Alle Jahre wieder …Ostern

Der Beutelwolf-Blog weist jedes Jahr aufs Neue darauf hin, dass man keine lebenden Tiere verschenken soll (mit Einschränkungen natürlich, denn mit der entsprechenden Vorbereitung stellt das kein Problem dar. Allerdings muss man sich der Verantwortung bewusst sein, und diese erlischt nicht nach den Feiertagen). Kinder haben von Stofftieren oder Süßkram mehr als von einem Haustier, dessen Anschaffung erst gut überlegt werden muss.
Das sollten Eltern eigentlich wissen, aber das dem nicht so ist, zeigen die Kampagnen, die rechtzeitig zu Ostern (bzw. Weihnachten) gestartet werden. Und ungeliebte Haustiere verhungern, werden ausgesetzt oder landen im Tierheim. Obwohl auch das nicht sein müsste, wenn man sich vorher ausreichend informiert hätte.
Im Internetzeitalter ist das auch gar nicht so schwer. Bei den Blogvorstellungen sind auch ein paar Haustierblogs dabei, die Infos über die richtige Haltung geben.

Übrigens: Das Bild wurde für die Aktion „Keine lebenden Tiere ins Osternest“ entworfen.

Und es spricht nichts dagegen, auch dem eigenen (vorhandenen) Tier mal etwas Besonderes zu bieten, auch wenn das nicht an Ostern gebunden ist und tiergerecht sein sollte (also kein Lammbraten…).

„Aktion gegen Tiergeschenke“ bei Facebook

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Eine Erklärung zu den Bildern

Die meisten Bilder in diesem Blog wurden von mir selbst „geschossen.“ Ich bin kein guter Fotograf und gehöre wohl in die Kategorie der Einfachdrauflosknipser. Manchmal gelingt aber auch mir ein tolles Bild. Fragen bezüglich Schärfe, Belichtung und Blende kann ich nicht beantworten, das weiß ich entweder nicht oder ich habe nicht darauf geantwortet.

Manche Fotos sind nicht von mir. Der Name des Fotografen, oder eine andere Quelle wird dann genannt. Einige Tiere kann ich auch gar nicht mehr fotografieren, weil es sie nicht mehr gibt, Bilder von Beutelwölfen werde ich wohl nie machen (ich kann mir nicht vorstellen, dass es diese Tiere noch gibt, allerdings lasse ich mich auch eines Besseren belehren).

Neben Bildern wird dieser Blog auch durch Illustrationen bereichert. Nachdem ich selbst kein Zeichentalent habe und ich diesen Blog nicht mit „Kindergartenzeichnungen“ verschandeln möchte, überlasse ich das Leuten, die das können. Die Illustratoren sind (meistens) bereits tot, trotzdem werden ihre Namen (oder andere Quellenangaben) genannt. Manche Illustratoren haben mir auch ihre Bilder zur Verfügung gestellt.

Die Fotos sind nicht immer aktuell, manche Tiere sind vielleicht nicht mehr im Tierbestand (wer also einen Zoo nur aufgrund eines Bildes wegen einer bestimmten Tierart aufsuchen will, sollte vielleicht erst die Zootierliste zu Rate ziehen).

Einige Zoos untersagen in ihrer Parkordnung die Weiterverwendung durch Dritte. Nachdem ich hin und wieder Anfragen bekomme, die ich meist ablehne mache ich das hier offiziell. In den seltensten Fällen werde ich die Weiterverwendung meiner Bilder erlauben. Noch sehe ich von Wasserzeichen oder dergleichen ab, bisher hielt sich die Weiterverwendung auch in Grenzen (aber ob man es glauben möchte, es kam vor).
Allerdings gibt es Ausnahmen von der Regel, auch wenn es wenige sind. Bilder von Tieren außerhalb von Zoos könnte ich zur Verfügung stellen, diese sind aber derzeit noch sehr gering.

Und es gibt weitaus bessere Fotografen als mich…

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

20.03.2017, Veterinärmedizinische Universität Wien
Lachen ist auch beim Bergpapagei ansteckend
Sobald wir Kichern oder Lachen, kann das bei unseren Mitmenschen die gleiche positive Emotion auslösen. Denn, Lachen ist ansteckend. Andere Säugetiere wie Schimpansen oder Ratten können bei ihren Artgenossen genauso positive Emotionen durch ihr Verhalten auslösen. Forschende der Vetmeduni Vienna wiesen diese Eigenschaft nun erstmals auch bei einem Vogel, dem intelligenten Bergpapagei, Kea, nach. Wenn die neuseeländischen Papageien alleine oder miteinander spielen, stoßen sie Laute aus, die andere Keas zum Spielen animieren. Diese Vögel sind damit nachweislich die erste Tierart außer den Säugetieren, die Artgenossen emotional „anstecken“ können. Veröffentlicht in Current Biology.
Menschen verleihen ihren Gefühlen durch verschiedene Gesten Ausdruck. Positive Emotionen werden etwa durch Kichern, Lachen oder Grinsen begleitet. Diese emotionalen Gesten können sich auf unser Gegenüber übertragen, und dieses zumeist zum Mitlachen anregen. So reagieren wir auf ein lächelndes Baby beinahe automatisch auch mit einem Lächeln. Positive Emotionen wirken demnach ansteckend, was auch bei anderen Säugetieren, wie Schimpansen oder Ratten über das Spielverhalten schon bewiesen wurde.
Abgesehen von den Säugetieren konnte bislang allerdings keine „Emotionsansteckung“ bei anderen Tierarten nachgewiesen werden. Forschende des Messerli Forschungsinstitutes der Vetmeduni Vienna um Raoul Schwing zeigten nun an einer neuseeländischen Papageienart, dem Kea, dass auch Vögel von gezeigten Gefühlen oder Spielverhalten angesteckt werden können.
Spezielle Laute ersetzen ansteckendes Lachen
In der Tierwelt hängt die Übertragung von Emotionen ebenso von der Lautgebung ab. Taube Ratten reagieren nicht auf spielende Artgenossen und greifen somit die positive Emotion eines harmlosen Spiels nicht auf. Beim Bergpapagei Nestor notabilis schlossen Schwing und sein Team auf eine ähnliche Verhaltensweise, nachdem sie das umfangreiche Vokalisationsrepertoire der Vögel analysiert hatten.
Keas verfügen nicht nur über erstaunliche kognitive Fähigkeiten, etwa beim Umgang mit Gegenständen, sondern auch über ein komplexes Spielverhalten. „Dabei stoßen sie spezielle Laute aus, die wir eingehend analysiert haben“, so Schwing. „Wir haben wildlebenden Keas Aufnahmen der gleichen Rufe vorgespielt und sie begannen spontan zu spielen.“ Es zeigte sich allerdings, dass sie dann alleine spielen oder neue Spielgemeinschaften gründen.
Spiellaute keine Einladung, sondern Auslöser für eigenes Spiel
„Spielten wir den Keas das spezielle Trällern, das wir als Spiellaut identifizieren konnten, vor, dann animierten sie entweder andere nicht-spielende Keas oder beschäftigten sie sich alleine mit einem Objekt oder bestimmten Flugmanövern“, erklärt Schwing. Damit scheint der Spielruf der Bergpapageien keine Einladung zum Spielen von anderen Artgenossen zu sein, sondern dient dazu, sie zu animieren selbst zu spielen.
Die Verhaltensstudie unterstützt die Annahme, dass es sich bei diesen Vögeln um eine durch das Verhalten von Artgenossen übertragene Auslösung des Spieltriebs handelt. Die Papageien reagierten mit einer unabhängigen, emotionalen Reaktion auf die von anderen Vögeln ausgestoßenen Spiellaute. Das zeigt, dass das Trällern einen ähnlich ansteckenden Effekt auslöste, wie das Lachen bei uns Menschen, so Schwing.
Bei dem Experiment spielte das Forschungsteam wildlebenden Keas die aufgenommenen Spiellaute für eine Dauer von fünf Minuten vor. Als Kontrolle dienten andere Rufe der Papageien, sowie das Trällern des Südinsel-Rotkehlchens. Nur der spezielle Spiellaut bewirkte die emotionale Reaktion der Keas. Wurde den Bergpapageien der Ruf vorgespielt, dann begannen sie nicht nur zu spielen, der Spiellaut löste auch intensiveres und längeres Spielen im Vergleich zu anderen, ähnlichen Lauten aus.
Service:
Der Artikel „Positive emotional contagion in a New Zealand parrot “ von Raoul Schwing, Ximena J. Nelson, Amelia Wein und Stuart Parsons wird nach Embargoende in Current Biology veröffentlicht.
http://www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(17)30156-2
DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.cub.2017.02.020 Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Neu entdeckte Tiere (2017) 12. Woche

Ituglanis compactus
Zootaxa, Vol 4244, No 2, 20 Mar. 2017
Ituglanis compactus, a new species of catfish (Siluriformes: Trichomycteridae) from the rio Jari drainage, lower Amazon, Brazil
ÍTHALO DA SILVA CASTRO, WOLMAR BENJAMIN WOSIACKI

A new species of Ituglanis is described from rio Iratapuru, near the rio Jari, Amapá, Brazil. The new species is distinguished from all congeners by the reduced number of post-Weberian apparatus vertebrae (36 or 37); the low number of paired ribs (2); the low number of interopercular odontodes (12–15); the number of branchiostegal rays (7 or 8); the presence of elongated fontanel in parieto-supraoccipital; the pectoral-fin rays (i,5); head length (18.9–25.0); and the presence of pores supraorbital s1, infraorbitals i1 and i3 of the laterosensory system. The new taxon has a reduced body size and fully ossified skeleton, but does not display a large number of paedomorphic traits compared to congeners. Comments about taxonomy and intrageneric comparisons are made, and paedomorphic in Ituglanis is discussed. Thoughts about conservation of the new species are presented. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Portrait: Kirk-Dikdik

Kirk-Dikdik (Erlebniszoo Hannover)

Kirk-Dikdik (Erlebniszoo Hannover)

Das Kirk-Dikdik erreicht eine Schulterhöhe von bis zu 40 Zentimeter und ein Gewicht von 5,5 Kilogramm. Die Hörner erreichen eine Länge von 9,5 Zentimetern.

Obwohl es eher dichte Vegetationen mit abwechslungsreichen Nahrungspflanzen bevorzugt, kann man es auch in Biotopen mit spärlichem Grasbewuchs antreffen. Das Kirk-Dikdik kann selbst in den kargen Gebieten des südlichen Afrikas zurechtkommen. Hauptsächlich lebt es in den strauchreichen Gebieten von Zentral- und Nordnamibia, wo es sich von zahlreichen Pflanzen seiner Umgebung ernährt, dabei aber äußerst selektiv nur einzelne Pflanzenteile auswählt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Portrait: Litschi-Wasserbock

Kafue-Litschi-Wasserbock (Zoo Plzen)

Kafue-Litschi-Wasserbock (Zoo Plzen)

Der Litschi-Wasserbock, auch Litschi (andere Schreibweisen sind Lechwe oder Letschwe) genannt, ist ein Vertreter der Wasserböcke.
Diese Antilope ist mit einer Schulterhöhe von einem Meter mittelgroß, ihr Rücken fällt schräg von der Hinterhand zu den Schultern ab. Nur das Männchen trägt lange, stark geringelte, leierförmige Hörner. Anhand der Zeichnung können mehrere Unterarten unterschieden werden. Beim Roten Letschwe tritt das leuchtende Kastanienbraun der Oberseite mit der weißen Unterseite in Kontrast. Auffallende schwarze Streifen bedecken die Vorderläufe. Die Männchen erreichen ein Gewicht von 118 Kilogramm, die Weibchen von 80 Kilogramm. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Portrait: Himalaya-Tahr

Himalaya-Tahr (Tierpark Hagenbeck)

Himalaya-Tahr (Tierpark Hagenbeck)

Himalaya-Tahre ähneln den verwandten Ziegen. Sie haben einen stämmigen Körperbau mit kurzen, kräftigen Beinen. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 90 bis 140 Zentimeter, eine Schulterhöhe von 65 bis 100 Zentimeter und ein Gewicht von 36 bis 90 Kilogramm. Der Schwanz misst 17 Zentimeter. Adulte Himalaya-Tahre können ein Gewicht von bis zu 90 Kilogramm erreichen.
Die Rückenlinie ist abfallend. Das Fell des Himalaya-Tahrs ist lang und zottelig und rotbraun bis graubraun gefärbt; charakteristisch für diese Art ist die dichte Mähne im Halsbereich, die sich bis auf die Vorderbeine erstreckt. In den Sommermonaten ist ihr Fell deutlich kürzer und heller. Die Ohren sind klein und zugespitzt, die Schnauze wie bei allen Tahren unbehaart. Beide Geschlechter tragen Hörner. Diese sind nach hinten gebogen und seitlich abgeflacht und können bis zu 45 Zentimeter lang werden. Die Hörner der Weibchen sind meist deutlich kleiner. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Neues aus Augsburg

Ein paar Infos aus dem monatlichen Newsletter (und für mich die Erinnerung, mal wieder in den Zoo zu gehen).

Geschlüpft sind neun Zebrafinken und eine Harlekinwachtel. Außerdem wurde ein Pavian und ein Mohrenmaki geboren.

Keine Neuzugänge im Berichtszeitraum.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit durfte Nashornbulle Bantu mit allen Damen auf die große Anlage. Er war seiner Tochter Keeva gegenüber auch gleich im Spielmodus. Kibo bleibt zunächst separat. Trotzdem darf dieser natürlich mit den Damen auf die Anlage, wenn Bantu nicht dabei ist.

Die ersten Nachzuchten der Grünen Baumpythons haben den Zoo Augsburg verlassen. Drei sind an den Zoo Leipzig abgegeben worden und drei an den Zoo Beauval in Frankreich.

Die Freude war groß als die neu in den Bestand aufgenommenen Waliatauben erstmals gebrütet haben. Das Brutgeschäft wurde auch sehr zuverlässig von beiden Geschlechtern erledigt, und so schlüpfte tatsächlich Anfang März das Küken. Aber die Freude war zu früh, denn am gleichen Tag wurde der Täuber tot aufgefunden und auch das Küken starb drei Tage später.
Verstorben sind außerdem zwei Witwenpfeifgänse und ein Erdmännchen.

Eigentlich sollte in den nächsten Tagen mit dem Holzaufbau des neuen Giraffenhauses begonnen werden. Leider hat sich durch eine noch nicht erfolgte statische Prüfung diese Hoffnung zerschlagen, so dass der Fortgang der Arbeiten nun erst einmal gestoppt ist. Sehr schade, damit ist eine Fertigstellung bis zu den Sommerferien wohl nicht mehr realisierbar.

Inzwischen ist die Voliere der Baumstreifenhörnchen fertig eingerichtet, und die Hörnchen werden noch in dieser Woche einziehen.
Auch die Nasenbären konnten nun wieder ihre Anlage beziehen, nachdem alles desinfiziert und neu eingerichtet wurde.

Traditionell am Samstag vor den Osterferien gibt es wieder die Sonderveröffentlichung in der Gesamtausgabe der Augsburger Allgemeinen, die diesmal schwerpunktmäßig dem Neubau der Elefantenanlage gewidmet ist.

Veröffentlicht unter Augsburg, Zoo | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Systematik: Froschfische

Batrachoides surinamensis (Systema ichthyologiae iconibus)

Batrachoides surinamensis (Systema ichthyologiae iconibus)

Die Froschfische sind die einzige Familie der Froschfischartigen. Sie wurden traditionell in die (in damaligem Umfang) heute nicht mehr als monophyletisch angesehene Überordnung der Paracanthopterygii eingeordnet, sind nach neueren phylogenetischen Forschungsergebnissen aber Teil der Barschverwandten.
Es gibt vier Unterfamilien (Batrachoidinae, Halophryninae, Porichthyinae, Thalassophryninae), 23 Gattungen und etwa 80 Arten.

Veröffentlicht unter Systematik | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar