Montagsfrage: Ideenlosigkeit


Heute will das Buchfresserchen Svenja (oder korrekterweise Svenja vom Buchfresserchen-Blog) wissen: Wie gehst du als Buchblogger mit Ideenlosigkeit oder Phasen in denen du nicht liest um?
Die Frage lässt sich nicht so leicht beantworten, da dies ja kein reiner Buchblog ist. ich könnte natürlich zum Buchgeplauder umziehen, aber dazu habe ich keine Lust. Die Montagsfrage bleibt Bestandteil dieses Blogs.
Bisher habe ich was den Buchteil des Blogs anbelangt auch eher weniger Probleme, eher das Gegenteil. Der Buchteil ist beschränkt (weil ich das so will und diesen Blog nicht vom ursprünglichen Gedanken entfernen möchte, er bleibt ein Tier/Zoo-Blog mit Buchteil), aber mein Lesestoff (fast) unendlich (und wachsend). Phasen, in denen ich nicht gelesen habe sind eher selten (und im Laufe meines Lebens eher kurzfristiger Natur) und nachdem ich fast acht Wochen mit jeweils zwei Rezensionen/Woche abdecken kann besteht auch vorerst keine Gefahr, dass mir die Ideen ausgehen. Und ein Blick auf meinen SuB … nun ja, das ist eher frustrierend.
Und ja, ich weiß, dass ich schwafel, denn wie man merken kann, habe ich zum Thema eigentlich auch nichts Konstruktives zu sagen.
Oder vielleicht doch…
Bloggen sollte Spaß machen und wenn man nicht weiß, was man bloggen soll (oder gerade eine Leseflaute hat und nichts rezensieren kann), dann muss man halt eine Pause einlegen, selbst wenn diese Jahre dauert (was unschön ist, mir aber mit meiner ehemaligen ROSA COUCH passiert ist …. bis ich dann doch wieder angefangen habe zu bloggen). Man kann natürlich seinen lesern auch erklären, was gerade passiert, warum man nicht bloggt. Und natürlich hilft es andere Blogs zu lesen, vielleicht kommt dann die Lust am Bloggen wieder und die Ideen (weil man ein tolles Buch findet oder ein allgemeines Thema, zu dem man ebenso etwas zu sagen hat).
Hilfreich sind natürlich auch Aktionen wie die Montagsfrage, der Top-Ten-Thursday und Gemeinsam Lesen, wobei ich Blogs, die sich nur daran beteiligfen und sonst nichts anderes posten, eher uninteressant finde…aber für Zwischendurch sind diese Aktionen gute Lückenfüller (und guten Lesestoff findet man auch).
Und wenn man tatsächlich mal eine Leseflaute hat, dann muss man die aussetzen. Erzwingen sollte man nichts.

Und noch etwas ganz anderes….
Scheinbar häufen sich Kommentare in der Art von „Leider kenne ich dein Buch nicht. + Link zum eigenen Blog“.
Das ist nicht nur Svenja aufgefallen, sondern auch mir (und vermutlich auch vielen anderen). Natürlich ist das SPAM, vor allem, wenn derslebe Text in verschiedenen Blogs zu lesen ist.
Ich lasse das einmal zu (vielleicht, weil derjenige zu unerfahren in der Bloggwerwelt ist und nicht weiß, wie man richtig/sinnvoll Kommentare schreibt…und ja, das mag naiv von meiner Seite sein, aber ich stehe dazu). Bei gehäuften Kommentaren dieser Art werden die Nachfolgekommentare nicht mehr zugelassen.
Ich versuche ja auch mich beim Kommentieren etwas ausführlicher auszudrücken und wenn mir partout nichts einfällt, dann lasse ich es halt. Mnachmal kann man auch etwas kommentieren ohne das Buch gelesen zu haben oder zu kennen, aber das setzt vorraus, dass man den Beitrag auch gelesen hat.
Bei „Leider kenne ich dein Buch nicht mit Link zur eigenen Seite“ kann man davon ausgehen, dass der Beitrag nicht gelesen wurde.

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11 Kommentare zu Montagsfrage: Ideenlosigkeit

  1. GayDanken sagt:

    Guten Morgen Martin,

    mein Blog ist ja noch relativ neu und auch als eine Art Lesearchiv gedacht, aber sollte ich wirklich mal keine Zeit oder Lust zum Lesen haben, dann gibt es halt in der Zeit auch keine Rezensionen und ich pausiere. Ich denke mir einfach, es sollte Spaß machen und nicht zu einer „lästigen“ Verpflichtung werden. Immerhin ist der Alltag manchmal einfach stressig genug. 🙂

    Liebe Grüße,
    Corina

    • Martin sagt:

      Hallo Corina,
      so sehe ich das auch (auch wenn ich das mit dem stressigen Alltag oft lieber verdrängen würde): Bloggen soll Spaß machen. Und wenn es mal keinen Beitrag gibt, dann gibt es halt keinen …wobei ich gut reden habe, ich versuche drei Beiträge täglich auf diesem Blog zu veröffentlichen …Nun ja, was sagt das über meine Wochenenden aus..
      LG
      M

  2. Hallo Martin,

    das stimmt, dass es deutlich einfacher ist, einfach einen kopierten Text bei einem jeden Blogger in die Kommentarspalte einzufügen. Deswegen gefällt mir WordPress auch besser als Blobspot, weil es da den Like-Button gibt.

    Für mein Empfinden ist diese Art von „Zeichensetzung“ auf der einen Seite zwar Spam, aber immerhin Buchblogger-Spam und ich sehe das entspannter. Solange niemand kommerzielle Absichten verfolgt oder das neueste irgendwas anpreist, lasse ich solche Kommentare durchaus zu.

    Aber muss natürlich jeder selbst wissen, wie er damit umgeht – das ist ja das Schöne am Bloggen. Keiner schreibt Dir vor, was Du zu tun und zu lassen hast 😀

    Viele liebe Grüße
    Der Büchernarr Frank

    • Martin sagt:

      Hallo Frank,
      die Sache mit dem Likebutton ist mir noch nicht so geläufig, ich nutze diesen noch nicht regelmäßig und mir war dieser Unterschied bei blogspot und wordpress nicht bewusst.
      Und wie du richtig erkennst: Keiner schreibt einem vor was er schreiben bzw. nicht schreiben soll (obwohl es durchaus versucht wird).
      Aber bloggen sollte Spaß machen. Nur: Wenn ein und dieselbe Person zu unterschiedlichen Beiträgen immer den selben Kommentar schreibt, dann kann ich das auch guten Gewissens löschen, denn außer dem Kommentieren hat niemand was davon und ich finde so etwas auf Dauer nervig.
      LG
      M

  3. laberladen sagt:

    Diese Kurz-Kommentare „kenn ich nicht, hier ist mein Link“ könnten mir als Kommentarschreiberin schon gar nicht passieren, weil ich überall was dazu zu quasseln habe 🙂

    Es ist schon super praktisch, wenn man wie Du einen gemischten Blog hat und auch noch andere Themen als Bücher abdeckt. Da fällt eine kleine Leseflaute gar nicht so auf. Zwei Rezensionen pro Woche sind dann auch noch mehr als viele reine Buchblogs zustande bringen und wenn Du schon einen kleinen Vorrat an Rezensionen hast, könntest Du der nächsten Flaute gelassen entgegen sehen. Hoffen wir trotzdem, dass sie uns verschont.

    Zum Glück kenne ich das auch schon lange nicht mehr, dass man keine Lust zu lesen oder zu bloggen hat. Ich hatte eine Leseflaute, die viele Jahre angehalten hat, aber das ist auch schon lange her. Und selbst wenn so eine Phase wieder kommt, würde ich den Blog auch ganz ohne Stress einfach herunterfahren und wenn mir gar nichte einfällt (das Risiko geht allerdings gegen NULL), dann eben auch mal ganz pausieren. Der Spaß an der Sache sollte echt im Vordergrund stehen und wenn der fehlt, dann muss ich eben etwas anderes machen, bis der Spaß wieder kommt.

    LG Gabi

    • Martin sagt:

      Hallo Gabi,
      irgendwoher muss der Name Laberladen ja auch kommen …
      Wenn ich keine Lust zum Bloggen habe, dann überdenke ich mein Blogkonzept, ändere irgendeine Kleinigkeit und schon läufts mit dem Bloggen wieder. Und da ich ziemlich viel lese ist das mit den Rezischreiben nicht so schwer. Ich habe früher mehr gelesen, da mein Fahrtweg Wohnung/Arbeit länger war, aber jetzt lese ich auch viel zuhause. Und nachdem ich seit Jahrzehnten lese wird da die Lust wohl nie ganz verfliegen. Irgendwas wird immer gelesen…
      LG
      M

  4. Mikka Liest sagt:

    Huhu!

    Ja, diese Spam-Kommentare sind mir auch sehr unschön aufgefallen… Zwei Blogger habe ich daher entfolgt und lösche ihre Kommentare in Zukunft einfach, auch wenn mir das leid tut. Aber das ist einfach kein Dialog mehr! Ich habe gar nichts dagegen, wenn Blogger ihre Links dalassen, dann kann ich direkt mal gucken gehen. Ich lasse selber ja auch meist meinen Link da, das sehe ich als Visitenkarte an – aber das sollte halt nicht der einzige oder hauptsächliche Zweck des Kommentars sein.

    Und ich stimme dir zu, man sollte sich nicht zum Bloggen zwingen, das bringt leider gar nichts, im Gegenteil… Allerdings habe ich damit auch überhaupt kein Problem.

    Meine Antwort zur heutigen Frage findest du bei Interesse HIER. 🙂

    LG,
    Mikka

    • Martin sagt:

      Hallo Mikka,
      ich folge nicht so vielen Blogs und werde diesbezüglich meist nur von irgendwelchen (oft merkwürdigen) Webseitenbetreibern belästigt. Buchblogger sind da tatsächlich die Minderheit.
      Und einen Link zu einem sinnvollen Kommentar zu hinterlassen ist ja alles andere als verwerflich.
      Und dich kann anscheinend nichts vom Bloggen abhalten, selbst diverse körperliche Handicaps. Respekt!
      Liebe Grüße
      Martin

  5. Hallo Martin,
    ich sehe das auch so: Bloggen sollte Spaß machen. Sich selbst zum Bloggen zu zwingen bringt keinem einen Nutzen (ebenso wenig, wie diese Kommentare, aber das ist ein anderes Thema).
    Ich gestehe, dass wenn ich bei der Arbeit recht eingespannt bin oder längere Arbeitsperioden hinter mir habe, mich auch nur auf die Montagsfrage und mein wöchentliches Currently Reading beschränke, einfach weil mein Kopf nichts anderes hergibt.
    Das ist eben dann so, schließlich bin ich keine Maschine.

    Liebe Grüße,
    Linda

    • Martin sagt:

      Hallo Linda,
      manchmal schlaucht das Leben jenseits des Bloggens und dann gibt es eben Ruhephasen. Die sollte man auch einhalten, denn sonst artet ja auch das Bloggen in Stress aus…und dann ist der Spaß weg.
      LG
      M

  6. Hallo Martin,

    erstmal vielen lieben Dank für deinen Besuch und Kommentar bei mir. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

    Du hast recht, bloggen ist ja in erster Linie ein Hobby und sollte Spaß machen und wenn die Ideen mal streiken, legt man eben eine Pause ein. Das handhabe ich so auch und finde das auch nicht schlimm. Auch meinen Lesern scheint das nichts auszumachen. Ich lege mehrmals jährlich solche kleinen Pausen ein, nicht nur wenn die Ideen nicht sprudeln, sondern auch wenn ich gerade weniger Zeit oder Lust zum Bloggen habe.

    Das mit den Spam-Kommentaren ist mir auch aufgefallen. Schade sowas.

    Liebste Grüße
    Myna

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