Zoopresseschau

Der neue TIERGARTEN ist erschienen.
Vorgestellt werden u. a. die Zoos von Lodz und Mulhouse, ebenso wie die neuen Volierenanlagen für bedrohte Vogelarten im Zoo Landau.

Tierpark Nordhorn 06.04.2018
Spannende Gratisführungen mit den Grafschafter Naturschutzrangern
Beliebte Führungen durch regionaltypische Lebensräume werden ausgeweitet In der kommenden Woche ziehen die Gallowayrinder des Familienzoos mit ihren Kälbern von den Winterflächen wieder in den Bentheimer Hute- und Schneitelwald um. Dies ist der Startschuss für die 6. Saison mit den beliebten Gratisführungen durch die Grafschafter Naturschutzranger der Zooschule des Nordhorner Tierparks. Die Rangerzahl hat sich im vergangenen Jahr durch mehrere intensive Schulungen von 6 auf mittlerweile 15 Aktive erhöht! Am 15. April 2018 starten sie nun mit der ersten Gratisführung durch den Bentheimer Hute- und Schneitelwald. Mehr als 1.000 Kinder und Erwachsene wurden im vergangenen Jahr durch diesen wertvollen Natur- und Kulturraum geführt. Beinahe 800 davon im Rahmen der Gratisführungen. Der VKV (Verkehrs- und Kulturverein), die Stadt und die Kurklinik in Bad Bentheim haben auch für 2018 ihre finanzielle Unterstützung zugesagt, so dass an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat bis Oktober eine Gratisführung stattfinden kann. Aufgrund der großen Resonanz wird das Konzept mit zwei Rangern pro Führung beibehalten. Im vergangenen Jahr konnte das Konzept auf die regionaltypischen Grafschafter Lebensräume Heide und Vechte ausgeweitet werden. Im Bereich der Vechte läuft in Kooperation mit der Gemeinde Emlichheim das „Schwimmende Klassenzimmer“ gut an. Durch verschiedene Förderungen können hier Schulklassen gegen einen sehr geringen Beitrag lebendigen Unterricht auf der Vechtezomp in Anspruch nehmen. Interessierte können sich bei Rita Köster von der Samtgemeinde Emlichheim unter Telefon 05943-809-235 melden. Kooperationspartner in den beiden Heidegebieten Tillenberge und Bardel ist das Projekt Wege zur Vielfalt vom Landkreis Grafschaft Bentheim. Nach einigen Testführungen im vergangenen Jahr gibt es von April bis Oktober nun in einem regelmäßigen Rhythmus Gratisführungen. So gehen die Grafschafter Naturschutzranger jeden 2. Sonntag im Monat in das NSG Tillenberge und an jedem 4. Sonntag in den Wacholderhain am Kloster Bardel. Die Führungen dauern in allen Gebieten etwa 2 Stunden und beginnen jeweils um 14.30 Uhr. Treffpunkt im Hutewald ist der Brunnen vor dem Kurhotel (AmBade 1). Für die Führungen in Tillenberge treffen sich die Interessierten auf dem Parkplatz Tillenberge an der Emsbürener Straße, während die Teilnehmer der Gratisführungen im Wacholderhain am Kloster Bardel am Parkplatz an der Kirche des Franziskanerklosters zusammenkommen. Die für die Teilnehmer kostenlosen Führungen sind gedacht für Einzelpersonen, Paare und Familien. Selbstverständlich können interessierte Personen, Gruppen, Vereine und Firmen auch individuell terminierte Führungen buchen. Die Terminabsprache und eine eventuell gewünschte inhaltliche Schwerpunktsetzung erfolgen über die Zooschule des Nordhorner Tierparks. Die Gruppengröße sollte 25- 30 Personen nicht übersteigen. Die Führungen dauern ca. 2 Stunden und kosten 100,- Euro pro Führung. Sanitäre Einrichtungen sind in den Gebieten nicht vorhanden und eine dem Anlass entsprechende Bekleidung wird angeraten. Kontaktadresse für Anmeldungen, Informationen und Terminabsprachen ist die Zooschule des Tierpark Nordhorn (05921-7120033 oder zooschule@tierpark-nordhorn.de). Regelmäßige Informationen gibt es auch auf der Homepage des Familienzoos unter www.tierpark-nordhorn.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/TierparkNordhorn/. Hier noch einmal die komplette Terminübersicht der Gratisführungen: Hute- und Schneitelwald Bentheim am 15. April, 06. und 20. Mai, 03. und 17. Juni, 01. und 15. Juli, 05. und 19. August, 02. und 16. September, 07. und 21. Oktober. NSG Tillenberge am 13.Mai, 10. Juni, 08. Juli, 12. August, 09. September und 14. Oktober Wacholderhain Kloster Bardel am 22. April, 27. Mai, 24. Juni, 22. Juli, 26. August, 23. September, 28. Oktober

Vogelpark Marlow 06.04.2018
Schneemassen bringen alle Vorlieren zum Einsturz
Seit gestern Abend 31.03.2018 sind bei uns in Marlow über 30 cm Neuschnee gefallen. Der Schnee ist sehr nass und somit sehr schwer und hat sich auf unsere Volieren ablegt und ALLE zum Einstürzen gebracht. Mit einem Einsatzteam konnten wir gestern Abend noch die meisten Tiere in ihren Winterhäusern sichern. Einige Tiere sind allerdings durch die großen Löcher der Anlagen entkommen. So sind zum Beispiel einige Waldrappen, Inkaseeschwalben, Schneeeulen, Bartkäuze, Wellensittiche und Loris in der Umgebung unterwegs. Wenn ihr sie sehen solltet, dann ruft uns bitte an 038221 265. Die Stimmung in unserem Team ist sehr bedrückend und verzweifelt. Das Ausmaß ist gewaltig, der Verlust ist groß. Wir können jegliche finanzielle Unterstützung gebrauchen und freuen uns über eure Hilfe. Bitte spendet: Vogelpark Marlow, Sparkasse Vorpommern, IBAN: DE85150505000533000548,, BIC: NOLADE21GRW oder paypal@vogelpark-marlow.de

Zoo Dresden 06.04.2018
Afrika zieht um
Der Umbau des Afrikahauses zählt mit einer Investitionssumme von 8,6 Mio. Euro zu einem der größten realisierten Projekte des Zoo Dresden. Knapp drei Jahre haben die Umbaumaßnahmen in Anspruch genommen. Zu Ostern konnten die Tierpfleger des Elefantenreviers ihre neuen Arbeitsbereiche übernehmen. Die drei Elefantenkühe Drumbo, Mogli und Sawu haben ab dem 29. März ihre neuen Innenställe bezogen und können sich seitdem in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen. Nachdem die Außenanlage für die Mandrills mit Seilen und neuen Einbauten aufgefrischt wurde, erfolgte am Mittwoch, dem 4. April der Umzug der neunköpfigen Mandrillgruppe. Nur drei Tiere mussten für den Umzug narkotisiert werden, die anderen wurden in Boxen gelockt und dann in die neue Anlage gebracht. Der Umzug dauerte knapp drei Stunden und erfolgte ohne Komplikationen. Alle neun Tiere können nun die völlig umgestaltete Anlage für sich entdecken, die ihrem natürlichen Kletterbedürfnis deutlich mehr entspricht.

Wildpark-MV 06.04.2018
Wildpark-MV sendet Dankeschön
Wildpark-Team überwältigt von der großen Unterstützung. In Krisensituationen stehen alle zusammen: Nicht nur das Team des Wildpark-MV packt nach den Schneeschäden vom Ostersonntag gemeinsam an, sondern Wildpark-Freunde von nah und fern senden Unterstützung. Seit nicht einmal einer Woche läuft die Spendenaktion des Güstrower Wildparks, die helfen soll, die Vogel-Volieren so schnell wie möglich wieder aufzubauen. „Bisher sind bereits rund 14.000 Euro eingegangen – kleine und große Spenden aus nah und fern, die uns zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen. Es wurden weitere Spenden angekündigt, welche die Summe mit Sicherheit noch vergrößern werden. Auch Sachspenden sind schon bei uns eingegangen sowie viele Angebote von freiwilligen Helfern, die bei uns vor Ort mit anpacken möchten. Diese werden wir in geplanten Arbeitseinsätzen bündeln. Wir sind sehr glücklich und überwältigt von dieser großartigen Hilfe und bedanken uns bei allen von ganzem Herzen“, berichtet Marketing-Leiterin Maren Gläser. Eigentlich sollte es am Ostersonntag im Wildpark-MV ein schönes Osterfest für die ganze Familie geben. Doch das Schneechaos machte allen einen Strich durch die Rechnung. Der viele, nasse und sehr schwere Schnee lastete so sehr auf den Bäumen, dass diese umfielen bzw. dicke Äste abbrachen. Es sind unter anderem fast alle Freiflugvolieren eingestürzt. Der Neubau dieser Volieren würde nach ersten Schätzungen rund 400.000 Euro kosten. Damit Uhu, Sittich & Co. ihre Notunterkünfte schnellstmöglich verlassen und in ihre Volieren zurückkehren können, bittet der Wildpark-MV um Hilfe. „Wir haben nun auch auf unserer Webseite eine Spenden-Seite eingerichtet, wo wir all unsere Unterstützer nennen, den aktuellen Spendenstand regelmäßig aktualisieren und über Neuigkeiten berichten. Übrigens: Nicht nur Spenden helfen uns weiter. Auch Besucher, die bei uns vorbeischauen, Eintrittsgelder bei uns lassen, einen schönen Tag verbringen und es weitersagen, sind uns eine große Stütze. Wir haben seit Dienstag wieder geöffnet, täglich von 9 bis 19 Uhr. Das Wetter soll in den nächsten Tagen super werden. Wir freuen uns über jeden, der uns besucht“, so Maren Gläser. Spendenkonto Wildpark-MV/NUP Güstrow, Ostseesparkasse Rostock, Stichwort: Vogel-Volieren, IBAN: DE94 1305 0000 0605 0150 15, BIC: NOLADE 21ROS. Kontakt für Sachleistungen Maren Gläser, E-Mail: marketing@wildpark-mv.de, Tel.: 03843 2468-18. Ein Paypal-Konto ist in Arbeit. Auf eine Rückmeldung von Paypal wird noch gewartet. Sobald dieses funktioniert, wird es auf der Wildpark-Webseite veröffentlicht. SPENDEN-SEITE: www.wildpark-mv.de/spendenaktion

Otterzentrum Hankensbüttel 05.04.2018
„Achtet auf die Vögel“ – Ausstellungseröffnung im OTTER-ZENTRUM
Kiebitz, Schwarzspecht, Kranich und Co – sie alle sind vor unserer Haustür in den Wäldern und Feldern zu beobachten – noch! Denn fast drei Viertel der heimischen Vogelarten der Äcker und Wiesen stehen aktuell auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands. Jürgen Eimecke, Bildhauer und Künstler aus Hankensbüttel, eröffnet daher am Sonntag, den 15. April 2018, um 14 Uhr seine Ausstellung mit Exponaten von heimischen Vogelarten im OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel, um auf den Artenschwund aufmerksam zu machen. Seit Ende der 1990er Jahre zeigen sich bei einem Drittel aller Vogelarten massive Bestandsabnahmen. Während sich wenige Arten auf sehr niedrigem Niveau stabilisieren, ist bei anderen kein Ende des Sterbens in Sicht. Der ortsansässige Künstler Jürgen Eimecke möchte die Vielfalt der Vögel darstellen und präsentiert bis zum 14. Oktober Vogelskulpturen aus Holz im gesamten Eingangsbereich des OTTER-ZENTRUMs. Seine schönsten Ausstellungsstücke erklärt der Bildhauer bei der kurzweiligen Einführungsveranstaltung am 15. April. Die Gäste sind im Anschluss eingeladen, sich auf die Reise durch die Räumlichkeiten zu machen und die unterschiedlichen Vögel im Gebäude zu suchen. Auch im Freigelände des OTTER-ZENTRUMs werden einige Ausstellungsstücke zu finden sein. Da heißt es Augen auf beim nächsten Rundgang durchs OTTER-ZENTRUM. Wer an der Eröffnungsveranstaltung teilnehmen möchte, sollte sich bis zum 13. April telefonisch unter 05832-98080 oder per E-Mail an afs@otterzentrum.de anmelden.

Zoo Osnabrück 05.04.2018
Frühling im Zoo Osnabrück: Jungtiere kommen zur Welt
Nachwuchs bei Guteschafen, Vielfraßen und Schweinsaffen. Frühling im Zoo Osnabrück: Die Pelikane erobern ihre Außenanlage und Jungtiere entdecken ihr Zuhause. Bei den Guteschafen kam passend zu Ostern ein Lamm zur Welt und ein kleiner Vielfraß geht bald auf Erkundungstour. Jetzt berichten auch die Zoopädagogen wieder während der Ferien und an den Wochenenden an den Gehegen über das Familienleben im Tierreich. Für Besucher lohnt sich nun der Kauf einer Jahreskarte, die sich bereits mit dem zweiten Besuch rechnet. Osterüberraschung bei den Guteschafen: An Gründonnerstag wurde ein kleines Lämmchen bei den Schafen in der nordischen Tierwelt „Kajanaland“ geboren. „Morgens erwartete unsere Tierpfleger eine kleine Osterüberraschung im Stall der Guteschafe. Mutter Strössel kam bereits tragend aus Schweden zu uns und bekam ihr Lämmchen nun genau passend zu Ostern“, berichtet Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. Im November 2017 zogen die fünf weiblichen Guteschafe in den Zoo Osnabrück. Das kleine Lamm ist zwar erst wenige Tage alt, aber bereits sehr neugierig: „Unsere Tierpfleger haben direkt überprüft, wie es dem Jungtier geht und auch nach dem Geschlecht geschaut: ein kleiner Bock. Der Kleine ist sehr fit und erkundet sein neues Zuhause schon auf eigene Faust. Zwischendurch ruft er aber auch immer wieder nach seiner Mutter und eilt zu ihr zurück“, schmunzelt Wulftange. Vielfraßnachwuchs bald für Besucher zu sehen.Direkt gegenüber der Guteschafe bei den Vielfraßen gibt es ebenfalls Nachwuchs: Noch lebt das Jungtier gemeinsam mit seiner Mutter Vilja in einer geschützten Wurfbox im hinteren Bereich der Anlage in „Kajanaland“. Dort kümmert sich die Mutter um ihren Schützling und säugt den Familienzuwachs regelmäßig, während Vater Loki Abstand halten muss. Zu den Fütterungszeiten verlässt Vilja die Box, um sich zu stärken: „Vilja hat momentan einen gesunden Appetit und frisst deutlich mehr als sonst. Das ist auch gut so, denn die zusätzliche Energie benötigt sie zum Beispiel für die Milchproduktion“, erklärt Wulftange. „Bald geht der Nachwuchs auf die ersten Erkundungstouren. Dann können auch Besucher einen Blick auf das kleine Raubtier erhaschen.“ Vielfraße gehören zur Familie der Marder und sind bei der Geburt fast komplett weiß. Erst mit der Zeit färbt sich ihr Fell bräunlich bis schwarz. Kleiner Schweinsaffe klammert an Mutter. Ein weiteres Jungtier können Besucher bei den Schweinsaffen auf dem Affentempel in der asiatischen Tierwelt „Angkor-Wat“ entdecken: Das Männchen kam Ende Februar zur Welt und wird momentan noch von seiner Mutter geschützt vor dem Bauch getragen. Gut erkennbar ist der kleine Schweinsaffe an den dunklen Kopfhaaren, die sich deutlich vom helleren Bauchfell der Mutter abheben. In den nächsten Wochen wird der Nachwuchs immer selbstständiger und entfernt sich dann auch öfter von seiner Mutter. „Für die Tiere im Zoo ist es wichtig Nachwuchs zu bekommen, da die Jungtieraufzucht eine wertvolle Erfahrung und Beschäftigung für sie ist. Gleichzeitig können unsere Pädagogen den Besuchern so das Familienleben im Tierreich näher bringen“, so Wulftange. Rosapelikane zurück auf der Wiese. Auch die Rosapelikane heißen den Frühling willkommen: Die zehn Vögel eroberten am gestrigen Mittwoch wieder die Pelikanwiese gegenüber der Pinguinanlage. Während der Wintermonate bleiben die eigentlich in Asien und Afrika beheimateten Vögel lieber im warmen Pelikanhaus. Sobald die Temperaturen im Frühjahr steigen, können die Pelikane wieder auf die grüne Wiese. Mit dabei ist auch der Pelikannachwuchs vom letzten Jahr, der gut an der etwas geringeren Größe und dem leicht gräulichen Gefieder zu erkennen ist. 2017 hatten die Pelikaneltern Joschka und Cira erstmals ein Küken selbst aufgezogen. Anhand von kleinen Federn, die die Tierpfleger jetzt sammeln konnten, soll nun mithilfe eines DNA-Tests das Geschlecht des knapp ein Jahr alten Pelikans ermittelt werden. Bereits beim zweiten Zoobesuch sparen. Wer die Pelikane, Vielfraße und Co. besuchen möchte, erfährt an den Wochenenden, während der Ferien und an Feiertagen zusätzlich interessante Fakten zu den Zoobewohnern: An vielen Tiergehegen warten Zoopädagogen auf die Besucher und berichten spannende Geschichten über die Tiere, zum Beispiel bei den Vielfraßen immer samstags und sonntags um 15:45 Uhr. Alle Zeiten gibt es online unter www.zoo-osnabrueck.de oder an der Zookasse. Für Zoofans lohnt sich die Jahreskarte 2018 für den Zoo Osnabrück: Diese rechnet sich bereits mit dem zweiten Zoobesuch. Weitere Infos auf www.zoo-osnabrueck.de.

Zoo Duisburg 05.04.2018
Weltrekord in der Fossa-Zucht am Kaiserberg
Als zweitem Zoo weltweit und erstem Zoo in Deutschland gelang 1980 am Kaiserberg die Zucht der Fossa. Im letzten Jahr konnte mit acht Jungtieren von drei Müttern ein neuer Weltrekord verzeichnet werden. Noch nie sind in einem Zoo derart viele junge Fossas in einem Jahr aufgewachsen. Dies liegt auch daran, dass Fossa-Mütter in der Anfangszeit der Jungtieraufzucht sehr störungsanfällig sind. Daher sind die Duisburger Jungtiere zu Beginn hinter den Kulissen in der Fossa-Zuchtstation aufwachsen. Das Fossa-Weibchen ALADIRA wurde 2012 selbst als Teil des letzten Wurfs vor der nun zu Ende gegangenen Zuchtpause in Duisburg geboren. Sie ist jetzt als erste der drei Mütter mit ihren Ende Mai 2017 geborenen Jungtieren ISALO, IFAFY und LAKANA in eine der drei Schauanlagen der Fossa-Anlage umgezogen und dort für die Besucher zu sehen. Die Jungtiere sind sehr aktiv und neugierig und erkunden ihre neue Heimat und die vielen neuen Eindrücke. In den nächsten Wochen wird noch einer der beiden Würfe vom letzten Juni mit seiner Mutter eine weitere Schauanlage beziehen. Mit großer Spannung hatte das Zooteam im Frühling 2017 nach den erfolgreichen Verpaarungen die Geburten erwartet. Obwohl alle drei Weibchen erstmals Jungtiere bekamen, kümmerten sie sich perfekt um diese und dank der Ruhe und strengen Abschirmung wuchsen diese allesamt auf. In ihrer Heimat ist die größte Raubtierart Madagaskars durch Lebensraumverlust und Verfolgung durch den Menschen gefährdet. Neben der erfolgreichen Zucht, die im Zoo Duisburg im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für ganz Europa koordiniert wird, werden auch über den ebenfalls vom Zoo Duisburg gegründeten Fossa-Fonds Freilandprojekte zum Schutz der Art in ihrer Heimat unterstützt.

Kölner Zoo 05.04.2018
Asiatischer Löwe „Navin“ neu im Kölner Zoo
Zoo will bei hochbedrohter Art erneut in die Erhaltungszucht gehen. Neuzugang im Kölner Zoo: Seit Anfang März hat hier der Asiatische Löwe „Navin“ sein Zuhause. Zookurator Dr. Alexander Sliwa holte den jungen Löwenmann am 7. März aus dem Zoo im dänischen Aalborg selbst ab. Der noch nicht ganz zweijährige Löwe hat sich über die vergangenen Wochen von der zur Verladung notwendigen Narkose und dem langen Transport erholt und nach und nach seine neuen Ställe, zwei Vorgehege und das Außengehege im Kölner Löwenrevier erkundet. In den vergangenen zwei Tagen hat er auch seine neue Partnerin, die vierjährige „Gina“, kennengelernt. „Gina“ kam vor zwei Jahren aus Helsinki nach Köln. Die Zusammentreffen verliefen friedlich. Die Tiere kamen sich bis auf anderthalb Meter nahe. Physischer Kontakt blieb bislang aus. Beide Löwen sind noch nervös und müssen sich erst an die neue Situation und aneinander gewöhnen. Es wird sicher noch eine Weile dauern, bis „Navin“ – was auf Sanskrit „der Neue“ bedeutet –, seine Anlagen unter Brüllen und dem Setzten von Urinmarken in Besitz nimmt. Männliche Löwen verlassen im Freiland ihr Geburtsrudel mit zwei bis zweieinhalb Jahren und begeben sich dann auf Wanderschaft bis sie ausgewachsen, stark und selbstbewusst genug für eine eigene Rudelübernahme sind. „Navin“ ist ein außerordentlich gut sozialisierter Löwe, denn er wuchs in einem Rudel mit Mutter und Vater, seinem Bruder und zwei Halbschwestern eines weiteren im Rudel lebenden Löwenweibchens auf. Nun soll er in Köln für Nachwuchs sorgen. Der Kölner Zoo hält seit 20 Jahren Asiatische Löwen. 15 Jungtiere erblickten am Rhein bereits das Licht der Welt, letztmals im Jahr 2004. Die letzten der einst weit verbreiteten Asiatischen Löwen haben sich im Gir Nationalpark, gelegen im nordwestindischen Bundestaat Gujarat, gehalten. Dort schützte man die verbliebenen 20 bis 50 Tiere effektiv. Ihre Population war die Basis für die nun inzwischen wieder rund 600 Löwen im Gir Wald-Ökosystem und die insgesamt 150 Asiatischen Löwen des Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in Europäischen Zoos. Löwen, inklusive der Löwen in Afrika, sind inzwischen als Art von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) auf der Roten Liste als stark gefährdet (endangered) geführt. Der Kölner Zoo ist froh über die Ankunft von „Navin“ und hofft, an vergangene Zucht- und Haltungserfolge anknüpfen zu können.

Tiergarten Nürnberg 05.04.2018
Anmelden fürs JAKO-O Erlebniscamp im Tiergarten
Mit dem JAKO-O Erlebniscamp hat der Tiergarten der Stadt Nürnberg auch im Sommer 2018 wieder ein beliebtes Angebot für Kinder im Programm. Bereits im zwölften Jahr bietet der Tiergarten Nürnberg in Kooperation mit dem Spielartikelversandhandel JAKO-O Übernachtungen im Tiergarten an. In diesem Jahr haben junge Entdeckerinnen und Entdecker im Alter zwischen acht und zwölf Jahren an insgesamt acht Wochenenden die Möglichkeit, den Tiergarten von einer ganz neuen Seite kennenzulernen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernachten in Zelten in der Nachbarschaft von schrägen Vögeln, temperamentvollen Zebras und sanftmütigen Schafen. Neben einer aufregenden Nachtwanderung erwartet die Kinder ein Blick hinter die Kulissen, die Zubereitung von Beschäftigungsfutter für Zoo- und Haustiere und vieles mehr. Anmeldungen nimmt der Tiergarten ab Montag, 9. April 2018, ab 9 Uhr unter Telefon 09 11 / 5 45 48 36 entgegen. Interessierte sollten bitte beachten, dass aufgrund des erwarteten großen Interesses an den Zeltlagern alle Telefonleitungen belegt sein können. Die Kosten für die Übernachtung belaufen sich auch in diesem Jahr inklusive Eintritt und Verpflegung auf 80 Euro pro Kind. Das Programm beginnt jeweils samstags um 13.30 Uhr und endet sonntags um 11.30 Uhr. Die Übernachtungstermine 2018 für das JAKO-O Erlebniscamp für Kinder im Tiergarten Nürnberg sind die folgenden Wochenenden jeweils von Samstag auf Sonntag: 30. Juni/1.Juli 2018, 14./15.Juli 2018, 21./22. Juli 2018, 4./5. August 2018, 11./12.August 2018, 18./19.August 2018, 25./26.August 2018, 8./9. September 2018.

Tierpark Görlitz 04.04.2018
Wieder ein paar seltene Punkte mehr
Kostbarer Hirsch-Nachwuchs im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec geboren. Seit bereits sechs Jahren lebt die kleine Gruppe der im Freiland bereits ausgerotteten Vietnam Sika Hirsche im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec. Elf Kälber wurden bis dato im Tierpark geboren und an andere Zoo’s weiter vermittelt. Ein wichtiger Beitrag für das europäische Zuchtprogram an dem wir teilnehmen. Das Hirschkalb wurde an seinem zweiten Lebenstag einem Gesundheitscheck unterzogen gewogen, gesext und markiert. Mit 3,5 kg Körpergewicht, gefülltem Magen und keinen Beeinträchtigungen kehrte es nun als weiblich identifiziert zurück zur Mutter, wo es nach der Aufregung erst einmal gierig trank. Unsere Besucher können „Pina“, so ihr Name und ihre Familie in der begehbaren Hirschanlage täglich bei uns im Tierpark besuchen.

Zoo Leipzig 04.04.2018
Kleines Nashorn erkundet Kiwara-Kopje: Namensaufruf gestartet
Kleines Nashorn entdeckt die große Kiwara-Kopje: Das Spitzmaulnashorn Saba wagt sich mit ihrem Sohn seit dieser Woche zeitweise auf die weitläufige Savanne im Zoo Leipzig. Vorsichtig und aufmerksam beobachtet das Muttertier jeden Schritt des Jungtieres außerhalb der schützenden Mutterstube, die die beiden bislang noch nicht verlassen hatten. Die frühlingshaften Temperaturen locken die beiden nun jedoch immer wieder aus dem Stall ins Freie, so dass die Zoobesucher die beiden bei entsprechender Wetterlage beobachten können. Für Saba ist es nach der Geburt ihrer ersten Tochter Sarafine, die ebenfalls im Zoo Leipzig lebt, die zweite Aufzucht eines Jungtieres. Gemeinsam mit seinen Besuchern sucht der Zoo Leipzig ab heute einen Namen für den kleinen Nashornbullen. Der erste Vorschlag ist bereits eingegangen. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat sich für Osgar, die sächsische Variante des männlichen Vornamens, entschieden. Bis zum 25. April können sich alle interessierten Zoofans mit einem Vorschlag auf www.zoo-leipzig.de/namensaufruf beteiligen. Jüngster Schimpansennachwuchs ist ein Weibchen In Pongoland herrscht unter dem Gesichtspunkt Kindergarten Hochkonjunktur. Zahlreiche Jungtiere bei allen vier Menschenaffenarten wachsen heran und erfreuen Besucher und das Zoo-Team gleichermaßen. „Es ist etwas ganz Besonderes, so viele Jungtiere bei den stark vom Aussterben bedrohten Menschenaffen zu erleben und bestätigt uns in unserer kontinuierlichen Arbeit“, schätzt Seniorkurator Gerd Nötzold ein. Bei den Westlichen Flachlandgorillas zeigen sich Diara (4 Jahre), Kianga (1 Jahr) und Kio (4 Monate). Bei den Orang-Utans sind mit Martok (1 Jahr) und Sari (8 Monate) zwei Jungtiere zu erleben. Bei den Bonobos sorgen Tayo (1 Jahr) und Amira (10 Monate) für spannende Beobachtungen. Komplettiert wird die Pongoland-Kita durch die beiden im März geborenen Schimpansen. Während Natascha am 14. März ein männliches Jungtier zur Welt brachte, hat Corry nun das Geheimnis um ihren am 24. März geborenen Nachwuchs gelüftet: Es ist ein Mädchen. Für beide Jungtiere werden in den kommenden Wochen die Tierpfleger des Zoo Leipzig und Forscher des Max-Planck-Institutes Namen festlegen.

Zoo Schwerin 04.04.2018

Rendezvous mit unserem neuen Helmkasuar Fritz – Erleben, was anderen verborgen bleibt
Der Zoo Schwerin ist um eine weitere interessante und in Deutschland selten gezeigte Tierart reicher. Der 10 Monate alte Helmkasuar Fritz aus dem niederländischen Dierenpark Ammersfort ist derzeit hinter den Kulissen untergebracht und wird demnächst seine umgebaute und naturnahe Anlage mit Teich zwischen den Bennett-Kängurus und den Weißschwanz-Stachelschweinen erobern. Namensgebend für diese Tierart ist das auf dem Kopf eines erwachsenen Helmkasuars sitzende Horngewebe, das als „Helm“ bezeichnet wird. Zudem wird das Gefieder von Fritz später in verschiedensten Blautönen schimmern und Streifen auf der Hinterseite des Halses sowie große Hautlappen vorne werden rot gefärbt sein. Helmkasuare sind die drittgrößten Laufvögel der Welt und leben in den tropischen Regenwäldern Neu Guineas und Nordaustraliens, wo sie eine wichtige ökologische Rolle einnehmen, indem sie Früchte fressen und deren Samen durch ihren Kot verbreiten. Als ob das nicht schon rekordverdächtig genug wäre, tanzen sie auch bei der Aufzucht der Jungen aus der Reihe: bei den Kasuaren kümmert sich das Männchen um das Ausbrüten der grasgrünen Eier, sowie um die Aufzucht des Nachwuchses. Der Helmkasuar ist Bestandteil eines Europäischen Zuchtbuchprogramms, an dem sich der Zoo Schwerin aktiv beteiligt. Wer den jungen Helmkasuar Fritz schon jetzt kennenlernen möchte, kann in einer einstündigen Privatführung ab sofort exklusiv hinter die Kulissen schauen und Wissenswertes sowie Unterhaltsames über den Neuzugang erfahren. Anschließend erwartet die Gäste der Höhepunkt des Abenteuers: Sie begegnen ihm hautnah und dürfen ihn füttern. Zum Abschluss der Führung wird der kleinen Gruppe, bestehend aus maximal fünf Personen, das zukünftige Gehege des Kasuars gezeigt und über den aktuellen Stand des Bauvorhabens informiert. Durchgeführt werden die Rundgänge vom Zoodirektor höchstpersönlich, von der Kuratorin des Zoos oder von dem Leiter der Tierpflege. „Wir freuen uns, den Besuchern unseren Neuzugang auf diese Weise bereits zeigen und über die Tierart aufklären zu können“, so Zoodirektor Dr. Tim Schikora.

Zoo Vivarium Darmstadt 04.04.2018
„Einheimische Vögel“ – Seniorenführung am 10. April im Zoo Vivarium
Am Dienstag (10.) bietet der Zoo Vivarium eine Seniorenführung zum Thema „Einheimische Vögel“ an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, wie sich der Einzug des Frühlings auf die Vogelwelt auswirkt. Die Führung beginnt um 10 Uhr. Treffpunkt ist der Eingang des Vivariums, Schnampelweg 5. Um telefonische Anmeldung unter 06151 / 13-46 900 wird gebeten. Zusätzlich zum Eintrittspreis werden 2 Euro für die Führung erhoben.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 03.04.2018
Neue Kooperation für den Artenschutz – Wilhelma und WWF rufen „Team Elefant Stuttgart“ ins Leben
Die Wilhelma und der WWF arbeiten künftig beim Elefantenschutz eng zusammen. Die Kooperation wird sowohl den wildlebenden Asiatischen Elefanten in Thailand als auch ihren Artgenossen in der Wilhelma zugutekommen. Dazu haben der Zoologisch-Botanische Garten und die Naturschutzorganisation das „Team Elefant Stuttgart“ ins Leben gerufen und heute (Dienstag, 3. April) gemeinsam vorgestellt. Das neue Projekt soll Besucher und Tierfreunde dafür gewinnen, die Entstehung der geplanten „Elefantenwelt“ der Wilhelma zu unterstützen und zugleich den Artenschutz nah und fern zu stärken. „Bei der Weiterentwicklung der Wilhelma engagieren wir uns mit jedem neuen Projekt im Zoo zugleich in einem Schutzprogramm für die jeweilige Tierart international“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin. Die geplante hochmoderne Anlage erlaubt die Haltung von Elefanten im Familienverband. Und sie ermöglicht die Nachzucht der stark bedrohten Dickhäuter. Zudem soll das dauerhafte Engagement der Wilhelma in einer Herkunftsregion den Erhalt der Tierart sichern helfen: im Kui Buri-Nationalpark in Thailand. Hierbei spielt der weltweit tätige WWF als Partner die entscheidende Rolle. „Der WWF und die Wilhelma engagieren sich gemeinsam, um die Zukunft und das Überleben der bedrohten Elefanten in Asien zu gewährleisten“, sagte Dr. Stefan Ziegler, Elefantenexperte und Asien-Referent beim WWF Deutschland. „Das ist unsere gemeinsame Mission, für deren Gelingen wir die Unterstützung möglichster vieler Menschen benötigen.“ Seit 1998 arbeitet der WWF daran, Schutz und Management des thailändischen Kui Buri-Nationalparks zu verbessern. Dort sind rund 240 wildlebende Dickhäuter zu Hause. Der WWF unterstützt unter anderem die Ausbildung der Ranger, die das Gebiet überwachen und sammelt mit selbstauslösenden Kameras wichtige Daten über die Wanderrouten der Elefanten. „Wenn wir wissen, wo die Tiere sich regelmäßig aufhalten, können Ranger-Patrouillen gezielter koordiniert und Konflikte zwischen Elefant und Mensch vermieden werden“, erklärte Ziegler. In ganz Thailand leben nach WWF-Angaben nur noch zirka 3.100 Elefanten in der Natur. Während der WWF vor Ort in Thailand Schutzprojekte für die Elefanten in freier Wildbahn betreibt, sind deren Artgenossen im Zoo wichtige Botschafter, um das Bewusstsein der Menschen für den Arten- und Naturschutz zu schärfen. „Die Elefanten sind als Lieblingstiere unserer Besucher zum Wappentier der Wilhelma geworden“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Sie haben nur eine Zukunft, wenn die Menschen sich mit ihnen identifizieren und für sie engagieren – im Zoo wie in der Natur.“ Mit 1,5 Hektar wird die „Elefantenwelt“ zehn Mal so groß wie die bisherige Anlage und gibt auf dem neuesten Stand der Zoologie dann einer Herde mit bis zu 14 Tieren Raum: sechs Kühen, einem Bullen und ihrem Nachwuchs. Derzeit leben zwei betagte Elefantenkühe in der Wilhelma: Pama und Zella, die beide über 50 Jahre alt sind. Bereits ab neun Euro im Monat helfen Mitglieder vom „Team Elefant Stuttgart“ zum einen der Wilhelma bei der Schaffung der „Elefantenwelt“ und bleiben immer auf dem aktuellen Stand der Entstehung. Zum anderen unterstützen sie zugleich den WWF dabei, die bedrohten Dickhäuter im Freiland zu schützen. Hintergrund: Elefantenschutz in Thailand – Etwa 3.100 wildlebende Asiatische Elefanten kommen nach WWF-Angaben noch in Thailand vor. Davon allein rund 240 im Kui Buri-Nationalpark. Neben Lebensraumverlust stellen die Wilderei und Mensch-Tier-Konflikte die größten Bedrohungen dar. Diese haben dazu geführt, dass die Tiere heute als „stark gefährdet“ gelten. Nachdem durch die Unterstützung des WWF zwischen 2006 und 2017 kein Elefant und kein Mensch in Kui Buri und Umgebung getötet wurden, gab es im Frühjahrwieder einen tragischen Fall von Elefanten-Wilderei. „Selbst wenn der Kampf gegen die Wilderei über Jahre hinweg erfolgreich sein kann, drohen immer wieder Rückschläge“, sagt Dr. Ziegler vom WWF Deutschland. „Erst wenn das Triebwerk der Wilderei – der Absatzmarkt in Asien und anderen Ländern – gestoppt wird, sind die Tiere dauerhaft sicher. Bis dahin brauchen wir den bestmöglichen Schutz in den Reservaten durch Ranger und neueste Technologien.“ Dazu trägt die Kooperation mit der Wilhelma bei, betont Direktor Kölpin: „Wer bei uns im Zoologisch-Botanischen Garten diese eindrucksvollen Tiere persönlich erleben kann und viel Wissenswertes über sie erfährt, wird ermutigt, sich auch für ihr Überleben aktiv einzusetzen – zum Beispiel im Team Elefant Stuttgart.“

Zoo Landau in der Pfalz 03.04.2018
„All you need is Zoo“ – Lesung mit dem Team der WORTSCHAU am 20. April 2018, 19 Uhr
Auch im Jahr 2018 wird es im Zoo Landau wieder zwei der beliebten tierisch-literarischen Lesungen mit dem Team des Literaturmagazins WORTSCHAU in der Zooschule geben. „All you need is zoo“ ist der Titel der ersten Veranstaltung am Freitag den 20. April 2018. Freuen Sie sich auf Zoogeschichten, bei denen Liebe in der Luft liegt und begegnen Sie neuen und altbekannten Protagonisten. Das ist der Inhalt des „Lachmuskeltrainings“: Tierpfleger Helle hatte eine kleine Plantage angelegt, die er sorgsam hegte. Seine Verlobte tauschte ihn und sein Geheimnis derweil gegen einen Ringkämpfer. Die helle Praktikantin Susa kam ihm … worauf wohl(?) … und darauf auch. Die Leitung schickte das unbeschreibliche Nass in die Endlichkeit. Sogar die Tierprofilerin Lydia von Keller half McGräte in die Puschen. Igor setzte stattdessen Zoo mit Love gleich und verliebte sich unsterblich in eine Zebra-Frau. Der zukünftige Schwiegervater glaubte das nicht sofort und empfahl sich im Gras.Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung in der Zooverwaltung nötig. Ab sofort nehmen wir diese unter der Tel.-Nr. 06341 137010 oder 137002 gerne entgegen. Karten erhalten Sie ab 18:30 Uhr an der Abendkasse.

Tierpark Berlin 03.04.2018
Paddington im Kleinformat – Berlin hat wieder Bärennachwuchs
Huch, wer guckt denn da noch ein wenig unausgeschlafen aus dem Stroh? Das kleine schwarzbraune Gesicht gibt einen ersten Hinweis – hier sind deutliche Züge des berühmten peruanischen Brillenbären Paddington zu erkennen. Das am 26. Dezember geborene Brillenbären-Jungtier im Tierpark Berlin hat seine erste tierärztliche Untersuchung tapfer gemeistert. Neben der Geschlechtsbestimmung wurde ihm am 27. März von Tierarzt Dr. Günter Strauß der obligatorische Chip (sein erster Personalausweis) eingesetzt und er bekam seine erste Impfung. Wenn der noch namenlose kleine Brillenbär mit Mutter Julia (20) und Oma Puna (27) in wenigen Wochen zum ersten Mal seine Außenanlage erkundet, wird er mit Sicherheit die Herzen der Tierpark-Besucher im Sturm erobern. Auch Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem freut sich über das Jungtier: „Ob schwarz oder weiß – Bärennachwuchs ist immer eine besondere Freude, vor allem wenn wir damit zum Erhalt einer bedrohten Art beitragen können.“ Seit November 2017 müssen Brillenbären ihre Hochzeit in Berlin beantragen, genauer gesagt bei Dr. Florian Sicks, dem frisch gebackenen Koordinator für das Europäische Erhaltungszuchtprogram dieser bedrohten Bärenart. Der Tierpark-Kurator hat Ende 2017 die Koordination der Brillenbären in Europa übernommen. Als EEP-Koordinator ist es seine Aufgabe, die Brillenbären-Population in Europa möglichst stabil und gesund zu halten. Dazu agiert er für die europäischen Brillenbären als eine Art Hochzeits- und Wohnungsvermittler. „Brillenbären haben eine lange Tradition im Tierpark Berlin, sie leben hier schon seit 1956, also ein Jahr nach der Gründung des Tierparks“, erklärt der Bärenkurator und fügt hinzu: „Für Mutter Julia ist es das siebte Mal, dass sie Nachwuchs bekommt, sie ist also schon eine sehr erfahrene Mutter.“ Für Brillenbär Carlos (21) ist es die zweite Vaterschaft. Bis 2013 wuchsen im Tierpark Berlin 17 Jungtiere auf und reisten aus Berlin in die ganze Welt – von Japan über Russland bis nach Argentinien. Hintergrund Brillenbär – Der Brillenbär – auch Andenbär genannt – bewohnt von Venezuela bis Bolivien die Andenregion in Südamerika in einer Höhe von 200 bis 4700 Metern Höhe. Dort bewohnt er verschiedene Habitate, vom Gebirgsregenwald bis zum alpinen Grasland. Der Andenbär gilt laut Rote Liste der IUCN als gefährdet. Die Hauptbedrohungsfaktoren sind Lebensraumverlust durch Abholzung der Wälder und Fragmentierung des Lebensraums durch Umwandlung des Lebensraumes in Landwirtschaftliche Flächen. Der Brillenbär wird auch bejagt, wenn er in Feldern nach Nahrung sucht oder Nutztiere erbeutet. In erster Linie ernährt sich der Brillenbär vegetarisch und ergänzt dies mit tierischen Proteinen wie Insekten, Nagetieren und manchmal auch größere Huftiere (Nutztiere).

Tierpark + Fossilium Bochum 03.04.2018
Dreifacher Erdmännchennachwuchs im Tierpark + Fossilium Bochum
Bei den Erdmännchen im Tierpark + Fossilium Bochum wurden Drillinge geboren! Die Gruppe der gestreiften Besucherlieblinge zählt nun insgesamt 10 Mitglieder! In den ersten Lebenswochen hielt sich der Nachwuchs noch in den selbstgegrabenen, unterirdischen Gängen auf. Die frühlingshaften Sonnenstrahlen locken die Sprösslinge nun aber immer öfter ins Freie, wo sie herumtollen und die Savannenanlage erkunden. Von ihren adulten Familienmitgliedern werden die Drillinge mit Argusaugen bewacht und vor potentiellen Gefahren, wie z.B. Greifvögeln, beschützt. „Bei Erdmännchen pflanzen sich immer das dominante Weibchen und das ranghöchste Männchen fort“, erklärt Tierpfleger Julian Klode. „Die anderen Gruppenmitglieder helfen bei der Jungtieraufzucht. Erdmännchen sind sehr soziale Tiere. Sie leben oft in Gruppen von über 20 Tieren, in der jedes Mitglied eine Aufgabe übernimmt. Im Wechsel kümmern sie sich um den Tunnelbau, die Futtersuche oder eben um den Wachdienst, für den die kleinen Säuger bekannt sind.“ Erdmännchen sind durch ihr Äußeres optimal an ihren Lebensraum, die Savanne Afrikas, angepasst. Das hellbraune Fell tarnt sie auf dem hellen Sandboden, während die dunklen Ringe um die Augen sie vor hellem Sonnenlicht schützen. Ihr niedliches Aussehen täuscht jedoch, denn Erdmännchen sind kleine Raubtiere und haben daher ein entsprechend scharfzahniges Gebiss. Auf ihrem Speiseplan stehen kleinere Säugetiere, Insekten, Skorpione, aber auch pflanzliche Nahrung. Im Tierpark + Fossilium Bochum werden die Erdmännchen von April bis September täglich um 16:15 Uhr öffentlich gefüttert. Tierparkbesucher haben dann beste Chancen, den dreifachen Nachwuchs zu entdecken.

Tiergarten Hellabrunn München 03.04.2018
Erfolgreiche Seepferdchen-Zucht im Hellabrunner Aquarium
Wenn ein Tierpark-Besuch ansteht, geht es für viele Besucher zunächst einmal zu den großen Tieren in Hellabrunn: Elefanten, Tiger und Eisbär. Doch auch ein Besuch im Aquarium lohnt sich – denn was viele nicht wissen: Hellabrunn züchtet erfolgreich Seepferdchen. Im Seepferdchen-Becken leben derzeit acht Langschnäuzige Seepferdchen. Zwei davon sind deutlich schwerer zu finden als die anderen Tiere: Die beiden jüngsten Seepferdchen leben erst seit Ende letzte Woche mit den älteren Tieren zusammen in einem Becken und sind – wie für Jungtiere üblich – schwarz-braun gefärbt. Später werden sie die Farbe wechseln und wie ihre Artgenossen orange-gelb sein. Seepferdchen können ganz unterschiedliche Farben haben, das ist abhängig von ihrem Lebensraum. Insgesamt gibt es 43 verschieden Seepferdchen-Arten. Das Langschnäuzige Seepferdchen kommt ursprünglich in den in den tropischen Zonen des Westatlantiks vor. In Hellabrunn werden derzeit erfolgreich Langschnäuzige Seepferdchen nachgezüchtet. Die filigranen Fische sind sehr anspruchsvoll, was die Haltung betrifft. „Seepferchen ernähren sich zunächst von sehr feinem Zoo-Plankton. Mit zunehmender Körpergroße fressen sie größere Plankton-Teilchen. Damit das Wasser trotz der Plankton-Belastung klar und sauber bleibt, bedarf es einer anspruchsvollen Technik“, erklärt der zuständige Kurator für das Aquarium, Frank Müller. Die meiste Zeit des Tages verbringen Seepferchen mit der Nahrungsaufnahme. Mit ihrer kleinen Rückenflosse bewegen sie sich fort, die Richtung steuern die Fische dabei mit Flossen rechts und links der Kiemen. Die Seepferdchen in Hellabrunn haben noch zwei weitere Mitbewohner in ihrem Becken. Eine Seenadel und ein Feilenfisch. Dieser frisst Glasrosen und sorgt damit dafür, dass diese Seeanemonen-Art nicht zu groß wächst und den Seepferdchen gefährlich wird. In Hellabrunn gelang bereits einige Mal die erfolgreiche Nachzucht von Seepferdchen. Dabei sucht sich das Zuchtmännchen, das an einer durch die Brusttasche deutlich ausgeprägteren Wölbung erkennbar ist, ein größeres Weibchen. Dieses legt dann bis zu 300 Eier in die Brusttasche des Männchens. Nach etwa zwei Wochen werden die Jungtiere ausgeworfen. Kleine Seepferdchen können sofort frei schwimmen und sich unabhängig von den Eltern ernähren. „Hat sich ein Männchen erfolgreich fortgepflanzt, wird es mit einem anderen Männchen ausgetauscht, damit wir einen möglichst großen Genpool garantierten können“, so Frank Müller. Seepferdchen gehören zu den gefährdeten Tierarten, da ihr natürlicher Lebensraum immer weiter zerstört wird. Zudem landen sie durch massive Befischung immer häufiger als Beifang in Fischernetzen. Hinzu kommt vor allem in China und Südostasien der Glaube, dass zerstoßene Seepferdchen eine heilende und potenzsteigernde Wirkung haben. „Um diese beeindruckende Tierart weiterhin zu erhalten, arbeiten wir intensiv an weiteren Zuchterfolgen und einem gemeinsamen Zuchtbuch, welches bereits in Planung ist. Damit sichern wir nicht nur die Zoo-Population der Tiere, sondern erleichtern uns auch den Austausch erfolgreicher Zuchtmännchen zwischen den Aquarien. Mit unseren bisherigen Zuchterfolgen haben wir zudem schon erreicht, dass keine Seepferdchen mehr aus der Natur entnommen werden müssen“, erläutert Kurator Frank Müller. Auch in Europa kommen verschiedene Seepferdchen-Arten sowohl im Mittelmeer als auch im Atlantik vor. Der Bestand ist jedoch in den letzten Jahrzehnten enorm zurückgegangen. Im Hellabrunner Aquarium finden Besucher die Langschnäuzigen Seepferdchen im Becken neben dem Oktopus.

Tiergarten Schönbrunn Wien 03.04.2018
Zwillingsnachwuchs bei den Kattas
Ein Katta kommt selten allein. Das hat sich im Tiergarten Schönbrunn auch heuer wieder bewahrheitet. Am 18. März hat Katta-Weibchen Ava Zwillinge zur Welt gebracht. „Bei den Kattas sind Zwillinge keine Seltenheit. Für Ava ist es schon die vierte Zwillingsgeburt in Folge. Die aufgeweckten Lemuren zählen jedes Jahr im Frühling zu den ersten Tieren, die für Nachwuchs sorgen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. „Wir sind sehr stolz und hoffen, dass alles gut geht. Bis jetzt schaut alles bestens aus“, erzählt Revierleiter Fredi Maier. In den ersten Tagen hängen die Zwillinge am Bauch ihrer Mutter, danach klettern sie auf ihren Rücken. „In zwei bis drei Wochen fangen sie an, die nähere Umgebung rund um die Mama zu erkunden und zu schauen, was es da Neues gibt.“ Bei der Geburt sind Kattas rund 70 Gramm schwer. Etwa ein halbes Jahr lang werden sie gesäugt. Schon im Alter von einem Monat beginnen sie, Obst und Gemüse zu fressen. Kattas kommen ausschließlich auf der Insel Madagaskar vor. Ihr Lebensraum schrumpft, weil große Waldflächen zur Schaffung von Viehweiden gerodet werden. In Zoos werden Kattas im Rahmen eines Europäischen Zuchtbuchs (ESB) gehalten. Kattas leben gesellig in Gruppen. Die Schönbrunner Gruppe wird jeden Tag größer. Ein weiteres Jungtier hat am 28. März das Licht der Welt erblickt und noch weitere Weibchen sind trächtig. Interessant ist ihr Sozialverhalten. „Bei den Kattas herrscht ein Matriarchat. Die Damen sagen, wo es langgeht. In punkto Aggressivität unterscheidet sich das aber nicht von einem Patriarchat“, so Maier schmunzelnd.

Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen 03.04.2018
Wie soll das Eisbärbaby in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen heißen? Online-Abstimmung auf der Homepage der ZOOM Erlebniswelt gestartet – 5 Namen stehen zur Wahl
Es ist süß, weiß und flauschig – das Eisbärjungtier in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen. Die Suche nach einem Namen für die kleine Eisbärin läuft auf Hochtouren und die erste Phase des Namenswettbewerbs ist bereits abgeschlossen. Mehrere hundert Namensvorschläge wurden bei der WAZ Gelsenkirchen, der WDR Lokalzeit Ruhr, Radio Emscher Lippe und der Sparkasse Gelsenkirchen eingereicht. Fünf Namensvorschläge, darunter auch der Favorit von den Tierpflegern aus der Zoom Erlebniswelt, stehen zur Wahl auf der Webseite www.zoom-erlebniswelt.de. Ob es nun Mathilda, Bärbel, Lore, Lenja oder Nanook (Inuit für „Eisbär“) wird, entscheiden allein die Eisbärfans. Die Abstimmung endet am 12. April 2018, um 12 Uhr. Unter allen Teilnehmern verlost die ZOOM Erlebniswelt attraktive Preise. Als Hauptpreis wartet eine Familienjahreskarte (je zwei Erwachsene und zwei Kinder) inklusive einer einmaligen Erlebnisexpedition. Am 04. Dezember 2017 brachte Eisbärendame Lara im Abstand von ein paar Stunden drei Jungtiere zur Welt. Bereits nach ein paar Tagen war klar, dass nur ein Jungtier überlebt hatte. Dieses entwickelte sich besonders gut und trank regelmäßig bei seiner Mutter. Das Geburtsgewicht der kleinen Eisbärin lag bei gerade einmal 500 Gramm. Nach knapp drei Monaten brachte sie beim ersten Wiegen bereits 9 Kilo auf die Waage. Am 21. März hatte sich ihr Gewicht auf 18 Kilogramm verdoppelt. Die 13-jährige Eisbärendame Lara (* 01. Dezember 2004 in Wien) lebte seit 2009 gemeinsam mit Eisbärvater Bill (* 23. November 2007 in Brno, Tschechien) auf einer Anlage in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen.

Tiergarten Worms 03.04.2018
Tagen mit Erlebnisfaktor in der Tiergartenschule des Tiergarten Worms
Der ungewöhnliche Tagungsort inmitten des Tiergarten Worms ist nun auch multimedial bestens ausgestattet. Der Freundeskreis Tiergarten Worms e.V. machte dies durch die Bereitstellung der großzügigen Spende von der Aktiengesellschaft für Kind und Familie möglich. Die offizielle Übergabe eines 84 Zoll großen Activboards mit Touch-Display erfolgte nun im Rahmen des Osterferienprogramms. Zahleiche Ferienkinder lauschten und schauten fasziniert der Tiergartenschulleiterin Sandy Gass zu, als sie das riesige multimediale Board in Betrieb nahm. Mit eigens für die Schulpädagogik entwickelten Lernprogrammen wird Sandy Gass zukünftig ihre Angebote zeitgemäß erweitern. Aber nicht nur für die kleinen Gäste der Tiergartenschule ist das Hightech-Gerät gedacht. Es soll ab sofort in der Aus- und Weiterbildung von Menschen jeden Alters zum regelmäßigen Einsatz in Form von Seminaren und Schulungen kommen. „Nach Kreide sucht man bei der ‘digitalen Tafel‘ vergeblich, denn die elektronische Projektionswand ist mit den Funktionen eines Smartphones oder Tablets ausgestattet und lässt sich auch so bedienen. Zusätzlich kann eine Stift- und Multitouch-Funktion aktiviert werden, die schnelles intuitives Arbeiten und digitalisieren ermöglicht“, erklärte Hans-Walter Betz von Betz Bürobedarf, der bei der Auswahl des Geräts beriet und die technische Einführung für die Mitarbeiter übernahm. Der Tiergarten Worms bietet bereits jetzt seine Tiergartenschule als Veranstaltungsort an und möchte dieses Angebot noch stärker ausbauen. Punkten kann der Tiergarten dabei mit seinem wunderschönen Tagungsort mitten im Grünen mit tierischen Beobachtern. Abseits vom Berufsalltag finden Seminarteilnehmer im Tiergarten Worms die richtige Atmosphäre, um sich ausdauernd zu konzentrieren. Der 96 m² große klimatisierte Veranstaltungsraum der Tiergartenschule ist nun mit modernster Tagungstechnik ausgestattet. Bei gutem Wetter bietet sich aber auch der herrliche Park oder die große Sonnenterrasse zum Tagen an. Mit Blick auf den See und auf die Hofreite kann man die wohltuende Ruhe genießen. „Und unter freiem Himmel entstehen bekanntlich die kreativsten Ideen, wie die Ferienkinder mit ihren Bastelergebnissen unter Beweis stellen“, fasste Sandy Gass zusammen. Die Umsetzung individueller Wünsche in familiärer Atmosphäre ist dabei die Stärke der Tiergarten-Teams. Entspannt lernen, konzentriert tagen und auch die Pausenzeiten wertvoll nutzen, wie beispielsweise mit einer Führung durch eines der Tiergarten-Reviere. Einem individuellen Rahmenprogramm sind dabei so gut wie keine Grenzen gesetzt.Noch vor der Präsentation nahmen Beigeordneter Uwe Franz, Dieter Haag, Geschäftsführer der Freizeitbetriebe Worms GmbH, sowie Achim Herb, Vorsitzender des Freundeskreises Tiergarten Worms e.V., die Gelegenheit zum Anlass, um sich bei Detlef K. Boos, Vorstand der Aktiengesellschaft für Kind und Familie, und den Mitarbeitern Wolfgang Zingler und Ute Bayer-Petry, herzlichst zu bedanken. „Ohne Ihre großzügige Spende in stolzer Höhe von 9.500 Euro wäre diese Investition in unsere Tiergartenschule als moderner Tagungsort in Form des multimedialen Boards nicht möglich gewesen! Daher gilt es Ihnen für die Bereitstellung der Mittel Danke zu sagen.“ Die AG für Kind und Familie unterstützt den Freundeskreis Tiergarten Worms e.V. in Form von Spenden seit mehreren Jahren. So konnte in 2014 der integrative Spielplatz im Tiergarten Worms mit einem Klettermodul komplementiert werden.

Wildpark-MV 01.04.2018
Spendenaufruf nach Schneechaos
Traurige Bilanz im Wildpark-MV: Zerstörte Volieren und kaputte Zäune. Eigentlich sollte es am heutigen Ostersonntag im Wildpark-MV ein schönes Fest für die ganze Familie geben. Doch das Schneechaos machte allen einen Strich durch die Rechnung. Mit der Absage des Osterfestes und der Schließung des Parks fing alles an. Und es kam noch schlimmer: Der viele, nasse und sehr schwere Schnee lastete so sehr auf den Bäumen, dass diese umfielen bzw. dicke Äste abbrachen. Die Bilanz ist erschreckend: „Alle unsere Freiflugvolieren sind eingestürzt: die kleine Seeadler-Voliere, das Gehege der Uhus, die kleine Eulen-Voliere im Eulenwald, die Sittich-Voliere und das Gehege der Steinadler. Die meisten Vögel konnten wir retten. Leider sind zwei junge Seeadler, einige Eulen und Sittiche entflogen, was uns natürlich sehr traurig stimmt. Auch die Elektro-Zäune in der Raubtier-WG sind an vielen Stellen beschädigt. Derzeit werden diese repariert. Es bestand jedoch keine Gefahr, dass unsere Bären, Wölfe, Luchse und Wildkatzen entkommen konnten. Das gesamte Wildpark-Team hat heute angepackt und alles getan, um das erste Chaos zu beseitigen. Morgen geht es weiter“, so Wildpark-Chef Klaus Tuscher. Damit Uhu, Seeadler & Co. ihre Notunterkünfte schnellstmöglich verlassen und in ihre Volieren zurückkehren können, bittet der Wildpark-MV um Unterstützung. „Aus eigenen Mitteln ist es uns auf die Schnelle leider nicht möglich, die Volieren zu reparieren. Wir freuen uns daher über jede Hilfe, die es uns ermöglicht, das Zuhause unserer Vögel wieder aufzubauen. Ob kleine oder große Geldspende oder eine Unterstützung durch Sachleistungen wie Baumaterial – wir danken schon jetzt allen Helfern“, so Klaus Tuscher. Spendenkonto: Wildpark-MV/NUP Güstrow, Ostseesparkasse Rostock, Stichwort: Vogel-Volieren, IBAN: DE94 1305 0000 0605 0150 15, BIC: NOLADE 21ROS, Kontakt für Sachleistungen: Maren Gläser, E-Mail: marketing@wildpark-mv.de, Tel.: 03843 2468-18. WICHTIGER HINWEIS: Der Wildpark-MV bleibt auch am Ostermontag (2. April 2018) geschlossen. Die Aufräumarbeiten dauern weiter an und die Gefahr vor herunterfallenden Ästen und Bäumen ist noch nicht gebannt. Voraussichtlich wird der Wildpark wieder am Dienstag (3. April 2018) für die Besucher von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Aktuelle Informationen gibt es auf der Wildpark-Webseite unter www.wildpark-mv.de sowie bei Facebook (www.facebook.com/WildparkMV) und Instagram (www.instagram.com/wildpark_mv).

Zoo Heidelberg 01.04.2018
Geistliche Betreuung bei sensiblen Vögeln im Zoo Heidelberg
Kooperation mit Kloster Stift Neuburg geplant. Seit kurzem besteht eine Kooperation mit dem Kloster Stift Neuburg und dem Zoo Heidelberg. Ausgangspunkt war zunächst die Suche des Stifts nach einer kompetenten Unterstützung bei der Neuausrichtung der tiergerechten Nutztierhaltung im Kloster. Dr. Klaus Wünnemann, Zoodirektor des Zoo Heidelberg, bot hierfür spontan seine Unterstützung an. Er berät die Abtei aktuell bei der Auswahl der Tiere, die neu im Kloster aufgenommen werden. In weiteren Gesprächen mit dem Klosterleiter Abt Winfried Schwab erfuhr er dabei über die besondere Dienstleistung, die von dem Kloster angeboten wird: Beratung für sensible Tiere, die besonderen geistlichen Beistand benötigen. Einige Tierarten führen diese besondere Empfänglichkeit für christlich spirituelle Betreuung bereits im Namen. Deren Haltung war bislang im Zoo nicht vorgesehen, da das Zooteam dies nicht abdecken konnte. Nun steht der Aufnahme ganz besonderer Vogelarten in den Zoo nichts mehr im Wege. „Mit dem Kloster Stift Neuburg haben wir vereinbart, zuerst eine Gruppe Mönchsgeier im Zoo aufzunehmen“, informiert Dr. Wünnemann. „Diese größte europäische Geierart ist im Freiland bedroht und nur noch in den katholisch geprägten Ländern Spanien, Portugal und Griechenland in größeren Restbeständen zu finden. Die besten Bestände finden sich in der Nähe der berühmten spanischen Wallfahrtsorte Guadalupe und El Rocio. Für den Anfang ist daran gedacht, dass die Mönche des Klosters die Mönchsgeier einmal in der Woche im Zoo Heidelberg besuchen. Abt Winfried Schwab ist überzeugt, dass der regelmäßige geistliche Beistand den Tieren mentale Lebenshilfe geben wird. Berührend für den Mönch sind besonders die direkten Kommunikationswege, mit denen Mönchsgeier in die Interaktion mit dem Geistlichen treten. Hierzu verwenden die Vögel neben herumliegenden Gegenständen auch die Stimme. „Es ist für mich sehr beeindruckend, wie mitteilsam sich diese Vögel mir gegenüber öffnen und ihre Gefühle ausdrücken“, erklärt Bruder Peter. „Nicht immer kann ich dem mit weltlichem Trost begegnen, doch die Bewältigung durch spirituellen Gesang scheint die Mönchsgeier zu beruhigen und so stimmen die Tiere selbst auch in die Gesänge ein.“ Abendliche Spaziergänger, die im Neuenheimer Feld am Zoo Heidelberg vorbeigehen, können dann eventuell auch die Klänge von kirchlichen Chorälen aus der Voliere des Mönchsgeiers vernehmen. Wird das Projekt erfolgreich sein, sind auch schon weitere Vogelarten auf der Wunschliste des Zoodirektors: „Bischoftstangaren und Papstfinken wären eine wunderschöne Bereicherung unseres Tierbestandes. Leider ist eine Zusammenarbeit bei anderen Arten nicht möglich. Die Kapuzineraffen des Zoos können die Mönche des Stiftes Neuburg nicht betreuen – als Benediktiner fühlen sie sich dazu nicht berufen.“

Zoo Heidelberg 29.03.2018
Starkes Engagement für Heidelberger Löwen
Tiergartenfreunde spenden weitere 20.000 Euro an den Zoo Heidelberg. Ganz besondere Unterstützung durch die Tiergartenfreunde Heidelberg e. V. erfährt erneut das Projekt „Ausbau der Löwenanlage“: Bei ihrem Besuch im Zoo Heidelberg hatten die Tiergartenfreunde eine weitere, großzügige Spende im Gepäck. Am 29. März 2018 wurde symbolisch der Spendenscheck über 20.000 Euro an Zoodirektor Dr. Wünnemann überreicht. Insgesamt sammelten die Tiergartenfreunde seit Februar 2012 rund 100.000 Euro für die neue Löwenanlage und sind somit größter Spender für dieses Projekt. Der Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e. V. unterstützt den Zoo Heidelberg bereits seit vielen Jahren tatkräftig. Mit ihrer Spende sorgen die Tiergartenfreunde Heidelberg dafür, dass die Heidelberger Löwen ein modernes und abwechslungsreich gestaltetes neues Zuhause bekommen. Schon 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016 folgte der Verein dem Spendenaufruf des Zoos. Seit Beginn der Spendenaktion sammelten die Tiergartenfreunde insgesamt rund 100.000 Euro für das Projekt. Vorsitzender Dr. Jan Gradel berichtet: „Beim Spatenstich am 30. Januar hatte ich angekündigt, dass wir die 100.000 auf jeden Fall schaffen möchten. Ich bin sehr stolz, dass wir das Ziel nun sogar überschritten haben. Daran sehen wir, wie sehr uns unser Zoo und das Wohl seiner Tiere am Herzen liegt.“ So kann sich der Zoo Heidelberg auch nach Baubeginn über die Spende der Tiergartenfreunde und die konstante Unterstützung freuen. Die Umbaumaßnahmen für die neue Anlage haben bereits sichtbar begonnen. So können die Zoobesucher die Baufortschritte live mitverfolgen: Mehrere Tonnen Erde wurden bewegt und ein Teil der Mauer der alten Bärengrube wurde abgerissen. Ganz aktuell setzte die Baufirma die Zaunfundamente der Anlage. „Besonders für den weiteren Ausbau des Geheges mit vielfältigen Beschäftigungsmaterialien, Rückzugsorten für die Tiere oder für noch mehr Pflanzen und Felsen können wir die Spende sehr gut nutzen. Ohne die regelmäßigen Aktionen der Tiergartenfreunde könnten wir viele Projekte nicht so umsetzen, wie wir gerne möchten“, erklärt Zoodirektor Dr. Wünnemann und betont gleichzeitig die Wichtigkeit der Arbeit der Tiergartenfreunde. „Sollten die Arbeiten weiterhin so zügig und gut voranschreiten, können wir die Anlage vielleicht noch dieses Jahr eröffnen.“ Diesem Wunsch des Zoodirektors schließen sich sicher viele Zoobesucher an. Bleibt also zu hoffen, dass das Wetter mitspielt und alle Arbeiten wie geplant durchgeführt werden können.

Zoo Heidelberg 29.03.2018
Einladung zum zweiten Mutter-Kind-Tag im Heidelberger Zoo: exklusiv für Mamas und Kids
Am Sonntag, den 22. April 2018 veranstaltet die Heidelberger Zooschule den zweiten „Mutter-Kind-Tag“. Von 15:00 bis 16.30 Uhr gibt es speziell für Mamas und deren Kinder geführte Rundgänge mit einer Extra-Überraschung. Tierische Mütter und ihre Jungen stehen hierbei natürlich im Fokus, denn auch im Tierreich gibt es viele Beispiele für eine intensive Mutter-Kind-Beziehung. Hulman-Kinder zum Beispiel sind anfangs sehr anhänglich und klammern sich am Fell der Mutter fest, werden dann nach einiger Zeit aber auch von den anderen Weibchen der Gruppe umhergetragen. Braunbärenmütter haben ebenso eine besondere Bindung zu ihrem Nachwuchs, da sie alleinerziehend sind. Sie versorgen ohne Unterstützung ihre Jungen, erziehen sie und verteidigen sie aggressiv gegen andere Raubtiere, denn die Bärenväter setzen sich schon lange vor der Geburt wieder ab. Bei den meisten Vögeln hingegen kümmern sich beide Elternteile gleichberechtigt um das Ausbrüten der Eier und die Aufzucht der Jungen. Andere Tierarten wiederum leben in richtigen Großfamilien und unterstützen sich gegenseitig. So helfen bei den Elefanten die Tanten und Geschwister bei der Betreuung und Erziehung vom Nachwuchs mit. Ganz ohne Eltern wachsen Schildkröten auf, denn sie sind nach dem Schlupf aus dem Ei auf sich alleine gestellt und müssen selbständig für sich sorgen. Höchst anschaulich verraten die Zooranger jede Menge Wissenswertes und Spannendes über das Familienleben bei Tieren. Ganz nebenbei erfahren die Mütter Interessantes zum Natur- und Artenschutz und für die Kinder gibt es passende Geschichten und lustige Spiele. Bei den vielfältigen Naturmaterialien (Felle, Federn, Eier), die die Zooranger auf ihrer Tour dabei haben, ist Anfassen ausdrücklich erwünscht. Außerdem wartet noch ein besonderes Highlight auf Mütter und Kinder. Welche Tiere dürfen wohl gestreichelt, gefüttert oder mit Beschäftigungsfutter versorgt werden? Eines ist sicher: an diesem ganz besonderen Tag kommen sowohl menschliche als auch tierische Mütter und Kinder voll auf ihre Kosten! Am 29. September findet übrigens ein Vater-Kind-Tag statt! Nur € 3,- zahlt jede Mutter und jedes Kind (ab drei Jahren) zusätzlich zum normalen Tageseintritt. Anmeldung telefonisch unter 06221-39557-13 oder unter info@zooschule-heidelberg.de

Opel-Zoo Kronberg 29.03.2018
Artenschutz und Zoos – Was der Opel-Zoo zum Erhalt bedrohter Tierarten leistet
Artenschutz, als Teil des Naturschutzes, ist eine der globalen Herausforderungen unserer Zeit. Setzt sich doch die biologische Vielfalt, die letzten Endes unsere Lebensgrundlage darstellt und unsere Welt so lebenswert macht, auch aus den nahezu unzähligen Tierarten zusammen. Selbst die Vereinten Nationen betrachten den Schutz und Erhalt des Lebens zu Wasser und zu Lande als eine der wichtigsten aktuellen Aufgaben; deshalb haben sie diesen in ihre Agenda 2030 aufgenommen. Zoos setzen sich weltweit auf verschiedene Art und Weise für den Artenschutz ein. Dabei ist dieses Engagement beinahe genauso so vielfältig, wie das Leben selbst. Artenschutz im Zoo – auch im Opel-Zoo – beinhaltet viel mehr, als das reine Züchten und Auswildern von bedrohten Tierarten. So leistet die Zoopädagogik einen sehr wichtigen Beitrag durch die Vermittlung von Wissen und die Bewusstseinsbildung bei den großen und kleinen Zoobesuchern zu diesem Thema. Darüber hinaus fördert der Opel-Zoo die Forschung über bedrohte Arten, nicht nur an seinem eigenen Tierbestand, sondern auch im Freiland. Haar- und Kotproben von Zootieren dienen der Ausbildung von Artenschutzhunden, die beispielsweise an Flughäfen nach geschmuggelten Tieren suchen oder beim Nachweis von bestimmten Tierarten im Freiland helfen. Der Opel-Zoo ist beispielsweise Auffangstation für streng geschützte Europäische Wildkatzen und zieht Sumpfschildkröten auf bis sie groß genug sind ausgewildert zu werden. Er leistet fachliche Beratung und veterinärmedizinische Betreuung im Rahmen von Artenschutzprogrammen im In- und Ausland. Verschiedene Insektenweiden und neugepflanzte Bäume wie Linden, Esskastanien und Obstbäume bieten zahlreichen bedrohten Wildbienenarten Futter. Totholz und ein Insektenhotel auf dem Zoogelände dienen den Wildbienen, anderen Insekten und Vögeln als Lebensraum. Der Opel-Zoo beteiligt sich an 26 internationalen Erhaltungszucht-programmen für Reptilien, Vögel und Säugetiere und koordiniert selbst zwei solcher Programme. Darüber hinaus unterstützt er auch Artenschutzprojekte vor Ort in den jeweiligen Ländern wie bspw. zurzeit das TAWI-Conservancy-Projekt, das in Kenia Korridore für Elefantenwanderungen schafft, um Siedlungen und Felder der Bevölkerung zu schützen und gleichzeitig den Lebensraum der Elefanten im Freiland zu erhalten. Für alle Zoomitarbeiter ist es etwas ganz Besonderes, wenn im Opel-Zoo gezüchtete Tiere in ihrem ursprünglichen Lebensraum ausgewildert werden können. Hierbei engagiert sich der Opel-Zoo besonders für den Schutz kleinerer, kaum auffallender und weniger beachteter europäischer Arten. So wurden auch im vergangenen Jahr beispielsweise Nachzuchten von Europäischen Nerzen und Waldrappen an Auswilderungsprojekte abgegeben, ebenso Nachzuchten von Habichtskäuzen und Marmelenten. Dabei übernimmt der Zoo nicht nur die Kosten für die Gehege und Pflege der Tiere, sondern auch für die veterinärmedizinische Versorgung, die notwendigen Papiere und in manchen Fällen auch die Transportkosten in das Auswilderungsgebiet. Mit dem Bau der Auffang- und Aufzuchtstation für in Deutschland streng geschützte Feldhamster setzt der Opel-Zoo sein Engagement für bedrohte heimische Arten konsequent fort. Neben Feldhamstern werden hier zukünftig auch Europäische Ziesel gehalten, für die ebenfalls ein Auswilderungsprojekt existiert.

Alpenzoo Innsbruck 29.03.2018
Neuer Fischotter „Otti“ im Alpenzoo Innsbruck
Kurz vor Ostern meldet der Alpenzoo einen Anstieg seiner Fischotterpopulation. „Otti“ ist allerdings kein Sohn des Fischotterpaares „Mandl“ und „Micha“, sondern ein verwaister Fischotterrüde aus dem Freiland. Er wurde im August 2017 geboren und im Oktober 2017 in Niederösterreich vereinsamt gefunden und anschließend mit der Flasche aufgezogen. Einerseits leitet „Otti“ eine notwendige Verjüngung im Alpenzoo ein, da das bestehende Fischotter-Pärchen bereits das Pensionsalter erreicht hat. Andererseits wird „Otti“ aus der freien Wildbahn künftig den Genpool im „Europäischen Arterhaltungsprogramm“ (EEP) für den Fischotter mit frischen, wertvollen Erbfaktoren aufwerten. „Otti“ lebt auf der Südseite des Innsbrucker Fischottergeheges und zeigt sich den Besuchern gegenüber bis dato noch recht scheu.

Serengeti-Park Hodenhagen 29.03.2018
Serengeti-Park Stiftung: Flaschenlamm „Flocke“ hat ein neues Zuhause
Nachwuchs bei den vom Aussterben bedrohten Leineschafen. Die Serengeti-Park Stiftung, die seit Jahren den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Leineschafe unterstützt, hat allen Grund zur Freude. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ordentlich Nachwuchs: 4 Böcke und 6 Weibchen sind in den letzten 4 Wochen geboren. Für Lamm „Flocke“ hielt der Start ins Leben jedoch eine Herausforderung bereit: Bei Mutter „Helene“ reichte die Milch nicht für ihre beiden Lämmer. Schwester „Henriette“ setzte sich an der Zitze durch. Die kleine „Flocke“ wurde zusehends schwächer. Deshalb zog sie vier Tage nach der Geburt zu Tierarztfachangestellte Franziska Henn und Tierpfleger Christoph Flügel. Dort wird die Kleine nun mit der Flasche großgezogen. Die beiden haben selber eine Herde mit 7 Leineschafen, in die „Flocke“ integriert wird, wenn sie alt genug ist. Zurzeit genießt es das Lamm noch, regelmäßig gefüttert zu werden und mit den 4 Hunden zu spielen. Erhaltungszucht Leineschaf: In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich ein dramatischer Wandel in der europäischen Landwirtschaft vollzogen. Viele früher gehaltene Nutz- und Haustierrassen in kleinbäuerlicher Haltung können heute nicht mehr genutzt und somit nicht zielgerichtet nach- oder weitergezüchtet werden. Dem folglichen Verlust der genetischen Vielfalt soll die Nachzucht bedrohter Haustierrassen entgegenwirken. Die Serengeti-Park Stiftung beteiligt sich an der Erhaltung dieser vom Aussterben bedrohten Haustierrassen und hält eine Herde Leineschafe, kleine Wiederkäuer, die typisch für die Region Südniedersachsen sind. 2013 wurde die Rasse von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres erklärt. Hintergrund Serengeti-Park Stiftung: Die Serengeti-Park Stiftung wurde 2011 auf Initiative des Serengeti-Parks Hodenhagen ins Leben gerufen. Aufgabe der Stiftung ist die Förderung des Arten- und Umweltschutzes. Mit nachhaltigen Projekten im regionalen und globalen Rahmen sollen bedrohte Arten und seltene Nutztierrassen erhalten bleiben sowie die Natur – und damit die Lebensgrundlagen für Menschen und Tiere geschützt werden. Weitere Projekte der Serengeti-Park Stiftung sind unter anderem der Schutz heimischer Fledermausarten und die Mitarbeit an einer Studie zur Kommunikation von Breitmaulnashörnern. Darüber hinaus züchtet die Stiftung seit 2013 Heckrinder, die im Naturschutzgebiet „Totes Moor“ am Steinhuder Meer untergebracht sind und unterstützt die Wild Chimpanzee Foundation (WCF), eine Organisation die sich für den Erhalt der Schimpansen in ihrem natürlichen Lebensraum in Westafrika engagiert.

Tiergarten Nürnberg 29.03.2018
Arzt für Zoo- und Wildtiere erzählt aus seiner Praxis
Viele lustige, traurige, rührende – manchmal auch einfach schöne – Geschichten von Doktoren, Tieren und ihren Pflegern erzählt Dr. Fritz Karbe, Fachtierarzt für Zoo- und Wildtiere, aus seiner mehr als 20-jährigen Erfahrung am Donnerstag, 12. April 2018, um 19.30 Uhr im Naturkundehaus des Tiergartens der Stadt Nürnberg. Der Eintritt zu dem Vortrag „Was würde James Herriot tun?“ ist frei. „Was würde James Herriot jetzt machen?“, fragt sich Fritz Karbe in besonders kniffligen Fällen tatsächlich immer wieder. James Herriot, eigentlich James Alfred Wight, war ein englischer Tierarzt und Buchautor. Er schrieb humorvolle Kurzgeschichten aus seinem Berufsalltag und ließ diese im ländlichen Nordengland spielen. Insgesamt wurden daraus zwischen 1970 und 1992 acht Bücher, zwei Kinofilme und die erfolgreiche Fernsehserie „All Creatures Great and Small“, in Deutschland bekannt geworden unter dem Titel „Der Doktor und das liebe Vieh“. Wight beschrieb die Besonderheiten des für ihn wie für den Referenten Fritz Karbe schönsten Berufs der Welt, die Eigenarten der Tierbesitzer und auch die Herausforderungen einer sich beruflich stark verändernden Welt. „Wights Zeiten sind natürlich schwer auf die heutige tierärztliche Tätigkeit, die besonders durch die Hightech-Kleintiermedizin und die rein ökonomisch orientierte Massentierhaltung geprägt ist, zu übertragen“, so Karbe. Im Bereich Zootier- und Exotenmedizin gilt es aber immer noch täglich Pionierarbeit zu leisten.

Erlebnis-Zoo Hannover 29.03.2018
Flamingos und Co. werden artgerecht gehalten
Staatsanwaltschaft Hannover stellt Ermittlungen ein. Im Zuge ihrer aktuellen Kampagne gegen Zoos hat die Tierrechtsorganisation Peta deutschlandweit 20 Zoos und Tierparks, darunter auch den Zoo Hannover, angezeigt, da diese bei bestimmten Vogelarten wie zum Beispiel Flamingos und Pelikanen regelmäßig die Federn kürzen. Nach Prüfung des Sachverhalts hat die Staatsanwaltschaft Hannover die Ermittlungen eingestellt und dem Zoo Hannover die artgerechte Haltung der genannten Vogelarten bestätigt. Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff begrüßt die Entscheidung der Staatsanwaltschaft: „Besonders jetzt im Frühling können die Besucher in unseren Freianlagen die Flamingos und Pelikane dabei beobachten, wie sie balzen, brüten und sich sichtbar wohlfühlen.“ Leicht zu erkennen sind übrigens die Flamingo-Jungtiere aus dem vergangenen Jahr, die mit ihrem noch grauen Gefieder aus dem rosaroten und leuchtend-orangem Farbspiel der erwachsenen Vögel herausstechen. Ihr farbenprächtiges Federkleid entwickelt sich im Laufe der ersten Lebensjahre. Das von der Tierrechtsorganisation kritisierte Kürzen der Federn auf einer Flügelseite ist vergleichbar mit dem Schneiden der Fingernägel oder Haare bei Menschen, es tut den Tieren keinesfalls weh und wird während des jährlichen Routine-Gesundheits-Checks durchgeführt. „In der Natur fliegen Vogelarten wie Flamingos vorwiegend dann, wenn sie vor Fressfeinden fliehen, Nahrung oder Paarungspartner suchen. Bei uns im Zoo leben sie in einem sicheren Habitat, Futter und Partner stehen ihnen unmittelbar zur Verfügung. Auch ohne Einschränkung des Fliegens würden diese Vögel sich vor allem am Boden oder an Gewässern aufhalten, wie es in der freien Wildbahn zu beobachten ist,“ erklärt der zoologische Leiter Klaus Brunsing. Bildung und Arterhaltung zählen zu den Hauptaufgaben eines Zoos. Besonders mit den zahlreichen Bruterfolgen der vergangenen Jahre, konnte der Zoo Hannover einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der verschiedenen Flamingo-Arten leisten. Der im Zoo Hannover lebende Chileflamingo steht als potentiell gefährdet auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion (IUCN).

Zoo Zürich 29.03.2018
Australian Open – die Koalas sind da!
Neu können die Besucher im Zoo Zürich Koalas, Kängurus und andere australische Tiere kennenlernen. Der Zoo hat am Mittwoch seine neue Australienanlage eröffnet. Sie ist gekoppelt mit einem Naturschutzprojekt. Der Zoo Zürich hat am Mittwoch, 28. März 2018, im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Eröffnung der neuen Australienanlage gefeiert. Zusammen mit den Landschaftsarchitekten und Architekten stellten Verwaltungsratspräsident Martin Naville und Zoodirektor Alex Rübel den Gästen die neueste Anlage des Zoo Zürich mit ihren Bewohnern vor. Prominenteste Bewohner der neuen Anlage sind die beiden Koalas Mikey und Milo. Die zwei jungen Männchen kommen aus dem Australian Reptile Park nahe Sydney. Vor der Ankunft der Tiere waren die zuständige Kuratorin, die Tierpfleger und der Tierarzt des Zoo Zürich eigens zur Aus- und Weiterbildung nach Australien gereist. Der Eukalyptus für die hinsichtlich Nahrung hochspezialisierten Beuteltiere wird für die Zürcher Koalas weitgehend in der Umgebung von Zürich angebaut und in den Zoo geliefert. Weitere Bewohner der neuen Anlage sind der Riesenwaran, der Pilbara-Felsenwaran und die Tannzapfenechse. In der für die Besucher begehbaren Aussenanlage leben Bennett-Wallabies und Emus sowie in einer eigenen Voliere der Lachende Hans. Die bereits vor einem Jahr eröffnete Lori-Voliere mit Allfarbloris gehört ebenso zur Australienanlage wie eine Naturschutzausstellung zu invasiven Arten, in der auch Kaninchen leben. Mit der Australienanlage eng verbunden ist das neueste von mittlerweile acht Naturschutzschwerpunktprojekten des Zoo Zürich. Im Rahmen des Projekts «Australian Ark» engagiert sich der Zoo in Australien für den Erhalt des Tasmanischen Beutelteufels und anderer bedrohter Beuteltiere. Ziel der Australienanlage ist es aber auch, die Besucher über eine persönliche Verbindung zu den Tieren dazu zu animieren, selber zur Erhaltung bedrohter Tierarten und Lebensräume beizutragen.

Tiergarten Schönbrunn 29.03.2018
Dominic Thiem besuchte sein Patentier Ameisenbärin Ilse
Verletzungsbedingt muss Tennis-Star Dominic Thiem derzeit pausieren und nutzte die Zeit gestern für einen Besuch im Tiergarten Schönbrunn. Immerhin hat er hier seit 2016 ein Patentier: Ameisenbärin Ilse. Ameisenbären zählen zu den absoluten Lieblingstieren des 24-Jährigen. „Ich habe Ameisenbären vor einiger Zeit in Südamerika gesehen und die haben mir richtig getaugt. Deshalb habe ich ihre Patenschaft übernommen“, erzählt das Tennis-Ass. Ameisenbären-Dame Ilse zu füttern, war für ihn ein besonderes Erlebnis. Ganz ohne Scheu schleckte Ilse aus dem Becher in Thiems Hand Mehlwürmer und ein Joghurt-Eidotter-Gemisch und holte sich sogar ein paar Streicheleinheiten von ihm ab. „Es war unglaublich, ich habe über die Ameisenbären etwas gelernt und sie gefüttert. Es war super.“ Nächste Station beim Zoobesuch waren die Panzernashörner. Nashorn-Weibchen Sundari durfte sich über eine Extraportion ihres Lieblingsleckerbissens, Bananen, aus der Hand des Tennisprofis freuen. Den mächtigen Tieren so nah zu sein, bereitete auch Thiem große Freude. „Das erlebt man nicht jeden Tag, dass man solche riesigen Tiere füttern darf. Die Tierpfleger erzählen außerdem immer interessante Geschichten über ihre Tiere und deshalb bin ich extrem gern da.“ Den Tiergarten Schönbrunn kennt Thiem von klein auf. Schon als Kind war er oft zu Besuch. Thiem: „Ich war schon in einigen Zoos auf der ganzen Welt, aber Schönbrunn ist für mich natürlich der schönste. Er ist groß und dennoch mitten in Wien. Wenn ich Zeit habe, komme ich immer gern her.“

Allwetterzoo Münster 29.03.2018
Frank Elstner begleitet Gänsegeier-Auswilderung im bulgarischen Balkan-Gebirge
Gleich zwei Küken, ein männlicher und ein weiblicher Vogel, sind in diesem Jahr im Allwetterzoo Münster bei den Gänsegeiern geschlüpft. Der weibliche Greifvogel bleibt im Allwetterzoo, der männliche verließ Münster Ende Oktober mit prominenter Begleitung. Für die beliebte Fernsehdokumentation „Elstners Reisen“ begleitete ein Fernseh-Team zusammen mit Moderator Frank Elstner und Allwetterzoo-Kurator Dr. Dirk Wewers den Transport des Jungvogels und die Ankunft in der Auswilderungsstation in Stara Zagora. Dort wird er im Rahmen eines Auswilderungsprojektes auf ein neues Leben in der freien Natur im Balkangebirge vorbereitet. Allwetterzoo-Kurator Dr. Dirk Wewers, der den Transport erstmalig begleitet hat, freut sich, dass es dieses Projekt gibt: „Die Auswilderung im Zoo geborener Tiere ist ein besonderes Highlight! Wir bringen einen weiteren Gänsegeier in ein Gebiet zurück, in dem diese Art im vergangenen Jahrhundert ausgerottet wurde.“ Bereits acht Vögel hat der Allwetterzoo seit 2011 erfolgreich an das Auswilderungsprojekt abgegeben. Die Nachzucht aus 2017 ist somit der neunte Geier, der Münster in Richtung Bulgarien verlassen hat. Geier sind „Gesundheitspolizisten“ Gänsegeier fressen wie alle anderen Geier fast ausschließlich tote Tiere, im Zoo wie in der Natur. Die großen Vögel waren lange Zeit als „Gesundheitspolizisten“ gern gesehen. Kein Aas blieb in ihrem Gebiet liegen und die Ausbreitung von Seuchen wurde so verhindert. Doch die Menschen sahen auch in den Geiern Nahrungskonkurrenten und rotteten sie aus. Sie sorgten dafür, dass Viehkadaver nicht liegen blieben oder legten gar vergiftete Köder aus. Heute brüten die meisten Gänsegeier Europas in Spanien. Doch auch dort wird das Leben für die Geier schwerer, denn aufgrund der tierseuchenhygienischen EU-Verordnungen dürfen Tierschützer keine Kadaver mehr für die Vögel auslegen.

Zoo Osnabrück 28.03.2018
Elefanten- und Seehundnachwuchs drückt die Schulbank – Medical Training: Tierischer Unterricht im Zoo Osnabrück
Musterschüler trotz Abgucken: Elefant Minh-Tan und Seehund Fenja haben seit einigen Wochen Unterricht im „Medical Training“. Das Training vereinfacht mögliche medizinische Untersuchungen und die Pflege der Tiere. Beide Jungtiere lernen mit viel Eifer und Freude und schauen sich dabei viel von ihren Familienmitgliedern ab. „Medical Training“ heißt der Unterricht, den der acht Monate alte Elefantennachwuchs Minh-Tan und das nur drei Tage jüngere Seehundweibchen Fenja seit einigen Wochen absolvieren. „Das medizinische Training machen wir, um medizinische Untersuchungen zu vereinfachen“, erklärt Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. Generell funktioniere das Training nur auf freiwilliger Basis. Die Tierpfleger lernen mehrmals in der Woche mit ihren Zöglingen kleine „Kommandos“, bei denen diese beispielsweise ihr Maul öffnen. Maul- und Zahnuntersuchungen können so stressfrei und einfach durchgeführt werden. Das Training läuft immer nach dem gleichen Prinzip ab: Die Tierpfleger sagen erst das Kommando, zeigen bei manchen Kommandos in die gewünschte Richtung und wenn es vom Tier umgesetzt wurde, folgen ein Pfeifen oder Klicken als Bestätigung sowie eine Leckerei zur Belohnung. Zeigt das Tier nicht die gewünschte Umsetzung, wird es lediglich ignoriert und es gibt kein Leckerli. Im Zoo Osnabrück trainieren die Tierpfleger mit den Asiatischen Elefanten, Seehunden und Seelöwen. Jungtier Minh-Tan und Fenja zeigen sich dabei als wahre Musterschüler. Ball holen und still liegen für leckeren Fisch – „Bei Seehundnachwuchs Fenja konnten wir mit dem Medical Training starten, als sie eigenständig Fisch fressen konnte“, berichtet Cathi George, Auszubildende zur Zootierpflegerin. Beim Medical Training wird mit einem „Target“, also einem Ziel gearbeitet. Im Zoo Osnabrück nutzen die Tierpfleger dafür einen längeren Stock mit einem flachen Aufsatz am Ende. Erst einmal muss man die Tiere an dieses Target gewöhnen. „Bei neuen Gegenständen sind sie zunächst skeptisch, daher haben wir den Stock erst neben uns und dann immer näher an Fenja gelegt. Damit sie sich auf das Training und mich konzentriert, soll sie mit der Nase den Aufsatz berühren und dann still liegenbleiben“, erklärt George weiter. „Wenn sie das macht, pfeife ich mit einer Pfeife und sie bekommt einen leckeren Hering.“ Mittlerweile können die Tierpfleger Fenja am ganzen Körper abtasten und ihre Vorderflossen heben. Für eventuell notwendige Augenspülungen mussten die Tierpfleger den Seehund zuerst an die Spülflasche gewöhnen. Auch die Flasche legten sie erst einmal neben sich und bei jedem Training ein bisschen näher an Fenja. Als diese sich an die Flasche gewöhnt hatte, trainierten sie mit ihr ihren Körper abzuspülen und arbeiteten sich bis zum Gesicht vor. „Fenja macht wirklich toll mit und hat sichtlich Spaß am Training – sonst würde sie kein Interesse daran zeigen. Sie schaut auch ganz interessiert zu, wenn ich mit ihren Eltern Max und Biene trainiere“, freut sich George. Fenja: Sport auf dem Stundenplan – Bei den Seehunden seien die meisten Übungen damit verbunden, still liegen zu bleiben. „Um Fenja Abwechslung zu bieten und damit sie sich ein bisschen ‚auspowern‘ kann, stehen auch ‚Spaßübungen‘ auf dem Programm“, schmunzelt Cathi George. Die angehende Tierpflegerin wirft beispielsweise einen Ball ins Wasser, den Fenja zurückbringen soll. Außerdem übt sie mit dem jungen Seehund den Sprung durch einen Reifen. „Diese Übungen benötigen wir nicht für medizinische Untersuchungen, aber die Tiere haben Spaß daran. Außerdem sehen wir daran, wie sie mitmachen, wie es ihnen geht und ob sie gut drauf sind.“ Wer Fenja bei ihrem Training beobachten will, sollte sie bald im Zoo besuchen, denn in Kürze zieht sie in einen anderen Zoo um. Minh-Tan: „Rangu“, „Lift“ und Co. – Der Asiatische Elefant Minh-Tan hatte Anfang Februar seine erste Unterrichtsstunde. „Wir fingen ganz einfach an und steigerten uns nur langsam – schließlich ist das wichtigste, dass die Tiere Spaß am Training haben und nicht überfordert werden“, berichtet Andreas Wulftange. Zu Beginn riefen die Tierpfleger lediglich nach Minh-Tan und wenn er kam, gab es zur Belohnung Leckereien. „Uns spielt beim Training in die Karten, dass Douanita eine sehr entspannte Mutter und Minh-Tan sehr aufgeweckt ist“, freut sich Wulftange. Die zweite Lektion für den jungen Bullen hieß „Target“. Auch bei Minh-Tan legten die Tierpfleger das Target erst neben sich, um ihn an den neuen Gegenstand zu gewöhnen. Anfangs war ihm der Stock mit Tennisball nicht geheuer, aber schließlich verstand er, dass das Target harmlos ist und berührte es im nächsten Schritt mit der Stirn. „Damit er schnell ein Erfolgserlebnis hatte, hielten wir den Tennisball nah vor seine Stirn. Es dauerte nicht lange, da verstand er, was wir gerne wollen, und legte seine Stirn daran“, so der Biologe. Die nächste Lektion war dann schon schwieriger: „Rangu“. Bei diesem Kommando hebt der Elefant seinen Rüssel, legt ihn an die Stirn und kippt den Kopf in den Nacken. „Diese Bewegung brauchen wir zum Beispiel, um die Temperatur zu messen oder für die Mundkontrolle. Auch für mich war es eine Herausforderung, wie ich Minh-Tan das am besten beibringe – er weiß ja erst einmal nicht, was ich von ihm erwarte und die Bewegung ist komplex“, so Wulftange. Der Biologe hob das Leckerli so, dass Minh-Tan den Rüssel für „Rangu“ hob. Dann betätigte er einen Klicker, um mit dem Geräusch zu zeigen „richtig gemacht“, und Minh-Tan bekam sein Leckerli. Erst später trainierte er den zweiten Teil der Übung, das Kippen des Kopfes. „Mittlerweile kann Minh-Tan ‚Rangu‘ schon ganz gut“, freut sich Wulftange. „Wir lernen parallel verschiedene Kommandos – die bekannten und immer nur ein neues. Minh-Tan kann zum Beispiel auch schon ‚Lift‘, also seine Vorderbeine auf das Gitter am Tor stellen. Das ist hilfreich für die Fußpflege. ‚Lift‘ für die Hinterbeine haben wir noch nicht geübt. Aber Minh-Tan macht toll mit und man kann sagen, dass er ein wahrer Musterschüler ist.“ Abgucken bei der großen Schwester – Während Andreas Wulftange mit dem Elefantennachwuchs trainiert, beschäftigt ein Tierpfleger Mutter Douanita mit eigenem Training. „Würden wir Douanita nicht parallel trainieren, würde sie direkt neben Minh-Tan stehen und mir auch alle Bewegungen anbieten. Den Elefanten macht das Training Spaß und daher wollen sie auch dann mitmachen, wenn eigentlich ein anderer trainiert – außerdem sind die Pellets, die es als Leckerli gibt, sehr verlockend.“ Während des Trainings sind die Elefanten in durch Gitter abgetrennten Boxen und die Pfleger bewegen sich davor. Wenn die Mitarbeiter mit Schwester Sita trainierten, nutzt Minh-Tan die Chance, um abzugucken: „An dem Gitter zwischen Minh-Tan und Sita ist eine Öffnung, durch die die Elefanten uns sonst ihre Füße zeigen. Minh-Tan steckt seinen Kopf dadurch, um das Training bei Sita ganz genau zu beobachten. Vielleicht ist er deswegen auch schon so gut im eigenen Training“, schmunzelt Wulftange.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 28.03.2018
Happy Bärsday – wir feiern elefantastische Geburtstage
2018 ist das Jahr der besonderen Geburtstage bei Hagenbeck. Der gesamte Tierpark feiert seinen 111. Geburtstag in Stellingen. Die Asiatischen Elefanten und die Kamtschatkabären machten heute im Zuge der Aktionen den Anfang. Egal ob Honig- oder Wassermelone – mit einem schnellen Happs sind beide komplett im Maul verschwunden. Gar kein Problem für Elefantendame Kandy. Vor 15 Jahren erblickte sie als erster Dickhäuter Deutschlands in einer Herdengeburt das Licht der Welt. Dieses für die Tierparkgeschichte wichtige Ereignis wurde heute mit einem großen Obstkorb gefeiert, dessen Inhalt sich Kandy mit der gesamten neunköpfigen Elefantenfamilie gut schmecken ließ. Mittlerweile ist Kandy bereits selbst Mutter eines zweijährigen Sohnes, der ebenfalls im Beisein der Familie auf die Welt kam. Diese naturnahe Art der Geburt ist seit Kandy Standard im Tierpark Hagenbeck und wurde von anderen Zoos übernommen. Doch nicht nur bei den Elefanten, sondern auch bei den Kamtschatkabären gab es heute ein Schlemmerfest. Mascha und Leonid werden in diesem Jahr 11 Jahre alt. Aus diesem Grund schenkte ihnen das Lindner Park-Hotel Hagenbeck zwei speziell für den Bärengeschmack kreierte Torten: Ein Bananenbrotboden mit Karottenmilchreisfüllung und Obstverzierungen mit Petersilienrand traf genau den Geschmack der bis zu 600 Kilogramm schweren Allesfresser. Während Mascha ihre Torte sofort sicherte und mit dem gesamten Körper vor neugierigen Blicken abschirmte, zeigte sich Leonid den Geburtstagsgästen als großer Genießer und schleckte hingebungsvoll und für alle sichtbar an seiner Torte herum. Die beiden Kamtschatkabären sind Botschafter einer besonders gefährdeten Unterart der Braunbären. Sie leben seit 10 Jahren in Hamburg und sollen die Besucher für die zunehmende Bedrohung dieser großen Raubtiere sensibilisieren. Doch nicht nur Elefanten und Bären bekommen eine Party. Am 7. Mai wird der Tierpark gemeinsam mit allen Besuchern feiern. Ausführliche Informationen auf hagenbeck.de.

Affen- und Vogelpark Reichshof-Eckenhagen 28.03.2018
Eröffnung der Sommersaison, Edutainment und Verstärkung der Geschäftsführung im Affen- und Vogelpark Eckenhagen
Der lange und harte Winter und das frühe Osterfest stellen die Mitarbeiter des malerisch im Bergischen Land gelegenen Affen- und Vogelparks Eckenhagen in diesem Jahr vor besonders große Herausforderungen. Da gilt es, im Park unter extremen Bedingungen und mit Hochdruck die nötigen Arbeiten zur Vorbereitung der Sommersaison auszuführen, die mit den Osterfeiertagen am Karfreitag, dem 30. März, beginnt. Große und kleine Freunde des Affen- und Vogelparks können dann auch wieder wochentags die Attraktionen im Freizeitbereich, von der großen Indoor Halle über zahlreiche Spielgeräte und phantasievolle Spielplätze erleben und der Vielfalt der Tiere im Zoo-Bereich, von den Berberaffen und Totenkopfäffchen (Pippi Langstrumpfs „Herr Nilsson“), Krallenaffen, Kängurus, Nasenbären, Erdmännchen und Zwergotter bis zu den Papageien, Eulen, Kranichen, Störchen und vielen weiteren Vögeln in den größtenteils begehbaren Freianlagen nahe sein. Einige Gehege wurden, und weitere werden im Laufe des Frühjahres noch neugestaltet, und ihre Bewohner freuen sich nach dem langen Winter auf Abwechslung durch das Kommen der Besucher. Ein besonderes Highlight zu Ostern wird das traditionelle Ostereiersuchen sein, bei dem mehr als 5.000 Eier im Affen- und Vogelpark Eckenhagen versteckt werden. Beginnend mit dem Osterfest sollen zudem, im Sinne der wachsenden Bedeutung Zoologischer Gärten als Botschaft für wilde Tiere und Brücke zwischen Mensch und Natur, in Eckenhagen auch kommentierte Fütterungen durch die Tierpfleger angeboten werden. Der Start dazu erfolgt bei Pippi Langstrumpfs „Herr Nilsson“ und seinen Artgenossen in der begehbaren Freianlage der beliebten Totenkopfaffen. Die Erstellung solcher zoopädagogischer Angebote ist eine wichtiges Ziel der Arbeit des Tiergartenbiologen und Zoologen Wolfgang Rades, der zuletzt von Dezember 2015 bis Ende Januar 2018 Zoologischer Direktor des renommierten und in der Naturpädagogik ebenso wie im Naturschutz vorbildlich engagierten Loro Parque in Teneriffa, des laut TripAdvisor besten Zoos der Welt, war. Seit dem 1. März ist Wolfgang Rades Mitglied der Geschäftsführung der Tierparks von Eckenhagen und Eversum um Eigentümer Dr. Werner Schmidt und Tierarzt Ludger Schmidt. Rades kann auf jahrzehntelange Erfahrungen sowohl in Zoologischen Gärten als auch im Natur- und Artenschutz zurückblicken: So war der Zoologe vor seiner Tätigkeit im Loro Parque u.a. neun Jahre lang Artenschutzreferent des NABU Niedersachsen und Leiter des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde, einer großen Auffangstation für Tiere geschützter Arten im Landkreis Gifhorn, sowie danach von 2002 bis Ende 2015 vierzehn Jahre lang Leiter (dabei von 2011 bis 2015 auch Geschäftsführer) des Vogel- und NaturschutzTierparks im hessischen Herborn. Beide Einrichtungen wurden unter der Leitung des Tiergartenbiologen und Tierökologen deutlich weiterentwickelt. So gilt der Tierpark Herborn heute als eine Perle unter den kleineren Tiergärten Deutschlands. Dr. Werner Schmidt, der Besitzer der Parks in Eckenhagen und Eversum, der selbst ein Schüler des berühmten Verhaltensforschers Konrad Lorenz war, zur Verpflichtung des Zoologen: „Wir sind sehr froh, dass wir mit Wolfgang Rades einen engagierten und tiergärtnerisch auch international erfahrenen Experten für die Mitarbeit in unserer Geschäftsführung und für die Leitung des Tier- und Freizeitparks Gut Eversum gewinnen konnten, und freuen uns auf die wertvollen neuen Impulse, die er unseren Einrichtungen geben kann.“ Wolfgang Rades freut sich ebenfalls auf seine neuen Aufgaben, und möchte dazu beitragen die wirtschaftliche und tiergärtnerische Zukunftsfähigkeit des Affen- und Vogelparks Eckenhagen sowie die des Tierparks Eversum ebenso zu stärken wie ihren touristischen Wert für die jeweilige Region und ihre Bedeutung als außerschulischer Lernort zu vergrößern. Dabei soll die Vermittlung naturkundlicher Informationen keinesfalls mit „moralinsauer“ erhobenem Zeigefinger erfolgen. Vielmehr bietet nach der Überzeugung von Rades gerade die Verbindung der spielerischen Elemente eines Freizeitparks mit den tiergärtnerischen Bereichen gute Möglichkeiten, sowohl in Eckenhagen als auch in Eversum große Teile der Bevölkerung zu erreichen, darunter insbesondere auch die Teile der Bevölkerung, die immer naturferner leben und aufwachsen. In der Zoopädagogik nennt man diese Verbindung von Unterhaltung (Entertainment) mit der Zoopädagogik (Education) „Edutainment“. Für die Umsetzung dieser Ziele streben die Verantwortlichen der Tierparks von Eckenhagen und Eversum eine noch engere Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten, Naturschutzverbänden sowie mit Vertretern von Jagd und Fischerei und mit Behörden an. Dies gilt nicht zuletzt für einen attraktiven Veranstaltungskalender mit spannenden Aktionstagen, der mittelfristig für beide Tierparks erstellt werden soll.

Zoo in der Wingst 28.03.2018
Ostern steht an… Und passend dazu sind die ersten Lämmer geboren
Im Wingster Zoo steht Ostern vor der Tür. Engagierte Bürger haben den etwa 1,5 km langen Weg um den Zoo und den Aussichtsturm „Deutscher Olymp“ bereits vor Tagen osterlich-festlich geschmückt. Er lädt zu einem kleinen Waldspaziergang ein. Im Zoo präsentiert sich der erste Nachwuchs im Streichelzoo. Sowohl bei den Ziegen als auch bei den Ouessantschafen, der kleinsten Schafrasse, wurden die ersten Lämmer geboren. In den nächsten Tagen werden noch weitere erwartet. Auch junge Kaninchen liegen mollig warm im Nest, welches die Häsin aus ihrer ausgezupften Unterwolle und Stroh gebaut hat. Draußen im Gehege hüpfen die Halbwüchsigen Geschwister, welche bereits zur Weihnachtszeit zur Welt kamen.
Geduldige Besucher können im Gehege nebenan ein junges Känguru im Beutel der Mutter beobachten. Seit 10 Tagen steckt es regelmäßig den Kopf heraus, und strampelt ansonsten auch schon mal ordentlich zwischen den Beinen der Mama. Es wurde vermutlich im November in der Größe eines Gummibärchens geboren und suchte selbständig entlang der von der Mutter gelegten Leckspur den Weg in den Beutel.
Gerüchten zufolge soll sich am Ostersonntag zur Mittagszeit auch der Osterhase persönlich einfinden und etwas für die Jüngsten mitbringen. An der Reinigung und Instandsetzung des Wolfsgeheges wird nach dem Sturmschaden vom 17. März mit Hochdruck gearbeitet. Noch vor Ostern werden die sieben Wölfe wieder aus dem Bärengehege in ihr eigenes rüber laufen können. Auch der Rundgang ums Gehege ist dann wieder komplett passierbar.

Thüringer Zoopark Erfurt 28.03.2018
Tierischer Osterspaß im Thüringer Zoopark Erfurt
Die Sträucher hängen schon voller bunter Ostereier, denn auf die kleinen Besucher wartet an den Feiertagen im Thüringer Zoopark Erfurt eine ganz besondere Überraschung: der Osterhase kommt zu Besuch! Am Ostersonntag, den 1. und Ostermontag, den 2. April verteilt er ab 10:00 Uhr bunte Eier und Süßigkeiten. Auch auf den ersten süßen Tiernachwuchs können sich Besucher freuen: Zwergkaninchen, Maushamster, Zwergmäuse, Borstenhörnchen, Trampeltier, Hinterwälder Kalb und ein schwarzes Quessant-Lamm haben in den letzten Wochen das Licht der Welt erblickt. Zu sehen sind auch sechs neue Minishetlandponies auf dem Schaubauernhof, die gerade einmal 90 Zentimeter hoch werden. Die besondere Zuchtform der Shetlandponies ist in England entstanden. Eine ganz besondere Abwechslung bieten auch die kommentierten Fütterungen und Tierpflegersprechstunden. In der Löwensavanne heißt es 14:30 Uhr „zu Tisch“ für das nun dreiköpfige Löwenrudel. Um 15:00 Uhr werden die Erdmännchen gefüttert. Dabei erfahren Besucher Wissenswertes zu den putzigen Besucherlieblingen. Eine Übersicht zu allen Angeboten gibt es auf der Zoopark-Website: www.zoopark-erfurt.de

Zoo Krefeld 28.03.2018
Handaufzucht Hujan lebt nun mit Oma Lea und Suria zusammen
Besucher erleben im Affenhaus im Zoo Krefeld zurzeit eine einmalige Situation: Orang-Utan-Frau Lea trägt zwei Jungtiere. Ihre eigene 16 Monate alte Tochter Suria und ihren zehn Monate alten Enkel Hujan, der kurz nach seiner Geburt von Tierpflegerin Eva Ravagni und ihren Kollegen mit der Hand aufgezogen werden musste. Sehr schnell ging der Abschied für die Pflegerin, die sich rund um die Uhr um das Jungtier gekümmert hatte. Lea ließ Hujan beim ersten Kontakt ohne trennende Gitter einfach nicht mehr los. Ein absoluter Glücksfall, denn Lea ist eine erfahrene Mutter, obwohl sie nach ihrer Geburt im Jahr 1993 selbst mit der Hand großgezogen wurde. Sie ermöglicht es, dass Hujan als Orang-Utan aufwachsen kann, auch wenn er die ersten Monate seines Lebens von Menschen umgeben war. Lea hat mit den Jungtieren alle Arme voll zu tun, denn Hujan muss sich erst an einiges gewöhnen, was seine menschliche Ziehmutter nicht mit ihm üben konnte. Lea klettert hoch in die Bäume, schwingt sich mit beiden Jungtieren schwungvoll von Ast zu Ast und holt sich gerne kopfüber das Futter vom Boden. Da quiekt er schon mal kläglich, aber schon bald wird es für ihn zur Normalität werden. Hujan kann mit der fast gleichaltrigen Suria aufwachsen. Der Kontakt zum Menschen wird auch in den kommenden Jahren eng bleiben, denn Orang-Utan Jungtiere bekommen bis zu sechs Jahre Muttermilch. Hujan kommt jetzt auf Zuruf ans Gitter und bekommt seine Flasche. Lea, Suria und Hujan haben täglich die Gelegenheit, auf die Anlage im Affenhaus zu gehen. Allerdings können sie sich jederzeit in ihre Schlafgehege zurückziehen, wenn sie Ruhe brauchen.

Zoo Krefeld 28.03.2018
Nachwuchs bei den Erdmännchen im Zoo Krefeld zu sehen
Da staunten die Zoomitarbeiter nicht schlecht. Eigentlich wollten sie nur ein kleines Ostervideo bei den Erdmännchen für die sozialen Netzwerke drehen und plötzlich und unerwartet schaute das Erdmännchenbaby aus der Wurfhöhle. Die Augen sind geöffnet, das Fell mit den typischen Streifen schon gut zu sehen. Das Jungtier ist schon deutlich weiter entwickelt, als erwartet. Erdmännchen Toni und seine Weibchen haben sich also nicht nur mit dem Nachwuchs viel Zeit gelassen, sondern ihn dann noch vor den Pflegern gut versteckt. Diese hatten am 8. März das Jungtier erstmals gesehen. Die Erdmännchen-Lodge wurde im vergangenen Mai eröffnet und sehr gut von den Bewohnern angenommen. Erdmännchen Toni hatte sich zwar schnell für Weibchen Traudi entschieden, das auch Mutter des ersten Jungtieres ist. Nur der Nachwuchs ließ auf sich warten. Wie bei Erdmännchen üblich, bringt nur ein Weibchen Junge zur Welt, alle anderen helfen bei der Aufzucht. Besucher können die Erdmännchen-Familie in der Innenanlage sehen. Geduld ist immer von Vorteil, da es durchaus möglich ist, dass das Jungtier schläft.

Fischotterzentrum Hankensbüttel 28.03.2018
Ausbildung zum „Otter-Spotter“ im OTTER-ZENTRUM: Wochenendseminare zu Biologie und Spurenkunde des Fischotters
Alles zur Biologie des seltenen Fischotters und wie man dieser heimlichen Tierart auf die Spur kommt, vermitteln die Experten der Aktion Fischotterschutz anlässlich eines „Spurensucher-Seminars“ am 19. und 20. April von jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr im OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel. Am ersten Seminartag stehen neben Körperbau, Ernährung, Sozialverhalten und Fortpflanzung auch Informationen zur Verbreitung, Bedrohung und zum Schutz des Otters auf dem Programm. Und natürlich können die Teilnehmer die Tierart im OTTER-ZENTRUM auch leibhaftig kennenlernen. Am Sonntag wird das Erkennen von Fischotterspuren in Theorie und Praxis anschaulich vermittelt und die Onlineplattform „Otter-Spotter“, auf der jeder eigene Funde online melden kann, vorgestellt. Derart gerüstet haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, sich am bundesweiten Programm zur Erfassung von Fischottern zu beteiligen. Das Seminar richtet sich an Naturinteressierte, Behördenvertreter, Jäger und alle Interessierten. Die Gebühr für einen Seminartag beträgt 50,- € und für beide Tage zusammen 80,- € pro Person (Mitglieder der Aktion Fischotterschutz e.V. erhalten Ermäßigung). Anmeldeschluss ist am 09. April 2018. Kontakt: Dr. Hans-Heinrich Krüger, Tel. 05832-980824, h.krueger@otterzentrum.de, www.otterzentrum.de.

Zoo Vivarium Darmstadt 28.03.2018
Wissenschaftsstadt Darmstadt eröffnet neue Flamingo-Anlage im Zoo Vivarium / Stadtkämmerer Schellenberg: „Artgerechtes Lebensumfeld für die Tiere und neue Besucher-Attraktion“
Der städtische Zoo Vivarium verfügt seit Kurzem über eine neue Flamingo-Anlage. Der Neubau ist am Dienstag (27.) von Stadtkämmerer André Schellenberg und Jürgen Thomas, Vorsitzender des Vivarium-Fördervereins Kaupiana, der Öffentlichkeit präsentiert worden. Die Kosten für den Neubau, rund 230.000 Euro, wurden von Kaupiana übernommen. „Wir danken der Kaupiana für ihr finanzielles Engagement, das die neue Flamingo-Anlage in der jetzigen Form möglich gemacht hat. Der Neubau bietet den Flamingos ein artgerechtes Lebensumfeld und stellt zugleich eine neue Attraktion für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher des Zoos dar“, sagte Stadtkämmerer André Schellenberg.Die neue Flamingo-Anlage umfasst eine Fläche von 600 Quadratmeter, davon entfallen 52 Quadratmeter auf das ebenfalls neue Flamingo-Haus. Letzteres war notwendig, weil durch die kontinuierliche Zucht die Gruppe der rosa Flamingos stark gewachsen war und der bisherige Stall deswegen zu klein wurde. Die Zahl der Tiere beträgt nun 52. Die Fläche des neuen Flamingo-Stalles ist nun doppelt so groß wie vorher und weist ein größeres Luftvolumen auf. Durch bessere Lüftungsmöglichkeiten kann die mögliche Keimbelastung der Luft im Gebäude verringert werden. Der Innenraum des Neubaus ist zudem heller als der des Altbaus. In der Flamingo-Anlage werden zu einem späteren Zeitpunkt auch Hottentotten-Enten gehalten. An den Erneuerungsarbeiten der Flamingo-Anlage waren sieben Firmen beteiligt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EAD und des Zoo Vivarium beteiligten sich an den Abrissarbeiten. Die Bauzeit der neuen Anlage betrug fünf Monate. Die Flamingo-Anlage ist Teil der neuen sogenannten Afrika-Savanne, die voraussichtlich bis Ende 2018 fertiggestellt wird. In der Afrika-Savanne sollen neben den Flamingos auch Steppenzebras und eine Antilopenart gehalten werden. „Die neue Afrika-Anlage nimmt langsam Gestalt an. Mit der Erweiterung des Flamingo-Geheges ist der erste sichtbare Schritt gelungen“, hob Jürgen Thomas von der Kaupiana die Bedeutung des Neubaus hervor. Und mit Blick auf die Flamingos ergänzte er: „Nicht nur aufgrund ihrer außergewöhnlichen Farbe stellt die Grazie in pink eine besondere Attraktion dar. Sie beweist: Und man kann doch nur auf einem Bein stehen.“

Zoo Landau in der Pfalz 28.03.2018
Outdoor-Camp in der Zooschule Landau am 26./27. Mai 2018 – Tiger, Geparden und Schimpansen – bald nur noch in Zoos? Kostenfreies Camp mit Übernachtung für Kinder und Jugendliche
Aufgrund der großen Resonanz bietet die Zooschule in diesem Jahr erneut ein Outdoor-Camp für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 13 Jahren an. „Gibt es Tiger, Geparden und Schimpansen bald nur noch in Zoos?“ – so lautet die zentrale Frage der Veranstaltung, die am 26./27. Mai 2018 im Landauer Zoo stattfindet. Die Teilnehmer erleben zunächst auf einem Rundgang Tiervielfalt im Zoogelände. Der direkte hautnahe Kontakt zu ausgewählten Tieren ist hier ein besonderes Erlebnis. Nachmittags diskutieren sie mit „Experten“ über die Gründe der Bedrohung des Sibirischen Tigers und anderer Tierarten und suchen nach Möglichkeiten, wie diese vor der Ausrottung bewahrt werden können. Dabei wird deutlich, dass jeder zur Erhaltung der Tiere einen Beitrag leisten kann. Ein spannendes Begleitprogramm mit Grillen und Sitzen am Lagerfeuer rundet das Abenteuer im Zoo ab. Die Kinder übernachten im Gebäude der Zooschule im Zoogelände. Die kostenlose Veranstaltung inklusive Verpflegung (lediglich der Zooeintritt muss gezahlt werden) beginnt am Samstag um 10 Uhr und endet am Sonntag um 11 Uhr. Die Veranstaltung wird auch in diesem Jahr wieder vom Rotary Club gesponsert.

Zoo Basel 28.03.2018
Frühlingsboten: Die Sumpfschildkröten tauchen auf
Der Frühling kommt – ganz sicher! Denn mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen endet momentan die winterliche Kältestarre der Schmuckschildkröten in den Weihern des Zoo Basel und die Lieblinge der kleinen Kinder kommen zurück. In den Gewässern rund um Basel könnte die Europäische Sumpfschildkröte wieder angesiedelt werden. Bestrebungen dazu sowie Lebensräume und geeignete Gewässer gibt es jedenfalls. Wärmende Sonnenstrahlen holen die Rotwangen-Schmuckschildkröten aus ihrer Regungslosigkeit zurück. Den Winter haben sie in Kältestarre im Bodengrund der Weiher zwischen Kinderzoo und Vivarium verbracht. Die Sonne kitzelt sie nun wach. Dass die Schildkröten im Zoo Basel den Winter überstehen, hat damit zu tun, dass die Weiher im vorderen Teil des Zoos von wärmerem Grundwasser gespeist werden, das aus dem Untergrund des Vivariums hochgepumpt wird. Schildkröten fläzen sich am Strand – Die Rotwangenschmuckschildkröten im Zolli sind in den warmen Monaten echte Publikumslieblinge. Sie sonnen sich auf den schwimmenden Baumstämmen, im begrünten Ufer oder im Sand und lassen sich aus nächster Nähe beobachten. Fast schaffen es kleine Kinderhände schon, durch das Geländer der Australis-Anlage greifend, die Schildkröten zu berühren. Rotwangenschmuckschildkröten stammen aus dem südöstlichen Nordamerika. Sie bewohnen Gebiete mit feuchtwarmem Klima, mit heissen Sommern und mässig kalten Wintern. Aussetzen verboten! Rotwangenschmuckschildkröten wurden jährlich zu Hunderttausenden aus den USA nach Europa und Asien exportiert und als „herzige“ Babys verkauft. In der Schweiz ist die Einfuhr aufgrund der Freisetzungsverordnung seit 2008 verboten. Kaum ein ahnungsloser Käufer ahnte, dass er schon nach wenigen Jahren eine zwei Kilogramm schwere Schildkröte besitzt, die ein grosses Aquarium mit guter Filterung benötigt. Rotwangenschmuckschildkröten können über achtzig Jahre alt werden. Deshalb landen leider die meisten der „überflüssig“ gewordenen Tiere in Weihern, wo sie an der heimischen Fauna Schaden anrichten oder Krankheiten übertragen. Bis heute gibt es zum Glück keine Nachweise dafür, dass sie sich unter den hiesigen Klimabedingungen im Freiland fortpflanzen. Es gibt in der Schweiz einheimische Wasserschildkröten! Im Pelikanweiher im Zoo Basel leben mehrere Europäische Sumpfschildkröten. Sie galten im Mittelalter bei den Mönchen als delikate Fastenspeise. Heute sind in der Schweiz nur einige wenige Populationen bekannt. Ihr Vorkommen beschränkt sich auf das Mittelland und auf das Tessin. Die Europäische Sumpfschildkröte gehört zu den in der „Roten Liste der Schweiz“ aufgeführten Arten und ist in der Schweiz geschützt. Es gibt derzeit Bestrebungen, die Sumpfschildkröte wieder anzusiedeln. Es gibt Überreste von Schildkröten aus der Steinzeit (6000 bis 6800 Jahre alt) und der Bronze-Zeit (-1050 und -900 Jahre). In mittelalterlichen Chroniken wird der Fang von Schildkröten durch Fischer in Estavayer-le-Lac bestätigt. Heute gibt es Beobachtungen aus sechzehn Kantonen. Die Art pflanzt sich in den Kantonen GE, TG und AG fort. Versuche haben gezeigt, dass sich die Sumpfschildkröte in vielen anderen Regionen fortpflanzen könnte, namentlich in der Nähe von Basel.

Zoo Leipzig 27.03.2018
Untersuchung im Elefantenhaus – Neue Entwicklung bei Thura
Im Elefantentempel des Zoo Leipzig hat heute zusammen mit Fachexperten des Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW, Berlin) eine Untersuchung der Elefantenkuh Thura (43) stattgefunden. Seit der unterbrochenen Geburt in der Silvesternacht vor zwei Jahren stand die Kuh unter regelmäßiger tierärztlicher Überwachung, da das Kalb nie zur Welt kam. Im Zuge dieser Kontrollen wurde zuletzt festgestellt, dass sie erneut tragend ist. „Nach Bekanntwerden der Trächtigkeit war uns sofort bewusst, dass diese Trächtigkeit extrem hohe Risiken für das Leben der Kuh birgt“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Sowohl die Belastung durch das Heranwachsen des Kalbes als auch die spätere Geburt wären mit erheblichen Gefahren durch innere Verletzungen verbunden. „Deshalb haben wir gemeinsam mit den Experten des IZW nach einer Lösung zum Schutz der Kuh gesucht und die Entscheidung getroffen, die Trächtigkeit noch im ersten Viertel abzubrechen“, so Junhold. Im Anschluss an den heutigen Eingriff erläutert Prof. Thomas Hildebrandt (IZW), der gemeinsam mit dem Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard die Untersuchung durchgeführt hat, dass bislang kein Fall bekannt ist bei dem eine Kuh mit vollständig entwickeltem, aber abgestorbenen Kalb erneut trächtig werden kann. Der Experte sagt: „Das Risiko des Eingriffes haben wir als geringer eingeschätzt als die Fortsetzung der Trächtigkeit.“ Ob der Versuch der Unterbrechung gelungen ist und damit die Trächtigkeit unterbrochen wurde, werden die Hormonwerte erst in ein paar Wochen zeigen. Die Behandlung verlief komplikationslos für Thura, der es gegenwärtig gut geht. Thura befindet sich momentan zur Erholung im rückwärtigen Innengehege.

Jaderpark Jaderberg 27.03.2018
Zwillingsgeburt bei den Kattas im Jaderpark!
Seit einigen Tagen geht es in der Kattafamilie des Jaderparks recht turbulent zu. Vor 3 Wochen erblickte hier ein Zwillingspärchen das Licht der Welt. In den ersten Tagen kaum zu sehen, klammerten sich die Neugeborenen noch eng an Mutters Fell. Mit etwas Glück lugte hier und da ein kleines schwarzweißes Ringelschwänzchen hervor. Inzwischen hat sich das Bild gewandelt. Noch verlässt zwar keines der Kleinen das sichere und weiche Mutterfell, aber man klettert schon gern einmal auf dem „Mamaberg“ herum. Da bleibt nicht aus, dass die anderen Familienmitglieder recht neugierig die Zwerge begrüßen. Dies können auch die Besucher des Jaderparks. Noch ist das Wetter zwar nicht für einen längeren Aufenthalt im Freien für die wärmeliebenden Kattas gemacht, sie können aber sehr gut durch ein großes Fenster im Innenraum beobachtet werden. Fast auf Tuchfühlung kann man gehen, wenn die kleine Familie sich auf der Fensterbank ohne Scheu direkt an der Scheibe tummelt. Kattas gehören in die Verwandtschaft der Halbaffen. Ihre Heimat ist Madagaskar und weltweit das einzige Vorkommen in freier Natur. Durch die starke Abholzung der Wälder sind leider ihre Lebensräume inzwischen stark eingeschränkt. In einer Kattafamilie hat das ranghöchste Weibchen das Sagen. Es herrscht sozusagen ein Matriarchat. Zwillingsgeburten sind nicht unbedingt die Regel, kommen aber immer wieder vor. Wer das Zwillingspärchen erleben möchte, hat sicher Ostern die beste Gelegenheit. Der Jaderpark ist über die Feiertage komplett geöffnet. Auch Karfreitag stehen die Tore offen.

Tierpark Hellabrunn München 27.03.2018
Saisonauftakt im Tierpark Hellabrunn
Die Osterferien haben bereits begonnen, die Temperaturen steigen langsam, die Knospen sprießen und die Vögel zwitschern wieder: Mit dem einkehrenden Frühling startet auch der Tierpark Hellabrunn in die neue Saison. Ab sofort hat der Tierpark bis 18 Uhr geöffnet. Zum Saisonauftakt gibt es im Münchner Tierpark einige Neuheiten zu entdecken. Dazu gehören zahlreiche Tierschilder, die nun an den Tieranlagen zu finden sind. Die neugestaltete Beschilderung, die in den kommenden Tagen zusätzlich in englischer Sprache montiert wird, ist farblich an die jeweilige Geozone angepasst. Doch nicht nur das Geozoo-Prinzip wird mit der neuen Beschilderung weiter geschärft, auch ist auf jedem Tierschild eines der drei Symbole zur Biodiversität – Faszinierende Wunderwelt, Grundlage des Lebens und bedrohte Vielfalt – integriert. So erfahren die Besucher spannende Fakten zu jeder Tierart. „Alle Tiere unserer Erde sind Teil eines großen Netzwerkes der Natur. Sie haben faszinierende Verhaltensweisen entwickelt oder spielen eine wichtige Rolle in ihrem Lebensraum. Mit den neugestalteten Tierschildern möchten wir unsere Besucher auf die spannenden Fakten aus der Tierwelt und die unglaubliche Vielfalt des Lebens – also Biodiversität – aufmerksam machen“, erklärt Tierpark-Direktor Rasem Baban. Auf den neuen Schildern ist zudem der jeweilige Gefährdungsstatus eines Tieres laut Roter Liste der IUCN sowie das Verbreitungsgebiet der Tiere zu finden. Die Besucher können sich darüber hinaus nun auch von Zuhause aus detailliert über rund 100 Tierarten aus Hellabrunn informieren: Das Tierlexikon auf der Website wurde komplett überarbeitet: www.hellabrunn.de/tierlexikon. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer sind wieder in Hellabrunn im Einsatz: Sei es der Hellabrunner Förderkreis mit seinem Bastelprogramm in der Karwoche oder die Artenschutzbotschafter, die an ausgewählten Tagen an allen drei Info-Mobilen in der Polarwelt, Dschungelwelt und der Welt der kleinen Affen sämtliche Fragen rund um Arten-, Umwelt- und Naturschutz klären. Außerdem werden in den nächsten Tagen die Wassergräben der Außenanlagen im ganzen Tierpark wieder mit Wasser befüllt. Das Wasser wird in den Wintermonaten abgelassen und die Gräben gereinigt. Natürlich gibt es im Tierpark Hellabrunn auch schon die ersten Jungtiere, die 2018 zur Welt gekommen sind. Darunter Bulgaren-, Girgentana- und Zwergziegen sowie Azara-Agutis und ein Katta-Baby. Dass der Winter nun definitiv keine Chance mehr hat, erkennt man daran, dass auch endlich die Murmeltiere ihren Winterschlaf beendet haben und wieder auf der Anlage zu sehen sind.

Zoo Köln 26.03.2018
Neue Ausstellung im Kölner Zoo: Silent Forest – Das Schweigen der Wälder – Ausstellung erklärt die Hintergründe der Singvogelkrise in Asien – Schau im Edukationsraum des Tropenhauses ist im regulären Eintrittspreis enthalten
Der Kölner Zoo hat am Montag eine neue Ausstellung eröffnet. Im Tropenhaus gibt es ab sofort den originalgetreuen Nachbau eines exotischen asiatischen Vogelmarkts mit Holzkäfigen, Ladenzeilen, antiken Motorrädern, Schautafeln und Zeichnungen zu sehen. Erklärt werden damit die Hintergründe des rapiden Singvogelsterbens in Südostasien. „Wenn man in Asien einen Vogel singen hört, sitzt er mit Sicherheit in einem Käfig.“ Dieses Zitat des renommierten Arten- und Naturschützers Roland Wirth von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) verdeutlicht, was sich seit einigen Jahren in den Wäldern Asiens abspielt. Singvögel werden zu Tausenden aus den Wäldern gefangen und auf riesigen Märkten verkauft. Das Halten eines Singvogels ist nicht nur eine lange Tradition, sondern neuerdings auch eine nicht zu verachtende Einnahmequelle. Auf den Songbird Contests, die sich zu riesigen Events entwickelt haben, können die Vögel Preisgelder in der Höhe eines Jahreseinkommens erzielen. Die Kehrseite ist das Verschwinden ganzer Arten aus der Natur. Viele der oftmals nur auf Inseln vorkommenden Arten stehen am Rand der Ausrottung. Zu ihnen gehört auch der Balistar, für den der Kölner Zoo das Zuchtbuch führt. Um auf die dramatische Situation aufmerksam zu machen und Spendengelder für Schutzprojekte zu sammeln, hat der Europäische Zooverband EAZA die zweijährige „Silent Forest“-Kampagne ins Leben gerufen. Die Ausstellung im Tropenhaus des Kölner Zoos ist Teil dieser Kampagne. Sie wird von der Kölner Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln gefördert und auch über die Kampagne hinaus bestehen bleiben. Der besondere Charme des Ausstellungsortes im Tropenhaus besteht darin, dass hier in direkter Nachbarschaft auch einige der „betroffenen Vögel“ zu erleben sind: Balistar, Schwarzweiß-Häherling und Schamadrossel. Der Kölner Zoo wird als Zuchtbuchführer für den Balistar ein Projekt zur Optimierung der Wiederansiedlungsbemühungen auf Bali unterstützen. Am 6. Mai 2018 veranstaltet der Kölner Zoo außerdem einen großen Singvogeltag im Kölner Zoo mit Infoständen, Vogelführungen, Wandmalerei und Bastelaktionen.

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