Portrait: Schweinsdachs

Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
ohne Rang: Marderverwandte (Musteloidea)
Familie: Marder (Mustelidae)
Unterfamilie: Dachse (Melinae)
Gattung: Arctonyx
Art: Schweinsdachs
Schweinsdachs (Recherches pour servir à l'histoire naturelle des mammifères)

Schweinsdachs (Recherches pour servir à l’histoire naturelle des mammifères)

Generell ähneln Schweinsdachse (auch als Riesendachs bezeichnet) dem Europäischen Dachs, unterscheiden sich jedoch in der verlängerten Schnauze, die zu einem schweineartigen, unbehaarten Rüssel ausgebildet ist. Während beim Europäischen Dachs die Kehle allerdings schwarz ist, ist diejenige des Schweinsdachses weiß. Der Schweinsdachs weist außerdem auffällige schwarze Wangenstreifen auf.
Die Färbung seines Rückenfells variiert von graugelb bis schwarz, der Bauch ist ebenso schwarz wie die Füße. Sie besitzen schwarze Streifen von der Nase bis zu den Ohren und dem Nacken im ansonsten weißlichen Gesicht, weiß sind auch die Ohren, die Kehle und der Schwanz. Ein weiterer Unterschied zum Europäischen Dachs liegt in den stark verlängerten, gebogenen Krallen, die im Gegensatz zu diesem weiß sind. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von ungefähr 55 bis 70 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 12 bis 17 Zentimetern und ein Gewicht von 7 bis 14 Kilogramm.

Schweinsdachse leben in Ost- und Südostasien, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom nördlichen China und dem östlichen Indien bis zur Malaiischen Halbinsel und die Insel Sumatra. Ihr Lebensraum sind vorrangig Wälder, sowohl Regenwälder als auch Gebirgswälder bis in 3500 Meter Höhe.

Schweinsdachse sind dämmerungs- oder nachtaktiv, den Tag verbringen sie in Felsspalten oder selbstgegrabenen Bauen. Über ihr Sozialverhalten ist wenig bekannt, vermutlich leben sie einzelgängerisch. Von November bis Februar oder März halten sie Winterruhe.

Diese Tiere sind Allesfresser, die mit ihrem Rüssel ähnlich den Schweinen den Boden auf der Suche nach Essbarem durchwühlen. Sie verzehren sowohl Würmer, Insekten und Larven als auch Wurzeln, Pilze und Früchte.

Die Paarung erfolgt im Mai, bedingt durch eine Keimruhe kommt es erst im Februar oder März zur Geburt, die eigentliche Tragzeit dürfte rund sechs Wochen betragen. Die Wurfgröße beträgt drei bis fünf. Die Jungtiere werden mit vier Monaten entwöhnt und erreichen mit acht Monaten die volle Größe.

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