2. Zooreise 2018, Tag 3: Von Deutschland nach Tschechien, über und unter Tage

Heute war im großen Frühstücksaal weniger los als sonst also aßen wir dort. Dort ist auch die Auswahl größer, aber so richtig gewundert hat mich das nicht.
Der Wetterbericht sagte teilweise Regen und Temperaturen um die 6 Grad an. Wir sind trotzdem unserem ursprünglichen Plan treu geblieben und haben jene Ziele aufgesucht, die wir ursprünglich gestern besuchen wollten:
Zoopark Chomutov
Berbaumuseum Altenberg
Wildpark Osterzgebirge
Alle drei Ziele wurden mit der Erzgebirgscard abgedeckt, zumindest die Eintrittspreise.

Auf dem Weg nach Chomutov verließen wir irgendwann die Autobahn, da wir keine Vignette für Tschechien hatten. Dafür führen wir durch landschaftliche Katastrophen …Tagebau, Kraftwerke, Fabriken … schön ist anders… hin und wieder ein Schloss oder eine Burg aber größtenteils waren es schandflecke der menschlichen Zivilisation. Vielleicht sieht es anders aus, wenn der Frühling/Sommer Einzug gehalten hat und man vielleicht einige der Schandflecke durch die Vegetation nicht mehr sieht, andererseits kann man manche Kühltürme oder Fabriken verstecken … und auch Tagebau hinterlässt seine unübersehbaren Spuren.
In Chomutov wäre ich auch gerne mit dem Safaribus gefahren, aber der fuhr nicht und wann oder ob überhaupt dieser fährt war nirgends ersichtlich.
Vielleicht nur während der Sommermonate?
Das interessanteste Gehege am Zoopark war war ein Uhugehege unter freiem Himmel, ohne Netz oder andere Begrenzungen, die eine Flucht durch Fliegen verhindert hätten. Vielleicht handelte es sich um ein verletztes Tier, aber da meine Tschechischkenntnisse eher vernachlässigbar sind kann ich nicht sagen, warum der Uhu kein Netz über den Kopf hatte.

Nach dem Besuch im Zoopark ging es weiter nach Altenberg.
Immerhin weiss ich jetzt was eine Pinge ist, das war mir beim Lesen des Erzgebirgscardführer nicht klar. Ich bin aber auch kein Bergmann oder soweit interessiert, dass ich vorher bereits auf diesen Ausdruck gestoßen wäre. Von der Straße aus gesehen ist sie schon sehr beeindruckend.

Die Altenberger Pinge (auch Altenberger Binge) ist eine durch Bergbau auf Zinnstein entstandene Pinge in Altenberg im Osterzgebirge. Der Hauptbruch ereignete sich 1620. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte die Pinge nur eine Fläche von etwa 2,5 Hektar. Insbesondere ab etwa 1976 wurde sie durch intensiven Erzabbau wesentlich erweitert. Heute weist sie einen Durchmesser von durchschnittlich 400 m, eine Tiefe von etwa 130 m und eine Fläche von etwa 12 Hektar auf.
Leider gibt es Pingenführungen nur zwischen Mai und Oktober, ein Grund noch einmal in die Gegend zu fahren, aber das sollte nicht das Problem sein.
Die Bergwerksführung des Museums war kein Highlight, aber auch nicht schlecht. Wir hatten schon bessere, aber auch schlechtere.
Das 1957 eröffnete technische Museum befindet sich in einer ursprünglich im 16. Jahrhundert erbauten und nach Sanierung technisch wieder funktionsfähigen Zinnpochwäsche. Es zeigt in Verbindung mit dem 180 m langen Neubeschert-Glück-Stollen (aufgefahren 1802–1849, Schaustollen seit 1971) den Weg des Zinns vom Abbau bis zur Aufbereitung.

Danach entschieden wir uns spontan zur Heimfahrt ins Hotel, nachdem unser Weg aber am Wildpark Osterzgebirge vorbei führte, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, und wir sind doch hingegangen.
Die Einweihung des Affenhauses und den Besuch des Osterhasen haben wir zwar verpasst, aber beides konnte ich verschmerzen. Für den Osterhasen waren wir sowieso zu alt.
Eine kleine Enttäuschung war die Nutriaanlage. Diese war bei unseren letzten Besuchen gut bewohnt mit Nutrias unterschiedlicher Größe und Farbe. Diesmal hatten wir nur zwei wildfarbene Tiere angetroffen, ob das wegen der EU Verordnung war und auch die letzten beiden demnächst verschwinden? Schade eigentlich.
Nach dem Besuch im Wildpark ging es ohne Zwischenstopp zurück ins Hotel.
Gegessen haben wir im edelweiss, diesmal war ein Platz für zwei Personen gerade noch frei. Und es hat sich tatsächlich gelohnt, wir haben sehr lecker gegessen (Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise) und das Personal war sehr zuvorkommend. Leider hatten wir einen etwas unvorteilhaften Platz, da ständig das Personal vorbei ging und leckere Speisen dabei hatte. Wir werden bestimmt nicht zum letzen Mal dort gegessen haben (wenn wir einen Platz bekommen).
Ursprünglich hatten wir auch überlegt in der Sportsbar Estancia zu essen. Leider gibt es diese nicht mehr. Statt dessen gibt es jetzt im Rundkino einen Pizzahut. Pizzahut haben wir auch in München. Wenn es zu stark geregnet hätte oder Pizzafestival gewesen wäre, wären wir wohl hingegangen…

Den Rest des Abends verbrachten wir kartenspielend im Hotel.

Zoopark Chomutov
Bergbaumuseum Altenberg
Wildpark Osterzgebirge

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