Wilhelmszeit seit dem Krieg größtenteils verloren. „Das gemeinsame Projekt mit der Wilhelma ist daher für uns von größter Bedeutung“, erklärt Michael Hörrmann. Neuerwerbung aus der ehemals königlichen Sammlung Das Gemälde, das die Staatlichen Schlösser und Gärten vor kurzem ankaufen konnten, zeigt eine „büßende Maria Magdalena“, ein religiöses Thema, das seit der Barockzeit als Frauenakt dargestellt wurde. Ungewöhnlich ist das Material: Carl Meinelt kopierte 1852 ein Ölgemälde des Malers Johann Baptist Ludwig Maes, ebenfalls im Besitz des Königs, auf eine Porzellanplatte. Das kleinformatige Kabinettstück ist durchaus typisch für die private Sammlung von Wilhelm I., die viele ähnliche Stücke enthielt. Nach dem Ende der Monarchie vor 100 Jahren wurden viele dieser Werke versteigert. Das nun im Kunsthandel wieder aufgetauchte Exemplar ist ein wichtiger Neuzugang für die Sammlungsbestände der Staatlichen Schlösser und Gärten. Dr. Patricia Peschel, als Konservatorin der Staatlichen Schlösser und Gärten zuständig für solche Stücke des ehemaligen Krongutes, erklärt: „Das Porzellanbild kam im April 1854 zusammen mit einer Vielzahl von weiteren Porzellanbildern in die Wilhelma. Sie schmückten den Bildersaal und die Galerien über dem Fest- oder Gartensaal. Die Neuerwerbung, die uns geglückt ist, kann ein Baustein für eine künftige Ausstellung über die Zeit von König Wilhelm werden.“ Das „Maurische Landhaus“ in einer historischen Fotografie Der Wilhelma gelang vor kurzem der Ankauf einer historischen Fotografie von privat, die eine der frühesten Aufnahmen der Wilhelma sein dürfte und das Maurische Landhaus wohl in den 1870er-Jahren zeigt. Aus der Zeit davor sind bislang nur Stiche und Zeichnungen bekannt. Nach dem Tod des Erbauers König Wilhelm I. im Jahr 1864 wurde das private Refugium auch für Besucher langsam zugänglich gemacht, und erst ab 1880 konnten Berechtigungskarten erworben werden. Zuvor bot vermutlich dieses Foto die einzige Möglichkeit für „Normalsterbliche“, einen authentischen Blick auf das königliche Anwesen ihres Regenten zu werfen. Der Verlag A. Mencke & Co. Wandsbeck bei Hamburg hatte sich zur Aufgabe gemacht, Schlösser, Landgüter und Herrenhäuser in deutschen Landen abzulichten und mit dem noch neuen Verfahren der Albuminabzüge relativ kostengünstig zu vertreiben. In vielen Fällen waren das die Erstaufnahmen dieser Bauwerke. Eine Mark und acht Schillinge kostete solch eine auf Karton aufgezogene Fotografie. Das entsprach etwa dem Preis von einem Kilo Butter damals, grob dem halben Wochenlohn eines Knechts. Gut zu erkennen ist das zunächst als Badhaus konzipierte sogenannte Maurische Landhaus mit seinen Gewächshaus-Anbauten, das bis auf sein im Krieg eingestürztes Kuppeldach heute noch zu bewundern ist. Aufschlussreich ist auch die damalige Gestaltung des davor liegenden Maurischen Gartens, von der sehr viel bewahrt werden konnte: mit den Kandelabern, dem Wasserspiel entlang der Treppe, den Tierskulpturen, zahlreichen Palmen und den bis heute erhaltenen Paeonien (Strauchpfingstrosen) und Eiben – damals noch sehr schmal gestutzt. Das große Wasserbecken ist nicht mehr von Pflanzengefäßen umkränzt. Inzwischen ist es als Tropischer Seerosenteich ein besonderer Anziehungspunkt. Das vom König zuerst errichtete Gebäude ist bis heute das zentrale Bauwerk im Herzen des zoologisch-botanischen Gartens. Gemeinsamer Weg zum Jubiläum 2021 Die Vorstellung der beiden Neuerwerbungen fand fast exakt an dem historischen Termin statt, an dem König Wilhelm den Namen einführte, unter dem sein Anwesen bis heute berühmt ist: Am 17. Januar 1845 benannte der König erstmals sein neues architektonisches Juwel als „Wilhelma“. Deren Einweihung im Jahr 1846 wird sich 2021 zum 175. Mal jähren. Auf dem Weg zu diesem Jubiläum wollen die beiden großen Institutionen enger zusammenarbeiten, um das historische Kulturerbe in den Blickpunkt zu rücken.

Tiergarten Schönbrunn 23.01.2018
Neuer Kreisel lässt Quallen schweben
Die Quallen leuchten in zarten Orangetönen, schweben anmutig durch das Wasser und sehen dabei wie Feenwesen aus. Der neue Quallenkreisel im Aquarien-Terrarienhaus im Tiergarten Schönbrunn zieht alle Blicke auf sich. „Quallen zählen für mich zu den faszinierendsten Meeresbewohnern. Immer mehr Aquarienhäuser setzen diese besonderen Tiere in Szene“, verrät Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Begonnen hat damit Japan, wo noch heute die größten Quallenexperten sitzen. Auch der neue Kreisel ist eine Spezialanfertigung aus Japan. Die Maße sind beeindruckend: Etwa 1.500 Liter fasst der Kreisel. Das Wasser fließt kreisförmig, daher auch der Name. Quallen müssen immer in Bewegung gehalten werden – wie in der Meeresströmung, die es mit aufwendiger Technik zu simulieren gilt. Für Schönbrunn ist dies nun der vierte Quallenkreisel im Schaubereich. Im neuen Kreisel gleiten derzeit Pazifische Kompassquallen auf und ab, deren Schirm bereits über 30 cm groß ist. In den anderen, deutlich kleineren Kreiseln lassen sich momentan Ohren- und Kamtschatka-Quallen von der Strömung tragen. Was für die Besucher so leicht aussieht, erfordert von den Tierpflegern viel Wissen und Erfahrung. Im Keller des Hauses befindet sich sozusagen die „Babystube“ der Quallen. Eine Vielzahl an kleinen Kreiseln reiht sich aneinander. Hier ist das Reich von Revierleiter Roland Halbauer und seinem Team: „Wir halten über 60 verschiedene Quallenarten und züchten sie auch, um den Besuchern immer wieder neue Arten zeigen zu können. Es gibt weltweit nur ein Institut, das mehr Arten pflegt.“ Nicht Pandas, Tiger oder Elefanten sind Halbauers Leidenschaft, sondern Quallen. „Quallen zählen zu den ältesten Lebewesen der Welt. Es gibt sie schon über 600 Millionen Jahre und sie haben sämtliche Erdkatastrophen überlebt. Sie haben kein Gehirn und kein Rückgrat und leben noch immer.“ Quallen sind mittlerweile auch in den Fokus der Forschung gerückt, was Halbauer auch im Sinne des Artenschutzes für wichtig hält. Im Gegensatz zu anderen Tierarten sind sie nicht bedroht, ganz im Gegenteil. Immer wieder gibt es ein Massenauftreten. „Die natürlichen Feinde der Quallen wie Schildkröten, Makrelen und Thunfische sind extrem selten geworden. Ihr massenhaftes Auftreten zeigt, dass das marine Ökosystem bereits aus dem Gleichgewicht geraten ist.“

Zoo Landau in der Pfalz 23.01.2018
„Für den Schutz der Vogelvielfalt – hier und anderswo“ – Vorstellung des Jahresprogramms 2018 von Zoo, Zooschule und Freundeskreis Landau in der Pfalz
Über 215 Vögel leben aktuell im Zoo Landau in der Pfalz. Sie repräsentieren 40, teilweise stark bedrohte Arten aus Australien, Asien, Afrika, Südamerika und auch Europa. Allein im Jahr 2017 sind vier Arten hinzugekommen und das Zooteam durfte sich über knapp 70 Schlüpflinge freuen. Schlecht sieht es hingegen u.a. für die Vogelwelt in großen Teilen Südostasiens aus. Die tropischen Wälder drohen zu verstummen, da zahllose Singvogelarten exzessiv für den Handel im In- und Ausland, für die Austragung von Gesangswettbewerben, zur Nutzung in traditioneller Medizin oder zum Nahrungserwerb gefangen werden. Das Halten und Zurschaustellen von Singvögeln in kleinen Käfigen ist in großen Teilen Asiens kulturell noch fest verwurzelt. Ein Problembewusstsein für die Folgen des ungebremsten und verlustreichen Fangs ist kaum vorhanden. Die Europäische Zoo- und Aquarien-Vereinigung (EAZA) möchte in den beiden kommenden Jahren mit der Kampagne unter dem Titel „Silent Forest“ (Stille Wälder) auf die drohende Ausrottung von Singvogelarten in Südostasien aufmerksam machen. Der Zoo Landau unterstützt dieses Jahr im Rahmen eines am 22.01.2018 vorgestellten umfangreichen Zoo-Veranstaltungsprogramms die Kampagne. Aber auch die heimische Vogelwelt wird im Fokus stehen. Landaus Beigeordneter und Zoodezernent Rudi Klemm, Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel, Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein, der Vorsitzende des Freundeskreises des Landauer Tiergartens e.V. San.-Rat. Dr. Helmuth Back und Herr Peter Buchert, Vertreter unseres Kooperationspartners Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. (DGHT) gaben einen Ausblick auf die geplanten, gemeinsamen Aktivitäten im Jahr 2018. Unter dem Motto „Für den Schutz der Vogelvielfalt – hier und anderswo“ erwarten die Zoobesucher tolle Veranstaltungen für alle Altersklassen! Insgesamt stehen neben dem umfangreichen Ferienprogramm der Landauer Zooschule 44 Einzelveranstaltungen im Veranstaltungskalender des Landauer Zoos. Das Jahresprogramm startet für Interessierte mit Voranmeldung am Valentinstag (14. Februar) mit einer Zooführung zum Thema „Liebe bei Tieren“, zu der auch ein kleiner Sektempfang gehört. Jeweils einmal im Monat gibt es weitere öffentliche Sonntagsführungen, in der auf besondere tiergärtnerische Themen eingegangen wird. Zoo-Architekt Peter Buchert wird z.B. zum Thema „Bauen für Zootiere“ führen. Er ist auch mit der Planung einer neuen Anlage für die „Tierischen Juwelen der Philippinen“ betraut. Durch Finanzierung des Freundeskreises soll dieses Jahr u.a. eine gemeinschaftlich genutzte Anlage für Prinz-Alfred-Hirsche und Visayas-Mähnenschweine entstehen. Spezielle Abendführungen gibt es für Kinder bzw. Familien während der Sommermonate. Neben dem traditionellen Oster- und Sommerfest steht ein Herbstfest ganz im Zeichen des Kürbisses auf dem Programm. Während der Adventszeit bietet die Zooschule neben Bastelworkshops für Kinder auch einen Adventssonntag unter der Überschrift „Tiere im Winter“ für die ganze Familie an. Zum gleichen Thema gibt es ein besonderes Winterprogramm. Eine Unterrichtseinheit, die sich an die Klassenstufen 3-5 richtet, bietet als „indoor-Programm“ bei ganz schlechtem Wetter Unterricht rund um Terrarientiere an. Ebenfalls neu im Programm der Zooschule ist eine Veranstaltung um die Wartezeit am Heiligabend im Zoo zu verkürzen und ein Opa-Oma-Enkeltag. Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) und Zooschule bietet der EWL interessierten Kitagruppen und Schulklassen verschiedener Stufen kostenlos Gutscheine für den Zooschulunterricht an. Hierin geht es um den Umgang mit Abfall, Abfallvermeidung, Recycling und Upcylcling. Rund um das wichtige Thema Artenschutz drehen sich zwei Termine der Kinder-Uni, das vom Rotary-Club Landau gesponserte zweitägige Outdoorcamp, eine Veranstaltung zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt sowie der große Pinguinaktionstag, den der Zoo gemeinsam mit der Artenschutzorganisation „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.“ durchführt. Auch der Tierschutz soll thematisch nicht zu kurz kommen. Rund um den Welttierschutztag am 4. Oktober bietet die Zooschule zwei Workshops für Kinder an, einmal einen „Streichelzooführerschein“ und einmal einen Intensivkurs zum Halten und Pflegen von Reptilien. Sehr passend, da der Zoo Landau auch in diesem Jahr wieder Platin-Sponsor für das „Zootier des Jahres“ ist, welches sich in diesem Jahr den bedrohten Arten der Scharnierschildkröten widmet. Für Reptilienfreunde steht darüber hinaus neben dem schon traditionellen „Schildkrötenstammtisch“, der vierteljährlich in Kooperation mit der DGHT in der Zooschule stattfindet, noch ein Schildkrötenworkshop der DGHT-Regionalgruppe Kurpfalz unter dem Motto „Was man schon immer über Schildkröten wissen wollte“ auf dem Programm. Ebenfalls eher für das erwachsene Publikum gedacht sind zwei literarische Abende mit humorvollen Lesungen des Teams der „Wortschau“. Traditionell werden hier Landauer Zoothemen aufgegriffen und damit die Lachmuskeln trainiert. Der Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. wird sich in diesem Jahr erstmals im Rahmen des Deutschen Zooförderertages mit einem Infostand im Zoo präsentieren. Es stehen zwei ein- bzw. mehrtägige Ausflüge des Freundeskreises auf dem Programm, es wird erstmals eine exklusive Zooführung für Mitglieder des Fördervereins geben und einen speziellen Tag für Förderer und Tierpaten. Das aktive Team des Freundeskreises ist darüber hinaus an der Gestaltung diverser Veranstaltungen beteiligt. Das Jahresmotto wird nicht nur an Zoofesten und im Zooschulunterricht im Mittelpunkt stehen, es ist auch Thema eines ganz neuen Gewinnspiels. Ab sofort liegen an der Zookasse Quizbögen aus, auf denen acht Fragen rund ums Thema Artenschutz gestellt werden. Wer den Zoorundgang macht und aufmerksam die Tier- und die spezielle Themenbeschilderung liest, wird die Antworten finden. Unter den Teilnehmern verlost der Zoo zum Ende des Jahres eine Jahreskarte für Kinder oder Erwachsene!

Zoo Schwerin 22.01.2018
Die Zoo-Führung der besonderen Art mit kulinarischer Begleitung – Exklusiv für Erwachsene am Valentinstag
Der Zoo Schwerin knüpft an die Erfolge der letzten Jahre an und bietet erneut eine Führung unter dem Motto „Von Penisknochen und Vaginalpfropfen“ an. Am 14. Februar klären der Zoodirektor Dr. Tim Schikora und die Zoo-Biologin Sabrina Höft ab 17.30 Uhr auf einer amüsanten und nicht jugendfreien Führung über das Liebesleben der Tiere auf. Für Romantik ist im Tierreich nicht immer Zeit, aber es gibt sie auch hier. Es gilt viel Energie, Ausdauer und Kreativität zu investieren, um seinen Gegenüber für sich zu gewinnen. Nach einem Sektempfang werden Ihnen in 90 Minuten die skurrilen und eindrucksvollen Fortpflanzungsstrategien im Tierreich näher gebracht. Ob merkwürdige Verhaltensweisen bei Baumstachlern oder Höchstleistungen bei den Nashörnern, es gibt viel zum Schmunzeln. Im Anschluss lassen Sie den ereignisreichen Abend in unserem tropischen warmen Humboldthaus ausklingen. Wir verwöhnen Sie mit einem exklusiven Abendessen in entspannter Atmosphäre und Sie können die eine oder andere Kuriosität aus dem Schlafzimmer der Tiere Revue passieren lassen.

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