Systematik: Großfußhühner

Molukkenhuhn (Ogilvie-Grant, W. R. (William Robert), 1863-1924)

Molukkenhuhn (Ogilvie-Grant, W. R. (William Robert), 1863-1924)

Traditionell werden die Großfußhühner an der Basis der Hühnervögel angesiedelt. Zoologen vergangener Jahrhunderte stellten sie auch in die Nähe von Regenpfeiferartigen, Tauben, Leierschwänzen, Steißhühnern oder sogar Greifvögeln. Ihre Stellung zu den Hühnervögeln wird ebenso wie ihre Monophylie heute aber nicht mehr angezweifelt.
Eine Unterteilung der Großfußhühner in zwei Untergruppen „großer“ (Alecturini) und „echter“ (Megapodiini) Großfußhühner geht auf George Clark zurück, der sich 1964 an einer Klassifikation versuchte. Heute gilt diese Unterteilung als nicht mehr haltbar. Nach einer morphologischen Analyse von 1992 bilden die Gattungen Megapodius, Eulipoa und Macrocephalon ein monophyletisches Taxon, die Gattungen Aepypodius und Alectura ein weiteres.
Die Familie umfasst 7 Gattungen mit 22 Arten

Megapodius molistructor

 

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Heute ist Welttigertag

Sibirischer Tiger (Tierpark Hellabrunn)

Amurtiger (Tierpark Hellabrunn)

Heute ist Welttigertag.
(siehe auch hier und hier)
Dieser Tag soll auf die Bedrohung der Tiger und das Verschwinden der Lebensräume in seiner Heimat aufmerksam machen. Die Naturschutzbotschafter der Zoologischen Gesellschaft und des Frankfurter Zoos machen dies mit allerlei Informations- und Mittmachaktionen rund um den Katzendschungel. Die Reviertierpfleger geben Einblick in ihre Arbeit und bieten am Freitagnachmittag kleine Informationsrunden zum Tigergehege an. Und natürlich könne s ich kleine Tigerfans als Tiger schminken lassen. Ein Wissensquiz und Mitmachangebote laden zum Verweilen an den Aktionsständen von 10 bis 18 Uhr ein. Es gelten die regulären Eintrittspreise.

Internationaler Tiger Tag (allerdings vermisse ich den Hinweis auf den heutigen Tag)
Portrait: Tiger
Unterarten des Tigers

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Save the Koala Day

Koala (John Gould)

Koala (John Gould)

Traditionell „feiert der Zoo Duisburg am letzten Sonntag den „Save the Koala Day“. Am 31.07.2016 dreht sich rund um das Koalahaus alles um die bekannten australischen Säugetiere: Infos aus erster Hand bieten die Tierpfleger mehrmals täglich beim Keeper Talk. Kinder können sich am Schminkstand gegen eine kleine Spende in einen Koala (oder ein anderes Tier) verwandeln lassen, eigene Buttons pressen oder sich am Malstand betätigen. Beim großen Koala-Quiz wartet eine besondere Aufgabe für Groß und Klein. Die Gewinne werden direkt um 16.30 Uhr vom Koala-Maskottchen DINKI DI überreicht.
Der Grund für den bunten Koalatag ist an sich leider wenig fröhlich. Im australischen Freiland schrumpfen die Bestände immer weiter zusammen. Die Australian Koala Foundation (AKF) engagiert sich mit ihren Partnern, u. a. dem Zoo Duisburg, auf vielen Ebenen für den Erhalt der Koalas – Forschung, Politik, Information der Menschen und die Errichtung von Schutzgebieten. Der „Save the Koala Day“ informiert über die Situation der Koalas und versucht mittels Spenden den Schutz dieser Tiere zu unterstützen.
Alle Gewinne und Spenden des Tages des Zoos kommen ausnahmslos ausgewählten Koala-Schutzprojekten in Australien zugute.
(Ebenfalls am 31.07.2016 von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr präsentiert der Förderverein des Zoos im Entdeckerhaus die Ausstellung „Tarnen und Warnen im Tierreich“ – eine Aktion zum Rätseln, Entdecken und Mitmachen rund um die größten Tarnungskünstler sowie die (vermeintlich) besonders ungenießbaren Vertreter der Tierwelt.).

Koalas kann man in Deutschland inzwischen in Duisburg, Leipzig und Dresden sehen. Andere europäische Halter sind der Tiergarten Schönbrunn (Wien, Österreich) und der Zoo Antwerpen (Belgien).

Weitere Informationen zum „Save the Koala Day“ findet man hier.

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So ganz ohne Pokemon geht es nicht …

aber wer kein Interesse daran hat, muss sich das hier auch nicht ansehen.

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Systematik: Echte Frösche

Teichfrosch (Thüringer Zoopark)

Teichfrosch (Thüringer Zoopark)

Die Echten Frösche (Ranidae) bilden eine Familie innerhalb der Froschlurche.
Die Systematik der Familie Ranidae wird kontrovers diskutiert. Es finden sich stark abweichende Darstellungen ihrer taxonomischen Gliederung. Im Jahr 2009 wurden bei Amphibiaweb 50 Gattungen mit mehr als 850 Arten aufgelistet. In dieser Form handelte es sich jedoch um ein paraphyletisches Sammeltaxon. Daher wurden viele Gattungen anderen, teilweise neu geschaffenen Familien zugeordnet: Ceratobatrachidae, Conrauidae, Dicroglossidae, Micrixalidae, Nyctibatrachidae, Petropedetidae, Phrynobatrachidae, Ptychadenidae, Pyxicephalidae und Ranixalidae. Unter der Gattung Rana sind heute nur noch knapp 50 Arten aufgeführt, für viele andere wurden neue Namen postuliert (beispielsweise Pelophylax für die auch in Mitteleuropa vertretenen Wasserfrösche). Die Systematik gilt aber als umstritten und teilweise noch recht provisorisch. „Amphibian Species of the World“ zählt 25 Gattungen mit über 370 Arten zu den Echten Fröschen.

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Ausgestorbene Krokodile 5

Ausgestorbene Krokodile 1
Ausgestorbene Krokodile 2
Ausgestorbene Krokodile 3
Ausgestorbene Krokodile 4

Sarcosuchus imperator (© N. Tamura)

Sarcosuchus imperator (© N. Tamura)

Sarcosuchus ist eine ausgestorbene Gattung der Neosuchia. Es handelte sich dabei um ein Tier mit einer Körperlänge von bis zu 12 Metern, das während der Unter- sowie frühen Oberkreide (Albium bis Cenomanium) im heutigen Afrika gelebt hat.Sarcosuchus imperator, die einzige Art, wurde bislang an zwei Stellen in Afrika gefunden und erstmals 1964 auf der Basis von Schädelresten aus der Ténéré-Wüste im Niger beschrieben. Eine weiterführende Darstellung mit Skelettteilen von fünf erwachsenen Individuen, inklusive eines vollständigen Schädels, sowie von Jungtieren erfolgte 2001, ebenfalls aus fluviatilen Ablagerungen aus der Unterkreide (Apt/Alb) Nigers.
Die schmale Schnauze des Tieres machte etwa 75 % des etwa 1,6 Meter langen Schädels aus. Sie war aber zugleich deutlich breiter als bei den heute lebenden Gavialen und anderer schmalschnäuziger Krokodile. Die Bezahnung bestand aus beidseitig jeweils fünf großen Zähnen im Prämaxillare, 30 Zähnen beidseitig im Hauptteil des Oberkiefers (Maxillare) sowie 31 Zähne beidseitig im Unterkiefer, wobei einzelne Zähne deutlich vergrößert waren. Eine Zahnlücke wie bei den heute lebenden Echten Krokodilen (Crocodylidae), in der vergrößerte Zähne der Gegenseite Platz finden, gab es nicht. Der Unterkiefer war um 10 Zentimeter gegenüber dem Oberkiefer verkürzt und wurde am Vorderende von diesem überlappt. Der Nasenraum am Ende der Schnauze war auffällig vergrößert.
Als Körperlänge für Sarcosuchus wurde aufgrund der Schädelmaße eine maximale Länge von 11 bis 12 Metern extrapoliert, genauere Angaben sind nicht möglich, da bisher kein vollständiges Skelett vorliegt. Mit diesen Ausmaßen gehört die Art zu den größten bislang bekannten Crocodylia, lediglich für Rhamphosuchus aus dem Pliozän Indiens, Deinosuchus aus der späten Kreide, Purussaurus und Mourasuchus aus Südamerika, und Gavialosuchus aus Nordamerika können ähnliche Ausmaße angenommen werden. Jedoch könnten die nur von wenigen Funden bekannten Formen wie Purussaurus noch deutlich größer gewesen sein als Sarcosuchus. Einzelne Knochen von Purussaurus lassen auf Tiere mit einer Länge von 17 Metern schließen; ein derartiges Krokodil wäre so groß und schwer wie ein kleinerer Pottwalbulle gewesen. Das Gewicht von Sarcosuchus dürfte etwa acht Tonnen betragen haben und die maximale Größe wurde der Auswertung von Dünnschliffen von Osteodermen (knöcherne Platten im Knochenpanzer) zufolge etwa im Alter von 50 bis 60 Jahre erreicht.
Sarcosuchus imperator war ein amphibischer Bewohner der Süßgewässer und wahrscheinlich auch des Brackwassers. Seine an der Spitze relativ breite Schnauze und die großen, abgerundeten und für einen ausschließlich von Fisch lebenden Crocodylia im Verhältnis zu kurzen Zähne, sowie seine Körpermaße zeichnen ihn als einen Räuber mit einem breiten Beutespektrum aus. Er stellte wohl nicht nur Fischen nach, sondern machte ähnlich dem heutigen Nilkrokodil (Crocodylus niloticus) am Ufer auch Jagd auf größere Tiere, darunter wahrscheinlich auch Dinosaurier. Weiterlesen

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Systematik: Spinnentiere

Rote Chilevogelspinne (Tiergarten Nürnberg)

Rote Chilevogelspinne (Tiergarten Nürnberg)

Die Spinnentiere (Arachnida; altgr. ἀράχνη aráchnē „Spinne“) sind eine Klasse der Gliederfüßer (Arthropoda). Gemeinsam mit den Pfeilschwanzkrebsen bilden sie den Unterstamm der Kieferklauenträger (Chelicerata).
Zu den Spinnentieren gehören folgende Ordnungen:
Milben (Acari) – ca. 50.000 Arten
Geißelspinnen (Amblypygi) – ca. 150 Arten
Webspinnen (Araneae) – ca. 46.000 Arten
Weberknechte (Opiliones) – 6600 Arten
Palpenläufer (Palpigradi) – 80 Arten
Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones) – 100 Arten
Kapuzenspinnen (Ricinulei) – 40 Arten
Skorpione (Scorpiones) – 1400 Arten
Walzenspinnen (Solifugae) – 900 Arten
Geißelskorpione (Uropygi) – 180 Arten

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Malta

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Wildpark Knüll

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Naturpark Elbhöhen-Wendland

Der Naturpark Elbhöhen-Wendland deckt nach einer Flächenerweiterung im Jahr 2006 große Teile des Landkreises Lüchow-Dannenberg ab; ferner umfasst er einen kleinen Gebietsteil im Landkreis Lüneburg. Ausgespart ist nach der neuen Abgrenzung jedoch die Elbtalniederung. Der Naturpark Elbhöhen-Wendland hat eine Fläche von ca. 1160 km² und gehört zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Deutschlands.
Der vormalige Naturpark Elbufer-Drawehn hatte zwei recht unterschiedliche Großlandschaften umfasst, die ihm den Namen gaben:
den Höhenzug Drawehn im Westen des Landkreises Lüchow-Dannenberg
das Elbufer im Norden des Landkreises Lüchow-Dannenberg und teilweise im Landkreis Lüneburg
Beide Landschaften sind von den Eiszeiten geformt worden. Dabei ist der Hohe Drawehn als Endmoräne der vorletzten Eiszeit eine Anhäufung von Gesteinsgeschiebe, das am Rande einer Gletscher-Eisrandlage zurückblieb. Das Elbtal dagegen ist als Schmelzwasserablauf von der letzten Eiszeit geprägt worden.
Die Vegetation des Naturparks Wendland-Elbhöhen ist abhängig von Bodenrelief und -beschaffenheit. Die höheren, sandigen Podsolböden des Drawehn, insbesondere des Hohen Drawehn, waren bis ins 18. Jahrhundert ausgedehnte Heideflächen. Heute sind sie nach Wiederaufforstungen oft von Kiefernwäldern bedeckt. Auf lehmigen Böden gibt es Reste einer natürlichen Laubwaldvegetation, vor allem in der Göhrde. Die besseren Böden sind in Ackerland umgewandelt worden. Die Lüchower Niederterrasse ist Teil des Elbe-Urstromtals und wird von inzwischen entwässerten und kultivierten Niederungen geprägt (vergleiche Naturräumliche Haupteinheiten Deutschlands: Wendland und Altmark). Den östlichen Abschluss des Naturparks bildet die große Flugsandanhöhe des Gartower Forstes. Dort entstand nach dem Brand in der Lüneburger Heide ab 1975 auf nicht wieder aufgeforsteten Flächen die Nemitzer Heide.
Mehr über den Naturpark findet man hier. Weiterlesen

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