Zoopresseschau

Zoo Augsburg 24.02.2018
Aus dem Februar-Newsletter
Keine Geburten und Tierabgaben im Berichtszeitraum.
Aus dem Zoo Karlsruhe kamen vier Zwergmäuse, die für das derzeit verwaiste Terrarium im Elefantenhaus gedacht sind. Bei diesem Transport waren außerdem 5 Perlhühner dabei. Diese sollen im Sommer auf dem Afrika-Panorama an. Während des Winters werden sie noch im Antilopenstall gehalten.
Im Vogelbestand starben ein Europäischer Stelzenläufer, eine Graukopfgans und ein Sperlingspapagei.
Die Endarbeiten im Giraffenhaus laufen auf Hochtouren, und heute habe ich die Empfehlung vom Zuchtbuchführer für die neuen Tiere bekommen. Die nächsten Tage werden die Absenderzoos kontaktiert werden und ein Transporttermin vereinbart.
Bei der neuen Flamingoüberwinterung ist nun eine Deadline gezogen: am 06.03. kommen die ersten Flamingos. Bis dahin müssen die Bautätigkeiten beendet sein.
Die Submissionen für die neue Elefantenanlage sind zufriedenstellend verlaufen, es gab kaum Ausreißer was die veranschlagten Kosten betrifft. Die Abriss- und Rodungsarbeiten wird die Firma Baumgartl durchführen, die auch bereits damit begonnen haben. Der alte Bisonstall ist schon Geschichte. Demnächst werden auch die drei Totempfähle fallen und entsorgt werden. Wenn jemand Interesse hat, sollte er sich noch schnell im Zoo melden.
Die Rohbauarbeiten beginnen am 12. März und bis dahin wurde uns auch die Baugenehmigung zugesagt. Das Bautagebuch informiert regelmäßig über die Baufortschritte.

Tierpark Herborn 23.02.2018
Der Tierpark Herborn startet am Sonntag, den 04.03. in die neue Saison
Nach drei Monaten Winterpause geht die Saison in Herborns Tierpark wieder los. Obwohl der Winter aktuell noch mit eisigen Grüßen aufwartet, haben das Tierpark-Team und die Mitglieder des Fördervereins in den letzten Wochen den Park aus dem Winterschlaf geholt, sämtliche Volieren geschrubbt und neu eingerichtet und Wege und Beete wieder auf Vordermann gebracht. Das Verlegen der Ver- und Entsorgungsleitungen für die geplante Erweiterung und das bestehende Eingangsgebäude kam witterungsbedingt zwar immer wieder ins Stocken, so dass die Zuwege noch nicht asphaltiert werden konnten, die Leitungen sind aber bereits fertig verlegt und alle Wege geschottert, so dass Besucher nicht befürchten müssen entlang schlammiger Baugruben geleitet zu werden. Eine besonders niedliche Attraktion erwartet die Tierparkbesucher auf der Känguruwiese. Das im Herbst zur Welt gekommene Bennettkänguru ist der erste Nachwuchs bei dieser Art, mit dem die Mitarbeiter für die aufwändige Neugestaltung der Anlage im letzten Sommer belohnt wurden. Kängurubabys kommen nach nur ca. 30 Tagen mit dem Gewicht von unter 1 Gramm zur Welt und ziehen sich entlang einer von der Mutter gelegten Schleimspur in den Beutel, wo sie sich an einer Zitze festsaugen und die nächsten Monate verbringen. Erst nach etwa vier Monaten schauen sie erstmals aus dem Beutel und verlassen ihn mit etwa einem halben Jahr erstmals. So alt schätzen die Tierpfleger das junge Känguru im Tierpark auch, es macht seit wenigen Wochen die ersten Ausflüge, hüpft aber rasch wieder zurück in den Beutel, wenn es sich vor etwas erschreckt. Zu bewundern gibt es ab dieser Saison den auf drei Tiere erweiterten Trupp Moorenten auf dem Storchenteich. Diese hübschen Tauchenten gelten in Deutschland mittlerweile als vom Aussterben bedroht. Besonders erfreulich wäre es daher, wenn im Frühjahr die Zucht gelänge und die Jungtiere dem vom Land Niedersachsen initiierten Auswilderungsprojekt übergeben werden könnten. Sollte es Besuchern zwischendurch kalt werden, lädt an den Wochenenden das gemütlich mit Holzofen beheizte ErdmännchenCafé zum Aufwärmen ein und bietet neben frischen Waffeln, Kaffee und Kakao auch kleine Speisen, wie Bockwurst mit Kartoffelsalat. Ab dem 04. März 2018 ist der Tierpark bis zum Dezember wieder täglich von 09:30 Uhr bis 19:00 Uhr (bzw. im Frühjahr und Herbst bis Einbruch der Dämmerung) geöffnet. Der Eintritt kostet 6,- € für Erwachsene, 3- € für Kinder und 16,- € für Familien.

Zoo Heidelberg 23.02.2018
Die Zootiere freuen sich auf die Ostergeschenke der Kinder: buntes Osterprogramm in der Zooschule
Haben die Zootiere auch ein Osternest? Warum bringt der Hase die Ostereier? Legen Flamingos rosafarbene Eier? Diese und viele weitere Fragen können kleine neugierige Tierfans bei dem bunten und abwechslungsreichen Osterprogramm der Zooschule Heidelberg stellen. In den beiden Osterferienwochen (26. März bis 07. April) finden jeweils fünftägige Ferienprogramme für Schulkinder ab 6 Jahren statt. Bei einer spannenden Reise durch die Welt der Tiere wird gebastelt, gespielt und natürlich viel Wissenswertes über Tiere erfahren. Zusätzlich veranstaltet die Zooschule an Gründonnerstag (29. März, 14.30-17.30 Uhr) „Zoo-Ostern“ – einen tierischen Aktionstag rund um das Thema Ostern für Kinder ab 5 Jahren. Hier drehen wir den Spieß einmal um: Die Kinder dürfen Osterhäschen spielen und für die Zootiere tolle, selbst hergestellte Osternester verstecken. Tickets gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Vom 26. bis 31. März (ohne Karfreitag) sowie vom 03. bis 07. April 2018 lädt die Heidelberger Zooschule Schüler ab 6 Jahren zum bunten Osterferienprogramm ein. Die jungen Forscher beschäftigen sich jeden der fünf Tage intensiv mit einem anderen Thema, spielen und basteln passend dazu, reinigen aber auch mal Gehege, pflegen oder füttern Tiere; Aktionen, die man als Zoobesucher normalerweise nicht machen darf. Ferienkinder im Zoo lernen auf spielerische Art und Weise viel Spannendes über Natur- und Artenschutz. Das Ferienprogramm findet jeweils an fünf Tagen statt und kann halbtags oder ganztags gebucht werden. Der Zeitraum von 9.30 bis 12.30 Uhr kostet € 80,- bzw. der Nachmittag zzgl. € 125,- (12.30 Uhr bis 16.30 Uhr). Das Frühprogramm von 8.00 bis 9.30 Uhr kann gegen einen Aufpreis von € 35,- hinzugebucht werden. (Geschwister erhalten 15% Rabatt) An Gründonnerstag, den 29. März dürfen Kinder bei „Zoo-Ostern“ sogar selbst in die Rolle des Osterhasen schlüpfen und für die Zootiere ganz besondere Osternester basteln, diese mit gesunden Leckereien befüllen und anschließend verstecken. Neben dem Beschenken von Affen, Alpakas, Waschbären und Co. warten typische Ostertiere wie niedliche Kaninchen, frisch geschlüpfte Küken und junge Lämmchen auf die kleinen Besucher. Außerdem begegnen sie Tieren wie Reptilien, Schnecken und Insekten, die man zwar nicht mit dem Osterfest in Verbindung bringen würde, die aber ebenfalls Eier legen. Weitere Höhepunkte sind u.a. das Osterkino, sowie Spiele und Informationen rund um das (Oster-) Ei.

Vivarium Darmstadt 23.02.2018
„Giraffe – der übersehene Riese“ – Vortrag im Zoo Vivarium
Im Rahmen der „Vivariumsgespräche“ referiert Dr. Martin Becker am Freitag, 2. März, über das Thema „Giraffe – der übersehene Riese“. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr in der Zooschule des Vivariums, Schnampelweg 5. Der Eintritt ist frei. Giraffen werden sechs Meter hoch und können fast zwei Tonnen wiegen. Bei der Geburt fallen sie aus zwei Metern Höhe zu Boden, ohne sich die Knochen zu brechen. Sie sind Tiere der Extreme. Und doch stehen sie nicht im Fokus des Artenschutzes und der Forschung wie andere Großsäuger. Angewandte Forschung soll helfen Giraffen und ihre Bedürfnisse in Zoologischen Gärten besser zu verstehen. Durch die zunehmende Zersplitterung und Zerstörung ihres Lebensraumes nimmt die Bedrohung dieser Art zu. Über diese spannenden Aspekte wird der Referent berichten. Dr. Martin Becker ist Leiter der zoopädagogischen Abteilung und stellvertretender Direktor des Opel-Zoos in Kronberg.

Vivarium Darmstadt 23.02.2018
Tierpfleger-Führung im Zoo Vivarium Darmstadt am 3. März
Im Rahmen der „Darmstädter Exkursionen“ gibt es am Samstag (3.März) eine Tierpfleger-Führung in der Aquarien- und Terrarienhalle im Zoo Vivarium. Dabei stehen Fische im Mittelpunkt. Sie stellen mit etwa 30.000 bekannten Arten die größte Wirbeltiergruppe dar und rund 60 davon leben im Darmstädter Tiergarten. Ernährungsstrategien, Bewegungsweise und Körperform dieser Tiere sind teilweise sehr unterschiedlich. Bei der Führung werden diese Unterschiede sowie die Fütterung und Haltung der Fische näher erläutert. Treffpunkt ist um 10 Uhr vor der Zooschule im Schnampelweg 5. Um telefonische Anmeldung unter 06151/13 46 900 wird gebeten. Der Eintrittspreis beträgt 5,50 Euro pro Person.

Tierpark + Fossilium Bochum 23.02.2018
Heuschrecken im Ruhrgebiet – NABU-Vortrag im Tierpark + Fossilium Bochum
Am Mittwoch, 28. Februar 2018, entführt Referent Tobias Rautenberg in die faszinierende Welt der Heuschrecken! Der NABU Bochum und der Tierpark + Fossilium Bochum zeigen auch in diesem Monat wieder, wie artenreich und vielseitig die Natur direkt vor unserer Haustür ist. Von den rund 80 in Deutschland vorkommenden Heuschreckenarten lassen sich über 30 auch bei uns im Ruhrgebiet finden. Gut getarnt zwischen Gräsern oder auf Steinen hört man sie vielerorts zirpen oder sieht sie hüpfen. Die geflügelten Insekten besiedeln ein breites Spektrum an Lebensräumen und haben dabei teils erstaunliche evolutive Anpassungen durchlaufen. Tobias Rautenberg vermittelt in seinem Bildvortrag Spannendes und Wissenswertes über die Biologie und Ökologie der Heuschrecken und stellt die bei uns vorkommenden Arten vor. Dabei werden auch unterschiedliche „Heuschreckengesänge“ hörbar gemacht, die schon einen kleinen Vorgeschmack auf mildere Frühlings- und
Sommernächte geben. „Anders als wir Menschen, erzeugen Heuschrecken ihre zirpenden, ratternden oder schwirrenden Laute nicht mit Stimmbändern, sondern mit ihren Flügeln und Beinen“, verrät Rautenberg. Wie genau sich ein solches Insektenkonzert anhört, erfahren die Besucher im Laufe des Vortragabends. Der Vortrag findet im Veranstaltungsraum zwischen dem Tierpark und dem Restaurant „Franz Ferdinand“ statt. Der Einlass erfolgt ab 19:00 Uhr direkt über den Eingang an der Klinikstraße, der Vortrag startet um 19:30 Uhr (Dauer ca. 1,5 h). Der Eintritt kostet 3 €, Mitglieder zahlen 2 €.

Zoo Duisburg 22.02.2018
Essen, schlafen, schwimmen
Mini-Flusspferd unternimmt erste Schwimmversuche. Seit Weihnachten hat das Affenhaus im Zoo Duisburg einen neuen Star. Kein neues Gorillababy, sondern ein Mini-Hippo namens JAMINA. Mutter AYOKA, 2007 selbst am Kaiserberg geboren, trug ihr Jungtier ca. 6-7 Monate aus und zeigt sich, mit ihrem zweiten Jungtier, ganz in Hippo-Manier gelassen und souverän. Schon früh hat die kleine JAMINA gelernt, was ein Zwergflusspferd können muss: Essen, viel schlafen und inzwischen auch schwimmen im gehegeeigenen Pool. Jeden Morgen und meist auch noch einmal am Nachmittag geht es kopfüber ins kühle Nass, bevor man sich wieder genüsslich ins Stroh verzieht, um zu dösen. Die im westlichen Afrika beheimateten Zwergflusspferde sind durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und Bejagung an den Rand der Ausrottung gebracht worden. Durch regelmäßige Nachzuchten, bislang 25 Geburten in den letzten 40 Jahren, hat sich der Zoo Duisburg maßgeblich am Erhalt der Art in Zoos beteiligt.

Tiergarten Nürnberg 22.02.2018
Tiergarten präsentiert sich auf der Freizeit Messe 2018
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg präsentiert sich auch in diesem Jahr auf der Freizeit-Messe Nürnberg. Von Mittwoch bis Sonntag, 28. Februar bis 4. März 2018, informieren Tiergarten-Teams täglich von 9.30 bis 18 Uhr am Stand F12 in Halle 9 über den städtischen Zoo und seine aktuellen Themen. Informationen aus erster Hand erhalten die Messegäste von Dr. Helmut Mägdefrau, dem stellvertretenden Direktor des Tiergartens, am Freitag, 2. März 2018, Dr. Lorenzo von Fersen, Kurator für Forschung und Artenschutz, am Samstag, 3. März 2018 und von Tiergartendirektor Dr. Dag Encke am Sonntag, 4. März 2018, jeweils von 12 bis 16 Uhr. Zudem verlost der Tiergarten tolle Preise an seinem Stand beim täglichen Messequiz um 15 Uhr. Die Standmitarbeiterinnen und -mitarbeiter informieren über die besonderen Angebote und Spezialführungen im Tiergarten und über das Bionicum im Tiergarten. Tel.: +49 (0)9 11 / 54 54-6 Bereits im dritten Jahr ist die Freizeit-Messe mit der Messe „inviva. Mitten im Leben…“ gekoppelt. Auf der am Mittwoch und Donnerstag, 28. Februar und 1. März 2018, stattfindenden inviva ist der Stand des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. von 9.30 bis 18 Uhr in Halle 12B unter der Standnummer D90 zu finden. Dort erfahren die Besucherinnen und Besucher vieles über das Engagement des Vereins für den Tiergarten und die Möglichkeiten, eine Tierpatenschaft abzuschließen. Täglich verlost der Tiergartenverein an beiden Messetagen interessante Preise am Stand.

Zoo Halle 22.02.2018
Magische Lichterwelten begeistern in Halle! Jetzt verlängert bis 11. März
Seit Anfang Februar präsentiert der Zoo Halle eine ganz besondere Veranstaltung, wie sie zuvor noch nie in Mitteldeutschland erlebbar war. Unter dem Motto „Magische Lichterwelten“ erstrahlen im Bergzoo über 12.000 Lichter in teils fantastischen und teils realistischen Figuren aus der Tier- und Pflanzenwelt. Bereits über 50.000 Menschen aus ganz Mitteldeutschland haben die bis dato einmalige Ausstellung Magische Lichterwelten gesehen und das Interesse ist weiterhin ungebrochen. Deshalb wird diese nun bis 11. März verlängert, um der großen Nachfrage gerecht werden zu können. Insgesamt sind es über 300 Figuren und Installationen, welche in über 55 spektakulären Lichtensembles thematisch zusammengestellt zu sehen sind. Die einzigartige Landschaftsarchitektur des Bergzoos, kombiniert mit träumerischer Musik passend zu den Lichtinstallationen, schaffen dabei ein einmaliges Erlebnis. Auch die Tierhäuser bleiben geöffnet, so dass man auch den direkten Vergleich zwischen leuchtender Nachbildung und echtem Lebewesen hat. Dort kann man auch beim Rundgang durch die magischen Lichterwelten aufwärmen und die Zootiere beim abendlichen Treiben beobachten. Für das leibliche Wohl ist mit einem großen Zoo- Restaurant sowie diversen wärmenden Angeboten gesorgt. Am Ende des Rundgangs durch die magischen Lichterwelten erleben die Besucher als krönenden Höhepunkt eine Bühnenshow mit Chinesischen Akrobaten und Artisten, die zwei- bis dreimal am Abend stattfindet. Durchführungszeitraum: verlängert bis einschließlich So. 11. März 2018 Neue Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag: 18:00 – 22:00 Uhr, Freitag und Samstag: 18:00- 23:00 Uhr. Neue Showzeiten: Sonntag bis Donnerstag 19:30 Uhr und 20:30 Uhr, Freitag und Samstag 19:30 Uhr, 20:30 Uhr und 21:30 Uhr, Eintrittspreise für den Ausstellungsbesuch Erwachsene 14 € / Kinder (4 bis 12 Jahre) 10 €. Wer den Zoo am Veranstaltungstag auch zur Tageszeit besuchen möchte und im Anschluss die Magischen Lichterwelten, kann die Tageskarten zusätzlich zum ermäßigten Preis erwerben. Mit diesen Tickets kann man im Zoo verbleiben und muss sich nicht nochmals an den Abendkassen anstellen. Tageskarte am Besuchstag der Magischen Lichterwelten zum ermäßigten Preis: Erwachsene 7,50 € / Kinder 2,50 € (zzgl. Ausstellungseintritt)

Wildpark-MV 22.02.2018
„Stachelritter“ in Güstrow unterwegs
Dreistachliger Stichling, der Fisch des Jahres 2018, lebt im Wildpark-MV. Er ist Fisch des Jahres 2018* in Deutschland und das zu Recht: Der Dreistachlige Stichling ist nicht nur äußerlich ein ganz besonderer heimischer Fisch, sondern fällt vor allem durch sein Brutverhalten auf. Auch im Bachlauf des Umweltbildungszentrums im Güstrower Wildpark-MV sowie im Fluss Nebel direkt vor der Haustür können die Besucher diesen etwa fünf Zentimeter kleinen Süßwasserfisch bestaunen. Sein Name ist Programm: Sowohl die ersten drei Flossenstrahlen der Rückenflosse als auch die Bauchflossen sind zu getrennten spitzen Stacheln umgebildet, die aufgestellt werden können. „Damit kann sich der Dreistachlige Stichling gegen Feinde verteidigen. Parkintern nennen wir ihn daher gern auch Stachelritter“, erzählt Josefine Vater, Biologin im Wildpark-MV. Besonders spannend wird es während der Laichzeit. Im Naturaquarium des Wildpark-MV zeigt sich ein natürliches Phänomen: Die Dreistachligen Stichlinge kommen durch den Kälteschock des winterkalten Wassers und der wieder ansteigenden Wassertemperaturen erst so richtig in Flirtstimmung. In dieser Zeit färben sich Kehle und Bauchseite der Männchen intensiv rot. Die Augen werden leuchtend blau. „Genau diese Phase startet bei uns ungefähr im März. Bald schon suchen die Männchen Brutreviere, sondern sich von ihrem Schwarm ab und starten mit dem Nestbau. Um die Weibchen zur Eiablage anzulocken, vollführen sie den so genannten ‚Zick-Zack-Tanz‘. Dieser kommt beim anderen Geschlecht sehr gut an und ist auch für uns Menschen ein spannendes Schauspiel“, weiß die Biologin. Im Anschluss werden die Weibchen verjagt, das Männchen befruchtet die Eier. Das Ausbrüten und die Eierwache ist bei den Dreistachligen Stichlingen übrigens Männer-Sache. Ist die Laichzeit im Herbst beendet, verlieren auch die Männchen wieder ihre auffällige Färbung. Josefine Vater freut sich ganz besonders, dass ein kleiner Fisch wie der Dreistachlige Stichling nun in den Mittelpunkt gerückt wird: „In unseren heimischen Gewässern gibt es so viele spannende Fischarten in farbenfroher Vielfalt. Wir müssen nur die Augen für die Schönheit unserer Unterwasserwelt öffnen.“ *Gewählt wurde der Fisch des Jahres 2018 vom Deutschen Angelfischerverband gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz und in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher.

Kölner Zoo 22.02.2018
Schweinerei mit Folgen: Erstmals Pinselohrschweine im Kölner Zoo geboren
„Picasso“ und „Cassie“, das Pinselohrschwein-Paar im Kölner Zoo, hat Nachwuchs. Sie sind Ende Januar Eltern von vier quieckfidelen Frischlingen geworden. Es ist das erste Mal, dass im Kölner Zoo Nachwuchs bei dieser Art geboren wurde. Die Pinselohrschweine (Potamochoerus porcus) leben auf der Anlage am Nashornhaus. Eber „Picasso“ zog 2012 aus dem Zoo Landau nach Köln. „Cassie kam im August 2017 aus dem britischen Colchester. Beide Tiere harmonierten von Anfang an sehr gut, bereits Ende September wurde „Cassie“ gedeckt. Die vier Frischlinge – drei sind männlich und eines weiblich – waren von Anfang an lebhaft und aktiv. Sie saugen regelmäßig an den mütterlichen Zitzen. Ihre Tragzeit betrug knapp 130 Tage. Pinselohrschweine werfen bis zu vier Junge. Die Jungtiere werden, wie bei allen Wildschweinen, als Frischlinge bezeichnet. Sie haben in den ersten Lebensmonaten eine helle Färbung mit Längsstreifen. Ab rund sechs Monaten färben sie sich schließlich in das Alterskleid um. Pinselohrschweine sind mit ihrem rauhaarigen, rot-bräunlich-schwarzen Fell sehr farbenprächtig. Hinzu kommen die hellen Backenbärte und die namensgebenden „Pinsel“ an den Ohren. Sie stammen aus West- und Zentralafrika sowie dem östlichen Südafrika. Mutmaßlich schwimmend sind Pinselohrschweine auch auf die Insel Madagaskar gelangt. Die Tiere bevorzugen Regen- und Feuchtgaleriewälder sowie Berg- und Buschwälder, in denen sie in Rotten leben. Die Lebensweise dieses Buschschweins ist der unseres heimischen Wildschweines (Sus scrofa) sehr ähnlich. So durchwühlen sie den Boden beständig nach Fressbarem wie Wurzeln, Knollen, Insektenlarven oder Kleintieren. Wo die Schweine von Löwen, Leoparden oder auch dem Menschen bejagt werden, sind Pinselohrschweine nachtaktiv. Im Zoo kann sie der Besucher auch tagsüber sehr gut beobachten. Im Unterschied zum Schwarzwild sind Pinselohrschweine wärmebedürftig, da sie keine Unterwolle unter dem Fell haben. Im Kölner Zoo leben die Tiere auf einer schweinegerechten Anlage im Nashornhaus, dem ältesten und geschichts-trächtigsten Haus des Zoologischen Gartens. Es wurde ab 1865 erbaut.

Zoo Heidelberg 22.02.2018
Seltener Nachwuchs im Zoo Heidelberg
Die beiden jungen Socorrotauben entwickeln sich gut. Einen ganz besonderen Nachwuchs gab es Ende Januar im Zoo Heidelberg: Zwei junge Socorrotauben sind im Vogelrevier gesund geschlüpft und mittlerweile auch flügge geworden. Es ist das erste Mal, dass es im Zoo Heidelberg Nachwuchs bei dieser hochbedrohten Vogelart gab. Die besonderen Tauben gelten in der freien Natur als ausgerottet, auch in Zoos leben nur noch wenige Exemplare. Am 25. Januar 2018 war es soweit: Zwei Socorrotauben schlüpften aus ihren Eiern im Innenbereich der Voliere. Die Elternvögel verhielten sich während der ganzen Aufzucht sehr vorbildlich und kümmerten sich sorgfältig um ihren Nachwuchs. Auch die Tierpfleger im Zoo Heidelberg sorgten für einen bestmöglichen Start ins Leben: Schon während der Brutzeit mieden sie möglichst den Innenraum der Voliere. Die Elternvögel konnten sich daher ganz ungestört um ihre beiden Jungen kümmern. Mittlerweile haben sich die zwei kleinen Socorrotauben sehr gut entwickelt. Vor kurzem sind sie flügge geworden – haben also das elterliche Nest verlassen – und fressen selbstständig. Mit den ersten Flugversuchen erkunden sie nun ganz genau ihre Voliere, zunächst hauptsächlich innen, seit ein paar Tagen auch den Außenbereich. Welches Geschlecht der Nachwuchs hat, ist noch offen, denn die Ergebnisse der Federproben stehen noch aus. Die beiden alten Socorrotauben kamen als weitere besonders gefährdete Vogelart in den Zoo Heidelberg. Socorrotauben lebten als endemische Art ausschließlich auf der Pazifikinsel Socorro vor der Küste Mexikos. In den 1960er Jahren wurde der Bestand der Tiere durch eingeschleppte, verwilderte Katzen und durch Bejagung stark dezimiert. Seit den 1970er Jahren gelten Socorrotauben als in der Natur ausgerottet. Erfolgreiche Nachzuchten der letzten überlebenden Individuen in menschlicher Obhut sind daher sehr wertvoll für den Erhalt dieser Vogelart. Mit einer Beteiligung am europäischen Zuchtprogramm für die Socorrotaube kommt der Zoo Heidelberg somit seiner Verantwortung nach und leistet einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz. Hintergrundinformation Socorrotaube Socorrotauben können ca. 20 bis 25 cm groß werden. Ihr Gefieder ist rötlich bis zimtbraun gefärbt. Vom Aussehen lassen sich Männchen und Weibchen kaum unterscheiden, die Männchen haben lediglich ein etwas glänzenderes Gefieder als die Weibchen. Als Nahrung bevorzugen sie Samen, Obst, Grünfutter oder kleinere Insekten.

Zoo Salzburg 22.02.2018

Oma-Opa-Enkel-Entdeckertour „Wohlig warm von Haus zu Haus“ Samstag, 3. März 2018, von 14 bis 15.30 Uhr
Ungestört von Wind und Wetter gibt es in zahlreichen Tierhäusern des Salzburger Zoos immer eine bunte Vielfalt von unterschiedlichen Tierarten zu entdecken: So leben im Südamerika-Haus Azurblaue Pfeilgiftfrösche. Aber wie viele sind es insgesamt und was fressen sie? Mit etwas Glück zeigen die Schützenfische im Paludarium, weshalb sie diesen Namen tragen. Im Jaguarhaus stehen die „Nachbarn“ von Jaguar-Männchen Sir William und seiner neuen Gefährtin Lucky Limari ganz im Mittelpunkt des Geschehens: Keilkopf Glattstirnkaiman, Stirnlappenbasilisk & Co. Im Löwenhaus gibt es kleine Bewohner mit beeindruckenden Fähigkeiten zu entdecken: Wie das leuchtend blaue Zwergtaggecko-Männchen, das mit seinen Haftlamellen mühelos an Glasscheiben hochklettert. Die rüsselartige Schnauze der Kurzohrrüsselspringer scheint kaum still zu stehen. Neugierige Beobachter, die ganz genau hinschauen, sind bei dieser gemeinsamen Entdeckertour von Jung und Alt in ihrem Element. In den unterschiedlichen Tierhäusern im Zoo ist eine bunte Vielfalt von kleinen und sehr spannenden Tierarten zuhause, die oftmals erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind. Kosten € 3 pro Teilnehmer zzgl. Eintritt. Anmeldung erforderlich unter T:+43 662 82 01 76-11 oder E: erlebnis@salzburg-zoo.at Die Entdeckertour findet bei jedem Wetter statt!

Tiergarten Schönbrunn 22.02.2018
Vikunja-Jungtier springt durch den Schnee
Am Samstag hat im Tiergarten Schönbrunn ein Vikunja das Licht der Welt erblickt. „Vikunjas sind die kleinste Kamelart. Sie leben in den südamerikanischen Anden in Höhen von bis zu 5.500 Metern“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Jungtier kommt deshalb mit den kalten Temperaturen und dem Schnee prima zurecht. „Natürlich ist das winterliche Wetter so kurz nach der Geburt eine kleine Herausforderung, aber ihr außerordentlich feines, zimtfarbenes Fell schützt die Tiere vor der Kälte.“ Im Tiergarten benötigen die Vikunjas kein Innengehege. Sie sind das ganze Jahr über im Freien. Den trockenen Unterstand suchen sie derzeit allerdings gerne auf. Für das Jungtier ist aber die fürsorgliche Mutter der beste „Heizkörper“. Die Tierpfleger freuen sich darüber, wie das Jungtier mit der Herde durch den Schnee flitzt. „Das Kleine hat seinen Platz in der Herde schon gefunden. Es ist total schön zu sehen, wie die anderen Vikunjas es immer beschützend in die Mitte nehmen“, so Revierleiter Alex Keller. Von Anfang an hat das Jungtier bereits Heu gefressen. Muttermilch bleibt aber die ersten vier bis sechs Monate die Hauptnahrung. Das Geschlecht konnten die Tierpfleger schon erkennen. Es ist ein Männchen und hat den Namen „Sandro“ bekommen. Vikunjas waren im Freiland beinahe ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen gibt es wieder rund 350.000 Tiere. In Zoos werden sie im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) gezüchtet.

Zoo in der Wingst 21.02.2018
Er brüllt nicht mehr… Die Wingst nimmt Abschied von Löwe Leo
Nach langer Krankheit ist Löwenkater Leo am Dienstag im Wingster Zoo verstorben. Voller Stolz und mit majestätischer Würde lag der elfjährige Leo am liebsten auf seiner erhöhten Plattform, von wo er einen genauen Blick auf die Besucher und das Geschehen im Zoo hatte. Stets flankiert von seinen Partnerinnen Azana und Kibibi. Sein Brüllen war weit in die Wingst hörbar, an manchen Tagen sogar durch den Wald hindurch bis zum Camping-Platz. In den letzten anderthalb Jahren war Leo immer wieder aufgrund gesundheitlicher Probleme in Behandlung. Mehrfach musste er in Narkose gelegt werden und zeitweise tagsüber getrennt von seinen Mädels alleine im Stall bleiben. Von einer großen OP im vergangenen Winter, bei der Leo ein Tumor an der linken Hüfte entfernt wurde, erholte er sich gut und hatte nochmal einen Sommer genossen. Dennoch stellte er seit Dezember immer wieder das Fressen ein und verlor mehr und mehr von seiner einst stattlichen Statur. Nach dem Auffinden weiterer, inoperabler Metastasen in Leos Körper hat sich das Zooteam schweren Herzens dazu entschieden, ihm weiteres Leiden zu ersparen. Nicht nur bei Azana und Kibibi sowie den Zoomitarbeitern wird er eine große Lücke hinterlassen. Auch viele Zoobesucher hatten den Löwenkater mit seiner äußerst prächtigen Mähne fest in ihr Herz geschlossen. Sein Brüllen in der Wingst ist verhallt. Leo kam im April 2006 im Zoo Rostock zur Welt. Seit Juli 2007 lebte er zusammen mit seiner Schwester Azana in der Wingst. 2009 komplettierte die 2008 im Zoo Osnabrück geborene Kibibi das kleine Wingster Löwenrudel. Nachzuchten gab es keine, da stets verhütet wurde. Die beiden Löwinnen bewohnen nun allein das Wingster Löwengehege.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 21.02.2018
Trotz eisiger Kälte viele kleine Frühlingsboten im Tierpark Görlitz
Während der Winter sich noch einmal von seiner kältesten Seite zeigt, ist bei unseren Ziegen derzeit großes Mutter-Kind-Kuscheln angesagt. Innerhalb einer Woche haben unsere Zwergziegen, Kaschmirziegen und Thüringer Waldziegen gleich ein ganzes Dutzend quicklebendiger Nachkommen auf die Welt gebracht. Sogar eine erfolgreiche Drillingsgeburt durften wir miterleben. Die schwierigsten Geburten waren allerdings jene, bei denen nur ein Jungtier ausgetragen wurde. Dieses ist dann entsprechend groß und schwer, sodass Tierpfleger und Zootierärztin manchmal etwas nachhelfen mussten. Dabei sind sie mit der täglichen Gewichtskontrolle und dem Überprüfen des Allgemeinzustands der Neuankömmlinge zur Zeit eigentlich zur Genüge beschäftigt. Zum Glück reine Routinemaßnahmen, denn derzeit zeigt sich unser Nachwuchs von seiner ganz mobilen Seite. So kann im Lausitzer Bauernhof und im Tibetdorf gerade ganz genau beobachtet werden, wie gut unsere Zicklein in ihrem zarten Alter schon springen wollen und können. Getreu dem Motto – Hasch mich, ich bin der Frühling!

Wisentgehege Springe 21.02.2018
Falkner beenden Winterpause: Adler und Co. fliegen wieder – Saisonstart im Wisentgehege ist am Sonntag, 4. März, mit zwei Flugschauen
Das Wisentgehege Springe startet am Sonntag, 4. März, in die Saison. Falkner Rouven Polep mit seinem Team und ihren Flugakrobaten beenden die Winterpause. Zwei Flugschauen, um 11 und 14 Uhr, sind zu erleben. Bereits seit vielen Tagen trainieren die Falkner mit ihrem Flugpersonal, damit zum Saisonstart alles klappt. Milane, Falken, Bussarde, Eulen, Adler und Co. werden sich den Zuschauern präsentieren. Die Falkner Rouven Polep, Vanessa-Sophie Korzenski-Polep, Claudia Fricke und Frederick Gutt geben spannende Einblicke in ihre Arbeit. Bis zum 31. März lassen die Falkner ihre Vögel täglich, außer montags, um 14 Uhr in die Lüfte steigen. An den Wochenenden zusätzlich um 11 Uhr. Ab dem 1. April sind die Flugschauen täglich, außer montags, um 11 und 14 Uhr zu sehen. An den Wochenenden und an den Feiertagen gibt es eine Extra-Flugschau um 16 Uhr. Eine weitere Attraktion ist die Präsentation der Polar- und Timberwölfe. Wolfsexperte Matthias Vogelsang berichtet täglich, außer montags, um 11.45 und 14.45 Uhr, über die handaufgezogenen Raubtiere. Besucher des Wisentgeheges in Springe können auch öffentliche Fütterungen erleben. Um 10.15 und um 17 Uhr werden unterschiedliche Tierarten (außer sonn- und feiertags) gefüttert. Die Tierart ist jeweils im Eingangsbereich angeschlagen. Ab sofort enden aber die reduzierten Winter-Eintrittspreise. Erwachsene zahlen 12 Euro, Kinder (3 bis 17 Jahre) 8 Euro, Schüler, Studenten, Auszubildende und Menschen mit Behinderung zahlen 9,50 Euro. Das Familientagesticket mit zwei eigenen Kindern bis 14 Jahren kostet 33 Euro, jedes weitere Kind 3 Euro.

Zoo Zürich 21.02.2018
ERHOLUNG, BILDUNG, NATURSCHUTZ & FORSCHUNG – EIN ZEITLOSER AUFTRAG: Vor 90 Jahren wurde der Zoologische Garten Zürich gegründet. Stufen einer Zooentwicklung, unter anderem anhand der Elefantenhaltung.
Am 16. Februar 1928 wurde von der Tiergarten-Gesellschaft die Genossenschaft Zoologischer Garten Zürich gegründet. Mit dem Erwerb der Liegenschaft «Säntisblick» an der Zürichbergstrasse 221 am 1. Juni desselben Jahres konkretisierten sich die schon länger gehegten Pläne, auch in Zürich einen Zoologischen Garten zu erstellen. Nach nur elfmonatiger Bauphase öffnete der Zoologische Garten Zürich am 7. September 1929 dann seine Tore. Zoostart mit zwei Elefanten – Schon der Start des Zoologischen Gartens war von grossem Wohlwollen begleitet. Ein Kreis von «Überseern», Auslandschweizern, startete eine Geldsammlung, um dem jungen Unternehmen zwei Elefanten zu schenken, einen grösseren und einen kleinen. Diese beiden Elefanten, die erwachsene Kuh Mandjullah und das Bullenkalb Chang, kamen am 3. September 1929 nach Zürich, kurz vor der Eröffnung des Zoologischen Garten, erworben in der Tierhandlung Hagenbeck in Hamburg. Die vorgesehene Unterbringung der beiden Elefanten konnte schon vorgängig einem Artikel in der NZZ vom 19. Juni 1929 entnommen werden. Dort wurde ein Rundgang durch den Zoo beschrieben. Da hiess es unter anderem beim nächst zum Eingang gelegenen Hauptgebäude: «Eine Treppe führt ins Erdgeschoss, wo die von unseren Auslandschweizern gestifteten Elefanten ihre provisorische Unterkunft gefunden haben». An den Stall angrenzend erstreckte sich das Aussengehege mit Bassin, durch einen Graben von den Besuchern getrennt. Mandjullah wurde als Reitelefant eingesetzt und trug unzählige Kinder durch den Zoo. Der kleine Chang wurde knapp zweieinhalb Jahre nach seiner Ankunft nach Nürnberg weitergegeben und vier Jahre später durch Chang II, einen gleichfalls jungen Bullen ersetzt. Dieser Chang II sorgte 1947 als elfjähriger Bulle für negative Schlagzeilen. An Heiligabend tötete er seinen Pfleger. Schon drei Jahre zuvor hatte Chang eine nächtliche Zoobesucherin getötet, die sich unberechtigt Zutritt zum Stall verschafft hatte. 1948 wurde die etwa vierjährige Valaya neue Gesellschafterin von Mandjullah. Die «provisorische» Unterkunft war inzwischen etwas ausgebaut worden. Mandjullah starb 1966 im Alter von gut 57 Jahren. In der Folge wurde der Elefantenbestand ausgebaut. Von einem Schweizer Tierhändler erworben kam 1966 Thaia in den Zoo. Und im Folgejahr schenkte der König von Buthan dem Zoo die beiden weiblichen Jungtiere Chhukha und Druk. Ende des langjährigen Provisoriums – Das «Provisorium» im Hauptgebäude hatte 1971 mit der Eröffnung der neuen Elefantenanlage endlich ausgedient. Die neue und moderne Anlage bot eine wesentlich grössere, reich gestaltete Aussenanlage. Die Betreuung der Tiere blieb traditionell im direkten Kontakt. Nachts wurden die Elefanten an ihren Plätzen angekettet, auch um zu verhindern, dass sie in den Graben zwischen Stall und Besucherraum fallen konnten. Als weiterer Zugang traf 1976 Ceyla-Himali als noch nicht ganz einjähriges Jungtier in Zürich ein. Beginn einer erfolgreichen Zucht – Die neue Anlage bot noch keine Möglichkeit, auch einen Bullen sicher unterzubringen. So schickte man die Kuh Thaia zweimal per Eisenbahnwaggon nach Kopenhagen. Diese «Hochzeitsreisen» waren nicht von Erfolg gekrönt. 1981 konnte die Anlage dank der Unterstützung grosser Elefantenliebhaber um einen Bullenstall erweitert werden, der im gleichen Jahr vom früheren Zirkuselefanten Maxi bezogen wurde. In diesen Jahren wurden die weiblichen Elefanten auch auf Spaziergänge ausserhalb des Zoos mitgenommen. Mit Komali wurde 1984 schliesslich der erste Elefant in Zürich geboren, der Start einer bis heute erfolgreichen Zucht. Kleine Entwicklungsschritte in der Haltung – Auf Initiative der Tierpfleger wurde 1994 eine mobile Absperrung eingebaut, mit der der Graben im Haus gesichert werden konnte. Von da an wurden die Elefanten auf dem Podium nachts nicht mehr angekettet. Lediglich für das Waschen wurden die Tiere an ihren Plätzen noch mit Ketten festgehalten. Während der Anwesenheit der Tierpfleger wurde die Grabenabsperrung heruntergefahren und so hatten die Besucher eine freie Sicht auf die Elefanten. Die klassische Elefantenhaltung zeichnete sich zu jener Zeit aus durch ein Management der Tiere im direkten Kontakt und durch einen Austausch von Einzeltieren. Das schränkte die Möglichkeiten ein, als gefährlich eingestufte Tiere zu platzieren, und riss Familienstrukturen auseinander. Einzig Bulle Maxi wurde von Beginn an im geschützten Kontakt betreut. Er hatte einen eigenen, durch eine Mauer vom Kuhgehege abgetrennten Aussenbereich. 2002 wurde diese Mauer aufgebrochen und das Bullengehege in den anderen Gehegebereich erweitert. Mit der kettenlosen Haltung wurde es möglich, den Elefanten auch nachts Zugang zum Aussengehege zu geben. 1999 übernahm der Zoo vom Circus Knie die Elefantenkuh Indi. Schon der erste Kontakt von Indi mit Maxi trug 22 Monate später mit der Geburt von Chandra Früchte. Um die möglichen Risiken zu minimieren, wurde die werdende Mutter jeweils in einer Wurfbox abgetrennt und die Geburt mit Nachtwachen begleitet, um notfalls eingreifen zu können. Dass die Tiere sehr wohl selber die Geburten managen können, zeigte die erste Gruppengeburt auf der Aussenanlage im Jahre 2005. Die weiteren Kälber sind seither jeweils in der Gruppe geboren worden. Ausbau und Neubau der Elefantenanlage – Für das Jahr 2005 kündeten sich zwei Geburten an. Mit diesem Zuwachs war absehbar, dass das bestehende Platzangebot im Haus nicht ausreichen würde. Im Schnellverfahren wurde zur Raumerweiterung ein Annexbau realisiert. Die ersten Diskussionen zur grundlegenden Neugestaltung der Elefantenhaltung im Zoo Zürich starteten 2007 mit der Festlegung der Vorgaben für die neu zu planende Elefantenanlage. Stichworte dazu sind der Wechsel vom direkten zum geschützten Kontakt (Sicherheit für die Pfleger, freie Entwicklung der sozialen Organisation), Aufbau matrilinearer Gruppen, Möglichkeit der Haltung von zwei Bullen, abwechslungsreiches und für die Tiere räumlich wie zeitlich aufwändigeres Fütterungssystem, grösseres Platzangebot (aus klimatischen Gründen insbesondere im Innenbereich) und landschaftlich gestaltete Innenanlagen. Im Hinblick auf die Umstellung des Management-systems von direktem zum geschütztem Kontakt wurden sowohl die Pfleger als auch die Tiere mit Unterstützung externer Fachleute in neue Trainingsmethoden eingeführt. Die Eröffnung des neuen Kaeng Krachan Elefantenparks mit neuem Management erfolgte im Juni 2014. Kurz darauf wurde Omysha, die zweite Tochter von Indi, geboren. Und im gleichen Jahr ergänzte Thai als zweiter Bulle den Bestand. Dank des Trainings und der entsprechenden Infrastruktur können die Elefanten auch im geschützten Kontakt weiterhin gut gepflegt und medizinisch betreut werden. Das gilt gleichermassen für die Jungtiere – am 25. Februar 2017 kam Ruwani in zweiter Zoogeneration zur Welt, – deren Interesse die Tierpfleger als «Aussenstehende» zuerst wecken müssen.

Zoo Landau in der Pfalz 21.02.2018
Erdmännchen-Patenschaft: Eine „tierische Verbindung“ zwischen dem Zoo Landau in der Pfalz und der BierProjekt Landau eG
Die erfolgreichen Bierbrauer Dominik Rödel, Gerd Barthel, Sascha Gallo und An­dreas Lehr machten vor einem Jahr ihr Hobby zum Beruf und gründeten die BierProjekt Landau eG in Siebeldingen. Nicht nur die Freude am Brauen, sondern auch die Verbundenheit zur Region zeigen, nun auch zur Freude des Zoo Landau in der Pfalz, die Namen der aktu­ellen Biersorten: z.B. White Flamingo, Äffchen, Erdmännchen oder Känguru. Um diese „tierische Verbindung“ zum Landauer Zoo noch in anderer Hinsicht zu festigen, wurde die Idee der Übernahme einer Tierpatenschaft geboren. „Bei einer Abstimmung unter den Genossenschaftsmitgliedern ging das sympathische Erdmännchen als Favorit hervor“, sagt Gerd Barthel schmunzelnd und ergänzt, „eine sehr gute Wahl, zumal das auch die bislang beliebteste Biersorte bei unse­ren Kunden ist“. Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel zeigte sich vom Engagement der Braugemein­schaft begeistert und kann sich erneut über eine finanzielle Unterstützung eines erfolgreichen Betriebes aus der Region für den Zoo freuen.

Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen 21.02.2018
Eisbärbaby in der ZOOM Erlebniswelt läuft – Gelsenkirchener Eisbär-Nachwuchs entwickelt sich gut
Das am 4. Dezember 2017 in Gelsenkirchen geborene Eisbärbaby wächst und entwickelt sich weiterhin gut. Mittlerweile macht es die ersten tapsigen Schritte. Am 05.02.2018 konnten die ersten vorsichtigen Laufversuche des kleinen Gelsenkirchener Eisbären über die Videoüberwachung beobachtet werden. Mittlerweile darf es sich wenige Schritte von Mutter Lara entfernen. Die hat jetzt alle Tatzen voll zu tun: Denn noch passt sie sehr gut auf, dass sich ihr Jungtier nur in Armeslänge von ihr entfernt. Bei zu forschen Erkundungstouren in den nebenliegenden Stall holt die Eisbärmutter das Kleine fürsorglich zurück in ihre Nähe. Seit knapp zwei Wochen gehen die Tierpfleger regelmäßig zu Lara und füttern sie. Anfangs mit Salat und Birnen, das entspricht der natürlichen Nahrung nach der fast zweieinhalb monatigen Fastenzeit. In der Natur nehmen Eisbärmütter zunächst Flechten und Gräser auf, um den Stoffwechsel wieder in Gang zu bringen, die sie unter dem Schnee hervorscharren. Mittlerweile frisst Lara wieder alles – stets mit gutem Appetit. Manchmal spaziert das Eisbärbaby mit Lara mit, kommt sogar bis ans Gitter zu den Pflegern. Lara passt gut auf, ist aber ruhig und gar nicht nervös. Und auch das Kleine hat die erste feste Nahrung zu sich genommen. Durchgedrehtes Fleisch scheint fast genauso gut zu schmecken wie die Muttermilch. Doch in den ersten vier Lebensmonaten besteht die Hauptnahrung aus Milch. Danach frisst das Jungtier Fleisch, Gemüse und Obst, aber wird noch bis fast zwei Jahre zusätzlich von der Mutter mit Milch versorgt Noch verbringt das Eisbärbaby die meiste Zeit mit schlafen, dösen und groß werden. Doch so langsam wird es immer aktiver in der Wurfbox, das Kleine lernt jeden Tag dazu. Im Frühjahr verlassen Mutter und Kind, das dann zehn bis zwölf Kilo wiegt, die sichere Höhle. Dann wird das Jungtier für die Besucher der Erlebniswelt Alaska zu sehen sein.

Thüringer Zoopark Erfurt 19.02.2018
Löwenkater Bagani in Erfurt angekommen
In der Löwensavanne des Thüringer Zooparks Erfurt hat am Samstag, den 17. Februar der zweijährige Junglöwe Bagani aus dem französischen Zoo Parc de Félins in Lumigny-Nesles-Ormeaux Einzug gehalten. Die Löwinnen Bastet und Ribat können sich also bald über männliche Gesellschaft im Gehege freuen.Drei Tage nach seiner Ankunft gewöhnt sich Löwenkater Bagani hinter den Kulissen langsam in seine neue Umgebung ein. Gegenüber Menschen verhält sich der noch scheu, aber mit den beiden Löwinnen nimmt er am Sichtgitter schon ersten Kontakt auf. Nach der Eingewöhnungsphase wird er dann regelmäßig im Schauraum zu sehen sein. Die zweijährige Löwin Bastet, die am 25. Oktober 2017 aus Danzig in den Thüringer Zoopark Erfurt gezogen ist, hat sich bereits wunderbar in ihrem neuen Zuhause am Roten Berg eingelebt und teilt sich ganz freundschaftlich das Gehege mit ihrer 13jährigen Mitbewohnerin Ribat in der Löwensavanne. Der Einzug der beiden Junglöwen, so hofft der Thüringer Zoopark Erfurt, ist der Grundstein für eine eigene Löwenzucht. Da Löwen in der Wildnis z.B. durch Bejagung und Lebensraumverlust immer seltener werden, übernehmen Zoologischen Einrichtungen wichtige Aufgaben für den Tierschutz und Artenerhalt.

Tierpark Nordhorn 19.02.2018
Es klappert wieder im Tierpark Nordhorn – Erster Wildstorch zurück aus dem Winterquartier
Trotz der eisigen Temperaturen kam Ende der vergangenen Woche der erste Wildstorch aus seinem Winterquartier zurück in den Familienzoo. Es handelt sich bei dem Rückkehrer um einen alten Bekannten. Die zooeigene Störchin, die seit 1999 bereits im Tierpark lebt und als einziger Storch auch über Winter am Vechtehof bleibt, hat nach dem Tod ihres alten Partners vor einigen Jahren einen Jungstorch als Partner gewinnen können. Seither brüten die beiden gemeinsam auf dem Vechtehof und verteidigen das Nest gegen andere Interessenten. Dieser Jungstorch traf nun als erster wieder in der Grafschaft ein. In 2-3 Wochen werden voraussichtlich auch die anderen Wildstörche ankommen. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt an die 30 Brutpaare in der Grafschaft Bentheim, wobei 20 Nester alleine im Tierpark Nordhorn zu finden waren. Das auf dem Vechtehof nun wieder vereinte Paar klappert bereits fröhlich vor sich hin – nun sind wir gespannt, ob und wann sich die anderen Frühlingsvorboten wieder im Zoo niederlassen werden.

Zoo Wuppertal 19.02.2018
Bayer in Wuppertal schenkt dem Grünen Zoo 42 Hobbocks
für die Tiere im Grünen Zoo Wuppertal sind sie eine willkommene Abwechslung im Alltag, für den Bayer-Standort Wuppertal dienen sie als Behälter für diverse Roh- und Wirkstoffe: Hobbocks. Bereits mehrere Male schenkte der Bayer-Standort dem Zoo neue, ungenutzte, blaue Tonnen, damit die Tiere damit spielen können, so auch Anfang dieses Jahres. Insgesamt sponserte Bayer 42 Hobbocks à 60 und 120 Liter. Zur Übergabe wurde Bayer-Standortleiter Dr. Klaus Jelich von Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz in den Grünen Zoo eingeladen, um Elefantenkuh Sweni persönlich die Geschenke zu überreichen. Im Elefantenhaus nahm Sweni dann stellvertretend für alle Tiere einen Hobbock entgegen. Nicht nur die Elefanten freuten sich über die persönliche Übergabe. Auch Bayer-Standortleiter Dr. Klaus Jelich zeigte sich beeindruckt: „Es ist schon imposant einem so großen Tier so nah zu kommen. Das erlebt man nicht alle Tage und ich bin wirklich beeindruckt von der Wuppertaler Elefantenherde. Die Tiere in Interaktion untereinander und auch mit den Pflegern zu sehen, macht viel Spaß und man bemerkt das große Vertrauen, das auf beiden Seiten besteht.“ Bei der Übergabe zeigte Sweni, was sie alles mit so einem Hobbock machen kann. Sie hob ihn mit dem Rüssel an, stieg mit einem Fuß darauf und kickte ihn weg wie einen Fußball. „Gerade bei den Elefanten ist es wichtig, dass keine Langweile aufkommt. Sie sollen auch bei uns im Zoo stets gefordert werden. Die Hobbocks sind ideale Utensilien, um den intensiven Kontakt zu Pfleger und Elefant weiter auszubauen“, bemerkt Zoodirektor Lawrenz. „Wir freuen uns sehr über die Spende von Bayer, denn so haben unsere Tiere zusätzlich eine abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeit.“ Nicht nur die Elefanten werden künftig mit den Hobbocks spielen. Auch für die Eisbären, Affen und andere Tiere stellen die blauen Tonnen eine Alternative zum idealen Zeitvertrieb dar.

Zoo Zürich 19.02.2018
ERFOLGREICHER EINSATZ DES ZOO ZÜRICH FÜR DEN NATURSCHUTZ IN DEN URSPRUNGSLÄNDERN – Dank mannigfaltiger Unterstützung konnte der Zoo Zürich sein Engagement im Jahr 2017 in seinen sieben Naturschutzprojekten deutlich ausweiten. Ein achtes Projekt kommt neu dazu.
Einerseits will der Zoo Zürich mit dem Erlebnis und der Faszination, die von Tieren ausgeht, seine Besucher für die Erhaltung der Biodiversität sensibilisieren. Andererseits engagiert sich der Zoo aber auch direkt in sieben Schwerpunktregionen im In- und Ausland für den Naturschutz. Der vom Zoo Zürich angelegte Naturschutzfonds, über den die ausgeschütteten Gelder fliessen, wird gespiesen durch zwei Prozent des Umsatzes der Zoorestaurants und -shops und durch Mittel, die von Einzelpersonen, Organisationen und Stiftungen für die Naturschutzprojekte eingeworben werden. Der Zoo Zürich versteht sich als Naturschutzzentrum und folgt den Grundsätzen der Naturschutzstrategie des Weltverbandes der Zoos und Aquarien WAZA. Neues Projekt in Australien – Im Hinblick auf die Eröffnung der neuen Australienanlage am 29. März 2018 engagiert sich der Zoo Zürich neu in einem achten Naturschutzprojekt in Australien. Im Projekt geht es um den Schutz von sechs vom Aussterben bedrohten Beuteltieren, insbesondere des Beutelteufels, der auch Tasmanischer Teufel genannt wird. Das Projekt beinhaltet eine Zusammenarbeit mit dem Australian Reptile Park im Norden von Sydney. Eng ist die Zusammenarbeit auch mit der Stiftung Paneco zum Schutz der Orang-Utans in Sumatra. In diesem Projekt werden illegal gefangene oder als Haustiere gehaltene Orang-Utans in einer Auffangstation medizinisch versorgt, bevor sie in einer Auswilderungsstation auf ihr Leben in der Wildnis vorbereitet werden. 2017 haben zwei wiederausgewilderte Tiere erstmals Junge geboren. Der Antartic Research Trust ART konnte mit der Unterstützung des Zoo Zürich auf einer von ihm gekauften, 300 Hektar grossen Falkland-Insel ein Haus für Forschungsarbeiten errichten. Der ART erforscht die Pinguine in der Antarktis und setzt sich für den Schutz ihrer Lebensräume ein. In der im Cali Zoo in Kolumbien unterstützten Zuchtstation für Amphibien werden gesunde Bestände gefährdeter Arten aufgebaut. Sie sind in der Wildnis durch einen tödlichen Hautpilz bedroht, den sogenannten Chytridpilz. Hier konnten 2017 weitere gefährdete Arten zur Zucht aufgenommen werden. Die weiteren Naturschutzprojekte, die im Jahr 2017 unterstützt wurden, sind der Masoala Nationalpark in Madagaskar, das Lewa Wildlife Conservancy in Kenia, Projekte im Umfeld des Kaeng Krachan Nationalparks in Thailand sowie die Stiftung Fledermausschutz in der Schweiz. Beiträge von 1.6 Millionen Franken – Es fliessen keine Gelder aus dem Betriebsbudget des Zoo Zürich in den Naturschutzfonds. Dank der grossartigen Unterstützung von Einzelpersonen, Organisationen und Stiftungen konnte der Zoo im letzten Jahr über 1.6 Millionen Franken in seine Naturschutzprojekte investieren.

Zoo Landau in der Pfalz 19.02.2018
Kinder tun was für einheimische Vögel -Nistkasten-Bauaktion in der Zooschule Landau
Welche Vögel kann man im Frühjahr morgens singen hören? Wo gehen Vögel in unseren Gärten auf Nahrungssuche? Warum ist es für Brutvögel immer schwieriger, Nahrung und Lebensraum zu finden?Am Samstag, den 10. März 2018, können Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren als Vogelforscher im Zoo Landau aktiv werden und diesen Fragen nachgehen. Sie lernen einige Vogelstimmen kennen, beobachten einheimische Vögel und erkunden ihren Lebensraum. Sie erfahren, dass Vögel weltweit Schutz benötigen. Jedes Kind baut unter Anleitung einen Nistkasten, den es mit nach Hause nehmen kann. Die Veranstaltung beginnt um 11.00 Uhr und endet um 15.30 Uhr.

Zoo Landau in der Pfalz 19.02.2018
„Rotsteißkakadu, Pfaufasan und Co. – Besonders bedrohte Vogelarten und deren Schutz im Zoo Landau in der Pfalz“: Öffentliche Zooführung mit Zoodirektor Dr. Heckel am 4. März 2018, 11 Uhr
Seit einigen Jahren gehören öffentliche Zooführungen durch die Zooleitung an einem Sonntag im Monat fest zum Programm des Zoo Landau in der Pfalz. Traditionell startet Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel mit einer Themenführung zum Auftakt des Jahresprogramms. Am 4. März wird sich diese Führung rund um die Haltung besonders bedrohter Vogelarten im Zoo Landau und das Artenschutzengagements des Zoos drehen. Das Jahresthema „Für den Schutz der Vogelvielfalt – hier und anderswo“ ist an die aktuelle Artenschutzkampagne der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA) angelehnt, die mit der Silent Forest (Stille Wälder) Kampagne auf den dramatischen Schwund der Singvögel in Südostasien hinweisen möchte. Indonesien hat eine der weltweit höchsten Zahlen an Vogelarten, die auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als “Von Ausrottung bedroht”, “Stark gefährdet” oder “Gefährdet” eingeordnet sind. Auf den Philippinen sieht es für den dort beheimateten Rotsteißkakadu oder den Palawan Pfaufasan ebenfalls nicht rosig aus. Die mexikanische Socorrotaube gilt seit 1994 bereits als in ihrem natürlichen Lebensraum ausgerottet. Die Liste der Bedrohungsfaktoren für Wildtiere ist lang, aber Zoos und Artenschützer weltweit sind ebenfalls nicht tatenlos und haben Erfolge für den Schutz von Arten und Lebensräumen vorzuweisen. Für die drei exemplarisch genannten Vogelarten, und insgesamt 25 weitere Arten, beteiligt sich der Zoo Landau an Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP), die die gezielte Nachzucht bedrohter Tierarten gezielt koordinieren, um sie in Menschenobhut zu erhalten. Im Sommer 2017, bereits ein Jahr nach ihrer Ankunft, durfte sich das Zooteam über die erste erfolgreiche Aufzucht bei den Palawan-Pfaufasanen freuen. Darüber hinaus über rund 70 weitere Schlupfe im Vogelrevier. Für die Socorrtaube ist die Wiederauswilderung zoogeborener Vögel geplant, und auf den Philippinen ist der Zoo Landau mit seinen Partner maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Bestandszahlen des Rotsteißkakadus erholen. Es gibt also auch gute Nachrichten, und davon und wie genau das Artenschutzengagement des Zoo Landau aussieht, wird Dr. Heckel auf dem rund eineinhalbstündigen Rundgang berichten.

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