Zoopresseschau

Zoo Dortmund 11.05.2018
Saniertes Regenwaldhaus steht für Zukunftskonzept Zoo Dortmund 2023
Stadträtin Birgit Zoerner übergab heute das sanierte Regenwaldhaus Rumah hutan im Zoo Dortmund seiner Bestimmung. Nach siebenmonatigen Arbeiten ist die Sanierung abgeschlossen. Die Neugestaltung der Innen- und Außenanlagen kostete rund 215.000 Euro. Zugleich wird auf dem Zoogelände fleißig an weiteren Anlagen gearbeitet, die im Rahmen des Zukunftskonzeptes Zoo Dortmund 2023 neu errichtet oder erneuert werden. Die zuständige Sport- und Freizeitdezernentin Birgit Zoerner freut sich sehr über die gelungene Sanierung des Regenwaldhauses im Zoo Dortmund. „Im Rahmen des Zukunftsprogramms Zoo werden wir Zug um Zug die Gehege, Häuser und Becken sanieren und teilweise sogar neu bauen. Die Sanierung des Regenwaldhauses ist ein schönes Beispiel, wie wir den Dortmunder Zoo artgerecht für unsere Tiere und attraktiv für die vielen Besucherinnen und Besucher weiter umgestalten werden.“, so Birgit Zoerner. In dem neu eingerichteten Gehege leben die Orang-Utans in einer einzigartigen Wohngemeinschaft mit den Tapiren zusammen. Die Kletterstrukturen und die Inneneinrichtung der Heimat von Sumatra-Orang-Utan Walther und seiner Sippe sowie die ungewöhnlichen Schabrackentapire waren in die Jahre gekommen. Das 2004 eröffnete Haus wurde und wird von den agilen Bewohnern stark genutzt. Die natürlichen Holzstrukturen unterliegen neben der Abnutzung auch einem Verfall, so dass nach 14 Jahren eine Neueinrichtung notwendig war. Das Sanierungskonzept zollt den Bedürfnissen der Tiere ebenso Rechnung wie dem Ästhetik-Bedürfnis der Zoobesucherinnen und -besucher. Stabile Holzstrukturen wurden optisch ansprechend in die Anlage eingebaut. Den Tieren werden Kletter- und Spielmöglichkeiten, Ruheplätze und Liegeflächen geboten. Verschiedene Plattformen in Augenhöhe der Besucherinnen und Besucher ermöglichen eine unmittelbare Beobachtung von Interaktionen, gegenseitiger und eigener Körperpflege, Futteraufnahme oder Eltern-Kind-Beziehungen. Baumhütten kommen dem Wunsch der Affen nach einem schützenden Bereich entgegen. Der Chef des Trupps, Walther, hat bereits eine der Hütten in unmittelbarer Nähe zu den Zoofans im Innenbereich des Hauses als Lieblingsplatz ausgesucht. Tapirmann Jinak, der zurzeit auf eine neue Partnerin wartet, kann die Stämme als Scheuerbäume nutzen und genießt ebenfalls die abwechslungsreiche Neugestaltung seines Wohnzimmers. Auch an anderen Stellen im Zoo wird fleißig gebaut. Die Japanischen Larvenroller, die bislang eher unscheinbar in einer kleinen Anlage im Eingangsbereich gehalten werden, sollen noch im Juni in ihr neues Gehege umsiedeln. Sie sind die einzigen Vertreter ihrer Art in Europa und ein Geschenk des Zoodirektors von Tokyo. Der Förderverein Zoofreunde Dortmund legt letzte Hand an die begehbare Ibisvoliere, die noch im Sommer eröffnet werden soll. Mehrere Vogelarten der Uferlebensräume werden hier ein Zuhause finden. Das Raubtierhaus wird grundsaniert. In wenigen Wochen beginnen auch die Arbeiten an den Außenanlagen, so dass vermutlich im Sommer 2019 ein neues Löwenrudel hier einziehen kann. Das Becken der Seelöwen und Seebären ist undicht und muss geflickt werden. Im Vorgriff auf den vorgesehenen Neubau der Robbenanlage wird das Becken so gestaltet, dass es in die künftige Anlage integriert werden kann. Während der Arbeiten wird die tägliche Schaufütterung, einer der Höhepunkte des Dortmunder Zoobesuchs, ausfallen müssen. Zurzeit findet noch eine Schaufütterung täglich statt. Der Zoo bittet die Besucherinnen und Besucher um Verständnis für die durch die dringend notwendigen Baumaßnahmen verursachten Einschränkungen.

Erlebnis-Zoo 11.05.2018
Ankunft und Abschied im Erlebnis-Zoo
Leopardin angekommen, Elefantenjungbulle Taru reist ab. Willkommen, Jilin! Das Chinesische Leoparden-Weibchen Jilin ist gestern wohlbehalten aus dem Zoo Thoiry, Frankreich, im Erlebnis-Zoo Hannover eingetroffen. Bevor sie ihr neues Reich im Dschungelpalast kennenlernt, wird sich Jilin zunächst in aller Ruhe hinter den Kulissen eingewöhnen und ist daher für Besucher zunächst noch nicht zu sehen. Die 1,5 Jahre alte Jilin ist auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Chinesische Leoparden nach Hannover gezogen, um hier mit ihren neuen Partner Julius – wenn die beiden sich denn gut riechen können – zum Erhalt ihrer stark bedrohten Art beizutragen. Weltweit zählt das EEP des China-Leoparden weniger als 100 Tiere in Zoos. Der Chinesische Leopard ist eine Unterart der Leoparden, deren Bestände in der freien Wildbahn aufgrund veränderter Lebensbedingungen und starker Bejagung sehr bedroht sind. „Jilin ist eine sehr schöne, zierliche, aber noch scheue Katze“, beschreibt Kurator Fabian Krause den Neuzugang. Wann sich das Chinesische Leoparden-Weibchen zeigen wird, sei daher nicht vorherzusehen. „Es kann Tage, vielleicht auch Wochen dauern, Katzen lassen sich gerne Zeit“, so Krause. Auf das junge Weibchen wartet ein Gehege mit zahlreichen Klettermöglichkeiten, Brunnen mit sprudelndem Wasser, hoch gelegenen Aussichtsplätzen und dichtem Bambus als Rückzugsort. Wenn Jilin sich im Dschungelpalast eingelebt hat, wird sie den Zoobesuchern und irgendwann ihrem neuen Partner Julius vorgestellt. Abschied nehmen, heißt es dafür bei den Asiatischen Elefanten. Mit einem großen Buffet aus frischem Gras, verziert mit rotem Salat, knackigen Äpfeln, süßen Bananen, Fenchel und Lauch verabschiedete sich der Erlebnis-Zoo von dem Elefantenjungbullen Taru. Der viereinhalbjährige Bulle wird in Kürze in eine Junggesellen-Gruppe im Zoo Szeged, Ungarn, ziehen, wo er seine überschäumenden Kräfte an zwei weiteren Jungbullen messen kann. Auf seiner mit dem Europäischen Erhaltungsprogramm abgestimmten Reise wird der Bulle von zwei Tierpflegern aus Hannover begleitet. Eine Wohngemeinschaft für Elefantenbullen ist ein wichtiges Projekt innerhalb des EEP für Asiatische Elefanten und dient als Zwischenstation auf dem Weg der männlichen Tiere als Zuchtbullen in eine eigene Herde. Das EEP koordiniert die Nachzucht der Tiere, um einen gesunden Bestand außerhalb der freien Wildbahn aufzubauen, denn der Bestand in freier Wildbahn ist drastisch zurückgegangen. Lebten vor 60 Jahren noch etwa 160.000 in der freien Natur, sind es heute nur noch rund 30.000 Tiere. Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich seit Jahren sehr erfolgreich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm, um die Art langfristig erhalten zu können.

Wilhelma Stuttgart 10.05.2018
Majestätische Radschläger im königlichen Park
Sein Anblick scheint, die Wilhelma-Besucher zu hypnotisieren: Tut er’s oder tut er’s nicht? Vor jedem Blauen Pfau im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart scharen sich die Menschen und verharren, um zu sehen, ob er sein sagenumwobenes Rad schlägt. Jetzt ist die beste Zeit des Jahres dafür zu beobachten, wie der Hahn mit dem extravagantesten Federkleid der Vogelwelt seinen riesigen Blickfang rasselnd auffächert. In diesen Wochen balzen die Männchen intensiv um die Gunst der Hennen. Obwohl die Pracht der tierischen Partnersuche dient, wirkt sie auch auf Menschen offensichtlich sehr anziehend. Die acht Pfaue dürfen sich frei in der historischen Parkanlage bewegen und sie suchen sich oft die schönsten Plätze aus. Die größten Ah- und Oh-Momente entstehen, wenn sie sich vor den maurischen Gebäuden produzieren. Vor der malerischen Kulisse der verspielten Architektur verkörpern sie das ganz spezielle Etwas der Wilhelma, die natürlich moderner Zoo und Botanischer Garten ist, aber ihren Ursprung als königliches Refugium nahm. So wie sich Bauherr Wilhelm I. von Württemberg mit dem pompösen Baustil dem Prunk hingab, bedient sich der Pfau für sein majestätisches Erscheinungsbild einer überbordenden Extravaganz und trägt sogar ein Federkrönchen. Sein Hals- und Brustgefieder glänzt in kräftigem Saphirblau. Die eigentlichen Schwanzfedern erreichen nur rund 40 Zentimeter Länge. Über die berühmte Schleppe aus bis zu anderthalb Meter langen Oberschwanzdecken mit dem markanten Augenfleck verfügt allein der Hahn. Dreht sich der Radschläger in der Sonne, schimmert die Fächer-Vorderseite je nach Lichteinfall grünlich oder golden. Wie die Exotik des maurischen Baustils bringen auch die Pfaue orientalisches Flair nach Stuttgart. Der Blaue Pfau bewohnt eigentlich die Trockenwälder Indiens. Durch die Eroberungsfeldzüge Alexander des Großen kam er bereits in der Antike nach Europa. Der Hühnervogel diente allerdings nicht nur als Augenschmaus, sondern auch der Gaumenfreude. Die gehobene römische Gesellschaft hat ihn so gerne verspeist, dass er rund um Rom in großem Stil gezüchtet wurde. An den Fürstenhöfen Europas galt er noch Jahrhunderte später als Kostbarkeit und Köstlichkeit. Eine weitere Verbindung zur Wilhelma ist, dass König Wilhelm I. auf diesem Anwesen zwar keine Menagerie hatte, aber Hühner und Fasane hielt, für die er die Damaszenerhalle errichten ließ. Es ist jedoch nicht verbürgt, ob Pfaue darunter waren. Stehen die Pfaue einmal nicht im Mittelpunkt, machen sie mit katzenartig klingenden Schreien, die über das Gelände hallen, auf sich aufmerksam. Auch wenn sie bereitwillig für Besucherfotos Modell stehen, darf man den Vögeln nicht nachstellen. In die Ecke gedrängt oder von einer Gruppe umkreist, wissen sie sich mit Krallen und spitzem Schnabel zu wehren. Wer eine Pfauenfeder mitnehmen will, muss sie im Zooshop oder im Kiosk am Schaubauernhof kaufen. Sie stammen aus Geflügelfarmen in Indien.

Zoo Heidelberg 09.05.2018
Zoos engagieren sich für Artenschutz weltweit – Zoo Heidelberg initiiert Silent Forest-Kampagne für asiatische Singvögel
Aktuell startet in über 160 Zoos eine neue Kampagne des Europäischen Zooverbands (EAZA). Mit der Kampagne SILENT FOREST 2018/2019, die vom Zoo Heidelberg initiiert wurde, wird die Bedrohung der Singvögel in Asien in den Fokus gestellt. Am Sonntag, 13. Mai 2018, findet unter diesem Thema der erste Singvogeltag im Zoo Heidelberg statt. Alljährlich im Frühjahr ist in den Morgenstunden wieder der Gesang europäischer Singvögel zu hören. In unterschiedlichen Stimmlagen zirpen und zwitschern sie um die Wette. In den südostasiatischen Wäldern hingegen könnte es bald still werden. Täglich werden dort tausende von Singvögeln gefangen und auf Vogelmärkten verkauft. Die Vögel stehen als unterhaltsame Gesellschafter und Glücksbringer hoch im Kurs. Besonders gute Sänger treten in Wettbewerben an, um dem Besitzer hohe Preisgelder zu bringen. Der Großteil der Vögel, die auf den Märkten gehandelt werden, sind Wildfänge. Nachgezüchtet wird bisher nur in geringem Umfang. Aufgrund des illegalen Vogelfangs sind viele der asiatischen Singvogelarten dabei auszusterben. In manchen Gebieten sind einzelne Arten bereits komplett verschwunden. Die asiatische Singvogelkrise gilt aktuell als eine der schwersten Krisen in der Natur. Die Zeit drängt, denn inzwischen sind zwei Dutzend Singvogelarten auf ein Eingreifen mit aktivem Populationsmanagement angewiesen, um weiter als Art bestehen zu können. „Wir müssen handeln, sonst wird die nächste Generation einen Großteil der Vögel nur noch vom Hören-Sagen kennen und niemals selbst den harmonischen Gesang der Schwarzschwanz-Schamadrossel hören können“, erklärt Simon Bruslund, Vogelkurator im Zoo Heidelberg. Mit Informationsveranstaltungen, wie dem Singvogeltag in Heidelberg, weisen Zoos und zoologische Einrichtungen auf diese Singvogelkrise hin. Mit Spendenaktionen werden Mittel gesammelt, um das Vogelsterben in den asiatischen Wäldern zu verhindern. Die Mittel werden konkret für sechs laufende Kernprojekte eingesetzt. Als Symbol stehen dafür die sechs Botschafter-Arten Schamadrossel, Gelbscheitelbülbül, Schwarzweißhäherling, Balistar, Buschelster und Niasbeo. Der Zoo Heidelberg engagiert sich besonders im Schutzprojekt für den Niasbeo. Dieser galt in der Natur bereits als ausgestorben, bis er im Juli 2015 von einem internationalen Forscherteam wieder gesichtet wurde. In Zusammenarbeit mit dem Nias Heritage Museum koordiniert der Zoo Heidelberg das Save Magiao Projekt zum Schutz des Niasbeo als offiziellen Teil der aktuellen EAZA-Kampagne Silent Forest. Vor Ort werden beispielsweise die Ausbildung von Tierpflegern und die Modernisierung von Zuchtanlagen unterstützt. Wer aktiv dazu beitragen möchte, die Singvögel zurück in die asiatischen Wälder zu bringen, kann dies jetzt auch symbolisch im Zoo Heidelberg tun. Für eine kleine Spende erhalten die Zoobesucher Sticker der bedrohten asiatischen Singvögel, die an der Regenwaldwand im Zoo angebracht werden können. Der Erlös fließt direkt in die Silent Forest Kampagne und bringt so Stück für Stück die Vogelstimmen in den Wald zurück

Zoo Wuppertal 09.05.2018
Jungtierboom und Blütenpracht
Zahlreichen Nachwuchs bei verschiedenen Tierarten ist in letzter Zeit im Grünen Zoo Wuppertal zur Welt ge-kommen. So gibt es Jungtiere unter anderem bei den Präriehunden, die eine Anlage neben dem Blumenrondell in der Nähe des Zooeingangs bewohnen, bei den Großen Maras auf der Patagonienanlage und bei ihren kleineren Verwandten, den Zwergmaras, im Südameri-kahaus. Auch in anderen Gehegen lassen sich aktuell immer wieder Tierkinder entdecken. Die Präriehunde gebären ihre Jungtiere in unterirdischen Gängen und Höhlen, die sie bewohnen. Daher ist es bei den Tieren kaum möglich, die genauen Geburtsdaten festzustellen. Gesichtet wurden am 8. Mai bereits fünf flinke Jungtiere. Es ist nicht auszuschließen, dass noch weitere hinzukommen werden. Bei den Großen Maras, die zusammen mit Vikunjas und Darwinnandus die Patagonienanlage im Grünen Zoo bewohnen, kam am 22. April ein Jungtier zur Welt. Bei den kleineren Zwergmaras im Südamerikahaus wurden am 6. Mai drei Jungtiere geboren. Maras sind Nagetiere und mit Meerschweinchen verwandt. Wegen ihres hasenähnlichen Aussehens und der mitunter hoppelnden Fortbewegung werden sie auch als „Pampashasen“ bezeichnet. Auffällig ist aktuell auch die Blütenpracht der zahlreichen Rhododendren und Azaleen im Grünen Zoo. Auch andere Pflanzen wie der Weißdorn stehen in voller Blüte. Außergewöhnlich sind die Blüten des Taschentuchbaums, der auf dem Weg zum Direktorengebäude zu finden ist. Dieser Baum verdankt seinen Namen den ungewöhnlichen Blütenblättern, die wie ein Taschentuch an den Ästen herabhängen. Der Taschentuchbaum wurde dem Grünen Zoo im Herbst von einer Besucherin 2014 gespendet, die vom neuen Zookonzept besonders angetan war.

Zoo Köln 09.05.2018
Flugschau im Kölner Zoo: Zehn exotische Vögel zeigen spektakuläre Flugeinlagen
Sie sind zu zehnt, gehen schnell in die Luft – und zeigen dort rasante Kunststücke. Das Flugschau-Geschwader des Kölner Zoos hat pünktlich zur warmen Jahreszeit wieder seinen Dienst aufgenommen. Das rund 25-minütige Programm startet täglich* ab 14.30 Uhr auf der Flugschau-Anlage in der Mitte des Zoos (nahe Nebeneingang bzw. Pinguinanlage). Die Vögel zeigen trickreiche Flugeinlagen und Landemanöver. Die Tierpfleger geben dazu spannende Hintergrund-Informationen rund um die Biologie der Tiere und ihre Bedrohung in freier Wildbahn. Zur Kölner Flotte gehören: Weißkopfseeadler „Paco“, der über die größte Spannweite verfügt, Gaukler „Hatari“, der Südamerikanische Wüstenbussard „Sanchoz“, Schwarzmilan „Milo“, Geierrabe „Sira“, Brillenkauz „Escobar“ und der Lachende Hans „Hennes“ – übrigens nicht verwandt oder verschwägert mit dem namensgleichen Bock im Kölner Zoo. Vervollständigt wird die Riege durch drei Papageien: das Hellrote Ara-Weibchen „Lotti“, Gelbbrust Ara „Diego“ und Kongo Graupapagei „Jako“. Fünf weitere Vögel sind momentan in der Ausbildung. Vier Tierpfleger kümmern sich abwechselnd um die Tiere und trainieren und üben mit ihnen.

Zoo Berlin; Tierpark Berlin 09.05.2018
Tierchen wechsel‘ dich – Kofferpacken in Zoo und Tierpark Berlin
Nicht nur die Mitarbeiter der Zoologischen Gärten Berlin arbeiten eng zusammen, auch bei den Tieren herrscht ein reger Austausch zwischen ehemals Ost und West. Erst vor einigen Wochen zog der junge Takin Bolek (2) aus dem Tierpark in den Zoo, wo er seither dem dortigen Rentner-Ehepaar Tsangpo (22) und Nam Tso (20) Gesellschaft leistet und neues Leben in ihren Alltag bringt. Auf Vatertags-Tour: Heute hat Eisbär Wolodja (6) seine Koffer gepackt, um dem Zoo Berlin wieder einmal einen Besuch abzustatten. „Wir konnten beobachten, dass er Tonja mehrmals in diesem Frühjahr gedeckt hat und möchten unserer möglicherweise trächtigen Eisbärdame so viel Ruhe wie möglich verschaffen“, erklärt Tierpark-Kurator Dr. Florian Sicks den Anlass des Umzuges. Wolodja kennt die Reise bereits, schon 2017 zog er für einige Monate in den Zoo. Eisbären sind von Natur aus Einzelgänger. In ihrer Heimat, der Arktis, treffen sie sich nur zur Paarung und gehen danach wieder getrennte Wege. Derzeit gewöhnt sich Wolodja in seinem Stall noch an die neue Umgebung und die neuen Gerüche. Zum langen Himmelfahrts-Wochenende wird der Eisbär zum ersten Mal auf der Außenanlage zu sehen sein. Wie auch im letzten Jahr werden sich Eisbären-Seniorin Katjuscha (33) und er jeweils abwechselnd auf den beiden Außenanlagen aufhalten. Am selben Tag zog auch Grévy-Zebra Hengst Kosa (8) als Teil einer gelungenen Zuchtkooperation zwischen Zoo und Tierpark von Berlin Mitte nach Friedrichsfelde. Im letzten Jahr hat er mit Sohn Gerrit für wichtigen Nachwuchs bei dieser stark gefährdeten Tierart gesorgt. Nach seiner Rückkehr in den Tierpark kann dort dann im Sommer 2019 wieder auf Nachwuchs gehofft werden. In Kürze sollen außerdem alle fünf Rosakakadus aus dem Zoo das Terrassencafé Kakadu im Tierpark bereichern. „Anlässe für einen Umzug sind meist Empfehlungen der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme. Um Inzucht zu vermeiden, müssen die Jungtiere die Gruppe ihrer Eltern irgendwann verlassen – das ist in der Natur nicht anders“, erläutert Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem.

Tiergarten Nürnberg 09.05.2018
Junge Uralkäuze im Tiergarten
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg sind am 1. April 2018 wieder zwei Uralkäuze geschlüpft. Derzeit ähneln die flauschigen Federknäuel ihren glattgefiederten Eltern noch wenig. Da Uralkäuze keine äußerlichen Geschlechtsmerkmale haben und der Gewichtsunterschied nicht zuverlässig das Geschlecht erkennen lässt, muss das Geschlecht der Jungtiere noch bestimmt werden. Dafür zupften die Tierärzte im Tiergarten Nürnberg den beiden Jungvögeln am 9. Mai 2018 einige Federn und lassen mit deren DNA im Labor das Geschlecht feststellen. Das Elternpaar stammt aus dem Tierpark Berlin und dem Zoo Prag. Der Opa väterlicherseits hat 1991 im Tiergarten Nürnberg das Licht der Welt erblickt. Die weltweit erste Nachzucht des Ural- oder Habichtskauzes in menschlicher Obhut überhaupt gelang 1965 im Tiergarten Nürnberg. Mit 34 erfolgreich aufgezogenen Jungvögeln seit 2003 gilt das derzeitige Elternpaar im Tiergarten als Rekordhalter seiner Art. Fünf dieser Jungvögel wurden bislang an ein Zuchtnetzwerk abgegeben und 27 weitere Jungvögel wurden zur Wiederansiedelung der in Tschechien, Deutschland und Österreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgerotteten Eulenart in die Natur entlassen. Auch die beiden diesjährigen Jungvögel wird der Tiergarten zur Bestandsstützung nach Österreich abgeben. Die Wiederansiedlungen erfolgten bislang im Nationalpark Bayerischer Wald (seit 1975) und dem tschechischen Nationalpark Šumava (seit 1995), sowie im Biosphärenreservat Wienerwald und dem Wildnisgebiet Dürrenstein (beide seit 2001). Im vergangenen Jahr kam dieses internationale Habichtskauz-Wiederansiedelungsprojekt, das anstrebt, wieder eine sich selbsterhaltende Population im nordöstlichen Alpenraum zu etablieren, seinem Ziel ein gutes Stück näher. Nach dem besonders produktiven Freilandjahr 2017 erweist sich jedoch das aktuelle Jahr als schwierig. Derzeit gibt es für Eulen im Wald nur wenige Beutetiere. Dementsprechend karg fällt die Brutsaison im Freiland aus: nur drei Brutpaare sind bekannt und der Ausgang des Brutgeschehens ist noch unklar. Allerdings hoffen die Forscher aufgrund der umfangreichen Baumblüte im Frühjahr 2018, dass es im Herbst reichlich Samen geben wird, so dass sich über den Winter ein neuer Höchststand an Kleinsäugern entwickeln kann. Daraufhin könnten im kommenden Jahr die Freilandbruten im Habichtskauz-Wiederansiedelungsprojekt wieder ansteigen. Bis die Freilandpopulation auf 60 Brutpaare angewachsen ist, sollen alljährlich weitere Jungeulen freilassen werden. Wie wichtig eine langjährige Arbeit mit Unterstützung von der EU über Bund und Länder und weitere Träger ist, kommentiert der Projektkoordinator Dr. Richard Zink so: „Dass sich das Wiederansiedelungsprojekt mittlerweile zu einem „Best Practise“ Beispiel gelebten Artenschutzes entwickelt hat und heute in Mitteleuropa großes Ansehen genießt, ist nicht zuletzt auch der konsequenten Unterstützung durch den Tiergarten Nürnberg zu verdanken!“ Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat das Projekt der Wiederansiedelung mit 45.000 Euro für das Monitoring durch das Forschungsinstitut für Wildttierkunde in Wien und mit 15.000 Euro für die genetische Grundlagenforschung an der TU München direkt unterstützt. Hinzu kommen die bislang abgegebenen 32 Jungvögel, die kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, und deren Wert mit einem Aufwand für Volierenbau, tiermedizinische und pflegerische Betreuung sowie für Futterkosten mit 13.000 Euro pro Abgabe von zwei Jungvögeln pro Jahr, also mit weiteren 208.000 Euro seit 2003, kalkuliert werden kann.

Zoo Landau in der Pfalz 08.05.2018
„Artenvielfalt im Zoo entdecken“: Kostenfreie Erlebnisführung für Familien
Die Vielfalt des Lebens bewusst wahrnehmen, sie näher erkunden und sie verantworten lernen – dies gelingt besonders gut in einem Zoo. Deshalb bietet die Zooschule anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am Sonntag, den 27. Mai, um 14 Uhr für Familien eine Erlebnisführung an. Auf einem Rundgang durch den Zoo möchten die Pädagogen der Zooschule Sensibilität und Interesse für die Vielfalt und Verschiedenheit von Lebensformen, Lebensräumen und Lebensumständen wecken. Dabei haben Kinder und ihre Angehörigen die Gelegenheit, Tiere, die sie nur aus Fernsehen, Film und Printmedien kennen, wirklichkeitsnah, multisensorisch und im natürlichen Verhaltensablauf zu erleben. Durch einen direkten Tierkontakt werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch emotional angesprochen.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 08.05.2018
Rüssel raus – Elefantenkalb zum ersten Mal im Freigehege
Heute war ein großer Tag für das vier Tage alte Elefantenkalb. Gemeinsam mit Mutter, Oma, Tanten und den anderen Verwandten der Herde durfte der kleine Bulle zum ersten Mal das Freigelände betreten. Das ist immer ein bedeutender Schritt für den Neuzuwachs und die Tierpfleger, die genau beobachteten, wie das jüngste Herdenmitglied reagierte. Zuerst kamen die erwachsenen Tiere, dann die älteren Jungtiere, dicht gefolgt von Oma Lai Sinh, Mama Shila und dem Jungtier mit dem lustigen Kosenamen Brausepaul. Natürlich wird der Kleine in ein paar Wochen einen passenden Namen für einen Asiatischen Elefanten erhalten. Viele neue Eindrücke stürmten auf den kleinen Rüsselträger ein: Zum ersten Mal spürte er die Sonne unmittelbar auf der Haut, zum ersten Mal sah er die Weitläufigkeit der Freilaufanlage, viele grüne Bäume und den blauen Himmel ohne Scheiben, zum ersten Mal waren hunderte Besucher und Medienvertreter gleichzeitg vor Ort – mitsamt der entsprechenden Geräuschkulisse. Eine Veränderung im Szenario, die von einem wenige Tage alten Kalb erst einmal verarbeitet werden will. Sicherheitshalber blieb Brausepaul deshalb dicht an der Seite seiner Mutter. In den nächsten Tagen wird der Kleine Rüsselträger immer mutiger werden. Seine Halbgeschwister Anjuli und Kanja warten schon darauf, dass er groß genug ist, um mit ihnen zu spielen. Auch wenn ein Elefantenkalb pro Tag ein bis zwei Kilogramm an Gewicht zulegt, kann das aber noch ein paar Wochen dauern. Sofern das Wetter warm genug ist, sind die Fortschritte des Kleinen ab jetzt auch im Außengehege zu sehen.

Tiergarten Nürnberg 08.05.2018
Neue Löwin im Tiergarten
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat seit Freitag, 4. Mai 2018, eine junge Asiatische Löwin. Sie wurde durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) aus dem dänischen Zoo Aalborg nach Nürnberg vermittelt. Jetzt leben im Tiergarten zwei Asiatische Löwinnen. Neben dem Neuzugang Aarany ist das die mit 19 Jahren hochbetagte Keera, die am 9. Mai 1999 in Dudley Zoo in Großbritannien geboren wurde. Ein älteres Männchen aus Jerez in Spanien soll noch folgen. Die neue junge Löwin Aarany wurde am 4. Mai 2016 in Aalborg geboren und ist gut an ihrem verknautscht aussehenden rechten Ohr zu erkennen. Diese Verwachsung geht auf eine Verletzung in der frühen Kindheit zurück. Aarany gilt als genetisch sehr wertvolles Weibchen und wurde vom EEP unbedingt für die Zucht an den Tiergarten empfohlen. Der Tiergarten Nürnberg hält Indische oder Asiatische Löwen seit 1982, wobei sich durch genetische Untersuchungen herausstellte, dass damals keines der Zootiere reinrassig war, sondern von Tieren abstammte, die bereits in Indien mit Afrikanischen Löwen gekreuzt wurden. Erst ab 1990 kamen mit neuen Importen aus den Zoos von Sakkarbaug und Neu Delhi sowie aus dem Freiland reinrassige Indische Löwen nach Europa, die auf zwölf Gründertiere zurückzuführen waren. Der Bestand wird seit 1994 durch das EEP koordiniert, das neben der Arterhaltung besonders Bildung und Forschung zum Ziel hat.

Tierpark Berlin 08.05.2018
Kleiner Bär unter großem, blauen Himmel – Brillenbär-Nachwuchs präsentiert sich zum ersten Mal der Öffentlichkeit
Noch ein wenig zögerlich folgt ein kleiner schwarzbrauner Bär seiner Mutter langsam nach draußen. Doch wenig später rennt er bereits spielend durch das Gras und untersucht neugierig einen Baumstamm: Ab heute ist das Brillenbär-Jungtier auf der Außenanlage für die Besucher des Tierpark Berlin zu sehen. Nach fast vier Monaten in der Wurfhöhle, darf Brillenbär-Mutter Julia (20) nun zusammen mit ihrem jüngsten Nachwuchs nach draußen. Auf der großen Außenanlage gibt es für den kleinen Bären viel zu entdecken. Interessiert begutachtet er Felsen, Kletterbäume und Hügel. „Bisher zeigt sich das Jungtier sehr selbstbewusst“, stellt Bären-Kurator Dr. Florian Sicks fest. „Brillenbären werden ab einem Alter von drei bis vier Monaten zunehmend selbstständig und können schon früh klettern. Das ist wichtig, da sie auf Bäumen Zuflucht vor möglichen Feinden finden.“ Die Kletterbäume auf der Anlage im Tierpark ragen bis zu 9 Meter in den Himmel. Selbst solch schwindelerregende Höhen erklimmen junge Brillenbären problemlos. „Der Nachwuchs bei unseren Brillenbären ist bedeutend für die weltweite Population dieser Bären-Art“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Umso mehr freue ich mich natürlich darüber, dass das Jungtier so gut herangewachsen ist.“ Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) gilt der Brillenbär als gefährdet. Zu den Hauptbedrohungsfaktoren zählen die Lebensraumzerstörung durch die Abholzung der Wälder sowie die Umwandlung des Lebensraumes in Landwirtschaftliche Flächen. Der Brillenbär wird zudem bejagt, wenn er in Feldern nach Nahrung sucht oder Nutztiere erbeutet. In erster Linie ernähren sich Brillenbären vegetarisch und ergänzen dies mit tierischen Proteinen wie Insekten, Nagetieren und manchmal auch größere Huftieren. Noch ist der kleine Brillenbär namenslos. Falls sich ein Tierpate findet, darf er zusammen mit den Tierpflegern einen Namen aussuchen.

Thüringer Zoopark Erfurt 08.05.2018
Lämmer, Zicklein und Kalb: Viel Tiernachwuchs im Zoopark Hoffest am 23. und 24. Juni 2018
Auf dem Schaubauernhof im Thüringer Zoopark Erfurt hat innerhalb von 14 Tagen gleich sechsmal Zwillingsnachwuchs das Licht der Welt erblickt. Für Rhönschaf-Vater „Udo“ kein Problem. Er hat die insgesamt 13 Lämmer, ein Einzel“kind“ war zusätzlich dabei, gut im Blick und beschützt die sechs Mädchen und sieben Jungs. Seit Juni 2017 leben die Rhönschafe am Roten Berg und beweiden u.a. den Geschützten Landschaftsbestandteil, unser zooeigenes Naturschutzprojekt. Auch bei den Ouessantschafen, der kleinsten Schafrasse Europas, gab es fünfmal weiblichen Nachwuchs und zwar vier schwarze und ein weißes Lamm. Bei den Thüringer Waldziegen sind sechs Zicklein auf die Welt gekommen und vier Mal Nachwuchs gab es bei den Bulgarischen Langhaarziegen. Eselhengst „Edefix“ aus dem Archepark „Forstfarm“ in Nordhausen soll künftig für Nachwuchs sorgen. Da sich der Thüringer Zoopark Erfurt am Erhaltungsprogramm für Thüringer Waldesel beteiligt, hat „Edefix“ zwei Eselstuten gedeckt. Das Ergebnis gibt es 2019 zu sehen. Einen ganz besonderen Einblick in das abwechslungsreiche Leben auf dem Schaubauernhof gibt es am 23. und 24. Juni. An diesem Wochenende feiert der Thüringer Zoopark Erfurt 60 Jahre Haustierausstellung auf Axmanns Hof mit einem abwechslungsreichen Programm. Vormerken lohnt sich!

Tierpark + Fossilium Bochum 08.05.2018
Gemeinsam für den Tier- und Artenschutz Tierschutzverein und Tierpark feiern ihre Zusammenarbeit
Bochum (Tierpark). Am Wochenende, 05. und 06. Mai, feierte der Tierschutzverein Bochum, Hattingen und Umgebung e.V. das 30jährige Bestehen des Bochumer Tierheims. Als langjähriger Partner und Unterstützer des Vereins beteiligte sich auch der Tierpark + Fossilium Bochum an den Festlichkeiten und präsentierte sich mit einem Informationsstand und Mitmachaktionen für Kinder. Für seine bedeutende Rolle in der Historie und Entwicklung des Tierschutzvereins wurde der Tierpark ihm Rahmen des Festaktes besonders gewürdigt. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte Michael Schneider, 1. Vorsitzender des Vereins, Zoodirektor Ralf Slabik eine goldene Anstecknadel für die mehr als 50jährige, aktive Vereinsmitgliedschaft der Tierpark Bochum gGmbH sowie das Airbrush-Portrait eines Gelbbrust-Aras aus dem Tierpark. „Wir gratulieren unseren Kolleginnen und Kollegen des Tierschutzvereins ganz herzlich zu diesem Jubiläum und beglückwünschen das Team zu seiner jahrelangen wichtigen und erfolgreichen Arbeit“, lobt Zoodirektor Ralf Slabik. „Mit dem gemeinsamen Ziel, den Tier- und Artenschutz zu stärken, arbeiten wir seit Jahren Hand in Hand.“ Beide Bochumer Institutionen verbindet eine lange Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm der Verein der Bochumer Tierparkfreunde e.V., der auch einst den Tierpark gründete, die Tierschutzarbeit in Bochum auf und rief am 21. Februar 1956 den Tierschutzverein Bochum e.V. ins Leben. Als gebürtiger Bochumer und begeisterter Tierfreund engagierte sich Ralf Slabik bereits in jungen Jahren neben dem Studium in der Tierpflege des Vereins. Heute ist Ralf Slabik als Beiratsmitglied des Vereins in beratender Funktion tätig. Darüber hinaus fördert er die Tierschutzarbeit als Kuratoriumsmitglied der Tierschutzstiftung Bochum.

Allwetterzoo Münster 08.05.2018
Großer Zuchterfolg im Allwetterzoo: Erstes Zweifarb-Tamarin Pärchen geboren
Als dritter Zoo in Deutschland präsentiert der Allwetterzoo seit April 2017 Zweifarb-Tamarine. Bei Weibchen Jill und Männchen Jack war es Liebe auf den ersten Blick! Umso erfreulicher für den Zoo und die weltweiten Artenschutzbemühungen, dass nun zwei kleine Tamarine das Licht der Welt erblickt haben. Die zur Gruppe der Krallenaffen gehörenden Primaten leben in kleinen Gruppen zusammen und werden von einem dominanten Weibchen geführt. Das Männchen allerdings, wie bei Krallenaffen üblich, hilft sehr intensiv bei der Jungtieraufzucht und trägt die Kleinen auf seinem Rücken umher. Nur zum Säugen werden die Jungtiere zur Mutter gebracht. Bei den Zweifarb-Tamarinen handelt es sich um eine der am stärksten bedrohten Primatenart weltweit. Die aus Brasilien stammenden Affen kommen nur noch im Amazonasbecken vor, in der Umgebung von Manaus. Eine Region, in der der Regenwald massiv abgeholzt wird. Daher ist die Population in den letzten 15 Jahren um mehr als 50% geschrumpft und es leben vermutlich keine 2000 Tiere mehr. Eine erschreckende Bilanz für die weltweite Arterhaltung. Der Brasilianische Staat fördert ein Schutzprogramm für die letzten frei lebenden Vertreter dieser Art – und ebenfalls ein weltweites Zuchtprogramm, um die Tiere in Menschenhand zu erhalten und ggf. auswildern zu können. Alle Tiere in Menschenhand verbleiben im Besitz Brasiliens – ebenfalls die Jungtiere. Aktuell leben in europäischen und amerikanischen Parks 183 Zweifarb-Tamarine in insgesamt 85 zoologischen Einrichtungen. Drei davon befinden sich in Deutschland: Erfurt, Magdeburg und Münster.

Tiergarten Schönbrunn 08.05.2018
Ziehmütter für seltene Waldrapp-Küken im Tiergarten Schönbrunn
Corinna Esterer und Anne-Gabriela Schmalstieg haben eine Aufgabe, um die sie bestimmt viele beneiden: Sie sind Ziehmütter für Waldrappe. Im Tiergarten Schönbrunn ziehen sie derzeit 33 Küken dieser hoch bedrohten Vogelart mit der Hand auf. Die Besucherinnen und Besucher können sie im Container neben der Waldrapp-Voliere dabei beobachten. „Als wir die Küken vom Tierpark Rosegg und der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau übernommen haben, waren sie so klein, dass sie gerade in unsere Hand gepasst haben“, erzählt Schmalstieg. „Seitdem füttern wir sie, streicheln sie und reden und spielen jeden Tag mit ihnen.“ Was nach einer lustigen Aufgabe klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Die Küken werden durch die Handaufzucht auf ihre beiden Ziehmütter geprägt, um sie später wiederansiedeln zu können. Wiebke Hoffmann von der Abteilung für Forschung und Artenschutz im Tiergarten Schönbrunn: „Im 17. Jahrhundert ist der Waldrapp in Mitteleuropa verschwunden. Der Tiergarten ist einer der Projektpartner des Waldrappteams, das mittlerweile im Rahmen eines europäischen Life+ Projektes daran arbeitet, den Waldrapp hier wieder heimisch zu machen.“ Das ist bei einem Zugvogel kein leichtes Unterfangen. Hoffmann: „Die Waldrapp-Küken, die in Zoos und Wildparks schlüpfen, kennen die Flugroute ins Winterquartier nicht. Deshalb müssen die Ziehmütter ihnen den Weg in die Toskana in einem Ultraleichtfluggerät vorfliegen.“ Für Corinna Esterer und Anne-Gabriela Schmalstieg ist es schon die fünfte Aufzucht. Mit den diesjährigen 33 Küken haben sie dann bereits 130 Waldrappe auf die Auswilderung vorbereitet.

Zoo Landau in der Pfalz 07.05.2018
„Die große Vielfalt der Kaninchen“ Rassekaninchenausstellung im Zoo Landau in der Pfalz am Pfingstsonntag, 20. Mai 2018, ab 11 Uhr
Nach der sehr positiven Resonanz beim letztjährigen Osterfest wird es am Pfingstsonntag (20. Mai 2018) erneut eine Rassekaninchenausstellung im Zoo Landau in der Pfalz geben. Zahlreiche Zuchtkaninchen samt Nachwuchs in den unterschiedlichsten Größen, Farben und mit den verschiedensten Merkmalen werden auf der großen Zoowiese zu sehen sein. Der „Kaninchenzuchtverein P149 Neustadt e.V.“, bei dem der Zoo Landau seit der Übernahme einer bedrohten Kaninchenrasse, den Deutschen Großsilberkaninchen im neuen Streichelzoo, Mitglied ist, führt diese Ausstellung durch. Unseren Besuchern werden die Rassen und deren besondere Merkmale erläutert und die Bewertungskriterien für ein Zuchtkaninchen vorgestellt. Ab 11 Uhr stehen die Kaninchenzüchter sehr gerne für Fragen zur Verfügung und stellen ihre Schützling vor.

Tiergarten Nürnberg 07.05.2018
Neue Saki-Gruppe im Tiergarten
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg lebt seit dem 23. März 2018 eine neue Gruppe von Weißgesichtssakis (Pithecia pithecia). Die kleine Familie einer Primatenart aus der Gruppe der Neuweltaffen verbrachte zur Eingewöhnung einige Zeit hinter den Kulissen. Seit Mitte April haben die Tiere ihre Domizil im Manatihaus. Bei den Weißgesichtssakis sind die Männchen deutlich an der weißen Gesichtsmaske zu erkennen. Die Weibchen haben ein dunkel gefärbtes Gesicht mit zwei schmalen, hellen Streifen. Das neu im Tiergarten angesiedelte Weibchen wurde am 16. Mai 2013 im britischen Whipsnade geboren und erhielt dort den Namen Marilia. Sie zog im April 2016 in den Zoo von Chester zu ihrem Partner Kwinti, der am 21. Oktober 2008 im Park La Vallée des Singes (Affental) im westfranzösischen Romagne zur Welt kam und schon seit November 2012 in Chester lebte. Dieses Paar sollte auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) im vergangenen Sommer gegen die beiden Junggesellen im Tiergarten ausgetauscht werden. Die zwei Nürnberger wurden pünktlich nach Drayton Manor (UK) abgegeben, aber das Paar konnte nicht nach Nürnberg, da am 7. August 2017 überraschend früh der Sohn Hugo auf die Welt kam. Um die junge Familie keinem Stress auszusetzen, wurde der Transporttermin um gut ein halbes Jahr verschoben. Da im EEP bereits über 300 dieser Affen in mehr als 80 Zoos leben und die Plätze beschränkt sind, müssen überzählige Tiere euthanasiert oder getötet und verfüttert oder aber die Zucht eingeschränkt werden. Bei Primaten wird üblicherweise letzteres bevorzugt, weshalb der Tiergarten sieben Jahre lang Junggesellen halten sollte und erst jetzt mit der Zucht beginnen durfte. Weißgesichtssakis haben ein zurückhaltendes Wesen und jagen kaum Insekten oder andere Tiere. Sie lassen sich leicht mit anderen Tierarten vergesellschaften und in begehbaren Anlagen halten. Den Sakis, der einzigen Affenart im Manatihaus, schmecken zwar hin und wieder einige Schmetterlinge, ansonsten lassen sie aber die Mitbewohner in Ruhe. Neben den Blättern und Früchten des Sternapfelbaums oder der Rosita de Cacao, einem Seidenbaumwollgewächs, verspeisen sie auch Blätter der Bougainvillea. Sakis sind tagaktiv und bilden kleine Gruppen. Die als eher scheu geltenden Neuweltaffen leben in Wäldern, wobei sie sowohl in tiefer gelegenen Regenwäldern als auch in Gebirgswäldern vorkommen können. Dort halten sie sich bevorzugt in den mittleren und unteren Baumregionen auf und kommunizieren untereinander mit zwitschernden Rufen und Pfiffen. Obwohl sie äußerst agil klettern können, sind sie dank ihrer kräftigen Hinterbeine häufig bei weiten Sprüngen zu beobachten. Deshalb werden sie von den Ureinwohnern auch als fliegende Affen bezeichnet. Regional beheimatet sind Weißgesichtssakis im nordöstlichen Südamerika. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Guyana, Surinam und Französisch-Guayana, das östlich des Guri-Stausees gelegene Gebiet in Venezuela, den brasilianischen Bundesstaat Amapá und den nördlich des Amazonas gelegenen Teil von Pará. Es sind zwei Unterarten dieser Sakis beschrieben, aber deren Verbreitungsgebiet überschneidet sich in vielen Bereichen, so dass diese Abgrenzung erst validiert werden muss.

Zoo Osnabrück 07.05.2018
Erstmals „Vollmond-Barbecue“ im Zoo Osnabrück – Neue Veranstaltungen am 27. und 28. Juli
Im Schein des Vollmonds durch den Zoo schlendern und ein leckeres Barbecue gemeinsam mit Freunden genießen: Am 27. und 28. Juli bietet der Zoo Osnabrück erstmals ein „Vollmond-Barbecue“ an. Die Tickets für die Veranstaltung sind limitiert und ab sofort im Online-Shop des Zoos erhältlich. „Beim ‚Vollmond-Barbecue‘ ist der Name Programm: Wir haben das Datum extra so gewählt, dass Vollmond ist – das macht eine ganz besondere Stimmung im Zoo und wir hoffen an den beiden Abenden auf gutes Wetter“, freut sich Jennifer Ludwig, Veranstaltungsfachwirtin im Zoo Osnabrück, auf die Veranstaltung am 27. sowie 28. Juli. In dieser Form gebe es das „Vollmond-Barbecue“ das erste Mal. „Der Abend startet mit einem Cocktailempfang. Danach gibt es ein großes Barbecue-Buffet auf der ‚Samburu-Lodge‘. Zudem wird die Lodge in buntes Licht getaucht und leise Musik spielt im Hintergrund“, so Ludwig weiter. Das Buffet, das direkt vom großen Holzkohlegrill bestückt wird, halte für jeden Geschmack etwas bereit, erklärt die Veranstaltungsfachwirtin: „Geflügel, Schwein und Fisch sowie leckere Beilagen wie Gemüse, Salate und Brot kommen hier auf den Teller. Auch Vegetarier finden eine reichhaltige Auswahl.“ Ein Dessert sowie alkoholfreie Getränke sind im Preis inklusive. Gegrilltes und nächtliche Führung – „Tierfans kommen natürlich auch beim Vollmond-Barbecue wieder voll auf ihre Kosten – als Verdauungsspaziergang wartet auf sie eine 90-minütige Führung durch den nächtlichen Zoo“, berichtet Jennifer Ludwig. Bei der Führung besuchen die Zoopädagogen mit den Gästen nachtaktive Tiere und wissen, welche Tiere im Stehen schlafen und welche auch nachts nur kurze Nickerchen halten. „Für den Zoo ist es wichtig, immer neue Veranstaltungsformate anzubieten. Da wir uns so gut wie selbst finanzieren, suchen wir immer neue Ideen, um Besucher für den Zoo zu begeistern. Und abendliche Veranstaltungen sind für unsere Besucher besonders toll, da der Zoo im schummerigen Abendlicht ganz anders wirkt als tagsüber und eine sehr besondere Stimmung aufkommt“, so Ludwig. Tickets limitiert und nur online erhältlich – Tickets für das Vollmond-Barbecue sind ab sofort exklusiv im Online-Shop des Zoos https://shop.zoo-osnabrueck.de erhältlich. Die Plätze sind auf 120 Personen pro Abend limitiert. Ein Ticket gilt für zwei Personen und kostet 139,90 Euro – pro Person fallen somit 69,95 Euro für den kompletten Abend an. Im Preis inklusive sind der Zoo-Eintritt (am Veranstaltungstag ab 18:45 Uhr), der Cocktailempfang, das Barbecue, alkoholfreie Getränke während des Essens (alkoholische Getränke müssen gesondert bezahlt werden) sowie die 90-minütige Führung. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und endet um 23:30 Uhr.

Zoo Osnabrück 07.05.2018
Zwei Mantelaffen im Zoo Osnabrück ausgebüxt – Ungefährliche Affenart aus Gehege entwichen
Im Zoo Osnabrück haben am Montagnachmittag zwei Mantelaffen (oder auch Guereza) das Gehege verlassen und sind vermutlich im Zoo oder im benachbarten Wald am Schölerberg unterwegs. Die Affenart ist ungefährlich. Der Zoo bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. „Unsere Tierpfleger haben heute Nachmittag entdeckt, dass die zwei Weibchen Ofina und Kimberly in der insgesamt dreiköpfigen Gruppe fehlen“, berichtet Tobias Klumpe, Kurator und Biologe vom Zoo Osnabrück. „Aktuell können wir nicht viel machen, denn die Affen können sehr gut klettern und springen. Wir gehen davon aus, dass sie zurzeit den Wald im Zoo oder um den Zoo herum erkunden. Das Laubwerk ist gerade sehr dicht und die Bäume sehr hoch, sodass es schwer sein wird, sie auf die Schnelle zu finden.“ Die Zoomitarbeiter hoffen zunächst, dass die Tiere von alleine zurückkehren und haben dafür Klettermöglichkeiten über den Wassergraben, der das Außengehege umgibt, gelegt. Zurück geblieben ist das Männchen Abasi, 9 Jahre, der im Innengehege auf seine Weibchen wartet. Wie die Tiere das Gehege verlassen konnten, konnte noch nicht rekonstruiert werden. Keine Gefahr für Menschen – Von Ofina und Kimberly gehe keine Gefahr aus, sie seien eher scheu, erläutert Klumpe: „Mantelaffen sind sehr friedlich. Allerdings sollte man nicht selbst versuchen sie einzufangen, denn wie jedes Tier bekommen sie Angst, wenn sie in die Enge getrieben werden, und wehren sich auch.“ Deswegen bittet der Zoo Anwohner und Spaziergänger um Mithilfe: Wer die Tiere sieht, soll sich bitte umgehend bei der Feuerwehr unter 112 melden. Polizei und Feuerwehr sind informiert. Mantelaffen sind etwa 50 bis 70 Zentimeter groß und haben ein auffälliges, schwarz-weiß gemustertes, langes Fell. Genug Futter finden die Ausreißer auf jeden Fall: Sie sind Laubfresser und lassen sich die Blätter des Buchenwaldes sicherlich schmecken. 2013 war Mantelaffen Lubaya im Zoo Osnabrück ausgebüxt und ging für knapp zwei Wochen auf Erkundungstour. Mithilfe der Anwohner konnte sie schließlich in einen Keller gelockt und zurück in den Zoo gebracht werden.

Wildpark MV Güstrow 07.05.2018
Von Frühaufstehern und Spätzündern – Rhododendron-Blüte startet im Wildpark-MV in Güstrow
Es geht wieder los: Die Rhododendron-Blüte im Güstrower Wildpark-MV beginnt. In den kommenden Wochen können sich die Besucher auf ein buntes Farbenmeer freuen, denn rund um das Eingangsgebäude, das Umweltbildungszentrum, entfalten mehr als 500 sogenannte Rosenbäume in weiß, gelb, rosa oder auch violett ihre ganze Schönheit. Das sieht nicht nur gut aus, sondern duftet auch wunderbar – eine Attraktion für die Sinne. Dabei sind die Arten mit den hellen Blüten sozusagen die Frühaufsteher unter den Rhododendren. Sie blühen bereits mit voller Kraft. Langsam, aber sicher starten auch die dunkleren Nuancen durch. Die Knospen öffnen sich Stück für Stück. Die Freude währt jedes Jahr allerdings nur kurz: Etwa drei Wochen zeigen sich die großen Blüten einer Pflanze, bis sie verblühen. Noch bis Juni sind die Rhododendren zu bestaunen. Mehr als 200 Rhododendren wurden übrigens von Wildpark-Besuchern gespendet. Namensschilder erinnern an besondere Anlässe oder Geschenke für die Familie oder Freunde. Damit konnten sie sich selbst, aber auch dem Wildpark-MV eine große Freude machen und eine bleibende Erinnerung schaffen.

Zoo Basel 07.05.2018
2017 – ein positives Geschäftsjahr für den Zoo Basel
Der Zoo Basel kann sich auch dieses Jahr sehr zufrieden zeigen. 2017 sind erneut über sechs Millionen Franken in Form von Spenden, Geschenken, Nachlässen, Legaten und Patenschaften zusammengekommen. Die neue Elefantenanlage sorgte für mehr Besucher und Besucherinnen und das Wimmelbuch ist ein voller Erfolg. Sämtliche Geschäftszahlen 2017 sind dem neu erschienenen Geschäftsbericht zu entnehmen. Die Erfolgsrechnung 2017 des Zoo Basel weist einen Jahresgewinn von CHF 73‘223 aus. Damit beträgt der Bilanzgewinn per 31. Dezember 2017 CHF 1’070‘123. Personal- und Betriebsaufwand sind verglichen mit dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Der Erlös der verkauften Eintrittskarten und Abonnements liegt bei CHF 10’296’506.13. Das entspricht einer Zunahme von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr (CHF 8’914’707.07). Auch eine starke Börse trug zu den erfreulichen Geschäftszahlen bei: Das Nettofinanzergebnis liegt für 2017 bei CHF 3’719’579.65 (Vorjahr CHF 868’098.89). Dies ergibt eine Rendite auf dem durchschnittlichen Wertschriftenvermögen von 9.7 Prozent (Vorjahr 2.2 Prozent). Beim Zoo Basel arbeiteten 2017 durchschnittlich 210 Mitarbeitende in 162 Vollzeitstellen. Kleine und grosse Besucherlieblinge – Die neu eröffnete Elefantenanlage «Tembea» kommt sehr gut an, was sich auf den Besucheranstieg auswirkte. Zudem sorgte 2017 auch der Tiernachwuchs für viel Freude: Zwei Giraffen-Bullen, ein Schimpanse-Junge, zwei Löwen-Weibchen und ein Panzernashornbulle kamen zur Welt. So konnten 2017 die Besucherzahlen gegenüber Vorjahr um 6 Prozent gesteigert werden (Vorjahr 960’685). Auch das neue Wimmelbuch ist sehr beliebt und ist nebst der höheren Besucherzahl ein wichtiger Grund für den erfreulichen Umsatz des Zoo-Ladens von CHF 1’309’010 (Vorjahr CHF 1’142’298.95). Die positiven Entwicklungen in den Besucherzahlen sowie den Umsatzzahlen der Restaurants und des Ladens zeigen, dass die angemessenen Preisanhebungen bei den Eintrittstickets sowie für die Jahreskarten gut akzeptiert wurden. Blick in die Zukunft – Aufgrund der 2017 eröffneten und beim Publikum sehr beliebten Elefantenanlage «Tembea» geht der auf Spenden und Nachlässe sowie Abgeltungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft angewiesene Zoo Basel mittelfristig von einer anhaltenden positiven Geschäftsentwicklung aus. Für das Grossprojekt Ozeanium Basel ist 2017 das Vorprojekt entwickelt, umfassend einer Review unterzogen sowie überarbeitet worden. Auch wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Die Kosten für diese Vorleistungen belaufen sich per Ende 2017 auf CHF 3’649’490. Die fest zugesagte Leadspende von CHF 30‘000‘000 wird erst zum Zeitpunkt der Realisation des Ozeaniums fällig. Der Zoo rechnet damit, dass mit dem Bau des Grossaquariums im günstigsten Fall 2021/2022 begonnen werden kann.

Tierpark Hagenbeck 06.05.2018
Elefantenkalb geboren – Jetzt sind es zehn Dickhäuter
Nach einer Tragzeit von 640 Tagen brachte die Elefantenkuh Shila, geboren am 11. April 2007, ihr erstes Kalb zur Welt. Das Jungtier misst etwa einen Meter und wiegt knapp 100 Kilogramm. Damit zählt die Herde nun zehn Tiere. Der kleine Bulle wurde am 5. Mai um 7:07 geboren. Ein Datum und eine Zeit, die bestens zum 111. Eröffnungstag des Tierpark Hagenbeck in Stellingen passt, der am morgigen Montag, 7. Mai., von 10-16 Uhr mit einem Aktionstag für alle Besucher gefeiert wird. Brausepaul, wie die Tierpfleger ihren Zögling vorläufig liebevoll nennen, ist das zweite Elefantenkind, das in zweiter Generation im Tierpark geboren wurde. Den Anfang machte die Kuh Kandy, geboren am 14. Mai 2003 als erste Herdengeburt bei Elefanten in Deutschland. Sie brachte am 11. Januar 2016 den Bullen Kanja zur Welt. Auch wenn Bullen die Mutterherde mit Eintritt der Pubertät verlassen, ist Hagenbeck dem Ziel einer biologisch funktionalen Herde mit diesem Kalb wieder einen bedeutenden Schritt näher gekommen. Bisher ist der Kleine nur in der Elefantenhalle zu sehen. Sollte er Ruhe brauchen, wird die Halle für Besucher geschlossen. Wenn die Entwicklung des Bullen weiter so positiv wie bisher verläuft, wird er in den nächsten Tagen gemeinsam mit der Herde erstmals auf die Außenanlage gehen.

Wildpark-MV 05.05.2018
Fotografische Reise in den Norden Europas
Neue Fotoausstellung im Güstrower Wildpark-MV eröffnet. Gemeinsamkeiten verbinden. Bei Anja Giske und Jörg Asmus ist es die Liebe zum Norden und zur Fotografie. Daraus ist nun die gemeinsame Ausstellung „Fotografische Impressionen aus dem Norden Europas“ entstanden, die am 5. Mai 2018 im Wildpark-MV eröffnet wurde. Die beiden Hobbyfotografen zeigen bis Ende September ihre schönsten landschaftlichen Eindrücke und Aufnahmen aus der Vogelwelt, die sie von ihren Reisen in Island, Skandinavien & Co. mitgebracht haben. „Die Fotoausstellung im Umweltbildungszentrum ist eine Bereicherung für unseren Wildpark und die Besucher. So können sie in die Natur des Nordens eintauchen und auf kleine fotografische Entdeckungsreise gehen“, freut sich Wildpark-Chef Klaus Tuscher. Das Thema „Wasser“ zieht sich dabei als roter Faden durch die Fotoauswahl: „Sand und Steine, Wind und Wellen gibt es überall, doch sie sind nie gleich. Es gibt immer Neues zu entdecken, besonders durch die Vielfalt des Wassers. Dafür lohnt es sich, auch mal nasse Füße zu bekommen und sich Zeit zu nehmen. Ein Foto ist mehr als eine Datei auf einer Speicherkarte – es ist wie ein Link zu den Erinnerungen an bewegende Erlebnisse“, so Anja Giske. Die Rostockerin steuert die Landschaftsfotos zur Ausstellung bei. Seit 2000 beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit mit der Fotografie und ist sprichwörtlich vom „Nordland-Virus“ befallen. Auf ihren Reisen kann die 46-Jährige beide Hobbys bestens verbinden, die ihr die nötige Abwechslung zur Schreibtisch-Tätigkeit in der Computerabteilung der Justiz bieten. Jörg Asmus ist neben seiner Arbeit als Polizist leidenschaftlicher Ornithologe und liefert die Impressionen aus der Vogelwelt: „Es ist meine erste Ausstellung und ich freue mich, dass ich meine Lieblingsmotive ganz besonders in Szene setzen kann. Seit meiner Jugend bin ich in der Papageienzucht tätig, seit 2015 habe ich mein Interesse breiter gefächert und nehme nordische Vögel genauer unter die Lupe bzw. vor die Linse.“ Als Kommissionsmitglied der Weltnaturschutzunion (IUCN) gibt der Güstrower zudem Hinweise auf seltene Vogelarten und hilft so, die Rote Liste der bedrohten Vogelarten aktuell zu halten. Ein Bild der Ausstellung liegt dem 52-Jährigen besonders am Herzen: „Das Foto zeigt den Mornellregenpfeifer, der Menschen gegenüber nicht besonders scheu ist. Ihn habe ich an meinem letzten Urlaubstag in Mittelschweden, wo er eher selten zu finden ist, mit ganz viel Glück vor die Kamera bekommen.“ Und genau das haben die Fotos von Anja Giske und Jörg Asmus gemeinsam: Sie wurden mit viel Geduld, dem Blick für die kleinen, feinen Geschichten unserer Natur und ganz viel Leidenschaft aufgenommen.

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